Das Fehlverhalten der Menschen des Industriezeitalters und die Folgen im Licht der Neuoffenbarung (Teil 3) (Teil 1, Teil 2)


Inhaltsübersicht:


Wohin führt die Einstellung 'Setz dich durch oder stirb'?

Das Unheil, das die ins Maßlose gesteigerte Praktizierung des Prinzips "Setz dich durch oder stirb" über die Menschen gebracht hat, beschränkt sich nicht auf die drohende Umweltkatastrophe, auf Inflation und Arbeitslosigkeit, sondern es setzt auch Millionen Menschen einer Hektik in der Arbeit aus, die sie zermürbt und krank macht. Kein Manager ist in diesem System mehr Herr seiner Entscheidung, sondern sie unterliegen Zwängen, die sie selbst zur Hektik antreiben und den Druck nach unten weitergeben läßt. Demoskopische Untersuchungen haben ergeben, daß heute bereits 58 Prozent der Beschäftigten unter Streß leiden.308

Die Hektik des Arbeitens hat einen Grad erreicht, daß sie als schwere Dauerlast empfunden wird, die zu Krankheiten, ja zum Selbstmord führt. In der Bundesrepublik nehmen sich nach Angaben der FAZ jährlich rund 100 Manager das Leben.309 Während Mitte der zwanziger Jahre jeder siebte Sterbefall auf einen Zusammenbruch des Herz- oder Kreislaufsystems zurückzuführen war, war es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Jahr 1972 jeder zweite Sterbefall. 310

Wohin führen hektische Emsigkeit und Arbeitssucht?

Der Unfug der immer ungezügelter werdenden, glücklosen Emsigkeit führt nicht nur zum gesundheitlichen Ruin der Arbeitskraft, sondern auch zu einem sinnentleerten Dasein. Die Hektik erzeugt einen Zustand, der keine Besinnung mehr auf die ewigen Werte und das Ziel des Menschen zuläßt. Man könnte glauben, daß - wie es in der Neuoffenbarung heißt - "ein solcher Fleiß das eigentliche Wesen aller Religionen und die Gottes würdigste Verehrung darstelle" (jl.him1.348). Der Herr spricht von den "ganz nach außen gekehrten Menschen" und mahnte seine Jünger und alle späteren Menschen nachdrücklich: "Wir bedürfen der inneren geistigen Ruhe, und diese ist eine rechte Heimat; in ihr werden wir das finden, was uns als äußere Fleisch- und Blutmenschen vor allem not tut." (jl.ev01.194,02)

Wohin führen die Jagd nach Erfolg, hohem Lebensstandard, Gewinnsucht, Rangsucht, Herrschlust und Gefallsucht?

Aus der Sicht der Lehre Jesu und des ewigen Lebens der Seele gesehen, ist dieses immer toller werdende Jagen nach Erfolg und Erhöhung des Lebensstandards ein absoluter Leerlauf. Die Kritik, die vom Herrn in der Neuoffenbarung an der "materiellen Gewinnsucht, Rangsucht, Herrschlust und Gefallsucht" geübt wird, ist vernichtend (jl.erde.060 u. jl.erde.063). Er geißelt die verfehlte Auffassung der heutigen Menschen des Industriezeitalters von ihrer Lebensaufgabe, die der Lehre des Evangeliums diametral entgegensteht. "Es wird wohl die Industrie dieser Welt fleißigst betrieben werden, um schneller den Geist zu ertöten und möglicherweise auch die ohnehin kärgliche Aussaat des Samens zum ewigen Leben ganz zu vernichten." "Und so verkümmern die Herzen der Menschen, die alleinige Wohnung Gottes auf Erden." (jl.him2.367) "Die industriellen Menschen mit ihren nimmer zu sättigenden Bedürfnissen gleichen dem Gebüsch und den Dornen, unter denen der Samen der Worte Gottes erstickt wird." (jl.gso2.125,05) "Sie verscharren ihre Talente für den Himmel auf leichtsinnige Art in die Furchen der Welt." (jl.him2.350 f)

Wie wirken sich die Maßlosigkeit im Materiellen und Streben nach Wohlstand geistig aus?

Die Maßlosigkeit ist aber nicht nur das Kennzeichen der Technik und der Wirtschaft, sie ist auch das Kennzeichen des Menschen des Jahrhunderts ohne Gott ganz allgemein. Die Steigerung des Wohlstandes hat den Stellenwert der irdischen Güter stark erhöht und den Gedanken an das ewige Leben selbst bei denen verblassen lassen, die jeden Sonntag zur Kirche gehen. Nach einer Untersuchung des Münchener Infratest-Institutes glaubt etwa nur noch die Hälfte der Befragten an ein Leben nach dem Tod.311 Hierzu läßt sich nur mit Goethe sagen: "Den Beweis für die Unsterblichkeit muß jeder in sich tragen, außer dem kann er nicht gegeben werden."312
Die Neuoffenbarung stellt klar heraus, daß es gerade umgekehrt ist, wie viele glauben: "... Die äußere Materie, die doch alles zu sein scheint, ist im Grunde nichts. Das Geistige in der Materie, welches dem Blinden und Tauben nichts zu sein scheint, ist am Ende doch alles." (jl.him1.177,28)

Kann die positivistische Wissenschaft die Grundfragen des Lebens beantworten?

Auf die elementarsten Fragen kann die Wissenschaft keine Antwort geben, der Positivismus kann zum Letzten und Wichtigsten - dem Geistigen - nicht vordringen. Die noch so großen Gelehrten der Welt bringen samt ihren Diplomen und Doktorhüten nicht heraus, was mit dem Menschen nach seines Leibes Tod geschieht..." (jl.schr.075) "Laßt euch darum nicht verlocken von den blinden und trügerischen Reizen der Welt, sondern seid allezeit nüchtern und schätzt den Wert der Welt richtig ein." (jl.ev01.167,16)

Was bewirkte die Säkularisation und materialistische Lebensauffassung in der Gegenwart?

Der Geist der Säkularisation des vorigen Jahrhunderts ist jetzt voll wirksam geworden, und die materialistische Lebensauffassung hat die jetzigen chaotischen und destruktiven Kräfte heraufbeschworen. Die atheistischen Frühsozialisten, die von Ludwig Feuerbach inspiriert waren, erwarteten nicht nur das Paradies auf Erden, sondern sie verkündeten auch, daß erst der Mensch, der die Religion abgeworfen habe, "ein vollkommener Mensch" sei."313 Diese damals erhoffte Abwerfung des Glaubens an Gott und an ein ewiges Leben ist nun in unserer Zeit in vollendetem Maße gegeben. Der Jesuitengeneral Arupe glaubt, daß es in den westlichen Ländern mehr Atheisten gibt als in den östlichen. 314 Die Welt, in der wir leben, macht uns in bestürzender Weise deutlich, in welcher Art der "vollkommen religionslose Mensch" in Ost und West Millionen Menschen unglücklich gemacht und unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat. Nachdem das moralische Kapital der Religion die Gesellschaft nicht mehr trägt, nehmen die Verfallserscheinungen immer mehr zu. Zu spät wird begriffen werden, daß die Religion der Anwalt der großen, über Leben und Tod hinausgreifenden Zusammenhänge ist. Alles, was immer mehr Menschen mit Schrecken erfüllt und noch mehr in Zukunft erfüllen wird, geht zunächst in der Wirklichkeit des Geistes vor sich und manifestiert sich dann in der äußeren Erscheinung unserer unheilvollen Welt.

Wie kennzeichnet und kommentiert die Neuoffenbarung die heutige Entartung?

In der Neuoffenbarung wird der heutige Zustand der Entartung wie folgt gekennzeichnet: "Auf eurer Erde ist jetzt mehr Fäulnis als geistiges Leben vorhanden." "Beinahe die ganze Menschheit liegt in materiellen Genüssen begraben, gleichsam unbeweglich im Sarg weltlicher Sorgen und Genüsse." (gm.pred.041,13) "Ich habe aber euch (den Aposteln, d. Vf.) zu öfteren Malen enthüllt und euch getreuest gezeigt, was infolge des freien Willens der Menschheit die Ursache der überaus argen Zukunft sein wird." (jl.ev09.144,07) "Darum ist es nun gerade jetzt so schwer, zum inneren Leben aus und in Mir zu gelangen." (jl.him1.349) "Die Bewohner der großen Städte wissen sich vor lauter Genußsucht nicht zu helfen, alle wollen angenehm leben, alle sich unterhalten, alle glänzen und womöglich ein bißchen herrschen ... Aber alle genußsüchtigen Verfeinerungen sind nichts als Abgöttereien, denn sie sind Opfer des menschlichen Geistes an die äußere tote Naturmäßigkeit." "Die Genußsucht ist ein unverkennbares Kind der Eigenliebe, welche mit der Herrschliebe ganz identisch einhergeht." (jl.gso2.081,08 .10 .12)
"Des Menschen Hoffart, sein Hochmut, seine Selbstsucht und Herrschlust brauchen unbeschreiblich vieles und sind dennoch nie zu befriedigen." (jl.ev03.010,03) "... die Eigenliebe und die Habsucht haben bei den Weltgroßen den höchsten Gipfel erreicht." (jl.him1.348)

Durch welche Fakten sind Jesu Kommentare zur heutigen materiell-verschwenderischen Lebenseinstellung berechtigt?

Diese Charakterisierung der Menschen des Industriezeitalters, insbesondere in der jetzigen Endzeit, hat ihren guten Grund. Die Menschen haben ihr Herz zu sehr an Erfolg, Prestige und Wohlstand gehängt.
Im Jahre 1979 betrugen die Ausgaben für Alkohol in der Bundesrepublik Deutschland 39 Mrd. DM und für Tabakwaren 19 Mrd. DM.315 Im Jahre 1939 entfielen auf den Kopf der Bevölkerung 4,85 Liter Alkohol, im Jahre 1971 12,2 Liter. 316 Von diesem Zeitpunkt an erhöhte sich der Konsum weiter. Der Sektverbrauch, der im Jahre 1971 1,9 Liter pro Kopf betragen hatte, stieg bis zum Jahre 1982 auf 4,2 Liter an. Das größte Problem für die Zukunft bildet der Jugendalkoholismus.317 Die 500000 Pferdesportler geben jährlich rund 1,5 Mrd. DM für Pferdesport und Freizeitreiten aus. 318 Für Hunde, Katzen, Vögel usw. werden pro Jahr 3 Mrd. DM aufgewendet. 319 Den Kindern wird jährlich für 2 Mrd. DM Spielzeug gekauft*)320 Sechs Mrd . DM geben deutsche Verbräucher jährlich für Cremes, Makeup, Gesichtsmasken, Kollagen, Ampullen, Deo-Sprays usw. aus. 321 Die Froschschenkeleinfuhren in die Bundesrepublik Deutschland sind von 228000 kg im Jahre 1975 auf 442000 kg im Jahre 1978 angestiegen.322 Die von der Bevölkerung aufgenommenen Konsumkredite stiegen von 45 Mrd. DM im Jahre 1972 auf 132 Mrd. DM im Jahr 1980.323

Zu den obigen Feststellungen sei kurz angemerkt, daß auf der Erde zur Zeit 800 Millionen Menschen ein Durchschnittseinkommen von 75 Pfennig pro Kopf und Tag haben.324 In jeder der beiden indischen Städte Kalkutta und Bombay leben und schlafen dauernd etwa 100000 Menschen buchstäblich auf den Straßen. In Kalkutta leben 10 Millionen Menschen, davon 3,3 Millionen in Slums, in Bombay 2,5 Millionen.325 In 32 Entwicklungsländern mit 950 Millionen Einwohnern fiel das Wirtschaftswachstum trotz der Entwicklungshilfe von 2,6 Prozent in den fünfziger Jahren stetig bis auf 1,1 Prozent p. a. in den siebziger Jahren.326

Welche geistigen Folgen hat zu großer Wohlstand?

In der Neuoffenbarung wird unmißverständlich klargemacht, daß großer Wohlstand und religiöse Denkart in einem reziproken Verhältnis zueinander stehen. "... zu große irdische Vorteile sind stets für die Seele nachteilig." "Ich bin nicht zum Nutzen des Leibes, sondern nur zum Nutzen der Seele in diese Welt gekommen." (jl.ev10.109,23) "Eine zu große Verbesserung in irdischen Dingen ist stets eine wahre und dauernde Verschlimmerung im Geistigen, das der Mensch mit allen Kräften seines Lebens doch nur allein kultivieren soll." (jl.ev07.222,09) "Großer Wohlstand läßt des wahren Gottes ganz vergessen." (VdH.066)
Es wurde dem Propheten Lorber aber vom Herrn gesagt, daß sich im Industriezeitalter nur wenige vom Tanz um das Goldene Kalb freihalten würden. "Sie werden umgeben sein von völlig glaubenslosen Menschen, die nur allerlei gewinnbringende Industrie betreiben und sich um Meine Lehre nicht kümmern werden.' (jl.ev04.040,06) "Sie verstehen es wohl, den materiellen Boden der Erde zu durchwühlen..., aber das Erdreich des Geistes und des ewigen Lebens lassen sie brachliegen und kümmern sich wenig darum." (jl.ev04.236,45) "Es soll aber bald eine Zeit kommen, in der solche emsigen Diener der Welt beiderlei Geschlechtes noch diesseits gründlich erfahren werden, welch einen guten Lohn sie mit ihrer Arbeit erworben haben." (jl.him2.184,12)

Welche Kennzeichen belegen, daß die vorhergesagte Endzeit jetzt abläuft?

Der Beginn dieser von Jakob Lorber vorhergesagten Zeit wird jetzt in der ganzen Welt sichtbar. Rapid wachsende Arbeitslosigkeit, Geldwertzerfall, wirtschaftliches Nullwachstum, Marsch in die Defizite, Umweltvergiftung, Zunahme der Krankheiten, Zerstörung der Wälder auf der ganzen Erde durch menschliche Eingriffe aller Art, lang andauernde Dürreperioden sowie andererseits verheerende Wasserfluten in allen Erdteilen, eine auffallende Kette von Unglücksfällen, Ausbreitung der erschreckenden Gewaltverbrechen, Kriegsangst und anderes mehr bereiten den Menschen Sorgen, Unsicherheit und Angst. Allgemein nimmt die Erkenntnis zu, daß die elementaren Lebensgrundlagen der Menschen, Tiere und Pflanzen durch die verschiedensten menschlichen Eingriffe bedroht sind. Langsam wird begriffen, daß die übertriebenen Ansprüche auf ökonomischem Flugsand aufgebaut worden waren. Bei den Regierenden in aller Welt nimmt das Stimmengewirr der Ratlosigkeit zu.

Wird der große Absturz kommen?

"Mein Heiliger Geist", heißt es in der Neuoffenbarung, "ist in den jetzigen Handlungen der Welt nirgends zu sehen, daher diese Welt vollkommen als Waise dasteht. Ich lasse sie aber noch einige Zeit steigen, bis sie die rechte Fallhöhe erreicht haben wird." (jl.wchr.056)

Wer lenkt hintergründig die gesamten destruktiven Geschehnisse?

Es schält sich immer klarer heraus: Der schillernde Glanz der Selbstherrlichkeit, die alles für machbar hält und von einem lenkenden Gott nicht mehr redet, steht immer in Verwandtschaft mit dem gefallenen Engel, dessen Werke ohne Gelingen bleiben und nur Übles bringen. Immer ging in der Geschichte einem Sturz die Vermessenheit voraus.

Welche Aufgabe hat Prophet Lorber bei den Industrievölkern?

In seiner Botschaft an die Menschen der Endzeit durch seinen "Schreibknecht" Jakob Lorber warnt Gott die Industrievölker eindringlich und unüberhörbar, den Weg, der in die apokalyptische Katastrophe führen wird, nicht weiterzugehen:

Wozu dient das Erdenleben nach Gottes Plan?

"Bedenke doch ein jeder von euch, daß die Erde unmöglich ein Paradies sein kann, da sie ein Prüfungsboden für jeden in das schwere Fleisch des Menschen gelegten Geist für alle Zeiten verbleiben muß, ohne den kein Geist ein vollkommenes ewiges Leben erreichen kann." (VdH.085,10)
"Vergeßt nicht, daß dieses Erdenleben, das so flüchtig an euch vorübereilt, eine Probe, ein Prüfungsleben ist." (gm.pred.002,22) "Bedenkt, ihr seid nicht von dieser Welt! Ihr waret vorher Geist und werdet wieder Geist."(gm.pred.019,24) "Bedenkt, daß in geistiger Beziehung tausend Jahre kaum wert sind, ein allerschnellster Augenblick genannt zu werden, - was ist demnach erst die höchst kurze Prüfungslebenszeit eines Menschen!" (jl.him2.048)

Wieweit soll man für die irdischen Bedürfnisse sorgen? Welche Folgen hat zuviel materielles Streben?

"Bei den jetzigen Lebensverhältnissen ist es zwar Pflicht eines jeden, für die irdischen Bedürfnisse zu sorgen. Nur soll diese Sorge nicht so weit gehen, daß sie einen Menschen hindert, sein geistiges Ziel zu verfolgen und seinem Nebenmenschen Gutes zu tun." (gm.pred.040,12)
"Die Gier verfinstert die Seele derart, daß sie gar nichts von etwas Geistigem mehr begreifen kann, und wird sie auch vom höchsten und reinsten Geisteslicht beleuchtet, so verkehrt sie es bald in ihr selbstisches, grobmaterielles Wesen und sieht und erkennt darum abermals nichts als nur Materielles." (jl.ev04.123,12)
"Aber was liegt dem Weltmenschen an der allerwichtigsten Selbsterkenntnis, ohne die eine wahre Gotteserkenntnis nicht denkbar ist." (jl.ev04.224,03)
"Die Seelen von Millionen wissen nicht einmal mehr, daß sie Träger des Geistes Gottes sind, geschweige denn, daß sie bei ihren ins Endlose gehenden Weltsorgen zur Frei- und Selbständigwerdung desselben irgend etwas Ersprießliches tun können und möchten." (jl.ev03.010,13)
"Ihr wisset, daß ein Mensch, der an irdischen Gütern reich geworden ist, zumeist auch in seinem Herzen zu einem Stein von Gefühl- und Lieblosigkeit wird." "Wo steht ein solcher Mensch dann in der inneren geistigen Lebenssphäre? Ich sage es euch: auf dem Punkt des ewigen Gerichtes und dessen Tode.. " (jl.ev08.181,12)

Welche Folgen wird die heutige Genuß- und Erlebnissucht haben?

"So es auf Erden einmal gar viele derartige Epikureer (Genußmenschen, d. Vf.) geben wird, dann wird auch bald ein allgemeines Weltgericht über alle Menschen auf dieser Erde von Gott aus zugelassen werden." "Und zwar von jetzt an (zur Zeit Jesu) nach nicht mehr vollen 2000 Jahren." (jl.ev08.182,03 u. 05)

Wozu werden Katastrophen und Strafgerichte zugelassen?

"Das alles wird zugelassen werden, um die Menschen von ihrem Hochmut, von ihrer Selbstsucht und ihrer großen (geistigen) Trägheit abzuwenden." (jl.ev08.185,05)
"Die Menschen sind jetzt so weit von ihrem eigentlichen Ziel abgekommen, daß keine menschliche Macht mehr imstande wäre, sie aus ihren Träumen zu erwecken und sie von ihrem Jagen nach Genuß abzubringen." (gm.pred.049,13)

Wozu sollen die Neuoffenbarungen und Katastrophen in der Endzeit dienen?

"... Nachdem der Egoismus als Gegenpol Meiner Liebe und der Liebe überhaupt das Hauptsteckenpferd der jetzt lebenden Menschheit geworden ist, nachdem durch das tolle Treiben das Maß der Verirrungen auf eurer Seite und ebenfalls zu Ende zu gehen anfängt, so ist eben dieses Wort (die Neuoffenbarung, d. Vf.) euch gegeben worden, um noch vor dem allgemeinen Verfall so manchen zu retten..." (gm.lgeh.014,14)
"Die Elementarereignisse, die Unglücksfälle und Krankheiten, welche der Zeit (der letzten großen Katastrophen, d. Vf.) vorangehen, sind die letzten Versuche, noch zu retten, was zu retten möglich ist, damit nicht alle im Schlamm des Egoismus ersticken. Nur durch Unglück und herbe Schicksalsschlage wird das stolze Menschenherz mürbe." (gm.pred.053,09)
"Ich lasse es hier niederschreiben, damit alle Welt es weiß! Wie ich einst den Verfall des Judenvolkes voraussagte und derselbe auch wirklich eintraf, so habt ihr hier der Mahnungen und Voraussagen genug, in denen Ich euch deutlich gesagt habe, was kommen wird, wie und wann es eintreffen muß, um Meine verirrten Kinder auf den rechten Weg zu bringen." (gm.pred.053,13)

Trägt Gott oder die Menschen selbst Schuld an den Katastrophen?

"Wenn all diese unglücklichen Ereignisse über die Menschheit hereinbrechen werden, wie einst bei den Juden die Zerstörung Jerusalems - wer ist dann schuld daran? Bin Ich ein Rachegott, der das Blut Tausender will? Oder sind sie es nicht vielmehr selbst, die alles unter ihren Sinn beugen und selbst die großen Gesetze der materiellen und geistigen Welt - wenn es nur möglich wäre! - umstoßen möchten?..."

Warum und wozu läßt Gott die Endzeittrübsale zu? (jl.ev08.213,20 f.)

Als Jesus seinen Jüngern die in unserer Zeit eintretenden Katastrophen verkündete, sagten diese, es sei doch traurig, daß solches über die Menschen kommen werde. Darauf antwortete ihnen Jesus: "Darin besteht die große Trübsal unter den Menschen, daß das Licht und die Liebe sie verlassen hat." "Ich kann aber dem Menschen den freien Willen nicht nehmen, weil er ohne diesen kein Mensch wäre." (jl.ev08.213,20 f.)

Was ist die einzige Möglichkeit, das angekündigte Unheil abzuwenden?

Es gibt nach der ausdrücklichen Mitteilung des Herrn nur eine einzige Möglichkeit, das Abgleiten ins Unheil aufzuhalten: "Ich empfehle euch vor allem die Nächstenliebe, die da kommt aus der Liebe zu Gott. Dies allein vermag aus eurer gänzlichen Verkehrtheit wieder Menschen in Meiner Ordnung zu machen." "Darum bin Ich in die Welt gekommen, um euch die rechte Umkehr zurück zu Meiner Ordnung zu zeigen." (jl.ev04.220,56)

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