Die Kundgaben Jakob Lorbers über die katholische Kirche


Inhaltsübersicht:


Welche Vorhersage-Schwerpunkte findend sich in den Neuoffenbarungen durch Lorber?

Die Neuoffenbarung läßt keinen Zweifel darüber offen, daß wir in der beginnenden Endzeit leben. Die vorausgesagte Verwirrung der Geister, die Zerstörung der Umwelt, die Erdbeben und die Überschwemmungskatastrophen gewaltigen Ausmaßes zeichnen sich in ihren Anfängen bereits deutlich ab, und sie werden nach den Angaben Jakob Lorbers immer größere Ausmaße annehmen. Im Verlaufe dieses Buches wird über diese Prophetie ausführlicher berichtet werden.

Welches Schicksal wird der kath. Kirche in der Endzeit vorhergesagt?

Jakob Lorber wurde aber auch gesagt, welches Schicksal der katholischen Kirche in der Endzeit bevorsteht und weshalb ein Gericht über sie ergehen wird. Lange Jahrhunderte hat Gott zu den schweren Verfehlungen der Hierarchie der katholischen Kirche geschwiegen, aber nun redet Er durch den Propheten der Endzeit. "Von nun an werde Ich mit den Machthabern keine Geduld und Rücksicht mehr haben. Das kannst du (Lorber, d. Vf.) wohl glauben, da Ich dir solches verkünde." (jl.ev10.027,08)
Der katholische Theologe de Lubac hat das Phänomen des Propheten in unseren Tagen richtig erkannt, wenn er sagt, daß Seher, die Stimmen hören, "Zusammenhänge überblicken, die den Durchschnittsmenschen völlig verborgen sind". 1

Welche Ursachen führen zu den anstehenden Veränderungen?

Geistige Umwälzungen haben immer ihren Grund in Verhältnissen, die weiter zurückliegen. Die Liste der Schuldposten der katholischen Kirche ist lang, und durch wohlklingende Formulierungen in Konzilsdekreten können sie nicht getilgt werden. Die Abkehr vom Auftrag, den Jesus seinen Aposteln gegeben hatte, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Kirche, und die Kluft zwischen der Botschaft Jesu und der Wirklichkeit ist bis heute unüberbrückbar. Kardinal Suenens von Belgien trifft den Kern des vielen nicht verständlichen Zeitgeschehens, wenn er bemerkt, daß man sich über den in der Vergangenheit angewendeten Zwang Rechenschaft geben müsse, wenn man die Ursachen und die Wucht der gegenwärtigen Reaktion begreifen wolle.2 Zahlreiche einsichtige Theologen, wie z. B. Hans Urs von Balthasar, Karl Rahner SJ, Pribilla SJ, Hans Küng und viele andere wissen um die Zusammenhänge des derzeitigen Verfalls und der früheren schweren Verfehlungen der Kirche. "Die negativen Schwingungskräfte der vergangenen Jahrhunderte lassen sich nicht - wie katholische Apologeten es vielfach zu tun pflegen -mit kasuistischen Wortspielereien wie 'zeitbedingte Erscheinungen' abtun, sondern sie strahlen, ähnlich wie die Radioaktivität, über lange Zeiträume bis in unsere Tage aus."3

Warum ließ Gott so viele schwere Verfehlungen der Kath. Kirche zu?

Das Leben in dem riesigen Ghetto der katholischen Kirche war jahrhundertelang lebensgefährlich und unerträglich geworden. Es unterschied sich in nichts von den Verhältnissen in den totalitären Staaten des 20. Jahrhunderts.
Jesus hat diesen Terror und Fanatismus seinen Jüngern vorausgesagt: "Wenn diese Meine Lehre einmal durchs Schwert unter den Völkern wird ausgebreitet werden, dann wird es bald sehr elend auf dieser Erde aussehen. Das Blut wird in Strömen fließen." (jl.ev10.106,14) "Es muß das aber alles zugelassen werden wegen der Selbstbestimmung und wahren Lebensausbildung eines jeden Einzelmenschen für sich, ohne die niemand ein wahres Gotteskind werden und nie in die ewige Herrlichkeit des Vaters eingehen kann." (jl.ev03.228,08) "Ich kann dem Menschen den freien Willen nicht nehmen, weil er ohne diesen kein Mensch wäre." (jl.ev08.213,22)

Was sind die Hauptursachen für die Endzeitprobleme der kath. Kirche?

Die Entartungserscheinungen in der katholischen Kirche, die Herrschsucht und der Zwang, die bis in die derzeitige repressive Politik des Vatikans ausstrahlen, sind ursachlich für den jetzigen Verfall der Kirche. Dieser Kausalzusammenhang wird in der Neuoffenbarung klar herausgestellt.
"... ein Mußgesetz ist erstens für den freien Willen der Menschen ganz wider Meine göttliche Ordnung, weil es den Menschen nur verfinstert und nie erleuchtet, und zweitens, weil mit dem Mußgesetz sich die Gesetzesverkünder sogleich eine höhere, nur ihnen zukommende Gewalt anmaßen, darum bald stolz, hochmütig und herrschsüchtig werden und zu den, als rein göttlich ausgesprochenen Satzungen, auch aus einer angemaßten göttlichen Gewaltsinhabung, vor der ihre Gläubigen oft mehr als vor Gott selbst zittern und beben müssen, eigene arge Satzungen als göttlichen und ihnen neu geoffenbarten Willen hinzufügen und auf deren Beachtung stets ein viel größeres Gewicht legen als auf die Beachtung der rein göttlichen Gebote. Daraus aber geht hervor: finsterer Aberglaube, Abgötterei, Haß gegen Andersgläubige, Verfolgung, Mord und Kriege." (jl.ev08.020,11-20)
Alle, die auf die Neugründung eines Reiches Gottes auf Erden mit einem äußeren Schaugepränge harren, werden sich in ihrer blinden Hoffnung sehr täuschen, denn ein solches wird auf Erden niemals gegründet in der lebendigen Wahrheit aus Mir und in Mir." "Falsche Propheten werden das wohl tun unter Führung Meines Namens, doch Ich werde in einem solchen Reiche niemals wohnen und thronen. Siehe, so steht es der vollen Wahrheit nach mit der Gründung Meines Reiches auf dieser Erde." (jl.ev10.073,09-10)

Was machte die Kath. Kirche mit dem Wort und Willen Gottes? Welche Hauptursachen schaffen ihr nun Probleme?

Die katholische Kirche kennt das Wort Gottes. Sie besitzt nicht nur das Evangelium, sondern hat durch die Apostel und die apostolischen Väter noch manches zusätzlich - was heute in der Neuoffenbarung kundgegeben wird - von Anfang an durch die Geheimtradition in Erfahrung gebracht. Sie hat aber das Wort des Herrn in der langen Kette der Jahrhunderte mehr und mehr mißbraucht. Ihr System des Zwanges und des "dogmatischen Imperialismus" 4 hat sie auf dem starren statischen Prinzip aufgebaut und verankert. Da diesem Prinzip das Element der Erstarrung immanent ist, ist ihr jegliche Flexibilität abhanden gekommen, und jetzt, da in der modernen Welt alles in dynamische Bewegung gekommen ist, wird ihr die Starrheit und die Rechthaberei zum Verhängnis. Sie ist unwahrhaftig geworden und hat das Vertrauen der denkenden Menschen erschüttert. Dadurch ist sie unglaubwürdig geworden. "Jetzt sieht man deutlich", schreibt Hans Urs von Balthasar, "die Risse in den tragenden Pfeilern einer verfehlten Statik". 5
Auf der römischen Bischofssynode im Oktober 1974 erklärten die Kardinäle Alfrink (Utrecht) und Döpfner (München), die Kirche behindere oft den Zugang zum Glauben. Sie betonten, daß die Synode zuerst über eine größere Glaubwürdigkeit der Kirche sprechen müsse (!), bevor sie über die Schwierigkeiten, die die Welt der Kirche bereite, rede. 6
Die Kirche hat sich nie mehr auf ihre spirituelle Sendung und die Machtlosigkeit besonnen, mit der sie in den ersten Jahrhunderten die Lehre Jesu gegen alle Widerstände einer ihr feindlich gesinnten Umgebung verbreitete. Sie machte sich nie mehr von der Veräußerlichung des Zeremonientums frei und hat nie die Herrschgewalt aufgegeben, weil sie befürchtete, daß dadurch ihr falsches System gefährdet wurde. Und deshalb kann noch das Wort wahr werden, daß sie "zum Grab des Christentums wird". 7 "Die Schuld von einst wirkt fort wie Gift."8

Sagte Jesus die starre kath. Haltung voraus?

In der Neuoffenbarung ist die derzeitige starre Haltung in Rom und mancher Bischöfe vorausgesagt worden. "Von einem freien guten Willen gegen die Völker ist bei den alten Machthabern noch verzweifelt wenig vorhanden. Was sie zugunsten der Völker tun, dazu drängen sie die Umstände. Könnten sie diese durch irgendein für sie günstiges Mittel sich vom Halse schaffen ... so müßten die Menschen dann von neuem nach der alten spanischen Inquisition tanzen." (jl.ev10.030,01) "Sie werden alle Mittel anwenden, die zu ihrem früheren Glanz und zu ihrer früheren Macht führen sollen." (gm.pred.033,14) "Aber sie gehen einer Reform entgegen, die ganz anders ausfallen wird, als sie es sich dachten." (gm.pred.033,14)

Brachte das letzte, das zweite Vatikanische Konzil wirkliche positive Änderungen?

Das Zweite Vatikanische Konzil brachte nicht die erhoffte Wende.9 Die Integralisten gewannen nach einer kurzen Zeit der Euphorie im Vatikan wieder die Oberhand und verhinderten eine grundlegende Veränderung der kirchlichen Strukturen. Aber eine Änderung anderer Art trat ein. Es wurden Kräfte entfesselt, die die Kurie nicht mehr zu bändigen vermag. Der lange Zeit angestaute Druck hat sich mit Vehemenz entladen. Die traditionellen Ansichten und Formen gerieten ins Wanken, und die Kirche wird seitdem in zunehmendem Maße von theologischen Kontroversen erschüttert. Die seit Jahrhunderten ins Extrem gesteigerte Autorität des Papstes zerfällt mehr und mehr. Denkende Katholiken können der Frage: Was ist Wahrheit und was ist Einkleidung? nicht mehr entgehen. Die Tatsache, daß die Kirche die streng geforderte Glaubenslehre, der Inhalt des Neuen und des Alten Testamentes sei Wort für Wort irrtumslose Wahrheit und bedingungslos zu glauben, aufgeben mußte, hat bei allen - soweit sie kritisches Denkvermögen besitzen - das Vertrauen in die Lehren der Kirche untergraben. Weite Kreise haben erkannt, daß die Theologen bisher unhaltbare Behauptungen der verschiedensten Art gegen ihre Überzeugung mit verwickelten Argumenten verteidigen mußten.

Wie reagieren viele Kleriker und Laien auf die Kirchenmißstände?

Priester, Mönche und Nonnen verlassen diesseits und jenseits des Ozeans ihren Dienst und ihre Orden. In Europa sind von 35 800 Pfarreien 27 Prozent ohne Pfarrer. 10 Das Heilige Offizium gab im Juni 1964 zu, daß zu dieser Zeit 30000 bis 40000 Priester am Zölibat gescheitert waren.11 Die Priesterkrise beschränkt sich aber nicht auf Amtsniederlegungen, sondern - was weniger in Erscheinung tritt - ist das Aufkommen von Zweifeln und innerliche Resignation bei vielen Priestern, "deren Zahl meist größer ist als die, die ihren Dienst aufgeben" 12. Es resignieren Kardinäle, Bischöfe und Priester in aller Welt. Die äußere Machtrepräsentanz ist zwar noch bedingt vorhanden, aber die Basis schmilzt weg. Die Kirchenaustritte nehmen zu, und die Abwanderung in die innere Emigration gleicht einem immer breiter werdenden Strom. Die junge Generation hat sich schon überwiegend von der Kirche abgewandt. Ratlosigkeit herrscht und die Angst geht um.

Bewahren die Konzilien die kath Kirche vor dem Untergang?

Das ist in kurzen Umrissen die Lage der katholischen Kirche, wie sie sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil darstellt. Die folgende, Wirklichkeit gewordene Prophezeiung Jakob Lorbers sollte denjenigen zu denken geben, die den Prophezeiungen Jakob Lorbers skeptisch gegenüberstehen.
"Wenn sie ein Konzil ihrer doktorlichen Weisheit halten werden, gerade dann will Ich sie auf den Scheitel ihrer Weisheit schlagen und sie zugrunde richten lassen..." (jl.him2.196,20)

Wodurch verunreinigt die kath. Kirche Jesu Lehren?

"Da sie den wahren Geist nicht haben..., richten sie nach ihrer geistigen Blindheit und ihrer Weltklugheit alles mit äußerem Pomp und verlocken dann viele, auch bessere Geister zu sich. Und siehe, das ist eine grobe Verunreinigung einer noch so reinen Lehre." (jl.ev06.022,34)
"Immer noch klammern sich die Menschen an Zeremonien und Gebräuche - ein Zeichen, daß sie selbst noch sehr materiell sind und nur Materielles wünschen und verstehen." (gm.pred.002,18)
"Dieses Volk verehrt Mich in gemauerten Kirchen mit Glockengeläut, mit Orgeln und allerlei Pfeifen, mit Klingel und Klangel, mit Weihrauch und brennenden Kerzen, in goldenen Gewändern", "aber ums Herz darf man da nicht fragen, ob es nah oder fern von Mir ist." (jl.him2.368,09)

Welche Folgen zeigen die abergläubische kath. Volksfrömmigkeit?

Und was kommt am Ende bei dieser Art verfluchter Religiösität des katholischen Volkes denn heraus, fragt der Herr in der Neuoffenbarung (jl.ev09.209). Seine Antwort lautet: "Siehe, die Menschen entfernen sich stets mehr von Gott anstatt daß sie sich ihm stets mehr und mehr im Herzen und in der Liebe und im wahren, lebendigen Glauben und Vertrauen nähern sollen... und Gott muß schließlich wieder durch den Mund eines neu erweckten Propheten zu den Menschen rufen und schreien: Siehe, dieses Volk ehrt Mich mit den Lippen und eitler toter Weltzeremonie, aber sein Herz ist fern von Mir." (jl.ev09.209,04) "Das Werk des Scheines und der Zeremonien gilt ihnen mehr als der Lebendige selbst, der zu ihnen redet." "Lasset das alles fahren - allein die Liebe behaltet." (!) (jl.schr.037,02 f.)

Kann reine Wahrheit überhaupt noch von Rom ausgehen?

"Das Licht, dieses wahre Gottesreich kann nie von Rom ausgehen." "Denn was da geschieht, ist nur rein Äußerliches." (jl.him2.370,03 f.)
"... sie verkehrten das Göttliche in Weltliches, sie gaben den Menschen die Rinde statt den Kern des geistigen Lebens." (gm.pred.019,15)

Ist die heutige Glaubenslosigkeit bzw. Unzugänglichkeit für Wahrheit eine Folge kirchlicher Fehlentwicklungen?

Die Folgen des Zwanges, des geduldeten und geförderten Aberglaubens und der magischen Vorstellungen des Volkes liegen jetzt wie Mehltau auf der wahren Lehre Jesu. Die Erstarrung in klischeehaften Vorstellungen und Gewohnheiten ist bei vielen infolge der falschen Erziehung durch Generationen hindurch so groß, daß die Menschen der Wahrheit, wenn sie dieselbe erfahren, kaum noch zugänglich sind. Das folgende, dem Propheten mitgeteilte Urteil über die Veräußerlichung und die religiöse Verflachung vieler kirchentreuer Katholiken kann erschrecken.

Warum ist von Katholiken wenig Aufnahmebereitschaft für göttl. Neuoffenbarungen zu erwarten? Wer findet allenfalls zu ihnen?

"So wie Ich seinerzeit von den Juden weniger erhoffte als von den Heiden, so ist es auch in jetziger Zeit, in der von jenen wenig zu erwarten ist, welche sich Katholiken nennen und glauben, es auch wirklich zu sein, wenn sie nur die vorgeschriebenen Gebräuche halten. Ja, gerade sie, die das beste und fruchtbarste Feld für Meine Lehre sein sollten, gerade sie sind die ärgsten Widersacher alles dessen, was sie aus ihrer so bequem eingerichteten Religionslehre aufweckt und Aufopferungen und Entsagungen fordert, denen sie nicht gewachsen sind, weil ihnen die moralische Kraft der Überwindung angewöhnter Gebräuche und Ideen fehlt. Sie gleichen den meisten Zuhörern jener Zeit (zur Zeit Jesu, d. Vf.). Sie suchen Mich überall in den Kirchen, aber nicht auf dem Weg des Lebens, wo sie durch Taten beweisen sollen, was sie oft in den Kirchen geloben." (gm.pred.032,11)
"Es ist das keine leichte Sache, Menschen, die sich in allerlei Irrtümern begründet haben, und jene, die aus den Irrtümern irdische Vorteile zu gewinnen verstehen, zu der reinsten Wahrheitslehre aus den Himmeln zu bekehren." (jl.ev10.128,03) "Ich werde euch aber die reifen Seelen in den Weg führen." (gm.pred.026,18)

Wie zeigen sich die Folgen der zahlreichen und schwerwiegenden kath. Fehlentwicklungen?

Die Folgen der Entartungserscheinungen wurden vorausgesagt, und heute sind sie vor aller Augen sichtbar:
"Jetzt fallen wie einst die Anhänger von diesen Führern ab und suchen das Licht, suchen das Wort - als Ausdruck ihres Gottsuchens -, was ihnen ihre eigenen Führer nicht geben können." "Es regt sich der Drang nach Freiheit des Denkens, nach geistiger Freiheit." (gm.pred.003,18) "Der Grund, daß Ich jetzt so viel Himmelsbrot gebe, wie es seit Meinem irdischen Lebenswandel nie geschehen ist, ist der, weil gerade jetzt der Zeitpunkt sich nähert, an dem die Welt ihren Gipfelpunkt in den Verirrungen und im Abweichen von Meinen Schöpfungszwecken erreichen wird." (gm.pred.026,21) "Ich will jetzt den Ungläubigen die Augen öffnen und den Buchstabenauslegern Meiner Bibel (den Theologen, d. Vf.) den eigentlichen Sinn erklären." (gm.pred.026,23)

Wie reagiert die kath. Kirche auf Propheten?

Propheten waren von alters her für die jeweilige Hierarchie unbequeme Männer. So wie die alttestamentlichen Propheten den Zorn der damaligen Priester entzündeten und sich Verfolgungen zuzogen, so werden auch die prophetischen Worte Jakob Lorbers Ärger, Zorn und Widerspruch erregen. Denn auch von seiner Prophetie gilt das, was Jeremia von seinen prophetischen Worten sagte: "Brennt mein Wort nicht wie Feuer? Ist es nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt?" (jer.23,09)

Warum hat die kath. Kirche in nächster Zeit viel Negatives zu erwarten?

Über das Schicksal der katholischen Kirche wird von Lorber für die nächste Zukunft vorausgesagt:
Die Kirche, so heißt es in der Neuoffenbarung, sei durch Herrschsucht und Macht entstellt worden (gm.pred.014,16). Der Zwang und das Richten wird streng verworfen (jl.ev09.039,11). "Ich habe niemand von euch (den Jüngern, d. Vf.) einen Zwang angetan, sondern euch in der vollsten Freiheit nur zugerufen: Wer da will, der komme, höre, sehe und folge Mir nach! Und ihr tatet das aus eurem freien Willen heraus. Und also tut auch fürderhin in Meinem Namen, und ihr werdet guten Weges zu wandeln haben." "Wer aber daraus ein Muß machen wird, der wird Mein Jünger nicht sein, und auf seinem Wege wird er Felsen, Klippen und Dornen finden." (jl.ev08.020,03-05)

Warum muß und darf jeder selbst die Wahrheit bei voller Glaubensfreiheit suchen - auch ohne Kirchenautorität?

"Die volle Ausbildung des eigenen Lebens ist jedem Menschen in die höchst eigenen Hände gelegt." (jl.ev01.093,08) "Der Autoritätsglauben bietet der Seele viel zu wenig Licht." (jl.ev08.027,13)
"Vor Mir gilt nur die freieste Selbstbestimmung. Alles, was darüber oder darunter ist, hat vor Mir und Meinem Vater, der in Mir ist, und Ich in Ihm, keinen Wert." (jl.ev01.093,05)

Woran erkennt man, ob aus Priestern Gott wirkt oder spricht?

   "Siehe, Ich bin nicht in jenen, aus deren Munde nichts als ein Gericht ums andere und eine Verdammnis um die andere sprüht, da sie Gott nur im richtenden Feuer, aber niemals nur in der Liebe erkennen wollen." (!) (jl.him2.013,17)

Ist Gott oder die Kirchenführung als Autorität wichtiger?

"Die Pharisäer setzten den Tempel als erstes voran, und die Priester der Christen ihre Kirche." (gm.pred.042,15)

Wie versucht Gott, Klerus und Laien allmählich, zur Wahrheit zu führen?

"Aber aus der Nacht wird langsam Dämmerung, aus der Dämmerung Tag." "Es dämmert schon in vielen Köpfen." (gm.pred.014,16)
"Ich dein Herr und Gott donnere dir (der Kirche, d. Vf.) nun schon lange in dein verstopftes Ohr und in dein verhärtetes Herz von allen Seiten her." (jl.him2.194,10)

Welche Konsequenzen für ihre Machtanmaßung, Hochmut, Stolz, Zorn Rache und geistige Hurerei hat die kath. Kirche zu erwarten?

"Deine irrwähnige göttliche Machtvollkommenheit hat aber dein Herz oder deine Liebe von Mir abgezogen und hat es erfüllt mit Hochmut, Stolz, Zorn, Rache, Hurerei und allen Gerichten..." (jl.him2.194,08)
"Wie du es mit anderen getrieben hast, so sollen sie es nun auch mit dir treiben. Und dein lange schon verdienter Lohn soll über dein Haupt kommen." (jl.him2.197,15)
"Alle deine Anhänger, die du dir zu eigen angebunden hast mit deiner Doppelzunge Macht, werden dich in ihren Herzen höchst verabscheuen." (jl.him2.195)
"Das lebendige Wort (die Neuoffenbarung, d. Vf.) wird ein Feuer werden in den Herzen derer, die es besitzen werden." "Alles menschliche, weltgelehrte Wort aber soll dagegen ein leeres, dürres Stroh werden; desgleichen auch alle Kanzelreden." (jl.him2.198)

Darf die kath. Kirche wahrheitsgemäß für sich die wahre Nachfolge Petri in Anspruch nehmen?

Dem Apostel Petrus hat Jesus nach den Kundgaben der Neuoffenbarung folgendes vorausgesagt: "... nach etlichen hundert Jahren, da wird man in Rom vorgeben, daß du solchen Stuhl (den Heiligen Stuhl, d. Vf.) daselbst gegründet hast. Und die Völker, die mit Feuer und Schwert dazu gezwungen werden, werden den falschen Propheten auch glauben, daß du als ein erster Glaubensfürst solchen Stuhl in Rom aufgestellt habest und vom selben in Meinem Namen die ganze Erde und ihre Fürsten und Völker regierest. Aber siehe, das wird ein falscher Stuhl sein, von dem viel Unheil auf der weiten Erde wird ausgebreitet werden, und es wird da nahezu niemand mehr wissen, wo du den rechten Stuhl, den Stuhl der Liebe, der Wahrheit des lebendigen Glaubens und des Lebens aufgestellt hast und wer dein rechter Nachfolger ist. Solch ein falscher Stuhl wird sich zwar lange halten, viel über tausend Jahre hinaus; zweitausend Jahre Alters wird er aber nicht erleben." "Aber in jener Zeit wird es denn auch einer großen Läuterung bedürfen, auf daß die Menschen Mich wieder erkennen und allein an Mich glauben werden." (jl.ev08.162,26)
"Das alles kann noch eher geschehen, als da nach Mir, wie Ich nun leiblich unter euch (den Aposteln, d. Vf.) bin, zwei volle tausend Jahre verrinnen werden." (jl.ev09.071,05)

Welche Aufgabe haben Neuoffenbarungsfreunde? Was haben sie zu erwarten?

Den heutigen Freunden der Neuoffenbarung wird gesagt: "Kümmert euch nicht um die Widersacher! Je mehr die Zeit fortschreitet und Meine Schafe sich mehren werden, desto weniger kann diese Meine Lehre (die Neuoffenbarung, d. Vf.) unbekannt bleiben, desto größer wird aber auch der Widerstand gegen sie und ihre Anhänger werden. Der Kampf muß entglimmen." (gm.pred.021,12)
"Bedenkt, es sind Millionen von Menschen, welche zur rechten Tür des Lichts geführt werden sollen..." (gm.pred.021,18) "Fürchtet nicht, daß sie siegen werden." (gm.pred.017,11)

Wer wird den Kampf gegen die kath. Kirche führen?

"Das Wehe steht nun knapp vor der Türe. Der Scharfschützen gibt es schon eine größere Menge, und sie werden ihr Ziel nicht verfehlen." (jl.ev11.238,01)

Welche Aufgabe erfüllt die äußere Kirche bezüglich der wahren inneren Kirche?

"Von der äußeren (Amts)Kirche wird freilich nie das Gottesreich kommen, welches da ist das eigentliche innere, ewige Geistesleben. Aber diese äußere Kirche ist nach Meiner Vorsehung und Sorge ein Schutz für die innere Kirche, die jedermann leicht finden kann, wenn er sie nur finden will. Und dabei ist es gleich, in welcher äußeren Kirche er sich befindet - so sie nur irgendwie Meinen Namen und Mein Wort verkündigt." (jl.him2.375,08) "Fluchet aber nicht dem ganzen Baum, weil seine Rinde tot ist." (jl.him1.098)

Empfehlen die Neuoffenbarungen einen Kirchenaustritt?

"So ihr abtrünnig werden wollt (d. h. aus der Kirche austreten wollt, d. Vf.), so wird wenig Segen an eure Brüder gelangen." (jl.him1.099)
(Hier ist anzumerken, daß fast alle Freunde der Neuoffenbarung Mitglied einer christlichen Kirche sind. Die Neuoffenbarungs-Schriften veranlassen niemanden, aus seiner Kirche auszutreten. Es wird den Freunden aber auch ausdrücklich gesagt, daß sie keiner Sekte angehören sollen. (jl.him2.082) Deshalb darf die Lorber-Leserschaft selbst auch nicht den Charakter einer Sekte annehmen, sondern sie muß eine lose Gemeinschaft von Geistesfreunden bleiben.)

Wie meinte Jesus seine Verheißung: 'Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen'?

Fromme, von der kirchlichen Tradition geprägte Seelen, die im Hinblick auf die Entwicklung in der katholischen Kirche seit dem Konzil von Sorgen erfüllt sind, klammern sich, wenn Verzagtheit und Angst sie überkommen will, an die Worte des Evangeliums: "Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen" (mt.16,18). Aber einfache Gemüter pflegen oft hochgeistige Wirklichkeiten zu konkretisieren, d.h. sie bleiben am Buchstabensinn des Evangeliums kleben. Die Theologen wissen, daß das Wort von der Unüberwindlichkeit der Kirche nicht die äußere Organisationsform der Kirche betrifft.
In der Neuoffenbarung wird die Textstelle des Matthäus-Evangeliums 16,18 (mt.16,18): "Du bist Petrus, auf diesen Felsen will Ich Meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen", ausführlich erläutert. Die betreffenden Kundgaben können hier nur auszugsweise wiedergegeben werden.
"Dieses Schrifttextes wegen herrscht noch bis jetzt in allen christlichen Bezirken auf der Erde der größte Irrtum." (jl.ev11.332,02) "Petrus war der erste, dem Ich in seinem Glauben und Vertrauen die Schlüssel zum Himmelreich gab, welches da ist ein Reich der Liebe zu Gott im Herzen der Menschen..." (jl.ev11.332,03)

Was ist in Jesu Sinn die wahre Kirche?

"Jeder, der Mich wie Petrus erkennt und liebt, ist ein rechter Fels, auf dem Ich Meine wahre Kirche, die wahre Liebe und Weisheit aus Mir, erbauen kann und auch vollernstlich erbaue." (jl.ev11.332,03)
Die (Amts)Kirche wird zerfallen, bevor Neues entstehen kann. Die neue Geistkirche wird nicht gestaltlos sein, auch sie benötigt eine organisatorische Form, aber nicht die Form einer hierarchisch gegliederten Amtskirche, die herrscht, Zwang ausübt, verdammt und sich in Zeremonientum und Aberglauben verliert. Sie wird auch das Wort des Evangeliums "Verschafft euch weder Gold noch Silber" (mt.10,09) beherzigen.

Welche Einstellung zu den kath. Wahrheiten und Irrtümern empfiehlt Jesus?

Nach der vollzogenen Umwandlung der ecclesia carnalis (Fleischkirche, Amtskirche) - wie Joachim von Fiore sie nennt - in die ecclesia spiritualis (Geistige Kirche) werden die schönen, gleichnishaften Worte der Neuoffenbarung Geltung bekommen: "Seht, der Weise geht in die Rumpelkammer und findet da oft große Schätze, von der Zeremonie bedeckt. Den Staub wischt er weg und legt das reine Gold in die Schatzkammer. Desgleichen tut auch ihr." (jl.him1.099,15)

Kennen der Papst und die Kirchenführer die Zukunftsvorhersagen?

Die Kirchenführer wissen es, daß das Gericht und das Ende der katholischen Kirche bevorsteht.
Im Jahre 1960 sollte der Vatikan das ihm vom Bischof von Leiria (Portugal) übergebene Geheimnis der dritten Botschaft an die Kinder von Fatima der Welt bekanntgeben. Das Schreiben wurde zwar geöffnet und der Inhalt zur Kenntnis genommen, aber nicht veröffentlicht. Die Botschaft ist trotzdem bekanntgeworden. Von dem Schicksal eines bestimmten Volkes ist darin - wie zur Ablenkung verbreitet worden war - nicht die Rede. Das hat laut Pressemeldungen vor einigen Jahren die im Kloster lebende Zeugin dem Bischof von Leiria bestätigt. Heute weiß man, daß in Fatima u. a. das Gerichtsurteil über die katholische Kirche verkündet wurde. Auf dem 6. Fatima-Kongreß in Freiburg i. B. im September 1973 sagte Bischof Dr. Rudolf Graber von Regensburg: "Fatima ist das Gerichtsurteil über eine Kirche, die glaubt, ohne Opfer und Sühne auskommen zu können und die zur Welt geworden ist. Fatima ist das Gericht Gottes über ein Minichristentum der niedrigsten Preise, dessen Schlußausverkauf im Gange ist." 13
Das ist ein ebenso offenes Wort wie das folgende Bekenntnis des Patriarchen Athenagoras, der sagte: "Wir haben aus der Kirche eine Organisation wie alle übrigen gemacht. Wir haben unsere Kräfte damit vertan, sie aufzubauen und setzten diese nun für ihr Funktionieren ein. Und sie funktioniert, sie funktioniert wie eine Maschine. Wie eine Maschine - und nicht wie das Leben." "Was haben wir getan? Christus hat uns verlassen. Wir haben ihn verjagt."
Bereits auf dem letzten Konzil hatten katholische Patriarchen die Kurie für die Austrocknung der Religion durch den römischen Juridismus und Triumphalismus verantwortlich gemacht. Ihre Mahnungen verhallten ebenso ungehört wie zahlreiche andere im Laufe der Zeit. 14
Auch Papst Paul VI. schien erkannt zu haben, daß es mit der Kirche zu Ende geht. Im Sommer 1974 klagte er in einer Audienz: "Die Kirche ist in Schwierigkeiten - sie scheint zum Aussterben verurteilt zu sein." 14a

Wie wirkt sich der Untergang der kath. Kirche auf den Fortbestand der Lehre Jesu aus?

In der Neuoffenbarung versichert der Herr ausdrücklich, daß die Lehre Jesu den Menschen auf dieser Erde auch nach dem Verfall der katholischen Kirche bekannt gemacht wird: "Wenn ihr Gericht und ihr Ende über die römische Kirche kommen wird, wird Meine Lehre dennoch fortbestehen unter gar vielen Menschen auf der Erde. Aber sie wird stets nur als ein freies Gut unter den Menschen im stillen glänzen, leuchten und trösten, nie aber als Herrscherin über ganze Völker auf einem Herrscherthrone mit Krone, Stab und Zepter." (jl.ev08.014,07)

Besteht ein Bedürfnis nach Wahrheit durch göttl. Neuoffenbarungen? Findet man Wahrheit ohne eigene Anstrengungen?

Nach Ansicht katholischer und evangelischer Theologen ist in weiten Kreisen ein Hunger nach echter Offenbarung vorhanden. Oft braucht allerdings die geistige Einsicht Zeit zum Reifen. Die Besinnung auf die Grundwahrheiten des auf dem Evangelium gegründeten Glaubens erfordert Wachheit und einige Denkarbeit.
Die Neuoffenbarung, die den geistigen Horizont so sehr erweitert, vermag dem ansprechbaren Menschen erstarrte Begriffe, mit denen die Theologie zu arbeiten gewohnt ist, einprägsam einzuschmelzen in den Fluß einer für jedermann verständlichen und überzeugenden Darstellung. Wem es wirklich ernst ist mit der Findung religiöser Wahrheit, wie sie Jesus gelehrt hat, der wird sich aufgerufen fühlen zur Gewinnung neuer Erkenntnisse. In der Neuoffenbarung redet Gott wirklich in unserer Endzeit zu den Menschen. Ohne Mühe kommt allerdings niemand zur Wahrheit. Zuweilen mag das Wort des Empedokles beim Studium der metaphysischen Tiefenschichten dieser umfassenden Offenbarung Geltung haben: "Ich weiß zwar, daß die Wahrheit den Worten, die ich verkünde, innewohnt, doch mühsam ist sie den Menschen zu erringen, und schwer durchdringt das heiße Bemühen um den Glauben die Seele."

Wer ist im Falle von Widersprüchen glaubwürdiger, die kirchlich ausgelegten Evangelien oder die Neuoffenbarungen?

Wo Widersprüche zwischen der Neuoffenbarung und den Lehren der Kirchen bestehen, hat nicht - wie katholische und evangelische Theologen behaupten -, die Kirche, sondern die Neuoffenbarung recht. Das Evangelium ist in den ersten Jahrhunderten zugegebenermaßen zum Teil verfälscht und durch die Entmythologisierer und Theologen im 19. und 20. Jahrhundert zum Zerrbild gemacht worden.
"Niemand außer ihnen", heißt es vielsagend in der Neuoffenbarung, "soll etwas wissen und irgendeine Erfahrung haben." "Sie lieben Mein Licht nicht und werden diejenigen nicht lieben, die Mein Licht zu ihnen bringen." (jl.ev03.225,09)

Hat die Kirchenhaltung gegen die Neuoffenbarung einen Einfluß auf die Erfüllung der Prophezeiungen?

Ob die Kirchen den Propheten der Endzeit, Jakob Lorber, totschweigen oder mit Steinen bewerfen, der Erfüllung der Prophetie wird das keinen Abbruch tun können.
In diesen Zeiten sollten die Christen die Forderung des Apostels Paulus beachten: "Löscht den Geist nicht aus! Weiset prophetische Rede nicht verächtlich zurück! Prüfet alles, und was gut ist, behaltet." (1 thess.05,19-21)
"Ohne Unruhe und Umdenken geht es nicht ab", sagt Pater Lohfink, Professor am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom", wo Gott Propheten auftreten läßt." 15

Ist der Zeitpunkt zur allgemeinen Bekanntgabe der Neuoffenbarungen gekommen?

Auch für die Neuoffenbarung gilt das Goethe-Wort, daß "das Allervorzüglichste, was hervortritt, was uns begegnet, so lange verneint wird, als es nur möglich ist". Aber es ist jetzt wohl doch der Zeitpunkt gekommen, daß diese wichtige Offenbarung durch den Propheten Jakob Lorber allgemein bekannt wird.
"Es entsteht der allgemeine Drang nach Licht, nach geistigem Leben, nach Liebe, nach erwärmender und rechter geistiger Lehre. So regt sich die geistige Tendenz trotz allen Widerstandes..." (gm.pred.003,18)


Hand nach rechts Mehr über Jesu Vorhersagen zur Entwicklung und dem Niedergang der katholischen Kirche im 3. Jahrtausend


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