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Endzeitprophezeiungen bis 2027 (Lorber, Dudde | SeherInnen)

Vorsorge-Tipps

Ist Jesus Retter oder Richter?

Textauszüge aus den Werken des Propheten Jakob Lorber


Inhaltsübersicht:


Alle Taten richten sich selbst

   Jesus lehrte seine Jünger:
   (jl.ev02.032,08) »(Jeder) ... tue und glaube, was ihn gut und recht dünkt! Denn dereinst wird jeder seines Glaubens leben, und die Taten, die er nach dem Glauben aus seiner Liebe verrichtet hat, werden seine Richter sein!
   (jl.ev02.032,09) Denn Ich werde niemanden richten, sondern jedes Menschen Richter wird seine eigene Liebe sein - nach diesem Meinem Worte, das Ich nun zu euch geredet habe!«

Retten als Aufgabe Jesu

   Kontext und Erläuterung einer Bibelstelle durch Jesus:
   (joh.03,17) "... Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern a daß die Welt durch ihn gerettet werde." (a lk.19,10)
   (jl.ev01.021,04) (Jesu Erläuterung:) »Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das eigentliche Leibfleisch als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele verstanden.) Aber um das zu erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die materiellen Hoheitsgelüste zunichte machen, und zwar der Glaube an den Menschensohn, daß dieser aus Gott von Ewigkeit her geboren in diese Welt gekommen ist, auf daß alle das ewige Leben haben sollen, die an Seinen Namen glauben und halten werden!«

   (joh.03,18) "Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des a eingeborenen Sohnes Gottes." (a joh.05,24)
   (jl.ev01.021,05) (Jesu Erläuterung:) »Wer immer, ob Jude oder Heide, an Ihn glauben wird, der wird ewig nimmer gerichtet und dadurch verdorben werden; wer sich aber an dem Menschensohne stoßen wird und wird nicht glauben an Ihn, der ist dann aber auch schon gerichtet. Denn eben das, daß er nicht glauben will und glauben kann, weil er sich zufolge seines Hoheitsgefühls an dem Namen und Wesen des Menschensohnes stößt, ist schon das Gericht eines solchen Menschen.«

Aufgabe Jesu: Suchen des Verlorenen, Erlösung aus Gericht, Freiheit und Seligkeit eröffnen

   Weil Jesus seinen Jüngern seinen Kreuzestod als unvermeidlich vorhergesagt hatte, kam Petrus ins Zweifeln am Sinn der Aufgabe Jesu und argumentierte: "Warum mußte denn der Allmächtige also von Seinen Geschöpfen zugerichtet werden, um ihnen die Seligkeit und das ewige Leben geben zu können? Genügte die pure reinste Lehre und Sein rein nur Gott mögliches Wundertun nicht? Bessert das die Menschen nicht, wie wird sie dann Sein Leiden und Sterben bessern?!"
   (jl.ev05.247,03) Ich als einer Deiner getreuesten Anhänger sage es da ganz offen: Dein Leiden wird vielen guten Menschen zum Steine des Anstoßes werden, und sie werden wankend werden in ihrem Glauben. Darum frage ich Dich auch jetzt schon um ein rechtes Licht darüber, auf daß wir dann zur rechten Zeit den fragenden Menschen auch eine rechte Aufklärung zu geben imstande sind zu ihrer Beruhigung.«
   (jl.ev05.247,04) (Jesu Antwort:) »Du fragst hier nun um eine ganz gute und gerechte Sache, die du, so Ich sie dir auch ganz recht erkläre, dennoch immerhin nie als pur Mensch ganz recht und richtig begreifen wirst; erst nach Meiner Auferstehung, wenn du wiedergeboren wirst im Geiste, wirst du auch ganz rein und klar einsehen das große Warum.
   (jl.ev05.247,05) Ich als der alleinige Träger alles Seins und Lebens muß nun auch das, was von Ewigkeiten her durch die Festigkeit Meines Willens dem Gerichte und dem Tode verfallen war, erlösen und muß eben durch das Gericht und durch den Tod dieses Meines Fleisches und Blutes in das alte Gericht und in den alten Tod eindringen, um so Meinem eigenen Gottwillen jene Bande insoweit zu lockern und zu lösen, wegen der in sich reif gewordenen Materie der Dinge, auf daß darauf alle Kreatur aus dem ewigen Tode zum freien selbständigen Leben übergehen kann.

   (mt.18,11) Denn der a Menschensohn ist gekommen, selig zu machen, was verloren ist." (a hebr.01,14)
   (jl.ev05.247,06) Und es ist darum des Menschen Sohn in diese Welt gekommen, um das, was gewisserart von Ewigkeit her verloren war, aufzusuchen, es zu erlösen und also für die Seligkeit fähig zu machen.

   (mt.18,12) "Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?"
   (jl.ev05.247,07a) (Darstellung durch Lorber:) Was dünket euch: Wenn irgendein Mensch hundert Schafe hätte und eines derselben sich verirrte irgendwo im Walde, läßt er nicht die neunundneunzig stehen auf dem Berge und geht hin und sucht das verlorene.
   (mt.18,13) "Und wenn es geschieht, daß er's findet, wahrlich, ich sage euch: er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben."
   (jl.ev05.247,07b) Und so es sich dann begibt, daß er es findet, wahrlich sage Ich euch: Wird er da nicht mehr Freude haben über das wiedergefundene denn über die neunundneunzig, die nie verloren waren?
   (jl.ev05.247,08) Und sehet, es ist denn auch also bei Gott, obwohl Er durch Seinen allmächtigen Willen alles, was da faßt der unendliche Raum, erschaffen hat aus der ewigen Fülle Seiner ewig zahllosen Gedanken, Ideen und Begriffe und wie außer Sich gestellt hat durch die Festigkeit Seines Willens! Wenn das alles für ewig also bleiben müßte, wie es nun ist im starren Gerichte und Tode, so wäre das alles gleich dem verlorenen Schafe, das aber nimmer irgendwo mehr zu finden wäre. Und welches Vergnügen und welche Freude böte Gott wohl eine ewig tote, materielle Kreatur?
   (jl.ev05.247,09) Ich aber kam ja hauptsächlich eben darum als nun Selbst materiell in diese Welt, um dies verlorene Schaf zu suchen und es der seligen Bestimmung zuzuführen.
   (jl.ev05.247,10) Gottes Geist und Wille wird nun in diesem Meinem Leibe, also in der Materie, gesänftet und gleichsam beugsam und lösbar gemacht. Ist das geschehen, dann muß diese Meine Materie in der möglich größten Erniedrigung und Demütigung gebrochen und zuerst gelöset werden, und der Geist Gottes, der in aller Seiner Fülle in Mir wohnt und eins ist mit Meiner Seele, muß diese gebrochene Materie, als durch Sein Liebefeuer geläutert, erwecken und beleben, und sie wird dann auferstehen als ein Sieger über alles Gericht und über den Tod.
   (jl.ev05.247,11) Daß ihr es nun noch nicht ganz klar einsehen werdet, wie und warum dieses also geschehen muß und auch wird, das habe Ich euch zum voraus gesagt; aber das könnet ihr nun schon daraus schließen, daß solch ein Akt, so abschreckend er auch für ein pures Menschenauge aussehen mag, doch notwendig ist, um alle Kreatur mit der gerechten Länge der Zeiten zum freien, unabhängigen und reinen Gottleben zurückzuführen.

   (mt.18,14) "So ist's auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, daß auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde."
   (jl.ev05.247,12) Und so Ich da euch nun solches für euer Verständnis genügend enthüllt habe, so werdet ihr daraus innerlich - so ihr nun sehet, wer da so ganz eigentlich die Kleinen sind - auch einsehen, wie es nun des Vaters Wille ist, daß auch nicht selbst der Allerkleinste und Geringste von ihnen je verlorengehe.«

Jesus als Befreier von selbstgeschaffenem Höllengericht

   Jesu erläutert, wie sich die Hölle entwickelte und worin ihr eigentliches besteht:
   (jl.ev06.240,01) »Es denke aber von euch ja niemand, als hätte Ich dereinst auch schon die Hölle erschaffen! Das sei ferne von Mir und von euch allen! Auch denket euch nicht, als sei sie ein Ort zur ewigen Bestrafung der Übeltäter dieser Erde! Sie hat sich von selbst gebildet aus jenen gar vielen Menschenseelen, die auf dieser Erde im Fleische jeder göttlichen Offenbarung Hohn sprachen, Gott leugneten, nur taten, was ihrer äußeren Sinnlichkeit behagte, aber sich am Ende göttliche Verehrung erweisen und alles Volk durch ihre Höflinge darin unterweisen ließen, daß sie selbst Götter seien und alles Volk sie anbeten müsse, wie solches Nebukadnezar zu Babylon tat. Wieder erfanden sie Götzen und zwangen die Völker, dieselben anzubeten und ihnen große Opfer zu bringen; aber wer sich weigerte, wurde auf das grausamste gemartert.
   (jl.ev06.240,02) Aus dem aber könnet ihr wohl ersehen, welche Gewalt die Hölle über die ganze Erde ausübte, und wie sehr es nun an der Zeit war, daß Ich Selbst in die Materie herabkommen mußte, um dieses alte, aber notwendige Gericht mit aller Meiner Fülle zu durchbrechen und dadurch der sich selbst geschaffenen Hölle einen Damm zu setzen, den sie nimmerdar also durchbrechen wird, wie es bis jetzt der Fall war.
   (jl.ev06.240,03) Ich, der Allerheiligste, mußte Mich mit der Unheiligkeit der menschlichen oder geschöpflichen Schwachheit bekleiden, um Mich der Hölle wegen ihrer Besiegung als ein starker Held nahen zu können. Ich habe Mich ihr nun genaht, bin in ihrer Mitte, und alle Teufel und Satane fliehen vor Mir wie lockere Spreu vor dem Sturmwinde.«

Jesus als Befreier von Gesetzeszwang, Gericht, Fluch und Tod; Hinführung zu selbstbestimmter Freiheit

   Jesus erklärte über seine Aufgabe:
   (jl.ev05.132,05) »Da aber weder eine wahre Liebe zu Gott ohne die werktätige Nächstenliebe und diese nicht ohne die wahre Liebe zu Gott denkbar ist, so sind die beiden Lieben im Grunde des Grundes auch nur eine Liebe und somit eine und dieselbe wahre Anbetung Gottes. Wer das in sich hat, der hat alles, alles Gesetz und alles Prophetentum, im eigenen Herzen vereint und hat weiter durchaus nichts irgend mehr vonnöten.
   (jl.ev05.132,06) Ich hebe hiermit denn alles Alte samt dem Gesetze Mosis auf, nicht etwa, als wäre es fortan nicht mehr zu beachten - das sei ferne -, sondern nur insoweit, als es da bis jetzt war eine äußere, mit irdischen Strafen belegte Nötigung, so und so zu handeln; denn also war das Gesetz ein jedem Menschen im Genicke sitzender Richter und war ein bleibendes Gericht, dessen sich kein Mensch entschlagen konnte. Ein Mensch aber, der gedrückt unter der Gesetzeslast steht, steht dadurch ja auch offenbar im fortwährenden Gerichte; der aber im Gerichte steht, ist geistig tot und verflucht von der inneren, göttlichen Lebensfreiheit.
   (jl.ev05.132,07) Nur wenn das Gesetz sein eigen wird und der Freiheit des eigenen freiesten Willens untersteht, dann hat alles Gericht und aller Fluch und Tod beim Menschen ein Ende, und Ich bin eben darum hauptsächlich in diese Welt gekommen, um allen Menschen die Erlösung vom Joche des Gesetzes, des Gerichtes, des Fluches und des Todes zu bringen, und darum auch nehme Ich von nun an alles Äußere weg, gebe euch somit wahrhaft euch selbst zurück und mache euch eben dadurch erst wahrhaft zu wahren Gotteskindern und zu Herren über alles Gesetz und Gericht.
   (jl.ev05.132,08) Werdet ihr, und also auch eure Jünger, gleichfort unverändert in dieser Norm verbleiben, so wird auch nie ein Gericht über euch zu kommen imstande sein, weil ihr ja über dem Gerichte stehet; sowie ihr aber nur in einem oder dem andern Stücke euch ein altes, äußeres Gesetz werdet anfügen lassen und irgend noch anhangen einem alten, äußeren Formenkleckse, so werdet ihr euch auch wieder einem Gerichte unterstellen, und der Tod wird so weit in euch greifen, als wieweit ihr euch selbst einern alten Formengesetze unterstellt habt!«

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Letztes Update: 16.02.2017