Die drohende Klimaveränderung


Inhaltsübersicht:


Wird die Luftverschmutzung eher Erwärmung oder Abkühlung der Erde bewirken?

Mit Sorge beobachten die Klimatologen und Meteorologen in allen Ländern im Westen und im Osten die Anzeichen für eine baldige globale Klimaveränderung durch die Umweltschäden.
Die Mehrzahl der Gelehrten glaubt heute aufgrund von Anzeichen, daß die Verschmutzung der Atmosphäre eine Temperatursenkung zur Folge haben wird. Die Luftverschmutzung vermindert die Strahlungsenergie der Sonne. Von der Erde gelangt jährlich die ungeheure Menge von 1,6 Mrd. Tonnen Staub in die Atmosphäre.158
Der englische Sachbuchautor Nigel Calder vertritt in seinem Buch 'Die Wettermaschine - droht eine neue Eiszeit?' (1975) den Standpunkt, daß auch die verheerende Dürre der letzten Jahre in der afrikanischen Sahel-Zone im Zuge globaler Wechselwirkungen innerhalb der "Wettermaschine" mit der zunehmenden Abkühlung im Norden zusammenhängt.159 Auch die japanischen Meteorologen des staatlichen Wetterdienstes in Tokio sehen die Ursache der Trockenperioden (z. B. in der Sahel-Zone) und die verheerenden Überschwemmungen in allen Teilen der Welt in der stetigen Abkühlung der Polargebiete, die seit einem Jahrzehnt beobachtet wird. 160
Daß die Trübung der Atmosphäre durch die ständige Zunahme der Aerosole weltweit zunimmt, falls immer mehr Wachstum erfolgt, steht fest. Zahlreiche Messungsergebnisse, die aus den verschiedensten Gebieten der Erde für die vergangenen Jahrzehnte vorliegen, zeigen das deutlich.161 Die direkte, die Erdoberfläche erreichende Sonnenstrahlung ist heute schon um etwa acht Prozent geringer als noch zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.162 "Aus unserer Sicht", schreibt ein amerikanischer Astronom, "sind die Erdatmosphäre und der angrenzende Weltraum bis zu einigen tausend Kilometem Höhe längst zu einer Müllgrube geworden."

Wer sind die Hauptluftverschmutzer, die die Einstrahlung der Sonne verringern?

Diese höchst bedenkliche Entwicklung ist nach allgemeiner Auffassung vor allem auf die Autos und die Flugzeuge zurückzuführen. Sowohl auf dem Gebiet der USA als auch auf dem Atlantik hat sich infolge der Flugzeugabgase in einer Höhe von neun bis zwölf Kilometer die Zirrusbewölkung merklich verstärkt, über dem Atlantik und über Europa um zehn Prozent.163
Auch in der UDSSR erhielt die Erde im Jahre 1967 etwa zehn Prozent weniger Sonnenlicht als im Jahr 1940.164
Zu der Verschmutzung der Atmosphäre durch die Industrie, die Autos und die Flugzeuge kommt hinzu die seit den fünfziger Jahren auffallend zunehmende Vulkantätigkeit der Erde.165

Welche Temperatur-Veränderungen sind in den Meeren und an den Polen festzustellen? Steuern wir auf eine neue Eiszeit zu?

Es ist die einhellige Meinung der Wissenschaftler, daß sich der riesige Wärmevorrat der nördlichen Meeresregion innerhalb der letzten 20 Jahre um fünf Prozent vermindert hat und daß, wie Dr. Rodewald (Seewetteramt Hamburg) in der Zeitschrift 'Umschau in Wissenschaft und Technik' berichtet, der Abkühlungsgrad seit 1964 immer stärker geworden ist und im Jahre 1972 erstmals einen langen stabilen Mittelwert unterschritten hat.166 Dem entspricht auch die Feststellung des Geologischen Observatoriums der Columbia-Universität in New York, daß sich seit dem Jahr 1971 die ewige Schnee- und Eisdecke um zwölf Prozent ausgedehnt hat.167
Die Eismassen der Antarktis nahmen in den Jahren 1966 und 1967 um zehn Prozent zu und sie wachsen langsam weiter. 168 Daß dieser Trend sich seitdem fortgesetzt hat, beweist die Mitteilung in der Zeitschrift 'Nature' vom November 1980. Danach haben Forscher der Universität Maine (USA) festgestellt, daß die Eisgebiete der Antarktis weiterhin größer werden.169
In den letzten 30 Jahren ist die Durchschnittstemperatur der gesamten nördlichen Halbkugel um 0,50 Grad Celsius gefallen. Der geringe Temperaturunterschied hat weit größere Bedeutung, als angenommen werden könnte.170 Im Jahre 1980 wurde von Wissenschaftlern erneut bestätigt, daß sich trotz des seit dem Jahr 1940 vervielfachten Kohlendioxidausstoßes die Entwicklung zu einem kühler werdenden Klima fortgesetzt hat, was auch durch das Vordringen der Alpengletscher bestätigt wird. 171 Die Klimatologen stimmen zumeist darüber überein, daß eine Verringerung der Sonneneinstrahlung von nur einem Prozent genügen würde, um eine Abkühlung einzuleiten.
Bereits jetzt gibt es Anzeichen dafür, daß der Getreideanbau zurückgedrangt wird. Diese Erscheinung wird sowohl von kanadischen als auch von sowjetischen Wissenschaftlern bestätigt.172 Gleichzeitig berichten Ornithologen, daß "im Norden ansässige Vogelarten immer mehr nach Süden vordringen". 173
Die Meteorologische Weltorganisation (OMM) in Genf ist besorgt über die Klimaveränderungen und meint, "die Welt hat Anlaß, sich Sorgen für die Lebensbedingungen der Kinder und Kindes-Kinder zu machen". 174
Wie ernst die Situation angesehen wird, kann daraus geschlossen werden, daß der US-Geheimdienst der Central Intelligence Agency (CIA), bei prominenten Wissenschaftlern Studien über die Klimaveränderungen in Auftrag gab. Jetzt interessierte man sich intensiv für den freigegebenen Bericht des CIA. Dort wird kurz und bündig erklärt, daß "eine neue Eiszeit für uns fällig ist". Prof. Reid A. Bryson, einer der bekanntesten und geachtetsten Klimatologen der Welt, weist darauf hin, daß das Klima in den letzten 50 bis 60 Jahren außergewöhnlich günstig gewesen ist und wir uns auf eine neoboreale oder 'kleine Eiszeit' zubewegen. 175 "Alle Wissenschaftler stimmen darin überein", heißt es in dem Buch 'Der Klima-Schock',daß sich unser Wetter, der bedeutendste Faktor für das Überleben der Zivilisation, jetzt ändert zum Schlechteren."176

Erzeugt die Luftverschmutzung durch Gase und Emissionen eher einen erwärmenden Treibhauseffekt?

Was die Erwärmung der Erde durch das von den Autos, der Industrie und bei Waldbränden ausgestoßene Kohlendioxyd anbetrifft, ist Professor Bryson der Meinung, daß die erwärmende Wirkung vom Abkühlungseffekt der Staubmengen überlagert wird. "Die Erde", sagt Professor Bryson", wäre infolge dieses Staubes noch mehr abgekühlt, als es der Fall ist, wenn es nicht die meßbaren und zunehmenden Mengen von Kohlendioxyd gäbe."177 Auch die Ergebnisse der Beobachtungen der sowjetischen Gelehrten deuten auf ein Kälterwerden für die nächsten Jahrzehnte.178 Ebenso vertreten neuerdings deutsche Klimatologen die Auffassung, daß "die seit etwa drei Jahrzehnten beobachtete Klimaverschlechterung und Abkühlung in unseren Breitengraden eher für das Überwiegen solcher Einflüsse als für eine durchschlagende Wirkung des Treibhauseffektes spricht".179

Mit welchen absehbaren klimatischen Folgen ist zu rechnen?

Das Wetter hat sich gegen die Menschheit verschworen, die Natur schlägt zurück. Die Folgen werden in ihren Anfängen bereits jetzt erkennbar. "Im Laufe künftiger Jahrzehnte", heißt es in dem Buch 'Der Klima-Schock', "sind uns Dürreperioden und Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados und erstickende Schneefälle sicher.180 Die Klimaveränderung wird Mißernten, Hunger, Wassermangel, Wasserfluten und stark vermehrten Heizaufwand zur Folge haben.
"Das Klima", heißt es im Bericht des CIA, "ist jetzt der entscheidendste Faktor. Die Ernährungspolitik wird zum Problem jeder Regierung werden."181 "In wenigen Jahren", sagt der sowjetische Professor S. Vendrov", haben wir das ökologische Gleichgewicht, das sich in Jahrtausenden entwickelt hatte, gründlich zerstört."182

Welche Rolle spielen großflächige Waldrodungen für die Klimaveränderungen?

Die Warnung Jakob Lorbers vor der Zerstörung der Wälder auf der Erde zeigt sich schon jetzt als begründet. Heute erkennen die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen den Veränderungen in der Natur und der Rodung riesiger Waldgebiete in kurzer Zeit. Der Forstwirtschaftler Prof. Brüning, Hamburg, hält die Zerstörung des tropischen Waldes für die "global gefährlichste Umweltveränderung unserer Tage".183
In der Neuoffenbarung ist ganz präzis vorausgesagt worden, daß "durch die Vernichtung der Wälder den Stürmen und Gewittern leichter Eingang gestattet wird und sich selbst die klimatischen Verhältnisse einzelner Länder dadurch gänzlich ändern" (gm.lgeh.028,17 ).

Welche Einstellungen sind die Urheber der prophetisch angekündigten Katastrophen?

Der prometheische Mensch unseres technischen und naturfeindlichen Zeitalters entwickelt ein grenzenloses Macht- und Gewinnstreben. Fasziniert von Fortschritt und Wachstum nimmt er fortwährend schwere Eingriffe in die Natur vor. In der Spätzeit unserer Hochkultur führt er wahrscheinlich durch die Zerstörung des ökologischen Systems "einen Fortschritt zum Ende" herbei. Die Naturfeindlichkeit und der luziferische Hochmut kommen oft und deutlich zum Ausdruck, wie zum Beispiel in den Worten Voegelins: "Um als unbeschränkter Herr seines Seins zu erscheinen, muß der Mensch das Sein so einschränken, daß die Schranken nicht mehr sichtbar sind."184
Prophetische Worte sind mit dem Gewicht ihrer Aussage meist erst dann zu begreifen, wenn die Ereignisse, die sie betreffen, abgelaufen sind. Zur Zeit zeichnen sie sich bereits in vielen Aspekten und erschreckenden Umrissen ab. Man wird nach den vorangegangenen Erörterungen jetzt besser verstehen, was das im Anfang des Kapitels zitierte Wort Lorbers, das wir seiner großen Bedeutung wegen hier wiederholen, zu besagen hat: "Es ist schon möglich, daß mit den Zeiten die Menschen große Dinge erfinden können und also auch auf die Natur der Erde einzuwirken anfangen, so daß diese ordentlich leck (d. h. beschädigt, funktionsunfähig d. Vf.) werden muß. Die Folgen davon werden freilich keine angenehmen sein..." (jl.ev05.109,06)
Und weiter wird der heutigen Menschheit durch den Propheten unmißverständlich erklärt: "Ich sage euch: Alle Kalamitäten... schlechte Witterung, Orkane und alles zerstörende Überschwemmungen und dergleichen noch mehreres sind lauter Folgen von den unordentlichen Handlungsweisen der Menschen." (jl.ev04.144,02)

Ist Gott als Schöpfer und Erhalter überhaupt noch tätig?

In der Neuoffenbarung weist der Herr die Menschen darauf hin, daß er in seiner Weisheit alles bestens eingerichtet hat und daß nichts dem Zufall überlassen bleibt. Das äußerst komplizierte ökologische System wird von unsichtbarer Hand ständig im Gleichgewicht gehalten, und zwar solange der Mensch keine störenden Eingriffe vornimmt. Deshalb heißt es in der Neuoffenbarung: "Meine Ordnung ist wohl berechnet und Meine Blicke sind auf alles gerichtet, damit vom Allergrößten bis zum Allerkleinsten eines da sei zur Erhaltung des andern." "Es ist alles so eingerichtet, daß es ewig bestehen kann, wenn nicht die freiwillige Bosheit der Menschen Störungen in Meiner ewigen Ordnung verursacht, die Ich nicht hindern darf..." (jl.him1.138,24 ff.)


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