Die Hölle - Zitate aus der Neuoffenbarung

(Teil 2) (Teil 1)


Inhaltsübersicht:


Schuf Gott oder ordnungsübertretende Menschen die Hölle?

"Es denke von euch niemand, als hätte Ich dereinst die Hölle erschaffen. Auch denkt nicht, als sei sie ein Ort zur ewigen Bestrafung der Übeltäter dieser Erde. Sie hat sich von selbst gebildet aus jenen gar vielen Menschenseelen, die auf dieser Erde im Fleisch jeder göttlichen Offenbarung Hohn sprachen, Gott leugneten, und nur taten, was ihrer äußerlichen Sinnlichkeit behagte..." (jl.ev06.240,01)

Bereiten sich gottferne Verstorbene ihre Hölle in entsprechender Gesellschaft selbst?

"Ganz welttümliche Menschen, die an keinen Gott glauben und dabei doch ein gesundes Leben bis ins hohe Alter genießen und am Ende eines schnellen und schmerzlosen Todes sterben, haben ihren Lebenslohn auch schon auf dieser Welt empfangen und werden im Jenseits sehr schwer je mehr einen zu gewärtigen haben. In der Gesellschaft solcher Seelen wird die äußerste Finsternis walten, und es wird sein viel Heulen und Zähneknirschen unter ihnen." (jl.ev08.016,13)

Womit haben völlig unverbesserliche Verstorbene im schlimmsten Falle zu rechnen?

"Die Seelen der Erzbösen werden, wenigstens zum größten Teil, in die 'substantiellen', psychoätherischen Urkraftatome aufgelöst, und es bleibt dabei von der eigentlichen Seele nach dem Abfall des Fleisches nichts als etwa ein oder der andere licht- und oft nahezu völlig leblose, tierskelettartige Grundtypus übrig, der mit dem Wesen eines Menschen keine leiseste Ähnlichkeit hat. Eine solche Seele ist dann in einem Zustand, den die mit dem geistigen Sehvermögen begabten Urerzvater She oul a (Hölle = Durst nach Leben) nannten und damit auch sehr wahr und richtig bezeichneten." "Es ist das der Seele, die ein Geist ist oder werden soll, Tod."
"Für euch undenkliche Zeiträume werden verstreichen müssen, bis solch eine in alle Materie sich versenkt habende Seele zu einem menschlichen Wesen wird. Und wie lange wird es gehen, bis aus solch einer Seele erst völlig ein Mensch wird?" (jl.ev05.071,06-09)

Was versteht man unter 'geistigem Tod'?

"Daß ein solcher Zustand gegenüber dem Lebenszustand eines wahren Weisen in der Ordnung Gottes mit dem Ausdruck 'Tod' bezeichnet wird, ist doch sicher ganz der Wahrheit gemäß."
Ausdrücklich wird an anderer Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß der ewige 'Tod' der Seele keinesfalls mit der gänzlichen Vernichtung gleichzusetzen ist (jl.ev07.190,05), wie es manche Sekten, z. B. die Zeugen Jehovas, völlig falsch lehren.

Wo befindet sich die Hölle, wie geht es darin zu?

"Die Hölle ist überall, wo es Gottesverächter, Feinde alles Guten und Wahren, Lügner, Betrüger, arge Diebe, Räuber, Mörder, Geizige, weltsüchtige Herrschgier und arge, lieblose Hurer und Ehebrecher gibt." (jl.ev10.110,10)
"In der Hölle will ein jeder der erste, der höchste und unumschränkteste Herrscher und Gebieter sein, die höchste Gewalt und Macht haben, alles besitzen, und alle sollen ihm gehorchen und für ihn arbeiten um den schlechtesten Lohn." (jl.ev10.110,12) "Denke dir die zahllos vielen Geister, die von nichts als von der grenzenlosesten Selbstsucht und dem schrankenlosesten Hochmut erfüllt sind, wie diese dann untereinander wirtschaften! Denke dir aber noch, daß sie jeweils ganz frei sind, daß gar kein Gesetz sie auf irgendeine Art bindet und daß ein jeder tun kann, was er will. Wenn du dir das so recht vor das Gemüt führst, so wirst du da eine Anarchie sehen, von der die Erde kein Beispiel aufzuweisen hat." (jl.ev06.238,02)

Woran sind höllisch geleitete Herrscher zu erkennen?

Im Zusammenhang mit der Darstellung der Folgen der luziferischen Herrschsucht ist in der Neuoffenbarung eine Kundgabe zu finden, die den Charakter einer Prophezeiung hat, die sich inzwischen erfüllt hat! Die folgenden Zeilen sind Mitte des 19.Jahrhunderts niedergeschrieben worden. In den dreißiger und vierziger Jahren unseres Jahrhunderts sind sie Wirklichkeit geworden. Jedermann versteht sofort, was dort gesagt wird. "Man lasse den Herrschsüchtigen einen Thron erreichen, und er wird ganz tauglich sein, Völker zu schützen und die Feinde zu schlagen. O ja, das könnte wohl möglich sein. Aber wo liegt der Maßstab, der ihm vorschriebe, wieweit er seine herrschsüchtigen Pläne verfolgen soll? Was wird er mit den Menschen machen, die sich nicht in aller Tiefe werden beugen wollen vor ihm? Siehe, die wird er martern lassen auf die möglichst qualvollste Weise, und es wird ihm an einem Menschenleben ebensowenig gelegen sein wie an einem zertretenen Grashalm. (!) Aber was ist dann ein solcher Mensch? Siehe, das ist dann ein Satan. Es müssen wohl Herrscher und Feldherren sein, aber verstehe, diese müssen von Gott dazu erwählt und berufen sein. Aber wehe jedem anderen, der seine arme Hütte verläßt und hineilt, sich durch allerlei Mittel den Herrscherstab zu erringen. (!) Wahrlich, es wäre für ihn besser, nie geboren worden zu sein." (jl.ev11.009,09-10)
"Gleichwie ein recht guter Mensch immer besser wird, ebenso wird ein böser Mensch stets schlechter und dadurch zuständlich entfernter von dem Guten, wie solches schon auf dieser Welt ganz klar zu sehen ist. Sehet hin nach jenen Menschen, die ihr Hochmut stets mehr und mehr erfüllt mit der brennenden Herrschsucht. Wenn sie durch ihre tyrannische Macht viele Millionen Menschen zu den elendesten Sklaven gemacht haben, dann sammeln sie noch größere Kriegshorden, fallen in die Länder der anderen Könige ein, besiegen sie und nehmen ihnen Land, Völker und Schätze. Und haben sie so eine halbe Welt erobert und unglücklich gemacht so dunken sie sich schon Gott gleich..." (jl.ev06.033,10-11)

Wann wird diesseitigen und jenseitigen Höllengeistern eine Grenze gesetzt?

"... dem Bösen aber ist ein Maß gesetzt, wo es heißt: Bis hierher und nicht weiter!' Denn dann muß stets ein großes Strafgericht erfolgen (!), daß die Bösen wieder zur Besinnung gebracht werden können und daß möglicherweise doch einer und der andere eine bessere Richtung einschlagen könne." (jl.ev06.033,12)

Wie ergeht es Hochmütigen in der Hölle?

"Bei der Leidenschaft des elenden Hochmutes wird am Ende die Seele selbst zum glühenden Wüstensand, über dem auch nicht ein elendstes Moospflänzchen wachsen kann, geschweige irgendeine andere saftvollere und gesegnete Pflanze. So ist es mit der Seele eines Hochmütigen bestellt." "Seine Seele gerät immer mehr und mehr in den wütendsten Brand. Aus seinen Augen sprühen lichterlohe Zornflammen, und die unwiderrufliche Losung heißt: Die furchtbarste Rache dem ehrvergessenen Beleidiger. Und ein verheerender Krieg, in dem sich Hunderttausende für ihren stolzen und übermütigen König auf die elendeste Weise zerfleischen lassen müssen, ist die altbekannte traurige Folge davon." "Ein solcher König hat freilich auch eine Seele, aber wie sieht diese aus? Ich sage es dir: ärger als die glühendste Stelle der großen Sandwüste Afrikas." (jl.ev06.082,03-04, 06) "... die Diktatoren werden Mich in einem ganz anderen Gewande zu Gesicht bekommen." (jl.rbl2.130,12)"Daher hütet euch alle vor allem vor dem Hochmut, denn nichts in der Welt zerstört die Seele mehr als der stets zornschnaubende Hochmut und Stolz." (jl.ev06.082,07)
"Wie kann aber sich denn ein Mensch vor dieser allerbösesten Leidenschaft bewahren, da doch in einer jeden Seele der (luziferische, d. Vf.) Keim dazu vorhanden ist und schon gar oft bei den Kindern einen beträchtlich wuchernden Höhepunkt erreicht hat? Durch die Demut allein ist dies möglich. Und es ist auf Erden eben darum die Armut so überwiegend groß vor der Wohlhabenheit der Menschen, um dadurch den Hochmut gleichfort am scharfen Zügel zu haben." (!) (jl.ev04.083,01-02)

Warum ist Ehrgeiz eine Hölleneigenschaft?

"Darum hüte sich auch ein jeder vor dem Ehrgeiz, weil er der Vater des Neides, der Selbstsucht und am Ende, wenn er seine Nahrung findet, des dicksten Hochmutes ist, der in der Hölle seine Urheimat hat." (jl.ev06.236,12)

Sind Teufel reuefähig und dadurch aus sich besserungsfähig? Was bringt sie zur Umkehr?

"Bei einem Teufel ist alles grund- und erzböse." "Wenn ein Teufel von innen heraus einer guten Reue fähig wäre, so wäre er kein Teufel und befände sich nicht in der Hölle. Es kann darum ein Teufel von innen, als aus sich heraus, ewig nie gebessert werden, wohl aber ist das noch nach undenkbar langen Zeitläufen durch fremde Einwirkung von außen her möglich." "Darum sind die Qualen der Höllengeister stets wie von außen her kommend..." (jl.ev07.093,05-07)
"Vieles ist selbst bei den weisesten Menschen unmöglich, was bei Gott in seiner Liebe dennoch alles möglich ist. Glaubt ihr Mir dieses?" (jl.ev06.242,14)

Welchen Zeitbegriff haben Geister?

"Die Ewigkeit entspricht wohl der Zeitendauer in den materiellen Welten, aber jenseits im Geiste ist sie das, was hier die Zeit ist." "So Ich von der Ewigkeit und der Unendlichkeit rede, so müßt ihr das im rechten Sinne verstehen, nicht aber wie es euch euer kurzsichtiger Weltverstand eingibt." (jl.ev10.155,02 .05)

Verhängt Gott ewige Strafen? Welchem Zweck dienen Strafen?

"Da ich selbst aber das ewige Leben bin, so kann Ich doch nie Wesen für den ewigen Tod erschaffen haben! Eine sogenannte Strafe kann dabei nur ein Mittel zur Erreichung des einen Hauptzweckes, nie aber eines gleichsam feindseligen Gegenzweckes sein, daher kann auch von einer ewigen Strafe nie die Rede sein." (jl.rbl2.226,07)
"Es muß der Geschaffenen wegen wohl ein ewiges Gericht, ein ewiges Feuer und einen ewigen 'Tod' geben. Aber daraus folgt nicht, daß ein im Gericht gefangener Geist so lange gefangen verbleiben muß, als dieses Gericht an und für sich dauert - sowenig wie auf Erden die Gefangenen für die ganze Dauer des Gefängnisses verurteilt werden sollen." (jl.rbl2.226,10)
"O ihr Narren! Gibt es wohl einen Vater von nur einiger Liebe zu seinen Kindern, der ein Kind, das gegen sein Gebot einen Fehler beging, auf lebenslänglich in einen Kerker stieße und es dazu noch züchtigen lassen möchte alle Tage, solange es lebt? Wenn aber das ein menschlicher Vater nicht tun wird, der im Grunde als Mensch doch schlecht ist, um wieviel weniger wird das der Vater im Himmel tun, der die ewige und reinste Liebe und Güte ist." (jl.ev06.243,09)

Was ist bei Schilderungen über Jenseitsverhältnisse zu beachten?

In verschiedenen Bänden des Werkes der Neuoffenbarung sind umfassende Darstellungen von Schicksalen verstorbener Seelen und der Verhältnisse im Jenseits enthalten. Man muß sich aber stets vor Augen halten, daß dazu in der NO gesagt ist: "Es ist das alles nur ein Schattenriß der Wahrheit, aber genau durchdacht." (gm.pred.015,23) Geistiges kann eben nur in Entsprechungen ungefähr verdeutlicht werden.
"... die geistigen Verhältnisse sind ganz anders als die diesirdischen." (jl.ev06.237,03)
"Ich sage es dir und euch allen, daß jenseits sich alles anders verhält als es in Bildern der Schrift dargetan ist" (jl.ev05.272,11)
Vor allem muß man sich von dem von der Kirche so lange gepredigten Vorurteil frei machen, bestimmte Texte der Bibel betreffend die Hölle seien wörtlich zu nehmen. In der Neuoffenbarung ist hierzu z. B. gesagt: "Ich schilderte ihnen (dem Volk, d. Vf.) die Folgen der Nichtbeachtung Meiner Lehre mit den Ausdrücken 'ins Feuer werfen' und 'ewige Finsternis', was gleichbedeutend ist mit geistig peinigenden Vorwürfen und einem vernachlässigten Herzen."

Verflucht und verstößt Gott böse Menschen oder verstoßen sie sich selbst?

Auch das Wort: 'Weichet von Mir, ihr Verfluchten!' ist nicht wörtlich zu nehmen. Es heißt in der Neuoffenbarung: "Es fragt sich, wer sie denn verflucht hat? Die Gottheit unmöglich!" "Durch wen aber? Es kann niemand als nur durch sich selbst gerichtet werden. Es kann sich ein freies Wesen nur selbst 'verfluchen', d. h. gänzlich von der Gottheit absondern." (jl.Rbl1.029,03 u. 05)
"Was kann die ewige Liebe anders tun als sagen: Weichet von Mir, die ihr euch gänzlich von Mir abgelöst habt und gehet in eine andere Erhaltungsschule, die allen euresgleichen zu eurer möglichen Wiederlöse bereitet ist!" (jl.rbl1.028,08)


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