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Kennzeichen/Auswirkungen von Umsessenheit, Besessenheit

Urheber von Fremdeinflüssen

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Medikamente / Schulmedizin

Selbsthilfemöglichkeiten

Befreiungsdienst / Exorzismus

Honorierungsfragen


Mittel zum Kontakt mit Geistern

Magier, Zauberer und Hexen stellen meist bewussten Kontakt zu Geistwesen her, weil sie von ihnen Anleitung, Rat, Aufträge und vielfache sonstige Hilfen erhalten. Es gibt sehr viele Methoden und Mittel, Kontakt in die Geisterwelt herzustellen. Teils sind dazu Trancezustände nötig, teils auch nicht. Durch Meditation, Tiefentspannung, Bio-feedback-Entspannung, Mind Control, Autog. Training, Yoga, Transzendentale Meditation, Atem-Techniken, Hypnose, Drogen, Kräuter, Salben, Alkohol, Tanz, Musik, Trommeln, rhythm. Klänge, Rockmusik, Lichtblitze, Farben, Räucherungen und in körperlichen oder seelischen Extremsituationen etc. sind Trancezustände leicht herzustellen.
Konsequenz bzw. Ziel dieser tranceerzeugenden Methoden ist,

  • Minderung bzw. Ausschaltung des Kontrollbewußtseins
  • Herabsetzung des Kritikbewußtseins
  • Herabsetzung bzw. Aussschaltung der Reaktionsfähigkeit
  • Überlassen des Körpers und Willens an fremde Einflüsse
  • Künstliche Loslösung des Astralkörpers
   Im Trancezustand können Geistwesen je nach geistigen Gaben gesehen, gehört, gefühlt und angesprochen werden bzw. sie können den Körper des Trancemediums benutzen, um durch ihn zu sprechen, zu singen, zu schreiben, zu malen, zu komponieren - oder auch aggressiv und verbrecherisch zu handeln. Häufige und gebräuchliche eher technische Kontaktmethoden, die nur einen geringen Trancezustand bzw. eine gewisse Medialität erfordern, sind z.B. Pendel, Rute, Tischrücken, Schreibbrett (Ouija-board), Tonbandeinspielungen etc. Es werden geistige Wesen angerufen bzw. zitiert, sei es, um sie zu beherrschen, sie sich geneigt und nutzbar zu machen oder vor ihrer Missgunst sicher zu sein.
   Angerufen werden z.B. Naturgeister, Verstorbene, Ahnen, Heilige, Selige, Gurus, Avatare, 'aufgestiegene Meister', Jesus, 'die drei höchsten Namen', Dämonen, 'Götter' oder auch Satan. Die Anrufung (sog. Invokation, Zitation) stellt den Kontakt mit jenseitigen Wesenheiten her. Sie sollen helfen, die Wünsche des Magiers zu erfüllen. Geister benötigen diese direkten Anrufungen nicht, um herbeizukommen und aktiv zu werden. Dazu genügen schon Gedanken, die Beschäftigung mit Magie oder die blosse Absicht, magisch aktiv zu werden. Auch Glocken, Klingeln, Orgeln, Trommeln, Pauken, Klangschalen, Gongs etc. dienen dem Zweck der Anrufung von Geistwesen.
   Da die Wahrsagerei, Magie, Hexerei und Zauberei in keinerlei Variante dem göttl. Willen und der göttl. Ordnung entspricht, lassen sich auf diese Art nur Verstorbene bzw. Höllengeister rufen, zu Zukunftsaussagen und zur Hilfe bewegen.
   Diese benutzen die Gelegenheit gerne, Menschen in ihrem Sinne zu beeinflussen, zu lenken und durch Besetzung zu beherrschen.
   Die Bibel sagt hierzu:
  • 5. Mose.18,11-12: 'Wer die Toten fragt, ist dem Herrn ein Greuel'.
  • Jes.08,19: 'Soll man die Toten für die Lebendigen fragen?'
  • 2. Kön.01,02 f.: Weil König Ahasja in Krankheit Boten nach Ekron sandte, um Baal-Sebub zu befragen, holte er sich sein Todesurteil
  • 1. Sam.28: Wegen der Befragung der Hexe von Endor erhielt Saul sein Todesurteil.

'Tote' sind im geistigen Sinne jene Menschen oder Verstorbene, die sich von Gott abgewendet und Satans Reich zugewendet haben - also die sog. 'Dämonen' - nicht die normalen Verstorbenen an sich! Aber auch 'normale' Verstorbene sollten nicht befragt werden, weil sie meist zu wenig Wissen um geistige Dinge haben und noch zu wenig geläutert sind oder noch unter dem Einfluss niederer Geister stehen können.

Silben, Worte, Reime, Sprüche

   Gedanken und Worte sind Kräfte, die sich bei entsprechender Intensität und Dauer zunächst in der geistigen Welt und irgendwann auch in der materiellen Welt realisieren wollen und können.
   Sind Gedanken und Wünsche im Rahmen der göttlichen Ordnung, ziehen sie zugleich himmlische Geistwesen an. Sind sie gegen die göttliche Ordnung, ziehen sie höllische Geistwesen an. Diese können dafür sorgen, dass sich die entsprechenden Gedanken oder Wünsche bzw. Segen, Fluch oder Verwünschungen tatsächlich realisieren. Auf diesem Hintergrund, der nur wenigen Menschen wirklich bewusst ist, erfolgen meist folgende abergläubischen bzw. bewust magischen Praktiken bzw. Wünsche:

  • Geburtstags-, Neujahrs- und sonstige Wünsche.
  • Hals- und Beinbruch!
  • Mast- und Schotbruch!
  • Petri Heil!
  • Waidmanns Heil!
  • Toi-toi-toi! (d.h. Teufel, Teufel, Teufel!, was aber den wenigsten bewusst ist, wen sie mit diesem Spruch um Hilfe bzw. Glück und Erfolg angehen!)
  • Beim Kuchenbacken Spruch hersagen: 's woll Gott, daß es wohl gerät!'
  • Krankheiten heilen (Manipulationen unter gleichzeitigem Hersagen von Zaubersprüchen, Formeln und Gebeten, die magisch wirken sollen.
  • In den drei höchsten Namen Brot backen, Bäume pflanzen.
  • Eine gewisse Anzahl von Gebeten oder Vaterunsern hersagen, um damit bei Gott etwas zu erreichen (Mt.06,07).
  • Bibelsprüche, z.B. bestimmte Psalmen aufsagen oder singen.
  • Segnen aller möglichen Personen, Dinge, Umstände.
  • Mantras, einzelne Vokale und Töne zur Anrufung der Geister.

   Wenn Bibelsprüche im magischen Sinne benutzt werden, ist dies ein Missbrauch des Namens Gottes und der Worte Gottes (s. 2. Mose.20,7; 3. Mose.19,12; Spr.30,09; Jes.52,05; Jer.34,16; 3. Mose.24,16; Hes.36,20; Matth.07,21-23; Röm.02,24)
   Nach göttlicher Ordnung würde man eine Bitte direkt und vertrauensvoll an Jesus Christus wenden. ("Bittet, und ihr werdet empfangen")
   Nach höllischer Ordnung wird genau das mit den abergl. Worten und Sprüchen umgangen.
   Selbst die vielen Segenssprüche, die in weissmagischen Kreisen geäussert werden, oder Praktiken, die angeblich Segen bringen sollen, sind vor Gott nichts wert, wenn zuviel Eigenherrlichkeit und magisches Denken dahinter steckt. Das ergibt sich aus folgender Episode:
   Jesus antwortete (durch Jakob Lorber) auf die Bitte eines Wirtes, "möchtest Du denn nicht auch mein Haus betreten, auf daß es gesegnet würde durch die Tritte Deiner gebenedeiten Füße?":{jl.ev08.215,11}
   "Höre du, der du eine gute Meinung von Meinen Füßen hast, meine Fußtritte werden deinem Hause keinen Segen hinterlassen; aber so du mit den Deinen nach Meinem Willen lebst und handelst, so wird das deinem ganzen Hause zum wahren und bleibenden Segen werden! An derlei glaubten und glauben noch jene, die von allerlei finsterem Aberglauben gefangengehalten werden, der in sich tot ist und keine Lebensmacht hat..." {jl.ev08.215,12}
   "Menschen, welche durch euch vollgläubig werden, die segnet in Meinem Namen, indem ihr ihnen die Hände aufleget und im festen Vertrauen auf Mich zu ihnen sagt: "Gott der Herr, der im Menschensohne Jesus zu uns gekommen ist und durch die Macht Seines Wortes und Willens bezeugte, daß Er der verheißene Messias ist, sei mit euch und durch Ihn der Friede den Menschen auf Erden, die an Ihn glauben, eines guten Willens sind und Seine Gebote halten!" Doch denen, die nur halbgläubig sind, tuet das erst, wenn auch sie mit der Zeit voll Glaubens werden; denn ein halber Glaube taugt für den Empfang Meines Segens nicht."{jl.Ev10.128,17-19}

   In Esoterikerkreisen ist das häufige Segnen ziemlich verbreitet. Jesus weist darauf hin, wer im Grunde alleine wirksam segnen kann: "Der Knecht kann beten, aber nur Ich kann segnen. Mein Diener muß richten gerecht; aber das Recht der Gnade hat nur der Herr. Daher sollen sie über den Dienern und Knechten des Herrn nicht vergessen!" {jl.hag1.002,06}


Wunsch mit Handlung kombinieren

   Wunschäusserungen werden mit bestimmten Handlungen bzw. Zeremonien gekoppelt, um die Wirkung eines Mittels zu erhöhen. Das geschieht z.B. bei folgenden Praktiken:

  • Gebetskettenbriefe oder andere Kettenbriefe abschreiben und weitersenden um Glück und Erfolg zu bekommen und Nachteile zu vermeiden.
  • Bestreichen von Kindern oder kranken Körperteilen in den 'drei höchsten Namen'.
  • Beim Hören eines Wunsches auf Holz, Schlüssel oder Eisen (3 mal) klopfen.
  • Während man neun Sterne zählt, seinen Wunsch äussern.
  • Beim Händereiben oder Blumenschneiden.
  • Während man mit einer Butterblume den Hals kitzelt.
  • Wenn man zum ersten Male in eine Kirche tritt.
  • Unter dem Weihnachtsbaum bei der letzten Kerzenflamme.
  • Unter einem Vogelbeerstrauch.
  • Beim Brechen des 'Glücksbeines' von Hahn und Huhn.
  • Beim Zählen der Knöpfe am Rock.
  • Beim Verbrennen von Haaren oder von Papier.
  • Beim Zerpflücken der Blütenkelche von Margareten und anderen Blumen.
  • Beim Salatsuchen
  • Beim Einschlagen des Messers in die Erde.
  • Zeremonien mit bestimmten Worten oder Sprüchen.

   Diese Handlungen lassen zwar oft keinen logischen Zusammenhang mit dem Wunsch erkennen, aber sie zeigen den dahinter wirkenden höllischen Wesen zumindest, dass man bereit ist, seinen Verstand auszuschalten und selbst unsinnigste Handlungen auszuführen, nur um etwas zu erreichen. Den angerufenen Geistwesen signalisieren solche meist sinnentleerte Handlungen, ob man Hilfe direkt bei Gott oder seinen Engeln durch Bitten, oder bei unbekannten Kräften oder Mächten sucht. Die direkte Bitte an Gott wird also durch eine meist sinnentleere, evtl. unsinnige oder gar skurrile abgeschmackte Handlung ersetzt.


Bestimmte Orte zur magischen Handlung aufsuchen

   Berghöhen, Waldlichtungen, Bäume, Tiefen, Höhlen, Wegkreuzungen, Friedhöfe, Kapellen, Kirchen, Wallfahrtsorte, 'Orte der Kraft' (z.B. Externsteine, Stonehenge etc.) sind bevorzugte Orte, an denen magische Zeremonien und Handlungen vorgenommen werden.
    An solchen Plätzen halten sich daher auch massiert Höllengeister auf. Die Wahrscheinlichkeit, dort besessen zu werden, ist sehr hoch! Daher sollte man solche Orte meiden!!

Priester-, Kult- oder Zauberkleidung

Typisch für heidnisch-abgöttisch-magische Handlungen ist es auch, sich dabei besonders zu kleiden und eigens geweihte bzw. besprochene Kleidungs- oder Schmuckstücke zu tragen, z.B. Mantel, Stola und Kopfbedeckung. Dies geschieht angeblich zur Ehre der angerufenen Geistwesen und soll wohl auch den Respekt, Ehrfurcht oder Angst vor ihnen bezeugen.

Energieaufnahme von aussen

Um bei den magischen Handlungen möglichst konzentriert und willensstark wirken zu können, suchen Magier soviel als möglich Energie von aussen aufzunehmen. Dies kann auf viele Arten erfolgen, z.B. durch Atemtechniken, Od-Abzapfen von Mineralien, Edelsteinen, Farben, Licht, Musik, Pyramiden, Erdstrahlen, Tieren, Menschen, durch bestimmte Nahrung, Getränke etc.

Handlungen, die aus sich heraus Positives bewirken sollen

   Durch Handlungen, die keinen plausiblen Zusammenhang mit Glück oder Erfolg erkennen lassen, wird Glück, Erfolg oder sonst etwas Positives angestrebt, z.B. durch:

  • Verstandesmässig kaum begründbare Handlungen ausführen, wie z.B. etwas 'unbesehen', 'stillschweigend', 'rücklings', 'ohne sich umzudrehen' tun.
  • Beim Anschneiden des Brotlaibes ein Kreuz darauf machen.
  • 'Daumendrücken'
  • Mudras (bestimmte Finger- und Handhaltungen)
  • Einen Glücksschein auf den Schrank legen.
  • Ein Trauerband auf den Schrank legen, um das ganze Jahr über Geld zu haben.
  • Einen Zettel mit seinem Namen unter das Perpendikel der Uhr hängen.
  • Bei Sternschnuppen oder bei fließendem Wasser einen Wunsch äußern.
  • Einen Weizen- oder Heuhalm an einem vorbeifahrenden Wagen herausziehen.
  • Schnittlauch mit ins Feld nehmen.
  • Einen Nußkern im Schuh tragen.
  • Beim Kuchenbacken Geldstücke in der Hand halten
  • Vom Abendmahl (Kommunion) und Taufe heiligende bzw. magische Wirkungen erwarten ...
  • Kath. Sakramente als 'aus sich heraus wirkende Heilsmittel' betrachten.

   Auch solche Handlungen demonstrieren der geistigen Welt, dass man nicht durch eigene, der Situation entsprechende Anstrengung oder Leistung oder durch Bitte um göttliche Hilfe sein Ziel erreichen will, sondern mittels okkulter, meist läppischer, unsinniger oder widersinniger Handlungen bzw. Zeremonien.


Verwendung von Zahlen

   In unzähligen Variationen der Magie werden bestimmte Zahlen angewendet, um dadurch die Wirkung an sich schon mysteriöser bzw. okkulter Handlungen oder die Kraft von Gegenständen zu erhöhen, z.B.:

  • Etwas dreimal oder an 3, 7, 9 Tagen hersagen oder machen.
  • Dreimal schlucken beim Gluckser, ohne zu atmen.
  • Dreimal gurgeln oder dreimal Wasser durch die Nase ziehen.
  • Dreimal Wünsche äussern bei Betreten einer neuen Kirche.
  • Dreimal mit dem Fuß stampfen, wenn man einen Seemann sieht.
  • Drei Kreuze auf die Haustür oder übers Fenster machen (gegen böse Geister).
  • Drei mal anpusten oder bestreichen.
  • Drei mal um den Altar herum laufen.
  • Gebrauch der "drei höchsten Namen" oder "drei heiligen Namen" bei der Zubereitung und Anwendung von Heilmitteln, beim Beschwören oder bei anderen Aberglauben- und Zauberei-Sünden (Apg.19,13-19).
  • Bestreichen von Kindern oder kranken Körperteilen in den 'drei höchsten Namen'.
  • Salz auf heiße Kohlen streuen in den drei höchsten Namen.
  • Die Türe schließen in den 'drei höchsten Namen'.
  • Beim Hören eines Wunsches 3 mal auf Holz, Schlüssel oder Eisen klopfen.
  • Während man neun Sterne zählt, seinen Wunsch äussern.
  • Den Taufnamen sechsmal aufschreiben und unter das Kopfkissen legen.
  • Pentagramme (5 Stern) oder Hexagramme (Sechsstern) benutzen
  • Sieben mal etwas anpusten oder beräuchern.
  • Gebetsnovenen (9 Tage dauerndes Beten)
  • Zwölf Zwiebeln oder Apfel auf das Fenster legen.

   Jesus kommentiert die Zahlen- und Namensmagie so: "An der Zahl und am Namen liegt gar nichts, sondern nur am Leben und Handeln nach dem geoffenbarten Willen Gottes." {jl.ev08.090,03}
   Warum sollte Gott auch einen Wunsch eher erhören, nur weil man ihn eine bestimmte Anzahl mal wiederholt?!


Bestimmte Tage, Stunden, Zeiten wählen

   Nach heidnisch-magischem Denken sollen bestimmte Stunden, Wochentage, Feiertage, Monate oder Jahre oder Gezeiten eine besondere Wirkung ausüben. Sonnenwende, Jahreswende, Rauhnächte, Walpurgisnacht, Halloween, Karfreitag, Gründonnerstag, Neujahr, Dreikönig, Lichtmeß sind typische Tage dafür. (s. Tagewählen in der Wahrsagerei!)

   Jesus warnte seine Nachfolger: »Lasst euch ja durch nichts irgend altgebräuchlich Venerables (Verehrungswürdiges d.Hsg.) irreleiten! Weder der Sabbat, noch der Neumond ... oder gewisse Stunden des Tages und dergleichen äußeres tolles Zeug mehr führe euch auf irgendeinen Abweg von der hier vernommenen Wahrheit!« {jl.ev05.131,05}
   Folgende Beispiele zeigen, in welchen Formen und Situationen diese 'tollen' Tagewählereien stattfinden:

Rhythmen von Mond und Gestirnen beachten

   Zweifellos haben Gestirnsstände Einfluss auf das irdische Leben und Wachstum der Geschöpfe. Durch die Übersteigerung oder Extremisierung dieser Faktoren sind jedoch sehr viele abergläubische Elemente ins Denken und Handeln gekommen. Was zutreffend oder bereits abergläubisch-falsch ist, ist mitunter nur schwer zu unterscheiden.
  • Handlungen an Neumond und Vollmond.
  • Auf den Kalender achten zum Säen oder Pflanzen; z. B. im Zeichen des Krebses soll man nicht säen oder pflanzen.
  • Im Zeichen des Mondes (d. h. bei Vollmond, Neumond, zunehmendem oder abnehmendem Mond) gewisse Handlungen tun oder nicht tun (säen, pflanzen, Eier setzen, schlachten, Haare schneiden, Kropf einreiben).
  • Bei Neumond keine Kartoffeln setzen.

Im Advent

  • An Adventstagen wegen der bösen Geister abends nicht hinausgehen.

An Weihnachten

  • Bäume schütteln.
  • Fenster öffnen, wenn es läutet, um das Glück einzulassen.

Zwischen Weihnachten und Neujahr

  • Keine Wäsche auf dem Speicher hängen lassen.

An Neujahr

  • Apfel essen zur Gesundheit.

Am Karfreitag

  • Hühnereier setzen, um mehr Küken zu bekommen.
  • Eier ins Kamin legen gegen Blitz und Feuerbrand.
  • Karfreitagseier trinken oder in Dachrinnen legen, gleichfalls gegen Feuerbrand.
  • Nicht singen, spielen, nähen, weil es Unglück bringe.

An Ostern

  • An Ostern Wasser holen am Bach.

An Pfingsten

  • Apfel essen zur Gesundheit.

Bestimmte Tage mit besonderer Bedeutung

  • Namenstage als Glückstage.
  • Am Andreastag, an der Sonnenwende, am Neujahrstag Glück haben.
  • Am Barbaratag einen Baumzweig abhauen und ins Wasser stellen: Beim Blühen kommt der Bräutigam.

Wochentage beachten

   Im Heidentum war jeder Tag einer bestimmten Gottheit geweiht, die an ihm besonders wirke.
   Prophet Jesaja klagte darüber, dass die Juden von den Heiden allerlei abergläubisch-abgöttische Praktiken im Zusammenhang mit der Zeitbeachtung übernommen haben: {Jes.02,06} "Du, Herr, aber hast zugelassen Deinem Volke, daß es fahren ließ das Haus Jakobs; denn Deine Völker treiben es nun ärger denn die Fremden im Aufgange! Sie sind nun auch Tagewähler wie die Philister und machen der fremden Kinder viele zu den ihrigen. {jl.ev07.174,03-08}
   Jesus sagte bei der Auslegung dieses Verses voraus: "Und was nun die Pharisäer und die ihnen gleichen Juden tun, das werden auch unsere Nachkommen tun: Sie werden im Volke eine Menge Tage einsetzen, denen sie eine besondere Kraft und Wirkung andichten werden, und wer dagegen zeugen wird, den werden sie mit Feuer und Schwert verfolgen." {jl.ev07.174,05}

  • Montag: Wie er beginnt, so verlaufe die Woche. Galt meist als Unglückstag. An ihm solle man keine Wäsche waschen, keine Reise antreten,
  • Dienstag: sei günstig für Hochzeiten, Verträge und Gerichtsdinge. Am ersten Dienstag im Monat solle man Glück haben.
  • Mittwoch: galt als Unglückstag, an dem man nichts wichtiges unternehmen solle.
  • Donnerstag: galt als Unglückstag. An ihm solle man ein Kind nicht erstmals zur Schule schicken, kein Geschirr reinigen, nicht Holz hacken.
  • Freitag: Sei für Hochzeiten günstig. Galt als glückreichster Wochentag. An ihm geschnittene Haare und Nägel würden schön wachsen. Im Christentum galt der F. als verhängnisvollster Wochentag. An ihm solle man nicht verreisen, weder Wohnung noch Arbeitsverhätnis wechseln, keine Schweine schlachten, nichts kaufen, nicht in Stellung gehen.
  • Samstag: An ihm soll keine neue Arbeit mehr begonnen und keinen neuen Kleider gekauft werden. Jeden Samstag ein Gelübde ablegen.
  • Sonntag: Galt als glücklicher Tag. Sonntagsarbeit bringe Ungl&uum;ck. Ein Leichnam über Sonntag fordert einen zweiten aus der Verwandtschaft.

   Sowohl im Judentum als auch im Christentum wurde dem Sabbat bzw. Sonntag, den hohen Festtagen und Neumonden Wirkungen zugeschrieben, die fürs Heidentum und die Magie typisch sind.
   Auch vor dieser Entwicklung warnte Jesus von Anfang an: »(Es) werde der Sabbat nun erst ein wahrer Werktag (d.h. voller tätiger Nächstenliebe, d. Hrsg.), und alle Zeremonie bestehe im reinen Handeln nach meinem Worte; das werde ich allzeit mit Wohlgefallen ansehen und die wahren Sabbatheiliger auch belohnen mit aller Meiner Gnade und Liebe.« {jl.ev08.090,06}    »Die aber den Sabbat heiligen werden in der Weise, wie die Templer es nun tun und schon seit langem getan haben, und die dem Sabbate, sowie den gewissen Festtagen und den Neumonden eine gewisse magische Heiligungswirkung zuschreiben werden, die sollen von der Feuerflut Meines gerechten Zornes verzehrt werden!« {jl.ev08.090,07}

   Jesus gibt zu bedenken: "Was können jemandem gewisse Zeichen und Reliquien, gewisse Steine, Zahlen und die Neumonde ... nützen? Sie nützen nicht nur nichts, sondern schaden nur der Seele und durch sie auch dem Leibe!" {jl.ev08.215,12}
   Daher warnt er auch "... Ihr sollt nicht die gewissen Tage, weil sie in der Woche, im Monde oder im Jahre die soundsovielten sind und diesen und jenen Namen haben, für besser und heilsvoller halten als die andern; denn an der Zahl und am Namen liegt gar nichts, sondern nur am Leben und Handeln nach dem geoffenbarten Willen Gottes." {jl.ev08.090,03}

Landwirtschaft an Wochentagen

  • Am Montag solle man mit keiner Erntearbeit beginnen. Man solle an ihm im Garten und auf dem Feld bei zunehmendem Mond pflanzen.
  • Am Dienstag solle man keine Rettiche säen oder stecken.
  • Am Mittwoch solle weder gesät noch gedüngt werden.
  • Am Donnerstag solle man keine Rettiche säen oder stecken.
  • Am Freitag solle man nicht heuen.
  • Am Samstag solle weder gesät noch gedüngt werden.
  • Am Sonntag beschnittene Bäme würden eingehen.

   Abgesehen davon, dass sich beim Vergleich der Aussagen in der Literatur zu der angeblichen Wirkung der Tage unzählige Widersprüche ergeben, sind solche 'Regeln' für einen Bauern oder Gärtner letztlich aus zeitlichen Gründen gar nicht praktikabel, weil bei Beachtung aller Regeln eine reguläre Arbeit gar nicht mehr möglich wäre!
   Jesus zeigte jene Faktoren auf, die statt solcher heidnischer Praktiken und Täschungen das wahre Fundament für Segen und Glück bzw. Fluch und Unglück legen: »Alles ist nun die Liebe zu Gott und zum Nächsten, aber etwa nicht nur in der Theorie, sondern wahrhaft in der Tat und dazu bedarf es weder eines Sabbats, noch eines Neumonds, noch ... einer besonderen Zeit..., sondern allein der Liebe, die Ich euch nun schon so oft enthüllt habe.« {jl.ev05.131,07}

   Jede abergläubisch-abgöttische Praktik zeigt die Tendenz, sich auszuweiten, weil sie aufgrund der Täschungen und Abgötterei die Türe für Besessenheit darstellt. Die dann beeinflussenden Höllengeister verfestigen die falsche Einstellung und erweitern sie nach Kräften. Jesus warnte wohl auch aus diesem Grunde seine Nachfolger, ja keinerlei Aberglauben aus dem Heidentum oder entarteten Judentum zu übernehmen, denn: "Werdet ihr aber nur irgendeine alte Zeremonie mit dieser Meiner Lehre verbinden und zu halten anfangen gewisse Gedächtnistage und irgendeine Kleinigkeit nur aus dem Tempel, so wird sich das dann von Jahr zu Jahr vergrößern, und in mehreren Jahrhunderten zu einem wahren euch bekannten Augisstalle werden, der am Ende wieder durch ein allgemeines Gericht wird gereinigt werden müssen." {jl.ev05.131,09}

   Gleichermassen entlarvt Jesus die kirchlichen Fast- und Normatage als Unsinn: »... Welcher nur einigermaßen heller gebildete Mensch hält noch etwas auf ... die Fast- und Normatage (hohe kath. Festtage, an denen öffentl. Lustbarkeiten verboten sind) und noch auf vieles dergleichen?" {jl.ev10.027,04}


Gegenstände als Erfolgs-, Glücks- oder Schutzbringer benutzen (Fetisch, Amulett, Talisman)

Bestimmte Gegenstände symbolisieren bestimmte Inhalte und sollen damit den eigentlichen Wunsch verstärkt zum Ausdruck bringen. So werden u.a. zu verschiedensten Zwecken benutzt:
  • Bilder, Statuen, Symbole, Fahnen, Runen, Tätowierungen, Büschel, Reliquien, Knochen, Wachsbilder, Knochen, Blut, Harn, Haare, Nägel, Asche, Salz, Kerzen, Wasser etc.
  • Praktiken, um Gesundheit zu bewirken
    • Ein Bündel an den Hals hängen oder eine Perlenkette mit grünem Seidenfaden gegen Hautkrankheiten.
    • Ohrringe tragen gegen Ohren-, Nasen- und Augenkrankheiten.
    • Den linken Strumpf gegen Halsweh um den Hals tragen.
    • Brand- und Himmelsbriefe, Amulette und Zauberzettel, Bibelsprüche auf der Brust tragen gegen besondere Krankheiten.
    • Ausgefallene Kinderzähne verbrennen, unters Bett werfen oder ins Mausloch stecken.
    • Wenn Kinder zahnen, einen Faden, eine Kette oder ein Bündel um den Hals binden.
  • Schutz erzielen
    • Messer oder Schere zum Schutz gegen magische Angriffe unter das Kopfkissen oder Bett legen.
    • Schwefel zum Schutz gegen magische Angriffe ums Bett stellen
    • Bibel, ein Gebetbuch, Weihwasser, Agnus-Dei-Täfelchen, Rosenkranz, Eßzettel, Kerzen, Weihrauch, geweihte Lebensmittel, Medaillen, Skapuliere u.ä. als Schutzmittel unter das Kopfkissen oder auch auf kranke Körperteile gegen gewisse Krankheiten legen.
    • Gebrauch von "geweihten" Gegenständen z. B. Asche, Kräuter, Palmen, Wasser, Salz, Kerzen, Leinen, Kreuz, Kirchhoferde, Rosen usw. u.a. gegen Krankheit, Unglück, Blitz, Feuer, Dämonen.
    • Reliquien oder Bilder von Heiligen tragen oder anbeten.
    • Glückssteine, Symbole, Runen, Medaillen, Skapuliere, besondere Anhängsel etc. als Talisman tragen.
    • In einen Stein eines Ringes oder auf andere Gegenstände eingegrabene Zeichen als Glückssymbole betrachten. (z.B. Skarabäus)
    • Pentagramme (5 Stern) oder Hexagramme (Sechsstern) benutzen
    • Ein Kreuz ins Kamin machen.
    • Lorbeerblätter übers Kreuz ins Kleid nähen.

       Jesu Kommentar dazu: {jl.ev10.027,04} "Wie viele gibt es wohl noch, die ernstlich an die sogenannten Wunderbilder glauben?... Welcher nur einigermaßen heller gebildete Mensch hält noch etwas auf einen gewissen Sündenablaß, auf alle die leeren und alles Geistes baren sogenannten gottesdienstlichen Zeremomien, aufs Weihwasser, auf den Weihrauch, auf die geweihten Bilder, auf die Glocken und Glöcklein, auf die Wachskerzen, Reliquien, Trauermessen und teuer zu bezahlenden Leichenbegängnisse, auf die Fast- und Normatage (hohe kath. Festtage, an denen öffentl. Lustbarkeiten verboten sind) und noch auf vieles dergleichen?"

  • Wohnungsschutz
    • Ein Hufeisen an der Tür befestigen.
    • Windspiele, Klangspiele an der Haustüre anbringen (um zu hören, wenn Geister kommen)
  • Lebensmittel als Glücks- oder Schutzmittel
    • Salz, Brot, Geld im Hause hinter dem Gebälk, dem Ofen, über der Tür verstecken.
    • Zwölf Zwiebeln oder Apfel auf das Fenster legen.
  • Liebe erzwingen bzw. behalten
    • Rosenknospe ins Kopfkissen legen.
    • Einen Faden als 'Freundschaftsband' um Arm und Bein wickeln.
       Was Jesus von der angeblich guten Wirkung von Amuletten, Talismanen, Medaillen, Fetischen etc. hält, wird aus folgender Episode aus seiner Lebzeit deutlich:
       Jesus warnte einen Wirt, der viele magische Schutzgegenstände in seinem Hause hatte und sich von der blossen Anwesenheit Jesu schon reichen Segen versprach: {jl.ev08.215,14}
       "Was können jemandem gewissen Zeichen und Reliquien, gewisse Steine, Zahlen und die Neumonde und Sternzeichen nützen? Sie nützen nicht nur nichts, sondern schaden nur der Seele und durch sie auch dem Leibe! Und so können auch meines Leibes Fußtritte weder diesem Orte, den Ich nun auch betrete, noch einem Hause etwas nützen; aber das nützt euch allen, daß Ich zu euch gekommen bin und habe euch kundgetan Meinen Willen und euch gezeigt die Wege, die ihr zu wandeln habt, um auf ihnen zum ewigen Leben zu gelangen." {jl.ev08.215,12}
       Auf magische Schutzgegenstände ging Jesus noch genauer ein: "Du verwahrst in deinem Hause gewisse Steine und Hölzer und bist des Glaubens, daß darob kein Feind in dein Haus kommen kann. So hast du auch in deinem Stalle allerlei Dinge unter der Türschwelle verscharrt, als: etwas Eisen, Schwefel, Eierschalen und ein gewisses Holz, aus dem die Magier ihre Zauberstäbe machen und meinst, das hülfe nach deinem Glauben wider die Zauberei der Hexen und erhalte die Tiere gesund. So müssen auch deine Kinder, dein Weib, alle deine Diener und Mägde gewisse Paketchen tragen, damit sie vor gar allen Übeln bewahrt werden und du selbst trägst auch solches stets bei dir aus dem gleichen Grunde..." {jl.ev08.215,15}
       "Lege du allen solchen finstern Aberglauben ab; denn das alles ist ein von verschiedenen Priestern unter den eben so verschiedenen Völkern der Erde fein ausgedachter Betrug, und es klebt daran nicht ein Sonnenstäubchen groß von irgendeiner Wahrheit!" {jl.ev08.215,18}
       "So du das alles für immer beiseite schaffen wirst, so wird Mein Segen vollends in dein Haus einziehen, sonst aber nicht, wenn Ich persönlich Mich auch noch so oft in deinem Hause befände!"{jl.ev08.215,21}

       Das sind klare Hinweise, dass man sich konsequent von allen abergläubischen und magischen Praktiken und Gegenständen lossagen und sie vernichten muss.

    Kombination okkulter Praktiken

       Magier kombinieren die o.a. Faktoren bzw. Praktiken meist mehrfach in der Annahme, dadurch die Wirkung ihrer okkulten Handlungen verstärken oder potenzieren zu können. Das führt meist zu Handlungen und Erscheinlichkeiten, die mitunter geradezu bizarr oder rein wahnsinnig wirken.
       In einem kath. Andenkenladen fand ich ein hohles Kreuz, in dessen aufklappbarem Inneren 12 Knochenstückchen (angeblich echte Reliquien bekannter Heiligen) miteinander mit Lötzinn verbunden waren. Offensichtlich sollte die 'Hintereinanderschaltung' wie bei Batteriezusammenschaltungen die Wirkkraft des Kreuzes erhöhen! Angeblich war das Kreuz auch eigens vom Prior der daneben befindlichen Wallfahrtskirche gesegnet worden. Ob es auch noch bei Neumond, Vollmond und mit bestimmten Zeremonien und Spezialweihwasser geschah, wusste die Verkäuferin nicht...

       Wenn Gott sich von solchem Theater und teils völlig absurden Worten, Bekleidungen, Zeremonien und Handlungen gut und geneigt stimmen lassen oder gar nötigen lassen würde, wäre es mit seiner Weisheit, Liebe und Macht wohl nicht weit her!

    Können Gegenstände aus sich selbst heraus wirken?

       In Kreisen der Esoteriker und Magier wird oft geglaubt, dass Symbole oder Dinge schon alleine aus sich heraus eine wunderbare Wirkung hätten.
       Zwar hat jeder Gegenstand eine energetische Ausstrahlung - eine sog. Aura oder Aussenlebenssphäre - um sich herum. Durch sie erfolgt eine Wechselwirkung mit anderen Gegenständen, Pflanzen, Tieren und Menschen. Dadurch sind positiv-anziehende bzw. heilende oder negativ-abwehrende oder krankmachende Wirkungen auf natürliche Art und Weise möglich. Aber darüber hinaus gehen die Wirkungen nicht.
       Wenn aber nun materiellen Dingen eine geheimnisvolle Wirkung zugeschrieben wird und entsprechende Wirkungen auch feststellbar sind, gehen diese in der Regel nur zum geringsten Teil auf die natürliche, energetische Wirkung zurück. Der Hauptteil der Wirkung erfolgt fast immer durch Einflüsse von Geistwesen, die sich angerufen fühlen, sobald man Dingen eine okkulte, geheimnisvolle Wirkung zuschreibt und sie in diesem Sinne benutzt. Durch ihre geheime Hilfe im erwarteten Sinne verstärken höllische Geistwesen die Tendenz, Hilfe nicht durch direktes Gebet zu Gott = Jesus Christus zu suchen, sondern ohne Bitte durch okkulte Worte, Sprüche bzw. Handlungen.
       Man glaubt oder hofft, nicht nur durch okkulte Handlungen, sondern auch durch den Besitz bestimmter Gegenstände, Bilder oder Symbole Erfolg, Glück, Gesundheit, Reichtum oder sonstige begehrte Dinge zu erreichen oder Negatives abzuwehren.
       Was Jesus Christus von solchen Bestrebungen hält, lässt sich aus verschiedenen Mitteilungen durch Jakob Lorber erkennen.
       Jesus antwortete auf den Wunsch eines Malers, sich durch Jakob Lorber zu beschreiben um ihn danach malen zu können: "Mir (ist) gar kein Bild, weder aus Farbe, noch weniger aus Holz oder gar aus Metall oder Stein, angenehm. Denn seht, dieses alles ist nichts als eine Materie und somit tot. So ihr mich aber nun bildlich darstellt in der Materie, so stellt ihr Mich im Tod dar als ein Meiner Haut-Außenform ähnliches Wesen. Das hat schon oft den Lebendigen aus euren Herzen ausgezogen und hat an dessen Stelle ein totes Bild Meiner Haut hingeheftet. Daher sollt ihr viel mehr trachten nach dem lebendigen Bilde Meiner Liebe und Meiner Gnade in euren Herzen, als nach dem getreuen Abdruck Meiner Haut! Denngleich wie euer Leben nicht in der Haut, sondern nur im Herzen wohnt, also geht auch aus Mir alles Leben nicht von Meiner Haut, sondern aus Meiner tiefsten Tiefe in euch über." {jl.him1.027,01-03}

    Haben Abbildungen aus sich heraus Kraft? Dürfen sie angerufen, verehrt oder angebetet werden?

       In abergläubisch-heidnischen Kreisen besteht ebenso wie in christheidnischen Kreisen die Tendenz, Gott, Jesus, Maria, Heilige, Selige, Gurus, Avatare etc. vor ihrem Abbild oder Symbol anzurufen, zu verehren oder gar das Bildnis oder die Statue stellvertretend anzubeten.
       Den Bildern, Statuen, Symbolen schreiben viele abergl. Menschen aus sich selbst heraus zahlreiche positive Wirkungen zu, z.B.
    • dem Portrait eines Menschen oder Verstorbenen (z.B. eines Avatars, Jesu, Maria, Heiliger)
    • Persönlichen Gegenständen von besonderen Menschen oder Verstorbenen (z.B. Bekleidungsstücken, Gebrauchs- und Wohngegenständen, Kreuz etc.)
    • Ihren Originalwerken, Schriften
    • ihren Aufenthalts-, Wohn- oder Wirkungsorten

       Was Jesus davon hält, z.B. sein Antlitz bzw. sein Abbild zu verehren oder gar anzubeten, zeigt folgende Mitteilung durch Jakob Lorber:
       Auf den Wunsch eines Malers beschreibt Jesus sein einstiges irdisches Antlitz bzw. seine Gestalt, fügt aber hinzu: "Wehe jedoch denjenigen, die es anzubeten sich unterstehen möchte! Deren Seele wird matt werden und deren Geist wird Mein Leben schwerlich je mehr voll in sich finden." {jl.him1.028,04}

       In kath. Kreisen herrscht vielfach ein starker Verehrungskult um jene Dinge, die (angeblich) von Jesus, Maria, Josef, Heiligen und Seligen stammen oder mit ihnen in Berührung kamen.
       Vor allem Gegenstände, die mit der Kreuzigung Jesu zu tun hatten, werden unter verschiedensten Formen verehrt oder gar angebetet. Holzsplitter seines Kreuzes, die verwendeten Nägel, Blutstropfen, der Schwamm, die Lanze des Soldaten, das Schweisstuch der Veronika etc. sollen den Verehrern Heiligung bringen, Ablass der Sünden bewirken, Schutz gegen böse Geister oder neg. Einflüsse bringen, von Krankheiten heilen, Wunder bewirken etc. Alles mögliche wird im Zusammenhang mit der Person Jesu oder Marias verehrt: Leibrock Jesu (in Trier), zu Stein gewordene Muttermilch Marias etc.

       Was Jesus von solcher veräusserlichten, abergläubisch-abgöttischen Verehrung hält, teilte er durchs sog. 'innere Wort' Jakob Lorber mit:

       (Jene Bittstellerin) "... die Freude hat an Meiner 'Haut' und in hohen Ehren hält das Holz der Kreuzes und das Eisen der Nägel gleich achtet wie die Hände, die durchbohrt wurden und das Kreuz gleich(setzt) dem Gekreuzigten... hat schon viel gelitten wegen ihrer Doppelliebe (wahre Liebe zu Jesus und Aberglauben, d. Hrsg.). Sie soll das Kreuz nicht mehr lieben denn Mich und die Nägel nicht mehr denn das gekrönte Haupt! Denn die so tun, müssen viel leiden aus dieser verkehrten Liebe. Wer das Kreuz liebt, dem gebe Ich es gerne, und so die Nägel, so die Krone. Und wer aus Liebe zu Mir das Kreuz, die Nägel und die Krone liebt, der wird gekreuzigt gleich Mir. Wer Mich aber so liebt, des Kreuzes, der Nägel und der Krone wegen, der liebt Meine 'Haut' (das bloss Äussere, d. Hrsg.), da sie ist voll Blutstropfen, Schlägen und Wundmalen, und gleichet dadurch jenen Kindern, die ihre Eltern erst dann zu lieben anfangen, wenn diese, von vielen Leiden gedrückt, weinen vor der Türe ihrer Kinder." {jl.him1.012,02 f.}
       "Wer mich aber recht lieben will, der halte Meine Gebote und liebe Mich aus Meiner Liebe, die Ich jedem, ohne Kreuz, Nägel und Krone, ganz rein, wie Ich es bin, gegeben habe... Wer mich wahrhaft liebt, der liebt Mich auch ohne Kreuz, Nägel und Krone...Wessen Liebe aber zweifelhaft ist, dem werde Ich schon zukommen lassen entweder das Kreuz, die Nägel oder die Krone ... damit er sehen wird, daß leiden schwerer ist als lieben und daß Ich nicht Freude habe an den Leiden Meiner Kinder.." {jl.him1.013,03}

       Den Verehrern von materiellen Utensilien, wie z.B. des angeblichen Rockes Jesu in Trier, oder anderen Reliquien, gibt Jesus zu bedenken: "So auch der Rock echt wäre, dann wäre dennoch Christus nicht im Rocke. So aber obendrauf der Rock dem fünfzehnten Jahrhundert angehört und in Trier selbst verfertigt wurde, alsodann als eine vorgeblich aufgefundene, außerordentliche Reliquie von gewissen Mönchen aus Jerusalem durch Rom nach Trier gegen ein starkes Opfer gebracht ward und in ihm also Christus sicher nicht zu Hause ist - was wird das wohl sein?" {jl.him2.290,01}

       Aus diesen und zahlreichen ähnlichen Bemerkungen ist klar zu erkennen, dass es sich bei solchen scheinbar hochreligiösen Praktiken um heidnisch-abgöttische Verehrungsformen handelt, die keinesfalls Gottes Billigung oder gar Unterstützung finden.
       Wenn solche Verehrungen oder Handlungen dennoch bestimmte 'Erfolge' erzielen, so nicht durch himmlische Hilfen, sondern durch das getarnte Einwirken von Höllengeistern. Sie wollen dadurch Fehlformen der Verehrung Gottes, Aberglauben zwecks Entfernung von Gott und falsche Formen des Betens fördern.

    Woher haben Magier / Zauberer / Hexen ihre Macht und Fähigkeiten?

       Sowohl in der Bibel als auch in den Neuoffenbarungen Jesu durch Jakob Lorber wird mehrfach klar ausgesagt, daß Magier / Zauberer / Hexen ihre PSI-Gaben und ihre okkulten Wirkungen durch die Hilfe von Naturgeistern, argen Geistern und Dämonen beziehen:
       Judas Ischariot meinte, die Fähigkeit von Magiern, mit Geistern Kontakt aufnehmen zu können, seien Folgen geistiger Wiedergeburt: "Herr, ich habe gewaltige Zauberer und Geisterbeschwörer und Geisterbanner gesehen; die haben geredet mit den Seelen der Verstorbenen, und diese sprachen ordentlich und gaben verborgene Dinge kund. Wie sind denn diese ins Geisterreich gedrungen? Das wird doch auch eine Art geistiger Wiedergeburt sein?!"
       Jesus korrigiert ihn: "O ja, aber nicht für den Himmel, welcher ist Gottes Thron, sondern für die Hölle, allwo der Satan und seine Engel hausen!"{jl.ev01.226,08 f.}

       Magier kommen nicht nur durch spiritistische Methoden in Kontakt mit Naturgeistern und Höllengeistern, sondern diese sind es auch, die ihnen helfen und die magischen 'Wunder' bewirken: ".. All die ägyptischen und persischen Zauberer stehen nicht selten im Verbande mit den Geistern und Kobolden und führen mit ihrer Hilfe allerlei Zaubereien aus." {jl.ev02,065,06}


    Erfolgt Sympathiemagie nach göttl. Ordnung?

       Die Worte oder Sprüche, die im Rahmen der Theurgie und sog. Sympathiemagie verwendet werden, klingen meist zwar fromm, aber beim genaueren Prüfen wird ersichtlich, dass sie eher Verhöhnungen des Glaubens und der Bibel sind, als Gebete.
       Das wird auch in folgender Kundgabe von Jesus mitgeteilt: "Die Sympathie(magie), wie sie im allgemeinen betrieben wird, ist gewiß verwerflich vor Mir und hat nichts mit Mir und Meiner Liebe gemein, sondern ist vielmehr ein wahres Satanswerk, mit welchem er solche Menschen zu sich lockt unter dem Schein, als führe er sie zu Mir durch wahrhaftig Mein Vaterherz nicht rührende Gebetsformeln und Anrufung Meines Namens in einer Art und Weise, als wäre ich der Menschen Diener, über den sie nach Gutdünken verfügen könnten und dem sie in befehlend klingender Weise ihr Anliegen vorbringen."
       Die in blindem Glauben und aus Unwissenheit zu diesem Mittel ihre Zuflucht nehmen, diese soll nicht der Fluch treffen, sondern nur den, der aus vollem Bewußtsein, daß er die Menschen betrügt und belügt, solch sündhaftes Gewerbe betreibt um des Gewinns willen!" {HDw3.S.36}

    Stammen wunderartige Wirkungen aus Naturmitteln?

       Magier kombinieren Naturheilmittel und energetische Heilverfahren gerne mit okkulten Mitteln, um ihre Wirkung ins Wunderbare zu steigern. (z.B. bei Krätertees, Homöopathie, Bach-Blütenessenzen, Akupressur, Akupunktur, Shiatsu etc. )
       Daher warnt Jesus: "Es liegt wohl auch in den Steinen, Metallen, Kräutern, ihren Wurzeln und Früchten eine heilsame Kraft für gar manche Leibeskrankheiten; aber man muß sie ordentlich erkennen und sie dann bei gewissen Krankheiten vernüftig anzuwenden verstehen. Aber wer derlei als ein Zaubermittel gebraucht, der sündigt wider die Vernunft und wider die weise Ordnung Gottes." {jl.ev08.215,13}

    Vollbringen Weissmagier ihre Wunder aus eigener Kraft oder mit himmlischer Hilfe?

       Magier brüsten sich gerne damit, was sie alles aus ihrer eigenen Kraft zu leisten vermögen. Bestenfalls behaupten sie, dass Engel durch sie wirken würden. Folgende Aussagen Jesu stellen klar, woher jede wirkliche Wundergabe stammt:
       "So ihr sagt: "Wir haben dieses und jenes Gute gewirt!", da lügt ihr erstens euch selbst, dann Gott und auch eure Nächsten an, weil kein Mensch aus sich etwas Gutes zu wirken vermag, und das darum, weil erstens schon sein Naturleben nur ein von Gott ihm gegebenes ist - und zweitens aber auch die Lehre, nach der er zu leben und zu handeln hat. {jl.Ev06.144,04-06}
       Wenn ein Mensch das nicht einsieht und begreift, so ist er für sich auch soviel wie nichts, und es ist bei ihm von einer Selbständigkeit noch lange keine Rede, weil er zwischen seinem eigenen Wirken und dem Wirken Gottes in ihm und durch ihn noch nicht unterscheidet und beides als ein und dasselbe fühlt und betrachtet ... Sieht der Mensch das ein, so wird er sich auch sicher stets mehr und mehr bestreben, sein eigenes Wirken mit dem wohlerkannten göttlichen zu vereinen und sich so nach und nach völlig mit der Lebenskraft Gottes in ihm zu einen, durch welches Einen dann der Mensch erst zur wahren Lebensselbständigkeit gelangt, da er dann weiß und klar einsieht, daß das göttliche, früher wie ein fremdes Wirken also nun zu seinem eigenen geworden ist durch die Demut vor Gott und durch die rechte Liebe zu Gott. ...So ihr das (Gott allein vollbringt das Gute durch uns) in euch selbst wohlerkenntlich sagt, dann wird euch die Gotteskraft unter die Arme greifen und wird euch vollenden, wenn ihr das aber nicht wohleinsichtlich in euch selbst bekennet und dafür nur euch selbst auf den Altar der Ehre erhebet, da ihr euch als selbst stark fühlet, dann wird euch die Kraft Gottes nicht unter die Arme greifen...es wird sich dann bald zeigen, wieweit ihr mit eurer eigenen Kraft ausreichen werdet. ."

    Welche Voraussetzungen sind nötig, um Wunder ausüben zu dürfen?

       Um nach göttlicher Ordnung Zeichen und Wunder wirken zu können, sie bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Jesus nannte solche Bedingungen: "Wenn du den einen, wahren Gott völlig erkennst, Ihn über alles liebst, und seinen wohlerkannten Willen zu dem deinen machst, dazu aber auch volltrauig glaubst und nicht zweifelst, so kannst du zu jenen Bergen dort sagen: "Hebet euch und stürzet euch ins Meer!" Es wird sofort geschehen, was du mit Gott gewollt hast!" {jl.ev06.135,06}

       Auf die Frage, ob es Gott zulassen und auch dasjenige wollen werde, was der Mensch will, antwortete Jesus: "Es versteht sich ja von selbst, daß derjenige, der einmal seinen Willen vollkommen mit dem Willen Gottes geeint hat, doch auch die göttliche Weisheit zu der seinigen - wenigstens teilweise - gemacht hat. Ein solcher Mensch wird dann doch wohl auch einsehen, ob das, was er will, auch gut und weise ist. Sieht er aber das, so wird er mit Gott auch nur etwas Rechtes wollen und was er also will, das wird auch geschehen, so der Mensch nicht daran zweifelt. " {jl.ev06.135,08}

       "... Ein jeder Mensch kann auch in allem Gott völlig ähnlich werden, wenn er den anerkannten Gotteswillen völlig zu dem seinigen macht..Ich beweise es euch ... durch die Taten, die ich vor euren Augen gewirkt habe..." {jl.ev06.135,02}
        Um Wunder zu wirken... "wird ein Jünger nur seinen Willen mit dem Willen Gottes auf dieselbe Weise einen, wie ich dasselbe auch tue, und es wird dann aus solch einem vereinten Wollen auch schon die vollbrachte Tat hervorgehen".{jl.ev06.135,05}

       Magier fragen am allerwenigsten dem&uum;tig nach dem Willen Gottes. Sie wollen ihren eigenen Willen durchsetzen und einen ihn daher nicht mit dem Willen Gottes. Wenn sie trotzdem teils erstaunliche PSI-Phänomene hervorbringen, geschieht dies durch Dämonenhilfe und hat mit echten Wundern nichts zu tun, auch wenn die Ergebnisse sich gleichen. (Beispiele der Materialisationen bei der besessenen Gottliebin Dittus)

    Was sagt die Bibel zu Zauberei?

       Die Bibel warnt vor jeder Art von Wahrsagerei, Magie, Zauberei und Hexerei und kündigt härteste Strafen dafür an, weil die okkulten Praktiken Körper, Seele und Geist in höchstem Masse schaden und Menschen in lange Gefangenschaft von Satan und Dämonen bringen. (2. Mose.22,18; 3. Mose.20,27; Micha.05,11; Mal.03,05; Offbg.21,08)

       Beispiele für Besessenheit und Umsessenheit als Folgen von Magie und okkulten Praktiken.

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    Letztes Update: 21.01.2017