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    Pfarrer Blumhardts Erklärungsversuche zum Fall der Gottliebin Dittus


    Inhaltsübersicht:


    Pfarrer Blumhardt deutete einen grossen Teil der PSI-Phänomene bei der bessenen Gottliebin Dittus als Einwirkungen von Zauberei, die von aussen oder innen durch Geistwesen auf sie wirkte. Nachfolgend sind seine Erklärungsversuche zusammengestellt, die er sich über das Zustandekommen der sog. 'Materialisationen' und 'Dematerialisationen' und anderer Besessenheitssymptome machte.

    Bewusstseinsmanipulierung durch hypnotisch-magische Einflüsse

    Offensichtlich wurden hypnotisch-magische Mittel angewandt, um G.D. im höllischen Sinne zu beeinflussen und höllische Ziele zu erreichen. G.D. erklärte z.B., "es schwebe etwas vor ihren Augen her, das sie starr mache." (BluK.022)
    Die hellsichtige G.D. wurde durch hypnotisierende Effekte in Trance versetzt. Bei teilweise oder ganz ausgeschaltetem Bewusstsein konnten eingedrungene Geistwesen dann durch sie ziemlich beliebig sprechen oder wirken. Trancezustand ist ein typisches Merkmal für Bessenheit.
    G.Ds. Bewusstsein wurde selektiv mit bestimmter Absicht ausgeschaltet: Pfr. Bs. bemerkt: "Wenn ich mit ihr betete, wurde sie bewußtlos und sank aufs Bett zurück."

    Schmerzhafte Austritte von Materialisierungen aus dem Körper

    Pfr. B. fasste alle Erscheinungen zusammen, die im Laufe des Jahres 1843 aus dem Gebiete der Zauberei vorgekommen sind. "Es zeigte sich, dass unzählig viele Dinge in die G., um das allein anwendbare Wort gleich zu gebrauchen, hineingezaubert waren, die alle den Zweck zu haben schienen, sie aus der Welt zu schaffen. (BluK.042)
    Es fing mit Erbrechen von Sand und kleinen Glasstücken an. Allmählich kamen allerlei Eisenstücke, namentlich alte und verbogene Bretternägel, deren einmal vor meinen Augen nach langem Würgen nacheinander zwölf in das vorgehaltene Waschbecken fielen, ferner Schuhschnallen von verschiedener Größe und Gestalt, oft so groß, dass man es kaum begriff, wie sie den Hals heraufkommen konnten, auch ein besonders großes und breites Eisenstück, bei welchem ihr der Atem ausging, dass sie mehrere Minuten wie tot dalag.
    Außerdem kamen in unzähligen Mengen Stecknadeln, Nähnadeln und Stücke von Stricknadeln, oft einzeln, da es am schwersten ging, oft auch in Massen, mit Papier und Federn zusammengebunden. Es hatte öfters das Ansehen, als ob Stricknadeln mitten durch den Kopf gezogen wären, von einem Ohr bis zum andern; und es kamen das eine Mal einzelne fingerlange Stücke zum Ohr heraus; ein andermal konnte ich es unter der Handauflegung fühlen und hören, wie die Nadeln im Kopf zerbrachen oder sich drehten und zusammenbogen. Jenes waren stählerne Nadeln, die sodann langsam in kleineren Stücken sich gegen den Schlund hinspielten und zum Munde herauskamen; dieses eiserne, die sich biegen ließen und endlich, drei- bis viermal gebogen, doch ganz, ihren Ausweg gleichfalls durch den Mund fanden. Auch aus der Nase zog ich viele Stecknadeln hervor, die sich von oben herab, da ich sie über dem Nasenbein zuerst querliegend fühlte, allmählich, mit der Spitze abwärts gerichtet, herabspielten. Einmal kamen 15 solcher Nadeln auf einmal mit solcher Heftigkeit zur Nase heraus, dass sie sämtlich in der vorgehaltenen Hand der G. stecken blieben.
    Ein andermal klagte sie sehr über Kopfschmerz, und als ich die Hand aufgelegt hatte, sah ich überall weiße Punkte vorschimmern. Es waren 12 Stecknadeln, die bis zur Hälfte noch im Kopfe steckten und einzeln von mir herausgezogen wurden, wobei sie jedesmal durch ein Zucken die Schmerzen kund gab.
    Aus dem Auge zog ich einmal zwei, dann wieder vier Stecknadeln heraus, die lange unter den Augenlidern umherspielten, bis sie ein wenig vorragten, um sachte herausgezogen zu werden.
    Nähnadeln zog ich ferner in großer Menge aus allen Teilen des oberen und unteren Kiefers hervor. Sie fühlte dabei zuerst unerhörte Zahnschmerzen, und man konnte lange nichts sehen, bis sich endlich die Spitzen anfühlen ließen. Dann rückten sie immer weiter hervor, und wenn ich sie endlich anfassen konnte, brauchte es noch großer Anstrengung, bis sie ganz herauskamen.
    Zwei alte fingerlange und verbogene Drahtstücke zeigten sich sogar in der Zunge, und es kostete Zeit und Mühe, bis sie völlig herausgenommen waren.
    Um den ganzen Leib ferner waren unter der Haut zwei lange, vielfach verbogene Drahtstücke eingewunden, und ich brauchte mit meiner Frau wohl eine Stunde dazu, bis sie ganz da waren, und mehr als einmal fiel sie dabei, wie dies überhaupt oft der Fall war, in Ohnmacht. (BluK.043 f.)
    Sonst kamen aus allen Teilen des Oberleibes ganze und halbe Stricknadeln so häufig zu verschiedenen Zeiten, dass ich im ganzen wenigstens zu 30 schätzen darf. Sie kamen teils quer, teils senkrecht heraus, nach letzterer Art namentlich öfters mitten aus der Herzgrube. Wenn die Nadeln oft schon zur Hälfte da waren, hatte ich doch noch eine halbe Stunde mit aller Kraft zu ziehen. Auch andere Dinge, Nadeln verschiedener Art, große Glasstücke, Steinchen, einmal ein langes Eisenstück, kamen aus dem Oberleibe. (BluK.044)
    Ich kann es wahrlich niemand übelnehmen, der mißtrauisch gegen obige Mitteilungen wird; denn es geht zu sehr über alles Denken und Begreifen. Aber die fast ein ganzes Jahr hindurch fortgesetzten Beobachtungen und Erfahrungen, bei welchen ich immer mehrere Augenzeugen hatte, worauf ich, schon um üblen Gerüchten vorzubeugen, strenge hielt, lassen mich kühn und frei die Sachen erzählen, indem ich völlig versichert bin, was ich schon vermöge des Charakters der G. sein müßte, dass nicht der geringste Betrug obwaltet noch obwalten konnte. (BluK.044)
    So oft ich sie in jener Zeit besuchte, gerufen oder ungerufen, regte sich wieder etwas; und nach einiger Zeit arbeitete sich ein Zauberstück aus irgendeinem Teile des Leibes hervor. Der Schmerz war jedesmal fürchterlich, und fast immer so, dass sie mehr oder weniger die Besinnung verlor. Ja, in der Regel sagte sie: 'Das mache ich nicht durch, das ist mein Tod!" (BluK.044 f.)
    Kurz erwähnt Pfr. B. dann: "Der Gegenstände sind es zu viele, als dass ich sie alle aufzählen könnte." (BluK.045)
    Pfr. B. sieht diese ganzen schmerzhaften Materialisationen von verletzenden Gegenständen als Werk von Zauberei an, wobei die verursachenden Dämonen jeweils zugleich auch G.D. besetzt hatten. Aktiv wurden sie - selbst wenn sie schon lange in G.D. weilten, während des Befreiungsdienstes von Pfr. B.
    Ob es sich bei den austretenden Gegenständen um Apporte oder um Neumaterialisierungen handelt, ist aufgrund von Pfr. Bs. Ausführungen nicht eindeutig zu erkennen. Vieles spricht dafür, dass es sich um das Herbeischaffen (Apporte) von zunächst dematerialisierten und im Körper von G.D. wieder materialisierten Gegenständen (bzw. Tieren, s.u.) handelt.

    Entfernung der material. Dinge durch Gebet und Handauflegung

    Ebenso wie in den verschiedensten Fällen von Poltergeistspuk, den Infestationen und Besessenheitsauswirkungen verfuhr Pfarrer Blumhardt in den Fällen von Apporten und wieder materialisierten lebensgefährlicher Gegenstände durch Zauberei im Körper von G.D.: "Alles aber wurde bloß durch das Gebet herausgebracht. Wenn sie zu klagen anfing, dass sie irgendwo Schmerzen fühle, so durfte ich nur die Hand, gewöhnlich dem Kopfe, auflegen; und, durch lange Erfahrung im Glauben geübt, war ich versichert, jedesmal sogleich die Wirkung des Gebets, das ich mit kurzen Worten aussprach, zu erfahren. Sie fühlte auch alsbald, dass die Sache sich bewegte oder drehte und einen Ausweg suchte. Durch die äußere Haut ging es am schwersten, und man fühlte es oft lange, wie sich von innen heraus etwas vordrückte. Blut floß niemals; auch wurde keine Wunde verursacht, und höchstens konnte man noch eine Weile den Ort erkennen, von dem sich etwas herausgearbeitet hatte, sobald alles durch bloßes Gebet vor sich ging.
    Bisweilen aber schnitt sie sich, vom Schmerze überwältigt, mit einem Messer ohne mein Beisein die Haut auf, und diese Wunden waren fast nicht mehr zu heilen." (BluK.044)

    Was also unter Gebet mit Handauflegung geschah, lief unblutig wenngleich schmerzhaft ab, was dagegen eigenmächtig geschah, nicht!

    Tiermaterialisationsaustritte aus dem Körper

    "Auch lebendige Tiere, welche ich jedoch selbst zu sehen nicht Gelegenheit bekam, kamen aus dem Munde von G.D., einmal vier der größten Heuschrecken, die sodann noch lebendig auf die Wiese gebracht wurden, wo sie alsbald forthüpften, ein andermal 6-8 Fledermäuse, deren eine totgeschlagen wurde, während die andern sich schnell verkrochen, wieder einmal ein mächtig großer Frosch, der ihr durch eine Freundin aus dem Hals gezogen wurde, und endlich eine geheimnisvolle Schlange, eine Natter, wie es scheint, der gefährlichsten Art, die nur G., sonst niemand, flüchtig sah. (Doch glaubte ich einen rasch hinfahrenden blinkenden Schimmerstreifen vom Munde aus über das Bett hin wahrzunehmen.) Diese Natter verursachte ihr, nachdem sie aus dem Munde gekommen war, bald nachher eine Wunde an dem Hals, ein andermal stach sie sie, während sie mit der Familie zu Tische saß, so heftig in den Fuß, dass das Bluten fast nimmer aufhören wollte. Beide Wunden machten ihr wohl ein Vierteljahr lang Schmerzen, und es war deutlich zu sehen, dass es gefährliche Giftwunden waren." (BluK.045)

    Im Falle von Tiermaterialisierungen in G.Ds. Körper dürfte es sich wohl um Apporte lebender Tiere gehandelt haben. Im Falle der Schlange ist auch eine astrale Schöpfung denkbar, die sich soweit materialisierte, dass sie physische Wunden mit Giftwirkungen erzeugen konnte.

    Blutungen durch im Körper materialisierte Nägel

    "Zu Anfang Dezember 1843 hatte G.D. ein Nasenbluten, das gar nimmer aufhören wollte. Wenn sie eben eine Schüssel voll Blut verloren hatte, so fing's wieder an; und es ist unbegreiflich, wie bei so ungeheurem Blutverluste das Leben erhalten werden konnte. Auffallend war, dass das Blut zugleich einen sehr scharfen Geruch hatte, aber immer besonders schwarz anzusehen war.
    Der Grund davon lag in der zauberischen Vergiftung, deren nachher gedacht werden wird. In dieser Not traf sie mehrmals der Arzt, der zwar etwas verschrieb, aber wohl selbst schwerlich viel Hoffnung von der Wirkung der Arznei hatte.
    Nun machte ich in jener Zeit nachmittags 1 Uhr auf einem Gang zum Filial, der mich an ihrem Hause vorbeiführte, einen kurzen Besuch bei ihr. Sie war frisch umgekleidet und sehr erschöpft auf einem Stuhle. Auch war die Stube eben vom Blut gereinigt worden, das den Morgen vorher reichlich geflossen war. Sie deutete mir auf dem Kopf mehrere Stellen und sagte, da stecke etwas; wenn das nicht herauskomme, so müsse sie sterben. Ich konnte eben nichts Besonderes fühlen, sagte aber, weil ich Eile hatte, nach meiner Rückkehr wolle ich wieder einkehren. Nach mir kam der Arzt, Dr. Spaeth, zu ihr, der 2 Stunden bei ihr verweilte und sich vieles erzählen ließ, auch wirklich etwas Hartes an obigen Stellen fühlen konnte. Er merkte, dass etwas vorgehen werde, und wollte es auswarten, wurde aber zuletzt schnell zu einer Niederkunft nach Simozheim gerufen. Um 4 Uhr befand ich mich wieder in der Nähe des Orts, da sprang mir jemand entgegen, ich möchte doch schnell zu G. kommen. Ich eilte, und überall sah ich voll Schrecken die Leute zum Fenster heraussehen, die mir zuriefen: 'Herr Pfarrer, es tut not!' Ich trat ein; aber ein Blutdunst erstickender Art wollte mich wieder heraustreiben. Sie saß in der Mitte der kleinen Stube, hatte vor sich einen Kübel, der wohl zur Hälfte mit Blut und Wasser gefüllt war, und die ganze Länge der Stube vor ihr und hinter ihr floß eine breite Blutlache. Sie selbst war über und über mit Blut so überzogen, dass man die Kleider kaum mehr erkannte. Denn man denke sich - das Blut rieselte lebhaft aus beiden Ohren, aus beiden Augen, aus der Nase und sogar oben aus dem Kopfe in die Höhe. Das war das gräßlichste, das ich je gesehen habe. Es hatten's verschiedene Leute zum Fenster herein bemerkt, obgleich diese sich scheuten, dazubleiben. Im Augenblick wollte ich ratlos sein. Doch faßte ich mich; und ein kurzer und ernster Seufzer brachte vorerst das Bluten zum Stillstand. Dann ließ ich ihr das Gesicht waschen, das nicht mehr zu erkennen war, und den Kopf, worauf ich die Stelle am Kopfe anfühlte, in der sich etwas befinden sollte. Auf dem Vorderkopfe oberhalb der Stirn gewahrte ich bald etwas, und ein kleiner, aber verbogener Nagel bohrte sich empor. Am Hinterkopfe drehte und arbeitete sich innerhalb der Haut etwas weiter herab, und endlich kam ein verbogener Bretternagel zum Vorschein. Das Bluten aber hatte von nun an ein Ende. Die erste Ohnmacht, in die sie bei meinem Eintritt fiel, konnte auch überwunden werden, wie die nachfolgenden, und am Abende fühlte sie sich wieder ziemlich wohl und gestärkt." (BluK.046 f.)

    Auffällig, aber auch wieder typisch für solche Verwundungen ist der rasche Erholungs- und Gesundungseffekt, wenn die Hilfe mittels Gebet erfolgt! Medizinische Massnahmen versagen in solchen Fällen meist restlos!


    Pfr. Blumhardts Definition von Abgötterei

    "Unter Abgötterei mag jedes Vertrauen auf eine übernatürliche unsichtbare Kraft verstanden sein, auf welche gestützt ein Mensch entweder Gesundheit oder Ehre oder Gewinn -oder Genuß sich zu verschaffen bemüht ist, sofern sie nicht eine rein göttliche ist. Aber auch jeder abergläubische Gebrauch von scheinbar frommen Worten, besonders wenn die höchsten Namen dazu gebraucht werden, ist Abgötterei, weil der lebendige Glaube an Gott, sowie die Hoheit und Majestät Gottes, dadurch in eine Karikatur verwandelt wird." (BluK.038)

    Einordnung der sog. Sympathiemagie

    "Hierher (unter die Abgötterei) gehört alle und jede Art von Sympathie(magie, d. Hrsg.), deren Wirksamkeit neuestens von Hohen und Niederen immer entschiedener anerkannt, und die daher fast von jedermann, wenigstens in ihren scheinbar unschuldigeren Sphären, unbedingt angewendet wird, ohne dass man überlegt, welchen Abfall von Gott solche gedankenlose Herabwürdigung des Namens und der Kraft Gottes voraussetzt, und welches eigentlich in solchen Fällen die unsichtbar wirkende Kraft ist und allein nur sein kann. (BluK.038)
    Sowohl hiedurch als durch manches andere.... hängt sich der Mensch mindestens an eine unmittelbare Naturkraft und kehrt seinen Glauben ans Unsichtbare von Gott ab an eine Art Naturgeist, wodurch er in den Augen des eifrigen Gottes, der Seine Ehre keinem andern läßt, wie das Alte Testament redet, nur ein Abgötter wird. Soll eine unmittelbare unsichtbare Kraft helfen, warum will der Mensch nicht durch Gebet an den, der die Kraft selbst ist, sich halten?"

    Bewertung der Transplantationsmagie

    "Noch weniger ist aus dem Gebiet der Abgötterei die sogenannte Transplantation(magie, d. Hrsg.) auszuschließen, bei welcher man einen Schmerz oder eine Krankheit durch allerlei Manipulationen mit und ohne Formeln auf Bäume oder Tiere zu übertragen sich bemüht." (BluK.039)

    Fremdeinflüsse als Folgen von Abgötterei und Magie

    "Die nächste (erste, d. Hrsg.) Wirkung (von Magie und Abgötterei) ist die, dass der Mensch mehr oder weniger an eine finstere satanische Macht gebunden wird, indem irgendein Dämon, durch den Akt der Abgötterei herbeigelockt, Einfluß auf ihn gewinnt.
    Dieser Einfluß kann physisch sein und namentlich allerlei Nervenleiden, Krämpfe, Gichter und andere Gebrechen zur Folge haben, bei welchen auch die Ärzte wenig Rat wissen, aber auch psychisch, und Melancholie und Schwermut wecken, oder grobe Leidenschaften nähren, wie Wollust, Trunkenheit, Geiz, Neid, Zorn, Rachsucht und dergl., Leidenschaften, die dem Menschen oft zur Last werden, ohne dass er über sie Herr zu werden vermöchte. (BluK.039)

    Abgöttereien unter christlichem Tarnmantel

    "Was Paulus im Römerbrief von den Folgen der Abgötterei schreibt als einer Verwandlung der Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in allerlei Torheiten, geht auch bei unserer christlichen Abgötterei buchstäblich in Erfüllung, wenn Christen ihr Vertrauen auf sinnlose Sprüchlein, auf geheime Formeln und Zeichen, auf gewisse Tage und Stunden und auf Zettelchen setzen, die sie um sich hängen, wie die Neger ihre Grigri's, oder gar verschlingen, neben andern eigentlichen Greueln, welche hier auseinanderzusetzen zu weit führen würde." (BluK.039)

    Geistige Folgen von Magie und Abgötterei im Diesseits und Jenseits

    "Eine weitere Folge ist die Unempfindlichkeit gegen das Wort der Wahrheit, Gleichgültigkeit gegen die Sünde, Stumpfheit des Geistes für höhere Empfindungen und Gedanken, und Sicherheit in Beziehung auf die Ewigkeit; und umgekehrt, dass in der Trübsal kein Trost im Herzen haften will, namentlich die evangelische Freude bei Anklagen des Gewissens nicht festwurzeln kann.
    Die traurigste Folge für den Menschen, wenn er obige Abgötterei nicht erkannt und bereut hat, kommt nach dem Tode; und das ist es zunächst, was ich mit Schaudern auf allerlei Weise in meinen Kämpfen bis zur Gewißheit erfahren habe. Das Band, mit dem er an die finstere Macht sich gebunden hat, ist noch nicht gelöst, und der Mensch, der eben glaubte, reif für die Freuden des Himmels zu sein, wird als ein Abgefallener vom Feind festgehalten, und je nachdem er sich verstrickt hat, auch wider seinen Willen zur Qual der Lebenden dem Teufel zu dienen gezwungen. Ich enthalte mich, noch weiter darüber zu reden, da es schwierig und gewagt ist, über solche geheimnisvolle Dinge sich mit einiger Bestimmtheit auszusprechen." (BluK.040)

    "Weil aber die Abgöttereisünden im Leben sollen bereut werden, was aber nicht geschieht, indem man entweder keine Gefahr daraus fürchtet, oder wenigstens, wenn man auch ein unerklärliches Grauen davor hat, die Gefahr nicht erkennt und nicht hoch genug anschlägt, so dauert meist die Gebundenheit nach dem Tode fort. Jetzt gehen dem betrogenen und durch des Teufels List gefangenen Menschen die Augen auf.
    Jetzt bleibt es ihm aber auch noch freigestellt, ob er sich dem Dienste Satans völlig hingeben wolle oder nicht. Im ersten Falle wird er förmlicher Zaubergeist, der nun vom Satan angehalten wird, vermittelst anderer lebender Zauberer auf verschiedene Weise diese Menschen zu plagen, entweder an ihrem Leibe oder an ihrem Viehbesitz oder sonst." (BluK.052)

    Erklärungsversuch für Materialisation und Dematerialisation

    Pfr. B.: "Unter den vielen Kämpfen, die ich nach obigem zu bestehen hatte, machte ich mir allerlei Gedanken über die Art und Weise, wie die Zauberkräfte etwa angewendet werden, da es mir ein Bedürfnis war, wenigstens irgend etwas zur Erklärung mir denken zu können. Natürlich fiel mir dabei ein, dass in Beziehung auf das Wesen der Materie noch Geheimnisse obwalten, auf die die Philosophie mit Gewißheit noch nicht gekommen ist. Dachte ich mir die Materie als ein Aggregat einer Art von Atomen, wie sie von manchen Philosophen schon aufgefaßt worden ist, so wäre (stelle ich mir vor), die Zauberkunst nichts anderes als eine geheimnisvolle, von der finstern Macht gelehrte Kunst, das Band der einzelnen Atome aufzulösen, um so den Gegenstand, mit dem sie ihr Wesen treibt, unkenntlich, ja unsichtbar zu machen und mittels anderer Gegenstände, z. B. in gewöhnlichem Essen, dahin zu bringen, da es nach dem Willen dessen, der die Kunst ausübt, kommen solle, wo sodann das gelöste Band wieder hergestellt wird und der Gegenstand wieder als das erscheint, was er vorher war." (BluK.047)

    Nahrung und Geisterkontakte als Zugangspforten

    "G. konnte sich aus früherer Zeit gut erinnern, dass sie bisweilen auf das Essen einer Suppe oder anderer Speisen sogleich etwas Eigentümliches im Hals oder Leib gefühlt habe, das sie an eine Verzauberung denken ließ.
    Einmal warf sie Überbleibsel von einem solchen Essen einem Huhn vor, das augenblicklich rasend herumlief und nach einer Weile, wie erstickend, tot umsank. Sie öffnete Kopf und Hals des Huhnes, und da steckten zu ihrem Schrecken eine Menge Schuhnägel.
    Wie aber sollten andere Sachen in den Kopf und Leib, wie in den Oberleib kommen? Erklärend lauteten die Erzählungen der G., wie sie bei Nacht öfters habe Personen aller Arten und Stände im Geist zu sich ans Bett kommen sehen. Diese hätten ihr, während sie dabei immer bewegungslos gewesen sei, entweder etwas wie Brot in den Mund gereicht oder andere Glieder ihres Leibes berührt; und alsbald habe sie Veränderungen in sich gefühlt, die sich zu den später hervorkommenden Gegenständen reimten.
    Jener Bretternagel und der kleinere Nagel, wodurch das heftige Bluten verursacht wurde, wurden ihr abends mitten auf der Straße von jemandem, der einen geistlichen Ornat trug und da wartete, jedoch nur scheinbar, d. h. im Geiste da war, wie sie glaubte, durch eine besondere Manipulation in den Kopf geschafft, wobei sie nicht den geringsten Widerstand leisten konnte; und alsobald fing das Bluten an.
    Einmal traten des Nachts auf gleiche Weise, d. h. als Geister, drei Männer vor sie, die einen giftigen Spiritus in der Hand hielten. Sie konnte sich abermals nicht bewegen. Der eine öffnete ihren Mund, der andere hielt sie am Kopf, und der dritte wollte ihr den Spiritus eingießen. Letzteres geschah ein wenig, und um sie zu ersticken, wurde ihr nun wieder der Kiefer zusammengedrückt. Der Dampf des Spiritus ging aber durch die Nase heraus; und sie, die wenigstens imstande war, noch zu seufzen, blieb gerettet. Als die Männer merkten, dass sie nichts ausrichteten, schütteten sie das Glas über den Kopf hin und entfernten sich. Am Morgen war die Nachthaube von einem gelblichen, häßlich riechenden Stoffe ganz zerfressen und ließ sich leicht zerbröckeln. Ein andermal, da sie wieder in ihrer eigenen Stube lag, hatte sie abends ihren Rock an die Kammertüre gehängt, und die Schwester, die mit ihr in einem Bette lag, wußte gewiß, was in der Rocktasche war, und dass G. nicht aus dem Bette kam. Letztere aber sah des Nachts eine Gestalt zu ihrem Rocke gehen, aus der Tasche ein blechernes Geldbüchschen, wie es die Bauersleute haben, herausnehmen nebst anderem, dann vor sie damit hintreten, - und am andern Morgen wurden unter heftigem Würgen Geldstücke und das Büchschen von ihr erbrochen." (BluK.049)

    Materialisationszauberei durch eindringende Geister

    "Dies alles führt darauf, dass gewisse Personen die Kunst besitzen, im Geiste außer dem Leibe zu sein, wohl nicht immer mit völligem Bewußtsein.
    Allein die Gegenstände in den Leib zu praktizieren, wie soll das zugehen?
    Auch darüber gewährt das einigen Aufschluß, dass bei allen den Gegenständen, die eingezaubert wurden, immer noch ein verstorbener Mensch oder Dämon mitwirkte, der allein die Kunst ausübte und mit dem Gegenstand in den Menschen fuhr. So stellte sich's vielfältig dar; und so kommt es, dass die Besitzung eigentlich nur um der Zauberei willen da war, und es sich nicht sowohl um die Heilung einer Besessenen, als um die Befreiung einer bezauberten Person handelte.
    Daß aber die Gegenstände nicht wirklich töteten, wie die Finsternis beabsichtigte, daran war eine besondere Bewahrung Gottes schuld, die sich auf eine auffallende Weise mit dem Eintritt des Zaubers schon dadurch zu erkennen gab, dass G. fortan zunächst wenig Empfindung von den Gegenständen, die in ihr waren, hatte, bis die Zeit kam (manches muß über 2 Jahre in ihr gelegen sein), dass diese wieder entfernt werden sollten. Daher ferner, dass ein Dämon immer sozusagen der Wächter der Gegenstände war, kam es, dass der Zauber oft erst durch meine Anwesenheit und besonders, wenn ich mich, auch abwesend, für sie zum Beten bewogen fühlte, in Bewegung gebracht wurde, und dass in der Regel vor oder nach Entfernung des Zaubers ein Dämon ausfuhr." (BluK.049)

    Zusammenwirken diesseitiger und jenseitiger Magier

    "Nach dem obigen wirkte zur Ausübung der Zauberei ein verstorbener und ein lebender Mensch zusammen.
    Durch die früher geschilderten Abgöttereien nämlich kann es geschehen und geschieht es auch leider bis zu einer schauderhaften Ausdehnung, dass ein Mensch, ohne es zu wissen und zu merken, im Geiste vom Satan gebunden wird, so dass der Geist, freilich ein psychologisches Rätsel, vom Leibe abwesend sein kann, selbst, wenn die Seele, wie es scheint, im Leibe gegenwärtig bleibt. Im Geiste wird er in Verkehr und Gemeinschaft mit andern, auf gleiche Weise gebundenen Menschen gebracht, sowie mit Verstorbenen, die auch mehr oder weniger im Leben sich gebunden hatten.
    Die letzteren (verstorbenen Magier) sind es eigentlich, die die Zauberei ausüben; während die ersteren zur Herbeischaffung der Materialien angehalten werden. Wider ihren Willen müssen die Lebenden (so konnte es aus mancherlei Außerungen der Dämonen geschlossen werden), die durch Sympathie usw., wie auch durch freche Flüche, durch grobe Fleischessünden usw. an den Satan gebunden sind, im Geiste diesem zu Dienst sein, wiewohl dieser Zwang nach dem Grad der Vergehungen in Abgöttereisünden verschieden ist." (BluK.050)

    Welche Ziele verfolgt Satan mit Magie / Hexerei?

    "Ich wurde zuletzt von selbst darauf hingeleitet, mir ein gewisses satanisches Komplott zu denken, durch welches allmählich nach dem Plane Satans alle Menschen heimlich und mit List sollten von Gott abgezogen werden, damit so Satans Reich allgemeiner und Christi Reich vernichtet würde. Hier hatte die finstere Macht um so mehr Glück, weil alles in der tiefsten Verborgenheit vor sich ging, und wo sich etwas kund tat und merklich machte, niemand auch nur im geringsten darauf bedacht war, mit Mut und Glauben ihr entgegenzutreten." (BluK.051)

    Erfolgt Magie / Hexerei immer bewusst? Wofür trägt man Verantwortung?

    "Die meisten sogenannten Hexen und Hexenmeister, denen man allerlei Unglück, Krankheit, Plagen an Menschen und Vieh zuschreibt, sind, was sie etwa in dieser Art sind, ohne ihr Wissen und haben höchstens je und je ein Gefühl davon, was sie im Geiste tun, ohne dieses Gefühl sich erklären zu können. Es sind also jedenfalls höchst unglückliche Menschen, und es folgt daraus, dass die Beschuldigung eines lebenden Menschen in der Regel eine Unbarmherzigkeit ist und von vornherein völlig verworfen werden muß, weil sie zu keinem Resultate führen kann, indem die Beschuldigten oft völlig unschuldig sind, und wenn nicht (ergänze: immer), doch in der Regel, wenn man sie auch, wie in Hexenprozessen geschehen ist, mit Marterwerkzeugen zum Geständnis bringen will, sich als unschuldig betrachten. Ich danke Gott, dass ich von Anfang an von dem Grundsatz ausgegangen bin, keine Beschuldigung, zu der ich oft Veranlassung hatte, bei mir aufkommen zu lassen, und niemand für das anzusehen, wofür ich ihn hätte vielleicht ansehen können. Ich wäre dadurch in eine schauerliche Verwirrung geraten, in welcher Satan mit mir und meiner Sache gewonnenes Spiel gehabt hätte. -
    Wenn übrigens der gebundene Mensch von dem, was er im Geiste tut oder zu tun gezwungen ist, kein Bewußtsein im gewöhnlichen Leben hat, so folgt daraus nicht, dass er dafür nicht zurechnungsfähig ist. Er ist es schon darum, weil die Sünde der Abgötterei seiner Gebundenheit zugrunde liegt, sodann, weil auch im Geiste ihm der freie Wille bleibt, dem Satan sich völliger hinzugeben oder nicht. (BluK.051)
    Alle Zurechnung und Folge aber mag verschwinden, wenn nur die getriebene Abgötterei erkannt und bereut wird als eine der schwersten Sünden, weil sie direkt wider das erste Gebot geschieht und den eigentlichen Abfall von Gott ausmacht." (BluK.052)

    Schweregrade der Zauberei bzw. Bindung

    "Die Zauberei der Lebenden hat übrigens viele Stufen. Auf der niedrigsten Stufe stehen diejenigen, welche nur etwa, wie man sagt, sich, d.h. an und für sich gebrauchen lassen und dadurch sich verstricken, ohne fortan ein Bewußtsein davon zu haben.
    Die höchste Stufe ist die eigentliche Schwarzkunst, bei welcher der Mensch mit vollkommenem Bewußtsein dem Satan dient, der ihm die Kräfte verleiht.
    In der Mitte zwischen beiden Klassen stehen die Menschen, die aus dem Gebrauch von Zaubermitteln ein Gewerbe machen und sich von den Leuten gebrauchen und holen lassen, wobei sie gewöhnlich nach gedruckten Büchlein, deren viele unter dem Volke verbreitet sind, und die eigentliche Offenbarungen des Satans sind, oder nach Tradition ihr Wesen treiben. (BluK.052)
    Diese dritte Gattung von Zauberern kann lange Zeit mit dem scheinbaren Bewußtsein, Wohltäter der Menschen zu sein, ja mit dem Rufe großer Frömmigkeit, ihre Formeln sprechen und Manipulationen vornehmen, obwohl stets mit bösem Gewissen, wird aber durch dieses Heidenwerk immer tiefer verstrickt und tritt der Gefahr, eigentlicher Schwarzkünstler zu werden, immer näher." (BluK.053)

    Hiermit meint Pfr. Blumhardt vor allem die sog. 'Weissmagier' bzw. 'weissen Hexen'.

    Spiritistische Beratung

    "Am nächsten aber, wiewohl vielleicht immer noch betrogen, sind diejenigen, welche vom Teufel, dass ich so sage, geradezu Geister zu Ratgebern erhalten, und die den Namen und das Alter von den Hilfe suchenden Leuten verlangen, vermittelst deren sie sich bei den Geistern befragen.
    Diese Dämonen erscheinen ihnen durch gewisse Mittel, die sie anwenden, auch vermittelst eines Spiegels entweder sichtbar oder unsichtbar, und beantworten die an sie gemachten Fragen, natürlich nicht ohne Interesse für das Reich der Finsternis. So kommen Christen dazu, sich bei Baal-Sebub Rats zu erholen. (2. Kön.01.) -

    Klar sagt hier Pfr. Blumhardt aus, dass seiner Meinung nach alle medialen Ratgeber, WahrsagerInnen und Spiritisten (z.B. Pendler, Rutengänger etc.) von Dämonen ihre Infos bzw. Hilfen erhalten.

    PSI-Fähigkeiten von Magiern / Hexen

    "Die Künste, die sie besitzen, sind sehr mannigfaltig. Sie können sich Geld verschaffen, sich unsichtbar machen, gerade wie nach dem obigen materielle Gegenstände unsichtbar gemacht werden können, in wenigen Augenblicken Hunderte von Meilen sich entfernen (Astralreisen, d. Hrsg.), und zwar mit ihrer ganzen Persönlichkeit. Namentlich können sie Hunderte von Stunden weit Menschen töten; und auch Schlagflüsse, an denen oft die gesündesten Menschen unerwartet hinsterben, können Folgen eines Zauberschlags aus näherer oder fernerer Entfernung sein.
    Auch Brandstiftungen verüben sie unsichtbar." (BluK.054 )

    Befreiung von Zaubereidämonen durch Gebet

    "Das aber bin ich fest überzeugt, dass , wenn ich einmal einem Unglauben mich hingegeben hätte, als wäre es nicht möglich, durch das alleinige Gebet auch das unmöglich Scheinende vollbringen zu können, G. verloren gewesen wäre. Ich fühlte mich jedoch immer so gestärkt, dass ich alles meinem Heilande zutraute; und der Gedanke, den ich mit jedem Tage zuversichtlicher fassen durfte, dass durch diesen Kampf der schwarzen Kunst der Zauberei ein empfindlicher Stoß gebracht werden müsse, ließ mich auch bis aufs äußerste ausdauern." (BluK.050)
    "Ein im Glauben an Den, der der Schlange den Kopf zertreten, unternommener Kampf wider diese finstern Kräfte konnte unmöglich des Sieges verfehlen. Größer noch ist unser Herr!" (BluK.054)


    Weitere Aspekte des Falles von Magie und Besessenheit der G. Dittus

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Letztes Update: 21.01.2017