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Kennzeichen dämonischer Besessenheit bei Gottliebin Dittus


Inhaltsübersicht:


Pfarrer Johann Christof Blumhardt erwähnt u.a. in seinem Bericht über den Befreiungskampf der Gottliebin Dittus (1840-44) folgende auffallenden Symptome, die als sichere Kennzeichen einer dämonisch verursachten Besessenheit gelten dürfen:

Auffällige Verhaltensänderungen

Mit dem Einzug ins Haus und den ersten Spukerscheinungen begannen wohl die Besetzungen von G.D.. Sogleich zeigten sich erste auffällige Verhaltensänderungen, die nicht persontypisch waren: "Sie hatte von jener Zeit an etwas Widerliches und Unerklärliches in ihrem Benehmen und eine zurückstoßende Art, die vielfältig mißfiel"... (BluK.012)

Ihr Verhalten hatte auf die Umgebung und auf Pfr. B. eine abstossende Wirkung: "In der ganzen Krankheit (Gesichtsrose von 12/1840-2/1842) aber mochte ich sie nicht viel besuchen, weil mich ihr Benehmen abstieß, indem Sie, wenn sie mich sah, bei Seite blickte, meinen Gruß nicht erwiderte, wenn ich betete, die vorher gefalteten Hände auseinanderlegte, überhaupt meinen Worten gar keine Aufmerksamkeit schenkte, ja fast besinnunglos schien, was sie doch vor und nach meinem Besuche nicht war." (BluK.012)

Anm.: Widerstand gegen Gebet, Gottesdienst und religiöse Betreuung überhaupt, weisen auf antigöttliche bzw. antichristliche Absichten der Urheber der Fremdeinflüsse hin. Es sind ziemlich sichere Kennzeichen einer dämonische Beeinflussung. Verstorbene an sich wirken nicht so auf Menschen ein.

Bewußtseinsveränderungen, glühende Haut, Erstickungsgefühle

Bei G.D. traten unter Fremdeinflüssen oft Bewusstseinsminderungen bzw. totale Bewusstseinsverluste auf. Wichtig zur Beurteilung, ob dies von organischen oder geistigen Ursachen kommt, ist die Beachtung der Umstände. Der Hinweis von Pfr. B., dass G.D. "fast besinnunglos schien, was sie doch vor und nach meinem Besuche nicht war", und der wiederholte Hinweis, dass Bewusstseinsausschaltungen vor allem dann auftraten, wenn man für sie betete, sie am Gottesdienst teilnahm oder Befreiungsseelsorge angewendet wurde, lässt ebenfalls darauf schliessen, dass antigöttliche Geistwesen, also Dämonen, beteiligt waren. Offensichtliches Ziel der Bewusstseinsherabsetzung bis zur Bewusstlosigkeit schien es zu sein, G.D. von Gebet und relig. Gesprächen fernzuhalten bzw. den Befreiungsdienst zu behindern.

Schon direkt nach dem Einzug in die o.a. Wohung zeigten sich erste Bewusstseinstörungen: "Gleich am ersten Tage, als sie zu Tisch betete: "Komm, Herr Jesu", usw., bekam sie einen Anfall, bei dem sie bewußtlos zu Boden fiel." (BlumK.011)

Wie massiv G.Ds. Bewusstsein manipuliert wurde, zeigte sich z.B. nach einer von 6-8 Zeugen vernommenen Poltergeist-Nacht: "Im Gottesdienst dieses Tages erschien auch G. Eine halbe Stunde darauf entstand vor ihrem Hause ein ungeheurer Zusammenlauf, und ein Bote meldete mir, dass sie in einer tiefen Ohnmacht liege und dem Tode nahe sei. Ich eilte hin und fand sie ganz starr auf dem Bett liegend, die äußere Haut am Kopf und an den Armen glühend und zitternd, sonst dem Ansehen nach am Ersticken. Die Stube war gedrängt voll, und ein Arzt von einem Nachbarorte, der eben im Dorfe war, war auch hergesprungen, versuchte etliches, sie zum Leben zu bringen, ging aber bald kopfschüttelnd weg.

"Nach einer halben Stunde erwachte sie, und ich vernahm im stillen von ihr, dass sie nach der Kirche in der Kammer die Gestalt des Weibes mit dem toten Kinde gesehen habe, aber alsbald bewußtlos umgefallen sei." (BluK.016)

Anm.: Offensichtlich konnte sich der Arzt aus der Symptomatik kein Bild machen, das ihm eine klare Diagnose ermöglicht hätte. Die auffälligen und nicht in medizinisch erklärbare Symptomenkomplexe einzuordnenen Veränderungen scheinen also mit der Erscheinung jener verstorbenen Frau zusammenzuh&aum;ngen, die sich selbst als zweifache Kindesmörderin und als Hexe bezeichnet hatte. Auch hierbei ist wieder der Zusammenhang mit religiösen Handlungen (vorhergehender Gottesdienstbesuch) zu erkennen.

Epilepsieähnliche Krampfanfälle, Wechsel zwischen Starrheit und Zittern, Zuckungen

Auch nach dem Auszug aus dem Spukhaus hörten die Poltergeisterscheinungen und Geistererscheinungen bei G.D. nicht auf. Was mit einem äusseren Fremdeinfluss als Polterspuk begann, ging offensichtlich meist zu inneren Fremdeinflüssen über, d.h. wurde jeweils zu Besessenheit mit Krampfanfällen: "Bald hörte ich, dass das Gepolter um die G. auch in dem andern Hause, das sie bewohnte, fortdaure, und dass sie gewöhnlich, so oft man etwas hörte, bald darauf in heftige Konvulsionen verfalle, die immer stärker und andauernder würden, so sie öfters kaum 5 Minuten dazwischen hinein frei wäre"... "Ich sah sie in den Krämpfen, da eben der Arzt anwesend war. Ihr ganzer Leib zitterte, und jeder Muskel am Kopfe und an den Armen war in glühender Bewegung, wiewohl sonst starr und steif. Dabei floß häufig Schaum aus dem Mund. So lag sie schon mehrere Stunden da, und der Arzt, der nichts Ähnliches je erfahren hatte, schien ratlos zu sein. Doch erwachte sie plötzlich, konnte sich aufrichten, Wasser trinken; und kaum mochte man es glauben, dass sie die nämliche Person wäre. So ging es noch einige Tage fort." (BluK.019)

Anm.: Was der Arzt sah, passte offensichtlich nicht in die Symptomatik einer organisch bedingten Epilepsie. Diese plötzlichen und krassen Wechsel des Befindens, Bewusstseins und Verhaltens ohne erkennbare medizinische oder sonstige Ursache sind deutliche Besessenheitssymptome.

Ende der Krämpfe durch Anrufung der Macht Jesu

Nachdem Pfr. B. erkannt hatte, dass "etwas Dämonisches hier im Spiele sei", fand er durch innere Führung ("es leitete mich ein unmittelbarer Drang"), wie er solche Krampfanfälle beenden konnte: "Ich empfand es schmerzlich, dass in einer so schauderhaften Sache so gar kein Mittel und Rat solle zu finden sein. Unter diesen Gedanken erfaßte mich eine Art Ingrimm; ich sprang vor, ergriff ihre starren Hände, zog ihre Finger gewaltsam wie zum Beten, zusammen, rief ihr in ihrem bewußtlosen Zustande ihren Namen laut ins Ohr und sagte: 'Lege die Hände zusammen und bete: Herr Jesu, hilf mir! Wir haben lange genug gesehen, was der Teufel tut; nun wollen wir auch sehen, was Jesus vermag!' Nach wenigen Augenblicken erwachte sie, sprach die betenden Worte nach, und alle Krämpfe hörten auf, zu großem Erstaunen der Anwesenden. Nachdem sie wieder bei sich war, sprach ich ihr Mut zu, betete noch etliche Worte." (BluK.019)

Anm.: Die Beendigung solcher Krämpfe durch Gebet ist ein klares Unterscheidungsmerkmal zu einer organisch verursachten Epilepsie. Sie könnte durch Gebet oder Suggestion nicht so rasch beendet werden.

Als sich nach einigen Stunden der Ruhe die Krämpfe stärker als je wiederholten, erzielte Pfr. B. mit derselben Methode den gleichen Befreiungseffekt. Bei jedem Vorzeichen weiterer Krampfanfälle ließ Pfr. B. sie die Worte ausrufen: 'Herr Jesu, hilf mir!' obwohl sie diese Worte kaum sprechen konnte. Dieser Kampf dauerte 3 Stunden, "bis sie ausrief: 'Jetzt ist mir's ganz wohl!' Sie hatte nun die übrige Nacht und den ganzen folgenden Tag Ruhe, bis wieder gegen 9 Uhr abends die Anfälle sich wiederholten." (BluK.020)

Anm.: Wenn es beim Befreiungsdienst für den Hilfesuchenden kaum oder gar nicht möglich ist, den Namen Jesu anzurufen bzw. zu ihm zu beten, ist auch das ein deutlicher Hinweis auf eine dämonisch verursachte Fremdeinwirkung.

Suizidversuche in Trance

Viele Angriffe - vor allem jene mit magischen Mitteln - auf G.D. dienten erkennbar dem Zweck, ihr Erdenleben zu beenden. "Die Nachstellungen nach dem Leben der G. wurden fast mit jedem Tage schauerlicher. Wie schon jedes in sie eingeschmuggelte Zauberstück auf ihren Tod zielte, so wurde sie auch sehr oft zum Selbstmord versucht, jedoch in der Regel, ohne ein Bewußtsein davon zu haben. Außer dem, was oben erzählt wurde, erhängte sie sich einmal im Walde vermittelst ihres Halstuches. Ohne zu wissen, was sie tat, trug sie Steine zusammen, um hoch genug zu hängen, und das Halstuch brachte sie künstlich (kunstvoll, d. Hrsg.) am Baume an. Schon hing sie, - aber das Halstuch zerriß, und der heftige Sturz brachte sie wieder zur Besinnung.

Am gleichen Abend, noch ehe ich etwas davon wußte, hörte ich aus ihr einen Dämon ausrufen: 'Daß das Mädle nicht umzubringen ist; sie hat sich erhängt, und der Strick hat müssen reißen.'"

Bewahrung vor Suizid in Trance durch Blitz und Donner

Die meisten Selbsttötungen erfolgen unter innerem Zwang und Ausschaltung des Bewusstseins im tranceartigen Zustand durch arge Geister. Darauf weisen auch folgende Hinweise durch Pfarrer Blumhardt hin. Unter dem zwingenden Einfluss arger Geister sollte G.D. sich während eines Gewitters umbringen. Es "überfielen sie, wie sie erzählte, die Gestalten, und starke Blutungen begannen. Sich umzukleiden, eilte sie in ihre eigene Wohnung; und während sie auf dem Stuhle dort saß, war es ihr, als müßte sie unaufhörlich etwas einschlucken, das sie nach einigen Augenblicken ganz außer sich brachte. Sie fuhr rasend durch beide Stuben und begehrte hitzig ein Messer, welches ihr aber die erschrockenen Geschwister nicht in die Hände kommen ließen. Dann eilte sie auf die Bühne (Dachboden, d. Hrsg.), sprang auf das Gesimse des Fensterladens herauf und stand bereits außer dem Laden in freier Luft, nur noch mit einer Hand nach innen sich haltend, als der erste Blitzstrahl des nahenden Gewitters ihr ins Auge fiel, sie aufschreckte und weckte. Sie kam zur Besinnung und rief: Um Gottes willen, das will ich nicht!' Der lichte Augenblick verschwand; und im wiederkehrenden Delirium (Trance, d. Hrsg.) erfaßte sie einen Strick (woher? ist ihr heute noch unerklärlich) und band ihn künstlich (kunstvoll, d. Hrsg.) um das Gebälk der Bühne mit einer Schlaufe, die sich Ieicht zusammenzog. Schon hatte sie den Kopf beinahe ganz in die Schlaufe hineingezwängt, als ein zweiter Blitzstrahl durch das Fenster ihr Auge traf, der sie, wie vorhin, wieder zur Besinnung brachte. Ein Tränenstrom floß ihr am folgenden Morgen von den Augen, als sie den Strick am Balken erblickte, den sie bei der besten Besinnung so künstlich umzubinden nicht imstande gewesen wäre." (BluK.027 f.)

Diese Geschehnisse zeigen das übernatürliche Wirken zweier verschiedener Seiten. Dämonen versuchten, sie umzubringen, Engel lenkten Naturereignisse so, dass sie rechtzeitig wieder aus der Trance auftauchte, um den Suizid zu verhindern.

Blut- und Wasserausflüsse in unnatürlich grossen Mengen

Stark beunruhigend bzw. beängstigend war der extrem hohe Blutverlust, den G.D. immer wieder erlitt. 2 Jahre lang ist sie "jeden Mittwoch und Freitag von geisterähnlichen Gestalten bis zu schmerzlichen und starken Blutungen gequält worden. Gewöhnlich hätte die Plage 3 Stunden lang fortgedauert, und sie habe unerhörte Schmerzen dabei ausgestanden. Diese Plage habe mit dem Tage aufgehört, da ich zum ersten Male mich ernstlich ihrer angenommen hätte, habe aber erneut angefangen. An den genannten Tagen müsse sie sich immer mit Schrecken zu Bett legen, und wenn die Plage an sie komme, könne sie nur noch ächzen, außerstande, sich auch nur im geringsten zu bewegen." (BluK.026)

Auch wasserartige Flüssigkeit erbrach G.D. in unnatürlich grossen Mengen: "Ihr Leib wurde in jener Zeit oft außerordentlich aufgedunsen, und sie erbrach ganze Kübel voll Wasser, was dem Arzte, der je und je dabei war, besonders rätselhaft war, da man gar nicht begreifen konnte, woher das viele Wasser käme." (BluK.034)

Innerlich gequält wurde sie u.a. auch durch "heftiges Nasenbluten, Bluterbrechen, Not mit dem Stuhlgang und anderes; und bei allem, was mit ihr vorging, schien es eine lebensgefährliche Wendung nehmen zu wollen. Aber durch Gebet und Glauben wurde es (innere und äussere Fremdeinflüsse, d. Hrsg.) unschädlich gemacht oder zurückgedrängt." (BluK.034) Mehr als einmal kamen förmliche Blutstürze vor, bei welchen sie nicht nur dem Tode nahe, sondern bisweilen schon dem Tode verfallen schien. Auch bei den Erbrechungen verschwand oft auf mehrere Minuten Atem und Puls, und Todeszüge waren in ihrem Gesicht. (BluK.062)

Da G.D. mitunter mehr Blut und Wasser verlor, als ein normaler Körper überhaupt aufweist, ist anzunehmen, dass es sich hierbei zumindest teilweise um Materialisationsphänomene handelt, die ebenfalls wie die Materialisationen von Nägeln, Nadeln etc. durch Zaubereieinflüsse zustande gekommen sein dürften.

Magen-Selbstverletzung in Trance durch Messer

Wozu die Dämonen die von ihnen herbeigeführte Trance bei G.D. nutzen wollten, zeigt folgendes Geschehnis: "Einmal ... wollte sie, nur halb bei der Besinnung, - eine Öffnung in die Haut des Vorderleibes machen, um einer Nadel den Weg (heraus, d. Hrsg.) zu bahnen. Sie stach sich mit dem Messer in den Leib; und es tat ihr eigentlich wohl, mit dem Messer im Leibe zu wühlen, bis der Magen durchstochen war, worauf dann alle Speise, die sie genoß, an der Magen-Gegend wieder herauskam.

Ihre Freundinnen bezeugten es, und der Arzt sah die Wunde noch zu einer Zeit, da ihr Anblick ihn von der Wahrheit des Erzählten überzeugen konnte.

Die Wunde konnte zunächst nicht tödlich sein, weil es nicht ihre Tat war, also göttliche Bewahrung einschritt; sie konnte es aber werden und mußte es, wenn der Glaube nicht auch hierin die Allmacht Gottes ergriffen hätte. (BluK.062)

Verdrehte Arme, seitliche Kopfbeugungen und Körperkrümmungen

Auch folgende Hinweise Blumhardts weisen auf typische Fremdeinflüsse von innen, also auf Besessenheit hin: "Sie verdrehte die Arme, beugte den Kopf seitwärts und krümmte den Leib hoch empor, und Schaum floß abermals aus dem Munde." (BluK.019)

Gesichtsverzerrungen und zornige Drohungen beim Befreiungsdienst; effektives Verhalten des Exorzisten

Schon nach den ersten Kämpfen unter Anrufung Jesus "gab sich bereits zu erkennen, dass sich etwas Feindseliges aus ihr gegen mich richtete. Sie bekam grell geöffnete Augen, eine gräßliche Miene, die nichts als Zorn und Wut aussprach, ballte die Hände und machte gegen mich drohende Bewegungen. Sie hielt dann wieder die offenen Hände mir dicht vor die Augen, als wollte sie mir rasch beide Augen ausreißen usf. Ich blieb bei alle dem fest und unbeweglich, betete in kurzen Worten meist nach biblischen Stellen und achtete keine Drohungen, die auch so erfolglos waren, dass sie niemals, auch wenn sie noch so drohend auf mich zufuhr, mich auch nur berührte. Am Ende ging alles damit vorüber, dass sie zu wiederholten Malen mit großer Gewalt die Arme auf das Bett niederschlug, wobei es das Ansehen hatte, als ob eine geistige Macht durch die Fingerspitzen ausströmte." (BluK.020)

Anm.: Die aggressiven Reaktionen auf das Gebet des Seelsorgers allein oder zusammen mit G.D. zu Jesus weisen auf Abwehr- und Kampfimpulse des verursachenden Geistes in G.D. hin. Durch Blumhardts festen Glauben und Gebet erhielt er aber ausreichend Schutz gegen geplante Angriffe antigöttlicher Geistwesen.

Veränderungen an Stimme, Mimik und Gestik durch Gebet und Erwähnung des Namens Jesus

Als Ursache plötzlicher Veränderungen bei G.D. schildert Pfr. B.: "Plötzlich war's, als führe es in sie, und ihr ganzer Leib geriet in Bewegung. Ich sprach sodann einige Worte als Gebet und erwähnte dabei des Namens Jesu. Sogleich rollte sie die Augen, schlug die Hände auseinander, und eine Stimme ließ sich hören, die man augenblicklich für eine fremde erkennen mußte, nicht sowohl wegen des Klanges, als wegen des Ausdrucks und der Haltung der Rede: Es rief: 'Den Namen kann ich nicht hören!'"

Anm.: Diese Reaktion der plötzlichen Veränderungen des Stimmausdrucks, der Mimik und Gestik auf Gebet sind ebenso sichere Kennzeichen von dämonischen Fremdeinflüssen wie die explizite Abwehr des Namens Jesus.

Atemblockaden, Stiche, Druck, innere Blutungen und Lähmungen. Gotteslästerungen; Vertreibung eines leitenden Dämons durch Ferngebete

Im August fühlte G.D. "bestimmter einen Dämon der bösesten Art in sich. Sie lag oft wie tot da, indem ihr der Atem von innen aufgehalten wurde. Sie wurde auf allerlei Weise innerlich gestochen und gedrückt, bisweilen auch äußerlich so gelähmt, dass sie kaum ein Glied aus eigenem Vermögen bewegen konnte.

Dabei war sie äußerst mürrisch und widerwärtig, und besonders widrig wurden ihr Besuche von mir. Das Ärgste aber war, dass abermals von innen heraus wie mit einem stechenden Instrument Blut gegen die äußere Haut getrieben wurde und so die Blutungen von neuem begannen, wiewohl die Ursache jetzt eine andere als früher zu sein schien. Ich fastete, fand aber gerade an jenem Tage die Umstände am schlimmsten. Doch wurde durch das Gebet das Bluten alsbald gestillt. Aber der Dämon sprach aus ihr so trotzig, höhnisch und gotteslästerlich, dass ich mich ganz stille hielt und, der stillen Kraft des Gebets vertrauend, zum Fortgehen mich anschickte. Jetzt wollte mich's wieder aufhalten, aber sichtbar so, dass es mich wie zum besten hatt. Ich ging daher weg; und was auch nachher tobte und wütete, ja, obwohl man mich wieder rufen wollte, in der Besorgnis, das Leben der Kranken stehe auf dem Spiel, so ließ ich mich nicht mehr zum Besuche bewegen. Wirklich brach auch in der nächsten Nacht die Gewalt des Dämons; und am dritten Tage wich er fast ohne ein Wort von meiner Seite." (BluK.031 f.)

"Der letzterwähnte, der als Haupt vieler erschien und stets mit einem ungeheuren Buche, in das er die ihm Untergegebenen eingetragen haben soll, vorgestellt war, wurde mit einer seltsam verbrämten, kostbaren, auf uralte Zeit hinzielenden Kleidung nach ihrer Erscheinung wahrgenommen."

Anm.: Es dürfte sich wohl um einen Magier-Dämon gehandelt haben, der eine leitende Stellung innehatte. Unter seiner Wirkung traten insgesamt besonders lebensbedrohliche innere Angriffe gegen G.D. auf.

Dämonenmanifestierungen durch die Seelsorge

Dämonen oder Verstorbene können schon lange in einem Menschen anwesend sein und unerkannt wirken. Wenn ihre Anwesenheit erkannt und dagegen vorgegangen wird, zeigen sie sich evtl. deutlich, vor allem im Rahmen wirksamer Seelsorge, wie Pfarrer Blumhardt feststellte: "Es war, als ob die Szenen sich immer schrecklicher machten, und als ob mein Einwirken die Sache nur verschlimmerte." (BluK.023)

Eingedrungene arge Geister wirken in der Regel so lange still und sehr gut angepasst, als man ihre Anwesenheit nicht erkennt oder ihre geheimen Pläne nicht durchkreuzt. Sobald diese Taktik fehlschlägt oder sie sich mehr davon versprechen, direkt und angsteinflössend zu wirken, ändern sie ihre Taktik und werden manifest. Da sie durch einen kundigen Seelsorger am meisten zu fürchten haben, kommen auch bei ihnen am ehesten auffällige, medizinisch oder physikalisch unerklärliche Besessenheitskennzeichen vor.


Weitere Aspekte des Falles von Magie und Besessenheit der G. Dittus


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Letztes Update: 02.10.2018
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