Stammt Leopold Engels sog. '11. Band' des 'Gr. Evang. Johannes' von Jesus? (Teil 2)

Teil 1, Teil 3


Inhaltsübersicht:

Der sog. '11.Band' im Einzelnen


Der sog. '11.Band' im Einzelnen

Gottesbild

Leopold Engels Bild von Gott ist recht seltsam. Dies ergibt sich aus der Schilderung, wie er zum Niederschreiben des angeblichen 11. Bandes 'Das Gr. Evangelium Johannes' kam: :

"Nach einiger Zeit verfolgte mich konsequent der immer stärker werdende Gedanke, ich würde imstande sein, den Schluss des Lorberschen Johanneswerkes zu schreiben. Ich lehnte diesen Gedanken ab; er erschien mir phantastisch und unwahr...Aber die innere Pressung nahm täglich zu, so dass sie unerträglich wurde und ich meinem Freunde das Erlebnis, auch meine Verstandesmeinung, dass da nur Falsches zum Vorschein kommen würde, mitteilte. Mein Freund schüttelte den Kopf und meinte trocken: "Ich würde mich an Ihrer Stelle ruhig hinsetzen und drauflosschreiben. Wenn es Unsinn ist, was da zum Vorschein kommt, werden wir das schon herausfinden und werfen das Geschriebene in den Papierkorb!"...Eine fremde Kraft zwang mich, zum Schreibtisch zu gehen und zu schreiben...Bei diesem und dem vorigen Stadium unterstützt die Handführung oft den Schreiber als Zeichen, dass eine fremde Kraft tätig ist." (sog. jl.ev11. (1987) Vorwort, S. 6 f.).

Leopold Engels Schilderung erweckt den Eindruck, als ob er zum Schreiben gezwungen worden wäre. Gott = Jesus respektiert jedoch nichts mehr als den freien Willen der Menschen und Geistwesen!

Die Schilderung weist eher darauf hin, daß sich Leopold Engel selbst nicht im Klaren, ob die "fremde Kraft", die ihn morgendlich zum Schreiben zwang und die Hand führte, überhaupt Jesus sein könnte.

Jakob Lorber wurde im Gegensatz dazu anläßlich seiner Berufung im Alter von 40 Jahren liebevoll aufgefordert, seinen Griffel zu nehmen und zu schreiben. Dies war der Anfang einer innigen langjährigen Verbindung mit Jesus und Schreibtätigkeit als 'Schreibknecht Gottes'.

Seltsam ist auch das teils unpersönliche Gottesbild im "11. Band" durch Leopold Engel:

"Gott war, bevor die Einkleidung ins Fleisch als Jesus geschah, unpersönlich... Die Unpersönlichkeit Gottes bedingt aber nun nicht einen Ausstrahlungspunkt, wie von einer Sonne aus, sondern ein Lichtmeer, in dem es keine Konzentration gibt." (ev11.075,09).
In den 10 Evangelienbänden und sonstigen Offenbarungswerken durch Lorber wird klar heraugestellt, daß Gott menschliche Gestalt hat und damit auch persönlich sein muss, da er uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat (jl.hag3.164,12-16).

Vor der Inkarnation Gottes in das Fleisch dieser Erde als Jesus, kam er den Menschen in unterschiedlichen Engelsgestalten entgegen (jl.gso2.013,05 und jl.ev08.057,14).

Alle weiteren Ansätze laufen zwangsläufig auf eine Aufteilung Gottes in drei verschiedene Personen hinaus, die doch gerade durch die Offenbarung Jesus durch Jakob Lorber überwunden werden sollte.

Leopold Engels Darstellung Gottes als Lichtwesen entspricht ganz der esoterisch-theosophischen Vorstellung.

Entgegen der esoterischen Auffassung Gottes als ein reines Lichtwesen (Licht entspricht der Weisheit) klärt uns Gott= Jesus auf,

"...dass Gott die reinste und heiligste Liebe selbst ist, in welcher kein Wesen und am allerwenigsten aber die wahren Kinder dieser Liebe je zugrunde gehen werden!

Wer demnach Gott nicht auf diese Weise gefunden hat, für den ist Gott so gut wie kein Gott, da Er kein Gott des Lebens, sondern nur ein Gott einer menschlichen Vernunftsspekulation ist, welche so lange steht,bis sie nicht von einer anderen verdrängt wird." (jl.hag2.164,17-18).

Das Gottesbild im fragwürdigen "11. Band" suggeriert, Jesus habe dem Willen der von Satan beeinflussten Menschen gehorchen müssen und stellt damit seine Unabhängigkeit als menschgewordener Schöpfergott von allen Geschöpfen in Frage.

"Das Sterben Jesu ist die Besiegelung des unbedingten Gehorsams. Es wäre nicht notwendig gewesen; aber da die Menschheit in ihrem unbeschränkt freien Willen es durch Luzifers Hauch verlangte, so unterwarf sich Jesus auch dieser Forderung und starb leiblich." (jl.ev11.075,21; 1987). Im gleichen Satz wird zudem behauptet, dass die Kreuzigung nicht notwendig gewesen wäre, was einerseits vielen Aussagen und Todesvorhersagen Jesu durch Lorber widerspricht, warum er sich umbringen werde. Andererseits suggeriert diese Satz durch Leopold Engel, im Endeffekt habe Luzifer über Jesus Macht erhalten. Zwar räumte Jesus Luzifer und den durch ihn beeinflussten Menschen letztlich, als er selbst den Zeitpunkt für richtig hielt, Macht über seinen materiellen Körper ein. Das aber geschah erst, als Er sich in Gethsemane endgültig für die Vollendung des Erlösungswerkes entschieden hat. Das Kreuz als das Symbol der demütigen Barmliebe Jesus ist somit keine zufällige Entscheidung, sondern war infolge des Ungehorsams und Eigenwillens Adams notwendig und datiert damit schon wesentlich früher.

Aus dem Fall Adams resultierte das größte Bosheitsmaß der Menschen und machte die Kreuzigung unausweichlich (jl.ev08.149,09), denn der höchste Hochmut Satans sollte durch die tiefste Demut JESU bezwungen werden (jl.ev05.220,01 + 3).

Die Kreuzigung wurde von Jesus mehrmals angekündigt und begründet:

So sprach ein Jüngling im Traum zu Jarah:

"Das, was du vor drei Tagen gesehen, mußte also geschehen nach dem Ratschlusse Gottes, ansonst nie ein Mensch hätte selig werden und zur Anschauung Gottes gelangen können. Das, was gekreuzigt ward, war Gottes Sohn, und Gott war in Ihm." (jl.ev11.120,09; 1982). Schon im Alten Testament gab Satan die Vorhersage über die Kreuzigung Jesu ab: "Ich aber schwöre Dir: Nicht ich sondern meine allerschwächsten Knechte sollen und werden Dich gefangennehmen, Dich knebeln als einen alten Verbrecher und werden Dich mit Nägeln heften ans Holz, von da Du vergeblich um Hilfe rufen sollst ewig!" (jl.hag3.015,20). Ausführlicher ist die unabdingbare Notwendigkeit der Kreuzigung im Artikel zu Georg Riehle, Kapitel 6., begründet.

 

Grundfalsch und herabwürdigend ist auch die Aussage:

(jl.ev11.075,08) "Die altindischen Religionen sind die ältesten, die euch bekannt sind; denn die altägyptische in ihrer echten Lehre war die älteste, und deren Kenntnis ist verlorengegangen..."
Die altägyptische Lehre ist nicht die älteste, denn der VATER hat mit der Erschaffung ADAMs und vor allem permanent „auf der Höhe" die Menschen über Seine Ordnung und das Leben nach Seiner Lehre genauestens u.a. auch durch Henoch unterrichtet. Mit dieser Bemerkung wird so nebenbei der Eindruck erweckt, als hätte der VATER sich nicht genügend um die Menschen (die Seine ureigensten Kinder sind und die Er ständig mit allem um ihres Heiles Willen versorgt) gekümmert hätte. Zugleich wird damit auch noch Werbung für die „altindischen Religionen" gemacht, die seit langem in die tiefste Abgötterei übergegangen sind (jl.ev01.134,17 + jl.ev01.236,13+14 + jl.him2.269,08). Dieses von weltmenschlichem Denken geprägte Bild ist ein Musterbeispiel dafür, mit welcher Subtilität und Gefährlichkeit der Satan hier agiert.

 

Menschenbild

Im "11. Band" wird von einer "seelischen Wiedergeburt" gesprochen, die so in der Offenbarung durch Jakob Lorber keine Erwähnung findet. Sie entspringt vielmehr einem theosophisch-asiatischen Weltbild.

Die "Wiedergeburt der Seele" wird mit dem "Nirwana" verglichen und der "Wiedergeburt im Geiste" gegenübergestellt, die erst "drüben in meinem Reiche" erreicht werden kann. (jl.ev11.050,13; 1987).

So wie Leopold Engel den direkten Weg der diesseitigen höchsten Vollendung im 3. Vollendungs-Grad (jl.ev07.155,10-17) nicht erkannt hat, so hat er auch den 2. Vollendungs-Grad (jl.ev07.155,07 - 9) nicht richtig erkannt und stiftet damit eine weitreichende Begriffsverwirrung und Unklarheit.

Der Irrtum im Begriff der "seelischen Wiedergeburt" liegt darin, dass es gerade nicht um die Wiedergeburt der Seele geht, sondern um die "Wiedergeburt des Geistes", die dem zweiten Vollendungsgrad, der neutestamentlichen Vollkommenheit entspricht. Die Wiedergeburt der Seele des "11. Bandes" entspricht der Seelenvollkommenheit oder dem ersten Vollendungsgrad, der alttestamentlichen Vollkommenheit (jl.ev07.155,06).

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass alle Christen, die JESUS als unseren VATER erkennen, erst seit und durch JESUS die "Wiedergeburt des Geistes" erreichen können, wobei Seele und Geist eins sind. Alle anderen können nur die Seelenvollkommenheit erlangen, bei der Seele und Geist nicht eins sind, weil die Brücke zu JESUS als unserem VATER noch nicht hergestellt ist! Deshalb gab es im AT noch keine Wiedergeburt!

Die Buddhisten z.B. können heute, wie im AT, wohl die Erlösung (= 1.Vollendungs-Grad) erreichen, nicht aber die "Wiedergeburt des Geistes" (2. Vollendungs-Grad), solange sie JESUS nicht als unseren VATER erkennen. Wenn wir JESUS nicht richtig erkennen, können wir Ihn auch nicht richtig lieben. Auf die Liebe zu JESUS kommt es an! (jl.ev06.228,18+19).

Wohl spricht JESUS von der "Wiedergeburt der Seele im Geiste aus Gott" (jl.ev08.057,11-12) und von der "vollen Wiedergeburt des Geistes in der Seele" (jl.ev07.183,13), was aber etwas ganz anderes gegenüber der falschen "seelischen Wiedergeburt" ist.

Die Möglichkeit, dass Leopold Engel die "Wiedergeburt des Geistes" gemeint haben könnte, scheidet aus, weil er den Begriff dann auch inhaltlich entsprechend klar hätte ausfüllen müssen. Da das aber nicht geschehen ist und ein wahrer Prophet sich niemals falsch ausdrückt, weil seine Worte vom VATER sind und daher keine Verwirrungen durch falsche Begriffe möglich sind, scheidet auch diese Möglichkeit aus. Vielmehr sagt er z.B. unmissverständlich:

"Dieser Wiedergeburt der Seele seid ihr (die Apostel) alle nahe. Drüben in Meinem Reiche jedoch gibt es, wenn Ich aufgefahren sein werde, noch eine andere Wiedergeburt: das ist die des Geistes, die sodann in unauflöslicher Gemeinschaft Mir besteht..." (jl.ev11.050,13). Richtig wäre statt "der Seele" des Geistes und statt "des Geistes" im Geiste und dass die Letztere gerade hier auf der Erde als maßgebliches Lebensziel erreicht werden soll.

Völlige Unkenntnis über die geistige Wiedergeburt, als Hauptziel des menschlichen Lebens, von der Leopold Engel so oft spricht, geht auch daraus hervor, dass es bei ihm keinen Eingeburtsgeist = Gottesfunken (jl.him3.013,12 + jl.him3.296,10) gibt, ohne den die Wiedergeburt gar nicht erreichbar ist (jl.ev04.220,10).

Vielmehr bezeichnet er in verwirrender Weise den individuellen Geist des Menschen als den ,,göttlichen Funken", "inneren Geist" oder ,,Geistfunken" (jl.ev11.010,06-08 + 11).

Die "Eingeburt" des "Gottesfunkens" (jl.him3.296,10) (= "ein reiner Funke Meiner Liebe") erfolgt erst und zwar gleich im vollen Maße, "wenn ein Mensch Mein Wort vernommen und es in seinem Gemüte gläubig und mit aller Liebe zur Wahrheit angenommen hat" (jl.ev04.220,10) D.h. erst wenn Kinder oder Erwachsene (auch in anderen monotheistischen Religionen) in ganzer Liebe zur Wahrheit voll glauben, erhalten sie den Gottesfunken. Alle anderen Menschen haben keinen Gottesfunken!

Hat ein Mensch diese Eingeburt erreicht, kommt es darauf an, ob und wie stark er durch seine Liebeaktivität den Gottesfunken aktiviert (jl.gso1.052,02), so dass er nicht verkümmert und inaktiv wird, sondern in der Neugeburt (jl.him3.013,12) voll ausreift.

Wenn er anschließend den Kampf mit den höllischen Leidenschaften in seiner Seele besteht, erreicht er auf dem kürzesten Weg die Wiedergeburt des Geistes. Schafft er das nicht, wie bei den meisten Menschen, so zieht sich der Gottesfunke wieder in sein stummes geistiges Bläschen zurück (jl.him3.013,13+14) und er muss dann den langen Weg zur Wiedergeburt gehen (jl.him3.014,15 ff).

Die "endlos vielen Lebenssammelpunkte des ewigen Raumes" (jl.flie.007,07) können nicht die Qualität und Bestimmung des ungeschaffenen Gottesfunkens haben, den wir erst durch unsere individuelle Entscheidung für den lebendigen Glauben an die Liebes des Vaters (jl.him3.013,12) durch die Einlegung dieses Funkens in das geistige Bläschen in uneingeschränkter Fülle erhalten.

Von all diesen wichtigen Vorgängen des Weges zur Wiedergeburt ist Leopold Engel weit entfernt, vielmehr stellt er selbst die grundlegenden Abläufe falsch dar.

Ein Beispiel für die Verzerrung der Charaktere ist das wichtige Verständnis der höchst aussageträchtigen Rolle des Judas als Verräter des Geldes wegen.

Mit der Aussage:

"wie denn auch nicht oft genug betont werden kann, dass Judas keineswegs ein schlechter Mensch gewesen ist, sondern nur ein solcher, der gleichzeitig sich selbst und damit der Welt und dem Geiste dienen wollte" (jl.ev11.043,17)
wird die Funktion des Judas nicht nur verharmlost sondern völlig verkehrt. Daraus entsteht der Eindruck, als sei er ein harmloser Mensch gewesen, der zum Spielball der Hölle wurde. JESUS erklärt aber ausdrücklich:
"Die bewusste Blödigkeit aber ist niemand angeboren, sondern allein die Folge einer schlechten und verkehrten Erziehung" (jl.ev04.126,05).
JESUS begründet grundlegend anhand der schlechten Erziehung wie mit Hilfe seiner reichen Eltern Judas zu einem schlechten Menschen wurde (jl.ev04.124-126).
"Seine Seele ist ein Teufel und will von Gott die Weisheit erlernen; aber solchen Sinn wird der Seele einen schlechten Gewinn geben!"(jl.ev01.096,09).

"Wer es aber wagt, an Gott einen Frevel zu begehen, der wird ihn auch an sich selbst nicht unterlassen. Zuerst an Gott, dann an sich selbst!"(jl.ev04.125,11).

Durch diese Verharmlosung entsteht in der Endaussage das Bild, als habe Judas nicht des Geldes wegen verraten, sondern nur um JESUS herauszufordern. Das aber ist genau das (höllische) Alibi!

Judas ist das alltägliche, bewusstseinsspaltende Beispiel für Hochmut und Verrat um des Geldes willen, was bei der weitverbreiteten, Ich-zentrierten Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit der Menschen meistens nicht erkannt wird. Es ist eine Tarnkappe der Hölle, wie sie tagtäglich vor allem auch in den Weltgerichten gipfelt. Es ist das Luziferische, was mehr oder weniger in uns allen steckt, was wir zu bekämpfen und abzulegen haben.

Judas stellt die Norm, das Mittelmaß an Bosheit dar, was ausreicht, um größten Schaden anzurichten, die Menschheit ins Verderben zu führen, für alles Luziferische. Das entscheidende Extrem bewirkt dann die Besessenheit, mit der die Hölle direkt einwirkt (Joh.13,02 + 27 + jl.gso2.007,10+11).

Ferner laden die Kapitel jl.ev11.029 + jl.ev11.030 mit überdeutlichen Aussagen besonders für nationalistische Auserwähltheits-Folgerungen zu utopischen Ausschmückungen von allen sektenartigen Gruppierungen im Lorber-Umfeld, insbes. zu jl.ev11.030,03 ein.

Demgegenüber sagt JESUS lediglich:

"Denn dies Land (Israel) wird zertreten werden von den allerfinstersten Heiden, aber in Europa wird dereinst ein Hauptsitz aller derer werden, die an Meinen Namen glauben und hoffen werden, und da werdet ihr euch auch in mehreren Filialinstituten befinden, unter manchen Herrschern beliebt und sehr angesehen, unter manchen bloß geduldet; nur wenige werden euch treiben über die Grenzen ihres Reiches.

Aber die das tun werden, die werden sicher von einem oder dem anderen Ungemach gedrückt und von selbem fürder nicht leichtlich los werden. Aber auch jene Reiche, die euch bloß so hin nur dulden werden, werden sich in keinem zu blühenden Zustande befinden." (jl.ev05.137,06 + jl.3tag.122,05).

Die bevorzugte Reifungsfunktion der europäischen Völker bestätigt sich auch am ,,Stammbaum der Menschheit" durch die geniale Mischung der vor- und nachsündflutlichen (Indogermanen) Sethiten, ebenso hinsichtlich des 1000-jährigen Reiches (jl.ev04.112,08).

 

 

Bild des geistigen Reiches

Engel - Propheten

Zur Entwertung des Engelsbildes wird irreführend falsch behauptet, dass angeblich "oftmals von besonders starken Seelen (= falscher Begriff, denn gemeint sind die ungef. Engel, die gerade schwache Erdseelen großziehen (jl.ev05.267,07-09), versucht wurde, den Ungehorsam Adams wieder gut zu machen, doch es gelang ihnen nicht", "weil sie in ihrem irdischen Leben nicht ohne Schuld waren, sondern erst die Welt verkosteten..." (jl.ev11.075,07, s. auch jl.ev11.052,05, Satz 2).

Dieser Fehler zeigt deutlich, dass der vermeintlich göttlich inspirierte Leopold Engel bzw. dessen Geister nicht wussten, wie die ungefallenen Engel auf der Erde inkarnieren, nämlich nach jl.ev05.267,07 - 9, was in der Vergangenheit auch unter Lorber-Freunden nicht bekannt war.

Gerade dadurch ist das Denken vieler Lorber-Freunde falsch geprägt. Diese falsche Saat oder dieses Gift gemäss dem "Gleichnis vom Gifttropfen" (jl.hag3.184,07 + 8) ist seit dem Auftauchen des sog. "11. GEJ" bereits in vielen Herzen voll aufgegangen, weshalb sie nicht mehr frei denken können. Deshalb auch haben z.B. Riehle-Freunde es besonders schwer, sich vom sog. "11.GEJ" zu lösen, weil er sich bevorzugt auf eben solche falschen Aussagen des sog. "11.Bandes" stützt.

Diese Aussage stellt fatalerweise vor allem die Propheten so dar, als hätten sie sich erst weltlich voll ausgelebt. Demgegenüber sagt JESUS z.B. von Johannes dem Täufer ausdrücklich, dass er "der Erde größter Büßer war, ohne je gesündigt zu haben (wie JESUS;jl.ev01.145,09) - ganz abgesehen von Abel, Henoch, Sehel, Zuriel etc. und zwar ohne Gottesfunken und ohne den verstärkten Hl. Geist seit JESUS.

Außerdem wird damit die Illusion erweckt, dass ein geschaffener Geist die Erlösung des allgemeinen Luzifers hätte bewirken können. Der entscheidende Punkt, dass allein der allmächtigste VATERgeist in JESUS in der Lage war, den allgemeinen Luzifer zurückzuholen, was das Kommen JESU unabdingbar notwendig machte, wird hier nicht erkannt!

Wie hier die Leistungen vor allem der ersten ungef. Engel herabgesetzt wird so geschieht das konsequent auch mit Adam als einem der beiden Urgeister, mit denen Luzifer anfangs die "7 gleich den Geistern Gottes" geschaffen hatte (jl.hag1.005,12 ff., jl.hag2.061,27 + 29 + 33 + jl.hag2.115,14 + 15 + jl.hag1.046,18 "auch auf allen Sternen gibt es Kinder, die uranfänglich aus dir, Adam, gegangen sind" vgl. jl.rbl2.153,05), in der Aussage, dass "Adam es eigentlich sehr leicht hatte, indem die Anreizungen der Materie sehr gering waren, im Vergleich zu jetzt" (jl.ev11.075,05).

Immerhin war in der ersten Zeit Luzifer geistpersönlich in Adam und hat die Schaffung Evas und dann den Sündenfall mit den verheerenden Folgen für die ganze Menschheit erzwungen (jl.hag1.007- 010 + jl.hag3.024,10 ff.)!

Leopold Engel aber schreibt, dass 'Adam es eigentlich sehr leicht hatte, indem die Anreizungen der Materie sehr gering waren im Vergleich zu jetzt' (jl.ev11.075,05).

 

Bild Luzifers

Luzifer – Schaffung von Geistern

Besonders lügenhaft sind die Kapitel 16 und 17, mit denen Leopold Engel Luzifer zu vergöttlichen sucht.

Im jl.ev11.016,09 + jl.ev11.017,12 + 15 taucht eine neue Kategorie 'andere Wesen' auf, die von Luzifer aus sich erschaffen wurden, ,,die ihm völlig ähnlich waren, auch die Gottheit in sich empfanden und dasselbe Licht der Erkenntnis in sich brennen sahen wie er, ebenfalls selbstschöpferisch auftraten und ausgerüstet wurden mit aller Kraft Meines Geistes. Jedoch wirkten in diesen besondere Kräfte Meines Urgeistes verteilt hervorleuchtend, das heißt, sie wurden in ihrem Charakter entsprechend Meinen 7 Haupteigenschaften, und so war ihre Zahl 7." (jl.ev11.017,12).

Hier ist in Verbindung mit jl.hag3.026,17-19 zu fragen, ob die von Luzifer geschaffenen Wesen tatsächlich "selbstschöpferisch" auftraten, denn das war ein einmaliger Vorzug an Seinen Erstling und Luzifer hatte bei seinem Fall nicht einmal ein Viertel seiner Reife erlangt (jl.hag3.022,20). Schliesslich war er ein geschaffener und kein ungeschaffener Geist.

Tatsächlich war Luzifer der Erste und Oberste der 3 erstgeschaffenen Geister (jl.hag1.005,12 + 14), durch die der VATER sämtliche Urgeister geschaffen hat (abgesehen von denen, die von Luzifer nachträglich eigenmächtig geschaffen wurden). Luzifer sollte nur durch die Allmacht des VATERs schöpferisch tätig sein, denn "ewig zeugte Ich mit diesem Meinem treuesten Weibe zahllose Milliarden Wesen..." (jl.hag3.027,14).

Wie bei Medien grundsätzlich üblich, wird dort bislang nur von Luzifer gesprochen, die anderen beiden Urschöpfungsgeister kommen, natürlich auch bei Leopold Engel, erst gar nicht vor.

Die ganze Menschheit ist also allein aus den 3 Erstgeschaffenen hervorgegangen (= 3 Urabstammungslinien), nicht etwa nachfolgend aus Untergeistern, wie von Medien immer wieder falsch behauptet wird, denn selbst im 3. Vollendungsgrad, in völliger Willensidentität mit dem VATER, was unvergleichlich viel mehr ist, als Luzifer in seinem damaligen Entwicklungsstadium, sind die Menschen immer noch Selbstschöpfer urgeschaffener Wesen (jl.gso2.012,05 + 6 + jl.ev04.056,04 + jl.ev04.057,02 + jl.ev07.067,01 - 4).

Die Urgeister wurden dann lange Zeit belehrt (jl.ev02.230,06 + 7). Danach ist ein großer Teil (ca. 1/7 aller; jl.ev04.108,03), der mit Luzifer gezeugten Geister gefallen (= großer Schöpfungsmensch), von denen die aus dem ,,Zentrum des Herzens des VATERs" hier auf der Erde die unmittelbare Kindschaft Gottes erlangen können (jl.hag1.003,03).

 

 

Luzifer – 7 Geister Gottes

In jl.hag3.026,18 sagt JESUS über Jakob Lorber, dass Luzifer anfing,
"aus sich die seltensten Dinge, wie auch seinesgleichen hervorzurufen."
Dass dabei auch 7 Geister Luzifers gewesen sein sollen, die den 7 göttlichen Eigenschaften entsprechen, ist eine Behauptung Leopold Engels, was offensichtlich bewusst von JESUS nicht näher spezifiziert ist. Die den 7 göttlichen Eigenschaften entsprechenden Geister sind gleich nach der Bildung der 3 Erstlinge aus diesen gemeinsam hervorgegangen (jl.hag1.005,12). Luzifer betreffend sagt JESUS über Jakob Lorber: "Denn der Hauptgeist des Lichtes, dem zahllose andere Lichtgeister innewohnten, jeder davon mit zahllos vielen Intelligenzen reichst versehen, sprach bei sich..." (jl.ev02.231,05).

Luzifer – Gegenpoltheorie (siehe auch Robert Blum – Kado und Minerva)

Die Gegenpol-Version Luzifers (jl.ev11.016,08 + jl.ev11.017,14) wird narzistisch falsch (vgl. jl.ev05.228-230) und von Luzifer selbst in jl.hag2.274,15 dargestellt!

Damit bereitet Leopold Engel den Weg vom Lorberwerk in die Esoterik und Emanzipation vor. Luzifer behauptet hier unter scheinbarer Kritik eigener Irrtümer, dass er als Gegenpol und Gegenkraft unabdingbar notwendig sei, weil Gott sonst nicht tätig wirkend bestehen könne.

Dementsprechend verhält sich auch die ,emanzipierte' Frau. Sie will nicht mehr die Gehilfin des Mannes sein, sondern stellt sich als Gegenpol dar. Sie meint den Mann durch ihre Reizungen vom Sexuellen bis zum Intellektuellen dahin bewegen zu müssen, wie es ihren latenten oder offenen Herrsch-Ambitionen entspricht, weil sie in ihrem Hochmut glaubt, allein den richtigen Durchblick zu haben.

Wenn es heißt, ,,Ewig zeugte Ich mit diesem Meinem treuesten Weibe zahllose Milliarden Wesen" (jl.hag3.027,14), dann ist das nur entsprechungsmäßig zu verstehen, denn der VATER bedarf nicht eines Weibes, um damit Seine Kinder zu erschaffen (jl.hag3.026,14), was u.a. an der Erschaffung Adams & Evas zu sehen ist.

Der Gegenpol des VATERs ist die Schöpfung selbst (jl.ev05.230,01), Luzifer ist dazu nicht notwendig, er hat sich nur zu einem negativen Gegenpol entwickelt (jl.ev05.228 ff.; dessen Ohnmacht jl.hag2.158).

Ein falsches Bild entsteht im Kontext mit der verdrehten Gegenpol-'Fata morgana' in einem Notabene, wo Jesus in den Mund gelegt wird, da Luzifer "mit aller Kraft gleich Mir ausgerüstet wurde" (vgl. jl.erde.056,04+5).

Der VATER sagt hingegen, "wo alle seine Macht für ewig aufhört, fängt Meine unendliche an" (jl.hag2.025,10).

Schon beim Tode Moses wurde Satans Macht drastisch eingeschränkt (jl.ev10.178,15 + 3tag.001,52). Durch die Kreuzigung hat der VATER Luzifer die Macht über die Gestirne genommen und ihn "nur belassen in der halben Macht der Erde" und ihm dann noch eine ganze, eine halbe und eine viertel Frist gegeben (jl.hag3.018,15).

Ferner sagt JESUS:

"Die höchste Kraftpotenz aller Naturkräfte steht zur göttlichen Allkraft in einem Verhältnis wie ein bares Nichts zu etwas Wirklichem; ebenso steht sie auch zur Kraft jedes reinen Engelsgeistes" (jl.ev06.029,03 + 4+jl.ev04.254,07+jl.ev10.207,06).

"Jeder Wiedergeborene ist unendlichmal mehr als der große Luzifer je war in seiner euch auf natürlichem Wege unbegreiflichen Größe" (jl.him1.315,35).

Luzifer – Anhang

Die Aussage "dein (Luzifers) Anhang ist nun schon sehr geschwächt und geringer geworden" (jl.ev11.016,13) täuscht ein falsches Bild vor.

Wohl ist der Anhang Luzifers geringer geworden, aber dass sein Anhang nun schon sehr geschwächt sein soll, erweckt genau den so oft durch falsche Propheten verbreiteten Eindruck, als stehe Luzifer kurz vor seiner Umkehr. Das aber ist leider nicht der Fall, was schon daran zu sehen ist, dass Luzifer das einzige Geschöpf mit einer erz-bösen Seele und einem erzbösen Geist ist (jl.erde.056,01 + 6), während sein Anhang wohl einen hart gefangenen, aber dennoch reinen Geist hat (jl.erde.056,10 + jl.erde.058,10 + 12).

,,Das alles rührt von dem Willenshauche des Allerbösesten, dessen Bosheit oder Böses in sich so unbeschreiblich schrecklich ist, dass ihr euch davon nimmer einen nur geringsten Begriff zu machen im Stande wäret... Und würde Ich euch nur eine höchst kleine Beschreibung von dem eigentlichen Bösen dieses Geistes machen, so würde sie euch im ersten Augenblick töten; denn alles, was ihr über diesen bösen Geist schon gehört habt, sind nur allerleiseste und allerentfernteste Schattenbilder..." (jl.erde.055,11). Dort, wo Luzifers Anhang Menschen durch Besessenheit in die 3.Hölle ziehen will (jl.erde.058 ff.) endet die Zerstörungsaktion des Menschen stets damit, dass der böse Jäger gezüchtigt und zu Luzifer zurückgestoßen wird, während die Menschenseele von den Engeln nach und nach zur Erkenntnis ihres weltlichen Verhaltens entsprechend höher und höher und tiefer und tiefer geführt wird.

Das ist der normale sehr mühsame und langwierige Umweg der Rückführung, bei dem die Menschenseele, gewöhnlich aber nicht Luzifers Anhang gerettet wird, denn aus der 3.Hölle ist kein eigenständiges Zurückkommen mehr möglich (jl.rbl2.294,05).

Von daher kann Luzifers Anhang nicht ,,nun schon sehr geschwächt und geringer geworden" sein.

Es bleibt dann nur der außerordentliche, direkte Weg der Erbarmung JESU, wie in jl.bmar.119,17-22 dargestellt oder der eigentliche Weg der Rückführung, den JESUS uns nach Seinem Musterbeispiel so nachdrücklich ans Herz gelegt hat. Das ist die Feindesliebe, mit der bei Besessenheit die Fleischteufel in einem Menschen zur Umkehr bewegt werden können. Das setzt einen längeren beiderseitigen Entwicklungs- und Reifungsprozess voraus. Dazu sind bislang keine Beispiele bekannt (außer JESUS in GETHSEMANE mit der Überwindung des allgemeinen Luzifers als Brückenschlag und grundsätzliche Öffnung des Weges und die sog. Märtyrer), denn sonst hätten wir bereits Wiedergeborene im 3. Vollendungs-Grad.

Fehler im Zeitablauf

Die Zeitangabe des Kreuzigungstermines stimmt nicht mit dem Termin des jüdischen Osterfestes überein. Am Ende des angeblich 3-monatigen Winteraufenthaltes in Ephrem heisst es: "Es war nun allmählich die Zeit herangekommen, in der die kalte Zeit aus Palästina wich und die ersten Vorbereitungen des Osterfestes sich bemerkbar machten....Damit nahte nun die Zeit, in der Mein Leib geopfert werden sollte" (jl.ev11.058,09 + 10). Demnach lag das Osterfest offensichtlich am Frühjahrsanfang, wie heute und zu Engels Zeiten, denn die römischen Soldaten verliessen gerade ihre Winterquartiere (jl.ev11.059,01 + 2).

JESUS aber sagt über Jakob Lorber, dass Ostern erst nach der ersten Getreideernte gefeiert wurde, Anfang bis Mitte Juni, offensichtlich am 1. Sonntag nach Vollmond am Frühjahrsende:

(jl.ev01.012,06) "Es war aber ohnehin das Osterfest der Juden herangekommen, und Ich zog dann mit allen, die bei Mir waren, hinauf nach Jerusalem. Aber man stelle sich das Osterfest der eigentlichen Juden nicht in der Zeit vor, wie sie nun in dieser Zeit in den verschiedenen christlichen Gemeinden für dies ähnliche Fest bestimmt wird, manchmal schon sogar im Monat März, sondern um nahe ein ganzes Vierteljahr später hinaus! Denn bei dem Osterfeste ward für des Jahres erste Fechsung (Ernte), die in Gerste, Korn und Weizen bestand, dem Jehova gedankt, und man aß da schon das neue Brot, das aber nach dem Gesetze ungesäuert war, und niemand in dem Lande durfte in dieser Zeit ein gesäuertes Brot essen.

(jl.ev01.012,07).

Es konnte daher dieses Fest der ungesäuerten Brote erst dann stattfinden, wenn das neugeerntete Getreide schon zu Mehl gemacht werden konnte, nicht aber in einer Zeit, in der das Getreide sozusagen erst gesät wird. Es wird zwar das Getreide in Judäa wohl, wenn das Jahr gut dienet, um 14-20 Tage eher reif als hier; aber vor Ende des Monats Mai wird das Korn und der Weizen sogar in Ägypten selten ganz hereingebracht, geschweige in Judäa, allda es schon bedeutend kühler ist als in Ägypten. (jl.ev01.012,08) Es war aber die Zeit der ungesäuerten Brote alsonach da, und wie oben gezeigt, zog Ich denn mit allen, die bei Mir waren, hinauf nach der Hauptstadt der Juden, die auch "die Stadt Gottes" hieß; denn Jerusalem heißt eben verdolmetscht soviel als "die Stadt Gottes"" (vgl. jl.3tag.019,02).

Bei genauer Nachprüfung der Osterfesttermine im Lorber-Werk hat sich ergeben, dass es zur Zeit JESU in Jerusalem 2 Osterfest-Termine gab, eins am Frühjahrsanfang und das urspüngliche im Juni nach der ersten Ernte, vermutlich nach dem letzten Vollmond am Frühlingsende.

Demnach schiebt sich auch der Pfingsttermin um 49 Tage hinaus. In Anknüpfung an die alte jüdische Tradition Seines auserwählten Volkes hat die Kreuzigung JESU zu Ostern am Frühlingsende im Juni stattgefunden.

Hinsichtlich des Zeitpunktes fand schon durch die Juden spätestens zur Zeit JESU eine klare Verfälschung statt, die von den christlichen Konzilsvätern auf dem ersten Konzil von Nizäa im Jahre 325 n.Chr. unter Kaiser Konstantin festgeschrieben worden ist (jl.him3.398,04 ff). Seitdem liegt das christliche Osterfest als bewegliches Fest (im Gegensatz zu dem feststehenden Weihnachtsfest) in Anlehnung an das verfälschte jüdische Osterfest am 1. Sonntag nach Frühlingsanfangsvollmond.

Ein Hauch davon ist auch noch in der Luther- Bibel zu finden, wonach das Passafest unmittelbar in das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote überging, das im ganzen Land gefeiert wurde. Dieses Fest war ursprünglich ein Erntefest, bei dem man Brot aß, das ohne Sauerteig gebacken war. Vorher mußte der alte Sauerteig beseitigt werden, wovon Paulus in 1.Kor.5,06 - 8 in der Entsprechung spricht.

Veröffentlichung

Merkwürdig ist, dass der fast 30 Jahre nach Lorber fertiggestellte sog. "11.Band" erst ca. 45 Jahre nach Lorber als sog. "Johannesschluß (in Kommission)" publiziert wurde.

Höchst bemerkenswert ist die Eigenart, dass Leopold Engel nach der Niederschrift des sog. '11. Bandes' 1891-93 plötzlich nicht mehr das prophetische Wort hatte, sondern nur noch höchst eigenartige Produktionen zustande gebracht hat, die genau das Gegenteil eines wahren Propheten sind.

Eine weitere Eigenart ist, dass die Einleitung der Erstausgabe von 1919 von Karl Engel, dem Vater von Leopold Engel geschrieben ist, der sich 1921 angeblich aus dem Jenseits meldet (siehe Leopold Engel: "Im Jenseits").

Darin wird das 'Große Evangelium Johannes' hochgelobt und ganz selbstverständlich als 'unvollendet' dargestellt und behauptet, dass sich der 'sog. Johannesschluss' ,,nach dem Ausspruche der Verehrer und Kenner theosophischer Literatur dem unvollendeten Werke ebenbürtig anpasst." Anschließend wird der Leser angesichts dieser vollendeten Tatsachen vor die schein-relativierende "eigene Entscheidung" gestellt, ob er es für wahr hält.

Zur weiteren "Tatsachen"-Verfestigung wird dann gesagt, "dass es nicht so sehr auf die volle Gleichheit des Stils als vielmehr des Geistes ankommt, der aus den Worten spricht, den in seinem Kern nachzuahmen wohl dem gewandten Stilistiker unmöglich sein dürfte. Es ist hier daher weniger mit dem Verstande als mit der Wahrheitsempfindung des Herzens zu prüfen, welcher alleiniger Richter in Glaubenssachen stets ist und bleiben wird...".

Da die Gegenseite nichts unversucht lässt, sind die falsch eingeprägten Muster - hier die Barriere, die die Entwicklungsmöglichkeit zur Wiedergeburt verbaut und jenseits für das endlose Umherirren, um das Falsche abzulegen, auf dem sie dann hartnäckig und hochmütig beharren, weil es ihnen hier unmittelbar als Wahrheit in Fleisch und Blut eingeimpft worden ist. So sagt JESUS u.a.:

"Nichts ist schwerer aus einer Seele zu bringen, als der sog. theologische Hochmut" (jl.rbl2.217).
"Glaubet Mir, wer in dieser Zeit nicht alles aufbieten wird, um den freigelassenen Satan in Meinem Namen zu begegnen, der geht verloren und wenn er schon 1000 Bücher des lebendigsten Wortes gelesen und geschrieben hätte" (jl.him3.440,09).

"Wer Gott wahrhaft erkennen will, der muss Ihn auch in der höchst weisen Einrichtung Seiner Werke erkennen. Wer aber in der Einrichtung der Werke Gottes lauter falsche und grundfalsche und unwahre Ansichten und Begriffe hat, der kann dabei ja unmöglich je zu einer klaren, richtigen und wahren Erkenntnis Gottes gelangen; wer aber Gott nicht der Wahrheit nach erkennt, der kann Ihn auch nicht wahrhaft lieben, ehren und Seinen Willen ganz erfüllen und es wird finster in seiner Seele, die sich dann und darum an die Materie zu hängen und zu halten anfängt, weil sie des inneren Wahrheitslichtes bar geworden ist. Und also ist die Unkenntnis in der wahrheitsvollen Einrichtung der Werke Gottes auch allzeit der Grund zur Abgötterei, zum Götzen- und Heidentume gewesen und am Ende zur völligen Gottlosigkeit..."(jl.ev09.125,06 + 7).

Deshalb kommt es so sehr auf die reine Wahrheit an und schnellstens von allen noch so lieb gewonnen falschen Propheten abzulassen!

Weitere Leopold Engel-Aktivitäten

Noch klarer wird das Bild von Leopold Engel, wenn man einen Blick in einige weitere Schriften von ihm wirft:

Der ,,Katechismus der deutschen Theosophie" herausgegeben von Leopold Engel, Verlag Rudolf Petzhold, Dresden, 44 S. ist unmittelbar nach Fertigstellung des sog. "11.GEJ" 1893 erschienen und stützt sich ähnlich wie "Luzifers Bekenntnisse", ein Epos in 8 Gesängen von Leopold Engel (Renatur-Verlag, Lorch, Württemberg, 56 S., 1928) auf das Große Evangelium Johannes.

Die gleichen Falsch-Aussagen des sog. "11.GEJ" tauchen auch im ,Katechismus' auf. Z.B. rief Gott angeblich nach Luzifer und unabhängig von Luzifer ,,Wesen" (eine typ. Leopold Engel-Nomenklatur) ins Dasein, die den 7 Haupteigenschaften entsprachen (S.6+7). Die Materie ist durch JESUS göttlich geworden (S.29) oder alle Religionsstifter waren erleuchtete Männer (S. 21), natürlich ohne zu differenzieren, ob von Gott oder von Luzifer.

Luzifer würde ,,sich scheuen, die Bosheit und Laster der Menschen auszuführen, die die Menschen begehen". Luzifer ist nicht verantwortlich für die Taten der Menschen (S. 28+29).

Angeblich wählt sich die Menschenseele nach ihrem Willen den Ort ihrer Fleischwerdung (S. 17) und angeblich ist Luzifer seit der Auferstehung JESU in den Mittelpunkt der geistigen Erde gebannt, wo er nunmehr als unfreies ,,Wesen" harren muss, bis er reuevoll zurückkehrt (S. 31).

Die Geburt JESU wird auf die Ebene eines jeden anderen Kindes heruntergespielt, der man keine Beachtung zu schenken brauchte (S. 30).

Man sieht also, dass dieses ,Werk' nur die viel grobere und offene antichristliche Form des viel feiner geschliffenen sog. "11. GEJ" ist.

Engel wollte bei sich die esoterische Fähigkeit des ,,psychometrischen Schauens" entwickeln, nicht aus Gott, sondern angeblich aus Gegenständen Geschehnisse abzulesen, was gerade das Gegenteil der Vollendung in JESUS ist (statt Liebe zu JESUS, Materie). Auf diesem Weg ist, weil es ihm selbst nicht gelang, über ein Medium anhand eines Edelsteines unbekannter Herkunft in einem Ring das Buch "Mallona" entstanden. Dieses Buch stützt sich vage auf einige Fakten aus dem Lorber-Werk, weicht aber in ganz wesentlichen Punkten davon ab.

Der Name dieses etwa 2.720 v.Chr. explodierten Planeten zwischen Jupiter und Mars ist auffälligerweise an keiner Stelle im Lorber-Werk genannt, nach diesem Buch geprägt worden und daher ganz offensichtlich falsch!

Dieser Name lässt auf eine unter Geistereinfluss zustande gekommene und zusammenmontierte esoterische Version schließen, die dem Planeten etwas schlechtes anhängt (malus = schlecht, böse; Lona = luna = Mond); siehe ausführlich "Der Urgeisterfall..." Kapitel 3.).

Die beiden Leopold Engel-Broschüren "Im Jenseits" und "Das Tal der Glücklichen" sind ebenfalls an falsch verstandenen Einzel-Angaben von Lorber ,aufgehängt', rein esoterisch-mediale "Unterhaltungsgeschichten".

Beispielsweise wird das um 1850 ,unverdorbene, höchst gutmütige Volk in der reinen Lehre des VATERs als einziger kleiner Anhängepunkt, der die Erde noch mit dem Himmel verbindet' im afrikanischen Hochland (12 Std. S.7) weder als das Hochland von Abessinien (= Äthiopien) erkannt, wie es im jl.ev04.179, insbesondere jl.ev04.179,10 + 11 + 21-23 + jl.ev07.221,08 ausführlich auch hinsichtlich der Abgesandten, die zu JESUS geführt wurden (Oubratouvishar e.a.), dargestellt ist, noch hinsichtlich der entsprechungsmäßigen Bedeutung (,,Wenn ein frecher Fuß dieses Heiligtum habsüchtig betreten wird, will Ich Meine Fackel über die Erde schleudern") verstanden. Stattdessen wird dieser nicht erkannte Zusammenhang mystifizierend zu einem in phantastisch realitätsferner Idylle lebenden namenlosen Volk von Ariern (S.19) in eine esoterische Geschichte umgewandelt.

Auf den "Versuch" Leopold Engels, den Weishauptschen Freimaurerorden wiederzubegründen und ähnliche Aktivitäten im Bereich der theosophisch-freimaurischen Weltanschauung und freimauerischen Illumination soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden.


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