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Satans Wesen, Irrtümer und Fall


Inhaltsübersicht:

s. FAQs über Satan


    Irrtümer Satans und Ursachen, die zum Fall vieler Engel führten

    Eine Reihe von Irrtümern führten letztlich zum Sturz und langdauernden (Selbst)Bestrafung Satans und seiner Geschöpfe.

    Satan erhielt alle Eigenschaften und die Kraft Gottes. Irrigerweise schloss er daraus, Gott habe sich verausgabt und habe daher keine Macht und Kraft mehr, ihn für Gebotsübertretungen zu belangen.

    Prophet Jakob Lorber wurde mitgeteilt, was in Satan gedanklich ablief: »Nun bin ich stark und mächtig über alles. Gott hat alles, was Er hatte, aus Sich heraus hergegeben und ich habe alles genommen. Nun hat Gott nichts mehr, ich aber habe alles und wir wollen nun sehen, ob der auf die Übertretung des gegebenen Gebotes folgen sollende Vorteil wirklich nur von einer kurzen Dauer sein wird. Wir meinen: Mit unserer nunmaligen Allkraft und Macht werden wir uns die Dauer des kurz währen sollenden Vorteiles wohl so hübsch auf Ewigkeiten hinaus zu verlängern imstande sein. Wer wird sie uns zu verhindern imstande sein? Ausser uns trägt der endlose Raum, der nun von uns erfüllt ist, keine höhere Macht und Intelligenz mehr, als da ist die unsrige; wer sollte uns dann den Vorteil streitig zu machen imstande sein! Seht, so dachte und sprach der Lichtgeist zu sich selbst und dadurch zu seiner ihm unterstehenden Sondergeisterschar.« (jl.ev02.231,05)

    Wies Gott Satan auf seine Irrtümer hin? Warnte er ihn?

    Gott wies Satan sicherlich darauf hin, wenn er sich aus Irrtum oder sonstigen Gründen von der vorgegebenen Ordnung entfernte, weil diese Fürsorge sich aus Gottes Barmherzigkeit und Liebe ergibt. Da Satan aber Willensfreiheit besass, konnte er letztlich machen, was er wollte.

    Welche Motive bewogen weitere Engel, Gottes Ordnung zu übertreten?

    Der Drang und die Ungeduld, einen kurzfristigen Vorteil durch Gebotsübertretungen zu erlangen, spielte auch bei vielen anderen Geistern eine wichtige Rolle.

    Dies war einer der bedeutsamsten Irrtümer. Über die Ursachen erfuhr Lorber: »Es gab am Ende jener endlos langen Bildungsperiode der Urgeister eine noch übergrosse Menge solcher Art, die, obschon sie die rechten Bildungswege Gottes wohl begriffen, aber am Ende von einem sich freien Verhalten auf diesen Wegen dennoch nichts wissen wollten, sondern des schneller folgenden, wennschon nur kurz dauernden Vorteiles wegen von dem gebotenen und wohlgezeigten Ordnungswege Gottes abwichen und den Weg ihres höchst eigenen Verderbens betraten.« (jl.ev02.231,04)

    Welcher Irrtümer machten Satan hochmütig und herrschsüchtig?

    Satan besass sehr viel Macht, Intelligenz und Schönheit. Er glaubte, ungestraft machen zu können, was er wollte.

    Daraus entwickelte sich der Hochmut und der Frevel, sich von seinen Geschöpfen - und später auch von den Menschen - als Gott anbeten zu lassen.

    Zusammenfassend dürften die Ordnungsübertretungen Satans und anderer Engel auf folgenden Irrtümern beruht haben:

    • Satan glaubte, a  Gott habe keine Macht mehr, weil er mit ihm alle Macht geteilt habe. (a jl.ev02.231,05a)
    • Er meinte, a  dank seines Wissens und seiner Macht könne er die göttlichen Gebote übertreten, ohne die angekündigten Nachteile erfahren zu müssen.
    • Ebenso war er der Meinung,b  niemand im Kosmos besitze höhere Macht und mehr Intelligenz als er. Deshalb könne niemand verhindern, dass er Gebote übertrete, ohne die angekündigten Nachteile ebenfalls erleben zu müssen. (a jl.ev02.231,05bb jl.ev02.231,05c)

    Der Irrtum, man könne dank Intelligenz und Raffinesse ohne negative Konseqünzen die göttliche Ordnung übertreten, findet sich bis heute praktisch bei jedem Rebellen und Gesetzesbrecher wieder, denn immer meinen sie, sie könnten ihre egoistischen, selbstherrlichen, herrschsüchtigen und raffgierigen Pläne und Taten ohne Strafkonsequenzen ausführen!

    Rebellion Satans und eines Teils seiner Engel; Motive hierfür

    Als die Engel sich in ihrer grossen Macht und alles überstrahlenden Herrlichkeit und Majestät erkannten, wollte der erstgeschaffene und oberste der 3 Urengel (Satan = Luzifer), Macht über Gott gewinnen, nachdem sich bei ihm zunehmend mehr Eigenliebe und Selbstherrlichkeitsstreben entwickelte und er immer mehr göttliche Gebote übertreten hatte.
    Erzengel Satan und ein grosser Teil der von ihm geschaffenen Engel erlagen also den Verlockungen, die ihnen gegebene Macht egoistisch, selbstherrlich und überheblich anzuwenden: »Als Satan durch ein Gesetz seine volle Freiheit erkennen und annehmen hätte sollen, da ward er unwillig und fiel durch die Verachtung des Gesetzes, und somit auch durch die Verachtung Gottes.« (jl.rbl2.153,05)
    Ein großer Teil (ca. 1/7 aller) der mit Luzifer gezeugten Geister ist gefallen (= großer Schöpfungsmensch).

    Satans Überheblichkeit und Selbstüberschätzung einerseits, Abwertung und Geringschätzung Gottes und seiner Ordnung andererseits waren wesentliche Bestandteile der Rebellion Satans und vieler anderer Engel.

    Als Höhepunkt der Rebellion erfolgte dann nach vielen vorangegangenen Ordnungsübertretungen auch noch die Auflehnung gegen Gott überhaupt.

    Satan und seine Anhänger wollten also nicht nur die Ordnung Gottes übertreten, sondern vor allem a Gott nicht als jenen Herrn anerkennen, der allein alle Heiligkeit, Macht, Kraft und Weisheit besitzt, weil sie letztlich immer nur von ihm ausgeht. Stattdessen war es Satans oberstes Ziel, b Gott sich untertänig zu machen und dann c die Alleinherrschaft zu besitzen. (a jl.hag2.158,05ab jl.erde.056,03bc jl.hag2.158,05b)

    Letztlich hat Satan seine Freiheitsprobe a »nicht bestanden, weil er sich über die Gottheit erheben und diese sich unterwürfig machen wollte.« (a jl.erde.056,03)

    Es ist aus menschlicher Sicht kaum vorstellbar, wie Satan glauben konnte, die allmächtige und allwissende Gottheit zu besiegen. Lorber erhielt dazu nähere Angaben: »Ein Rangstreit war das erste, was eben dieser Geist gegen die Gottheit verbrochen hatte. Da er aber die Gottheit nicht dahin stimmen konnte, ihm den Vorrang zu erteilen und sich ihm selbst vollends unterwürfig zu machen, so erbrannte er in seinem Grimme und wollte die Gottheit förmlich vernichten, zu welcher Tat es ihm an der Kraft wirklich nicht gemangelt hätte, wenn die Gottheit nach ihrer ewigen Weisheit nicht zeitgerecht diesen Meuterer in all seinen Teilen hart gefangen hätte. Es klingt freilich etwas rätselhaft, dass in diesem Geiste eine solche Kraft solle vorhanden gewesen sein, um der ewigen Gottheit dahin zu trotzen, dass diese seiner Kraft endlich nachgeben, sich endlich völlig gefangennehmen lassen und dadurch für alle Ewigkeiten untüchtig werden müsste, was so gut wäre als: vernichtet sein; aber die Sache wird begreiflich, wenn man bedenkt, dass die Gottheit in eben diesen Geist sozusagen ein vollkommenes zweites Ich hineingestellt hat, welches, wennschon gewisserart zeitgemäss geschaffen, aber dennoch in allen Räumen der Unendlichkeit gleich kräftig der Gottheit gegenübergestellt ward.« (jl.erde.056,04)
    »Dieser Geist, in dem die Gottheit selbst ihr Licht konzentriert hatte, war durch die ganze Unendlichkeit gleich der Gottheit ausgebreitet, daher es ihm auch wohl möglich gewesen wäre, vice versa (umgekehrt) die Gottheit allenthalben zu ergreifen und untüchtig zu machen; allein in diesem Gedanken der Selbstsucht erwachte in ihm die grosse Eitelkeit und das Selbstwohlgefallen an seinem Lichte und an seiner endlosen Erhabenheit und Kraft. In dieser Selbstsucht und in diesem Wohlgefallen an sich selbst vergass er der alten, ewigen Gottheit, entbrannte in seiner Eitelkeit.« (jl.erde.056,05)

    Egoismus führte bei Satan also zu Eitelkeit, Selbstgefälligkeit, Überheblichkeit, Herrschsucht und Rebellion gegen Gott. Zugleich wurde er dadurch zum Vorbild für andere Engel, die er erschaffen hatte. »Durch ihn entzündete sich ein grosser Teil der Geister, die durch ihn wurden.« (jl.hag1.005,14)

    Da Satan und ein Teil seiner Engel ihr Ziel, wie Gott bzw. sogar mehr als Gott zu sein, nicht erreichten, entstand ihr Hass gegen ihn, gegen alle Anhänger Gottes in der geistigen und in den materiellen Welten. Satan und seine Anhänger haben daher auch einen unendlichen Hass gegen die ganze Schöpfung Gottes.
    Das Bestreben Satans und seiner rebellischen Engel (Dämonen, Teufel), gegen Gottes Ordnung zu kämpfen und möglichst viele Geister und Menschen dazu zu verleiten, die göttliche Ordnung möglichst intensiv und umfassend zu übertreten, hat sich bis heute fortgesetzt. Ebenso ist es nach wie vor Satans Ziel und das seiner Engel-Dämonen, Geister und Menschen von Gott abzuwenden, sich selbst zu vergotten oder gar Satan oder sog. 'Götter' statt dem Schöpfergott anzubeten.

    Kampf der Engel gegen die Rebellen

    Als die Rebellion gegen die göttliche Ordnung und Gott sich immer mehr ausbreitete und letztlich keine Umkehr zur Ordnung mehr zu erwarten war, kam es zum abschliessenden Kampf: a Gott und die treu gebliebenen weiteren 2 Urengel entmachteten zusammen mit ihrem Anhang b unter Michaels Leitung die Rebellen und ihren Anführer Satana. (a jl.hag1.005,14;b jl.ev01.002,01)
    Jene Geister, die mit Luzifer zusammen gegen Gott rebellierten, wurden ebenfalls alle gefangen genommen. (jl.ev02.231,07)

    Wann erfolgte der Sturz der Engel?

    Seit dem Fall dieser rebellierenden Urgeister ist ein a unmessbarer Zeitraum vergangen. Der Fall der Geister fand vor der Entstehung des materiellen Kosmos statt. (a jl.ev02.231,01 f.)

    Name und Entstehung der Teufel/Dämonen

    Satan besitzt sehr viele geistige und irdische Helfer. Für die Höllengeister werden verschiedene Begriffe - meist a 'Teufel', 'Dämonen', 'Genii' oder 'Götter' - gebraucht. Teufel und Dämon meinen dasselbe und stammen aus dem griechischen Sprachraum. (a jl.bmar.052,37)

    Einige Definitionen Lorbers geben darüber nähere Auskunft:
    Wenn Geister »Grundböses in sich haben, heissen sie 'Teufel', soviel als 'Schüler des Satans'.« (jl.erde.056,10)
    »Die höllischen Geister werden Teufel bzw. Dämonen genannt. Teufel entsprechen den bösen Engeln (genii) aus der hinteren Hölle, wo sich die Schlimmsten finden.« (ES.HH.544; jl.bmar.052,37)

    Wurden Teufel von Gott aus schon als bös erschaffen oder wie entstanden sie?

    Teufel bzw. Dämonen wurden von Gott nicht als bereits bösartige Geistwesen erschaffen, sondern sie entwickelten sich aus Engeln, welche die göttliche Ordnung freiwillig übertreten haben. Auch Menschen, die voll vom Falschen und Bösen sind, werden nach ihrem Tod zu Teufeln bzw. Dämonen.

    Teufel bzw. Dämonen existieren also nicht seit Urbeginn an, sondern sie entstehen aus Engeln bzw. Menschen, die gegen Gottes Ordnung rebellieren: »Es gibt in der ganzen Natur- und Geisterwelt keine sogenannten Urteufel, sondern nur solche, die schon früher als unverbesserlich schlechte und lasterhafte Menschen einmal auf der Welt gelebt haben und schon da als die ganz eigentlichen, eingefleischten Teufel die andern Menschen zu allerlei Lastern und Schändlichkeiten nicht nur verlockten, sondern auch mit allen ihnen zu Gebote stehenden Zwangsmitteln dazu nötigten, - wodurch sie sich aber in sich selbst eine desto grössere Verdammnis bereiten, aus der sie sich schwer je völlig herauswinden werden.« (jl.ev05.097,05)
    Menschen werden nicht nur durch Verführung, sondern u.a. auch dadurch zu Teufeln, dass sie aus sich selbst teuflische Verhaltensweisen, Lüste an Weltlichem und Leidenschaften entwickeln. Aus Neigungen und Gelüsten entstehen teuflische Eigenschaften, die wiederum entsprechende Teufel anziehen: »An den Verlockungen von seiten der Teufel liegt lange nicht so viel, als ihr ... meint! Der eigentliche Teufel ist der Mensch mit seinen Weltgelüsten selbst! Aus denen geht hervor die Selbstliebe - das ist ein Teufel -, die Sucht zum Wohlleben - ein zweiter Teufel -, die Ehrsucht, der Hochmut, die Herrschsucht, der Zorn, die Rache, der Neid, der Geiz, die Hoffart, die Hurerei und die Geringschätzung seines Nebenmenschen - das sind lauter Teufel, auf eigenem Grunde und Boden erzeugt! Darum sollt eben ihr keine so grosse Furcht vor dem Teufel haben und ihn auch nicht anklagen; aber euch selbst klagt in eurem Gewissen an, und bereut es recht, und fasst den festen Entschluss, ganz andere Menschen zu werden, und werdet es dann auch!« (jl.ev06.010,12)
    Dennoch sollte nie ausser acht gelassen werden, dass a »der Missetäter, solange er in dieser Welt lebt, noch kein völliger Teufel ist, sondern ein missbildeter, verführter Mensch.« Ihm soll Gelegenheit zur Besserung gegeben werden. (a jl.ev01.174,09)

    Welche Menschen gelangen nach ihrem Tod direkt in eine Hölle?

    Nach ihrem Tode kommen jene Menschen, welche die göttliche Ordnung bewusst übertreten haben und sich völlig dem Bösen geöffnet haben, in höllische Gesellschaften, die ihren Neigungen und Charakterzügen entsprechen. War ihr Falsches und Böses jedoch noch nicht zu extrem ausgeprägt und verfestigt, erhalten sie in der Geisterwelt ausreichend Gelegenheit zur Einsicht, Umkehr und zur Wiedergutmachung.

    Sind alle Teufel (=Dämonen) ehemalige Menschen?

    Teufel bzw. Dämonen wurden also nicht schon als böse und verdorbene Geistwesen geschaffen, sondern sie entwickelten sich aus Engeln bzw. Menschen durch Übertretung der göttl. Ordnung dazu. Daher kann man sagen:

    • a Höllenbewohner (Dämonen) entstammen ebenso wie die Bewohner des Himmels (Engel) allesamt dem menschlichen Geschlecht bzw. präziser: alle Menschen und Teufel waren einstmals Engel! (a ES.HH.544)
    • die heutigen Anhänger Satans rekrutieren sich stets neu aus jenen Verstorbenen, die sich gegen die göttliche Ordnung gewandt und ihre Gaben, Fähigkeiten und Freiheiten während ihres Erdenlebens oder auf einem anderen Weltkörper missbraucht haben.
    • Teufel als Personen gibt es daher auch erst seit der Existenz von gefallenen Engeln bzw. von Menschen auf Weltkörpern: a »Solange es keinen Menschen auf einem Weltkörper gab, gab es auf demselben auch keinen persönlichen Teufel, sondern nur gerichtete und ungegorene Geister in aller Materie eines Weltkörpers.« (a jl.ev08.035,16)

    Teufel (= Dämonen) sind also ehemalige gefallene Engel, die sich nach ihrer langen Verbannung in die Materie nach ihrer Freiwerdung daraus wieder als Menschen inkarnieren durften, dann aber erneut die göttliche Ordnung grob übertreten haben. Zwar bekamen auch sie alle Chancen zu einer Umkehr und dem Erwerb der Gotteskindschaft auf der Erde, aber sie missbrauchten ihre Freiheit: Es »fliesst der Himmel auch in den Teufel wie in die Engel Gottes ein; aber jeder von den beiden verwendet ihn anders!« (jl.ev02.009,12)

    Weiteres zum Thema 'Urabfall Satans und vieler Urgeister'

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