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Endzeitprophezeiungen bis 2028 (Lorber, Dudde | SeherInnen)

Vorsorge-Tipps

Verschiedene Bedeutungen von 'Gericht' und 'Strafgericht Gottes'

Textauszüge aus den Werken des Propheten Jakob Lorber


Inhaltsübersicht:


Verschiedene Bedeutungen von 'Gericht'

Anmerkung


   In den Neuoffenbarungen Jesu durch Lorber hat 'Gericht' mehrere Bedeutungen:

   Meist bedeutet 'Gericht' neu ausrichten am göttlichen Gesetze, neu orientieren, wieder in die Ordnung bringen. Da dies aber selten aus Einsicht oder aufgrund von Ermahnungen erfolgt, sorgen meist unangenehme, natürliche, logische Konsequenzen aus der Übertretung natürlicher oder geistiger Gesetze für Änderungen.
   'Strafgerichte' sind deswegen meist selbstverschuldete, unangenehme Konsequenzen; nur selten gehen sie direkt von Gott aus. Selbst in solchem Falle bezwecken sie weder Rache oder Vernichtung, sondern sollen Einhaltung von Naturgesetzen und Hinwendung zu Gott bewirken.
   Auch das Verbleiben im Irrtum, im Falschen oder im Unangenehmen gilt schon als 'Gericht'.
   Jeder (äußere oder innere) Zwang bedeutet eine erzwungene Ausrichtung, stellt also ein 'Gericht' dar.

Unglaube oder Irrtum als Gericht (joh.03,18-21)


Nicht-glauben-wollen an Jesus als Gericht (joh.03,18; jl.ev01.021,05-08)


   Jesus erläutert durch Lorber folgende Bibelstelle:
   (joh.03,18) a »Wer an ihn (Jesus) glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.« (a joh.05,24)
   (jl.ev01.021,05) (Erklärung Jesu an Nikodemus, übermittelt durch Lorber:) »Wer immer, ob Jude oder Heide, an Ihn glauben wird, der wird ewig nimmer gerichtet und dadurch verdorben werden; wer sich aber an dem Menschensohne stoßen wird und wird nicht glauben an Ihn, der ist dann aber auch schon gerichtet. Denn eben das, daß er nicht glauben will und glauben kann, weil er sich zufolge seines Hoheitsgefühls an dem Namen und Wesen des Menschensohnes stößt, ist schon das Gericht eines solchen Menschen. Verstehst du nun das? Ich habe es dir nun überklar vor die Augen gestellt!«
   (jl.ev01.021,06) Sagt Nikodemus: »Ja, ja, ich verstehe so halbwegs den Sinn Deiner höchst mystisch gehaltenen Rede; aber sie erscheint für so lange wie in die Luft gesprochen, solange der von Dir so hoch gestellte Menschensohn, in Dem die Fülle der göttlichen Weisheit wohnt, nicht da ist, und Du auch die Zeit und den Ort entweder nicht näher bestimmen kannst oder willst, wann Er kommen wird und wo des Ortes.
   (jl.ev01.021,07) Also klingt auch Dein Gericht, das Du eigentlich lediglich in den Unglauben setzest, sehr rätselhaft! So das Gericht weder eine Flut, noch Krieg oder Pest und ebensowenig ein verzehrendes Feuer ist, sondern bloß nur der Unglaube an und in sich selbst, so muß ich Dir's, lieber Meister, offen gestehen, daß ich den Sinn Deiner Rede noch immer nicht fassen kann! Denn wer von einer Rede einen oder auch zwei Begriffe nicht faßt, der faßt im Grunde des Grundes die ganze Rede nicht. Was ist denn so ganz eigentlich Dein 'Gericht'? Was für einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?«
   (jl.ev01.021,08) Sage Ich: »Mein Freund, bald könnte auch Ich zu dir sagen: Ich begreife es kaum mehr, worin es liegen mag, daß du den völlig klaren Sinn Meiner Rede nicht zu fassen imstande bist! Den Begriff 'Gericht' magst du nicht verstehen, und Ich habe ihn dir doch überklar und vollauf erörtert.«

Geistige Blindheit als Gericht (joh.03,19; jl.ev01.021,09-10)


   (joh.03,19) »Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen a liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.« (a joh.01,05; joh.01,09-11)
   Erläuterung dieses Bibelverses durch Jesu Neuoffenbarung:
   (jl.ev01.021,09) »Siehe, das ist das Gericht, daß nun das Gotteslicht aus den Himmeln in die Welt gekommen ist; die Menschen aber, da sie aus der Finsternis herausgenommen sind und gesetzt ins Licht, lieben aber dennoch die Finsternis bei weitem mehr als das nun volle Gotteslicht vor ihren Augen! Daß aber die Menschen das Licht nicht wollen, das beweisen ihre Werke, die durch und durch böse sind.
   (jl.ev01.021,10) Wo findest du den ersten Vollglauben, wo die gerechte Gottesfurcht? Wo hebt einer den andern, außer er weiß von ihm für sich etwas zu gewinnen? Wo sind die, die ihr Weib liebten der lebendigen Fruchtbarkeit wegen? Sie lieben die jungen Dirnen der Wollust wegen und treiben mit ihnen Unzucht und eine förmliche Hurerei! Denn wer mit dem andern Geschlecht eine förmliche Abgötterei der Wollust und Unzucht wegen treibt, der treibt eine wahre Hurerei, und diese ist ein Übel der Übel! - Wo ist ein Dieb, der sich ein Licht nähme und stehle offenbar?!«

Falsche Ausrichtung und Fixierung als Gericht (joh.03,20; jl.ev01.021,11)


   (joh.03,20) »Wer Böses tut, der haßt das Licht und a kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.« (a eph.05,13)
   Kontext und Erklärung zu dieser Bibelaussage durch Jesus:
   (jl.ev01.021,11) »Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln, was da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer solche Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe und wird darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen möchte, damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom Lichte verpönt und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit erkannt und bestraft werden möchten! Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht.«

Unterschied zwischen Gericht und Strafe (joh.03,21; jl.ev01.021,12-16)

   (jl.ev01.021,12) »Was du aber unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe, die dem Gerichte folgt.
   (jl.ev01.021,13) So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag; so du darum aber leicht dich anstößest und dir gewaltig wehe tust oder gar in eine Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß oder ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir, der du die Nacht liebst und den Tag hassest!«

   (joh.03,21) »Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, daß seine a Werke in Gott getan sind.« (a 1 joh.01,06-07)
   (jl.ev01.021,14) »Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der Wahrheit aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln und wirst sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller Augen kommen möchten und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß deine Werke, weil im Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind und sonach Anerkennung und offenbare Belohnung verdienen!
   (jl.ev01.021,15) Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil er aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt - der Glaube des Herzens.
   (jl.ev01.021,16) Wer demnach glaubet an den Menschensohn (Jesus), daß Dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.«

Zorn Gottes als Entsprechung für Gericht; Fixierung im Gesetzeszwang (joh.03,36; jl.ev01.024,15)


   (joh.03,36) »Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.«
   Kontext und Erklärung zu dieser Bibelaussage durch Jesus:
   (jl.ev01.024,15) »Wer sonach den Sohn annimmt und an Ihn glaubt, der hat das ewige Leben schon in sich; denn so wie Gott Selbst in jedem Worte Sein eigenes vollkommenstes ewiges Leben ist, also ist Er es auch in jedem Menschen, der Sein lebensvollstes Wort in sich aufnimmt und dasselbe behält. Wer aber dann im Gegenfalle das Gotteswort aus dem Munde des Sohnes nicht annimmt, also dem Sohne nicht glaubt, der wird und kann auch das Leben nicht überkommen, noch sehen und fühlen in sich, und der Zorn Gottes, welcher ist das Gericht der Dinge, die kein Leben haben außer das des ewig unwandelbaren Mußgesetzes, wird bleiben über ihm so lange, als er an den Sohn nicht glauben wird.«

Richten = neu ausrichten; 'Richten unter Heiden' (jes.02,04; jl.ev07.172,05-12a)


   (jl.ev07.172,05) "Der Herr, der Ich es bin im Worte, wird richten unter den Heiden und strafen viele Völker." (jes.02,04)
   Kontext und Erklärung zu dieser Bibelaussage durch Jesus:
   (jl.ev07.172,06) »Wer sind die Heiden, und wer die Völker? - Die Heiden sind alle jene, die den einen, wahren Gott nicht kennen und an Seiner Statt tote Götzen und den Mammon dieser Welt anbeten und am meisten verehren. Von solchen ist das Judentum nach allen Seiten hin umlagert, und wohin ihr nun in der Welt gehen wollet - ob gen Morgen, gen Mittag, gen Abend oder gen Mitternacht -, so werdet ihr nichts als Heiden in aller Art und Gattung antreffen! Ihr wisset aber, wie nun von allen Seiten der Welt die Heiden hohen und niederen Standes und von nah und weit zu Mir gekommen sind. Sie hörten Mein Wort und sahen Meine Zeichen, wurden voll Glaubens, nahmen an Meine Lehre, und Mein Wort richtet und rechtet nun unter ihnen, wodurch sie aufhören Heiden zu sein und übergehen zu der Zahl der Gesalbten Gottes und zu der Zahl des wahren Volkes Gottes.
   (jl.ev07.172,07) (Vorhersage Jesu über die Entartung des Christentums, vor allem in der kath. Kirche, d. Hg.:) Aber auch sie werden nicht bleiben, wie sie nun belehrt und bestellt sind; denn es werden bald falsche Gesalbte unter ihnen aufstehen, werden auch Zeichen tun, berücken Könige und Fürsten, werden sich bald eine große Weltmacht aneignen und mit Feuer und Schwert die Menschen verfolgen, die sich nicht zu ihnen werden bekennen wollen, und sich am Ende in viele Sekten und Parteien spalten, und das sind eben die vielen Völker, die Ich als der Herr strafen werde ihrer Lieblosigkeit, ihrer Falschheit, ihres Eigennutzes, ihres Hochmutes, ihres Starrsinnes, ihrer Herrschsucht und ihres bösen Haders und gegenseitigen Verfolgens und Kriegführens wegen. Bis aber diese Zeit kommen wird, wird es noch eine Weile dauern, wie es von Noah an bis jetzt gedauert hat.« (d.h. rund 2000 Jahre)
   (jl.ev07.172,08) Wie es aber war zu den Zeiten Noahs, da die Menschen freiten und sich freien ließen, große Feste und Gastmähler hielten, sich groß ehren ließen und gegen jene verheerende Kriege führten, die sich vor ihren Götzen nicht beugen wollten, wo dann bald die große Flut kam und die Täter des Übels alle ersäufte, ebenalso wird es auch sein in jener künftigen Zeit (mt.24,37 f.; lk.17,26 f.). Aber dann wird der Herr mit dem Feuer Seines Eifers und Seines Zornes kommen und alle solche Täter des Übels hinwegfegen von der Erde.
   (jl.ev07.172,09) Da wird es kommen, daß die verschonten Reinen und Guten und die wahren Freunde der Wahrheit und des Lichtes aus Gott aus den Schwertern Pflugscharen, aus den Spießen Sicheln machen und die Kunst Krieg zu führen vollends aufheben werden, und es wird dann fürder kein wahres gesalbtes Volk wider das andere mehr ein Schwert erheben, außer den noch irgend in den Wüsten der Erde übriggebliebenen Heiden; aber auch diese werden ermahnt und dann von der Erde gefegt werden. (vgl. jes.02,04)
   (jl.ev07.172,10) Da wird die Erde gesegnet werden von neuem. Ihr Boden wird tragen hundertfältige Frucht von allem, und den Ältesten wird die Macht gegeben sein über alle Elemente.
   (jl.ev07.172,11) Siehe, also ist dem Geiste nach für diese Erde zu verstehen der vierte Vers, den du als ein Schriftgelehrter für gar so unverständlich hieltest!
   (jl.ev07.172,12a) Aber innerhalb dieses naturmäßig wahren, geistigen Sinnes ist freilich noch ein tieferer, rein geistiger und himmlischer Sinn verborgen, den aber ihr nun mit eurem noch puren Weltverstande nicht fassen könntet, und solcher ist auch nicht mit Worten darzustellen.«

Gottesgerichte dienen Besserung und Geistesvollendung; Menschengerichte wirken gegenteilig (jl.rbl2.275,09)


   (jl.rbl2.275,09) »... Jedes Gericht des Herrn ist ein Weg zur Besserung und Vollendung des Geistes, nur der Menschen Gericht gebiert Verderben und den Tod der Seele... Die Gerichte des Herrn sind ein Balsam zur Heilung aller Wunden, die je einer Seele geschlagen worden sind! Seid daher ohne Furcht, denn euch erwartet ein sanfter Richter...«

Hilfe ohne eigene Mitbeteiligung bedeutet Gericht (jl.ev01.220,06)

   (jl.ev01.220,06) »... Was sich der Mensch mit seinen ihm verliehenen Kräften nicht als selbsttätig verschafft, das kann und darf ihm auch Gott nicht verschaffen, ohne ihn zu richten!«

Glaubenszwang bedeutet Gericht und Tod des Geistes (jl.ev02.024,06; jl.him2.277,14)

   Jesus über die Bedeutung der Willensfreiheit der Menschen:
   (jl.ev02.024,06) »Ich darf ... niemanden zum Glauben zwingen, weil jeder Zwang ein Gericht des Geistes wäre, das ihm so gut den (geistigen) Tod gäbe wie der Unglaube, - und es ist darum hier selbst für Gott schwer also zu wirken, daß der Mensch keinen Schaden leide an seiner Seele! Wird er gezwungen durch irgendeine noch so verborgene Macht, so bewegt er sich im Gerichte; wird er aber durch gar nichts gezwungen, so bleibt er ungläubig und zweifelt an allem und beweist eben dadurch, daß er völlig toten Geistes ist. Wer oder was soll dann lebendig machen seinen Geist?«
   (jl.him2.277,14) »Ich offenbare Mich allezeit nur wenigen, die da reif sind und denen Mein Wort nicht zum Gerichte wird...«

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Letztes Update: 21.06.2017