Die geringe Aussicht auf Anerkennung der Neuoffenbarung


Inhaltsübersicht:


Können von Gott inspirierte Kundgaben (z.B. in der Bibel, in Neuoffenbarungen) Fehler enthalten?

Wenn in einer Kundgabe gesagt wird, "Ihr habt der Mahnungen und Voraussagen genug", so findet das seine Bestätigung durch die in den vorangegangenen Kapiteln vorgelegten Beweise für die Echtheit der göttlichen Inspiration. Der Wahrheitsgehalt der Prophetie läßt sich nicht in Zweifel ziehen.
Es wäre aber zu weit gehend, wollte man den 'Schreibknechten Gottes' eine Unfehlbarkeit bis ins letzte Wort zusprechen. Auch in diesem Offenbarungswerk finden sich vereinzelt scheinbare und echte Widersprüche, wie sie ja auch im Neuen Testament vorkommen. Im Verlauf des 2. Vatikanischen Konzils haben mehrfach Bischöfe darauf hingewiesen, daß auch der Heiligen Schrift keine volle Irrtumslosigkeit zugebilligt werden kann, da sie Gotteswort und zugleich Menschenwort ist.

Mit welchen Argumenten versucht man, göttl. Offenbarungen abzuwerten?

Zu allen Zeiten hat es freilich Menschen gegeben, die selbst dann nicht zu glauben bereit waren, wenn sie zufällig Zeuge übernatürlicher Einwirkungen waren. Man wird auch bezüglich der Neuoffenbarung eifrig nach Einwendungen Ausschau halten und auch welche finden. Den einen wird das Prediger-Tremolo in der Neuoffenbarung nicht zusagen, andere werden hochmütig von der rhetorischen Naivität der Beschwörungsformeln reden, und wieder andere werden sich lieber mit Literaten befassen, die als Heilmittel anpreisen: "eine Religion der Verantwortung", "ein Bewußtseinswandel zum vierdimensionalen Menschen", eine "ökumenische Weltreligion" oder den "homo ludens".
Wer nicht an Gott und an eine übernatürliche Welt der Geister glaubt, wird jede Offenbarung als Mythos ansehen und sie grundsätzlich ablehnen. Man wird geltend machen, daß die Vernunft gegen derartige Erscheinungen spreche. Den Rationalisten sei aber das folgende Goethewort entgegengehalten: "Es ist nichts jämmerlicher, als Leute unaufhörlich von Vernunft reden zu hören, mittlerweile sie allein nach Vorurteilen handeln."

Wie kommentiert Jesus die Bagatellisierer und Leugner der Wahrheit seiner Lehren und Kundgaben?

"Die Welt ist immer noch dieselbe", wurde dem Schreibknecht in die Feder diktiert, "wie sie zur Zeit Meines Erdenwandels war. Damals predigte Ich tauben Ohren, und jetzt ist die Taubheit in geistigen Dingen sogar Mode geworden" (pred.052,20). "Hätte dein (Lorbers) Wort den Beifall der Welt, so wäre es nicht aus Mir. Die Verachtung durch die Welt ist allezeit das größte Zeugnis dessen, was aus Mir kommt". (jl.him2.098,10).

Was empfiehlt Jesus bezüglich der Suche nach Gleichgesinnten und zu Missionstätigkeit?

"Darum beeifert euch nicht in dem Suchen nach Gleichgesinnten oder im Bekehrenwollen. Es ist nicht so leicht, wie ihr glaubt, andere auf den Weg der reinen Liebeslehre zu führen" (gm.pred.021,08). "Wartet, bis die Hungrigen selbst zu euch kommen" (gm.pred.021,10). "Zur rechten Zeit wird es schon zu allen kommen, die danach verlangen werden in ihrem Herzen" (jl.him2.276,11). "Ich werde euch die reifen Seelen in den Weg führen" (gm.pred.026,18).


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