Jakob Lorber: 'Das große Evangelium Johannes', Band 5, Kapitel 171

Wesen Satans und der Materie. Schaden für die Seele. Nachfolge Jesu.

01] Da wandte Ich Mich wieder freundlichst zu Petrus und sagte: »Darum habe Ich dich nicht im geringsten herabgesetzt, so Ich dir in der scharfen Anrede gezeigt habe dein Menschliches! Alles, was diesweltlich Menschliches am Menschen ist - als sein Fleisch und dessen verschiedenartige Bedürfnisse aus puren diesirdischen Rücksichten -, ist im Gerichte, darum Hölle und Satan, der da ist ein Inbegriff alles Gerichtes, alles Todes und aller Nacht und alles Truges; denn alles scheinbare Leben der Materie ist nur ein Trugleben, und all ihr Wert ist soviel wie gar keiner.
02] Welch ein Mensch immer in einen Sinn der Materie zurückfällt, ist insoweit dann auch Satan, inwieweit er irgend ein Heil in der Materie und in ihrem Scheinleben vertritt.

  • Matthäus.16,24] a Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: »Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und b folge mir.« (a = Markus.08,39; = Lukas.09,23Matthäus.10,38b 1. Petrus.02,21;  ⇒ jl.ev05.171,03a*;  jl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)
    03a] a Will jemand aber des Satans noch in seinem Fleische ledig werden, so muß er das Kreuz, das Ich schon jetzt im Geiste trage, auf seine Schulter nehmen b und Mir nachfolgen! Markus.08,39; = Lukas.09,23Matthäus.10,38b 1. Petrus.02,21;  ⇒ jl.ev05.171,03a*;  jl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)

  • Matthäus.16,25] a Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; b wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. (a = Markus.08,35; = Lukas.09,24b Offenbarung.12,11;  ⇒ jl.ev05.171,03b*;  jl.ev09.070,09bjl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)
    03b] a Denn Ich sage es euch: Wer sein (irdisch) Leben erhalten will, der wird es (das geistige) verlieren; b wer aber sein (irdisch) Leben um Meinetwillen verlieren wird, der wird es (das geistige) finden! (a Matthäus.16,25*; =Markus.08,35; = Lukas.09,24b Offenbarung.12,11;  ⇒ jl.ev05.171,03b*;  jl.ev09.070,09bjl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)

  • Matthäus.16,26] Was hülfe es dem Menschen, a wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er b seine Seele wieder löse? (a = Markus.08,36; = Lukas.09,25Lukas.12,20jl.ev01.215,12jl.ev10.109,02-03;  b Psalter.049,09;  ⇒ jl.ev05.171,04*;  jl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)
    04] a Was hülfe es denn einem Menschen, so er gewönne die ganze Welt mit allen ihren Schätzen, litte aber dabei Schaden an seiner Seele? Oder was kann ein Mensch geben, daß er dann b wieder löse seine Seele aus den Banden der Materie, des Gerichtes und des Todes? (a Matthäus.16,26*; = Markus.08,36; = Lukas.09,25Lukas.12,20jl.ev01.215,12jl.ev10.109,02-03;  b Psalter.049,09;  ⇒ jl.ev05.171,04*;  jl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)

  • Matthäus.16,27] a Denn es wird einst geschehen, daß des Menschen Sohn wiederkomme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er b einem jeden vergelten nach seinen Werken. (a = Markus.08,38; = Lukas.09,26b Matthäus.25,31-32;  Römer.02,06 f.;  ⇒ jl.ev05.171,05*;  jl.ev01.139,08jl.ev04.079,07-08;  jl.ev11.239jl.ev11.241; Vaterbriefe.125; Vaterbriefe.267)
    05] a Wohl wird es je einmal geschehen, daß Ich, als nun des Menschen Sohn wiederkommen werde in der Herrlichkeit des Vaters mit allen Engeln, deren Macht ihr kennet, b aber Er wird auch dann wie jetzt nur tun, helfen und b vergelten können jedermann nach seinen höchsteigenen Werken. Wer tot befunden wird, der wird auch tot verbleiben bis zur Zeit jener großen Erweckung auch aller derer, die in den Gräbern des Gerichtes verblieben sind, und auch da wird eines jeden Liebe, Willen und Gewissen Richter sein für immerdar! (a Matthäus.16,27* = Markus.08,38; = Lukas.09,26b Matthäus.25,31-32;  Römer.02,06 f.;  ⇒ jl.ev05.171,05*;  jl.ev01.139,08jl.ev04.079,07-08;  jl.ev11.239jl.ev11.241; Vaterbriefe.125; Vaterbriefe.267)

  • Matthäus.16,28] a Wahrlich, ich sage euch: Es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.« (a = Markus.09,01; = Lukas.09,27Matthäus.10,23;  ⇒ jl.ev05.171,06*;  jl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)
    06] Aber die da leben nach Meinen Worten und verrichten die Werke der wahren Selbstverleugnung und innern freien Liebe, die werden den Tod nicht sehen und fühlen jemals. Wahrlich, zu Meiner und eurer großen Freude kann Ich euch sagen, a daß von euch etwelche dastehen, die keinen Tod schmecken und fühlen werden und Zeugen sein werden von allem, bis da sogar auch vorbesprochenermaßen b kommen wird des Menschen Sohn in Sein Reich, den sie sehen werden und mit dem sie herrschen werden ewig! Aber dazu wird sehr viel Liebe zu Gott und dem Nächsten erfordert.« (a Matthäus.16,28*; = Markus.09,01; = Lukas.09,27Matthäus.10,23;  ⇒ jl.ev05.171,06*;  jl.ev01.139,08; Vaterbriefe.125)

    07] Wahrlich, so da ist irgend ein Vater oder eine Mutter, die da nur sorgen darum, daß ihre Kinder in dieser Welt wohl versorgt werden möchten, und achten nicht höher den Wert des Lebens der Seele ihrer Kinder, die haben sich und ihren Kindern ein Grab zum ewigen Tode gegraben; denn was immer der Welt ist, das ist des Satans, also des Gerichtes und des Todes der Materie!
    08] Wohl ist die Materie ja bestimmt, erweckt zu werden durch die Kraft eines jenseitigen, reinen Geistes zur Auferstehung aus den langen Gerichten; aber dann muß die Materie nach der ihr wohl eingeprägten freien Intelligenz übergehen in die rechte Form und Wesenheit ihres jenseitigen Geistes, der ein Licht ist aus Gott. Geschieht das von der Materie nicht, so kehrt der jenseitige Geist in seinen Urquell zurück, und die für immer belebt werden sollende Materie fällt abermals in ihr altes Gericht und wird im selben lange zu harren haben, bis etwa einmal abermals ein jenseitiger Geist sie erwecken wird zu einer neuen Lebensprobe.
    09] Weil die Sache aber einmal so und nicht anders ist und sein kann, so kam denn ja auch Ich Selbst von oben herab zu euch Menschen dieser Erde und zeige euch nun die volle Wahrheit aller Lebensgestaltungen und deren gute oder schlechte Verhältnisse. Und du, Mein Petrus, wirst nun hoffentlich auch im klaren sein darin, warum Ich ehedem zu dir gesagt habe: 'Hebe dich von Mir, Satan!' - Nun in die große Bucht gesteuert!«


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    Bearbeitungsstand: 09.12.2001