Welche Folgen haben Übertretungen der göttl. Ordnung (Sünden)?

Jesu Christi Mitteilungen durch Prophet Jakob Lorber (1800-64)


Kurzfassung der Aussagen in Lorbers Werken

Jede Verfehlung gegen die Wahrheit und das Gute der göttl. Ordnung hat logische Folgen, die dafür sorgen sollen, daß man aus Einsicht freiwillig zur Ordnung zurückkehrt. Sünden haben klare negative Konsequenzen in Bezug auf das Verhältnis zu Gott, Engeln und Mitmenschen - aber auch im Verhältnis zu Satan und seinen Dämonen!

1) Jede Handlung hat von Gott festgesetzte Folgen - egal, ob diese sofort oder erst später eintreten oder erkennbar sind oder nicht. Jede Handlung richtet sich daher selbst. (jl.gso2.106,08 f.)

2) Das eigene Herz richtet und verdammt den Sünder. Er macht sich selbst unglücklich. (jl.ev08.019,05; b jl.rbl1.098,12)

3) Durch die negativen Folgen einer Sünde, d.h. durch ihr 'Gericht' soll man freiwillig wieder zur Einhaltung der Ordnung geführt werden.

4) Sünde führt in Abhängigkeit vom Fehlverhalten. Ein Sünder gerät mehr oder weniger rasch unter den direkten Einfluß widergöttlicher Kräfte bzw. Wesen, d.h. er darf von außen und innen im höllischen Sinne - meist durch Besessenheit - im Denken, Fühlen und Wollen manipuliert werden. (jl.ev06.199,06a; b jl.ev06.199,04a; Joh.08,34 f.)

5) Jesus Christus und seine Engel ziehen sich vom Sünder mehr und mehr zurück und Satans Helfer bekommen Zugang und Macht zu ihm. Der von Gottes Ordnung Abtrünnige kommt unter den Einfluß von göttlichen und satanischen Flüchen und Bannsprüchen und sein Schicksal darf weitgehend von Satans Dämonen beherrscht werden. (a  5. Mose.21,22 .23; 5. Mose.28,15-68)


Originaltexte: Folgen von Übertretungen der göttl. Ordnung (Sünden)

zu 1) Aus jeder Handlung erwächst eine gute oder böse Folge: a »Jede Handlung hat eine von Gott aus entsprechend bestimmt sanktionierte Folge. Diese Folge ist das unabänderliche Gericht, welches jeder Handlung unterschoben ist. So ist es vom Herrn gestellt, daß sich jede Handlung am Ende selbst richtet. (a jl.gso2.106,08)
   Wie aber von jeder guten Handlung der Herr nur als ein Grund anzunehmen ist, also verhält es sich auch mit jeder bösen Handlung. Auch jede böse Handlung hat demnach allezeit ihren einen und denselben Grund (Satan)« (a jl.gso2.106,09)
   Anhand von einigen Eigenschaften läßt sich dies leicht verdeutlichen: a »Ehrsucht und Hochmut erzeugen Mißmut, Ärger, Verachtung, Groll, Zorn und am Ende Rache, Krieg und sein böses Gefolge. Der Hochmütige und Ehrgierige ist auch stets voll Selbstsucht und Habgier; und weil er alles nur für sich zur Erhöhung seiner Weltehre gewinnen will, so ist dann davon die traurige Folge, daß Hunderte und Tausende um ihn dann nichts haben und in der größten Armut und Not leben müssen... Dieser böse und vollends höllische Zustand unter den Menschen wird das Gericht sein, das sie sich selbst schaffen werden. Die übergroße Zahl der Armen und Gedrückten wird sich endlich über ihre überhochmütigen Bedrücker erheben und mit ihnen ein Garaus machen.« (a jl.ev08.051,02-03)
   Auf den Zusammenhang zwischen Sünde eines Menschen und negativen Folgen weisen auch verschiedene Bibelstellen klar hin: a »Die Sünde ist der Leute Verderben... b Sünde hält fest wie ein Strick... Eure Sünden wenden das Gute von Euch.« (a Spr.14,34; b Spr.5,22; Jer.5,25)

zu 2) Daher erfordert die Ordnungsübertretung kein eigenes Eingreifen Gottes, sondern im Menschen selbst geschieht das Gericht: a »Kein Gott, sondern euer eigenes Herz wird euch richten und verdammen... b durch den großen Mißbrauch seines freien Willens richtet er sich selbst und macht sich in seiner Blindheit dadurch unglücklich.« (a jl.rbl1.098,12; b jl.ev08.019,05)

zu 3) Das Gericht, d.h. die aus der falschen Tat erwachsenden negativen Folgen sollen vor allem heilsam sein: a »Die Strafe, die jede Sünde schon mit sich führt... ist eine Arznei gegen das Seelenübel, das da 'Sünde' heißt«. (a jl.ev01.078,08)
   Der Begriff 'Gottesgericht' besagt lediglich, daß Gott den Menschen neu 'ausrichten', d.h. ihn wieder in die ursprüngliche Ordnung leiten will!

zu 4) Auf Abhängigkeit und Besessenheit als Folgen von Sünden wies Jesus immer wieder hin: a »Wer da Sünde tut, der ist auch der Sünde Knecht ... Der Knecht aber ist kein Freier, da er stets den Gelüsten und Leidenschaften seine Fleisches gehorchen muß. Knecht aber ist jeder Sünder... a Ihr wart allezeit Knechte eurer Leidenschaften und ließet euch von ihnen wie Besessene beherrschen.« (a jl.ev06.199,06a; Joh.08,34 f.)
   Jede schwerwiegende Verfehlung gegen die göttl. Ordnung hat Fremdeinflüsse durch Dämonen zur Folge, weil das falsche menschliche Verhalten ja der satanischen Widerordnung entspricht. Sie werden dadurch angezogen und dürfen solche Menschen manipulieren und mehr oder weniger beherrschen! Der besessene Mensch wird zu ihrem Sklaven!
   Letztlich gehen die meisten Probleme auf Sünden zurück: a »Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, große Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen!« (a jl.ev04.144,02; 5. Mose.28,15-68)

zu 5) Ein Schutzgeist a »fängt erst dann an, sich ferner und ferner von dem ihm anvertrauten Menschen zu halten, so dieser, durch seine Eigenliebe geleitet, allen Glauben und alle Liebe zum Nächsten freiwillig verlassen hat.« (a jl.ev01.092,14)
   Rückzug der Engel führt in der Regel zum Eindringen dämonischer Wesen.


Home |  Katholische Kirche |  Zurück zur Themaübersicht Sünde, Schuld, Sühne