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Erhalten Verstorbene im Jenseits Start- und Orientierungshilfen?


Kurzfassung der Thesen:

Im Jenseits wird von der guten Geisterwelt sehr viel unternommen, um Neuankömmlinge bzw. schon länger herumirrende und orientierungslose Verstorbene über ihren Übergang und ihre neue Situation aufzuklären und sie zu sinnvollen, nützlichen Tätigkeiten in einer guten Geistergesellschaft zu führen. Sie sollen sobald als möglich in die neue Umgebung eingegliedert und in jene Gesellschaft aufgenommen werden, zu der sie aufgrund ihrer Ansichten, Einstellungen und vorherrschenden Charakterzüge passen. Oft aber glauben Verstorbene das Mitgeteilte einfach nicht und meinen weiterhin, noch im irdischen Körper zu leben.

  • FN 1) Wegen der weitverbreiteten Unwissenheit um das Leben nach dem Tode haben die meisten Sterbendem nach ihrem Tod selbst dann sehr große Orientierungsschwierigkeiten, wenn sie begriffen haben, daß sie nicht mehr im materiellen Körper leben. (KN.MS03.033,04)

  • FN 2) Neuankommende Verstorbene werden oft von früher verstorbenen Verwandten oder Freunden bzw. von ihrem bisherigen Führergeist begrüßt und über die neue Daseinsstufe aufgeklärt. Sie glauben das Mitgeteilte aber evtl. nicht. (a ES.HH.493)

  • FN 3)
  • Aufklärung wird jenseits niemandem aufgezwungen, da auch dort der freie Wille eines jeden Wesens - zumindest von der göttlichen Welt - respektiert wird. Daher sollten Verstorbene auch selbst die Initiative zur Aufklärung ergreifen und darum bitten! (a KN.MS01.020,06)

    FN 4) Wer im irrigen Bewußtsein verharrt, noch im materiellen Körper auf der Erde zu leben, erfährt dadurch Qual, Not und Entwicklungsstillstand. (a KN.MS01.019,28 f.)

  • FN 5) Unaufgeklärte, wenig reife Geistwesen leben oft lange in einer traumartigen, selbstgeschaffenen Welt. Was sich Geister intensiv und lebhaft vorstellen, entsteht evtl. vor ihren Augen so deutlich und lebendig, daß es der vorherigen irdischen Situation weitgehend entspricht.

  • FN 6) Verstorbene halten durch ihre Unwissenheit in Gedanken oft ihre irdische Krankheit, Schmerzen und Leiden fest. Da Gedanken jenseits schöpferische Kraft haben, erleben sie weiterhin das Vorgestellte, also z.B. Schmerzen, obwohl sie an sich nicht mehr existieren. Durch Aufklärung ist dies zu beheben. (WS.LniT.055)


Erläuterungen, Beispiele:

    zu 1) Es ist für Verstorbene nicht immer leicht, ihren Übergang zu erkennen bzw. daran zu glauben, oft deshalb, weil sie es einfach nicht glauben wollen.
    Aus eigenem diesbezüglichen Erfahrungen teilte der Psychiater Dr. Karl Nowotny einige Jahre nach seinem Tod durch ein Medium mit:
    a »Es kann ein recht verzweifelter Zustand sein, in dem man sich am Anfang befindet. Dies um so mehr, als man nicht gewillt ist, zu glauben, man sei gestorben. Jeder denkt, er müsse das genau erkennen und doch ist es nicht so. Man ist bestrebt, in der Welt, in der man sich zurechtgefunden hat, zu bleiben oder dorthin zurückzukehren, weil man glaubt, sich dort sicher und geborgen zu finden und nicht umherirren zu müssen ohne Anfang und ohne Ende.« (a KN.MS03.033,04)

    Dr. Nowotny bestätigt hiermit die Angaben des Sehers E. Swedenborg zu diesem Problem: a »Ein Mensch, der unvernünftig ist, versteht es (die angebotene Wahrheit) nicht, und zwar aus mehreren Gründen: Der Hauptgrund ist der, daß er es gar nicht verstehen will, weil es seinen falschen Grundsätzen, die er zu seinen Wahrheiten gemacht hat, widerspricht. Wer aus diesem Grunde nicht verstehen will, hat den Weg des Himmels zum Bereich seiner Vernunft verschlossen. Dieser Weg kann jedoch stets wieder geöffnet werden, wenn nur sein Wille dem nicht widersteht. Der Mensch kann die Wahrheiten einsehen und vernünftig sein, wenn er nur will, - das wurde mir durch vielfältige Erfahrung zur Gewißheit.« (a ES.HH.455, ES.HH.424)

    zu 2) Es entspricht der göttlichen Liebe, Fürsorge, Barmherzigkeit und Weisheit, daß ohne Ausnahme alle Verstorbenen zum geeigneten Zeitpunkt von irgendeiner hilfreichen Seite darüber aufgeklärt werden, daß sie vom irdischen Leben in eine feinstofflichere Welt überwechselten. Swedenborg weist darauf hin, daß Verstorbene den Orientierungshinweisen oft nicht glauben: a »Wenn er nicht darauf achtet, was ihm jetzt begegnet und was ihm die Engel bei seiner Auferweckung sagen, nämlich daß er jetzt ein Geist sei, dann nimmt er an, daß er noch in der Welt lebe. So setzt sich das eine Leben in das andere fort, und der Tod ist bloß ein Übergang.« (a ES.HH.493; 450)
    Vielfach übernehmen den Aufklärungsdienst die früher verstorbenen Angehörigen, Verwandten, Freunde oder gute Bekannte aus der Erdenzeit. Das hat vielleicht darin seinen Grund, daß ein eben Verstorbener ihnen mehr Vertrauen schenkt als jedem anderen Geistwesen, das er nicht kennt - und wenn es der höchste Engel oder Jesus selbst wäre!

    zu 3) Da zumindest höhere Geistwesen und Engel die Willensfreiheit eines jeden Wesens achten, zwingen sie ihnen keinesfalls ihre Meinung auf, sondern ziehen sich nach einigen vergeblichen Aufklärungsversuchen vom Neuankömmling zurück.
    Wegen der Respektierung der Willensfreiheit durch gute Geister müssen sich alle irrenden und unwissenden Geistwesen nach Angaben Dr. Nowotnys aber auch a »selbst bemühen, aus dem Dunkel herauszukommen. Sie haben dazu alle Hilfen und Helfer an der Seite. Da aber ihr Wille frei ist, können sie nur dann höher kommen oder erst dann, wenn sie selbst den Willen dazu haben und sich gerne leiten lassen.« (a KN.MS01.020,06)

    zu 4) Es kann unter Umständen recht lange dauern, bis manche Verstorbene wirklich begreifen bzw. annehmen wollen, daß sie nicht mehr im irdisch-materiellen Körper weiterleben!
    Dr. Nowotny berichtet über solche unbelehrbare Verstorbene: a »Sie nehmen oft jahrzehntelang nicht Vernunft an, bleiben mit allem Denken und Fühlen in der materiellen Welt hängen und verzögern so ihren Fortschritt... Das Leben in diesem Zustand ist aber qualvoll, weil sie - ungesehen und ungehört von ihren irdischen Freunden und geliebten Wesen - unter ihnen sind und weder irdischen Genüssen noch geistigem Zuspruch sich hingeben können. Ein Mensch, der über das Weiterleben nach dem irdischen Tod unterrichtet ist und gläubig darauf wartet, hinübergeleitet und empfangen zu werden, hat es wesentlich leichter, und es bleibt ihm qualvolles Warten oder Übergangszeit erspart.« (a KN.MS01.019,28 f.)
    Wer nicht hören will, muß auch im Jenseits die Folgen fühlen: a »Menschen, die völlig unwissend und unvorbereitet herüberkommen und die nicht gewillt sind, die Lehren vom jenseitigen Leben, von der wiederholten Inkarnation usw. aufzunehmen, haben es unendlich schwer, und es bedarf oft langer Zeit, bis sie sich auf die veränderte Lage einstellen und den Wunsch haben, einen neuen Weg zu gehen.« (a KN.MS03.033,08)

    zu 5) Unreife Verstorbene, die ihren Übergang nicht begriffen haben, erschaffen sich aus ihrer Fantasie oft weiterhin jene Umstände, Umgebung oder ihren Zustand, wie sie es von der Erde kannten. Die Umgebung Verstorbener ist nach Mitteilungen Lorbers anfangs a »nur ein Produkt der Lebensphantasie der Verstorbenen. Sie geht erst nach und nach in eine größere und gediegenere Realität über.« (a JL.Ev04.128,09)
    Vielfach a schaffen sich die Verstorbenen aus ihren Wünschen, Neigungen und Bedürfnissen bzw. aus ihrer Fantasie und ihrem Willen heraus ihre eigene (Traum)welt, ohne ihren veränderten Zustand wirklich zu begreifen. Erst nach und nach entspricht ihre Umgebung der dort realen Welt. (a JL.Ev04.128,09; ES.GT.319)
    In ihrer traumartigen Situation bzw. Welt verharren sie oft sehr lange.

    zu 6) Durch ein Medium aus dem Kreis von Prof. W. Schiebeler kam am 8.10.1987 Kontakt mit einem Verstorbenen zustande, der offensichtlich noch nicht begriffen hatte, daß er im Jenseits war. Aus dieser Unwissenheit heraus war dieser Geist der Meinung, er sei noch krebskrank und habe große Schmerzen. Prof. Schiebeler schildert, wie er diesen Geist dazu brachte, seine neue Realität zu begreifen und wie er ihn von diesen (eingebildeten) Schmerzen befreite und dazu brachte, sich geistigen Führern zu übergeben:
    »In (Medium) Frau A. ist ein Geist eingetreten, setzt sich anfangs ganz aufrecht hin und fängt an zu stöhnen. Dann faßt er sich mit der Hand an den Nacken, als ob er dort Schmerzen verspüre und verzieht schmerzhaft das Gesicht. Zweimal fährt er schreckhaft heftig zusammen. Alles erstreckt sich über etwa zehn Minuten. Wir sprechen den Verstorbenen dann mehrfach an, wer er sei, ob er uns höre usw. Schließlich antwortet er auf die Frage: "Hast du Kopfschmerzen?" mit einem leisen "Ja". Er bewegt weiter den Mund und versucht zu sprechen, stößt aber nur gurgelnde Laute aus. Mehrfach macht er Ansätze zum Sprechen: "Ich.... ich... ich...", kommt dann aber nicht weiter. Schließlich sagt er sehr zögernd: "Ich habe Schmerzen im Kopf, im Genick, in der Brust." Dann stöhnt er schmerzhaft. Nach einer Pause fährt er fort: "Ich habe Krebs, habe Schmerzen, alles umsonst. Bei mir ist alles umsonst. Ich habe Krebs, solche Schmerzen."
    Wir fragen ihn, ob er weiß, daß er gestorben ist. Es erfolgt keine Antwort. Ich erkläre ihm, daß er jetzt noch die Schmerzen empfinde, die er zu Lebzeiten als Krebskranker gehabt habe. Er müsse erkennen, daß er gestorben und sein jetziger Leib nicht mehr krank sei und daher kein Grund für Schmerzen vorliege.
    Er möge Gott darum bitten, daß ihm ein Helfer, ein Führer, ein Schutzgeist zugeführt werde und ihn in seine Obhut nehme. Er möge einmal um sich blicken, ob er ihn nicht bereits sehen könne. Der Verstorbene reagiert auf diese Worte aber nur wenig und sagt, er sähe nichts, und betont weiterhin seine Schmerzen. Nach einer Pause sagt er: "Ich brauche Schmerzmittel. Ich sehe nur Krankenschwestern. Die Schwestern und meine Frau waren immer bei mir."
    Das Medium Frau A. berichtet später, daß sie während ihrer Trance den Kranken in seinem irdischen Bett habe liegen sehen, wobei seine Frau neben ihm saß und seine Hand gehalten habe. Sie meint, daß er noch nicht sehr alt gewesen sei, etwa Mitte 40. Nach weiterem guten Zureden sagt der Geist endlich: "Die Schmerzen lassen schon nach. Das ist doch seltsam!" Schließlich übermannt ihn die Rührung, und er fängt an zu weinen. Die Tränen fließen natürlich aus den Augen des Mediums. (WS.LniT.055)
    Wir... beteten für dieses bedauernswerte Geistwesen, daß es von seinen Schmerzen befreit werden und seine jetzige Lebenssituation erkennen möge. Nach dem Vaterunser fragt der Verstorbene: "Was soll ich jetzt tun? - Ich sehe ein Licht, einen Strahl, es ist wie frische Luft." Dabei macht er einige tiefe Atemzüge und sagt dann: "Ich fühle mich ganz leicht!" Nach einer Pause fragt er: "Wer seid ihr?" Wir erläutern ihm, was wir hier tun und daß wir versuchen, hilfsbedürftigen Geistwesen zu helfen, indem wir sie über ihre neue Lage im Jenseits aufklären und mit ihnen und für sie beten. Der Verstorbene sagt schließlich: "Ich werde weggetragen. Ich glaube, ich muß euch danken."« (a WS.LniT.055 f.)
    Dieses Beispiel zeigt, daß Gedanken jenseits schöpferische Kraft haben. Daher können falsche Gedanken irdische Schmerzen suggerieren, die dann auch weiterhin so erlebt werden, obwohl sie an sich nicht mehr existieren. Wissen übers Fortleben kann also auch diesbezüglich viel nützen!
    Wie die Entwicklung im Jenseits weiterverläuft, kann differenziert nachgelesen werden in Swedenborgs ausführlichem Buch 'Himmel und Hölle' bzw. in den Werken übers Jenseits von Jakob Lorber. Sie enthalten so genaue Hinweise und Hilfen, daß das Studium dieser Werke - neben Gebet, guten Werken und der Bereinigung der Schuld gegen Gott und die Mitmenschen und einer engen Verbindung zu Jesus Christus - die besten Vorbereitungen auf die jenseitige Existenz darstellen.

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