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Der Ur-Schöpfungsvorgang bei der Schaffung Satans und der ersten Engel

Verknüpfung zu den Texten des Propheten Jakob Lorber (1800-64)


    Kurzfassung der Aussagen in Lorbers Werken

    Wie der Ur-Schöpfungsvorgang im Grundsatz verlief, wird aus folgenden Kundgaben etwas deutlicher:

    1) Zur Erschaffung des ersten Geistes (Luzifer, Satan) waren zunächst Gedanken, aus denen sich Ideen formten, nötig. Gedanken und Ideen sind zunächst rein subjektiv, d.h. nur im Erzeuger vorhanden. Gedanken, die zu Begriffen und Taten bzw. Werken werden, sind objektive Auswirkungen und daher ein gegenpoliges Objekt. Das gegenpolige Objekt ist etwas Neues und Selbständiges, es ist ein materialisierter Gedanke. {jl.ev05.228,11 f.; jl.ev05.229,02}

    2) Zunächst ist eine Idee bzw. ein Bild im Vergleich zu ihrem Schöpfer noch tot, untätig und völlig abhängig von ihrem Schöpfer. Sie muß erst belebt und danach zur Selbständigkeit geführt werden. Der belebende Teil, Gott (=Jesus) , gilt daher als positiver Pol, der zu belebende Teil, die Geistwesen, stellen den negativen Pol dar. {jl.ev05.229,02}

    3) Liebe und Weisheit bildeten die Ideen und die Motivation zur Erschaffung aller Wesen. Zur Erschaffung des ersten Geistes oder weiteren Wesen war lediglich der Wille und die damit zusammenhängende Kraft Gottes erforderlich. {a jl.hag3.026,21}

    4) Es gibt nichts in der ganzen ewigen Unendlichkeit, was nicht aus Gott und auf demselben Wege sichtbar und wirksam ins Dasein getreten wäre. {a jl.ev07.017,02; jl.ev01.001,11; Joh.01,03; Ps.033,06; 1. Kor.08,06; Kol.01,16-17; Eph.03,09; Hebr.01,02; Offb.04,11}

    5) Alle Schöpfungen sind göttliche Gedanken, die eine seelische bzw. eine materielle Umhüllung aufweisen. Soweit es sich um Geistwesen handelt, haben sie alle menschenähnliche Form. Gottes Wille ist jene Kraft, die sie schafft und fortbestehen läßt. Alle Gedanken und Werke Gottes sind letztlich unzerstörbar und unvergänglich. Sie wechseln allenfalls Zustand und Form. {a jl.ev07.017,03}

    6) Liebe, Weisheit und Wille Gottes schufen Geistwesen nach Gottes menschengleicher Urform. Die Form und Eingeschaftsausprägung dieser Geistwesen und Menschen ist überall gleich, wenngleich sie variiert. Die Weisesten sind die schönsten, und die mit Liebe Erfüllten sind die zartesten und herrlichsten Geschöpfe. {a jl.bmar.051,07}

    7) Der Unterschied zwischen Mensch und Gott ist vor allem quantitativer Art. Die Wesen sollen Gott in allem ähnlich werden. In kleinen Maße können sie vollkommen das werden, was der Schöpfer in Seinem unendlichen Maße ist, wenn sie seine Ordnung einhalten. {a jl.ev02.040,15}

    8) Was von Gott als kleines Produkt geschaffen wurde, soll in vervielfältigter Art zu ihm zurückkehren. {a jl.GSo2.126,19}

    9) Gottes Alter ist unvorstellbar groß. {a jl.ev04.254,03}


    Originaltexte Erschaffung von Geistwesen durch Gott:

    zu 1) Als Erläuterung zu den ersten Versen des bibl. Johannesevangeliums wurde geoffenbart: Zur Erschaffung des ersten Geistes waren zunächst Gedanken, aus denen sich Ideen formten, nötig: a »Im b Urgrunde, oder auch in der Grundursache (alles Seins), war das Licht (der große heilige Schöpfungsgedanke, die wesenhafte Idee). c Dieses Licht war nicht nur in, sondern auch bei Gott, das heißt, d das Licht trat als wesenhaft beschaulich aus Gott und war somit nicht nur in, sondern auch bei Gott und umfloß gewisserart das urgöttliche Sein.« {a jl.ev01.001,06; b Joh.01,01*; Gen.01,01; 1 Joh.01,01-02; Offb.19,13; Spr.08,22-23; Kol.01,17; Offb.01,02; c Spr.08,29-30; Joh.17,05; Joh.06,46; Joh.17,24; d Phil.02,06; 1 Joh.05,07; Joh.20,28 f.}

    zu 2) Wenn Gedanken nach außen verwirklicht werden, stellen sie einen zunächst toten Gegenpol dar: a »Die einzelnen Gedanken und Ideen, aus denen dann ein vollständig konkreter Begriff gebildet ward, sind noch ganz geistiger Art und machen mit dem Geiste einen und denselben Pol aus, und wir wollen ihn den Haupt- und Lebenspol nennen.« {a jl.ev05.228,11}
       Ideen, die sich formen und realisieren, stehen als Objekt dem denkenden Subjekt gegenüber. Sie sind aber solange noch positiv gleichpolig, als sie keine Realisierung außerhalb des Subjekts erfahren: a »Der konkrete, aus vielen verschiedenen Gedanken und Ideen bestehende Gesamtbegriff - wenn auch noch als ein pures, geistiges Bild in der Seele - ist, weil er schon ein gewisses fixiertes Bestehen hat, nicht mehr dem Hauptpole angehörig, sondern dem Gegenpole, weil er gewisserart so wie ein ausgeschiedenes Ganzes für sich der Seele gegenüber beschaulich in allen seinen Teilen dasteht und durch die weitere Tätigkeit ganz als materielle Sache hinausgestellt werden kann und also als ein gerichtetes und fixiertes Ding nicht mehr der Lebenssphäre des Geistes und der Seele angehören kann.« {a jl.ev05.228,12}
       Zunächst ist eine Idee bzw. ein Bild im Vergleich zu ihrem Schöpfer noch tot, untätig und völlig abhängig von ihrem Schöpfer. Daher entspricht Gott dem positiven Pol, das Geschaffene dem negativen Pol. Die verschiedenen Pole haben daher auch verschiedene Eigenschaften und Freiheitsgrade: a »Im ersten (positiven) Pole ist Leben, Tätigkeit und Freiheit, im zweiten (negativen) oder Gegenpole der Tod, die Trägheit und das Gericht.« {a jl.ev05.229,02}

    zu 3) Zur Erschaffung des ersten Geistes oder weiteren Wesen war lediglich der Wille und die damit zusammenhängende Kraft Gottes erforderlich. a »Ich darf nur wollen, und es ist schon da, was Ich will.« {a jl.hag3.026,21}

    zu 4) Alles wurde nach demselben Prinzip aus Ideen Gottes geschaffen. Es gibt außerhalb von Gott nichts, das nicht aus Ihm hervorgegangen ist. a »Alles, was von Ewigkeit her den unendlichen Raum erfüllt, ist sein Gedanke, seine Idee, seine Weisheit, sein Wille.« {a jl.ev07.017,02; jl.ev01.001,11; Joh.01,03; Ps.033,06; 1. Kor.08,06; Kol.01,16-17; Eph.03,09; Hebr.01,02; Offb.04,11}

    zu 5) Aus Gottes Gedanken, denen sein Wille eine äußere Existenz verschaffte, stammt alles im Kosmos. Dadurch ist es unvergänglich und letztlich unzerstörbar: Gottes a »Gedanken in der nie versiegbaren endlosesten Fülle von einer Ewigkeit zur andern sind die eigentlichen Ursubstanzen und die Urstoffe, aus denen alles, was da auf Erden und in den Himmeln gemacht ist, durch die ungeteilte ewige Macht des göttlichen Willens besteht. Kein Gedanke und keine Idee aber kann selbst in Gott ohne Seinen Willen entstehen und fortbestehen. Dadurch aber, daß ein jeder Gedanke und eine jede Idee als aus der höchsten Intelligenz Gottes durch Seinen Willen hervorgehend eben auch in sich selbst als eine sonderheitliche Intelligenz den entsprechenden Teil des Gotteswillens in sich birgt, kann denn auch jeder solche den Gotteswillen in sich tragende Einzelgedanke Gottes oder eine ebenso beschaffene größere Idee des Herrn nimmerdar ebensowenig je ein Ende nehmen wie Gott Selbst, weil Er einen einmal gedachten Gedanken und eine noch tiefer gefaßte Idee nimmerdar vergessen kann in Seiner allerlichthellsten Selbstbewußtseinssphäre. Weil aber das bei Gott die purste Unmöglichkeit ist, einen einmal gehabten Gedanken oder eine einmal gefaßte Idee zu vergessen, so ist auch jeder noch so kleine Gedanke und eine noch so geringfügig scheinende Idee Gottes für ewig in ihrer urgeistigen Beschaffenheit unzerstörbar.« {a jl.ev07.017,03}
       Alle Gedanken und Werke Gottes sind letztlich unzerstörbar und unvergänglich. Sie wechseln allenfalls Zustand und Form.

    zu 6) Die Form der von Gott geschaffenen" Geistwesen bzw. Menschen ist überall - auch auf Planeten - gleich, wenngleich verschiedene Variationen in Gestalt und Charakter erkennbar sind: a »Die Form des Menschen ist die bleibende und überall gleiche. Unter diesen zahllos vielen Bewohnern der verschiedenen Welten gibt es nur Abstufungen bezüglich der Größe, Liebe, Weisheit und Schönheit. Aber allen diesen Abstufungen liegt dennoch die unveränderte Menschenform zugrunde, indem sie alle Mein (Gottes) Ebenmaß haben. Die Weisesten sind die schönsten, und die mit Liebe Erfüllten sind die zartesten und herrlichsten!« {a jl.bmar.051,07}
       Liebe zu Gott und den Mitgeschöpfen entscheidet über das Maß an Weisheit und Schönheit in der geistigen Welt.

    zu 7) Über den Unterschied zwischen Gott und Mensch wird berichtet: a »Der Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf ist in einer gewissen Hinsicht kein gar so großer, als du es dir vorstellst; denn das Geschöpf selbst ist in und für sich der Wille des Schöpfers, der sicher durchaus gut und würdevoll ist. Erkennt dieser vom Schöpfer ausgegangene und unter der Form des Schöpfers Selbst frei gestellte Wille sich in seinem frei gestellten Alleinsein als das, was er im Grunde des Grundes ist, und handelt danach, so ist er seinem Schöpfer gleich und ist in seinem kleinen Maße vollkommen das, was der Schöpfer in Seinem unendlichen Maße ist; erkennt aber der vom Schöpfer frei gestellte Teilwille sich nicht als das, was er ist, so hört er darum zwar dennoch nicht auf, das zu sein, was er ist, aber er kann so lange die höchste Bestimmung nicht erreichen, bis er sich nicht als das erkannt hat, was er im Grunde des Grundes ist.« {a jl.ev02.040,15}
       Die Menschen sollen also in allem Wahren und Guten Gott ähnlich werden. a »Gott Selbst ist der ewige Urgeist und der ewige Urmensch in Seinem Zentrum und erfüllt die ewig aus Ihm hervorgehende Unendlichkeit mit Seinen großen Gedanken und Ideen, die durch Seine Liebe erfüllt zu einem Ihm gleichen Lebensfeuer, durch Seine Weisheit zu geordneten Formen und durch Seinen Willen zu voneinander abgesonderten und wie für sich bestehenden Wesen werden, in welche die Fähigkeit gelegt wird, sich selbst als solche ewig fortzupflanzen, fortzubilden und auf der Stufenleiter der ewigen Ordnung Gottes sich mit der Zeit zu einen und zur Gottähnlichkeit emporzusteigen.« {a jl.ev07.072,09}

    zu 8) Die Schöpfungen erfüllen einen Vervielfältigungszweck für Gott: a »Ich streue das Leben in den möglichst kleinsten Partien aus Mir hinaus in die endlosen Gebiete Meines allwaltenden Seins, um aus einer jeglichen dieser kleinsten Lebenspartien eine übermäßig potenzierte Lebensmasse zurückzubekommen. Das ist der wahre innerste Grund alles geistigen Lebens.« {a jl.GSo2.126,19}

    zu 9) Über das Alter Gottes gibt ein Vergleich mit der Dauer einer Schöpfungsperiode ein Anhalt: a »Möge eine Schöpfungsperiode von ihrem Urbeginn an bis zur gesamten endlichen geistigen Vollendung auch tausendmal Tausende von äonenmal Äonen (eine b Äone entspricht dezillionmal Dezillionen von Erdjahren) von Tausend-Erdjahrzyklen andauern, so ist solch eine Schöpfungsperiode dennoch nichts gegen Mein ewiges Sein, und ihre für euch unmeßbarste Ausdehnungsgröße ist dem Raume nach ein Nichts im unendlichen Raume!« {a jl.ev04.254,03; b jl.ev05.112,05

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