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Verknüpfung zu den Texten des Propheten Jakob Lorber (1800-64)


    Kurzfassung der Aussagen in Lorbers Werken

    Eine Reihe von Gründen veranlassten Gott (=Jesus) , Geistwesen zu schaffen:

    1) Bloßes Existieren für sich alleine brachte Gott (=Jesus) nie jene Befriedigung, die ihm die Gesellschaft mit lebendigen weiteren Wesen zu bringen vermögen. {jl.ev05.157,07}

    2) Es dient Gott zur Freude, wenn die freien Geschöpfe das werden, was sie bestimmungsgemäß werden sollen. In ihnen findet Gott seinesgleichen wieder, und ihr stetes Wachsen an Erkenntnissen aller Art und dadurch in aller Liebe, Weisheit und Schönheit ist Gottes ewige Lust und Seligkeit! {jl.ev02.006,05}

    3) Es bringt Gott Freude, zu erleben, wie seine zunächst noch unvoll-kommenen Geschöpfe heranwachsen, mehr und mehr lernen und erkennen, wie sie selbständig tätig werden und sich allmählich vervollkommnen. Wenn sie sich über eine mühsam neu erworbene Fähigkeit freuen, kann Gott sich daran mitfreuen. Seine unendliche Vollkommenheit bekommt erst dadurch den unschätzbarsten Wert, sofern sie von seinen Geschöpfen stets mehr und mehr angestrebt wird und sich teilweise auch in ihnen zunehmend zu erkennen gibt. {jl.ev05.157,08-09}

    4) Gott will die Menschen dadurch immer seliger machen, daß sie durch die Vielfalt der Schöpfungswerke und durch immer neue Entdeckungen und Möglichkeiten erfreut werden. Sie sollen ihn als Schöpfer in seiner Weisheit und Macht bewundern und anbeten und dadurch in der Liebe zu ihm wachsen. {jl.ev03.238,05.06}

    5) Alle Geistgeschöpfe sollen in Freiheit und Selbständigkeit in allem gottähnlich vollkommen werden. {jl.ev10.171,08}

    6 Die Erschaffung von Sonnen, Welten und Wesen setzte einen Gegenpol voraus {jl.ev05.228,03}



    Dazugehörende Originaltexte aus Jakob Lorbers Werken:

    zu 1 Über die Motivation Gottes (=Jesus), ein erstes Wesen zu schaffen, wurde geoffenbart: »Meinst du, daß Mir Selbst Meine unendlichste, ewige Lebensvollendung zu etwas frommte (nützte) und Mir eine Seligkeit abgäbe? Wahrlich nicht!« {jl.ev05.157,07} Ohne Rückmeldungen durch andere Wesen sind soziale Bedürfnisse nun einmal nicht zu befriedigen. Was diesbezüglich für Menschen gilt, hat seinen Ursprung also in sozialen Bedürfnissen Gottes.

    zu 2 Wenn Gott erlebt, wie sich Geschöpfe im Rahmen seiner Ordnung entwickeln, bringt ihm dies Freude. Dies war ein weiterer Zweck, warum er andere Geistwesen schuf: »Die Menschen sind die Lust Gottes, wenn sie in Seiner Ordnung das werden, was zu werden sie bestimmt sind. In ihnen findet Gott Seinesgleichen wieder, und ihr stetes Wachsen an Erkenntnissen aller Art und dadurch in aller Liebe, Weisheit und Schönheit ist Gottes unverwüstbare Lust und Seligkeit! Denn alles, was die Unendlichkeit fasset, ist allein des kleinen Menschen wegen da, und es gibt ewig nichts, das nicht da wäre allein des kleinen Menschen wegen.« {jl.ev02.006,05} Der ganze Kosmos dient also der Freude und Entwicklung des Menschen.

    zu 3 Gottes pädagogische Absicht mit seinen Geistwesen bestand u.a. darin, sie zur Freiheit, Selbständigkeit und Vollkommenheit in allem zu führen. Am Erreichen dieses Zieles hat er seine Freude: »In dem zahllos vielen Mitwachsen in Meinen natürlich ebenso zahllos vielen unvollendeten Kindlein, in ihrem zunehmenden Erkennen und Vollkommenerwerden und in ihrer daraus wachsenden Tätigkeit liegt auch Meine eigene höchste Seligkeit. Ihre Freude über eine mühsam errungene, vollendetere Fähigkeit ist auch Meine stets jüngste Freude, und Meine unendliche Vollkommenheit bekommt ja erst dadurch den unschätzbarsten Wert, so sie von den noch unmündigen Kindlein stets mehr und mehr angestrebt wird und sich teilweise auch in ihnen unverkennbar wachsend zu erkennen gibt... Wäre es nicht so, meinst du, daß Ich je eine Welt und irgendein lebendes Wesen auf ihr gestaltet hätte? Alles das war Mir schon von Ewigkeiten her ein unerläßliches Bedürfnis gewesen, ohne welches nie eine Erde erschaffen und mit allerlei Wesen belebt worden wäre.« {jl.ev05.157,08-09}

    zu 4 Die vielen Schöpfungswerke sollen u.a. der Entwicklung der Liebe der Menschen zu Gott dienen: Gott »erfüllte den unendlichen Raum mit zahllosen Werken, die Seiner endlosen Weisheit und Macht entsprechen, und erschuf denkende und auch mit vieler Weisheit begabte Wesen. Diese, stets im höchsten Grade ergriffen von solcher Weisheitstiefe und Macht in Gott, forschen und bewundern in einem fort die göttliche Weisheitstiefe und Macht des einen Schöpfers und werden bei jeder neuen Enthüllung wieder zur Bewunderung und Anbetung und zur intensivsten Liebe hingerissen! Nun, dies einzige muß für Gott die eigentliche Seligkeit sein! Für Ihn als den Schöpfer und Vater der Engel, Welten, Menschen und Kinder muß dies allein die größte Wonne sein, alle jene, die Ihn und Seine Worte stets mehr und mehr erkennen und lieben, auch stets seliger zu machen!« {jl.ev03.238,05.06}
    »Wäre es denn nicht im höchsten Grade traurig für einen irdischen Vater, so er zum Beispiel zwanzig Kinder von großer Lieblichkeit hätte, alle aber wären Blinde und Taube, mit denen der liebevollste Vater nie ein Wort reden und sich ihnen auch als Mensch nicht zeigen könnte?! Stelle man sich solch ein Verhältnis nur so recht lebendig vor: einen überaus wohlhabenden Vater mit zwanzig der Gestalt nach gar wunderschön gebildeten Kindern beiderlei Geschlechts, aber alle taub und blind! Frage: Würde solch ein Vater nicht die größten Summen darauf verwenden, um seine sonst gar so lieben Kindern hörend und sehend zu machen?! Welche Trauer aber wird er empfinden, so es dafür in der ganzen Welt kein Mittel gäbe, um seine Kinder hörend und sehend zu machen?! {jl.ev03.238,08}
    Nun, wir Menschen sind zwar hörend und sehend für uns gegenseitig und finden aneinander ein großes Vergnügen - manchmal sogar mehr als nötig -, daß wir sogar darüber des Schöpfers vergessen können; aber der heilig gute Schöpfer, der allweiseste Vater, müßte dieses seligsten Vergnügens für immer völlig entbehren, von Seinen Kindern je erkannt, gehört und gesehen zu werden! Das ginge für einen ewigen Vater voll der höchsten und reinsten Liebe zu Seinen Kindern gar nicht an! {jl.ev03.238,09}
    In Ihm ist sicher die größere Sehnsucht, uns, Seine Kinder, in dem Stande zu ersehen, der nach Seiner Ordnung uns fähig macht, Ihn zu sehen, persönlich zu lieben und sich Ihm mitzuteilen ohne Schaden für unsere Existenz, - als in uns Kinder zu sehen, die wir noch keinen Begriff vom eigentlichen Grundsein des ewigen Vaters haben. {jl.ev03.238,10}
    Ich glaube darum keine gar zu sehr aus der Luft gegriffene Behauptung aufzustellen, so ich sage: Der Herr hat nicht unsertwegen allein, sondern auch Seinetwegen Fleisch und Blut angezogen und Sich also begeben auf diese Erde zu uns, Seinen noch freilich stark ungehobelten Kindern!« {jl.ev03.238,11}

    zu 5 Auf den vorgezeichneten Wegen sollen alle Geistwesen vollkommen wie Gott werden: »Gott war von Ewigkeit ein reinster und vollkommenster Geist und kann daher nichts anderes wollen, als daß mit der Zeit alle Seine Geschöpfe auf den vom Schöpfer vorgesehenen Wegen wieder das werden, was Er Selbst ist, - nur mit dem Unterschied, daß sie vor ihrer gewisserart materiellen Ins-Dasein-Rufung nichts anderes waren als pure große Gedanken und Ideen des Schöpfers, die Er dann mit den Zeiten der Zeiten mit der Macht Seines Willens gewisserart wie außer Sich als für sich bestehend hinausstellte und ihnen eine Umhülsung gab, innerhalb welcher sie sich nach und nach selbst mehr und mehr beschauen und erkennen mußten und den Sinn für die Selbständigkeit und für die Freiheit in sich durch Meine sie dennoch noch immer durchdringende Kraft erkeimen lassen mußten.« {jl.ev10.171,08}
    Gott will und kann letztlich durch die Vollkommenheit aller seiner Geschöpfe in einer großen Gemeinschaft von gleichartigen Geistwesen leben.

    zu 6 Die Erschaffung von Sonnen, Welten und Wesen setzte einen Gegenpol voraus: »Wenn der ewige, allerfreiest weiseste und allmächtige Geist Gottes Sich nicht eben auch schon von Ewigkeit aus Sich heraus einen Gegenpol gesetzt hätte, so wäre es ihm als pur positivem Gott nie möglich geworden, Sonnen, Welten und all die zahllos vielen Wesen auf ihnen ins Dasein zu rufen.« {jl.ev05.228,03

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