Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 311


Kapitelinhalt Wider den Zweifel und die Schwermut (17.09.1856)

   01] Sage du durch diese wenigen Zeilen dem jungen Freunde C., daß Ich es ihm treuherzigst sagen lasse und nun Selbst sage: Verbanne alles, was dich aus der Kinderschuhzeit daran mahnt, als könntest du Mich beleidigen durch irgendeine Sünde, am Ende sogar durch die sogenannten sündhaften Gedanken, die oft freiwillig kommen und also wiedergehen.
   02] Habe Ich denn je nach der Art eines Ignatius von Loyola ein Sündenregister verfaßt und es den Menschen zur strengsten Beachtung oktroyiert"? (aufgedrängt, aufgezwungen) - Nur die Liebe zu Gott und ebenso zum Nächsten ist von Mir geboten, und alles, was dem zuwiderläuft, verboten. Dies aber kann doch niemanden mißstimmen, sondern nur ganz selig zeihen.
   03] Ich werde doch keinen Menschen erschaffen, um über ihn Meinen Zorn ausschütten zu können, sondern allen zu sagen: Kommet alle zu Mir, die ihr irgend mühselig und beladen seid, denn Ich will euch ja alle erquicken!
   04] Denke du nur fleißig daran und lasse fahren auch den letzten Funken deiner römischtodsündlichen Gedanken, und du wirst in keine Schwermut je mehr verfallen, sondern stets vollkommen heiter sein. Wer Mich wahrhaft kennt und liebt, der kann wahrlich selbst in den bittersten irdischen Momenten nie gar zu traurig werden; denn es müssen ihn ja doch schon viele der augenfälligsten Beweise überzeugt haben, daß Ich den, der stets und lebendig wahr in seiner Liebe sich an Mich um was immer für ihn wahrhaft Gutes und Nützliches gewendet hat, noch nie unbefriedigt und ungesegnet gelassen habe. Um wieviel weniger dich, da Ich dich doch ganz besonders liebhabe, indem Ich gar wohl kenne dein Herz und recht wohl weiß, was du nun selbst bei deinen immerhin noch etwas beschränkten Geldmitteln Mir in Meinem Knechte und andern Armen aus purer Liebe zu Mir getan hast, was alles Ich dir vielfach ersetzen werde - in jüngster Zeit hier zeitlich schon und einst drüben in Meinem Reiche und in Meinem Hause aber gar unbeschreibbar.
   05] Alle Deine zuweilen Zweifel aber findest du ja ohnehin gelöst im ,Johannes' ('Das große Evangelium Johannes', d.Hg.); lies nur recht emsig darin, denn da teile Ich euch als Meinen jüngsten und somit liebsten Kindern ja ohnehin alles mit, was Ich selbst den Erzengeln noch nicht mitgeteilt habe - bis auf Raphael, der später aber auch das Fleisch angenommen hat.


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