Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   03] Paulus aber konnte damals noch gar sehr wohl wissen von solch einer Eigenheit seines Herrn und gab es daher in seiner Abschiedsrede an die etwas hartherzigen Mileter und dadurch auch euch allen zur strengen Beachtung kund!
   04] O möchtet auch ihr es lebendig in euch aufnehmen und empfinden - und lebendig fühlen, um wie viel das Geben seliger ist als das Nehmen! Dann würdet auch ihr euch dieses Sätzlein zum lebendigen Wahlspruche machen!
   05] Aber da ihr noch bei weitem mehr fürs Nehmen als fürs Geben eingenommen seid, so mögt ihr auch die große Seligkeit des Gebens nicht empfinden. So aber soll es nicht sein unter denen, die Ich berufen und erwählet habe!
   06] Ich sage demnach: Erwählet auch ihr euch diesen Meinen Wahlspruch, und ihr werdet dadurch Meine wahrhaftigen Jünger und Kinder sein allezeit und ewig. Amen.

Wunder Gottes - aus der »Haushaltung Gottes« (14.08.1844)

   01] So es Mir, dem Herrn, allezeit gar wohl möglich ist, die allergrößte Weltmenagerie Tag für Tag zu erhalten, so wird es Mir etwa wohl auch damals möglich gewesen sein, die Menagerie Noahs in der Arche ungefähr ein halbes Jahr lang zu erhalten! - Daß in selber Zeit für den frommen Noah und noch für viele andere Menschen Meine Engel sichtbar den Erhaltungsdienst verrichteten, das macht keinen Unterschied vor der gewöhnlichen Alltagserhebung Meiner Geschöpfe; denn das ist ja immer ein gleiches Geschäft der Engel aus Mir, und die Sichtbarkeit bildet da gar keinen Unterschied.
   02] Wären die Menschen in dieser Zeit eben auch also fromm, wie es Noah war, da würden sie auch zu öfteren Malen sehen, wie da gar viele Engel Tag und Nacht vollauf tätig sind, um Meine große Weltmenagerie zu erhalten.
   03] Wenn man aber sagen möchte: »Wie haben es denn hernach zu Noahs Zeiten auch sogar die rein bösen Menschen sehen können, wie da die Engel die Tiere führten und ihr Futter nachtrugen in großer Masse?«


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