Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   63] »Unsere ewige Wahrheit, die Du ewig frei wohnest in Dir Selbst! Werde von uns Menschen der Erde als solche in aller Liebe und Demut erkannt!
   64] Komm ewig leuchtend zu uns und in uns! Mache uns wahrhaftig frei, also wie Du es bist in Dir Selbst!
   65] Sei uns allen als das lebendige tägliche Brot zu einer wahren Sättigung des Geistes zum ewigen, vollkommen freien Leben in Dir Selbst!
   66] Befreie uns von unserer Knechtschaft, welche da ist die Nacht und der Tod unserer Sünde, also wie wir lebendig streben nach Deinem Worte und wie wir als Brüder uns gegenseitig frei machen durch Deine Gnade in uns!
   67] O laß uns nimmer in die grobe Gefangenschaft der Nacht, der Lüge und alles Truges gelangen, sondern mache uns alle wahrhaft frei durch Dein lebendiges, heiliges Wort allzeit und ewig! Amen.«
   68] Wer dies Gebet also betet, der betet es im Geiste und in der Wahrheit, d.h. wenn er es zugleich aus und in der lebendigen Liebe betet - sonst aber ist es nur eine leere Lippenwetzerei, die vor Mir nicht den geringsten Wert hat. - Solches alles auch wohl verstanden! Amen.

An eine schwachgläubige Martha (16.02.1843)

   01] Also magst du ja solches der kleinsündigen »Martha« am Tage ihres Leibestaufnamens geben!
   02] »Wer Mich sieht, der sieht den, der Mich gesandt hat.« Wahrlich, wahrlich, so du aber einen aufnimmst, den Ich sende, dann nimmst du Mich auf. Wer aber Mich aufnimmt, der nimmt den auf, dem Mich gesandt hat; denn Ich und der Vater sind vollkommen eins.
   03] »Glaube an das Licht, dieweil du es hast, auf daß du ein Kind des Lichtes wirst!« - Wer da Meine Liebe hat und predigt allezeit dieselbe und liebt auch alle seine Brüder und Schwestern, der ist wohl erkennbar als ein gültiger Jünger aus Mir. Denn es heißt ja in der Schrift: »Daran wird euch jedermann erkennen, daß ihr Meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habet.«


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