Jakob Lorber: 'Das große Evangelium Johannes', Band 7 Index

Kapitelinhalt 197. Kapitel: Jesus und die Sadduzäer. Die Ehe im Himmel.

  • Matthäus.22,23] An demselben Tage traten die Sadduzäer zu ihm, a die vertreten, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn (a = Markus.12,18; = Lukas.20,27Apostelgeschichte.04,02Apostelgeschichte.23,06Apostelgeschichte.23,08;  ⇒ jl.ev07.197,01a*;  jl.ev10.009,05-13)
       01a] a Es traten aber darauf gleich die Sadduzäer, b die da der rein kynischen Meinung sind und an keine Auferstehung und an kein Fortleben der Seele nach dem Leibestode glauben, zu Mir und fragten Mich, sagend: (a Matthäus.22,23*; = Markus.12,18; = Lukas.20,27b Apostelgeschichte.04,02Apostelgeschichte.23,06Apostelgeschichte.23,08;  jl.ev10.009,05-13

  • Matthäus.22,24] a und sprachen: »Meister, Moses hat gesagt: b 'Wenn einer stirbt und keine Kinder hat, so soll sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken.' (a = Markus.12,19; = Lukas.20,28b 5. Mose.25,055. Mose.25,06;  ⇒ jl.ev07.197,01b*)
       01b] a »Meister, Moses hat gesagt, wennschon gerade nicht ausdrücklich geboten: b 'Wenn der Mann eines Weibes ohne Kinder stirbt, so möge sein Bruder um seines verstorbenen Bruders Weib freien und dann seinem Bruder einen Samen Erwecken. (a Matthäus.22,24*; =Markus.12,19; = Lukas.20,28b 5. Mose.25,055. Mose.25,06)

  • Matthäus.22,25] a Nun sind bei uns sieben Brüder gewesen. Der erste freite und starb; und weil er keinen Samen erweckt hatte, hinterließ er sein Weib seinem Bruder; (a = Markus.12,20; = Lukas.20,29;  ⇒ jl.ev07.197,01c*)
    ev07.197.01c] a Nun sind aber bei uns sieben Brüder gewesen. Der erste freite ein Weib, starb aber bald, ohne im Weibe einen Samen erweckt zu haben. Auf diese Weise kam das verwitwete Weib nach dem Rate Mosis an den zweiten Bruder. (a Matthäus.22,25*; =Markus.12,20; = Lukas.20,29)

  • Matthäus.22,26] a ebenso der zweite und der dritte bis zum siebenten. (a = Markus.12,21; = Lukas.20,30;  ⇒ jl.ev07.197,01d*)

  • Matthäus.22,27] a Zuletzt nach allen starb das Weib. (a = Markus.12,22; = Lukas.20,32;  ⇒ jl.ev07.197,01d*)
       01d] a Aber auch diesem ging es wie seinem verstorbenen Bruder; und das Weib kam also fort an den siebenten ohne Frucht und starb am Ende selbst. (a Matthäus.22,26-27*; =Markus.12,22; = Lukas.20,32)

  • Matthäus.22,28] a In der Auferstehung nun, wessen Weib von diesen sieben wird sie sein? Sie haben sie ja alle gehabt.« (a = Markus.12,23; = Lukas.20,33;  ⇒ jl.ev07.197,01e*)
       01e] a Wenn es mit der Auferstehung nach des Leibes Tode seine Richtigkeit hat, so fragt es sich hier, wessen Weib wird es im andern Leben sein? Denn hier hatte sie ja alle sieben Brüder zu Männern gehabt!« (a Matthäus.22,28*; = Markus.12,23; = Lukas.20,33)

  • Matthäus.22,29] a Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: »Ihr irrt, und b kennt weder die Schrift noch die Kraft Gottes. (a = Markus.12,24b Johannes.20,09;  ⇒ jl.ev07.197,02*)
       02a] a Sagte Ich: »Oh, da irret ihr euch sehr, und b kennet die Schrift nicht und noch um vieles weniger die Kraft Gottes! (a Matthäus.22,29*; = Markus.12,24b Johannes.20,09)

  • Matthäus.22,30] a In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel. (a = Markus.12,25; = Lukas.20,34-36;  ⇒ jl.ev07.197,02b*)
       02b] a In der von euch unverstandenen Auferstehung werden die Menschen völlig gleich sein den Engeln Gottes und werden weder selbst freien noch sich freien lassen. Denn die Ehe im Himmel ist eine andere denn die eure auf dieser Erde. (a Matthäus.22,30*; = Markus.12,25; = Lukas.20,34-36)
       03] Gleichwie aber da auf Erden ein gerechter Mann und ein gerechtes Weib miteinander verbunden sind, also sind im Himmel die Liebe und die Weisheit miteinander verbunden.

  • Matthäus.22,31] a Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, wo er spricht: (a = Markus.12,26; = Lukas.20,37;  ⇒ jl.ev07.197,04a*)
       04a]  Wenn ihr aber schon also bewandert seid in der Schrift, a so werdet ihr ja auch das gelesen haben, wo es geschrieben steht, daß Gott also und verständlich geredet hat:
    (a Matthäus.22,31*; = Markus.12,26; = Lukas.20,37)

  • Matthäus.22,32] a 'Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs'? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. (a = Markus.12,27; = Lukas.20,382. Mose.03,06;  ⇒ jl.ev07.197,04b*)
       04b] a 'Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs!' b Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern ein Gott der Lebendigen. Wenn aber Gott sicher ein Gott der Lebendigen und nicht der Toten und nach eurem Begriffe völlig Vernichteten ist, so müssen Abraham, Isaak und Jakob auch jetzt noch fortleben und müssen schon seit lange her auferstanden sein zum wahren, ewigen Leben. Denn wäre das nicht der Fall, so hätte Gott zu Moses eine Unwahrheit gesprochen, so Er sagte: 'Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs', da Gott nur ein Gott derer, die da irgend leben und sind, sein kann und nicht auch derer, die nicht leben und auch nirgends sind. Denn so etwas zu behaupten und zu glauben, wäre wohl der größte Unsinn in der Welt! (a 2. Mose.03,06; b Matthäus.22,32*; = Markus.12,27; = Lukas.20,38;  )
       05] Als aber Abraham noch im Fleische auf der Erde wandelte und zu ihm die Weissagung geschah, daß Ich Selbst dereinst - was nun vor euren Augen erfüllt ist - in diese Welt auch im Fleische als ein Menschensohn kommen werde, und ihm auch verheißen ward, daß a er Meinen Tag und Meine Zeit in dieser Welt selbst schauen werde, da hatte er eine mächtige Freude darob. (Johannes.08,56)
       06] Und Ich kann euch der vollsten Wahrheit nach die Versicherung geben, daß er Meinen Tag und Meine Zeit auf dieser Erde auch gesehen hat und sie noch gleichfort sieht und sich darob gar höchlich freut. Könnte er das wohl auch, so er nicht schon seit lange her auferstanden wäre, oder so er völlig tot und, wie ihr da meinet, für ewig zunichte geworden wäre?«
       07] Sagten die ganz besiegten Sadduzäer: »So zeige uns den auferstandenen Vater Abraham, und wir wollen dir glauben, was du hier gesagt hast!«
       08] Sagte Ich: »So ihr Meinen Worten nicht glaubet, so würdet ihr der leichtmöglichen Erscheinung Abrahams auch nicht glauben und würdet sagen: 'Siehe da, wie ist dieser Mensch doch ein Magier und will uns blenden!' Ich sage euch aber: a Ich Selbst bin das Leben und die Auferstehung; wer an Mich glaubt, der hat das Leben und die Auferstehung schon in sich. (a Johannes.11,25)
       09] Da sehet hier viele, die noch im Fleische wandeln und sind im Geiste schon auferstanden und werden hinfort a den Tod auch nicht mehr fühlen und schmecken, sondern fortan ewig leben. Diese haben Abraham, Isaak und Jakob auch schon gesehen und gesprochen und wissen, woran sie sind; ihr aber wisset noch lange nicht, woran ihr seid, obwohl ihr lebet und auch denket und wollet. Habt ihr Mich verstanden?« (a Matthäus.16,28; Markus.09,01; Lukas.09,27; Johannes.08,52)
       10] Als die Sadduzäer diese Lektion von Mir bekommen hatten, sagten sie nichts mehr und zogen sich zurück.

  • Matthäus.22,33] a Und als das Volk das hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre. (a = Lukas.20,40;  ⇒ jl.ev07.197,11*)
       11] a Das Volk aber entsetzte sich förmlich über Meine große Weisheit und sagte bei sich: »Dieser ist wahrlich mehr als ein purer Prophet; denn er spricht wie ein selbstmächtiger Herr. Wäre er nur ein purer Prophet, so würde er nicht also reden als ein Herr voll der höchsten Macht aus Gott; denn wer da sagt: b 'Ich bin das Leben und die Auferstehung Selbst; wer an Mich glaubt, der wird den Tod nicht sehen, fühlen und schmecken, denn er hat das Leben und die Auferstehung schon in sich!', - das kann außer Gott niemand von sich aussagen! Wir wissen aber, daß allen Juden ein Messias verheißen ist, dessen Namen groß sein werde; denn Er wird heißen Immanuel, das ist: Gott mit uns. Dieser Mensch ist das sicherlich; denn woher käme ihm sonst solche Macht und Weisheit?« (a Matthäus.22,33*; =Lukas.20,40; b Johannes.11,25)


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