Jakob Lorber: 'Das große Evangelium Johannes', Band 5, Kapitel 242

Jesu 2. Ankündigung seines Leiden und der Auferstehung.

  • Matthäus.17,22] a Als sie aber in Galiläa ihr Wesen hatten, sprach Jesus zu ihnen: In der Zukunft wird der b Menschensohn überantwortet werden in die Hände der Menschen, (a = Markus.09,30; = Lukas.09,43bb Matthäus.17,22-23: Matthäus.16,21Matthäus.20,18Matthäus.20,19;  ⇒ jl.ev05.242,05a
    01] Als wir mit unserer Reise durch das nördliche a Galiläa zu Ende waren, fragten Mich die Jünger und sagten: »Herr, wir sind nun ein paar Monde lang in Obergaliläa umhergezogen von Ort zu Ort und beinahe von Haus zu Haus und haben gepredigt Deine Lehre, und viele haben sie mit viel Liebe und Glauben angenommen und haben sich also vom Heidentume zum Judentume bekehrt. Wir sind nun mit Galiläa nahe fertig; was sollen oder was werden wir nun beginnen? Sollen wir etwa gar in das Dir und uns allerfeindlichst gesinnte Judäa, Ituräa, Trachonitis oder nach Kleinpalästina ziehen?« (a Matthäus.17,22*:Markus.09,30; = Lukas.09,43b)
    02] Sagte Ich: »So ihr die Menschen lehret Mein Wort, da ist eure Rede gut und weise; wenn ihr aber solches und der Dinge der Welt Dümmstes redet mit Mir, da seid ihr ganz gewöhnlichen Menschen gleich und denket und redet gleich wie sie! a Wenn Meine Zeit Meines euch schon zu öfteren Malen vorhergesagten Leidens kommen wird, da wird sie auch unabänderlich dasein; solange sie aber nicht da ist, können wir hundertmal nach Jerusalem und Bethlehem ziehen, und es wird niemand Hand an uns legen! - Habt ihr Mich verstanden?« (Matthäus.17,22-23: Matthäus.16,21Matthäus.20,18Matthäus.20,19)
    03] Sagte Petrus: »Ja, Herr; denn nun hast Du wieder einmal ganz klar geredet! Aber nun sage uns einmal denn auch ganz klar heraus, wie Dein Leiden beschaffen sein wird!«
    04] Sagte Ich: »Ich habe es euch ja doch schon beim alten Römer Markus und wieder bei den armen Fischern kundgetan und auch schon früher, als wir nach Cäsarea hinzogen, was sich mit Mir etwa von nun an in ein paar Jahren zu Jerusalem zutragen wird. Wie fraget ihr denn jetzt dennoch wieder darum? Ja, ihr habet eine große Angst darin, und so fraget ihr um eurer Angst willen; aber damit sich eure Seelen daran gewöhnen, so sage Ich euch nun wieder:
    05a] a Es wird dann in jener Zukunft sein, daß Ich, aber nur als ein Menschensohn, überantwortet werde in der Weltmenschen Hände. (a Matthäus.17,22-23: Matthäus.16,21Matthäus.20,18Matthäus.20,19)

  • Matthäus.17,23] a und sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auferstehen.« Und sie wurden sehr betrübt. (a = Markus.09,31-32; = Lukas.09,45;  ⇒ jl.ev05.242,05b*;  jl.ev03.266,06 ff.;  jl.ev11.240)
    05b] a Sie werden an Mir zwar das, was des Menschensohnes ist, töten; aber am dritten Tage wird der getötete Menschensohn - sage - mit Haut und Haaren wieder auferstehen und mehr denn jetzt lebendig hervorgehen aus dem Grabe als ein ewiger Sieger über Tod und Hölle, und ihr werdet Mich wieder so wie nun in eurer Mitte haben. Euch aber wird darum kein Haar gekrümmt werden! - Verstehet endlich einmal, wie diese Sache steht!« (a Matthäus.17,23*; = Markus.09,31-32; = Lukas.09,45jl.ev03.266,06 ff.;  jl.ev11.240
    06] Sagten alle: »Ja, Herr, von nun an verstehen wir es und sehen auch so ziemlich ein, und es kommt uns vor, als vernähmen wir also lautende Worte in uns: Man muß zuvor sogar auch einen unsterblichen Leib haben, so man den sehr sterblichen, blinden und bösen Menschen die Augen zum Leben öffnen kann in vollster Weise.«
    07] Und Ich sagte dazu: »Amen, also ist es; denn wer nicht selbst ganz durch und durch geistig lebendig ist, kann dem andern nicht das volle ewige Leben sichern! Ich aber bin darum in diese Welt gekommen, um das zu bewirken durch Wort und Tat, und so muß auch das geschehen. Denn auch mein Leib ist nun noch so gut sterblich wie der eurige; er wird aber dadurch unsterblich werden, und Ich werde danach auch euch das vollste ewige Leben vollkommenst sichern können. - Habt ihr das nun verstanden?«
    08] Nun verstanden die Jünger das schon besser und wurden beruhigter.


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