Welche Bedeutung hat Jesu Lehre zur Erreichung des Lebenszieles?

Wichtige Fragen - direkte Antworten aus den Neuoffenbarungen Jesu durch Prophet Jakob Lorber (1800-64)


Inhaltsübersicht:


Gibt es einen einzigen wahren Weg zum Erreichen seiner Bestimmung?

Zu jedem Ziel führen bekanntlich meist viele Wege, aber in der Regel ist nur einer der kürzeste, sicherste oder leichteste. Man kann diesen optimalen Weg durch Probieren, Nachdenken oder auch durch Beachten von diesbezüglichen Offenbarungen Gottes durch Propheten finden. Gott sorgt dafür, daß auch in unseren Zeiten bekannt bleibt, wie die hohe, ewige Bestimmung für Menschen erreichbar ist.
(jl.Ev03.015,01) (Cyrenius, ein Freund Jesu zu dessen Lebzeiten): "... Wie es für jeden Grashalm ein bestimmtes Gesetz gibt, unter und nach dem er sich entwickeln kann, also gibt es auch nur ein der ganzen Wesenheit des Menschen akkommodiertes psychomoralisches Gesetz (angepaßtes seelisch-sittliches Gesetz), unter dem der Mensch aus sich selbst heraus sich seine volle ungebunden freieste Selbständigkeit erringen kann, oder es gibt nur immer einen und unwandelbar stets denselben Weg, auf dem man seine wahre und ewige Bestimmung erreichen kann; auf jedem andern der zahllos vielen Freiheitswege, auf denen moralisch die Menschen wohl auch einhergehen können, ist das große, allein wahre und von Gott aus bestimmte Ziel unmöglich je zu erreichen! 02] Daß aber übrigens der von Dir, o Herr (Jesus), uns gezeigte Weg der ganz allein rechte und wahre ist, das sehe ich nun aber auch so klar und rein ein, als wie klar am hellsten Mittage die Sonne leuchtet. Auch sehe ich es ein, daß ein jeder Mensch, hoch oder nieder, ganz unbeirrt den rechten Weg fortwandeln kann, wenn er nur einen ernstlichen Willen dazu hat; aber wohl sehe ich es auch ein, daß da kein Mensch von sich selbst heraus je diesen Weg hätte finden können in der Fülle der Wahrheit und allen Lebensverhältnissen so vollkommen entsprechend. So etwas muß unmittelbar vom Geiste Gottes den Menschen, die ein rechtes Verständnis haben, geoffenbart werden!
03] Aber obschon der Weg nun sehr klar bezeichnet ist, so wird er aber meiner Ansicht nach dennoch selten vollkommen betreten werden; denn, das verhindernd, haben eben die zu materiellen Einrichtungen der Welt eine zu starke Schranke über diesen allein wahren und rechten Weg gelegt, und viele, die diesen Weg betreten, werden sich daran stoßen und auf dem halben Wege umkehren, besonders, wenn sie nicht binnen einer kurzen Zeit irgendeinen wunderbaren Erfolg ihrer Mühe an sich bemerken werden, was eben bei Menschen, die vorher schon stark mit der Außenwelt verknüpft waren, nicht so geschwinde gehen wird, als man sich's im ersten Augenblick denkt.
04] Ich hoffe, durch Deine besondere Gnade das heilige, große Ziel wohl zu erreichen; aber ich bin nur einer, und der große römische Staat zählt nun viele Millionen. Wie und wann aber werden diese alle, die doch auch so gut wie wir Menschen sind, auf diesen Weg gelangen?!"
05] Sagt dazu der junge Pharisäer: "Höchster Gebieter! Das war soeben auch mein Gedanke! Wir können nun schon den Weg alles Heils ganz ruhig und froh betreten; aber wie die vielen Millionen, die nicht die Gelegenheit haben, an der Quelle zu schöpfen und sich über jeden Zweifel mit dem großen Meister des Lebens selbst zu besprechen?"
06] Sage Ich: "Auch darum ist fürgesorgt! Denn nach Mir bleibt die Himmelspforte gleichfort offen, und es wird das, was wir nun hier verhandeln, nach mehr denn tausend Jahren ebenso von Wort zu Wort können vernommen und aufgezeichnet werden, als ginge alles das vor den Augen derer vor sich, die nahe zweitausend Jahre nach uns die Erde betreten werden; und worin ein jeder künftighin irgendeinen Zweifel haben wird, darüber wird er sich auch können aus den Himmeln des klarsten Rates holen. Denn in der Folge wird jedermann sogar müssen von Gott aus belehrt werden, und der nicht von Gott aus belehrt wird, wird nicht eingehen ins lichtvollste Reich der Wahrheit."

Garantiert Beachtung der Lehren Jesu, daß gottähnliche Vollendung und ewige Seligkeit erreicht werden?

Jesus gab seinen Jüngern sehr differenzierte Hinweise, welches Verhalten dazu führt, dass die seelischen und geistigen Lebensziele sicher erreichbar sind. Dazu teilte er z.B. mit:
: (jl.ev10.109,05) "Darum habe Ich dem Menschen den freien Willen gegeben und seinem Verstande gezeigt Wahres und Gutes und daneben Falsches und Böses, auf daß er sich selbst prüfe, richte und bilde, und daß er eben infolgedessen erst ein Mensch und kein von Meiner Macht gehaltenes und gerichtetes Tier ist, das nach Meinem Mußgesetze also tun muß, wie es in dasselbe gelegt ist, und somit in sich keine Freiheit, Selbstbestimmung und keine ihm anheimgestellte Selbständigkeit hat.
06] Der Mensch aber hat außer seinem Leibe kein Mußgesetz von Mir, sondern ein ganz freies (Gesetz) in seinem Willen und einen völlig unbeschränkten Verstand, mit dem er alles erforschen, prüfen, begreifen und behalten und dann zu seiner Handlungsrichtschnur nehmen kann, was er als wahr und gut erkannt hat.
07] Darum prüfet auch ihr alles, und das, was ihr als wahr und gut erfunden habt, behaltet und handelt und lebt danach, und ihr werdet dadurch euch zu wahren, Mir allzeit und ewig lieben Kindern bilden und gleich Mir, frei und selbständig werden!
08] Wenn ihr dadurch Meinen euch nun bekannten Willen werdet völlig zu dem eigenen gemacht haben und also auch stark im lebendigen Glauben an Mich werdet geworden sein, dann wird auch euch alle Kreatur, gleichwie Mir Selbst, untertänig sein, und ihr werdet euch gegen Meine ewige Ordnung, welche der Grund alles Werdens, Seins und Bestehens ist, nimmerdar verstoßen und versündigen können. Darin aber wird dann auch bestehen das wahre und allerseligste ewige Leben eurer Seele, und wo Ich sein werde, da werdet auch ihr als Meine lieben Kinder bei Mir sein und wirken gleich Mir.
09] Auf daß der Mensch aber zu solch einer höchsten Seligkeit gelangen kann, muß er zufolge seines vollkommen freien Willens und unbeschränkten Verstandes und seiner Vernunft sich nach Meinem ihm bekanntgegebenen Willen selbst richten, bestimmen und bilden, und Ich kann und darf mit Meiner Allmacht nicht ergreifen seinen freien Willen und ihn zum Handeln wie eine andere, noch gerichtete Kreatur zwingen, was ihr alle nun vom wahrsten Grunde aus wohl einsehen werdet.
10] Und so ist in der Art, wie ihr es euch irrig vorgestellt habt, Mir bei dem Menschen nicht alles möglich, weil Ich mit Meiner Allmacht in die volle Freiheit des Menschenwillens nicht eingreifen kann, so der Mensch als ein Mensch nach Meiner ewigen und unwandelbaren Ordnung werden und bleiben soll für ewig.

Werden Menschen Götter, sofern sie Gottes geoffenbarten Willen erfüllen?

Schon die Bibel verhiess mehrfach, dass Menschen 'Götter' werden, d.h. in allem Gott ähnlich werden können, wenngleich es natürlich nur einen einzigen Gott gab und immer nur geben wird. Dazu sind freilich jene Bedingungen einzuhalten, die Gott dafür erlassen und durch Propheten immer wieder geoffenbart hat:
(jl.Ev09.022,04 "Du hältst Mich auch für einen rechten Propheten, und Ich sage es dir, daß Ich auch einer bin, - und bin es doch auch wieder nicht! Denn ein Prophet mußte tun, was ihm der Geist Gottes zu tun gebot. Ich aber bin da Selbst Herr und Diener, schreibe Mir die rechten Wege Selbst vor, und niemand kann Mich zur Rechenschaft ziehen und sagen: "Warum tust du das?" Denn Ich Selbst bin aus und in Mir die Wahrheit, der Weg und das Leben; und wer nach Meiner Lehre tun wird und glaubt, daß Ich Selbst die Wahrheit, der Weg und das Leben und somit ein gänzlich unabhängiger, freiester Herr bin, der wird auch gleich Mir in sich das ewige Leben haben.
05] Denn so die Menschen dieser Erde Kinder Gottes werden wollen, so a müssen sie in allem so vollkommen zu werden trachten, als wie vollkommen da ist der ewige und heilige Vater im Himmel, der in Sich ist die ewige Wahrheit, die ewige Liebe und Macht und alles das endlos Gute, Gerechte und Herrliche aus ihr. Darum heißt es auch in der Schrift: "Nach Seinem Ebenmaße schuf Gott den Menschen, und zu Seinem Ebenbilde machte Er ihn und blies ihm Seinen Odem ein, auf daß er eine lebendige, freie Seele werde!" (a lev.11,44; lev.19,02; lk.06,36; jl.ev01.155,15; jl.ev01.039,05; jl.ev01.039,08; jl.ev01.050,13; jl.ev01.071,13; jl.ev01.039,05-10; jl.ev02.159,14; jl.ev03.180,06; jl.ev04.001,04; jl.ev04.039,01; jl.ev04.110,11; jl.ev04.245,04; jl.ev05.271,06; jl.ev06.226,10; jl.ev07.054,12-13; jl.ev07.139,06; jl.ev08.027,11; jl.ev09.022,05; jl.ev09.024,05; jl.ev09.102,07; jl.gso2.018,15)
06] Auf diese Weise sind die Menschen dieser Erde nicht etwa pure Geschöpfe der Allmacht Jehovas, sondern Kinder Seines Geistes, also Seiner Liebe, und somit - wie es auch geschrieben steht - selbst Götter.
07] So sie aber das sind, was ihnen auch ihr freiester und durch nichts beschränkter Wille laut sagt, da sind sie auch freieste Herren und Richter über sich selbst. Aber vollkommene und Gott völlig ähnliche Herren werden sie erst dann und dadurch, wenn sie den ihnen treu geoffenbarten Willen Gottes zu ihrem eigenen durch das Handeln nach demselben machen, was ihnen auch völlig freisteht.
08] Darum aber wirkt denn Gott auch nur höchst selten sichtbar unter den Menschen, weil er ihnen schon von Uranbeginn die Fähigkeit aus Sich gegeben hat, sich aus eigener Kraft nach und nach bis zur höchsten, gottähnlichen Lebensstufe erheben zu können.
09] Wer demnach, sobald er zum Gebrauch seiner Vernunft kommt, die Wahrheit und ihr Gutes zu suchen beginnt und nach dem, was er gefunden hat, auch gleich handelt, der hat schon den rechten Weg betreten, und Gott wird ihm denselben stets mehr und mehr erleuchten und ihn zu Seiner Herrlichkeit führen. Wer aber träge wird, auch durch seinen eigenen Willen, und sich an diese Welt und ihre Lustreize hängt, die nur zur Probung des freien Willens vor die äußeren und vergänglichen Sinne des Materie- oder Leibmenschen gestellt sind, der richtet sich auch selbst freiwillig und macht sich dem, was tot und gerichtet ist, ähnlich, - ist somit auch schon so gut wie gerichtet und tot.
10] Und dieser Tod ist dann das, was du unter dem Begriff "Hölle" als Strafe der Seele für ihre Sünden verworfen hast, da du nimmer aus Furcht vor solch einer Strafe die Sünde meiden, wie auch einen Lohnhimmel fürs Handeln nach der erkannten Wahrheit erhoffen willst. Und Ich gebe dir da ganz recht; denn es gibt wahrlich nirgends eine solche Hölle, noch einen solchen Himmel. Und dennoch gibt es eine Hölle und einen Himmel, aber nicht irgend außerhalb des Menschen, sondern in ihm, je nachdem er sich selbst richtet auf die soeben gezeigte Art und Weise."

Unter welchen Umständen kann der Mensch wie Gott Schöpfer sein?

Wenn Menschen in allem Gott ähnlich werden sollen, müssen sie wohl auch die Fähigkeit bekommen, wie Gott als Schöpfer neuer Menschen sein zu können. Dazu müssen sie allerdings die Ordnung Gottes einhalten:
(jl.Ev04.056,04 "Der Mensch ist ... zuerst ein Mensch aus Gott und dann erst ein Mensch aus sich. Solange er allein aus Gott ist, gleicht er einem Embryo im Mutterleibe; erst wenn er auch aus sich selbst ein Mensch wird in der Ordnung Gottes, dann ist er ein vollkommener Mensch, weil er dadurch erst zur wahren Gottähnlichkeit gelangen kann. Ist er zu dieser gelangt, dann bleibt er wie ein Gott in Ewigkeit und ist ein Selbstschöpfer der weiteren Welten und Wesen und Menschen geworden."


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