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Spiritismus, Spiritualismus

Echte und falsche Propheten

    Seelisch-charakterliche Voraussetzungen eines Mediums der göttl. Ordnung


    Inhaltsübersicht:


    Auswirkung von Charakter und Einstellung auf Geistwesen

    Die Einstellung, das Denken, Fühlen, Wollen und Handeln erzeugen Schwingungen, die entsprechende Geistwesen anziehen. Daher ist die Arbeit an der Selbstvervollkommnung enorm wichtig.
    Je mehr die Einstellung und die tägliche Lebensführung jenen Geboten entspricht, die Jesus Christus lehrte, desto mehr schreitet die geistige Wiedergeburt fort und umso wahrscheinlicher empfängt ein Medium auch Informationen und Hilfen aus der göttlichen Welt.

    Charakter, Motive und Eigenschaften eines himmlischen Mediums bzw. Propheten

    Damit durch Charakter, Einstellung und Lebensweise eines Mediums gute, himmlische Geister (Engel) angezogen werden und bereit zur Hilfe sind, sind bestimmte Eigenschaften besonders förderlich bzw. wichtige Voraussetzungen, z.B. Gottesliebe u. uneigennützige Nächstenliebe, Wahrheitsliebe, Einfachheit und Demut, Streben nach lebendigem und gelebtem Glauben, Ernsthaftigkeit der Bemühungen, strenge Selbstzucht, Dankbarkeit, Gebrauch des Willens und der geistigen Gaben im göttlichen Sinne, Geduld und Barmherzigkeit. Darauf wird immer wieder aus dem Jenseits hingewiesen. Folgende Aspekte werden eigens erwähnt: "

    Ernsthafte seelische Läuterung, gute Werke

    • Durch a ernsthafte Selbstprüfung und b disziplinierte Selbsterziehung sollten Wahrheitssuchende seelische und geistige Reinigung und Vervollkommnung erstreben, um für göttl. Gnade würdig zu sein, gutes Geistesgut empfangen und für die Menschheit in Liebe und Güte wirken zu können. (a jl.FBot.031,01c; b KN.MS01.027,08 )
    • Wer sich ernst selbst prüft, an der charakterlichen Vervollkommnung arbeitet, Gutes tun will und die eigene Begrenztheit erkennt und demütig um Hilfe und Führung bittet, erhält mehr Hilfe, z.B. durch Hellhören oder mediales Schreiben. (jl.FBot.031,02; L.v.M.)
    • Wer es ernsthaft anstrebt, sich nicht irreführen und von der Materie nicht fangen läßt, kann in wenigen Jahren mit reinen Geistern wie mit Menschen sprechen und umgehen. (jl.FBot.019,02a)

    Liebe zu Gott = Jesus Christus

    • Je mehr sich jemand bemüht, gut zu werden und sich mit Jesus Christus zu verbinden, desto mehr himmlische Zeugnisse und geistige Wahrheiten werden ihm anvertraut. (jl.FBot.038,01b)
    • Ernsthafte Liebe zu Jesus und Verherrlichung seines Namens sind Voraussetzung zum Einblick in mehr und mehr Schöpfungsgeheimnisse und gewährleisten Kontakt mit der guten Geisterwelt (jl.Him1.205,16)

    Uneigennützige Nächstenliebe

    • Reine, gute Einstellung ohne negative und selbstsüchtige Gefühle und Absichten sollen vorliegen. (KN.MS04.019,04)
    • Eine positive, an göttl. Ordnung orientierte Lebensführung des Mediums erlaubt guten Geistern und Engeln jede aktive Unterstützung, wenn darum gebeten wird.

    Motivation für die Wahrheit und das Gute, Hilfsbereitschaft

    • Ein im Jenseits Wahrheitssuchener soll sich klar werden, ob er mit seinen Neigungen und Handeln Gutes oder Böses erreichen will. (jl.FBot.031,01c; L.v.M.)
    • Bereitschaft zum demütigen Dienen und Helfen sollte vorhanden sein; Gaben und Kräfte sollten fürs Allgemeinwohl eingesetzt werden. (KN.MS01.032,20b)
    • Fester Glaube, Zurückhaltung vor der Öffentlichkeit und Hilfsbereitschaft für arme verirrte Seelen kann Großes leisten. (jl.FBot.060,05b)

    Bescheidenheit, Demut

    • Bescheidenheit statt Geltungsbedürfnis ist eine nötige Haupteigenschaft eines guten Mediums; nur Hingabe an die gute Sache darf Motivation sein. (KN.MS01.031,16)
    • Demut, Dankbarkeit für alle jenseitigen Hilfen, Bemühen um Würdigkeit, bescheidene Selbstbeschränkung auf die eigenen Gaben und Verzicht auf öffentliche Darstellung der Gaben und Fähigkeiten (jl.FBot.045,05a)
    • Sich Gott nicht als Medium aufdrängen! Demut ist wichtig und das Wissen, daß man eigentlich für Gott unnötig ist. (jl.HaG1.083,16-17)
    • Ein bei der guten Geisterwelt Wahrheit suchender darf nach weltlichen Maßstäben unbedeutend und unwissend sein; denn 'den Unmündigen wird es offenbart.' (Mt.11,25)

    Diese Charakterzüge, Einstellungen, Motive und Verhaltensweisen bewirken die geistige Wiedergeburt des Menschen. Erst durch sie entfalten sich jene Geistesgaben, die durch die Weckung und Entfaltung des von Gott stammenden Geistfunkens im Menschen aktiv werden.


    Anhang: Originalzitate

    Literaturquellen. Verwendete Abkürzungen:
    • KN.MS. = Karl Nowotny: 'Mediales Schriften', 6 Bände
    • JG.VGG. = Johannes Greber: 'Verkehr mit der Geisterwelt Gottes'
    • jl.FBot. = Jakob Lorber: aus 'Frohe Botschaft' (Nr. 25 der Neu-Salems-Schriften)


    (Mt.11,25) Jesus: "Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil Du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart."


    (jl.FBot.038,01b; L.v.M. 9.12.1884) "Wenn nun ein Medium geistig bestrebt ist, gut zu werden, und sich mit dem himmlischen Vater immer mehr zu verbinden, so können ihm himmlische Zeugnisse und geistige Wahrheiten anvertraut werden; es wird ihm, je mehr sich dasselbe bemüht gut zu werden, um so mehr anvertraut, und es scharen sich mit Lust und Freude gute Geister um dasselbe, so daß es zum Segen auch für Andere werden kann, welche den reinen Spiritismus schätzen lernten, weil es Wahres birgt..."
    (jl.Him1.205,16) Jesus: "Demjenigen, dem es vollkommen Ernst ist mit seiner Liebe und mit der Verherrlichung Meines Namens, werden hernach auch alsobald alle Gemächer Meiner unendlichen Schöpfung nach und nach aufgeschlossen. Und es soll ihm auch nicht ein Punkt tot und fremd bleiben, und es sollen ihm aufgetan werden die Gemächer der Luft, die Gemächer des Erdreiches. Und er soll mit dem einen Auge schauen die große Welt der Geister und mit dem andern Auge zu gleicher Zeit die Welt der Körper, damit er da gewahren könne, wie eins aus dem andern hervorgeht und eines für das andere da ist. (jl.Him1.206,17) Jedoch, wohlgemerkt, nicht eher soll das jemandem zuteil werden - und würde er darum bitten Tag und Nacht - bevor es ihm nicht ganz vollkommen Ernst mit seiner Liebe zu Mir geworden ist. Denn das Himmelreich leidet allezeit Gewalt, und nur diejenigen werden es besitzen, die es mit eiserner Gewalt an sich reißen. Diese "eiserne Gewalt" ist aber keine andere als die Gewalt der Liebe. Denn die Liebe vermag alles!
    (jl.FBot.019,02a) "... Ein Mensch, so er recht ernstlich will, kann es in etlichen Jahren dahin bringen, daß er mit uns reinen Geistern eben so umgehen und reden wird, als wie mit noch leiblichen Menschen auf der Erde; aber natürlich darf er sich von der Materie nicht fangen und in was immer irre leiten lassen."
    (jl.FBot.031,01c; L.v.M.) "Daß der Feind diese (mediale) Ausstattung zu seinen Zwecken ebenfalls gerne benützt, ist natürlich, darum ist die richtige Vorbereitung dazu von großer Wichtigkeit; vor allem gehört dazu, daß der Mensch sich klar ist, ob er Gutes oder Böses will mit seinen Neigungen, und was er weiter mit seinem Bemühen erreichen will. (jl.FBot.031,01c; L.v.M.) "Eine ernste Selbstprüfung und ein Verlangen, besser zu werden, muß die Menschen tüchtig machen, daß ihnen Gut-Geistiges von drüben anvertraut werden kann."
    (KN.MS01.027,08) Bewußt wird ein solcher Mensch bestrebt sein, in strenger Selbsterziehung Reinheit der Seele und des Geistes zu erreichen, um der göttlichen Gnade würdig zu sein und für die Menschheit in Liebe und Güte zu wirken.
    (jl.FBot.031,02; L.v.M.) "Will das (ernste Selbstprüfung; Verlangen, besser zu werden; Gutes Wollen) ein Mensch tun, so wird er bald einsehen, daß seine eigene Kraft dabei nicht zureicht, und wendet er sich deshalb an den Hl. Vater (im Himmel), dann ist auch der Zeitpunkt für die jenseitigen Brüder gekommen, solch einen Menschen mehr beeinflussen zu dürfen, und wenn seine Anlagen es zulassen, mit demselben zu reden, oder auch zu schreiben."
    (KN.MS01.032,20b) "So wie man im Leben schon erkannt hat, daß das höchste Ziel des irdischen Daseins die Hilfsbereitschaft für die leidende Menschheit ist und man das Schönste empfindet, wenn man seine Kräfte zum Wohle der Allgemeinheit gebraucht, so ist hier in viel höherem und reinerem Maße die Freude am Dienen für andere vorhanden."
    (jl.FBot.060,05b) (Ein sich an Gott und die guten Geister wendendes Medium) "könnte gar Großes leisten durch einen festen Glauben, der freilich nicht vor der Welt prangen, aber dafür desto mehr tun will für arme verirrte Seelen."
    (KN.MS01.031,16) Bescheidenheit ist eine Hauptgrundlage für die mediale Betätigung. Nicht der Wunsch, damit seine eigene Person zur Geltung zu bringen, darf zum Leitgedanken werden. Das Medium ist in bestem Sinne ein willenloses Werkzeug, im besten Sinne deshalb, weil allein die Hingabe an die gute Sache die Triebfeder bei aller Betätigung sein darf. Damit genug für heute.
    (jl.FBot.045,05a) "Bleibt in der Demut! Seid dankbar auch für die kleinste Mitteilung, und haltet dieselbe als eine göttliche Gabe wert; macht euch immer würdiger, dieselben zu empfangen; seht nicht auf solche, welche in die Welt hineinposaunen von außerordentlichen Erscheinungen und Entdeckungen von drüben; ein jeder, wie ihn der Herr berufen hat, also wandle er."
    (jl.HaG1.083,16-17) Henoch: "Es habe niemand eine zu große, begierliche Freude daran, ein Werkzeug des Herrn zu werden, sondern jeder verharre in aller heiligen Stille und großen Demut und heimlichen Liebe! Denn es liegt keine Dankbarkeit und durchaus kein Verdienst darin, so jemand berufen wird vom Herrn, als ein Werkzeug zu dienen - denn der Herr vermag auch ohne Werkzeuge Seine großen Werke zu verrichten -; aber es liegt alles darin, daß wir nicht einen Herrn suchen, um ihm unsere eitlen Dinge aufzudrängen, um dadurch zu zeigen, als wenn wir auch etwas wären und vermöchten, sondern daß wir alle ein und denselben heiligen Vater suchen, auf daß Er uns gnädigst zu Kindern es ewigen Lebens aufnehmen möge durch die gnädigste und liebevollste Erweckung unseres schlafenden Geistes und durch die Erleuchtung unserer weltfinsteren Seele. Wen der Herr aber berufen hat, vor den Brüdern von Seiner unendlichen Liebe zu zeugen, der zeuge immerhin, aber stets in der allerhöchsten Demut seines eigenen Herzens, stets eingedenk, daß man nur ein allernutzlosester Diener ist, den der Herr nur gar zu leicht rathalten (entbehren, d. Hsg.) kann."
    (KN.MS04.019,04) "Nur eine reine, gute Einstellung unter Ausschaltung aller negativen und selbstsüchtigen Gefühle und Absichten kann von Erfolg begleitet sein."


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