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Wachsen und Reifen durch Auseinandersetzung mit polaren Gegenkräften

Verknüpfung zu den Texten des Propheten Jakob Lorber (1800-64)


    Kurzfassung der Aussagen in Lorbers Werken

    Über den positiven Sinn von unterschiedlichen Anlagen, Fähigkeiten, Eigenschaften und Bedürfnissen und die Auseinandersetzung zwischen Polaritäten wird geoffenbart:

    1 Ohne Verlockungen und Gegenkräfte könnte nie erkannt werden, wie stark oder schwach man selbst ist und wo sich die eigene Position befindet. {a jl.ev02.228,06; bjl.ev02.229,01}

    2) Die unterschiedlichen Wesenszüge können sich durch Übertreibung nach oben und Untertreibung nach unten zu Extremen entwickeln und so zu Polaritäten werden. Jede Extrementwicklung sorgt dafür, daß ein Gegengewicht geschaffen wird. Jedes Handeln und jeder Gegensatz erzeugt eine Reaktion und aus dieser erfolgt eine weitere Aktion. So dienen Gegensätze der Auseinandersetzung, der Reifung, dem Kräftemessem und somit letztlich der Höherentwicklung. {a jl.ev02.229,03}

    3) In Gott (=Jesus) sind die Eigenschaften in ausgewogenem, harmonischen Verhältnis ausgeprägt. Bei den erschaffenen Geistwesen waren verschiedene Schwerpunkte im Charakter und in den Anlagen vorgegeben. Solche Unterschiede führen dazu, daß einzelne Eigenschaften sich durchsetzen wollen. Alle Eigenschaften in Harmonie zu bringen war eine Aufgabe der geschaffenen Wesen, damit sie auch darin Gott ähnlich und frei sein konnten. {a jl.ev02.229,04 f.}

    4) Aus entgegengesetzten Neigungen - z.B. nach Bewegung und Ruhe - ergibt sich als Aufgabe, die individuell unterschiedlichen Charakterzüge oder gar extremen Eigenschaftsausprägungen durch eigene Anstrengungen zum Ausgleich zu bringen. Je nach Vorliebe, Einsicht, Motiven und Anstrengungen entwickelten sich die Charaktere natürlich verschieden. {a jl.ev02.229,08}

    5) Die materielle Schöpfung ist der große Gegenpol zu Gott. In ihr sollen sich die Engel und Menschen bewähren und zur Vollkommenheit heranreifen. {jl.ev05.230,01}


    Originaltexte zu Wachsen und Reifen durch Auseinandersetzung mit Gegenkräften:

    zu 1) Jede Kraft braucht eine Gegenkraft, um Harmonie oder Wirkung zu ermöglichen: a  »Keine Kraft kann irgend etwas wirken, wenn sich ihr nicht eine Gegenkraft entgegenstellt.« Denn b »ein Sein ohne ein Gegensein wäre so gut wie gar kein Sein ... Jedes Sein muß irgendein Gegensein haben, damit es selbst wirkend sei.« {a jl.ev02.228,06; bjl.ev02.229,01}

    zu 2) Jede Extrementwicklung und Sieg sorgt dafür, daß ein Gegengewicht geschaffen wird: a  »Diese Gegensätze sind in einem ununterbrochenen Kampfe begriffen, aber stets also, daß der stetige Sieg der einen Kraft auch stets zur Stütze der gewisserart besiegten Kraft dient.« {a jl.ev02.229,03}

    zu 3) Über den Kampf der verschieden ausgeprägten Eigenschaften in den Geistwesen wird mitgeteilt: a  »Wollte nun Gott einmal aus Sich heraus Ihm ähnliche freie Wesen erschaffen, so mußte Er sie ja auch mit eben den streitenden Gegensätzen versehen, die Er in Sich Selbst von aller Ewigkeit her in den natürlich besten und reinst abgewogensten Verhältnissen besaß und besitzen mußte, ansonst Er sicher nie wirkend dagewesen wäre. Nun, die Wesen wurden also völlig nach Seinem Ebenmaße gestaltet, und es ward ihnen am Ende darum auch die Fähigkeit notwendig eigen, sich selbst zu konsolidieren aus dem Kampfe der in ihnen aus Gott niedergelegten kämpfenden Gegensätze.« {a jl.ev02.229,04 f.}

    zu 4) Das Ergebnis der Bestrebungen der verschiedenen Eigenschaften, sich durchzusetzen, war bei den einzelnen Geistwesen verschieden: a  »Da entstanden verschiedene Siege. In dem einen Teile ward die harte Ruhe zum überwiegenden Sieger, und die Bewegung ward dadurch zu sehr untergeordnet, daher sie sich denn auch stets gleichfort die größte und feurigste Mühe gibt, den Stein zu erweichen und ihn ihr ähnlicher und entsprechender zu machen; anderseits siegte wieder die Bewegung in allen ihren Teilen zu sehr und wird darum von der in ihr schwächern Ruhe stets bekämpft, um mit ihr in ein entsprechendes Verhältnis zu treten.« {a jl.ev02.229,08}

    zu 5) Die materielle Schöpfung ist der große Gegenpol zu Gott. In ihr sollen sich die Engel und Menschen bewähren und zur Vollkommenheit heranreifen: »Ihr seht daraus, daß selbst Gott, so Er nicht aus Sich Sich Selbst den für eure Begriffe endlos großen Gegenpol gestellt hätte, keine Schöpfung als materiell bestehend aus Sich hätte hervorrufen und hinstellen können, weil eben der große Gegenpol die Schöpfung selbst ist. Diese muß also gerichtet, fest, so gut wie tot und beharrlich sein, so sie ihrem vom Schöpfer gestellten Zweck entsprechen soll. Und weil sie das ist, was sie ist und wie, so ist sie auch gut Gott gegenüber. Böse der Wirkung nach ist sie nur den Menschen gegenüber, weil diese der Seele und teilweise sogar dem Fleische nach die Bestimmung haben, als aus dem Tode erweckte Wesen sich für ewig mit dem reinen, positiven Geiste aus Gott zu vereinen mit Gott, ohne dadurch je mehr ihre absoluteste Freiheit und Selbständigkeit einzubüßen.« {jl.ev05.230,01}

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