Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 465


   06] Das emsige Hin- und Herschwenken mit den Schweifen besagt das fleißige Von-sich-Schaffen allerlei weltlicher Versuchungen, die sich in der Geisterwelt wie Fliegen aller Art ausnehmen.
   07] Daß aber im Geisterreiche auf dem Wege der Entsprechungen die Religion unter der Gestalt von Kälbern dargestellt wird, rührt daher, weil diese Tiere zugleich ein Symbol der Demut sind, durch die allein die wahre Religion bedingt werden kann. Also werde auch Ich Selbst unter dem Bilde eines Lammes dargestellt, welches in sich die größte Demut anzeigt, deren nur Ich allein fähig bin; - das Kalb aber stellt auch die Demut vor, aber nur also, wie die Menschen der Demut fähig sein können.
   08] Verstehst du nun deine Vision? - Ja, du verstehst sie nun; aber du wirst zu dieser ehestens eine andere hinzubekommen, die noch viel denkwürdiger sein wird als diese. Aber die werde Ich dir nicht eher erklären, als bis du selbst dich versucht haben wirst, sie dir zu enträtseln. - Teile das aber auch allen unseren Freunden mit; es sei!


Kapitelinhalt Es muß alles neu werden! - Blick in die nächste Zukunft (05.03.1849)

   00] O Herr! Gar sonderbar sieht es nun am politischen Horizonte aus. Einerseits kommt es mir vor, als wäre nun überall alles auf die höchste Spitze gestellt, und die Spannung der Völker scheint auch den Kulminationspunkt erreicht zu haben und man meint vielseitig, es bedürfe bloß nur eines kleinen Druckes mehr und alle Saiten des menschlichen Lebens und dessen Geduld müssen auf einmal reißen, wo dann notwendig alles drunter und drüber gehen müßte. Andererseits aber scheint es doch wieder, wenn man die Sache mit etwas mehr ruhigem Blute beobachtet, als wollten sich nun alle noch so aufgeregten politischen Völker- und Staatenelemente ganz friedlich ausgleichen und legen wie die Meereswogen nach einem großen Sturme. - Kurz und gut, die Sachen der Menschen sind nun so gestellt, daß wahrlich wahr sich nun auch der allernüchternste Denker nicht mehr auskennt, wohin alles das führen und was daraus werden wird. -
   00] O Herr! Du weißt alles, Du hast mir und Deinen anderen Freunden und Brüdern schon mehrere Male so manches voraus kundgegeben, was hernach auch allezeit richtig eingetroffen ist. Das hat uns sehr getröstet, und wir konnten uns danach gar wohl also richten, daß uns mit Deiner Gnade und Hilfe auch wahrlich nichts Arges begegnet ist. - O so sei auch diesmal so gnädig und barmherzig und gib uns nur so gewisse Winke, auf daß wir durch Deine Gnade der Zukunft auch ruhiger entgegengehen könnten! - Dein heiliger Wille geschehe allezeit und ewig, und Dein allein heiliger Name werde geheiligt amen.


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