Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 294


Kapitelinhalt Brücke zwischen der Sinnen- und Geisterwelt (24.02.1854)

('Diese Kundgabe erging in einer Zeit, als der Okkultismus mit seinen Praktiken und Erfahrungen sowohl Aufsehen erregte wie Fragen aufwarf. Aus dem Inhalt der Kundgabe geht hervor, daß Freunde um Jakob Lorber auf ihre diesbezüglichen Fragen Antwort erbaten und vorstehende erklärende Antwort des Herrn durch Jakob Lorber erhielten. Diese Kundgabe wurde von Johannes Busch in Dresden erstmalig veröffentlicht.)

   01] Ob die bei Tier und Mensch die materiellen Glieder in beliebige Bewegung setzende Seelenkraft in dem wohlkonstruierten Organismus des an und für sich toten Leibes allerlei wunderbare Wirkungen lediglich durch den Willen zustande bringt, oder ob der lebensfrohen Seele Lebenskraftteilchen durch irgendein taugliches Leitmittel in einen anderen außer (außerhalb) dem Menschenleibe befindlichen, obschon an und für sich eigentlich toten Gegenstand geleitet und dort wie für sich, wennschon auf eine natürlich etwas plumpe Art tätig werden - weil ein solcher grobmaterieller Gegenstand des tauglichen Organismus entbehrt, den ein wohlorganisierter Leib zu den verschiedenen Lebensverrichtungen besitzt -, so ist das im Grunde dennoch fast ein und dasselbe und demnach von einem rein geistigen Einwirken da noch lange keine Rede.
   02] Ein Gegenstand wird demnach desto heftiger in eine gewisse plumpe Tätigkeit versetzt werden, je lebenskräftiger Menschenseelen sind, die - durch eine Kette vereint - den Überfluß ihrer aus der Natur in sich aufgenommenen Lebenskraft diesem Gegenstände mitteilen. Bilden die Kette aber Menschenseelen, die infolge ihrer ausschweifenden Lebensweise keinen Überfluß an seelischer oder magnetischer Lebenskraft besitzen, so wird in dem berührten Gegenstand entweder keine oder eine nur höchst schwach übergegangene oder überwirkende Lebenskraft verspürt. Aus diesem Grunde bewirken Kinder, deren Seelen - abgesehen von ihrem oft sehr schwachen Leib - eine große Menge überflüssiges Lebensfluidum besitzen, nicht selten mehr des Staunenerregenden, und das oft in kürzester Zeit, als dem Leibe nach allerstärkste Männer.
   03] Die Ursache dieser Erscheinung liegt ganz einfach darin: Bei leibesstarken Menschen werden die sogenannten überflüssigen Lebenskräfte der Seele zur Robustierung des Leibes gleichfort verwendet, aus welchem Grunde die Herkulesse in ihrer Intelligenzsphäre auch zumeist am Scheideweg sich die Köpfe zerbrechen, was sie tun sollen, während leibesschwache Menschen, deren Seelen ihre überflüssige Lebenskraft nur zu ihrer geistigen Kraft verwenden, zumeist intelligenzhell in einer oder der anderen Sphäre sind.


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