Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   15] Kurz und gut, diese verkehrte Art muß nun unter ein strenges Augen- und Ohrenmerk gestellt werden, sonst wird sie unter der Hülle ihres Schafpelzes wühlen wie eine Schermaus im Finstern und kann dem Lande einen großen Schaden zufügen, Denn Ich kann und darf nicht mit Meiner Allmacht ihren Willen brechen. Und Mein Licht würde sie töten, wie das Leuchten des Blitzes die Krebse, so sie sich zuvor nicht in ihre Sumpflöcher verkriechen, bevor ein Wetter kommt.
   16] Darum rate Ich euch hier die rechte Klugheit an, die oft mehr vermag als eine Heeresmacht von vielen hunderttausend Kriegern!
   17] Ich aber werde dieser Art nur noch eine ganz kurze Zeit zusehen, ob sie sich bessere. Dann aber werde auch Ich ein »Kriegsheer« gegen sie anrücken lassen, desgleichen die Welt noch nicht geschaut hat!
   18] Über alles aber sei du voll guten Mutes! Ich werde stets dir zur Seite sein und dir kein Haar krümmen lassen. - So klug wie diese sind, werde wohl etwa auch Ich sein! - Alles dessen sei du, mein lieber Andr. H.-W., völlig versichert! - Das sage Ich, der allsehende Jesus, dir! Amen.

Das Haupt des Mannes, des Weibes und Christi (1 Kor.11,03; 21.12.1847)

   00] (1ÿKor.11,03) »Ihr sollt aber wissen: Jegliches Mannes Haupt ist Christus; das Haupt des Weibes ist der Mann; das Haupt Christi ist Gott.«
   01] Dieser Text ist ein ganz natürlich-leicht zu fassender, wie sobald kein anderer. - Nur muß man hier wohl wissen, wer und was da ein »Mann« ist.
   02] Der »Mann« ist die Polarität (d.h. der ergänzende Gegensatz) des Göttlichen, das da ist das Allerhöchste, nämlich der Kulminationspunkt des Gotteslichtes. Dieses Gotteslicht aber ist Christus, der da in die Welt kam als ein Licht, das erleuchtete die Finsternis der Welt (d.h. der Weltmenschen). - Wie aber da ist Christus ein Licht des Lichtes, also ist auch das Haupt das Licht des Menschen und ist dessen oberste, also positive Polarität.


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