Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   04] Ich allein habe Briefe für derlei stumpfsinnige Menschen. Wenn ein solcher von Mir an sie abgesendet wird, so wird er von sehr starker Wirkung sein! - Siehe, und es ist schon einer abgesandt - und dieser wird wahrhaft von starker Wirkung sein!
   05] Es werden kaum sieben mal sieben Tage verstreichen, und deine Mutter wird die Wirkung dieses Meines Briefes, des unsichtbaren, erfahren. - Darum möge sie mit dem ihren diese Zeit zurückbleiben bis auf einen Monat und ihn erst dann abschicken, so es ihr notwendig dünken sollte. Amen. - Versteh es! Amen.

Über Träume; drei geträumte Worte (05.03.1842)

   01] Die Träume sind ja zumeist leere Schäume, an denen nicht viel mehr gelegen ist als an dem Frühjahrsschnee, welcher vor Millionen Jahren der Erde unfruchtbare, kahle und lebensnackte Gefilde befruchtete. Dessenungeachtet aber ist doch ein gar gewaltiger Unterschied zu machen zwischen den Träumen derjenigen Menschen, die da selbst keinen größeren Wert haben als ihre Träume selbst; und dann wieder den Träumen solcher Menschen, die da sind in Meiner Gnade, Liebe, Erbarmung und in Meinem Worte und tun nach demselben aus Liebe zu Mir, so viel es ihnen nur immer möglich ist.
   02] Sehet, Meine lieben Kindlein, damit ihr aber solchen Unterschied in euch auch völlig einsehet, so will Ich ihn euch ein wenig mehr erleuchten. Und so merkt denn:
   03] Wenn einem Weltmenschen etwas träumt, so ist ein solcher Traum eitel nichts anderes als eine verworrene Anschauung der nichtigsten Welteindrücke, welche die Seele des nach außen gekehrten Menschen des Tages hindurch in sich aufnahm und somit als dasselbe nichtige Zeug im Schlafe wieder beschaut. Wenn aber die Dinge der Welt schon in der Wirklichkeit an und für sich keinen Wert haben, um wieviel weniger wird ihr Werk erst sein, so sie in einer leeren Seele als dreifach leere Träume vorkommen!


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