Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1


KapitelinhaltRat für Weinbergarbeiter (10.08.1841)

   01] Höre! Also lautet es im Rate der ewigen Weisheit und Liebe deines Herrn, deines Gottes, deines Schöpfers, deines Erlösers und-dadurch erst - deines Vaters, der da ist heilig, heilig, heilig:
   03] So du magst läuternd umgeben mit Personen des anderen Geschlechtes, da beachte zuvor die dir noch verborgene Tiefe deines Herzens! Denke, daß da kein merklicher (äußerer) Unterschied ist zwischen nützlichen guten und unnützlichen giftig-bösen Sämereien.
   03] Das unerforschte Herz ist gleich einem ungedüngten Grunde, in welchem das Unkraut eher wurzelt als der Weizen. Daher lasse dich nicht verleiten durch schöne Sämereien, da du nicht weißt, was daraus für Früchte hervorgehen möchten!
   04] Du kannst in Meinem Namen dich jedermann zwar nahen, aber Mein Reich wirst du nirgends finden als allein bei Mir durch Glaube und Liebe und gänzliche Selbstverleugnung - und höre, das erst dann, so du in deinem Herzen, ganz losgetrennt von der Welt, getreuest wirst sagen können:
   05] »Herr, hier bin ich! Die Welt ist mir zum Ekel geworden. Du aber bist mir alles, alles, alles! Ich will nun nichts mehr als Dich allein!«
   06] Siehe, dann erst kann Ich kommen! - Wo du nützen kannst, da handle in Meinem Namen und habe acht auf die Tiefe und wahre Gesinnung deines Herzens! Denn da liegen noch allerlei Sämereien. Ich aber will nur segnen, was du in Meinem Namen tun wirst denen, die Ich dir gegeben habe!
   07] Was diejenige anlangt, nach der du fragest, so schauet sie in ihrer Dürftigkeit mit einem Auge hinauf, ob keine Hilfe von dort möglich - mit dem andern aber sieht sie zur Erde, ob da nirgends Edelsteine für sie seien. - Sie soll lieber beide Augen, Ohren und ganz besonders ihr Herz unverzüglich zu Mir kehren, so wird sie den größten Schatz finden und wird ihr geholfen sein in allem!
   08] Du aber bewahre und reinige dein Herz, auf daß, so Ich dereinst etwa unerwartet zu Dir kommen möchte, dasselbe also bestellt sei, daß Ich nicht genötigt werden möchte, zu verziehen oder gar umzukehren! - Denke: Eines nur tut not! Und wer sich dieses eine erwählet hat, der hat sich schon den besten Teil erwählet!
   09] Das sage Ich, dein beständiger Erlöser und unablässiger Wiedergebärer! - Amen, Amen, Amen.


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