Himmelsgaben Band 01

Neuoffenbarungen Jesu zu verschiedenen Themen durch Jakob Lorber (1800-64)

Niederschrift nach wörtlichem innerem Diktat an Jakob Lorber

Text nach Auflage 1935, Lorber-Verlag

©  H. Eichmann, G. Gutemann


Berufung Jakob Lorbers zum 'Schreibknecht Gottes' 1840

   01] Jakob Lorber war bereits in das vierzigste Lebensjahr vorgerückt, ohne sich mit seiner guten Ausbildung im Lehr- und Musikfach eine feste Stellung im Leben errungen zu haben. Da ging ihm aus Triest unerwartet die Einladung zu, unter recht annehmbaren Bedingungen dort eine zweite Kapellmeisterstelle zu übernehmen.
   02] Er ging darauf ein und traf alle Vorbereitungen zur Abreise. Allein sein Leben sollte eben jetzt plötzlich eine ganz andere Richtung nehmen.
   03] Er hatte am 15. März 1840 um 6 Uhr morgens - so erzählte er nachher seinen Freunden - gerade sein Morgengebet verrichtet und war im Begriffe, sein Bett zu verlassen, da hörte er in seiner Brust, an der Stelle des Herzens, deutlich eine Stimme ertönen, welche ihm zurief: »Steh auf, nimm deinen Griffel und schreibe!« - Er gehorchte diesem geheimnisvollen Rufe sogleich und schrieb das ihm innerlich Vorgesagte Wort für Wort nieder.
   04] Es war dies der Eingang des Werkes »Die Haushaltung Gottes«. - Und die ersten Sätze desselben lauteten:
   05] »Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen.
   06] Jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen.
   07] Und wer Mich aller Welt vorzieht, Mich liebt wie eine zarte Braut ihren Bräutigam, mit dem will Ich Arm in Arm wandeln; er wird Mich allezeit schauen wie ein Bruder den andern Bruder und wie Ich ihn schaute schon von Ewigkeit her, ehe er noch war.«
   08] Lorber lehnte nach diesem Ereignisse die ihm angebotene Anstellung unverzüglich ab und diente dieser geheimnisvollen Einflüsterung von derselben Stunde an während einer Reihe von 24 Jahren bis zu seinem Tode.


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