Jakob Lorber: 'Die Haushaltung Gottes', Band 3

Kapitelinhalt 305. Kapitel: Befehl des Generals an das marsch- und schlagfertige Kriegsheer zum Angriff auf den Tempel des Gottes der Erze und Schmiede. (19.06.1844)

   01] In dieser Verfassung der Gemüter vergingen die drei Tage, binnen welcher Zeit die obersten Feldherren das Kriegsvolk ordneten und es für den bevorstehenden Feldzug unterweisen mußten.
   02] Am Abende also des dritten Tages kamen die ersten Feldobersten in die Königsburg zum Fungar-Hellan und zeigten ihm an, daß nun ein Heer von zwei Millionen schon draußen auf den großen Übungsplätzen lagere, und das da wohl ausgerüstet sei für jeden kriegerischen Zweck und harre der weiteren höchsten Befehle.
   03] Und der Fungar-Hellan sagte zu diesen ersten Feldobersten: »So gehet und erteilet folgenden Befehl: Drei Stunden vor Sonnenaufgang wird aufgebrochen, und die ganze Macht wird sich zuerst bewegen zum Tempel des Gottes der Erze und der Schmiede! Da werden dann die Arbeiter vorrücken und sich sogleich an die Zerstörung alles dessen machen, was nur irgend ein allerleisestes götzenhaftes Ansehen hat, und natürlich vor allem an den Haupttempel!
   04] Sollten sich die Bergleute und die Priester dieses Tempels widersetzen und die Arbeiter hindern wollen an ihrem anbefohlenen Werke, da soll sogleich eine starke Waffenmännerabteilung da sein und die Priester wie die Bergleute mit scharfer Gewalt zum Gehorsam treiben und alle Hartwiderspenstigen alsogleich über die Klinge springen lassen!
   05] Werden aber die Priester und die Bergleute alsogleich ohne Widerstand die Tempel und alles Götzentum zerstören lassen, dann sollen sie sogleich in mein Zelt gebracht werden, auf daß sie von mir den Unterricht erhalten, was sie fürder tun und lehren sollen, und worin ihre Versorgung bestehen wird.
   06] Die große Macht aber hat allezeit und überall eher (vorher) den Tempel einzuschließen mit drei Kreisen und genau darauf achtzuhaben, daß da niemand von irgendeinem Tempel flüchtig wird!
   07] Alles Gold und Silber bei den Tempeln aber muß gesammelt und sodann mir überbracht werden, und ich werde eine große Menge Münzpräger mitnehmen und werde alsogleich alles Gold und Silber in gangbare Münzen umgestalten lassen, mit denen fürs erste die Kriegsmacht besoldet wird, durch die dann solches Geld auch unters Volk kommen wird.
   08] Also hat es zu geschehen! Das gebiete ich, Fungar-Hellan, und der König Gurat!«
   09] Nach diesem gegebenen Befehle zogen die ersten Feldobersten sogleich wieder ab und erteilten dem großen Heere den Befehl des Generaloberpriesters und also auch des Königs.
   10] Gurat aber ließ daheim sogleich tausend Kamele ausrüsten und nahm tausend Münzer, die sich zum Mitzuge bereiten mußten mit ihren Werkzeugen, und ließ dann noch siebenhundert Kamele ausrüsten für den Fungar-Hellan und all sein Gefolge.
   11] Und am nächsten Tage bei drei Stunden vor Sonnenaufgang war alles schon auf den Beinen; die Kamele wurden bestiegen, und der mächtige Trab bewegte sich zur großen Armee.
   12] Was weiter, - in der Folge!


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