Jakob Lorber: 'Die Haushaltung Gottes' (Band 1)

Kapitelinhalt 41. Kapitel: Henochs Berufung zum Prediger.

   01] Und als der Adam diese Rede durch Meine besondere Zulassung beendet hatte, da wurde sein Inneres wieder geschlossen um seines Heiles willen. Seth, Enos und Henoch aber wunderten sich über alle Maßen und konnten nicht begreifen den hohen Sinn dieser Rede und fragten den Adam, was er denn damit hätte sagen wollen.
   02] Er aber staunte sie an und wußte kaum, daß er etwas geredet hatte und fragte sie entgegen, was er denn eigentlich gesprochen habe.
   03] Seth aber sprach darauf: »O Vater, siehe, du hast uns enthüllt deine wundervolle Werdung vom Anbeginne aller Wesenheit und zeigtest uns die unbegreifliche Führung der ewigen Liebe. Wir verstanden es nicht und wollten dich um eine nähere Erläuterung bitten; daher vergib uns den Fehltritt unserer Neugierde! Wen sollte auch nicht wundern solcher Dinge, die soeben von deinem Munde an unsere Ohren gedrungen sind?!
   04] Adam aber stand auf, erregte sich und sagte: »So ihr aber wunderbare Dinge nun vernommen habt, so denkt, daß sie vom Herrn und nicht aus mir herrühren, und so wisst ihr ja auch, wem zunächst Dank und Ehre gebührt!
   05] Lobt daher den Herrn, da Er die höchste Liebe und Weisheit Selbst in aller Heiligkeit ist, und denkt, daß der Mensch dem Menschen nichts geben kann, außer er hat es zuvor empfangen von der Liebe des Herrn, der da der alleinige Geber aller guten Gaben ist! So ich euch irgend etwas Gutes gegeben habe, so habe nicht ich, sondern der Herr hat es euch gegeben. Mangelt euch Licht, so seht empor zum Lichte der Himmel, und da werdet ihr ja dann doch sehr leicht erkennen, woher das Licht aller Lichter unablässig strömt; denn wo eine Gabe jemand gegeben wird, da ist auch der große, heilige Geber nicht ferne. Daher sucht Ihn, und ihr werdet Ihn auch wohl finden, und das Verständnis der Gnade wird nicht unterm Wege bleiben!
   06] Dieses beherzigt wohl; denn Adam, euer aller Vater, sagt euch jetzt, wie zuvor, das Übergehende der Werdung (das heißt den Übergang der Werdung von Luzifer zu Adam) aus der sich herablassenden großen Gnade des ewigen, überheiligen, überguten Vaters! Da aber der Heilige, Liebevolle tat das Seinige, so tut ihr auch das eurige, und gehorcht in allen Dingen! Amen.«
   07] Und seht, da verneigten sie sich gegen Adam und gingen ihren Weg und besprachen sich unterwegs, was da wohl zu tun sein dürfte. Und Henoch, der Jüngste von allen, der da ohnehin seiner besonderen Frömmigkeit wegen ein Lehrer Meines Namens war, nahm das Wort und sagte zu seinen Vätern:
   08] »Väter! Adam, unser aller Erdenvater, hat Worte gesprochen voll Weisheit und tiefen Sinnes. Wir verstanden sie nicht; denn er redete, was er nicht wußte, daß er also geredet hat. Wenn dem so ist, da ist ja leicht das Verständnis, wie ergreifend er geredet hat. Denn hätte er geredet als Mensch, wie hätten wir als Menschen ihn nicht verstehen sollen? Da er aber redete - nach menschlicher Weise zwar - Dinge aus dem Namen Gottes mit der Zunge des Geistes, der da war ein Zeuge der Liebe in und aus Gott, so konnte unser fleischlich Wesen freilich nichts verstehen von allem dem, was Gottes und des Geistes der Liebe ist.
   09] So es aber nun gesagt wurde aus dem Geiste der Liebe nach dem ewigen Rate der Heiligkeit Jehovas, so mußte es gesagt werden zur Verherrlichung des allerheiligsten Namens. Wir verstehen es ja nicht mit unserer Kurzsichtigkeit; aber es ist Einer, der es versteht, und dieser Eine ist die ewige Liebe des Herrn; aus Ihr ist alles hervorgegangen, was da ist, und so auch unsere Liebe zu Ihr. Und so empfinde ich, daß, so jemand ließe seine Liebe über und über strömen in alle Teile seines Wesens zur ewigen Liebe aus Gott und in Gott, der würde verstehen solche Rede der Weisheit; denn die Liebe ist die Wurzel aller Weisheit und es ist nirgends Weisheit denn nur in der Liebe zur Liebe in Gott.
   10] Daher, o Väter, wir haben die Wurzel aus Gott; lassen wir sie schießen in alle Teile unseres Lebens, und meine Empfindung sagt es mir überlaut und klar, daß uns noch gar Vieles und Großes wird geboten werden aus dem Gnadenmeere der ewigen Liebe, das noch größer, tiefer und erhabener sein wird denn das, was uns Adam erzählte. Aus Adam und Eva sind wir geboren; daher haben wir viel Fleisch, aber wenig Verständnis des Herzens. Wenn aber einst Menschen aus der reinen Liebe Gottes werden können geboren werden, denen wird unser Verständnis zum Spielzeuge werden.«
   11] Und seht, diese kurze Lehrrede gefiel dem Seth und dem Enos wohl, so zwar, daß Enos, sich zum Seth wendend, sagte: »Vater Seth, solch eine Rede voll geheimen Sinnes hat nun Henoch gesprochen, daß sie mir ging wie ein Feuerstrom durch Mark und Bein, und mein Herz erschauerte vor der geheimen Weisheit der göttlichen Liebe in ihm.
   12] Höre, Vater, seine Empfindung ist wahr, da sich sein ganzes Wesen in reinster Liebe und voll Demut ausspricht; daher soll er ferner ein allgemeiner Lehrer sein aller unserer Brüder und Kinder in der geheimen Weisheit der ewigen Liebe. Denn obschon der Herr jedem gab die Liebe und das Verständnis des Herzens als reine Gnade aus Sich Selbst, so ist aber anderseits doch auch empfindlich wahr, daß nicht jeder von uns eine gleiche Last heben kann, und es hat der eine mehr Gewalt in seinen Füßen, der andere in seinen Händen, ein anderer in seiner Brust, ein anderer in seinem Rücken, und wieder ein anderer in seinen Eingeweiden, und der in diesem, und der in jenem. Auch hat zwar ein jeglicher ein menschlich Gesicht, und es sieht doch nicht eines dem andern völlig ähnlich. Und so meine ich denn auch: Henoch hat eine große Macht und Gewalt in seinem Herzen, und es wird ihm darinnen keiner gleichen; denn man kann nicht Liebe haben, wie man will, sondern soviel einem der Herr verliehen hat. Jedem hat er zwar gegeben Liebe, aber nicht alle sind sich gleich darinnen; daher muß auch das Verständnis verschieden sein, damit ein Bruder dem andern notwendig werde, wodurch dann erst alles ausgeglichen wird, was der Herr so überweise uneben hat entstehen lassen.
   13] Und du, mein lieber Henoch, der du wohl vernommen hast nun diese meine Rede, sage mir, ist es nicht so, oder kann oder soll oder darf es anders sein? Dein Herz ist stark, und dein Verständnis macht das meine zunichte; daher rede, und lehre die rechten Wege des Herrn, und zeige uns allen Seine unbegreiflichen Fußstapfen, und lehre uns den gerechten, allerheiligsten Namen des Herrn gebührend loben und preisen, wie es sich wohl gezieme für uns Kinder Seiner ewigen Liebe und dadurch Kinder unseres alten Vaters! Amen.«
   14] Und seht, als der fromme Henoch solche Rede voll Würde und Erhabenheit aus dem Munde Enos' vernommen, fragte er die beiden Väter: »Wird es sich aber wohl ziemen einem schwachen Kinde, denen zu predigen, von denen es noch gar vieles zu erlernen hat?«
   15] Seth und Enos aber entgegneten und sagten: »Lieber Henoch, weißt du denn nicht, wie uns Adam öfter belehrt hat?! Die Väter haben nur mit dem Segen des Herrn in den Leibern ihrer Kinder Wohnungen für unsere jüngeren Brüder gezeugt; da wir aber Zeuger der Leiber sind und nicht auch der Liebe, die da ist ein lebender Geist aus der Liebe Gottes, so sind wir in der Liebe ja nichts als lauter Brüder und Schwestern untereinander und sind somit vielmehr Kinder eines und desselben überheiligen Vaters in den Himmeln der Höhe, die da ist eine ewige Wohnstätte der Heiligkeit Gottes, der da ein wahrer Vater unser aller ist. Daher predige du nur zu in deiner Liebe, und sei versichert: wir werden die Zunge des Bruders und des Kindes mit der Gnade Gottes wohl unterscheiden; denn so jemand die Liebe predigt, der redet als Bruder aus dem Herzen der ewigen Liebe, und sein Wort wird sein gleich einer aufgehenden Sonne, deren Licht erwärmend verscheucht die Nebel aus den dunkeln Furchen der Erde. Wer aber nur predigen würde aus seiner ihm verliehenen Weisheit, dessen Lehre würde sein gleich dem Lichte der Sonne am Mittage, welches Licht nicht mehr erwärmt, sondern nur gewaltig und unerträglich brennt, und man sich vor übergrellen Strahlen gern flüchtet unter die allerdichtesten Schatten aus Furcht vor solchen brennenden Strahlen!
   16] Du aber, lieber Henoch, hast nur einen großen Born der Liebe und nicht der nackten Weisheit in dir; daher lasse diese deine göttliche Morgensonne uns, deinen Brüdern in Gott, aufgehen!«
   17] Und Henoch antwortete: »Liebe Väter, wenn es so ist, da meine Empfindung aus Gott es mir auch sagt, daß es so ist, so habt ihr ja völlig recht geredet; aber nur eines habt ihr vergessen, und dieses ist von größter Wichtigkeit und lautet also: Jedweder kann reden und handeln nach seinem Belieben zur Ehre Gottes, wie und wann er will; aber zu predigen in Seinem Namen vermag nur der, dem es gegeben wurde von oben. Mir ist es gegeben nur von euch, aber noch nicht von oben; daher predige ich nur vor euch. Wenn es mir aber auch gegeben wird von oben, dann erst kann und darf ich predigen allen Brüdern die große Kraft des Namens der ewigen Liebe. Was aber die Ziemlichkeit der Preisung des großen Namens betrifft, so wißt ihr lieben Väter ja ohnehin, welcher Preis und welches Lob dem Herrn am angenehmsten ist, und wißt auch, daß da weder Worte, noch Gebärden, noch Gedanken, noch zeremonielle Gebräuche etwas, sondern soviel wie nichts sind und nur allein Liebe und Gehorsam Ihm das wohlgefälligste Opfer sind, welches wir Menschen Ihm darzubringen vermögen! - Er, der unser aller Gott und Vater ist, weiß genau, was Er mit uns will; daher geschehe ja allezeit Sein heiliger Wille! Amen.«
   18] »Ja«, sprach der Seth, »du lieber Henoch du, auch diese deine Rede war eine Rede voll Weisheit aus der unendlichen Liebe des Herrn und glich einem schönen Morgen, der in dir aufgeht und sanft erleuchtet unsere Furchen. Siehe, Henoch, alle Wahrheit ist ein Licht, das ausgeht von der sanften Flamme der ewigen Liebe, und dieses schönste, herrlichste Licht ist die wahre Morgensonne des Herzens; ja, es ist das einzige Licht, und außer diesem Lichte gibt es kein Licht, und selbst der Sonne Licht ist nur ein matter Widerschein dieses herrlichen, einzigen Lichtes der ewigen Liebe. Siehe, dieses Licht leuchtet gar so mild in deinem Herzen; es erquickt uns allezeit und erwärmt unsere Herzen mit großen, des heiligen Vaters würdigen Gedanken. Ja, wenn du redest, so kommt es mir vor, als vernähme ich Klänge aus einer Welt, die einst unseren späten Nachkommen gleich einem großen Lichtstrome aus dem ewigen Morgen Gottes aufgehen wird; - siehe, so sehr erquickt uns die Rede deines Herzens. Daher schweige nicht, sondern rede, und lasse dem Herzen freien Lauf, und zeige uns, was ich und Enos wünschen!«
   19] Und als Henoch solches vernommen, sah er gen Himmel und sprach leise in seinem Herzen zu Mir wie folgt: »Heiliger Vater, sieh gnädig herab auf mich, Dein schwaches Kind! Siehe, ich soll geben und habe nichts denn meine Liebe zu Dir! O Vater, siehe, wir alle sind bestaubte Würmer vor Dir, Du allmächtiger, ewiger, heiliger Vater! Es ist nichts Gutes an uns als allein unsere Liebe zu Dir, die zuvor aus Dir in uns kam. Mit dieser Deiner Liebe in uns lasse Dich, o Du guter, heiliger Vater, aus allen unseren Kräften über alle Maßen lieben! Denn was kann ich Schwacher reden, da meine Liebe zu Dir mir allzeit die Zunge hemmt, - daher ich auch, wie Du es weißt, Dich weder loben noch preisen kann, da die Liebe zu Dir mir die Zunge lähmt.
   20] O Vater, sieh daher gnädig herab auf mich bestaubten Wurm und löse mir die Zunge, so Dein heiliger Wille es ist, daß ich zu reden vermöchte zur Verherrlichung Deines Namens im Angesichte meiner Väter, Brüder und Kinder! - Du weißt, daß Enos, Kenan, Mahalaleel und mein Vater Jared allzeit gepredigt haben die große Herrlichkeit Deines allerheiligsten Namens; o so lasse auch mich nicht ein unwürdiger Sohn meiner frommen Väter sein!«
   21] Und seht, als nun der Henoch solches stille Gebetlein in seinem liebenden Herzen gesprochen hatte, welches ein wahres Gebet war, und welches Mir auch nur einzig angenehm war und ewig angenehm bleiben wird, da es ein rechtes Gebet war, so ließ ich alsobald einen Engel darniedersteigen zur Erde und stärken alldort seinen Bruder Henoch und ließ ihm vollends lösen die Zunge. Und als dieses geschehen war, seht, da ermannte sich Henoch aus seiner Liebe und begann folgendermaßen zu reden:
   22] »O liebe Väter und Lieblinge Gottes, seht, die Liebe zu Gott hat mich auf eine kurze Zeit blind, taub und stumm gemacht; der Herr hat in meiner Liebe mich angeschaut, und Seine unermeßliche Liebe hat mich gestärkt und gelöst meine matte Zunge. Seht, das alles hat nun soeben die ewige Liebe getan. Nun erst kann und darf ich reden; daher vernehmt das Lob des heiligen Vaters.
   23] Seht, so will es der Herr, der da voll Liebe ist, daß der Mensch Ihn liebe aus allen seinen Kräften; denn es besteht nirgends irgendeine Macht oder Kraft außer allein in Gott. Und so ist alle Kraft im Menschen nur eine Kraft der Liebe aus Gott, und diese Kraft ist gelegt in unser Herz, und diese Kraft ist keine andere als die Liebe selbst. Da wir nun aber Liebe haben, so sollen wir sie nicht behalten, sondern sie opfern Dem, der sie uns auf eine so wunderbare Art unserem Herzen aus Seiner Gnade überschwenglich eingelegt hat.
   24] Sehet, nichts haben wir, was wir dem Herrn geben könnten, das wir nicht zuvor von Ihm erhalten hätten; und welche Freude könnten wir Ihm auch wohl machen, so wir Ihm auch die ganze Erde, ja die ganze Welt zu geben vermöchten?! Er würde uns sagen: ,Kinder, Ich bedarf dessen ewig nicht; denn so Ich Freude an Welten hätte, so könnte Ich Mir ja in jedem Augenblicke zahllose Milliarden erschaffen und hätte auf Ewigkeiten der Ewigkeiten auch den hinreichendsten Raum dazu. Allein Mich freuen nicht eure Opfer, die Mir bereitet werden aus der Materie, die da ist ein Haus des Todes, sondern Mich freut nur ein reumütiges, Mich liebend voll zerknirschtes Herz. Das ist es, das ganz euer ist als eine freie Gabe von Mir; dessen seid ihr im Vollbesitze. So ihr wollt, könnt ihr es Mir wiedergeben, und Ich werde da einziehen mit Meiner Gnade, und ihr werdet leben ewig dann mit der Gnade in Meiner ewigen Liebe, und alle Dinge sollen klar werden wie ein Tropfen Wasser. So ihr aber selbst einzieht in euer Herz und verriegelt dann die Türe vor Mir, daß Ich nicht hinein kann, wenn Ich will, so werdet ihr alsobald euer Lebensbrot in euch verzehren; und da Ich als der alleinige Geber des Lebensbrotes mit Meiner Lebensgabe nicht mehr hineingelassen werde, so wird also auch der ewige Tod alsobald die notwendige Folge der Eigenliebe und des Selbsttums in euch werden!
   25] Denn seht«, spricht der Herr ferner, »Ich habe keine Freude am Nehmen, sondern Meine größte Seligkeit besteht nur ganz allein im immerwährenden Geben! Wer da empfangen will, der nehme es allezeit willig, so Ich ihm gebe, und lasse erfüllen sein Herz mit Meiner Gnade, damit dereinst Meine Liebe im Vollmaße wird einziehen können; denn wessen Herz nicht ganz erfüllt wird von Meiner Liebe, der wird nie schmecken das Leben in sich, sondern der Tod wird ihn gefangennehmen durch und durch. Denn es ist jetzt die Zeit, daß Ich jedem zuvor gebe Gnade, dann erst die Liebe aus Mir bis zur großen Zeit aller Zeiten; alsdann aber wird die Liebe sein das erste, und wer nicht haben wird die Liebe, dem wird nie zuteil werden das Licht der Gnade, sondern da wird zugrunde richten jeglichen das Licht der Welt!«
   26] Und seht, liebe Väter, und vernehmet wohl meine Rede und höret wohl, wie der Herr noch ferner spricht, und es lauten Seine Worte: ,Höret, ihr Kinder Meiner Erbarmung, Meine Gnade ist ein großer Schatz, und es hat die Erde nichts, was diesem gliche. Meine Gnade ist ein rechtes Licht aus der Höhe Meiner Heiligkeit, wie Meine Liebe ist eine rechte Speise des Lebens. Wer da nicht empfangen hat Meine Gnade, der kann nicht glauben, daß Ich es bin, aus dem alles Leben ewig strömt; wer aber nicht hat den Glauben, der ist gleich den Tieren und wird gerichtet, da er geht und steht. Doch aber so jemand wäre, der Mich da erkennen möchte in seiner Liebe, über den würden Ströme der Gnade ausgegossen werden, und da hat dann ein solcher schon im voraus teil an dem, was dereinst in der großen Zeit der Zeiten werden wird den Menschen der Erde, die eines guten Willens sind.
   27] Daher glaubt, damit ihr dereinst zur Liebe und dadurch zum Leben gelangen möget, und liebt Mich in eurem Geiste, und es seien alle eure Werke eurer Hände und eures Willens Zeugen des Lebens in euch, und eure Zunge sage euch, daß ihr Kinder Gottes seid. Ich werde die Menschen richten nach dem Glauben; Meine Kinder aber will Ich führen in Meiner Liebe, und das Licht Meiner Weisheit soll ihnen zur ewigen Leuchte des allerseligsten Lebens in Mir, ihrem liebevollsten, heiligsten Vater werden, jetzt und in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten! Amen.'
   28] O liebe Väter, habt ihr gehört, was der Herr geredet hat?« - Und Seth antwortete: »Ja, geliebter Henoch, wir haben es gar wohl vernommen; allein es geht uns dabei nicht viel besser als bei der Erzählung Adams; denn wir alle haben zwar Gnade, aber zu wenig Liebe!«


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