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Kapitelinhalt 33. Kapitel: Die Saturnmenschen. Deren Abstammung, Bevölkerungsdichte und Wohnweise.

Originaltext 1. Auflage 1855 durch Project True-blue Jakob Lorber

Text, Verseinteilung und Überschriften nach 4. Auflage 1969 Lorber-Verlag

01] So Manches habt ihr schon vernommen, was da belanget den Menschen im Planeten Saturnus, dessenungeachtet aber bleibt eben auch so Manches über den Herrn dieses Weltkörpers darzuthun, damit ihr daraus ersehen könnet, in welcher Ordnung sich dieser Planet befindet, und wessen Geistes Kind er ist.

02] Da aber eine gute Ordnung noch allzeit und überall aller Weisheit Grund ist, alsdann wollen wir auch hier den Menschen in einer guten Ordnung betrachten, und zwar dieser gemäß den Menschen in seiner äußeren formellen Wesenheit, und dann erst, was dessen Geistiges betrifft und somit Alles, was in's Bereich des Geistigen greift, als da ist seine Landesverfassung, seine Gewerbe und endlich auch sein Gottesdienst; und so gehen wir denn nun zur Gestaltung unseres Saturnusmenschen über.

03] Ist im Saturnus auch nur Ein Menschenpaar, oder sind etwa zu gleicher Zeit an verschiedenen Orten mehrere Menschenpaare erschaffen worden? - Solches gilt für alle Planeten also, wie für den Planeten Erde; und sonach stammen alle die jetzt noch im Saturnus lebenden Menschen von Einem Menschenpaare ab; nur ist die Geschichte des Menschen im Saturnus um mehr denn eine Million von Erdjahren länger, als die Geschichte des Menschen auf eurem Erdkörper.

04] Da aber jedoch ein Saturnusmensch durch sein ganzes Leben hindurch mit seinem Weibe selten mehr als vier Nachkommen zeuget, so ist es auch begreiflich, wenn Ich euch sage, daß dieser Planet im Verhältnisse zum Erdkörper, den ihr bewohnt, um's Vielfache geringer bevölkert ist; und sonach wohnen auch auf den großen Continentländern, von denen nicht selten eines oder das andere größer, als Asien, Afrika und Europa zusammengenommen, dennoch die Menschen so selten nachbarschaftlich nebeneinander, daß etwa ein solches Verhältnis, wie da bei euch ist das eines Dorfes, im Saturnus zu den größten Seltenheiten gehört.

05] Zu allermeist sind die Wohnungen der Menschen so entfernt von einander, daß da ihr, so ihr vermöchtet, mit eurem Leibe in eines dieser Continentländer zu gelangen, von einer Wohnung zur Wohnung eines nächsten Nachbars, der von seinem Nachbar am wenigsten weit absteht, zehn bis zwölf Tage zu reisen hättet. Auf den Gebirgen sind solche weit von einander abstehende Wohnungen fast das immerwährende Wohnverhältniß dieses Planeten; nur in den tiefer liegenden Gegenden, die da entweder an großen Seen und Strömen ausgebreitet liegen, sind die Wohnungen der Menschen etwas näher an einander gerückt.

06] Wo aber dann irgend eine Wohnung der Saturnusmenschen aufgerichtet ist, da wohnen aber dann nicht etliche Menschen, sondern eine ganze zahlreiche Familie von nicht selten tausend bis fünftausend Köpfen.

07] Wie sehen hernach die Wohnungen aus, in denen so viele und so große Menschen hinreichend Platz haben? - Denn hier muß vorerst bemerkt werden, daß der Saturnusmensch ein großer Freund von recht viel Platz haben ist. Was diese Wohnung betrifft, so ist deren schon gleich Anfangs bei der Darstellung des ersten Hauptbaumes dieses Planeten kundgegeben worden und gesagt, daß eben dieser Baum den Saturnusmenschen das Haus, welches sie am liebsten bewohnen, abgiebt. Ich brauche euch nicht noch einmal die denkwürdige Gestalt dieses Baumes zu beschreiben, wie er da ist ein außerordentlich vielstämmiger Baum, und wie sich auf dessen breiten und fast allzeit horizontal auslaufenden Aesten die Menschen ihre Wohnungen errichten.


08] Ja, ein solcher Baum zählt in diesem Planeten eben so viel, als bei euch eine nicht unbedeutende Stadt. Es werden alldort die einzelnen Aeste und Nebenstämme also jeder Familie eigenthümlich von dem Hauptstammvater zugetheilt, wie bei euch in einer Stadt die Häuser. Der Unterschied besteht nur darinnen, daß alldort eine solche Baumstadt nur lauter Blutsverwandte bewohnen, während sich in euren Städten was immer für ein bemittelter Fremdling ein Haus um das andere anschaffen kann.

09] Ihr werdet euch vielleicht denken und sagen: Wie können denn die Menschen auf den Aesten schlafen, damit sie allenfalls bei einer Umdrehung im Schlafe nicht vom Baume herabfallen? Sehet, solches ist alldort viel weniger möglich, als daß ihr von eurem Bette herausfallen könntet, so ihr euch umwendet im Schlafe; denn für's Erste sind diese horizontal auslaufenden Aeste so dick, daß ihr auf einem einzelnen solchen vom Baume auslaufenden Aste alle sämmtlichen Häuser eurer Hauptstadt hinaufstellen könntet; und es wäre daneben noch Raum genug herumzufahren und zu reiten für euch.

10] Zudem laufen aber noch von jedem Aste auf dessen breiten Canten in horizontal parallelen Richtungen eine Menge Zweige aus, welche die eigentlichen Fruchtträger dieses Baumes sind -, und sind besonders nahe am Stamme von bedeutender Stärke; so zwar, daß ein Mensch, wenn er auch über den Rand des Astes zu gehen, liegen oder stehen käme, er dennoch nicht vermöchte, hinabfallen. Setzen wir aber auch den Fall, es geschehe Jemanden dennoch das Unglück, daß er unvorsichtiger Weise genug sich sogar über die Seitenzweige hinausbegebe und dann hinabfiele auf den Boden, oder von einem oberen Asttracte auf einen untern, so würde ihn dieser Fall dennoch nicht im Geringsten verwunden, und das zwar aus der euch schon bekannten Ursache, weil das Fallen auf diesem Planeten darum von gar keinem Belange, da daselbst Niemand also fest und stark zu fallen im Stande ist, als auf eurem Erdkörper, weil die wechselseitige Anziehung zwischen dem eigentlichen Planeten und dem Ringe das specifische Gewicht eines jeden Körpers, somit auch das des Körpers eines Menschen um's Bedeutende verringert.

11] Da ihr nun solches wisset, so könnt ihr in dieser Hinsicht schon ganz vollkommen ruhig sein, denn ihr könnt es glauben, daß sich in diesem Planeten durch diese Zeit seiner Bewohnbarkeit noch kein Mensch einen Fuß oder Arm gebrochen hat, und auch keiner sich noch ein Loch in den Kopf gestoßen durch einen Fall, was eben bei euch auf der Erde nichts Seltenes ist.

12] Es fragt sich aber nun, ob dieser Baum die einzig alleinige Wohnung oder das eigentliche Wohnhaus bei den Saturnusbewohnern ausmacht? O nein, auch die Saturnusbewohner haben neben einem solchen Hauptwohnbaume noch eine Menge Wohnhäuser, welche sie zur kühlen Schattenzeit bewohnen.

13] Diese Häuser sind unterschiedlich gebaut; zum Theile sind dieselben gezimmert aus den starken Aesten des euch schon bekannten starken Pyramidenbaumes, zum Theil sind sie auch gewachsen aus den schlanken Baumgattungen. Die gewachsenen oder lebendigen sind vorzüglicher, denn die gezimmerten, jedoch werden zwischen den lebendigen auch gezimmerte Häuser gesetzt, weil sie für's Erste den Saturnusbewohnern für Vorrathskammern ihrer Eßwaaren dienen müssen.

14] Für's Zweite aber wird auch nur allzeit in diesen gezimmerten Häusern Feuer gemacht, bei welchen sie ihre mannigfachen Speisen kochen, sieden und braten; jedoch nicht etwa auf eine solche raffinirt künstliche Art, wie solches bei euch der Fall ist, sondern wie ihr manchesmal bratet einen Apfel, oder siedet einige Birnen, oder kochet so manches Kraut und so manche wohlschmeckende Erdwurzeln. Sehet, darin besteht die ganze Kochkunst der Saturnusbewohner. In eben diesen gezimmerten Häusern werden auch ihre Milchproducte und so manche edle Beerensäfte in den euch schon bekannten Gefäßen aufbewahrt.

15] Gegessen und geschlafen wird jedoch nie in den gezimmerten Häusern, sondern allzeit in den lebendigen; denn den Saturnusbewohnern ist es unerträglich, daß sie sich aufhalten möchten für bleibend bei einem todten Dinge, sei es jetzt ein Baum, ein Thier oder ein Mensch ihres Gleichen. Daher gebrauchen sie auch solche gezimmerte Häuser nur als Geräthschaften; ihre Wohnungen aber müssen durchaus lebendig sein.

16] Ihr möchtet vielleicht erfahren, wie groß denn ein solch gezimmertes Haus wohl ist, und wie es allenfalls aussieht? Solchen Wunsch kann Ich euch alsogleich befriedigen, wenn Ich euch sage, daß für's Erste diese Häuser eben also kranzweise gezimmert sind, wie ungefähr die Häuser eures Landvolkes; nur haben diese Häuser keine Dächer, sondern sind gegen den Himmel zu vollkommen offen; denn ein durch ein Dach vom Himmel abgesondertes Haus würde ein Saturnusbewohner als einen der größten Gräuel ansehen. Sie sagen, alles was von Oben herabkommt auf den Boden, ist ein Segen des Himmels, der dem Boden ihrer Erde wohlthut; sie aber seien ebenfalls auf dieser Erde, warum sollen sie sich demnach absondern und verbergen vor dem Segen des Himmels? Er wird ihnen sicher noch mehr frommen, da sie lebendig sind und somit mehr des himmlischen Segens bedürfen, als ihrer Erde Boden, der da an und für sich todt ist in ihren Augen.

17] Also wüßten wir, wie diese Häuser gebaut sind; nun geht uns nur noch die Form und die Größe ab. Was die Form betrifft, so sind diese Häuser gewöhnlich sternartig gebaut, ungefähr also, wie ihr nicht selten eine sogenannte Windrose zeichnet, manchesmal mit 8, manchesmal mit 16 und manchesmal mit 32 spitzigen Ausläufen, - von denen eine jede solche Sternspitze ein eigenes Behältniß für ihre Speisewaaren und Getränke abgiebt. In der Mitte des runden und weiten Raumes aber ist ein runder Herd errichtet, aus welchem daselbst gefeuert wird. Daß ein solcher Herd zu der Größe der Saturnusbewohner im Verhältnisse erbaut ist, versteht sich von selbst; wie groß ist denn demnach ein solches gezimmertes Sternhaus?

18] Ein solches Sternhaus hat nicht selten nach eurem Maße eine solche Ausdehnung, daß ihr von einer Sternspitze zur andern entgegengesetzten guten Fußes eine gute Stunde zu gehen hättet; und wie hoch ist zu dieser Größe demnach ein solches Sternhaus? So hoch, daß da jeder Saturnusbewohner, das heißt ein Mann so er aufrecht steht, ganz bequem über die Wände zu schauen vermag.

19] Sind diese Häuser auch zierlich gebaut? - Das eben nicht, außer daß die Menschen die behauenen Bäume mit allerlei schönem Laubwerk behängen. Das ist nun das Ganze, was diese Häuser betrifft; nächstens davon weiter.

20] Da wir somit in diesen gezimmerten Häusern nur ganz eigentlich die Wirthschaftsgebäude unserer Saturnusbewohner haben etwas näher kennen gelernt, so wollen wir nun auch noch ein wenig näher ihre lebendigen Wohngebäude beschauen.

21] Wie sehen denn die lebendigen Wohngebäude der Form nach aus? Ihre äußere Form ist vollkommen rund, mit einem einzigen Eingange vom Morgen her versehen. - Zur Erbauung dieser Häuser werden nur zwei Gattungen der Bäume verwendet; die schöneren und prachtvolleren Häuser bestehen aus fest an einander gereihten euch schon bekannten Spiegelbäumen, die weniger zierlichen und prachtvollen aber aus einer veredelten Art des euch schon bekannten Wandbaumes.

22] Der inwendige Boden dieser Häuser wird ganz flach und vollkommen eben gemacht, auf welche Ebene dann ein Grassame ausgestreut wird, von dem da ein äußerst dichtes, aber sehr kurzes Gras hervorwächst; dieses Gras hat das Ansehen wie ein Sammt, und ist an und für sich so elastisch, daß es nach jedem Tritte der Saturnusmenschen wieder also frisch aufsteht, als wenn Niemand dasselbe mit seinem Fuße zu Boden niedergedrückt hätte.

23] Auch in der Mitte der Wohnhäuser ist ein großer runder verhältnißmäßig hoher Herd aufgeführt, welcher aber ebenfalls nach allen Seiten mit ähnlichem Grase bewachsen ist. Damit ihr euch ungefähr einen Begriff von seiner Größe dem Umfange nach, und von seiner Höhe etwas bestimmter machen könnet, so sage Ich euch, daß dieser Herd allzeit einen vierfachen Durchmesser hat von der Größe eines Saturnusmannes, und ist so hoch, daß er einem Manne bis etwas über seine Knie ungefähr auf den halben Schenkel reichet, einem Weibe aber mehr auf den halben Leib.

24] Wozu dient denn den Saturnusbewohnern dieser Herd? - Gerade dazu, wozu euch eure Tische dienen, nämlich zur Aufsetzung der Speisen und Getränke.

25] Nach diesem Herdtische ungefähr in einer Entfernung von einer zweifachen Manneslänge aber ist eine eben ganz runde und oben abgestumpfte Pyramide ausgeführt, deren unterer Fuß wohl den dreifachen Durchmesser des Herdes hat. Die obere Fläche jedoch ist nicht größer, als daß ein Mann auf derselben bequem stehen kann. Diese Pyramide hat vollkommen die Höhe der Größe eines Mannes, ist ebenfalls mit demselben Grase überwachsen, und dienet als ein patriachalischer Familien-Predigerstuhl, welcher alle Tage vor dem Sonnenuntergange von dem Aeltesten einer ganzen Familie bestiegen wird, und wenn er bestiegen ist, sich dann die ganze Familie um denselben versammelt, um zu vernehmen aus dem Munde des Aeltesten den Willen des großen Geistes für die ganze Nacht, und für den nächstfolgenden ganzen Tag.

26] Was giebt es denn sonst noch für Einrichtungen in einem solchen Wohnhause? Vollkommen im Hintergrunde, dem Ausgange der Sonne schnurgerade gegenüber ist noch ein anderer dieser Pyramide ähnlicher Rundwall ausgeführt und vom gleichen Grase bewachsen; nur ist er beiweitem nicht so hoch, als der mittlere Predigerstuhl, aber dafür desto umfangreicher und zugleich mit mäßigen Einbiegungen versehen. Was hat denn dieser dritte Rundwall für eine Bestimmung? - Sehet, das ist das allgemeine Bett oder der Ruheplatz für unsere großen Saturnusmenschen.

27] Wenn sie sich schlafen legen, so legen sie zuvor die Einbiegung auf der oberen Seite mit weichen Polstern aus, und lehnen sich dann ein Jeder für sich selbst in eine solche Einbiegung dieses großen Rundwalles. Die Männer nehmen diejenige Stelle ein, welche gegen den Sonnenaufgang gerichtet ist, die Weiber aber die dem Untergange zugewandte; und haben sich alle also gelagert, daß sie nach eurer Bemessung mit ihrem Leibe gegen den flachen Boden einen Winkel von 30 Graden beschreiben, sodann schlafen sie ein, und ruhen in dieser Stellung bis nahe zum Aufgange der Sonne; - welchen sie trotz des Ringschattens recht wohl bemerken, weil der Ring die Sonne nie also ganz verdecket, daß da von derselben garnichts zu sehen sein solle. Wenn auch es schon hier und da, wo der Ring manchmal etwas breiter wird, die Sonne von selbem ganz bedeckt ist, so dauert aber eine solche Totalbedeckung dennoch nicht länger, als im höchsten Falle einen halben Tag hindurch; nach Verlauf dieser Zeit aber wird alsobald wieder ein kleiner Rand der Sonne sichtbar.

28] Nun sehet, das ist die ganze Einrichtung eines solchen Hauses, welches zur Schattenzeit von den Saturnusbewohnern bewohnt wird. Wie groß ist denn hernach ein solches Haus seinem Umfange nach? Ein solches Haus ist gut noch um die Hälfte größer dem Durchmesser nach, als das uns schon bekannte Wirthschaftsgebäude.

29] Wohnen alle Einwohner eines uns schon bekannten großen Wohnbaumes in einem solchen Hause? - O nein, sondern nur eine Familie, d. h. ein Vater und eine Mutter mit den Kindern und Kindeskindern, also wie sie beisammen sind zur Lichtzeit auf einem Aste des Baumes. Wie viel Aeste sonach ein solcher Baum hat, eben so viel solcher Wohnhäuser sind auch um denselben errichtet.

30] Eine solche allgemeine Familienwohnstätte um einen solchen Baum faßt nicht selten mehr Flächenraum in sich, als wie groß da ist euer Vaterland. Solche Wohnstätten sind aber dann auch, wie ihr schon wißt, außerordentlich weit von einander entfernt, so zwar, daß ihr von einer solchen allgemeinen Wohnstätte bis zu einer andern eben also allgemeinen Wohnstätte viel Tagreisen zu thun hättet, um sie zu erreichen; da natürlicher Weise um solche allgemeine Wohnstätten erst die Gründe liegen und Weideplätze für ihre euch schon bekannten Hausthiere, welche einen verhältnißmäßig großen Raum haben müssen, damit auf ihrem Boden so viel geerntet werden kann, als es zur Erhaltung des Lebens unseres Saturnusmenschen, wie auch zur Erhaltung des Lebens so vieler Thiere genügend ist. Dazu kommen noch besonders an den Grenzgebieten der allgemeinen Familiengründe die oft sehr weit ausgedehnten Trichterbaumwälder, und in den großen Ebenen besonders an der nördlichen Seite großer Seen nicht selten zwei bis dreitausend Quadratmeilen weitgedehnte Pyramidenbaumwälder, und noch andere große Gesträuchwälder. Wenn ihr nun dieses Alles mit in den Anschlag bringet, so wird es euch nicht zu sehr wundernehmen über die oft so starke Entfernung zweier allgemeiner Familienwohnstätten.

31] Nun wüßten wir, wie unsere Saturnusbewohner zu allermeist wohnen, vorzugsweise auf denen höherliegenden Gegenden, nur wissen wir noch nicht ihre häusliche Verfassung; da wir aber schon in der Beschauung der Wohnungen zuerst denjenigen Theil vorgenommen haben, der da mehr die Gebirge bewohnt, so wollen wir auch, bevor wir zu den Ebenenbewohnern übergehen, die häusliche Verfassung unserer Hochlandsbewohner für's nächste Mal in den Augenschein nehmen; und somit genüge das für heute!

01] So manches habt ihr schon vernommen, was den Menschen im Planeten Saturn anbelangt, dessenungeachtet bleibt noch sehr vieles über den Herrn dieses Weltkörpers darzutun, damit ihr daraus ersehen könnt, in welcher Ordnung sich dieser Planet befindet und wessen Geistes Kind er ist.

02] Da aber eine gute Ordnung noch allzeit und überall aller Weisheit Grund ist, so wollen wir auch hier den Menschen in einer guten Ordnung betrachten, zunächst in seiner äußeren, geformten Wesenheit, dann sein Geistiges und alles, was in den Bereich des Geistigen greift, als da ist seine Landesverfassung, seine Gewerbe und endlich auch sein Gottesdienst. Und so gehen wir zur Gestalt unseres Saturnmenschen über.


03] Ist im Saturn auch nur ein Menschenpaar, oder sind etwa zu gleicher Zeit an verschiedenen Orten mehrere Menschenpaare erschaffen worden? Solches gilt für alle Planeten gleich wie für den Planeten Erde. Sonach stammen alle jetzt noch im Saturn lebenden Menschen auch nur von einem Menschenpaare ab. Nur ist die Geschichte des Menschen im Saturn um mehr als eine Million von Erdenjahren älter als die Geschichte des Menschen auf eurem Erdkörper.

04] Da jedoch ein Saturnmensch sein ganzes Leben hindurch mit einem Weibe selten mehr als vier Nachkommen zeugt, so ist es auch begreiflich, wenn Ich euch sage, daß dieser Planet im Verhältnis zum Erdkörper, den ihr bewohnt, ums vielfache geringer bevölkert ist. Und sonach wohnen auf den großen Kontinentländern, von denen nicht selten eines oder das andere größer ist als Asien, Afrika und Europa zusammengenommen, dennoch die Menschen so selten nachbarschaftlich nebeneinander, daß ein Verhältnis, wie bei euch das eines Dorfes ist, im Saturn zu den größten Seltenheiten gehört.

05] Zuallermeist sind die Wohnungen der Menschen so entfernt voneinander, daß ihr, so ihr mit eurem Leibe in eines dieser Kontinentländer zu gelangen vermöchtet, von einer Wohnung zur Wohnung eines nächsten Nachbarn zehn bis zwölf Tage zu reisen hättet. Auf den Gebirgen sind solche weit voneinander entfernte Wohnungen fast das gewöhnliche Wohnverhältnis dieses Planeten; nur in den tiefer liegenden Gegenden, die an großen Seen oder Strömen ausgebreitet liegen, sind die Wohnungen der Menschen etwas näher aneinandergerückt.


06] Wo aber dann irgendeine Wohnung der Saturnmenschen aufgerichtet ist, da wohnen nicht etliche Menschen, sondern eine ganze zahlreiche Familie von nicht selten tausend bis fünftausend Köpfen.

07] Wie sehen danach die Wohnungen aus, in denen so viele und so große Menschen hinreichend Platz haben? Hier muß vorerst bemerkt werden, daß der Saturnmensch ein großer Freund von recht viel Platz haben ist. Was aber diese Wohnung betrifft, so ist deren Beschaffenheit schon gleich anfangs bei der Darstellung des ersten Hauptbaumes dieses Planeten kundgegeben worden. Und es wurde gesagt, daß eben dieser Baum den Saturnmenschen das Haus, welches sie am liebsten bewohnen, abgibt. Ich brauche euch daher nicht noch einmal die denkwürdige Gestalt dieses Baumes zu beschreiben wie er ein außerordentlich vielstämmiger Baum ist und wie sich auf dessen breiten und fast allzeit horizontal auslaufenden Ästen die Menschen ihre Wohnungen errichten.

08] Ja, ein solcher Baum zählt auf diesem Planeten ebensoviel wie bei euch eine nicht unbedeutende Stadt. Es werden dort die einzelnen Äste und Nebenstämme von dem Hauptstammvater jeder Familie als Eigentum zugeteilt, wie bei euch in einer Stadt die Häuser. Der Unterschied besteht nur darin, daß eine solche Baumstadt nur lauter Blutsverwandte bewohnen, während sich in euren Städten irgendein bemittelter Fremdling ein Haus um das andere anschaffen kann.

09] Ihr werdet euch vielleicht denken und sagen: Wie können denn die Menschen auf den Ästen schlafen, damit sie allenfalls bei einer Umdrehung im Schlafe nicht vom Baum herabfallen? Seht, solches ist dort viel weniger möglich, als daß ihr von eurem Bette herausfallen könnt, so ihr euch im Schlafe umwendet. Denn diese horizontal auslaufenden Äste sind so dirk und breit, daß ihr auf einem einzelnen solchen vom Baum auslaufenden Ast sämtliche Häuser eurer Hauptstadt aufstellen könntet; und es wäre daneben für euch noch Raum genug, umherzufahren und zu reiten.

10] Zudem laufen aber noch von jedem Ast an dessen breiten Kanten in horizontal parallelen Richtungen eine Menge Zweige aus, welche die eigentlichen Fruchtträger dieses Baumes sind. Sie sind besonders nahe am Stamm von bedeutender Stärke, so zwar, daß ein Mensch, wenn er auch über den Rand des Astes zu gehen, stehen oder liegen käme, dennoch nicht hinabzufallen vermöchte. Setzen wir aber den Fall, es geschähe jemandem dennoch das Unglück, daß er unvorsichtigerweise sich sogar über die Seitenzweige hinausbegäbe und dann auf den Boden oder von einem oberen Ast auf einen untern hinabfiele, so würde ihn dieser Fall dennoch nicht im geringsten verwunden, und das aus der euch schon bekannten Ursache. Auf dem Saturn ist durch die vorhandene Anziehung zwischen dem eigentlichen Planeten und dem Ring das spezifische Gewicht eines jeden Körpers, somit auch das des Körpers eines Menschen, ums bedeutende verringert, daher ist auf diesem Planeten niemand so schwer und stark zu fallen imstande wie auf eurem Erdkörper.


11] Da ihr nun solches wisset, so könnt ihr in dieser Hinsicht schon vollkommen ruhig sein. Auf diesem Planeten hat während der langen Zeit seiner Bewohnbarkeit noch kein Mensch einen Fuß oder Arm gebrochen und auch keiner sich noch durch einen Fall ein Loch in den Kopf gestoßen, was eben bei euch auf der Erde nichts Seltenes ist.

12] Es fragt sich aber nun, ob dieser Baum die einzige Wohnung oder das eigentliche Wohnhaus bei den Saturnbewohnern ausmacht? O nein, auch die Saturnbewohner haben neben einem solchen Hauptwohnbaume noch eine Menge Wohnhäuser, welche sie zur kühlen Schattenzeit bewohnen.

13] Diese Häuser sind unterschiedlich gebaut. Zum Teil sind dieselben aus starken Ästen des euch schon bekannten starken Pyramidenbaumes gezimmert, zum Teil sind sie auch aus den schlanken Baumgattungen gewachsen. Die gewachsenen oder lebendigen sind vorzüglicher als die gezimmerten. Jedoch werden zwischen die lebendigen auch stets gezimmerte Häuser gesetzt, weil sie den Saturnbewohnern als Vorratskammern ihrer Eßwaren dienen müssen.

14] Auch wird nur in diesen gezimmerten Häusern Feuer gemacht bei welchem sie ihre mannigfachen Speisen kochen, sieden und braten; jedoch nicht auf eine solch raffiniert künstliche Art, wie solches bei euch der Fall ist, sondern wie ihr manchesmal einen Apfel bratet oder einige Birnen siedet oder so manches Kraut und so manche wohlschmeckenden Erdwurzeln kochet. Sehet, darin besteht die ganze Kochkunst der Saturnbewohner. In eben diesen gezimmerten Häusern werden auch ihre Milchprodukte und so manche edle Beerensäfte in den euch schon bekannten Gefäßen aufbewahrt.

15] Gegessen und geschlafen wird jedoch nie in den gezimmerten Häusern, sondern allzeit in den lebendigen. Denn den Saturnbewohnern ist es unerträglich, daß sie sich längere Zeit bei einem toten Dinge aufhalten, also in einem Haus aus gefällten Bäumen oder in der Nähe toter Menschen- oder Tierkörper. Daher gebrauchen sie auch solche gezimmerte Häuser mehr als Arbeits- und Vorratsräume.

16] Ihr möchtet vielleicht erfahren, wie groß ein solches gezimmertes Haus ist und wie es allenfalls aussieht? Solchen Wunsch kann Ich euch sogleich befriedigen. Diese Häuser sind ebenso kranzweise gezimmert wie ungefähr die Häuser eures Landvolkes, nur haben sie keine Dächer, sondern sind gegen den Himmel zu vollkommen offen. Ein durch ein Dach vom Himmel abgesondertes Haus würde ein Saturnbewohner als einen der größten Greuel ansehen. Sie sagen, alles, was von oben herabkommt auf den Boden, ist ein Segen des Himmels, der dem Boden der Erde wohltut. Sie aber seien ebenfalls auf dieser Erde; warum sollen sie sich demnach absondern und verbergen vor dem Segen des Himmels? Er werde ihnen sicher noch mehr frommen, da sie lebendig seien und somit mehr des himmlischen Segens bedürfen als ihrer Erde Boden, der an und für sich tot ist in ihren Augen.

17] Also wüßten wir, wie diese Häuser gebaut sind. Nun geht uns nur noch die Form und die Größe ab. Was die Form betrifft, so sind die Häuser gewöhnlich sternartig gebaut, ungefähr so, wie ihr nicht selten eine sogenannte Windrose zeichnet; manchesmal mit acht, manchesmal mit sechzehn und manchesmal mit zweiunddreißig spitzigen Ausläufen, wobei eine jede solche Sternspitze ein eigenes Behältnis für ihre Speisewaren und Getränke abgibt. In der Mitte des runden, weiten Raumes aber ist ein runder Herd errichtet, auf welchem gefeuert wird. Daß ein solcher Herd im Verhältnis zu der Größe der Saturnbewohner erbaut ist, versteht sich von selbst.


18] Ein solches Sternhaus hat nicht selten nach eurem Maß eine Ausdehnung, daß ihr von einer Sternspitze zur entgegengesetzten guten Fußes eine gute Stunde zu gehen hättet. Und es ist zu dieser Weite so hoch, daß jeder Saturnbewohner, das heißt ein Mann so er aufrecht steht, ganz bequem über die Wände zu schauen vermag.


19] Sind diese Häuser auch verziert gebaut? Das eben nicht außer daß die Menschen die behauenen Bäume mit allerlei schönem Laubwerk behängen. Das ist das Ganze, was diese Häuser betrifft.

20] Da wir somit diese gezimmerten Häuser als die eigentlichen Wirtschaftsgebäude unserer Saturnbewohner etwas näher kennengelernt haben, wollen wir nun auch noch ihre lebendigen Wohnebäude ein wenig beschauen.


21] Wie sehen denn die lebendigen Wohngebäude der Form nach aus? Ihre äußere Form ist vollkommen rund, mit einem einzigen Eingang vom Morgen her versehen. Zur Erbauung dieser Häuser werden nur zwei Baumarten des Saturn verwendet. Die schöneren und prachtvolleren Häuser bestehen aus fest aneinandergereihten, euch schon bekannten Spiegelbäumen; die weniger verzierten und prachtvollen aber aus einer veredelten Art des euch schon bekannten Wandbaumes.

22] Der inwendige Boden dieser Häuser wird ganz flach und vollkommen eben gemacht, auf welche Ebene dann ein Grassame ausgestreut wird, von dem ein äußerst dichtes, aber sehr kurzes Gras hervorwächst. Dieses Gras hat das Aussehen wie ein Samt und ist an und für sich so elastisch, daß es nach jedem Tritt der Saturnmenschen wieder frisch aufsteht, wie wenn nie jemand dasselbe mit seinem Fuß zu Boden niedergedrückt hätte.


23] Auch in der Mitte der Wohnhäuser ist ein großer, runder, verhältnismäßig hoher Herd aufgeführt, welcher aber ebenfalls auf allen Seiten mit ähnlichem Gras bewachsen ist. Damit ihr euch ungefähr einen Begriff von seiner Größe, dem Umfang nach, und von seiner Höhe machen könnt, so sage Ich euch, daß dieser Herd überall einen vierfachen Durchmesser von der Größe eines Saturnmannes hat und so hoch ist, daß er einem Mann bis etwas über seine Knie, ungefähr bis zum halben Schenkel, reicht, einem Weibe aber bis zum halben Leib.


24] Wozu dient denn den Saturnbewohnern dieser Herd? Gerade dazu, wozu euch eure Tische dienen, nämlich zur Aufsetzung der Speisen und Getränke.

25] Bei diesem Herdtische aber, ungefähr in einer Entfernung von einer zweifachen Manneslänge, ist eine ebenfalls ganz runde und oben abgestumpfte Pyramide aufgeführt, deren unterer Fuß wohl den dreifachen Durchmesser des Herdes hat. Die obere Fläche ist nicht größer, als daß ein Mann auf derselben bequem stehen kann. Diese Pyramide hat vollkommen die Höhe der Größe eines Mannes, ist ebenfalls mit demselben Gras (wie der Boden und der Herd des Hauses) überwachsen und dient als ein patriarchalischer Familien-Predigerstuhl. Dieser wird alle Tage vor dem Sonnenuntergang von dem Ältesten der Familie bestiegen, worauf sich dann die ganze Familie um denselben versammelt, um aus dem Munde des Ältesten den Willen des Großen Geistes für die Nacht und für den nächstfolgenden ganzen Tag zu vernehmen.

26] Was gibt es sonst noch für Einrichtungen in einem solchen Wohnhause? Vollkommen im Hintergrund, dem Aufgang der Sonne gerade gegenüber, ist noch ein anderer, dieser Pyramide ähnlicher Rundwall aufgeführt und vom gleichen Gras bewachsen. Er ist nur bei weitem nicht so hoch wie der mittlere Predigerstuhl, aber dafür desto umfangreicher und zugleich mit mäßigen Einbiegungen versehen. Was hat denn dieser dritte Rundwall für eine Bestimmung? Sehet, das ist das allgemeine Bett oder der Ruheplatz für unsere großen Saturnmenschen.


27] Wenn sie sich schlafen legen, so legen sie zuvor die Einbiegung auf der oberen Seite mit weichen Polstern aus und lehnen sich dann ein jeder für sich allein in eine solche Einbiegung dieses großen Rundwalles. Die Männer nehmen diejenige Stelle ein, welche gegen den Sonnenaufgang gerichtet ist, die Weiber aber die dein Untergang der Sonne zugewandte. Alle haben sich so gelagert, daß sie nach eurer Bemessung mit ihrem Leib gegen den flachen Boden einen Winkel von dreißig Grad einnehmen, sodann schlafen sie ein und ruhen in dieser Stellung bis kurz vor Aufgang der Sonne. Trotz des Ringschattens bemerken sie diesen recht wohl, weil der Ring die Sonne nie so ganz verdeckt, daß von derselben gar nichts zu sehen wäre. Wenn auch schon hier und da, wo der Ring manchmal etwas breiter ist, die Sonne von demselben ganz bedeckt wird, so dauert eine solche Totalbedeckung nicht länger als im höchsten Falle einen halben Tag hindurch; nach Verlauf dieser Zeit wird alsbald wieder ein kleiner Rand der Sonne sichtbar.

28] Nun sehet, das ist die ganze Einrichtung eines solchen Hauses, welches zur Schattenzeit von den Saturnmenschen bewohnt wird. Wie groß ist denn eigentlich ein solches Haus dem Umfang nach? Es ist dem Durchmesser nach gut noch um die Hälfte größer als das uns schon bekannte sternartige Wirtschaftsgebäude.


29] Wohnen alle Einwohner eines uns schon bekannten großen Wohnbaumes in einem solchen Hause? O nein, sondern nur eine Familie, das heißt ein Vater und eine Mutter mit den Kindern und Kindeskindern, so wie sie zur Lichtzeit auf einem Ast des Baumes beisammen sind. Wieviel Äste sonach ein solcher Baum hat, ebensoviel solcher Wohnhäuser sind um denselben errichtet.

30] Eine solche allgemeine Familienwohnstätte um einen großen Baum faßt nicht selten mehr Flächenraum in sich als euer Vaterland. Diese Wohnstätten sind aber dann auch, wie ihr schon wißt, außerordentlich weit voneinander entfernt, so zwar, daß ihr von einer solchen allgemeinen Wohnstätte bis zu einer andern viele Tagreisen zu tun hättet, um sie zu erreichen. Denn natürlicherweise liegen um solche allgemeine Wohnstätten erst die Gründe und Weideplätze für die euch schon bekannten Haustiere, welche einen verhältnismäßigen großen Raum haben müssen, damit auf ihrem Boden so viel geerntet werden kann, als zur Erhaltung des Lebens unseres Saturnmenschen wie auch zur Erhaltung des Lebens so vieler Tiere notwendig ist. Dazu kommen noch, besonders an den Grenzgebieten der allgemeinen Familiengründe, die oft sehr weitgedehnten Trichterbaumwälder und in den großen Ebenen, besonders an der nördlichen Seite großer Seen, nicht selten zwei bis dreitausend Quadratmeilen weit gedehnte Pyramidenbaumwälder und noch andere große Gesträuchwälder. Wenn ihr nun dieses alles mit in die Berechnung zieht, so wird euch die oft starke Entfernung zweier allgemeiner Familienwohnstätten nicht zu sehr wundernehmen.

31] Nun wüßten wir, wie unsere Saturnmenschen zuallermeist wohnen, vorzugsweise auf den höherliegenden Gegenden; nur wissen wir noch nicht ihre häusliche Verfassung. Da wir aber schon bei der Beschauung der Wohnungen zuerst denjenigen Teil vorgenommen haben, der mehr die Gebirge bewohnt, so wollen wir auch, bevor wir zu den Ebenenbewohnern übergehen, die häusliche Verfassung unserer Hochlandsbewohner fürs nächste Mal in den Augenschein nehmen. Und somit genüge das für heute!

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