Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 412


   07] Wahrlich, auf diesem Boden solle kein Zweig mehr grün werden, und verflucht sei der Baum, der wohl ein reichlich Laub trägt, aber keine Frucht hat, Mich zu sättigen, so Ich komme und es Mich hungert!
   08] Siehe, da gehen sie herum mit frechen und herrschsüchtig stolzen Gesichtern, verachtend den rechtmäßigen König und dessen Gesetz, verachtend jedermann, der nicht willfährig nach ihrer gold- und ruhmsüchtigen Pfeife tanzen will, und verachtend Mein Wort, und verachtend Mich Selbst! - Aber es solle bald ein anderer Pfeifer kommen, dessen Pfeife Ton sie also erschrecken soll, daß sie darob sterben werden!
   09] Ich sagte wohl einst: "Auf dem Stuhle Mosis sitzen die Hohenpriester und Schriftgelehrten; was sie euch lehren, das haltet, aber seid nicht Nachahmer ihrer Werke, die da eitel böse sind!" - Nun aber sage Ich: Höret auch ihre Lehre nicht, denn sie ist voll des Gerichtes und voll Hölle!
   10] Wohl aber den wenigen Priestern, die noch die alte Liebe und den alten Jesus nicht gegen den Antichrist getauscht haben, und wohl auch euch allen, die ihr an Mir hänget! Aber dreifaches Wehe der Brut der Hure amen! - Das spricht, der alle Macht hat amen, amen, amen. -


Kapitelinhalt Ein Wort dem And. H. W. (30.11.1847)

Wachet und betet, auf daß ihr nicht fallet in die Versuchung!

   01] Nie wohl bäumt und krümmt sich der Wurm wütender, als so er seiner finsteren Larve plötzlich beraubt ans Licht hervorgehoben wird. Der Viper Biß ist nie unheilbarer als im grellsten Sonnenlichte, und nie ist ein Drache wütender, als so er am Tage aus seiner finstersten Hölle gehetzt wird! Daher wachet und betet, auf daß ihr nicht in die Versuchung der Hölle fallet, die nun ihren Rachen weit aufgesperrt hat, um alles zu verderben und zu verschlingen, was gegen sie sich irgend auflehnen würde.


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