Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 286


Kapitelinhalt Euer aller Trost (02.12.1848)

An Andr. H. W. am Begräbnistag der Elisabeth H.

   01] Tröste deinen Bruder, dessen Weib Ich zu Mir nahm! Er und sein Haus trauern nun, da Ich Meine liebe Tochter zu Mir zurücknahm. Ich sehe ihre Trauer und habe Freude an ihren Tränen; aber Ich will sie alle trösten und stärken mit Meinem Geiste, mit Meiner großen Liebe! Darum sollen sie fürder nicht weinen; denn Ich werde sie sehr trösten und stärken und werde machen, daß sie sehr jubeln werden und frohlocken in Meiner großen Liebe, - denn Ich allein bin es, der da gibt Traurigkeit und Freude, da Ich ein Herr bin aller Herzen und was in ihnen ist.
   02] Wohl hätte Ich sie noch länger können auf der Erde lassen, denn bei Mir sind alle Dinge gar wohl möglich. Aber was würdest du wohl tun, so du eine Tochter irgendwo hättest in der Fremde zur Ausbildung, die Tochter aber sendete dir einen brennendsten Liebesseufzer um den andern zu und gäbe dir aufrichtigst kund, wie endlos gern sie zu dir nach Hause käme, obschon ihr die Reise auch noch so beschwerlich scheine? - Siehe, du würdest trotz aller Bitten ihrer guten Erzieher in der Fremde am Ende dennoch den Bitten deiner Tochter all dein Gehör schenken und würdest ihrer großen Sehnsucht Gewähr leisten. - So ist es auch hier. Was Ich hier tat, das tat Ich nicht so sehr Meinet- als vielmehr der großen Sehnsucht Meiner lieben Tochter willen.
   03] Darum saget auch nicht, daß Ich hier hart und unerbittlich gewesen wäre, - o nein, gerade das Gegenteil; denn so viele bitten, die einen hin, die anderen her, so gewähre Ich allezeit die Bitte nur dem Teile, der mit der stärkeren Liebe zu Mir bittet. Die schwächer Bittenden aber sollen den Trost haben, daß Ich auch ihre Bitten in das Buch des Lebens zeichne und sie einst auch in aller Fülle werde gewähren lassen. Das aber sei euer aller Trost, daß Ich wahrhaft bei euch bin und verbleibe für ewig amen. -


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