Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 282


   07] Es ist zwar wohl aus einem Übelchen ein Übel geworden, weil beim ersten Aufbruch zu wenig Sorge getragen wurde, den argen fremden Fleisch- und Blutgeist völlig aus der Brust zu treiben; aber deswegen kann schon jetzt auch noch geholfen werden, so ihr nach Meinem Rate durch die Somnambule genau handelt. Sonst aber wird das Übel noch lange dauern. - -
   08] Der von deiner Tochter wie auch von deinem Weibe zugleich vernommene Schlag an's Fenster hängt mit deiner Erscheinung durchaus nicht zusammen und ist nichts als eine mutwillige Anmeldung eines Wanderers aus dieser in die andere Welt. - Wer es aber war, das braucht ihr nicht gar so schnell zu wissen und das kranke Weib am allerwenigsten, weil so etwas ihre ohnehin schwache Seele noch mehr schwächen würde und des Fleisches Heilung noch mehr verzögern. Mit der Zeit aber werdet ihr es ohnehin erfahren, wieviel daran gelegen ist.
   09] Nun habe Ich dir alles gesagt, was die Erscheinungen, die du, dein Weib und deine Tochter vernommen haben, bedeuten. Ziehe dir daraus die rechte Moral; sie wird dir gut zustatten kommen amen. -


Kapitelinhalt Trost am Kreuze irdischer Leiden (18.11.1848)

Trostwort an Elisabeth H. zu ihrem Namenstag.

   01] Meinen Vatersegen und Meine Liebe Meiner liebsten Tochter Elisabeth! - Mein allerliebstes, lammfrommes und sehr geduldiges Töchterchen! Wenn du wüßtest, wie endlos lieb Ich dich habe, weil du aus Liebe zu Mir dein großes Kreuzlein so geduldig trägst, da möchtest du es wohl keine Minute auf der finstern und überaus kalten Erde mehr aushalten. Aber sei getrost in deinem Leiden; Ich bin ja stets bei dir und stärke dich und tröste dich! Ich werde dir auch helfen zur rechten Zeit - und helfe dir immerwährend.
   02] Freilich sind die dir von Mir angeratenen Mittel, die dir schneller geholfen hätten, stets zu spät in Anwendung gekommen oder auch gar nicht angewendet worden. Aber da habe auch Ich Selbst gewisserart eine kleine Schuld daran, und das aus übergroßer Liebe zu dir, denn du weißt es ja, daß Ich die am meisten prüfe und reinige, die Ich am meisten lieb habe. Und so mache Ich es auch mit dir, dafür aber bist du auch ganz Mein; und wenn du deinen Leib verlassen wirst derzeit und dereinst, so wirst du nimmer den Tod fühlen noch schmecken, sondern wirst sehend und alles vernehmend im hellsten Bewußtsein in Meinen Vaterschoß aufgenommen werden.


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