Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 266


   12] Derlei Menschen sind Mir aber auch wahrlich wahr zuwiderst, weil sie lau sind für das Allerwichtigste und das verheißene ewige Leben gerade mit der Zuversicht betrachten wie ein Lotteriespieler sein Lotterielos: Ist was und kommt was, so ist's gut; ist aber nichts und kommt nichts, so ist es so auch gut. - Ja wahrlich, bei denen wird es wohl ewig so auch gut sein, wenn's mit dem ewigen Leben nichts wird und auch nichts kommen wird, was ihnen dazu verhelfen könnte.
   13] Wer aber Mein Wort liest, der lese es aufmerksam und behalte es wohl im Herzen und tue nach seiner Kraft nach dem Worte und sei nicht bloß ein eitler Leser oder Hörer desselben, sondern ein wahrer und lebendig - warmer Täter, so wird er auch die rechten Früchte ernten, wie sie im Worte der alten und neuen Offenbarung verheißen sind. - Aber das denke sich ja keiner, daß Ich jemandem, der Meine Sache also behandelt wie einen Alten-Weiber-Prozeß oder höchstens wie eine dumme Prise Schnupftabak oder wie ein Flickschuster - Konto, Mein Reich, Meine Gnade und Meine große Erbarmung an den Rücken nachwerfen werde! - O nein, das werde ich sicher ewig nicht tun.
   14] Glaube aber ein jeder in seiner Torheit, was er will; Ich aber werde tun, was Ich will, und werde Mich von der Dummheit der Menschen ewig nicht beirren lassen; denn Ich brauche euch Menschen nicht, wohl aber brauchet ihr Mich! - Ich aber werde der Menschen Dummheit mit einer Plage heimsuchen und werde sehen, wie lange sie Mir trotzen werden. - So endlos gut Ich aber dem bin, der Mich ernstlich sucht, ebenso unerbittlich aber bin Ich auch dem, der Mich in seinem Herzen der Welt gegenüber nicht viel besser als eine Prise Schnupftabak betrachtet amen; wahrlich, wahrlich amen, amen, amen.


Kapitelinhalt Gleichnisse zur Gottes- und Selbsterkenntnis (13.07.1847, Nachmittag)

   01] Niemand kommt so weit, daß er nicht noch weiter kommen könnte, niemand ist so vollkommen, daß er nicht noch vollkommener werden könnte, und niemand ist so glücklich, daß er nicht noch glücklicher zu werden vermöchte, - aber auch niemand, so er zu Falle kommt, fällt so tief, daß er nicht noch tiefer fallen könnte; denn es ist der geistige Raum wie der naturmäßige gleich unendlich, und das Meer der Ewigkeit hat auch ewig nirgends einen Grund. Wer in dasselbe fällt, kann ewig tiefer und tiefer sinken; wer aber in ihm emporsteigt, wird auch ewig nie die Oberfläche desselben erreichen, sondern ewig in stets größeren und mächtigeren Zügen die endlose Wonnefülle desselben einschlürfen, je weiter aufwärts er steigen wird.


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