Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 3, Seite 163


   07] Das Liebelicht des neuen Wortes wird der göttlichen Liebe die Bahn brechen, und die Treue dieser Liebe wird alle Frevler, alle Ungläubigen und Lauen zuschanden machen, denn der Ost ist frei, und der Stern der Liebe stehet schon hoch! -
   08] Das ist das leichte Verständnis dieser etwas nur höher gestellten Worte. - Da Ich sie aber nun noch mehr enthüllt habe, so sollen sie auch um so mehr beachtet werden Amen!
   09] Das sagt der große Orion durch Seinen großen Hund amen, amen, amen. -

Kapitelinhalt Antwort auf einige Fragen (04.08.1842)

Fragende: a) Ans. H. b) C. L. c) Elise H.
   00] a) O Herr! Vor dreißig Jahren sah ich im Stifte R-n, als ich mich zu Bette legte, einen kolossalen Mann zu Pferde in meinem Schlafgemache, worüber ich in große Angst geriet. - War diese Erscheinung eine Täuschung, oder war es eine wirkliche Geistererscheinung?

   01] Antwort: Kannst du das bezweifeln? - Ich frage dich aber: Was ist wohl verständiger und weiser, anzunehmen, daß ein vollkommenes Nichts unter der Form deines gesehenen Ritters zu Pferde in irgendeine Erscheinung trete oder die geschaute Form sei im Ernste etwas, das da ist ihr wahrer gehaltvoller Grund? -
   02] Du redest von einer Täuschung! - Was ist denn eine Täuschung? - Wenn du zwei für fünf ansiehst oder schwarz für weiß oder einen Baum für einen Turm, den Mond für die Sonne, einen Planeten für einen Fixstern oder ein Weib für einen Mann - siehe, das ist eine Täuschung, die ihren Grund in der Schwäche der Sinne hat und ist daher nur eine Verkennung des geschauten Wesens, aber unmöglich eine Anschauung des Nichts unter einer Form, was wohl der größte Unsinn ist, den ein Mensch je nur zu denken vermag!
   03] Daher bleibe du bei dem, was du gesehen hast, und denke, daß selbst die Traumwesen nicht so ganz leere Nichtse, sondern recht tüchtige Etwasse sind! Verstehe es. -


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