Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 3, Seite 156


   15] Schließlich sage Ich dir noch bezüglich deiner Kinder, daß du ihnen etwas zuviel freien Willen lassest; siehe, dazu sind sie jetzt noch bei weitem nicht reif. Daher beuge ihn jetzt, da er sich noch beugen läßt, sonst würden sie dir gar bald auf der Erde so manchen Kummer bereiten, was dich dann kleinmütig machen könnte! Halte sie daher zu allem, was du sie lernen läßt, nur recht ernstlich an und daß sie vollends gehorchen ihren Lehrern ohne Widerrede, so wirst du bei ihnen gute Früchte erzielen. Denn in dem Ernste liegt das Leben des Geistes zugrunde, da Ich allzeit knapp hinter dem Liebernste einhergehe! Solches also beachte auch, und Ich, dein lieber Vater Jesus, werde keinen aus den Deinen zugrunde gehen lassen. Mein Segen mit deinem Geiste ewig Amen. - - -

Kapitelinhalt Der Siegelring (11.07.1842)

1.
   01] Ein scheinbar unbedeutend, nichtig Ding
erscheint dem Aug' ein ehrner Siegelring.
Doch wenn ein Fürst ihn trägt an seiner Hand,
hat er ein groß Gewicht fürs ganze Land.
So ist ein Ring, den da ein Fürst getragen,
ein großer Wert, daß selbst in spätsten Tagen
so manche Tatenforscher darum fragen und
emsigst nach solch altem Schatze jagen!

2.    02] Es gibt ein Amt sogar in manchem Staat,
das da den Namen Siegelwahrung hat.
Und dem da ist ein solches Amt vertraut,
auf den der Fürst auch sicher Großes baut.
Nur eines Landes alterprobten Treuen
ermächtiget der Fürst danach zu freien;
ein andrer mag sich da zu Tode schreien,
nie doch wird er des Amtes sich erfreuen! -

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