Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   08] Aber die Bäume der Welt und alle Einrichtungen, die bisher die Welt zu ihrer vermeintlichen Ruhe und Sorglosigkeit gesetzt hat, werden in Kürze den weidlichsten Schiffbruch erleiden. Die Herren der Erde sollen es erkennen, daß Ich noch immer der Herr bin und durch alle ihre Rechnungen einen Strich ziehen werde!
   09] Verstehe solches! Aber fürchte dich darum nicht! Denn du gehörst ja auch Meiner Pflanzschule zu. Und Mein Feuer kann dich nur beleben, dich seliger machen mehr und mehr und nicht töten wie diejenigen, die Mich schnöd auf die Seite setzen, selbst herrschen wollen und Gesetze geben Meinen Kindern, die sie nicht erschaffen und denen sie kein Leben gegeben haben. - Wehe solchen, so sie Mein Feuer ergreifen wird! Das wird ihnen eine böse Zeit geben!
   10] Nun sei gesegnet! - Lebe mäßig! Trinke nicht Wein und Bier untereinander, sondern einen guten Wein nur, so wirst du dein Fleisch vor Krankheiten und deine Seele vor fleischlicher Sinnengier bewahren, Das sage Ich dir als dein größter Freund. Amen.

Vom Kommen des Tausendjährigen Reiches (27.12.1850)

   00] Ein Schreiben des Jakob Lorber an Dr. Zimpel, s. Zt. in Meran, enthielt außer eigenen Worten Lorbers nachstehende Worte des Herrn:
   01] Lieber Freund und Bruder! Wundere dich nicht darob, daß Ich dich also auszeichne! Denn du weißt ja, daß es in der Guten Botschaft lautet: »Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt.«
   02] Die Berufenen sind Kinder der Welt, können aber, so sie der Berufung folgen, Meine lieben Kinder und Kindlein werden. - Aber die wenigen Auserwählten sind Meine Brüder und sind weder der Seele und noch weniger dem Geiste nach von dieser Erde, sondern von dorther, von wannen her Ich Selbst bin.
   03] Du bist von dannen her, von wannen Ich bin, und bist deshalb ein rechter Bruder Meines Herzens. Das dünke dir aber durchaus nicht eitel! Denn siehe, Ich selbst bin ja von ganzem Herzen demütig! Wie sollen es dann Meine lieben Brüder nicht sein!?


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