Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   11] Sonst hat sie hiermit von Mir die letzte Warnung erhalten! Und ihre weltlich gemengten Wünsche darf sie dann auch nur der Welt vorlegen. Denn den Gebeten weltlicher Herzen pflege Ich kein Ohr zu leihen. Solches aber sollen alle Weiber und Mägde erfahren, daß da Meine Geduld mit ihnen um vieles eher zu Ende ist denn mit dem Manne, darum sie schon von jeher waren die Wurzel aller Sünde! Und darum solle sich auch dies Mädchen nicht wundern, so sie solches vernimmt von Mir. Denn die Mädchen und die Weiber sind ja noch allzeit der Fall der Männer gewesen. Und darum auch habe Ich die größte Geduld nicht mit den Weibern und lasse sie viel eher sinken denn einen Mann, wenn sie Meinem Vaterrufe nicht folgen wollen.
   12] Solches kannst du nun also, so du willst, dem Mädchen wohl kundgeben. Aber zur Pflicht mache Ich es dir nicht, da sie Mein letztes Wort an sie nicht beachtet und heimlich deinen oftmals ausgesprochenen Rat an sie verlacht hat! - So du also willst, kannst du es ihr ja geben.

Die Schiffspredigt des Herrn (Zum Evangelium des Lukas lk.05,01-03; 16.05.1843)

   01] Diese Predigt, aus 64 Versen bestehend, ging bei der ersten großen Kirchenversammlung (in Nicäa 325, d. Vf.) verloren. Hier aber wird sie von Wort zu Wort wiedergegeben zum Frommen der gläubigen Liebhaber des Herrn. - Die Predigt aber lautete mit den 3 vorhergehenden Versen also:
   02] a »Es begab sich aber, daß sich das Volk zu Ihm drang, zu hören das Wort Gottes aus Seinem Munde, da Er am See Genezareth war und vor dem großen Andrange des Volkes nicht Platz hatte, am Ufer zu stehen. (a lk.05,01)


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