Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


16] Da aber der Vater das urewige Grundliebeleben ist und alles Licht von diesem Leben ausgehet, so wird der Mensch doch wohl sicher auch das ewige Leben haben, wenn er in selbem (im Lichte) ist und dasselbe in ihm durch den Sohn, Geist und Vater!?
17] Ich meine aber, so ihr nicht noch blinder seid als der Mittelpunkt der Erde, so dürfte euch dieses wohl genügen, um einzusehen, daß wer da im Geiste Jesum sieht, keinen Tubus mehr brauchen wird, um auch den Vater zu erschauen!
18] Daß ihr aber solches nicht verstehet, so ihr es leset, daran schuldet lediglich euer materiell-heidnisches Drei-Göttertum, das da zu Nizäa ausgeheckt wurde und später noch stets mehr, sogar bis zur Plastik, vermaterialisiert ward, so daß ihr euch nun mehr oder weniger nicht davon zu trennen vermöget. Daher müsst ihr nun allem früheren (Wahn-)Lichte absterben, so ihr wollt zum reinen Geisteslichte aus Mir gelangen!
19] Solches versteht und tuet auch darnach, so werdet ihr leicht und bald zu Mir, dem heiligen Vater, gelangen! - Amen.

Der Großglockner (30.04.1842)

00] An diesem Tage begann eine große Kundgabe über den »Großglockner«, welche in mehreren Fortsetzungen bis zum 28. Mai 1842 erfolgte. - Nachstehende Worte sind dem Eingangskapitel entnommen:
01] Es deucht euch wunderbar das wohlgelungene Bild, wie majestätisch da ein König der Berge, der »Großglockner« genannt, aus der Mitte seiner großen Brüder kühn sein Haupt erhebt und gewisserart nach allen Seiten hin schaut, wo seine Kinder, von ihm auslaufend, sich befinden. Aber noch wunderbarer wird es euch bedünken, wenn Ich euch, nach der guten Ordnung bei seinen kleinsten Abkömmlingen anfangend, bis zu ihm hinführen werde...
02] Es gibt gar viele Menschen, die da sagen: »Ich habe einen sanften Hügel, der mit Äckern, Wiesen, Baumgärten, Waldungen und Viehweiden belebt ist, um unvergleichbar vieles lieber denn hundert Großglockner!«


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