Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1


   09] Daher muß der Mensch in diesem geistigen Frühlinge einem sorgfältigen Gärtner gleichen, der seine Bäumchen und Pflanzen sorgfältig von den schädlichen Raupen reinigt und alles Unkraut ausjätet, damit der edlen Bäume und Pflanzen Leben keinen Schaden leide.
   10] Wer nun auf diese Art seinen Lebensbaum von allen den bösen Begierden und Leidenschaften durch die kräftigen Werkzeuge, welche sind die Selbstverleugnung und die Demut, emsig reiniget, der wird dann gewiß auch im Sommer und Herbste seine Tätigkeit mit den herrlichsten, reif gewordenen Früchten belohnt sehen.
   11] Diese Früchte aber sind keine anderen als die Erscheinung des »Zeichens des Menschensohnes am Himmel«. Die »Geschlechter der Erde« sind die hinausgeschafften bösen Begierden und Leidenschaften. Und darauf erfolgt »das Kommen des Menschensohnes auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.«

KapitelinhaltÜber den Mond (01.05.1841)

   00] Julie H. fragte: »Was ist der Mond? Gibt es dort auch Menschen so wie hier?« Als Antwort auf die Frage empfing Jakob Lorber an diesem und den folgenden Tagen eine umfassende Eröffnung über den Mond.
   01] Damit ihr den Mond und seine Bewohnbarkeit völlig begreifet, müßt ihr wissen, daß der Mond eigentlich nur auf der dem Planeten (Erde) zugekehrten Seite »Mond« ist. Auf der entgegengesetzten Seite aber ist er nicht »Mond«, sondern ein ganz fester Erdteil.
   02] Was also »Mond« ist, das ist nicht fest, sondern sehr locker, beinahe so wie ein etwas gefesteter Schaum des Meeres, dessen festere Teile gleich Bergen hervorragen, während die weicheren Teile nischen- und trichterartig gegen das Zentrum des ganzen Weltkörpers eingesunken sind.


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