Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1


KapitelinhaltDie »Lumpen« des verlorenen Sohnes (25.03.1841)

   01] Ihr habt gehört, daß die Lumpen des »verlorenen Sohnes« von den Winden zerstreut wurden wie Spreu und die übriggebliebenen aber wurden ihm ausgezogen und verbrannt. - Wisst ihr, was unter diesen »Lumpen« zu verstehen ist?
   02] Es ist darunter nichts anderes zu verstehen, als der eingegangene, frühere Universalmensch auf unserer Tafel. Denn durch die Gewinnung eines jeden einzelnen Menschen ist das Edle, von Mir Ausgebende, oder »Mein verlorener Sohn« wiedergewonnen. Die »Lumpen« oder das eigentliche Erzböse aber wird verworfen werden in das Feuer, daraus es eigentlich hervorgegangen ist. Es ist aber dieses Feuer dasjenige in der Gottheit, aus welchem alle Dinge ihr materielles Dasein haben.
   03] Wer somit sich an die Welt hängt und klebet an der Materie, der klebet an den »Lumpen« des verlorenen Sohnes! - Wie aber alle Materie euch ihre große Feuerverwandtschaft zeigt, so gilt dasselbe auch von den Lumpen an den Lenden des verlorenen Sohnes.
   04] So aber wird es geschehen: Damit Gott wieder werde ein freier Gott, in dem keine Materie mehr wallet, so wird das Feuer- oder Zornverwandte wieder dahin zurückkehren müssen, woher es als das, was es ist, gekommen ist. Und es wird gerade also geschehen, wie wenn ihr an eurem Leibe habt irgendeine Verhärtung und legt da heiße Umschläge auf, damit sie wieder erweicht werde - also auch wird Mein ewiges Feuer diese erzböse Verhärtung in ihrer Allheit erfassen, um sie dadurch wieder seinem eigenen Wesen selbst zu assimilieren (anzugleichen).


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