Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1


   14] Aber höret, erst in der reinen Liebe eures Herzens werdet ihr alle erkennen, daß der hohe, bleibende Gast euer heiliger, guter Vater ist, der zu euch gekommen ist und Sein Reich mit Ihm! - Amen. Das sage Ich, der hohe Gast, als euer heiliger, guter Vater! Amen.

KapitelinhaltRechte Heiligen-Verehrung (20.03.1841)

   00] Die vier Töchter des Anselm Hüttenbrenner stellten folgende Fragen:
Marie: »Auf welche Art soll man die Heiligen verehren?«
Wilhelmine: »Wie soll man den Herrn recht lieben?«
Pauline: »Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort - was besagt dieser Eingang des Johannes-Evangeliums?«
Julie: »Worin besteht die wahre Demut?«

   01] Liebe Kinder! Ist es denn wohl gar so schwer, zu finden, was man möchte? - Wenn jemand Hunger verspürt, wird er wohl lange brauchen, um sich irgendeine Speise aufzusuchen, damit sie ihn sättige? - Oder wer da dürstest, wird der wohl, vom brennenden Durste getrieben, von einer Quelle zur andern wandeln und die Wasser verkosten, die da tauglich wären zur Löschung seines brennenden Durstes? Wahrlich, er wird bei der nächsten Quelle verbleiben und da stillen seinen Durst. - Sehet, das sei auch für euch der Fall!
   02] Daß ihr alle im Geiste noch sehr hungrig und durstig seid, werdet ihr doch sicher empfinden, so ihr das Verständnis eures Herzens, welches ist der »Magen« des Geistes, nur ein wenig zu Rate zieht und euch ein wenig nur befragt nach der Wesenheit der Dinge, die euch zahllos umgeben, und nach dem euch noch gänzlich unbekannten inneren Leben des Geistes.
   03] Schauet nur hinaus auf den großen Speisezettel der Schöpfung und darnach in die große Speisekammer des Geistes, so wird es euch künftighin nicht mehr schwer fallen, zumal wenn ihr noch bedenket, daß in Meinem Lichte, welches durch das lebendige Wasser aus dem Brunnen Jakobs zu euch beschieden wird, sich ein Sonnenstäubchen zu einer Welt vergrößert!


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