Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1, Seite 81


   09] Das sage Ich, die Ewige Wahrheit, aus der großen Mitte Meiner unendlichen Macht! - Amen, Amen, Amen.

KapitelinhaltDie Perlenmuschel - und die Urstufen der Tierwelt (15.08.1840)

   00] Schreibende: K.G.L. - S. Andr. u. Ans. H. - Das Thema »Perlenmuschel« wurde erst heute, als wir an den Schreibtisch gingen, gewählt. Unser Herr sprach durch den Mund Seines Knechtes J.L.:

   01] Bevor Ich euch etwas über diesen Gegenstand (Perlenmuschel) sagen werde, ist es für euer Verständnis notwendig, einen kleinen Rückblick zu machen; da eine vorgerücktere Stufe nicht begriffen werden kann, bevor das Vorhergehende zu einer gewissen Klarheit in eurem Gemüte geworden ist.
   02] Nun sehet, unter allen Gelehrten und sogenannten Naturforschern weiß niemand, und schwerlich wird jemand aus sich wissen, wo in der Schöpfung die eine (Wesens-)Klasse aufhört und in die andere übergeht, noch wo die erste den Anfang nimmt. So weiß niemand, wo das Mineralische den Anfang nimmt und wo es aufhört, ebensowenig weiß jemand den Beginn der Pflanzenwelt und den Schluß derselben. Und am allerwenigsten weiß jemand, wo die animalische Welt beginnt und wo sie ihr Ende nimmt. Denn dem Forscher erscheint alles ineinandergeschmolzen, während bei Mir die scharfbegrenztesten Unterschiede stattfinden. Ja, Ich sage euch, es gibt in der ganzen Schöpfung auch nicht zwei Dinge, die davon eine Ausnahme machen.
   03] Dem matten Auge eines solchen Naturforschers erscheint freilich, daß Nacht und Tag sich in einem unmerklich übergebenden Zusammenfließen vereinen. Aber seht, diese Bemerkung eines solchen Naturforschers liegt bloß in der außerordentlichen Schwäche seiner inneren Sehe begründet.
   04] Damit ihr dieses jedoch notwendigerweise leichter fassen und begreifen möget, so will Ich euch ein paar sehr handgreifliche Unterschiede geben.


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