Jakob Lorber: 'Die Haushaltung Gottes', Band 3

Kapitelinhalt 79. Kapitel: Die Einsetzung des Henoch und der beiden Lameche zu Grundleitern alles Volkes. (17.07.1843)

   01] Auf diesen wohlbelehrenden Aufruf begab sich der Lamech wieder in die Mitte des Tempels und sagte in der größten Liebe-Ehrfurcht zum Herrn:
   02] »Heiliger Vater, siehe, wie es einem großen Schuldner vor Dir möglich ist, habe ich an die Brüder draußen Deinen allerheiligsten Willen berichtet!
   03] O Vater, nimm dieses mein unvollkommenes Werk gnädig also auf, als wäre es etwas vor Dir, und Deine ewig allerhöchste und heiligste Liebe und Weisheit verbessere meine allzeit groben Fehler vor Dir, die ich gegen Dich und gegen die armen Brüder und Schwestern noch allzeit begangen habe!«
   04] Hier unterbrach der Herr den Lamech und sagte zu ihm: »Höre, Mein Sohn Lamech, - wer wie du seine Fehler erkennt, von dem sind sie schon lange genommen, und er steht vor Mir wie ein aufgehender Morgenstern, der da ist ein helleuchtender Bote der dem Aufgange nahen Sonne! Also bist du es auch nun und wirst es verbleiben fürder!
   05] Dir aber sage Ich: Du hast überaus wohl und nach Meinem Willen vollkommen geredet zu deinen Brüdern und Schwestern; daher will Ich denn alsbald hingehen zu ihnen und will Mich ihnen offenbaren als der Herr und Schöpfer Himmels und aller Welten und als der alleinig wahre und liebevollste Vater aller Meiner wahren Kinder!
   06] Gehet aber auch ihr, Meine drei liebsten Söhne, mit Mir, eurem ewigen wahrhaftigen Vater, hin an die Schwelle des Tempels, und zeuget durch eure Gegenwart von Mir, wie Ich zeugen werde von euch, daß Ich Selbst euch erwählt habe aus vielen Tausenden und habe euch gesetzt zu Grundleitern alles Volkes, das euch umgibt, in der Höhe sowohl, als auf dem Flachlande!
   07] Nur drei Stämme habe Ich entführt, - für diese habt ihr nicht zu sorgen, und diese sind Kahin, Meduhed und Sihin. Alles andere Volk aber lege Ich als der Herr und wahrste Vater in eure Hände, auf daß ihr sie leiten möchtet unverwandt auf derjenigen Bahn, die da allzeit und ewig führt zum ewigen unvergänglichen, allerfreiesten und allerseligsten Liebeleben in Meiner Liebe!
   08] Sorget euch aber ja nicht um die drei entführten Stämme; denn auch ihnen habe Ich weise und gerechte Führer gesetzt, die ihre Völker leiten sollen hin zur Schwelle des ewigen, heiligen Wohnhauses, darin Ich allzeit ewig zu wohnen pflege in aller Macht und Kraft Meiner Liebe!
   09] O ihr Meine drei allerliebsten Zärtlinge, Ich bin euer wahrhaftiger, ewiger, heiliger, liebevollster Vater! Sehet aber: Wie Ich euch über alles liebe und ihr Mir lieber seid und mehr geltet als alle Himmel und Sonnen und Welten, also liebet auch ihr allzeit alle eure Brüder und Schwestern; denn sie sind ja alle Meine Kindlein also, wie ihr es seid!
   10] Sehet, so lieb hab' Ich euch, daß Ich, so es nun möglich und nötig wäre Mein Leben von Mir lassen möchte, um es euch für ewig zu verschaffen!
   11] So denn liebet auch ihr Mich, euren guten Vater, und alle Meine Kindlein Meinetwegen, weil Ich als der Vater sie so mächtig stark liebe!
   12] Richtet sie ja nicht; denn Ich will ja auch niemanden richten, sondern jedem geben ein ewig freiestes Liebeleben. Das ist Mein Wille; diesen beachtet fortan!
   13] Nun aber folget Mir an die Schwelle des Tempels!«


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