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Vergleiche Islam - Christentum

Willensfreiheit trotz Allwissenheit und Allmacht Gottes?

Wie ist Vorhersehen (Präkognition) und Vorherbestimmung (Prädestination) mit Willensfreiheit vereinbar?

Offenbarungen Jesu durch Prophet Jakob Lorber (1800-64) mittels Verbalinspiration


Inhaltsübersicht:


Die falsche islamische Lehre der Vorherbestimmung und Willensfreiheit

Folgende Links beschreiben die islamische Lehre der Vorherbestimmung, die in nahezu jedem Aspekt den biblisch-göttlichen Lehren zu diesem Thema widersprechen:


Selbstbegrenzung der Allwissenheit (Präkognition) Gottes zugunsten der Willensfreiheit

Biblische Aussagen und Jesu Neuoffenbarungen durch Jakob Lorber wiederlegen die irrigen islamischen Lehren zur Vorherbestimmung (Prädestionation) von Menschen und Völkern in allen Aspekten, wie nachfolgende Ausführungen belegen:

    Vorherwissen (Praekognition)

    Jesus weiss über alles Bescheid und kann daher alles vorhersagen (jl.ev06.169,02)

    Jesus kennt die Zukunft aller Wesen; wegen der Wahrung der Willensfreiheit beschränkt er aber seine Kontrolle über sie. (jl.ev02.137,16)

    Warum präzise Vorhersagen unmöglich und nachteilig sind; Ausnahmen

    (jl.ev08.099,06) »Es ist aber für den Menschen eben nicht gut, so er zu viel voraus weiß, was in der Zukunft als bestimmt geschehen wird; denn das würde die Menschen entweder zur Verzweiflung bringen oder sie am Ende ganz lau und untätig machen.
    (jl.ev08.099,07) Und auf dieser Erde, auf der die Gotteskinder erzogen werden, geht es mit dem Weissagen über die Zukunft auch unmöglich mit einer solchen Bestimmtheit, wie das auf irgendeinem andern Weltkörper der Fall sein kann; denn bei der vollen Freiheit des Willens der Menschen dieser Erde kommt es ja zuallernächst darauf an, was die Menschen selbst wollen, und wie sie nach ihrem Erkennen und Willen handeln.
    (jl.ev08.099,08) Hand nach rechts Wenn Ich nun sagete: "Du magst nun erkennen, wollen und handeln, wie du willst, so wird als ganz bestimmt doch nur das geschehen, was Ich da will und dir verkünde!", ja, wenn es also wäre, da wäre Ich wahrlich ganz zwecklos zu euch Menschen von den Himmeln herabgekommen, und alle Meine Lehre an euch wäre eitel!
    (jl.ev08.099,09) Hand nach rechts Ja, Ich sage noch mehr: Wenn in der sittlichen und staatlichen Hinsicht nur das geschehen müßte, was Ich euch verkünde, und zwar unabänderlich, so hättet ihr Menschen keine höhere Bestimmung als die Tiere; und wozu hättet ihr dann eure Vernunft, euren Verstand und eure Liebe und aus ihr den vollkommen freien Willen? Ich kann euch nur dahin als ganz bestimmt zum voraus sagen, daß über euch dies oder jenes kommen wird, wenn ihr so oder so wollet und handelt; aber wenn Ich je einem Volke oder auch nur einem Menschen als ganz bestimmt zum voraus anzeigen würde, daß dies oder jenes als ganz bestimmt geschehen werde, so wäret ihr nicht bestimmt, Kinder Gottes zu werden, und Ich wäre in Meinem Geiste nicht euer Vater.
    (jl.ev08.099,10) Gehet zurück auf alle Propheten, die zukünftige Dinge geweissagt haben, ob je einer etwas als unabweichbar Kommendes geweissagt hat! Ein jeder hat seine Weissagung nur stets unter gewissen Bedingungen aufgestellt, die sich stets auf die Besserung oder Verschlimmerung der Menschen bezogen. Nur Meine Fleischwerdung ist den Menschen als ganz bestimmt ohne ihr Willen und Handeln geweissagt worden zu ihrem Heile, darum sie auch pur Mein Werk ist; obschon sie aber das ist, so lasse Ich aber nun dennoch einen jeden, der es nur will, teilnehmen an diesem Meinem größten Werke.
    (jl.ev08.099,11) Jonas mußte, von Meinem Geiste getrieben, zu den Niniviten gehen und ihnen ihren Untergang verkünden, so sie in ihrer Bosheit verharren würden. Er tat es ungern, da er als ein Prophet wohl wußte, daß Meine Vorausanzeigen stets auf Bedingungen gestellt sind. Das Volk von Ninive aber besserte sich, und das Tatsächliche Meiner Androhung blieb natürlich aus, was selbst den Jonas ärgerte.
    (jl.ev08.099,12) (Ähnlich verhielt es sich) mit dem Propheten Jeremias, einem Sohne Hilkias, aus den Priestern zu Anathot im Lande Benjamin, den Ich berufen hatte zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, Königs von Juda, in seinem dreizehnten Regierungsjahre, und so auch zur Zeit des Königs Jojakim, Josias Sohn, und bis ans Ende des elften Jahres Zedekias, auch eines Sohnes Josias, Königs von Juda, und bis aufs Gefängnis Jerusalems im fünften Monde. Ja, dieses Propheten Weissagung ist vielfach in Erfüllung gegangen, und die Gefangenschaft erfolgte, aber nicht deshalb, weil Ich es den damaligen Meiner ganz vergessen habenden Juden durch den genannten Propheten hatte voraus verkünden lassen, sondern weil die Juden sich nicht besserten, den Propheten nur verlachten und beschimpften und am Ende sogar verfolgten, daß er selbst unwillig ward und alles Geschriebene vertilgte, und Ich ihn dann von neuem alles wieder niederschreiben hieß und ließ.
    (jl.ev08.099,13) Die Juden waren sonach selbst schuld, daß an ihnen zum größten Teile das zum leidigen Vollzug kam, was ihnen angezeigt wurde. Aber an vielen Juden, die sich wahrhaft gebessert hatten, ging der böse Teil der Weissagung des Jeremias nicht in Erfüllung, sondern nur der gute.
    (jl.ev08.099,14) Und so zerfällt auch alles, was Ich euch geweissagt habe und noch weissagen werde, von selbst begreiflich notwendig in zwei Teile, und das entweder im Eintreffen des Schlimmen oder im Eintreffen des Guten; also wird auch die Zeit nie als fest angegeben, sondern sie richtet sich stets ganz nach dem Willen und Handeln der Menschen! Denn wie könnte Ich zu einem noch so entarteten Volke sagen: "Weil du so sehr arg geworden bist und nicht geachtet hast Meine ernsten Mahnungen an dich, so sollst du, von heute an gerechnet, mit Blitz und Donner und Pech und Schwefel vom Himmel in sieben Tagen von der Erde vertilgt werden!", - das Volk aber nähme sich das sehr zu Herzen, täte Buße in Sack und Asche und kehrte sich zu Mir?! Würde Ich bei einem solch bewandten Umstande auch noch am siebenten Tage Meine Androhung in Vollzug setzen, weil Ich Selbst sie verkündet habe? O nein, - sondern Ich werde Mich des in sich gegangenen Volkes erbarmen und werde es segnen und nicht züchtigen!«

    Jesus: „Ich sehe, wenn Ich ein Volk drei- bis siebenmal ermahnt habe, nicht mehr darauf, was es will und tut; das Volk oder auch jeder Mensch für sich kann dann wollen und tun, was ihm beliebt, und Ich nehme von nichts Kenntnis bis entweder zu seiner Besserung oder bis zu seinem Sündenvollmaße. Wie dann das Volk oder ein Mensch will und handelt, so wird es ihm auch werden. Denn Ich habe es auf der Erde so eingerichtet, daß auf jede Handlungsweise der Menschen der sichere Erfolg von selbst kommen muß!" jl.ev08.099,17

    Warum das Einzel- oder Volksschicksal nicht festgelegt ist; sinnlose Frage nach Datum eines Kriegsausbruches

    (jl.him2.295,01) (Jesus:) »Also fragte dein Freund und Bruder, was da wohl die Zukunft bringen werde? - Das ist freilich wohl eine sehr eitle Frage. Aber gleichwohl will Ich eine Antwort darauf geben. - Nun siehe, da ist sie schon:
    (jl.him2.295,02) Die Zeit ist und bleibt 'Zeit', wie die Welt fortwährend 'Welt' bleibt. Wer da bessere Zeiten und eine bessere Welt erwartet, der irrt sich sehr in seiner irdisch frommen Erwartung! Denn die Welt war allezeit arg und wird es auch sein bis ans Ende aller Zeit.
    (jl.him2.295,03) Daher kann auf der Welt für die Welt die Zeit nichts als nur Arges bringen! - Für den aber, der mit Mir ist und Ich mit Ihm, dem wird weder die Welt noch ihre lose Zeit etwas anhaben können - wie euch alle schon die tausendfache Erfahrung hinreichend belehrt hat.
    (jl.him2.295,04) Es ist mit der Welt nahe also wie mit der Hölle. In ihr finden nur ihre Eigenen die Hölle, nicht aber auch Meine Engel, die zumeist sich daselbst befinden, um die argen Geister zu bessern oder zu strafen.
    (jl.him2.295,05) Aus dem geht aber für den Geistesverständigen leicht hervor, daß der Gute auf der Welt allezeit nur Gutes, wie der Schlechte allezeit nur Schlechtes zu erwarten hat.
    (jl.him2.295,06) Wer auf Meinen Wegen wandelt, der wird mit seinen Füßen an keinen Stein stoßen; will aber jemand nur ein wenig die Wege der Welt prüfen, der wird sicher schon beim ersten Tritte auf einen tüchtigen Stein stoßen.
    (jl.him2.295,07) Was fragt ihr aber: "Werden wir Krieg bekommen? Werden die Polen aufstehen? Was wird Frankreich, was England machen? Was Österreich, was Preußen, was Rußland?« - Oh, das sind eitle Fragen!
    (jl.him2.295,08) Glaubet denn auch ihr noch an eine Vorbestimmung der Volksschicksale? - Sollte Ich etwa sagen und fest bestimmen, so und so wird es diesem oder jenem Volke ergehen?! - So Ich das täte, wäre da wohl Liebe in Mir, Geduld und Erbarmung? Oder ist wohl Liebe im Richter, der da über einen Gesetzesübertreter den Stab bricht und dann zu ihm spricht: "Morgen mußt du sterben!"? Dasselbe wäre bei Mir ja um so mehr der allerliebloseste Fall, wenn Ich mit den sündigen Menschen der Welt also verfahren möchte, da Mir, als der ewigen Allmacht, doch ewig nie eine sonderheitliche Macht trotzen kann.
    (jl.him2.296,09) Sehet, auf der Welt lasse ich alles frei walten, was nur immer den Namen Mensch hat. - Warum? - Das wißt ihr ja schon lange.
    (jl.him2.296,10) Wäre es wohl recht von Mir, so Ich nun ganz fest bestimmen möchte: "Am 21. März 1847 wird ein überaus blutiger Krieg seinen Anfang nehmen und wird sich zehn Jahre dauernd über ganz Europa erstrecken!"? - So sich nun aber die Menschen im einen oder andern bessern würden, und Ich ließe dennoch diese Geißel über sie kommen - wäre Ich da wohl ein rechter Richter und ein Vater jedes Menschen?«

    Gott kann alles wahrnehmen und wissen, was er will oder es ignorieren, um den Menschen im Willen frei zu lassen. Durch Bittgebet erfolgt Hilfe

    (jl.ev01.092,11) »... Gott (kann) der Willensfreiheit der Menschen wegen wohl alles wissen, was Er will; was Er aber nicht wissen will, damit der Mensch frei handle, das weiß Er dann auch nicht!...«
    (jl.ev01.092,12) Sagt Matthäus: »Herr, wenn so, dann ist es wohl eine höchst gefährliche Sache um das Menschenleben auf dieser Erde! Welcher nur einigermaßen gebildete Mensch kennt nicht die zahllos vielen Feinde, die der armen Menschheit mit allen möglichen übeln sich entgegenstellen und dadurch dem Menschen den Untergang bereiten?! Wenn Du das ohne Kenntnisnahme gleich so mir und dir nichts angehen lässest, da wird's mit dem Seelenheile einmal wohl ganz verzweifelt schlecht aussehen!«
    (jl.ev01.092,13) Sage Ich: »Nicht so schlecht, als du es nun meinst! Denn fürs erste wird jeder seines Glaubens und hauptsächlich seiner Liebe leben; und fürs zweite steht es einem jeden Menschen frei, sich in jedem Augenblick an Gott zu wenden und Ihn um Beistand anzuflehen, und Gott wird Sein Antlitz zu dem Flehenden wenden und wird ihm helfen aus jeglicher Not! (Beispiele)
    (jl.ev01.092,14) übrigens ist aber ohnehin einem jeden Menschen ein unsichtbarer Schutzgeist hinzugegeben, der den Menschen von seiner Geburt an bis zum Grabe hin zu geleiten hat! Solch ein Schutzgeist wirkt stets auf das Gewissen des Menschen ein und fängt erst dann an, sich ferner und ferner von dem ihm anvertrauten Menschen zu halten, so dieser, durch seine Eigenliebe geleitet, allen Glauben und alle Liebe zum Nächsten freiwillig verlassen hat.
    (jl.ev01.092,15) Der Mensch auf dieser Erde ist demnach durchaus nicht also verlassen, als du es meinst; denn es hängt alles von dessen freiestem Willen und Handeln ab, ob er von Gott beaufsichtigt und geführt (Beispiel) sein will oder nicht! Will es der Mensch, so wird es auch Gott wollen; will es aber der Mensch nicht, so ist er völlig frei von Gott aus, und Gott kümmert Sich weiter auch nicht um ihn, außer was aus der allgemeinsten Ordnung dem Naturmenschen zuzukommen bestimmt ist, als da ist das Naturleben und alles, was als Bedingung für dasselbe nötig ist. Aber weiter läßt Sich Gott mit dem Menschen nicht ein und darf Sich wegen desselben unantastbarer Freiheit nicht einlassen! Nur wenn ein Mensch Gott aus dem freien Willen des Herzens sucht und Ihn bittet, so wird Gott auch dem Bitten und Suchen des Menschen allzeit auf dem kürzesten Wege entgegenkommen (Beispiel), vorausgesetzt, daß es dem Menschen mit seinem Suchen und Bitten ein vollkommener Ernst ist
    .
    (jl.ev01.092,16) Sucht und bittet aber der Mensch nur versuchsweise, um sich zu überzeugen, ob an Gott und an dessen Verheißungen wohl etwas sei, so wird er von Gott auch nicht angesehen und erhört werden! Denn Gott in sich selbst ist die reinste Liebe und kehrt Sein Antlitz nur denen zu, die ebenfalls in der reinen Liebe ihres Herzens zu Ihm kommen und Gott Seiner Selbst willen suchen, Ihn als ihren Schöpfer dankbarst wollen kennenlernenund den heißen Wunsch haben, von Ihm selbst beschützt (Beispiele) und geführt zu werden.
    (jl.ev01.092,17) Oh, die also kommen, für die weiß Gott in jedem Augenblick nur zu gut, wie es mit ihnen steht, und Er Selbst lehrt und leitet sie alle Wege: aber die von Ihm nichts wissen wollen, für die weiß dann auch Gott im vollsten Ernste nichts!
    (jl.ev01.092,18) Und wann sie dereinst jenseits vor Gott hingestellt und noch so sehr rufen und sagen werden: "Herr, Herr!", so wird Gott ihnen antworten: "Weichet von Mir, ihr Fremden; denn Ich habe euch noch nie erkannt!" Und solche Seelen werden dann viel zu dulden und zu kämpfen bekommen, bis sie sich als von Gott erkannt Ihm werden nähern können...«

    Jesus: „Ich sehe, wenn Ich ein Volk drei- bis siebenmal ermahnt habe, nicht mehr darauf, was es will und tut; das Volk oder auch jeder Mensch für sich kann dann wollen und tun, was ihm beliebt, und Ich nehme von nichts Kenntnis bis entweder zu seiner Besserung oder bis zu seinem Sündenvollmaße. Wie dann das Volk oder ein Mensch will und handelt, so wird es ihm auch werden. Denn Ich habe es auf der Erde so eingerichtet, daß auf jede Handlungsweise der Menschen der sichere Erfolg von selbst kommen muß!" jl.ev08.099,17

    Abedam-Jehova zu den Kindern der Höhe: „Wenn Ich stets sichtbar bei euch bliebe, so könnte niemand zum wahren, selbständigen, freiesten Leben gelangen, weil schon die Sünde die Welt in harte Knechtschaft nahm und eben darum Zwang und Nötigung auf der Erde ohnehin in Fülle vorhanden sind. Würde nun Ich als die allerhöchste Urmacht beständig sichtbar unter euch verweilen, so hättet ihr eine weitere Nötigung auf der Erde, sodaß sich niemand auch nur im geringsten frei bewegen könnte. - Wenn Ich jedoch fremd bleibe euren Augen, aber - so es jemand ernstlich will - desto bekannter und vertrauter seinem Herzen, da ist dennoch jeder vollkommen frei. Er kann die Knechtschaft der Sünde verachten, mit Füßen treten und sich zu Mir wenden, Mich in der Liebe seines Herzens suchen und frei erfassen, wo er dann sogleich nach dem Maße seiner Liebe von Mir aufgenommen und nach seinem Liebewillen behalten und erhalten wird, welches alles dann erst die Gewinnung des ewigen Lebens ist!" jl.hag1.185,33-34

    Gott begrenzt seine Allmacht zugunsten der Willensfreiheit

    Die Allmacht Gottes und ihre Einschränkung zwecks Willensfreiheit

    jl.ev10.109,04] (Jesus:) "Ihr saget in euch nun wohl: "Herr, bei Dir sind alle Dinge gar wohl möglich, und auch die Materie dieser Erde ist Dein Werk!" Da habt ihr wohl recht, - aber dennoch sage Ich es euch, daß Mir eben beim Menschen nicht alles möglich ist und möglich sein darf; denn wäre Mir beim Menschen alles möglich, so hätte Ich es niemals nötig gehabt, zu euch in diese Welt als Selbst ein vollkommenster Mensch zu kommen und euch zu belehren mit Meinem höchsteigenen Munde.
    05] Denn darum habe Ich dem Menschen den freien Willen gegeben und seinem Verstande gezeigt Wahres und Gutes und daneben Falsches und Böses, auf daß er sich selbst prüfe, richte und bilde, und daß er eben infolgedessen erst ein Mensch und kein von Meiner Macht gehaltenes und gerichtetes Tier ist, das nach Meinem Mußgesetze also tun muß, wie es in dasselbe gelegt ist, und somit in sich keine Freiheit, Selbstbestimmung und keine ihm anheimgestellte Selbständigkeit hat.
    06] Der Mensch aber hat außer seinem Leibe kein Mußgesetz von Mir, sondern ein ganz freies (Gesetz) in seinem Willen und einen völlig unbeschränkten Verstand, mit dem er alles erforschen, prüfen, begreifen und behalten und dann zu seiner Handlungsrichtschnur nehmen kann, was er als wahr und gut erkannt hat.
    07] Darum prüfet auch ihr alles, und das, was ihr als wahr und gut erfunden habt, behaltet und handelt und lebt danach, und ihr werdet dadurch euch zu wahren, Mir allzeit und ewig lieben Kindern bilden und gleich Mir, frei und selbständig werden!
    08] Wenn ihr dadurch Meinen euch nun bekannten Willen werdet völlig zu dem eigenen gemacht haben und also auch stark im lebendigen Glauben an Mich werdet geworden sein, dann wird auch euch alle Kreatur, gleichwie Mir Selbst, untertänig sein, und ihr werdet euch gegen Meine ewige Ordnung, welche der Grund alles Werdens, Seins und Bestehens ist, nimmerdar verstoßen und versündigen können. Darin aber wird dann auch bestehen das wehre und allerseligste ewige Leben eurer Seele, und wo Ich sein werde, da werdet auch ihr als Meine lieben Kinder bei Mir sein und wirken gleich Mir.
    09] Hand nach rechts Auf daß der Mensch aber zu solch einer höchsten Seligkeit gelangen kann, muß er zufolge seines vollkommen freien Willens und unbeschränkten Verstandes und seiner Vernunft sich nach Meinem ihm bekanntgegebenen Willen selbst richten, bestimmen und bilden, und Ich kann und darf mit Meiner Allmacht nicht ergreifen seinen freien Willen und ihn zum Handeln wie eine andere, noch gerichtete Kreatur zwingen, was ihr alle nun vom wahrsten Grunde aus wohl einsehen werdet.
    10] Und so ist in der Art, wie ihr es euch irrig vorgestellt habt, Mir bei dem Menschen nicht alles möglich, weil Ich mit Meiner Allmacht in die volle Freiheit des Menschenwillens nicht eingreifen kann, so der Mensch als ein Mensch nach Meiner ewigen und unwandelbaren Ordnung werden und bleiben soll für ewig.

    Schädlichkeit des Glaubens an Schicksalsvorherbestimmung; wer das Schicksal gestaltet

    (jl.ev07.052,01) (Jesus:) »Denket euch aber nicht, daß das (Vorhergesagte) etwas Derartiges sei, das die gewissen blinden Weltweisen 'Bestimmung' nennen, als habe Gott schon für jeden Menschen bestimmt, was er in seinem kurzen oder längeren Leben zu gewärtigen hat! Etwas Derartiges zu denken und zu glauben kann der Seele den Tod bringen, weil das eine Lehre ist, die eine heimliche Ausgeburt der Hölle ist und zu den wahren Lebensprinzipien aus Gott für die Menschen gerade das schroffste Gegenteil darstellt. Die Bestimmung machen sich die Menschen selbst durch die Verkehrtheit ihres freien Willens und dadurch, daß sie nicht erwecken wollen alle die sieben Lebensgeister (Liebe, Weisheit, Wille, Ordnung, Ernst, Geduld, Barmherzigkeit) in sich, wodurch sie auch nicht zu der wahren Anschauung ihres innern, wahren und unvergänglichen Lebensschatzes kommen. Dadurch kommen sie auf Abwege und wollen dann auch im Lichte der Welt das wahre, innere Licht des Lebens aufsuchen und frohen Mutes nach demselben wandeln und handeln.«

    Entstehung des Bösen und Verantwortung dafür

    Alles was Gott erschafft, ist gut. Böses entsteht durch Ordnungsübertretung aus freiem Willen

    Auf Satans Fangfrage: ,Hat der eine, gute Gott aus sich heraus wohl Gutes und Böses erschaffen können?' erwidert der Apostel Johannes: „Da Gott allein der Schöpfer aller Dinge ist, da es außer Ihm keinen Gott gibt, ist es auch klar, daß alles, was aus Seiner Hand hervorging, nur gut sein konnte. Alle Geister gingen von ihm aus so rein und gut, wie Er es selbst ist; aber da Er den Geistern die volle Freiheit des Willens gab, derzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten, und da Er, um sie den Gebrauch dieser Gabe zu lehren, ihnen mit dem freiesten Willen auch durch Ihn selbst geheiligte Gesetze gab, konnten sie diese entweder beachten oder nicht. - Und siehe, alle beachteten diese Gesetze Gottes bis auf einen; dieser Eine, mit dem hellsten Erkenntnislichte begabt, verschmähte die Gesetze Gottes aus seinem freien Willen heraus. Dieser Geist verkehrte sonach in sich die göttliche Ordnung durch seinen freien, ihm von Gott eingehauchten Willen. Auf diese Weise ist er widerordentlich geworden, also durch sich selbst böse, und mußte sich sodann von der Gesellschaft der reinen Geister entfernen auf so lange, bis er freiwillig umkehren wird in jene Ordnung, die der Herr allen Geistern gleich gegeben hat, nämlich die Ordnung der Liebe. - Gott und uns himmlischen Geistern gegenüber aber kannst du als der widerordentlich gewordene Geist unmöglich böse sein, da du uns ewig nie schaden kannst. Böse und schlecht bist du nur gegen dich selbst, weil du dir nur schadest, solange du in deiner Widerordnung verharrst.--- Du hast mich fangen wollen, da du meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott auch Böses erschaffen habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf Gottes bist. - Gott wäre dann unvollkommen, wenn Er den geschaffenen Geistern nur einen gerichteten und keinen freien Willen eingehaucht hätte, wovon aber du selbst (Satan) den mächtigsten Gegenbeweis lieferst. Denn wie ungeheuer frei und vollkommen Gott alle Geister, also auch dich, erschaffen hat, ist ja eben daraus am hellsten zu ersehen, daß du, obschon dem Äußeren nach hart gerichtet, doch dich dem Schöpfer trotzigst entgegenstemmen kannst, solange du es nur willst, - aber auch ebensogut wie wir alle vollkommen frei nach dem Willen des Herrn handeln kannst!" jl.bmar.198,04 ,07-12 und 14

    Falsches, Böses und Teufel entstehen durch mißbrauchte Willensfreiheit und Besessenheit. Hilfe bei Umkehr durch Bitten zu Gott.

    01] (Raphael:) »Ein jeder Mensch wird zuerst aus sich selbst schlecht und der göttlichen Ordnung abtrünnig! Dazu wird er freilich wohl zumeist durch eine ganz verkehrte Erziehung präpariert und gerät also in allerlei üble Leidenschaften und aus diesen in allerlei wahre Sünden. Durch diese aber öffnet er dann auch allen argen fremden Einwirkungen die Türen und kann also im Grunde und Boden des seelischen Lebens verdorben werden und auch bleiben, - aber doch immer nur, wenn er es also will.
    02] Will er sich ändern, so steht ihm vom Herrn aus nichts im Wege; denn ein Bedrängter darf ja nur den leisesten Wunsch in sich äußern, und es wird ihm alsbald Hilfe gegeben. Aber so er sich in seiner Bosheit ganz wohl und zufrieden befindet und nie einen bessern Wunsch von sich und in sich vernehmen läßt, da freilich wird ihm in seinem Willen keine besondere Einstreuung gemacht.
    03] Wohl wird es in seines Herzens Sensorium, das man 'Gewissen' nennt, eingeflüstert, und er bekommt von Zeit zu Zeit ganz tüchtige Mahnungen von uns aus. Kehrt er sich nur einigermaßen daran, so ist da von einem Verlorengehen und Verdorbenwerden keine Rede mehr. Da kommt dann die geheime Hilfe unablässig von oben und verleiht der Seele stets Einsicht und Kraft, sich aus dem großen Gewirre mehr und mehr loszumachen; und es gehört dann nur so ein wenig guten Willens dazu, und es gehet dann schon recht hurtig vorwärts, - wenigstens bis dahin, wo der Mensch, für eine höhere Offenbarung geeignet, vom Geiste Gottes Selbst ergriffen und weiter im wahren Lebenslichte geführt wird.
    04] Aber wo sich natürlich der Mensch in seiner groben Verblendung und in seinem Weltsinnenrausche an die gar sanften und leisen Mahnungen, von uns ausgehend und sich im Herzen kundgebend, gar nicht im geringsten kehrt, sondern schon gleich tut, als wäre er ein Herr der ganzen Welt, - ja, da hat dann doch wohl niemand anders die Schuld am unverbesserlichen Zustande der eigenen Seele als eben die höchst eigene Seele für sich selbst!
    05] Glaube es mir, und merke wohl auf, was ich dir nun sage! Es gibt in der ganzen Natur- und Geisterwelt keine sogenannten Urteufel, sondern nur solche, die schon früher als unverbesserlich schlechte und lasterhafte Menschen einmal auf der Welt gelebt haben und schon da als die ganz eigentlichen, eingefleischten Teufel die andern Menschen zu allerlei Lastern und Schändlichkeiten nicht nur verlockten, sondern auch mit allen ihnen zu Gebote stehenden Zwangsmitteln dazu nötigten, - wodurch sie sich aber in sich selbst eine desto größere Verdammnis bereiten, aus der sie sich schwer je völlig herauswinden werden. Du magst hier nun denken, wie du magst, kannst und willst, so wird es dir nicht möglich sein, dem Herrn auch irgend im geringsten nur eine Schuld beilegen zu können.
    06] Daß aber dann auch jenseits vom Herrn in der ordnungsmäßigen Art alles Mögliche zugelassen wird, um eine verdorbene Seele zu heilen, kannst du dir wohl denken; denn der Herr hat keine Seele fürs Verderben, sondern nur für die möglichste Lebensvollendung erschaffen. Aber das kannst du dir auch merken, daß da im ganzen, unermeßlichen Schöpfungsraume keine einzige Seele durch ein irgend unvermitteltes, ganz unbedingtes Erbarmen zu einer Lebensvollendung gelangen kann, sondern nur durch ihren höchst eigenen Willen! Der Herr läßt dem Menschen wohl allerlei Hilfsmittel in die Hände spielen; aber dann heißt es beim Menschen, diese als solche erkennen, sie mit dem eigenen Willen ergreifen und selbst wie ganz eigenmächtig gebrauchen!
    07] Ja, wenn dann ein Mensch frei aus sich ruft und sagt in seinem Herzen: "Herr, ich bin zu schwach, mir mit den von Dir mir dargereichten Mitteln zu helfen; hilf Du mir mit Deinem Arm!", - ah, da hat der Mensch selbst die höhere Hilfe begehrt mit dem eigenen Willen und aus der eigenen Erkenntnis und Innewerdung der unzulänglichen Kraft! Da kann dann der Herr auch sogleich mit aller der erforderlichen Macht und Kraft einwirken und einer schwachen Seele augenblicklich helfen.
    08] Aber es muß da des Menschen Wille wie sein Erkennen und Vertrauen von der vollsten Entschiedenheit durch und durch begleitet sein. Denn es bleibt sonst bei der Ordnung, dernach sich eine jede Seele mit den dargebotenen Mitteln selbst helfen muß, weil jede fremde Einstreuung in das Hauselement des Eigenwillens eine offenbare Auflösung des Wesens der Seele zur notwendigen Folge haben müßte. Denn wenn die Seele sich selbst bilden muß nach der ewig notwendigen Anordnung des Herrn, so muß sie sich auch selbst bilden und vollenden mit den dargebotenen Mitteln, gleichwie auch ein jeder Mensch auf der Erde sich selbst des Leibes Nahrung suchen, sie erkennen und genießen muß, so er sein irdisches Leben fristen will.
    09] Da steigt kein Gott und kein Engel auf die Erde und saget allenthalben: "Seht, dies und jenes esset, so es euch hungert!", sondern es kommt der Hunger und der Mensch kostet mit seinem Gaumen die überall wachsenden Früchte, und die ihm munden, die ergreift er und stillt sich mit ihnen ganz behaglich seinen Hunger. Dürstet es ihn, so eilt er zu einer frischen Quelle, und friert es ihn, so wird er sich bald aus allerlei feinsten Stoffen, die seine Haut nicht reizen und stechen, eine Hülle zur Not zusammenflechten und seine Haut also verwahren vor der Kälte der Luft. Und will er geschützt vor Regen und wilden Tieren sein, so wird er auch bald mit einer Hütte fertig sein; denn es sind ihm dazu ja allerlei Mittel geboten. Wo er sich nur hinwendet, findet er gleich eine Menge Gaben, die er als solche leicht erkennen und auch mit den ihm dafür verliehenen Kräften ebenso leicht gebrauchen kann.«

    Für böse Taten ist der Mensch selbst verantwortlich

    Jesus: „Wenn der Mensch wider den erkannten Willen Gottes Böses tut, so ist die Tat des Menschen völlig eigenes Werk; denn da hat der Mensch seinen eigenen freien Willen nicht dem erkannten Willen Gottes untergeordnet, sondern ihm widerstrebt, und es kann von ihm füglich gesagt werden, daß seine bösen Taten völlig sein eigen sind!" jl.ev08.019,05

    Wie Gott und seine Engel Menschen leiten und lenken und dabei deren Willensfreiheit wahren

    Trotz Willensfreiheit soll göttliches Endziel erreicht werden

    (jl.rbl2.153,06) (Jesus:) »... Kann man ... mit Grund gegen Mich auftreten und fragen: "Herr, warum hilfst Du den Elenden nicht und läßt sie verschmachten und zugrunde gehen?" Sieh, Hand nach rechts Ich lasse niemanden zugrunde gehen, selbst den Satan und die barsten Teufel nicht. Aber so lassen kann Ich sie nicht, wie - wider alle Meine Ordnung, von der die Erhaltung aller Dinge abhängt - es in ihrer eigensüchtigen Blindheit wollen. Sondern ich muß auf jede mögliche ordnungsmäßige Weise sorgen, daß sie alle am Ende doch jenes Ziel erreichen, das ihnen von Meiner Ordnung von Ewigkeit her gestellt ist.«

    In welchem Maße Gott und Engel die Willensfreiheit respektieren

    jl.ev05.003,03] Erzengel Raphael: »Der Wille des Menschen ist derart frei, daß weder der Herr noch wir je denselben durch ein Vorsehen und noch weniger durch ein Vorbereiten im allergeringsten zu stören uns in eine Tätigkeit versetzen. Du kannst sonach vollkommen versichert sein, daß dein freiester Wille in seiner Art weder vorgesehen und noch weniger irgend vorbereitet ist."

    Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Wenn es für die werdenden Menschen dieser Erde gut und zu ihrem Seelenheile notwendig wäre, so wären wir auch beständig sichtbar unter ihnen; da aber das nicht der Fall ist, so dürfen wir die Menschen nur ungesehen leiten, auf daß ihr freier Wille keine Nötigung erleide." jl.ev06.190,03

    (jl.ev07.052,07) »... Gott (darf) beim Menschen in bezug auf seine innere, geistige Entwicklung mit Seiner Allmacht nicht leitend und lenkend einwirken, und das aus Seiner ewigen Ordnung heraus. Denn täte Gott das, so würde der Mensch in sich zur toten Maschine und könnte nie zu einer freiesten Lebensselbständigkeit gelangen.«

    (jl.ev07.062,07) »... Die vollste und selbständigste Freiheit des Willens im Menschen ist der große Plan Gottes im Menschen. Der Mensch kann wohl ganz unschädlichermaßen von Gott belehrt werden, was er zu tun hat, um in sich des Lebens Vollendung zu erlangen; aber von Gott wie auch von einem andern Geiste darf er dazu nie mit einer Macht genötigt werden. Denn wird er das, so ist er gerichtet und somit für sich völlig tot und besteht als ein freies und selbständiges Wesen gar nicht mehr.
    (jl.ev07.062,08) Und siehe nun, aus eben diesem Grunde werden von Mir aus gewisse von dir gewünschte Anschauungen und Erfahrungen im Reiche der reinen Geister so selten wie möglich zugelassen, und so solche schon dann und wann für einzelne Menschen, die dazu gleich den Propheten ausersehen sind, zugelassen werden, so müssen eben nur diese ausersehenen Menschen, die von oben her sind und schon auf einer anderen Welt die Leibeslebensprobe durchgemacht haben - solche Anschauungen und Erfahrungen über das Jenseits machen, weil ihnen solches nimmer schaden kann, aber auch den Nebenmenschen darum nicht, weil diese den Propheten nur glauben können, so sie wollen. Wollen sie aber nicht - was leider am allerhäufigsten der Fall ist -, so bleiben sie dennoch völlig frei in ihrem Denken und in der Selbstbestimmung ihres Handelns, und das frommt ihnen offenbar noch immer mehr als irgendeine äußere oder gar innere Nötigung zu einem Glauben.
    (jl.ev07.062,09) Der Mensch wird zwar nur durch Gott und in Gott selig, aber nur insoweit, als er durch sein eigenes Wollen den Willen Gottes zu dem seinigen gemacht hat und in seinem Selbstbewußtsein gewisserart eins mit Gott geworden ist. Hand nach rechts Wenn aber Gott dem Menschen seinen freien Willen hinwegnähme und dafür durch Seine Allmacht Seinen eigenen Willen in des Menschen Herz setzte, so wäre der Mensch, wie schon gesagt, so gut wie für und in sich völlig tot, da nur der aufgedrungene allmächtige Wille Gottes den Menschen... belebt... Gott aber hat den Menschen erschaffen und hat ihn belebt und also eingerichtet, daß er sich nach und auch selbst entfalten kann und muß, und das ist so weise, daß der Mensch sich mit aller seiner Vernunft und allem seinem Verstande nichts noch Weiseres vorstellen kann...«

    Wie lenkt Gott den Menschen und beläßt ihm dennoch die volle Willensfreiheit?

    Jesus zum römischen Oberstatthalter Cyrenius: „So plötzlich, wie Ich den Meeressturm bändigte, geht es mit der geistigen Hilfe für die blinde Menschheit nicht; denn bei der Stillung des Sturmes hatte Ich nur mit Geistern und Kräften zu tun, die noch lange keinen eigenen freien Willen haben und Mir sonach unbedingt gehorchen müssen. Jeder Mensch aber hat einen freien Willen, demnach er tun kann, was er will, und sein Gehorchen ist darum ein bedingtes. Gott selbst kann und darf den Menschen mit Seiner Allmacht niemals zwingen, sondern kann ihn nur in solche Lage führen, durch die er zu einer reineren Erkenntnis auf dem Wege der Erfahrung wie aus sich selbst gelangt und dann seinen Willen durch seinen eigenen Verstand leiten kann." jl.ev07.214,07
    jl.ev07.214,08] (Jesus:) "Ein jeder Mensch aber hat den vollkommen freien Willen, demnach er frei tun kann, was er will, und sein Gehorchen ist darum notwendigerweise ein bedingtes. Gott Selbst kann und darf ihn mittels Seiner Allmacht nie und niemals zwingen, sondern den Menschen nur in solche Lagen führen, durch die er zu einer reineren Erkenntnis wie aus sich selbst, auf dem Wege der Erfahrung geschöpft, gelangen und so auch dann seinen Willen durch seinen eigenen Verstand leiten kann.
    09] Würde Gott aber mit Seiner Allmacht aus Seiner Weisheit heraus den Willen des Menschen leiten, so wäre der Mensch um nichts besser denn ein Tier; ja, er stünde sogar noch unter demselben, weil sogar dem Tiere schon eine kleine Willensfreiheit insoweit verliehen ist, als es, wie euch die Erfahrung lehrt, auch ein Verständnis und ein Gedächtnis hat, den Hunger, Durst und Schmerz fühlt und darum auch, wenn auch noch so stumpf, etwas denken, urteilen kann und durch seine Stimme, Miene und Gebärden auch das kundgeben kann, was es für sein Bedürfnis will.
    10] Ein Mensch aber, der in seinem Wollen pur von der Allmacht Gottes abhinge, wäre beinahe so wie ein Baum, der also wachsen und bestehen muß, wie ihn der Wille Gottes gestellt hat.
    11] Aus dem aber kannst du schon entnehmen, daß es mit der rechten Bildung eines Menschen etwas ganz anderes ist als mit der plötzlichen Stillung eines Meeressturmes. Wären die Menschen auch also zu behandeln, wahrlich, da wäre es nun eine rechte Torheit von Mir, mit euch weise und wahrheitsvoll belehrend zu reden, sondern Ich könnte ja gleich die lichtvollsten Gedanken in eure Seele legen und dann euren Willen mit Meiner Macht zwingen, nicht anders zu wollen und zu handeln als nur so, wie Ich Selbst es will. Wäre aber jemandem dadurch etwas geholfen, so Ich ihn zu einer puren Maschine Meines allmächtigen Willens machte?"

    Willensfreiheit ermöglicht Gutes und Böses; Grund der Geduld Gottes mit Sündern

    Zulassung von himmlischen und höllischen Aktivitäten ermöglicht freie Entscheidungsmöglichkeit

    Jesus: „Wo der Himmel seine größte Tätigkeit entwickelt, da ist auch die Hölle nicht minder tätig. Es muß aber auch so sein; denn sonst wäre keine Freischwebe zwischen diesen beiden Polen denkbar." jl.erde.039,13

    Jesus zu dem Jünger Andreas, der den Judas aus der Gesellschaft des Herrn entfernt sehen will: „Ihr habt gesehen, daß Ich sogar den Teufeln nach ihrem Willen gestattete, in die Säue zu fahren, und so gestatte Ich auch diesem Menschen (Judas), der unter euch auch ein Teufel ist, zu bleiben oder zu gehen. Denn von Mir aus ist jeder Mensch und Geist, gleich ob er ein Engel oder ein Teufel werden will, vollkommen frei." jl.ev08.075,04-5

    Warum Gott selbst die größten Gräuel zulässt

    jl.him2.223,02] (Jesus:) "Ich habe dir schon zu öfteren Malen die endlose Notwendigkeit des freien Willens der Menschen gezeigt und dir erklärt, wie davon ganz allein das ewige Leben des Geistes im Menschen abhängt und daß Ich, so Ich es erhalten will, eher Selbst sterben muß, als eben diesen freien Willen mit Meiner Allmacht nur im geringsten anzutasten. Denn die allerleiseste Berührung der Freiheit des menschlichen Willens mit Meinem Willen kostet jeden Menschen ja augenblicklich das Leben!
    03] Solches alles habe Ich dir schon - wie oft! - gezeigt. Und doch kannst du Mich, den du doch schon kennen solltest, so entsetzlich dumm fragen?!
    04] Siehe an das Weib Loths! Sie wurde ergriffen von Meines Willens Macht. Was aber ist aus ihr geworden?! - Zur Zeit Noahs ergriff Mein Wille die Erde. Wohin kam aber dadurch ihre Bevölkerung, und was mußte Ich darauf tun, um den Toten, den Vernichteten wieder das Dasein und das Leben zu bringen?! - Soll Ich Mich denn nun bei jeder Zornsünde der Menschen wieder von neuem totschlagen lassen, um ihnen dadurch ein neues Leben zu verschaffen?«
    05] Wie aber liebst du Mich denn, so du Mich fragst, warum die Menschen in ihrer Freiheit so ungestraft Arges tun - und möchtest Mich lieber zu einem Zuchtmeister als zu einem überguten Vater haben - und Mich also von neuem wieder bringen aus Kreuz?! - Hast du schon mit Menschen ein gerechtes Mitleid, wie kommt es denn, daß Ich von dir keines verdiene? Soll Ich Mich denn täglich aus Kreuz schlagen lassen?!
    06] Wenn du eine törichte Mutter oder einen unsinnigen Vater sein Kind mißhandeln siehst, da bist du gleich im Harnisch und möchtest sogar hadern mit Mir, dem liebevollsten Vater, und sagst gleich keck heraus: »Aber Herr, wenn Du irgend einer bist, wie kannst Du solche Greuel ansehen?!«

    Warum Gott mit menschl. Übeln Geduld hat; Zweck der Willensfreiheit

    Jesus über die Willensfreiheit des Menschen. Warum Gott mit menschl. Übeln Geduld hat; Zweck der Willensfreiheit. (jl.ev07.202)

    Zulassung des Beharrens in Sünden beweist die Willensfreiheit zwecks freier, selbständiger Entwicklung: jl.ev06.205,05] Jesus: Ich habe ja soeben ... dargetan, wie von Mir aus alle Menschheit zum Leben erzogen wird, und die Priester sind ja auch Menschen. Aber so arg auch ihre freiwillige Starrheit ist, in allen Sünden zu verharren, so gibt sie euch aber dennoch einen klarsten Beweis, wie sehr von Gott aus des Menschen freier Wille als der einzige Keim zur Gewinnung des selbständigen, freien, ewigen Lebens der Seele geachtet und geschützt wird. Und weil er so geachtet und geschützt wird, so liegt eben darin auch der größte Beweis, daß Gott die Menschen nicht allein für diese Erde und für ihre kurze Lebenszeit geschaffen hat, sondern für ein ewiges, geistiges Leben, das aber eben nur durch die vollste Willensfreiheit der Seele in diesem kurzen Leibesleben vollkommen erreicht werden kann, das aber auch verloren werden kann, so ein Mensch bis ans Ende in der freien Verstocktheit verharrt. Das heißt: es wird die Seele nimmer völlig aufhören, Seele zu sein; aber was für eine, das ist eine andere Frage. Denn jenseits läßt sich jene Vollendung nicht mehr erreichen wie in diesem Leben. Das Warum habe Ich euch schon oft gezeigt..«

    Jesus im Jenseits zu übereifrigen Geistern: „Es ist leicht gesagt: ,Herr, richte die bösen Völker! Vertilge alle, die eines hochmütigen und herrschgierigen Herzens sind! Tue Wunder! Laß durch eine allgemeine Pest das ganze arge Menschengesindel zugrundegehen!' - Aber bedenket, daß Ich dann umsonst gearbeitet hätte! - Wir müssen vielmehr größte Geduld üben und sogar die verkehrtesten Handlungen mit derselben Ruhe betrachten wie die guten und gerechten! Denn die erste Hauptbedingung zur Gestaltung freier Menschen ist, daß sie in der Trennung von Mir ihrer selbst bewußt werden und aus sich selbst heraus zu handeln anfangen - ob gut oder schlecht, ob gesetzlich oder ungesetzlich, das muß für den Anfang eines jeden werdenden Menschen völlig eins sein!" jl.rbl1.095,08-9

    jl.ev07.202,04] Wir aber haben eine Bitte an Dich, o Herr! Verkürze doch Deine heilige Geduld, und strecke einmal vollends Deine unverbesserlichen Feinde unter den Schemel Deiner Füße, und züchtige sie mit der Rute, die sie sich lange wohl verdient haben!«
    05] Sagte Ich: »So ihr an Mich wahrhaft glaubet, so müsset ihr Mir in der Weisheit, die alle Dinge in der Welt leitet und schlichtet, auch nicht vorgreifen, sondern eure Geduld mit der Meinen vereinen und euch denken: In dieser Lebensfreiheitsprobewelt ist die Ordnung ein und für alle Male so gestellt, daß da ein jeder Mensch tun kann, was er will; denn nur durch die vollste Freiheit seines Willens kann er sich das wahre, ewige Leben seiner Seele erkämpfen. Wie er aber einen freien Willen hat, so hat er auch eine rechte Vernunft und einen freien Verstand, durch den er alles Gute und Wahre wohl erkennen und beurteilen kann, und da ihm die Kräfte danach reichlichst verliehen sind, so kann er auch völlig danach handeln.
    06] Erkennt der Mensch das Gute und das Wahre, handelt aber dennoch freiwillig dawider, so baut er sich selbst das Gericht und seine eigene Hölle und ist darum schon in dieser Welt ein vollkommener Teufel. Und sehet, das ist dann die Strafe, die sich ein Mensch ohne Mein Wollen selbst antut!
    07] Darum kümmert euch nicht um Meine große Geduld und Liebe zu den Menschen, ob sie gut oder böse sind! Ich ermahne sie nur, wenn sie durch ihre eigene Schuld auf Abwege geraten sind; aber Ich kann sie mit Meiner Allmacht dennoch nicht ergreifen und zurücksetzen auf die rechten Wege des Lebens, weil das soviel hieße, wie ihnen die Freiheit ihres Willens nehmen, was soviel wäre, wie ihnen das Leben der Seele und des Geistes in ihr nehmen.
    08] Darum gehe ein jeder, wie er gehen will! Es ist für den Menschen mehr als genug, daß er die Wege kennt und die sicheren Folgen, die er erreichen muß, ob sie gut oder böse sind. Denn ein jeder Mensch, wenn er zum Gebrauch seiner Vernunft und seines Verstandes kommt, weiß es, was nach den Offenbarungen aus den Himmeln recht und gut - oder auch, was da unrecht und böse ist. Die Wahl, danach zu handeln, ist seinem freien Willen völlig anheimgestellt.
    09] Wenn ihr das recht erkennet, so dürfet ihr nicht klagen über Meine Geduld und Langmut; denn es muß einmal auf dieser Erde, die ein Erziehungshaus für werdende wahre Kinder Gottes ist, also und nicht möglich anders sein.
    10] Wo die Menschen aber berufen sind, völlig gottähnliche Geister und Wesen zu werden, da muß ihre Willensfreiheit auch umgekehrt dahin den ins Endloseste gehenden freiesten Spielraum haben, sich zu einem vollendetsten Teufel zu gestalten, der aber dann freilich als selbst schuldig der elendeste Träger dessen sein wird, was er sich durch seinen Willen selbst bereitet hat.
    11] Ich werde darum niemanden seiner bösen Taten wegen durch Meine Allmacht richten und strafen, sondern er sich selbst und das unwandelbare Gesetz Meiner ewigen Ordnung, das jedem auf dem Lichtwege der vielen Offenbarungen kundgemacht worden ist schon von Anbeginn des menschlichen Seins auf dieser Erde.
    12] So ihr das nun verstanden habt, so übet euch denn auch in der Geduld und habt auch in euch ein wahres Mitleid nicht nur mit den kranken Leibern, sondern viel mehr noch mit den kranken und blinden Seelen der Menschen, so werdet ihr am leichtesten und ehesten zur wahren und vollen Gottähnlichkeit gelangen und gleich werden den Engeln im Himmel!«

    Ursache, Zweck und Ziele der Willensfreiheit

    Warum der Mensch einen von Gott unabhängigen, freien Willen hat und haben muß

    jl.ev05.076,05] (Jesus:) "O Mensch, erkenne erst Gott recht und Seinen allmächtigen Willen, und du wirst dann schon auch erkennen, ob ein Mensch, dessen Herz voll des Geistes aus Gott ist, nichts anderes mehr wollen und tun kann, als bloß nur so ganz stumm und geduldig mit dem ewigen Willen Gottes einen Tag um den andern werden und vergehen zu lassen und ganz glückselig zuzusehen, wie die verschiedenen Kräuter wachsen und blühen und dann wieder verdorren!
    06] Wenn es Gott mit den Menschen nur um das zu tun gewesen wäre, so hätte Er ihnen nie einen eigenen Willen zu geben vonnöten gehabt, sondern Er hätte sie bloß nur den Meerespolypen gleich, wenn auch in Menschenform, wie die Pilze aus der Erde herauswachsen lassen können mit im Erdboden haftenden Saug- und Nährwurzeln; diese hätten dann gleich Tag und Nacht können zusehen, wie die Sterne nach dem Willen Gottes wenigstens dem Anscheine nach auf- und untergehen, und wie schön das Gras um sie herum wächst! Eine freie, ortsveränderliche Bewegung wäre ihnen gar nicht nötig; denn einen eigenen Willen hätten sie ja ohnehin nicht, und den stets gleichen und stereotpyen Willen Gottes könnten sie als Statuen noch um vieles besser durch sich gehen und walten lassen als irgendein noch so frommer und gottergebener Mensch mit seinem Willen!
    07] Denn einem Menschen, der denn doch immer noch einen eigenen Willen und eine freie Bewegung hat, kann es ja doch noch bei aller seiner Ästhetik einmal in den Sinn kommen, einige Schritte über einen schönen Grasboden zu machen; und wie unvermeidlich muß er da das nach dem Willen und nach der ewigen Ordnung Gottes aufrecht gewachsene und stehende Gras zu Boden drücken und danebst noch so mancher Blattmilbe das Lebenslicht vor der Zeit ausblasen! - Merkst du nun schon so ein wenig das Alberne deiner Besorgnis?
    08] Nun aber denke dir erst, daß der freiwillige Mensch zu seiner physischen Nahrung nicht nur allerlei herrliche, mit Fruchtsamen wohlversehene Früchte mit seinen Zähnen zermalmt und sie dann als Speise für seinen Leib ohne alle Gnade und Schonung verschlingt, sondern sich sogar über allerlei Tiere hermacht, sie tötet und endlich auch ihr gebratenes Fleisch mit einer wahren Gier verzehrt. Hie und da sucht er sich große Plätze aus, auf denen zuvor viele Jahrtausende hindurch das schönste Gras, andere heilsame Kräuter, Gesträuche und Bäume in der schönsten und allerungestörtesten Ordnung Gottes gewachsen sind, und baut dann tote Häuser und Städte darauf. Ja, Freund, kann das nach der von dir gedachten Ordnung Gottes wohl recht sein?
    09] Oder, so du dir deine mit der Zeit zu lang gewachsenen Nägel, Bart und Haare abkürzest, handelst du da nicht wider die Ordnung Gottes, nach dessen stereotypem Willen Nägel, Bart und Haare gleich wieder fortwachsen und nicht so kurz bleiben wollen, als ihr ihnen mit der Schere das Maß vorhergeschrieben habt?
    10] So es Gott denn durchaus nicht wollte, daß irgendein frei denkendes und frei wollendes Wesen wider die Stereotypie Seines Schöpfungswillens handelte und zerstörende Eingriffe wider die bestehende, stets unwandelbar gleiche Ordnung im großen wie im kleinen machte, würde Er wohl weise gehandelt haben, Sich Wesen zu erschaffen, die schon ihrer Existenz wegen genötigt sind, allerlei zerstörende Eingriffe in die Urschöpfungsordnung, die doch auch ein Werk desselben allmächtigen und höchst weisen Gottes ist, zu machen?!
    11] Wenn aber Gott, der Herr und Schöpfer aller Dinge und Wesen, es zuläßt, daß die lebenden Wesen, und zwar namentlich die frei denkenden Menschen, die mit einem freien Willen begabt sind, Ihm die Wälder zerstören, Bäume umhauen, Hütten und Häuser daraus bauen und den größten Teil davon verbrennen, Ihm das schöne Gras zertreten, abmähen und als Heu den Kühen, Ochsen, Eseln, Schafen und Ziegen verfüttern, und auch niemandem auf die Hand schlägt bei zahllos vielen anderen Eingriffen in Seine stereotype Ordnung, um wieviel weniger wird Er dort Sich mit Seinem allmächtigen Willen entgegenstemmen, wo es sich darum handelt, des Menschen kleinste Willensfreiheit zur größten göttlichen heranzuziehen!

    Gott lässt den Menschen die höchste Willensfreiheit (bis zum Töten Gottes), damit sie so gottähnlich werden (jl.ev03.177,01 -10) jl.ev03.177,01] "(Auf der Erde) sind die Menschen bestimmt, aus sich selbst heraus zu wahren Gotteskindern zu werden!
    02] Die geringste geistige, von Mir ausgehende Beschränkung des freiesten Willens würde solche Meine Absicht ganz zunichte machen!

    03] Hand nach rechts Darum muß hier (auf der Erde) gleichfort für die Ergreifung jedes erdenklichen Lasters bis tief unter die ärgste Hölle hinab, so wie auch für die Ergreifung der höchsten Tugend bis über alle Himmel hinaus, der freieste Entwicklungsraum vollkommenst gestattet sein, ansonst ist es mit dem Werden der Kinder Gottes auf dieser dazu bestimmten Erde nichts!
    04] Und darin liegt ja eben der geheime Grund, warum selbst die wundervollste Gotteslehre mit der Zeit in den schmutzigsten Kot hinuntergetreten wird!
    05] Niemand wird von Meiner Lehre sagen können, daß sie nur irgend etwas Unnatürliches, Unbilliges und Unmögliches verlange; und doch werden sich mit der Zeit solche Härten und Unausführbarkeiten einstellen, die dem ganzen Umfange nach kein Mensch wird zu beachten imstande sein.
    06] Hand nach rechts Man wird da im übertriebenen Eifer Menschen zu Hunderttausenden hinschlachten, ärger denn die wildesten Waldbestien, und wird der Meinung sein, Gott einen äußerst angenehmen Dienst zu erweisen.
    07] Ja, Ich Selbst werde Mich von den Menschen, so sie es wollen, müssen gefangennehmen und am Ende sogar dem Leibe nach töten lassen, um eben dadurch den Menschen den freiesten und höchsten Spielraum ihres Willens zu geben; denn erst aus dieser höchsten und allerunbeschränktesten Freiheit heraus sind dann die Menschen dieser Erde vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu den wahrsten und Gott in allem vollkommen ähnlichen Kindern und Selbstgöttern zu erheben.
    08] Denn wie Ich Selbst nur durch Meine allerunbeschränkteste Willenskraft und Macht Gott bin von Ewigkeit zu Ewigkeit, ebenso müssen es auch die Kinder Meiner Liebe werden für ewig!
    09] Um aber das zu werden, ist eben jener geistige Bildungsvorgang vonnöten, der dir noch durchaus nicht munden will. Aber denke du nur so ein wenig nach, und du wirst es finden, daß es da unmöglich anders sein kann!
    10] Wo das Höchste zu erreichen ist, muß auch das Niederste vorhanden sein!«

    Ohne Willensfreiheit könnten Menschen nicht sündigen, aber auch keine freien und völlig selbständigen Kinder Gottes werden

    Jesus: „Wenn Ich vermöge Meiner Allmacht wollte, daß kein Mensch je eine Sünde begehe, so würde auch kein Mensch mehr sündigen; denn er würde sich nicht um eine Linie über Meinen Willen hinausbewegen können. Wer aber hätte dann ein Verdienst ob des sündenfreien Lebens eines Menschen, den allein Gottes Allmacht leitete, wie sie das Wachstum der Bäume und ihrer Früchte leitet und die Welten durch den endlosen Raum führt? Niemand als Gott allein, weil der Mensch dann nur eine Spielpuppe in den Händen Gottes wäre. Die Menschen aber sind bestimmt, freie und völlig selbständige Kinder Gottes zu werden; darum müssen sie so geleitet werden, daß dabei ihr freier Wille nicht die geringste Nötigung von einem mächtigeren Geiste erfahre, sondern allein durch Offenbarung und Lehre durch äußere Gesetze dahin geleitet werde, aus sich selbst das Wahre und Gute zu ergreifen und aus eigener Bestimmung danach tätig zu werden." jl.ev06.225,06-7

    Jesus zu Lazarus von Bethanien: „Soll der Mensch zur vollen Gottähnlichkeit gelangen, dann muß sein Wille so völlig frei gestellt sein, daß er sich - verkehrten Sinnes - sogar an seinem Gott und Schöpfer vergreifen kann. Hätte der Mensch nicht die Fähigkeit, ein Erzteufel zu werden, so könnte er auch nie zur vollen Gottähnlichkeit gelangen! Der Mensch hat also den freiesten Willen, den er durch die gegebenen Gesetze in sich erkennt. Was wäre aber der freie Wille ohne den Reiz, die Gesetze zu übertreten, wie und wann der Mensch es will!? Ohne solchen Reiz wäre der Mensch nur ein Tier, das stets so handeln muß, wie das ihm gegebene Mußgesetz es antreibt." jl.ev06.169,06-9

    Jesus schildert den unumgänglichen Weg der Erschaffung und Gestaltung freier Menschen, wobei die Anwendung der götttlichen Allmacht bald in den Hintergrund treten muß. jl.rbl1.095,03-7

    Freier Willen und freies Erkennen veredeln und befestigen oder verunstalten und schwächen Seele und Geist

    Jesus: „Alle Geschöpfe bestehen unter Meinen Mußgesetzen, auch der Mensch seinem Leibe nach, - nur des Menschen Seele und Geist nicht, d. h. was da betrifft den Willen und das freie Erkennen. Die Form und die Lebenseinrichtung der Seele in allen ihren Teilen ist natürlich auch ein Mußwerk, von Mir ausgehend, doch nur so, daß sie durch den freien Willen im Menschen entweder sehr veredelt und befestigt oder auch sehr verunstaltet und geschwächt werden kann." jl.ev07.121,04

    Eigenbemühungen aus freiem Wollen nach göttlicher Ordnung sind unumgänglich zur Reifung

    Jesus zum Mädchen Jarah: „Höre, Meine liebe Jarah, Ich sehe wohl in dein Herz und lese darin, wie sehr du Mich liebst, und kenne auch deine Treue; aber du bist nun noch ein Kind. Bis jetzt warst du unter dem Schutze Meiner Engel, und die bösen Geister der Welt konnten sich dir nicht nahen. Wenn aber deine Jahre reifer werden, dann wirst du aus eigener Kraft der argen Welt und ihren Gelüsten widerstehen müssen, um dadurch nach Meiner für alle Wesen gestellten unwandelbaren Ordnung aus dir selbst den festen Boden zu gewinnen, auf dem du dich Mir im Geiste und in aller Wahrheit wirst nahen können. Die Welt hat eine starke Macht über den Menschen, weil sie zum größten Teil von der Hölle beherrscht wird, und die Seele muß mit ihrem Fleisch und Blut manch harten Kampf bestehen, um nicht von der Welt verschlungen zu werden. - Wenn aber solche Kampfzeit über dich kommen wird, dann gedenke in deinem Herzen Meiner und alles dessen, was du von Mir gehört und gesehen hast, und der Sieg über die Welt wird dir ein leichter werden!" jl.ev02.137,13-14

    Ohne freies Erkennen, Wollen und Selbstbestimmung könnten sich Menschen nicht vervollkommnen

    Jesus: „Wenn Gott Puppen und Automaten haben will, so ist dazu ein Augenblick hinreichend, um damit den ganzen sichtbaren Raum auszufüllen. Aber alle diese Wesen würden keinen eigenen freien Willen haben und kein eigenes, für sich dastehendes, selbsttätiges Leben. Sie würden sich regen und bewegen nur nach dem sie durchströmenden Willen Gottes. Ihre Sehe wäre die Sehe Gottes, und ihre Gedanken wären die Gedanken Gottes. Solche Geschöpfe wären gleich den einzelnen Gliedern deines Leibes, die sich ohne dein Erkennen und Wollen durchaus nicht für sich bewegen und tätig sein könnten. - Ganz anders verhält es sich mit deinen Kindern, die aus deinem Fleisch und Blut hervorgegangen sind. Diese warten nicht mehr auf deinen Willen; sie haben ein völlig eigenes Leben, Wollen und Erkennen. Sie werden wohl Lehre und Gebote von dir annehmen, aber dennoch nicht nach deinem, sondern stets nur nach ihrem eigenen Willen. - Und siehe, Geschöpfe mit freiem Erkennen und Wollen, die sich selbst zu bestimmen und zu vervollkommnen haben, um dadurch für ewig freie, sich selbst bestimmende Wesen zu bleiben, müssen von Gott auch so geschaffen sein, daß ihnen solches zu erreichen möglich ist." jl.ev05.071,10-13

    Jesus zu dem Römer Agrikola: „Welten erschaffen ist für Mich ein leichtes, aber freie Menschen ins Dasein zu rufen und sie aus sich selbst vollenden zu lassen, wobei die göttliche Allmacht vermöge ihrer Liebe, Weisheit und Ordnung schweigen und untätig sein muss, das bleibt auch für Mich keine leichte Sache! Da hilft Mir nichts als Meine unbegrenzte Geduld und Meine übergroße Sanftmut." jl.ev08.014,16

    Ein fremder, weiser Gast am Tische König Lamechs: „Bei der Erschaffung der Dinge kommt es nur auf den Willen Gottes an, und es wird da sein, was Gott haben will. Ein von Ihm ausgesprochenes allmächtiges ,Werde' genügt, und zahllose Sonnen und Welten drehen sich in übergroßen Kreisen vor dem Auge des allmächtigen Werkmeisters! - Aber beim freien Geiste ist das allmächtige ,Werde!' ein Gericht, welches ist des Geist Tod. Da muß an die Stelle der Allmacht große Liebe, Erbarmung, Geduld, Sanftmut und endlos weise Führung Gottes treten und muß den Geist (die Seele) des Menschen wie einen zweiten Gott führen und lehren, damit dieser dann durch die Selbsterkenntnis das werde, was er sein soll nach der göttlichen Ordnung. Und das ist mehr als Welten und Sonnen erschaffen." jl.hag3.042,11-12

    Jesus: „Ich will es, daß jeder Mensch auf dem von Mir vorgezeichneten Wege fortschreitet und sich mit eigener Mühe und Aufopferung das erwirbt, dessen er hier und jenseits bedarf, um selbsttätig und dadurch (vollkommen) selbständig werden zu können. Denn die volle Selbständigkeit ist zur höchsten Seligkeit eines der allernötigsten Erfordernisse." jl.ev03.177,14-15

    Willensfreiheit ist Voraussetzung zur freien Selbständigwerdung und Lebensvollendung

    Jesus: „Erschaffen ist leicht, aber die aus Gott hinausgestellten Geschöpfe zu einem freien, ungerichteten und selbständigen Sein hinleiten, das ist sogar für die göttliche Allmacht keine leichte Sache. Doch mit Geduld und Langmut kann man dennoch alles erreichen, und ist eine Sache in zweckvoller Hinsicht gelungen, dann gedenkt man nicht mehr der Zeit, die dazu vonnöten war. Es geht dabei zu wie bei einem Weibe, das in seiner Schwangerschaft viel Furcht und Wehen zu bestehen hat, aber wenn das Kind zur Welt geboren ist, dann hat bei dem Weibe alle Furcht aufgehört, und es gedenkt nicht mehr der Schmerzen; denn es sieht vor sich die lebendige Frucht, die aus ihm in ein freies, selbständiges Leben hervorgegangen ist. - Wäre es aber mit der freiesten Selbständigmachung eines Geschöpfes eine leichtere Sache, dann hätte Ich als der Schöpfer aller Dinge und alles Seins wahrlich nicht nötig gehabt, nun selbst als ein Mensch in die Welt zu kommen, um die völlige Freigestaltung des Menschen durch Lehre und Tat zu bewirken." jl.ev06.063,01-3

    Jesus: „Warum ist denn die langsame, stufenweise Entwicklung eines Menschen vom Embryo im Mutterleibe bis zum erwachsenen, erfahrenen Manne nötig, wenn Gott doch mit Seiner Allmacht sogleich völlig weise und kräftige Menschen herstellen könnte? - Ja, das kann Gott allerdings, aber was wären solche Menschen? Ich sage es euch: Nichts als Maschinen, die nie einen eigenen freien Willen, ein eigenes Selbstbewußtsein und nie ein selbständiges, freies Denken, Fühlen und Handeln haben könnten, sondern Gottes allmächtiger Wille müßte sie in jedem Augenblick aus sich neu beleben, in ihnen denken, wollen und ihre Glieder zur Tätigkeit anregen. - Daher ward von Got von Ewigkeit her eine Ordnung gestellt, derzufolge die aus Gott hinausgestellten Ideen sich selbst immer mehr von Gott lösen, endlich sich als ein von Gott getrenntes Sein und Leben finden und erkennen müssen und nach ihren eigenen Gedanken freiwollend und frei tätig zu werden haben, auf daß sie dadurch als völlig lebensgefestet dann durch äußere Lehre zur Lebensvollendung wie auf eigenem Grund und Boden gebracht werden können. Dazu aber bedarf es einer sehr langen Zeit, die von Gott aus wohl berechnet und in viele Abschnitte eingeteilt ist, in denen dies und jenes fortschreitend vorgenommen werden kann." jl.ev06.063,04-11

    Jesus, der Herr, zu einem römischen Ratsherrn, der eine schnelle, durch Wunder bekräftigte Belehrung der Völker wünscht: „Gott hat die Menschen nicht zu Spielpuppen, sondern zu Ihm völlig ähnlichen Ebenbildern erschaffen, die Er nicht als Geschöpfe Seiner allmächtigen Laune, sondern als wahre Kinder Seiner ewigen Vaterliebe aus sich ins Dasein gestellt und mit der Ihr ähnlichen schöpferischen Eigenschaft begabt hat, sich ganz frei aus der eigenen Lebenskraft nach dem eigenen freiesten Willen zur völligen Gottähnlichkeit heranzubilden. Und siehe, daher geht es bei der Bildung der Menschen nicht an, daß man ihren freiesten Willen durch ein göttliches Muß hemme!" jl.ev07.215,08

    Der Evangelist Markus: „Die Erde ist ein Ort der Prüfung des freien Willens, und da ist denn auch alles frei: Guter Sinn und Unsinn, Satan und Engel! Denn damit der Wille des Menschen in seiner Freiheit sich üben kann, so müssen auf einem Weltkörper auch allerlei Reizungen vorhanden sein, welche unablässig dahin wirken, den Menschen von der Wahrheit abzuziehen und ihn ins Falsche zu leiten, wodurch dann jeder Mensch einen ständigen Kampf zu bestehen hat, durch welchen die Lebenskraft geübt wird und die Freiheit des Willens eine bestimmte Richtung annehmen muß." jl.gso1.084,06-7

    Was bei Menschen festgelegt und was frei ist; Grenzen der Willensfreiheit

    Willensfreiheit und ihre Grenzen im Zusammenhang mit eigener Natur

    (jl.gso2.121,07) Hand nach rechts »... Der Geist ist vollkommen frei und kann tun, was er will. Seine eigenen Taten aber sind hernach erst sein Richter, denn wie seine Liebe ist, so sind seine Taten, und so auch sein Leben.
    (jl.gso2.121,08) Nur das Einzige ist vom Herrn von Ewigkeit fest bestimmt, daß Hand nach rechts ein jedes Leben seine bestimmten Wege hat, über die es ewig nimmer hinaus kann. Diese Wege aber sind so intim mit der Natur des Lebens verflochten, daß sie eben mit dem Leben selbst das Leben ausmachen. Würde man jemandem einen solchen Weg abschneiden, so schnitte man ihm seine Freiheit und somit auch sein Leben ab. Ein solcher Abschnitt wäre so ganz eigentlich ein Gericht, welches jedem Geiste den Tod brächte.«

    Grenzen der Willensfreiheit

    (jl.bmar.074,12) »Siehe, Hand nach rechts der Herr weiß es, wie weit Er einem Wesen den Kreis seiner Freiheit spannt! In diesem Kreise kann jedes Wesen, das einen freien Willen hat, zur Übung seiner Freiheit tun, was es will. Aber über diesen Kreis hinaus vermag kein Wesen zu handeln!
    (jl.bmar.074,13) In einem Wassertropfen leben oft zahllose Infusorien und bewegen sich frei im selben; können sie aber auch über den Tropfen hinaus ihre Lebensfreiheit ausüben?
    (jl.bmar.074,14) Ebenso mögen die Menschen auch die moralische Ordnung auf ihrem Erdboden untergraben durch Kriege und andere Argheiten. Hindern sie aber dadurch den Nacht- und Tagwechsel, oder können sie Regen und Winde aufhalten oder das Meer ausschöpfen?«

    Willensfreiheit und Gehorsam

    Wie lassen sich Willensfreiheit und Gehorsam vereinbaren? Dazu mehr hier:

    Anwendung, Konsequenzen, positive Auswirkungen der Willensfreiheit

    Welche Willensfreiheit und Entfaltungsmöglichkeiten haben Erdenmenschen, z.B. im Vergleich zu Gestirnsbewohnern?

    "Auf anderen Weltkörpern sind den (dort lebenden) Menschen in geistiger wie auch in naturmäßiger Hinsicht Schranken gestellt, über die sie höchst schwer einen Schritt tun können. Ihr Menschen dieser Erde aber habt im Geist ebensowenig eine Beschränkung wie der Herr selbst und könnt tun, was ihr nur immer wollt. Ihr könnt euch erheben bis in die innerste Wohnung Gottes, aber eben darum auch so tief fallen wie der Satan." (jl.ev02.060,05)

    "Der nie beschreibbare große Unterschied (gegenüber den Menschen auf anderen Weltkörpern, d. Vf.) besteht darin, daß ihr Menschen dieser Erde Gott ähnlich werden könnt." (jl.ev06.190,13)

    "Es ist durchaus nicht ein und dasselbe, ob man ein Sohn des Hauses oder nur ein Knecht desselben ist." (jl.ev06.190,15)

    Liebe zu Gott soll aus freiem Willen erfolgen

    Der Herr zu den Vätern der Urzeit, die ihre Lauheit in der Liebe beklagen: „Alles kann Ich euch geben, allein die freie Liebe eures Herzens zu Mir, diese kann Ich niemandem geben! Und wenn Ich solches täte, was wäre da eure Liebe?! Sie wäre nur ein fremder Trieb in euch, der euch nötigen möchte, wider euren Willen Mich zu lieben und anzubeten. Ich aber habe euch zu freien Menschen und Kindern erschaffen und habe einem jeden gegeben einen eigenen guten Anteil der Liebe, die da bewirkt das Leben in euch. Mit dieser freien, eigenen Liebe müßt ihr Mich ergreifen, so werdet ihr das Leben in euch erfassen!" jl.hag1.142,04-6

    Propheten Gottes behalten ihre Willensfreiheit

    Der Herr zu Jakob Lorber: „Siehe, Ich gebiete nicht und sage nicht: ,Also tue!' - Willst du aber frei sein, so mache dir aus Meinem Rate selbst ein Gebot!" jl.him2.054,06

    Charakteränderung soll nur durch Erkenntnis und freien Willen erfolgen

    Jesus zeigt die Nutzlosigkeit einer gewaltsamen Wesensänderung durch Gottes Allmacht am Beispiel eines Raubmörders und fährt fort: „Ein solcher Mensch kann gebessert werden, und das zunächst durch den höchst schlimmen Zustand, in den er sich selbst durch seine böse Liebe versetzt hat. Denn des Menschen Seele fängt erst dann an, über den Grund ihres argen und unglückseligen Zustandes nachzudenken, wenn sie sich im selbstverschuldeten schweren Gericht befindet. Beginnt die Seele den Grund zu erkennen, dann wird sie auch bald den Wunsch in sich wahrnehmen, ihres argen Zustandes loszuwerden und sinnt auf Mittel und Wege, wie sie aus dem harten Gericht kommen könnte. Hat die Seele solchen Willen in sich, so ist sie schon fähig, ein Licht in sich aufzunehmen, das ihr von oben her durch geeignete Mittel geboten wird. Ergreift die Seele diese Mittel, so fängt ihre ehedem böse Liebe an, sich in eine bessere umzugestalten. Es wird lichter in ihr, und sie geht von Stufe zu Stufe zu einer höheren Lebensvollendung über." jl.ev07.052,08-11

    Glück oder Unglück hängen vom eigenen, freien Wollen ab

    Jesus: „Gott gab dem Menschen den freien Willen, damit er frei aus sich tätig sein kann; Gott gab dem Menschen aber auch die Vernunft und den Verstand, damit er die Ratschläge und Gesetze Gottes begreifen und verstehen kann, und dazu auch die Kraft, danach zu handeln. Wenn ein Mensch sich dennoch aus freiem Willen von der Welt beherrschen läßt und den Rat Gottes nicht beachtet, ist er da nicht selbst daran schuld, wenn er von einem Elend ins andere fällt?! jl.ev06.221,07

    Jesus im Jenseits zu Robert Blum: „Würde die Gottheit sich durch Ihre Macht eines Wesens bemächtigen, das aus seinem eigenen freien Willen Ihr aufs entschiedenste und hartnäckigste widerstrebt, so würde das solch ein Wesen augenblicklich vernichten, was wider alle göttliche Ordnung wäre. - Wenn aber die Gottheit Ihre Ordnung für ewig unwandelbar dahin feststellt, daß kein Wesen, möge es sich gestalten, wie es wolle, je vernichtet werden kann, so wird dadurch allen Wesen die ewige Fortdauer gesichert und zugleich auch jedem Wesen die freie Möglichkeit gegeben, ein überaus glückliches zu werden, aber auch ein unglückliches zu verbleiben, solange es dies selbst will!" jl.rbl1.030,09-10

    Jesus zu dem Römer Agrikola, der eine völlige Vernichtung arger Seelen für geraten hält: „Alle Seelen, gute und böse, sind aus Mir, und wie von Mir ewig nichts vernichtet werden kann, also auch die böseste Seele nicht, sondern jede Seele wird fortleben nach ihrer Liebe." jl.ev06.240,10

    Jesus: „Eine Menschenseele kann niemals ihr Dasein völlig verlieren, aber sie kann höchst unglücklich und unselig werden durch ihren eigenen, freien Willen und kann, wenn sie es ernstlich will, durch ihren eigenen freien Willen auch wieder glücklich und völlig selig werden." jl.ev08.017,07

    Jesus zu einer gutwilligen Seele im Jenseits: „Du verlangtest Gutes - und verlangtest Mich selbst und siehe, so steht nun vor dir wahr und lebendig, was du in deinem Herzen wolltest! - Von nun an wird dir Mein besonderer Wille kundgetan werden. Wirst du diesen zu deinem eigenen machen, so wirst du leben ein wahres, seligstes Leben!" jl.rbl1.130,08

    Sünder sollen aus freiem Willen reumütig zu Jesus kommen, wenn er ruft

    Der Herr: „Wer als Sünder nicht reumütig zu Mir kommt, der hat sich sein Urteil selbst an seine Stirn geschrieben; denn Ich halte niemanden wider seinen freien Willen und ziehe niemanden wider solchen Willen! Alles aber, was Ich, der Allmächtige, tue, ist, daß Ich Meine Kinder rufe, zu Mir zu kommen, als ein ewiger, wahrer Vater! Wohl denen, die den Ruf nicht überhören und, so sie ihn hören, sich danach kehren!" jl.hag3.355,04-5

    Einung des menschlichen Willens mit dem göttlichen belässt Willensfreiheit; Folgen der Willenseinigung

    Einung des eigenen Willens mit dem göttlichen belässt volle Willensfreiheit

    jl.ev04.176,02] Petrus: "Gott, als der ewig Unzugängliche, offenbart Sich Selbst persönlich ganz, wie Er war, ist, und sein wird ewig, den Menschen. Daher ist es aber andernteils auch notwendig, Gott nicht etwa nur teilweise, sondern ganz in sich leiblich, seelisch und geistig aufzunehmen durch die ausschließlich alleinige Liebe zu Ihm. Ein solches Entgegenkommen, wie das des Schöpfers zum Geschöpfe, also auch das des Geschöpfes zum Schöpfer, muß ja am Ende notwendig eine volle Identifizierung zwischen dem schöpferischen Ursein und dem geschöpflichen Nachsein zur Folge haben.
    03] Gott wird eins mit uns, und wir werden eins mit Ihm ohne die geringste Beschränkung unserer persönlichen Individualität und der vollkommensten Willensfreiheit! Denn ohne die vollendetste Identifizierung des Geschöpfes mit dem Schöpfer ist ewig nie an eine vollendetste Willensfreiheit zu denken, weil nur des Schöpfers Wille in der vollendetsten Unbeschränktheit sich befinden kann und des Geschöpfes Wille nur dann, wenn er vollkommen eins mit dem Willen des Schöpfers geworden ist.
    04] Wollen wir das, was der Herr will, so ist unser Wollen ein vollkommen freies, weil des Herrn Wille auch ein vollkommenst freier ist; wollen wir aber das nicht oder nur zum Teil, so sind wir die elendsten Sklaven unserer eigenen unendlichen Blindheit. Nur in Gott können wir vollkommen frei werden; außer Gott gibt es nichts als Gericht und Tod!"

    Die freiwillige Einigung mit dem göttlichen Willen ermöglicht Wundermacht

    Der Herr: „Hat eure Liebe Mich erfaßt, der Ich das freieste Leben selbst bin, so hat sie dadurch auch die höchste Freiheit erfaßt und hat sich frei gemacht durch die allergrößte Freiheit Meines ewigen, allein wahren Lebens!" jl.him1.207,22

    Jesus zu einem hohen römischen Richter: „Bestrebe dich, dir Meinen Willen so anzueignen, wie du dir des Kaisers Willen zu eigen gemacht hast, und du wirst dann bald vollkommen eins werden mit deinem jenseitigen Geiste aus Mir, welcher ist Meine Liebe, Weisheit und Macht, und du wirst dann auch so wirken können wie dieser Engelsgeist Raphael zu wirken imstande ist." jl.ev10.200,04

    jl.ev05.217,05] Sage Ich: » Wie das (Wunderwirken) möglich ist, habe Ich dir schon ehedem gesagt und auch sogar klar gezeigt, - und sage dir aber auch noch das dazu, daß Meine rechten Jünger mit der Zeit auf dieser Erde noch Größeres tun und wirken werden, als Ich nun getan und gewirkt habe. Aber natürlich soll es dann bei allen Meinen rechten Jüngern stets dabei bleiben, zu erkennen und zu wissen, daß sie solches alles nur dann werden zu wirken imstande sein, wenn sie im Geiste mit Meinem Geiste vollends eins sein werden und so bei jeder Gelegenheit in ihrem Geiste mit Meinem Geiste sich beraten werden, ob solches auch zur Erreichung irgendeines guten Zweckes notwendig sein werde. Denn so jemand, auch noch so genau in Meiner Lehre lebend, sich, von irgend jemand Mächtigem aufgefordert, selbst zu seiner Leibeslebensrettung veranlaßt fühlte, ein Zeichen zur Bestätigung seiner höchsten Sendung wirken zu sollen, und Ich würde ihm im Geiste sagen: "Tue es nicht; denn es ist nun nicht Mein Wille!", so wolle dann auch der Jünger gleich also, wie ich es will; möchte er sich aber trotzdem anschicken, ein Zeichen zu wirken, so wird er es nicht vermögen, dieweil Mein Wille nicht eins war mit dem seinen.
    06] Nur mit Mir, das heißt im steten Vereine mit Meinem Geiste und Willen, werdet ihr alles zu bewirken imstande sein, ohne den aber nichts; denn der Herr bin Ich und werde es ewig bleiben. Und siehe, das gehört auch zu Meiner Lehre! - Hast du Mich verstanden?«
    07] Sagt Epiphan: »Jawohl, Herr und Meister aller Meister! Aber ich finde da etwas, das sich nach meiner Beurteilung mit der eigentlichen vollsten Freiheit des Menschengeistes nicht so recht einen will. Denn so ich zum Beispiel nur dann ein Zeichen wirken kann, so Du solches zu bewirken mitwillst, dann ist mein Wille ja ein von dem Deinen ewig abhängiger, gebundener und somit nicht freier.«
    08] Sage Ich: »Oh, da bist du sehr in der Irre! Gerade das Gegenteil! Je enger ein Menschengeist mit Meinem Geiste in Verbindung steht, desto freier ist er im Geiste und Willen, da Ich Selbst die allerhöchste und unbegrenzteste Freiheit und Macht in Mir berge. Nur der wird sich selbst in seiner Freiheit insoweit beschränken, inwieweit er sich mit Mir nicht einet; der aber ganz eins sein wird mit Mir, der wird auch alles das vermögen, was Ich vermag. Denn außer Mir gibt es ja nirgends eine unbeschränkte Macht und ein unbeschränktes Wirkungsvermögen.
    09] Die vollste Vereinigung mit Mir aber benimmt niemandem irgend auch nur ein Atom von seiner Selbständigkeit. Welch größeren und seligeren Lebensvorteil aber kannst du dir wohl denken als den, mit Mir, das heißt, mit Meinem Geiste, gleich Mir allmachtsvoll tatkräftig und dabei doch vollkommenst selbständig zu sein?! - Sage es Mir nun, wie dir diese Sache gefällt!«

    Jesus: „Es ist dem Menschen schon auf dieser Erde - etwa als hoher Amtsinhaber - die höchste Seligkeit, von seinem freien Willen Gebrauch zu machen. Wieviel größer aber ist jene Seligkeit, die aus der Einigung des Menschenwillens mit dem Willen Gottes für die ganze Unendlichkeit und Ewigkeit hervorgeht! Aber bevor dies erfolgen kann, ist eine ernstliche Grund- und Hauptbildung des menschlichen Willens durch alle Lebensstadien erforderlich, sonst wäre es höchst gefährlich, des Menschen freien Willen mit großer Machtvollkommenheit auszustatten. Der Mensch muß belehrt und so geführt werden, daß er sich freiwillig auf die Wege des Lichts begibt und sich auf ihnen so lange in aller Liebe und Selbstverleugnung übt, bis er das rechte Ziel durch seine eigene Tätigkeit und Selbstbestimmung erreicht." jl.ev05.078,04-7

    Jesus: „Jeder Mensch trägt gewisse Schwächen in sich, welche die gewöhnlichen Fesseln des Geistes sind, durch die er wie in einer festen Hülse eingeschlossen ist. Die Fesseln aber können erst dann gesprengt werden, wenn die mit dem Fleisch verbundene Seele sich durch die gerechte Selbstverleugnung so gestärkt hat, daß sie fest genug ist, den freien Geist zu fassen und zu halten. Aus diesem Grunde kann der Mensch auch nur durch allerlei Versuchungen seine Schwächen gewahren und erfahren, wie und worin sein Geist geknebelt ist. Wenn er dann gerade in diesen Punkten sich in seiner Seele selbst verleugnet, so löst er dadurch dem Geiste die Fesseln und bindet damit die Seele. - Ist in der notwendigen Zeit die Seele mit allen den ehemaligen Geistesbanden gefestet, so geht dann der entfesselte Geist in die stark gewordene Seele über, und diese gelangt dadurch in alle himmlische Machtvollkommenheit des Geistes und wird für ewig vollkommen eins mit ihm." jl.kjug.298,08-15

    Der Erzengel Raphael: „Die Seele prüfe sich selbst, inwieweit sie in aller Selbstverleugnung, was die Lustreizdinge dieser Welt betrifft, vorgedrungen ist, und wieweit sie völlig eins mit dem Willen Gottes geworden ist, ob in ihr wohl schon Meisterhaftes sich regt, - und Gott der Herr wird nicht säumen, in ihr Seines Willens Macht offenkundig werden zu lassen. Die Macht des göttlichen Willens aber wird dem Menschen nicht etwa wie einem Kinde die Milch eingegossen, sondern er muß sie selbst durch seine eigene Willenskraft, die bei jedem Menschen völlig frei ist, wie mit Gewalt an sich ziehen. - Daß diese Sache sich so und nicht anders verhält, ist daraus ersichtlich, daß der Herr, dem doch alle Dinge möglich sind, Seine Jünger selbst gleichfort lehrt, erzieht und ihnen zeigt, was sie zu tun haben, um sich Seinen Willen für ewig zu eigen zu machen. Was aber die eigens vom Herrn erwählten Jünger zu tun haben, das hat auch jeder andere Mensch zu tun, um zu der Macht des göttlichen Willens in seiner Seele zu gelangen." jl.ev10.017,11, 13-15

    Folgen mißbrauchter Willensfreiheit; wann und wie ein göttliches Strafgericht erfolgt

    Gott lässt Bosheit in Religion zu, aber es führt zum Untergang

    Ein erleuchteter Oberägypter zu einigen Pharisäern: „Der Herr will auch dem Tempel keinen Zwang antun und läßt ihn frei walten; wenn aber der Tempel von seiner Bosheit nicht läßt, so wird er samt seinem Anhang dem Gericht und dem Untergang überlassen. Das merket euch wohl und schreibet es euch hinter die Ohren! Denn Gott, der ist, war und ewig sein wird, läßt mit sich nicht scherzen, da Er selbst in Seinem höchsten göttlichen Ernst die Menschen für eine wahre, ewige Seligkeit bestimmt hat." jl.ev07.147,08

    Menschen und Völker gestalten ihr Schicksal selbst; wann Gerichte stattfinden

    (jl.ev07.052,02) (Jesus:) »Wenn eine Menschenseele aber einmal so recht in der dicksten Nacht ihres selbstgeschaffenen Weltdünkels steckt, so können ihr bei Belassung ihrer inneren Willensfreiheit auch alle Engel der Himmel keine andere Richtung geben, und es kann da dann niemand sagen: "Siehe, das war schon also die Bestimmung für diesen Menschen!" Ja, es war wohl allerdings eine Bestimmung, aber nicht etwa von Gott ausgehend, sondern vom Menschen selbst.
    (jl.ev07.052,03) Von Gott aus war es nur eine Zulassung, und das eben infolge des vollkommen freien Willens des Menschen. Und was Ich nun sagte von einem Menschen, das gilt denn auch von einem ganzen Volke. Es ist und bleibt der Selbstschöpfer seiner zeitlichen und seiner ewigen Schicksale.
    (jl.ev07.052,04) Hand nach rechts Und so wäre es großirrig anzunehmen, Gott habe schon gar von Ewigkeit her bestimmt, daß dies alles, was Ich euch nun durch die Erscheinungen gezeigt und mit dem Munde vorausgesagt habe, also geschehen müsse. O nein, das durchaus ganz und gar nicht! Aber es wird dennoch alles also geschehen, weil es die Menschen also wollen, weil der allergrößte und mächtigste Teil von ihnen in aller Nacht der Hölle sich gar wohlbehaglich und allerhartnäckigst freiwillig befindet und nun selbst auf Meinen allergewaltigsten Ruf diese Nacht des Todes nicht verlassen will.
    (jl.ev07.052,05) Denn mehr, als was Ich Selbst nun tue, getan habe und noch tun werde, kann bei der vollen Belassung der Freiheit des menschlichen Willens unmöglich getan werden, und wem da nicht die Augen aufgehen, und wer sich danach noch nicht kehrt, dessen Blindheit und eherne Verstocktheit des Herzens heilt kein Mittel mehr, von dem jeder sagen kann, daß es ein wahres, gutes und sanftes ist. Da muß dann das Gericht kommen und als letztes Mittel wirken. Damit aber das Gericht losbreche, muß das dasselbe bewirkende Maß voll werden, was bei diesem Volke bald - wie Ich's gesagt habe - der Fall sein wird. Und so denket nun nicht ängstlich viel darüber nach; denn nicht Ich, sondern die unbekehrbaren Menschen wollen es also!«
    (jl.ev07.052,06) Sagte nun Nikodemus: »Aber Herr und Meister, da sieht es um die Menschheit ja ganz entsetzlich böse aus! Wenn Gott Selbst solchen Menschen niemals sogar wider ihren dummen Willen und Eigensinn helfen kann, ja, wer soll ihnen dann noch helfen können?«
    (jl.ev07.052,07) Sagte Ich: »Ja, Freund, du verstehst gar viele irdische Dinge nicht, die du doch siehst und begreifst, - wie willst du dann rein geistige Dinge fassen und begreifen, die du nicht siehst und irgend fühlst?! Ich habe es ja gesagt, daß Hand nach rechts Gott beim Menschen in bezug auf seine innere, geistige Entwicklung mit Seiner Allmacht nicht leitend und lenkend einwirken darf, und das aus Seiner ewigen Ordnung heraus. Denn täte Gott das, so würde der Mensch in sich zur toten Maschine und könnte nie zu einer freiesten Lebensselbständigkeit gelangen.«

    Sünden-Vollmaß löst Gericht aus; logische Folgen mißbrauchter Willensfreiheit

    Nikodemus fragte Jesus: jl.ev07.053,01) »Herr und Meister, warum muß erst dann ein solch böses Gericht über ein Volk kommen, so es sein gewisses Maß mit Sünden aller Art und Gattung vollgemacht hat? Und was ist das für ein Maß, und worin besteht es?«
    (jl.ev07.053,02) (Antwort Jesu): »... Wenn ein Kind im Mutterleibe einmal vollreif geworden ist, so hat es sein Maß als Fötus voll, und es wird in die Außenwelt geboren. Eine Frucht am Baume hat ihr Maß erreicht, so sie vollreif wird, worauf sie dann vom Baume fällt. Ein Mensch, der des Gesetzes wohl kundig ist, dasselbe vollständig hält und es aus Liebe zu Gott und seinem Nächsten nicht mehr übertritt, hat dadurch das lichtvolle Maß der eigenen Lebensvollendung vollgemacht und ist dadurch schon diesseits ein Bürger der Himmel geworden, da er den geistigen Tod in sich vollkommen besiegt hat und voll des ewigen Lebens aus Gott geworden ist.
    (jl.ev07.053,03) Aber ein Mensch, der sich fürs erste schon nie eine rechte Mühe gibt, die Lebensgesetze Gottes näher und heller kennenzulernen - da ihn die Lustbarkeiten der Welt zu sehr abziehen -, und der sich von einem Sinnentaumel in den andern stürzt, der fängt an, Gott zu vergessen, und sein Glaube an Ihn schwindet dadurch mehr und mehr. Sowie er aber des Glaubens an einen Gott bar wird, so werden ihm auch seine Eltern lästig. Er gehorcht ihnen nicht nur nicht mehr, sondern ärgert sie nur durch allen möglichen Ungehorsam, schlägt sie am Ende wohl gar, bestiehlt sie und verläßt sie. Wie er aber seine Eltern nicht achtet, so achtet er seine Nebenmenschen noch weniger. Er treibt Hurerei aller Art und Gattung, wird ein Dieb, ein Räuber und ein Mörder, um sich Mittel zu verschaffen, seinen Sinnen und argen Leidenschaften mehr frönen zu können. Und so hat sich dieser Mensch endlich aller Lebensgesetze ledig gemacht und handelt dann nach den Gesetzen seiner argen und bösen Natur und versündigt sich sogestaltig vollkommen am ganzen Gesetze. Dadurch aber hat er auch das Maß des Bösen erfüllt, ist ein Teufel geworden und hat dadurch denn auch in sich und aus sich das Gericht über sich selbst zum Losbruche gebracht und muß es sich in seiner großen Qual und Pein nun selbst zuschreiben, daß daran niemand als nur er selbst schuld war.«

    Strafen müssen als logische Folgen erscheinen, um Willensfreiheit zu wahren

    Jesus: „Wenn Ich die Menschen ihrer großen Bosheit wegen züchtige, so muß die Züchtigung so gestellt sein, daß sie soviel wie möglich als eine natürliche Folge der Böswilligkeit erscheint, damit durch sie die Freiheit des Geistes und der Seele nicht untergraben wird." jl.rbl2.164,07

    Weitere Texte zur Willensfreiheit

  • Notwendigkeit von Offenbarungsreligion; Willensfreiheit; Echtheitsprüfung
  • Wahrung der Willensfreiheit trotz Offenbarungen und Jenseitseinflüssen; sinnvolle Beweise fürs Weiterleben
  • Willensfreiheit im Zusammenhang mit Prophezeiungen
  • Willensfreiheit und Reisefreiheit für Evangelisten
  • Willensfreiheit und Gottesfürsorge (jl.ev01.092,15)
  • Willensmacht des Herrn u. Freiheit d. Menschenseele (jl.ev03.017,01 ff)
  • Willensfreiheit bleibt unangetastet (jl.ev10.068,03 + 109,05-10 + 220,02-07)
  • Willensfreiheit, absolute, aber keine Bestimmung (jl.ev07.052,01 +2)
  • Willensfreiheit der Geschöpfe muß gewahrt bleiben (jl.ev04.101,09 f)
  • Willensfreiheit der Engel (jl.ev01.165,08)
  • Willensfreiheit haben nur die Menschen, nicht die Engel (jl.ev04.178.13f)
  • Willensfreiheit der Urgeister (jl.ev02.231,01)
  • Willensfreiheit auf der Erde und anderen Welten (jl.ev02.060,05)
  • Willensfreiheit der Menschen (jl.ev07.202,05 ff)
  • Willensfreiheit der Menschen (jl.ev06.205,05-7 + 225,07 ff)
  • Willensfreiheit der Menschen, Sinn derselben (jl.ev03.168,02 f)
  • Willensfreiheit, menschliche (jl.ev05.003 + 076 + 109,02 f)
  • Willensfreiheit der Seele (jl.ev06.014,06 ff + 169,06)
  • Willensfreiheit als Grundgesetz der Seelenentwicklung (jl.ev02.075,07 ff)
  • Willensfreiheit ist Lebensseligkeit (jl.ev05.078,01 ff)
  • Willensfreiheit ist unantastbar (jl.ev05.097)
  • Willensfreiheit der Seelen gegenüber Satan (jl.ev01.217,04)
  • Willensfreiheit deren Wichtigkeit (jl.ev02.027,08)
  • Willensfreiheit der Menschen und geistiges Licht (jl.ev03.017.10)
  • Willensfreiheit der Menschen erzeugt alles Böse (jl.ev09.144,08 + 14)
  • Willensfreiheit, Erziehung dazu (jl.ev02.227,01 ff)
  • Willensfreiheit und Belehrung (jl.ev02.137,17)
  • Willensfreiheit und Gebot (jl.ev02.227,02 ff)


Anmerkung: Laut islamischer Lehre entstammen alle Offenbarungen Allahs aus derselben Quelle im Himmel (s. Die himmlischen Bücher). Die Inhalte dieser himmlischen Bücher sollen unveränderlich, ewig gültig und in sich widerspruchsfrei sein. Folglich müssten z.B. die Offenbarungen Gottes an die jüdischen Propheten, die Lehre Jesu während seiner Erdenzeit, die Offenbarungen an Mohammed und die neuen Offenbarungen Jesu an den Propheten Jakob Lorber (1800-64) inhaltlich zumindest in allen Kernaussagen übereinstimmen.
Vergleicht man die Offenbarungen Allahs an Mohammed aber genau mit den jüdischen oder christlichen alten und neuen Offenbarungen Gottes, dann erweisen sich die Unterschiede bei nahezu jedem Thema als so groß, dass sie keinesfalls aus derselben Offenbarungsquelle stammen können.
Welche Quelle nun plausibler, logischer, einheitlicher, Herz und Verstand ansprechender und vor allem wahrheitsentsprechend ist, kann und darf der Leser selbst entscheiden.

Hier die Offenbarungen Allahs an Mohammed zum Thema Prädestination und Willensfreiheit (ausführlich); hier Kurzversion

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Bearbeitungsstand: 18.01.2017