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Vergleiche Islam - Christentum

Joel Richardson

Der Islamische Antichrist - oder: Ist der Islam unsere Zukunft?

Aus dem Amerikanischen übertragen von Maria Sander

Original erschienen bei WND Books, 2. Auflage 2009 Ursprünglich veröffentlicht im Jahre 2006 unter dem Titel: 'Antichrist: Islam's Awaited Messiah'

Englisches Originalbuch: www.answering-islam.org/Authors/JR/Future/index.htm

Website von Joel Richardson: archives.joelstrumpet.com


INHALT

Vorwort der Übersetzerin

Einleitung...........................................................................................................................................4

1. Kapitel - Warum dieses Buch?.......................................................................................................6

2. Kapitel - Die heiligen islamischen Texte.....................................................................................13

3. Kapitel - Islamische Eschatologie................................................................................................15

4. Kapitel - Der Mahdi: Ersehnter islamischer Messias...................................................................17

5. Kapitel - Der Biblische Antichrist und der Mahdi - Ein Vergleich.............................................24

6. Kapitel - Der Muslim Jesus..........................................................................................................34

7. Kapitel - Der falsche Prophet und der Muslim Jesus - Ein Vergleich.........................................39

8. Kapitel - Al-Maseeh Ad-Dajjal: Der Antichrist im Islam............................................................43

9. Kapitel - Der Biblische Jesus und der Dajjal - Ein Vergleich.....................................................47

10. Kapitel - Das Wiederbelebte islamische Imperium des Antichristen.........................................49

11. Kapitel - Die finstere Natur der Offenbarungen des Mohammed..............................................55

12. Kapitel - Der antichristliche Geist des Islam.............................................................................58

13. Kapitel - Der alte Judenhass im Islam.......................................................................................63

14. Kapitel - Endzeit-Martyrium......................................................................................................67

15. Kapitel - Islam und das Ziel der Weltherrschaft........................................................................84

16. Kapitel - Das Verständnis von Unehrlichkeit und Täuschung im Islam....................................96

17. Kapitel - Der große Abfall, Terror und Islams Bekehrungsraten.............................................107

18. Kapitel - Ein zusammenfassender Vergleich zwischen der islamischen und der biblischen Endzeitlehre...................................................................................................................................113

19. Kapitel - Mögliche Probleme mit der These dieses Buches....................................................118

20. Kapitel - Weitere Gedanken.....................................................................................................127

21. Kapitel - Wie sollten die Christen darauf reagieren? - Mit Gebet...........................................132

22. Kapitel - Mit Zuwendung reagieren.........................................................................................141

23. Kapitel - Vorbereitung auf das Martyrium...............................................................................147

Anhang A - Biblische Eschatolgie - Warum sollte man sich mit Eschatologie befassen?.................................................................................................156


Vorwort der Übersetzerin

Der vorliegende Text ist der erste Teil der deutschen Übersetzung des Buches 'The Islamic Antichrist' von Joel Richardson (2. Auflage 2009, WND Books).

Es erschien erstmals im Jahre 2006 unter dem Titel: 'Antichrist: Islam's awaited Messiah'.

Zwischenzeitlich ist der Titel nochmals geändert worden. Er lautet nun: 'Ist der Islam unsere Zukunft?' Im Zuge der deutschen Fassung habe ich den letzten Titel beibehalten und den neuen hinzugefügt, da das Buch unter dem Titel 'Der islamische Antichrist' noch immer im Handel erhältlich ist. Obwohl die meisten der hier beschriebenen Begebenheiten, Tatsachen, Beobachtungen und Prognosen auf der Situation in den USA und z.T. in Großbritannien zwischen den Jahren 2001 und 2006 basieren, ergeben sich nicht nur Ähnlichkeiten und Paralellen, sondern vor allem auch Verschärfungen der Phänomene in vielen Regionen Westeuropas. Dies trifft insbesondere auf die Niederlande, Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Skandinavien, Großbritannien und Teile Irlands zu. Mit Erlaubnis des Autors, mit dem ich mich im Vorfeld über das Vorhaben meiner Übersetzung seines Buches ins Deutsche ausgetauscht habe, dient diese nun vorliegende Übersetzung in Form einer kostenlosen Online-Version als Informationsquelle für alle, denen das Überleben des christlich geprägten Abendlandes mit seinen Demokratien und Menschenrechten am Herzen liegt. Es ist wichtig, dass so viele Menschen wie möglich über die wahre Natur des Islams informiert sind, denn die Zeit drängt.

Wenn Sie diesen Text oder Teile daraus veröffentlichen oder weiterleiten, möchte ich Sie darum bitten, dies nur unter Nennung des Autors und der Übersetzerin zu tun. Eine Veröffentlichung und Vermarktung in Buchform ist auf Wunsch des Autors nicht zulässig.

Zum Zwecke der Übersetzung ins Deutsche habe ich die Koran-Übersetzung von Mohammed Ibn Rassoul gewählt. Die Bibelzitate sind aus der Herder Bibel übernommen. Zitate aus Sunna und Hadith entstammen der englischen Version dieses Buches und sind von mir nach bestem Wissen und Gewissen ins Deutsche übertragen worden.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir bei der Umsetzung des Projektes geholfen haben, sei es mit ihren unterstützenden Worten oder ihrem Verständnis für den Zeitaufwand. Ganz besonders danke ich Nina, einer befreundeten Journalistin, die für den deutschen Text das Lektorat übernommen hat.

Maria Sander, am 18.02.2011

mari.sander@web.de


Einleitung

Das Verfassen dieses Buches fiel mir aus mehreren Gründen nicht leicht. Einerseits möchte ich Ihnen, liebe Leser, etwas aus meinem Leben mitteilen - nämlich meine Erfahrungen mit christlich-muslimischen Dialogen und die Umstände, unter denen dieses Buch zustande kam. Andererseits hatte ich den Entschluss gefasst, für dieses Buch ein Synonym zu verwenden und so wenig persönliche Informationen wie möglich preiszugeben.

Jeden Tag erhalte ich mindestens eine Email, wenn nicht sogar mehrere, von muslimischen Freunden aus der ganzen Welt. Die meisten sind wohlgesonnen und enthalten persönliche Informationen sowie Beiträge zur laufenden theologischen Diskussion. Ich bin sehr erfreut darüber und schätze diese Freundschaften sehr. Leider sind nicht alle E-Mails freundlicher oder angenehmer Natur. Obwohl die folgende Mail nicht die einzige war, die eine Morddrohung enthielt, war es jedoch insbesondere die unten stehende, die mich dazu bewog, ein wenig mehr Diskretion im Umgang mit Muslimen sowie im interreligiösen Dialog walten zu lassen. (Die Klammern und die in Kursiv wiedergegebenen Wörter dienen der Verdeutlichung):

Allahu Akhbar!! (Allah ist der Größte!) YaaaaAllah!! (Oh, Allah!) Ich werde dir den Kopf abhacken! Möge Allah dich und deine Familie verdammen. Mögest du und deine Familie für alle Ewigkeit in der Hölle dahin rotten. Ich will, dass du weißt, dass alle Muslime Allah anrufen, um dich zu verdammen und dich in die Hölle zu befördern. Ich werde dich und deine Familie persönlich töten. Du wirst eines langsamen und schmerzhaften Todes sterben inshallah (so Allah will). Ameen, Ameen, Ameen (Amen, Amen ... ). Allahu Akhbar!! Allahu Akhbar!! Yaaaa Allah!

Es waren nicht allein die gewaltsame Natur und Intensität dieser Zeilen, die mich dazu anhielten, sie ernst zu nehmen. Es war vor allem die perfekte Rechtschreibung, einschließlich der Satzzeichen. Es gab keinen Hinweis darauf, dass diese Mail aus dem Ausland kam. Ich kann mir nicht erklären, was der Auslöser für eine Drohung dieser Art gewesen sein könnte. Ich bin nicht sicher, was genau ich gesagt oder getan haben soll, das eine derartig heftige Reaktion gerechtfertigt hätte. Natürlich ist es in meinen Gesprächen mit Muslimen so, dass ich wie selbstverständlich von dem Bedürfnis eines Heilands für die Menschen spreche, genauso wie sie mir unumwunden mitteilen, dass es aus ihrer Sicht solch ein Bedürfnis nicht gibt. Das geht in Ordnung. Aber angeblich sollte ich für diese Sünde mit meinem eigenen Leben sowie dem meiner Familie bezahlen. Obwohl solche Drohungen in manchen Teilen der Welt nicht selten sind, erstaunt es mich doch, dass allein das Mitteilen dessen, woran ich glaube, solche Reaktionen hervorruft. Daher ist es mir aus offensichtlichen Gründen wichtig, meine eigene Sicherheit und die meiner Familie zu schützen und als Autor dieses Buches anonym zu bleiben. Ich denke, dass Sie Verständnis dafür haben.

Nichtsdestotrotz möchte ich gegenüber Ihnen als Leser ein ausreichendes Maß an Glaubwürdigkeit herstellen und schlicht und ergreifend sagen, dass die Informationen von einer Person stammen, die in Bezug auf islamisches Quellenmaterial sowie seine heilige Literatur nicht nur gut belesen ist, sondern über weitreichende Erfahrungen im Bereich des interreligiösen Dialogs mit Muslimen verfügt. Die Informationen in diesem Buch sind eingehend erforscht worden. Um ein komplettes Bild der islamischen Doktrin und des Glaubens wiederzugeben, habe ich die Informationen jedes in englischer Sprache erhältlichen Buches über islamische Eschatologie verwandt. Darüber hinaus basieren die Informationen auf unzähligen Artikeln und Interviews mit Hunderten von Muslimen über das, was sie hinsichtlich der letzen Tage glauben. Das Buch dient nicht allein der Bildung von Christen. Ich wollte ein Buch schreiben, das auch Muslime - wenngleich sie mit meinen Schlussfolgerungen nicht übereinstimmen mögen - aus Gründen der Ehrlichkeit und Qualität der Verweise schätzen können. Obwohl ich davon ausgehe, dass aus Sicht muslimischer Apologeten vieles der Kritik unterzogen wird, kann ich mit Gewissheit sagen, dass das, was ich geschrieben habe, ein akkurater Überblick und eine korrekte Darstellung der islamischen Lehre und ihres Glaubens ist.

Ferner habe ich mich bemüht, auf eine emotionale Tonalität so weit als möglich zu verzichten. Im Laufe der Zeit habe ich viele emotional aufgeladene Werke zum Thema Prophezeiungen gelesen und halte persönlich nichts von dieser Vorgehensweise.

Ein weiterer wichtiger Grund, warum mir das Schreiben dieses Buches schwerfiel, ist seine, zumindest zu einem gewissen Grad, polemische Natur. Obgleich ich der Meinung bin, dass Polemik einen berechtigten Platz innerhalb des Dialogs zwischen Christen und Muslimen hat, bin ich mir der Kraft der Liebe bewusst und daher der Auffassung, dass durch sie mehr Muslime für das Königreich Gottes gewonnen werden können als durch hundert intellektuelle Argumente.

Samuel M. Zwemer, vor einem Jahrhundert christlicher Missionar unter Muslimen, formulierte einmal treffend: 'Nach vierzigjähriger Erfahrung - oftmals herzbrechender Erfahrung des Aussäens von Samen auf Steinen und des Zusehens, wie die Vögel immer wieder auch den letzten Samen aufpickten - bin ich überzeugt, dass der kürzeste Weg zum Herzen der Muslime der Weg der Liebe Gottes ist, der Weg des Kreuzes.'1 Ich stimme dem voll und ganz zu. Ich würde es viel eher bevorzugen, mich auf eine Beziehung mit Muslimen einzulassen, die für beide Seiten von Vorteil ist und auf freundschaftlichem Miteinander beruht.

Sicher enthält dieses Buch negative Informationen über den Islam, vieles ist sogar verstörend. Nichtsdestotrotz empfand ich es als einen großen Auftrag des Herrn, dieses Buch zu schreiben und die Information bekannt zu machen. Es soll in erster Linie eine Warnung sein - und zwar an alle, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche.

Ich möchte zudem betonen, dass es mir keinesfalls um 'Moslemklatschen' geht. Obwohl dieses Buches eine starke Anklage gegen den Islam als Religion erhebt, sollte dies nicht als Angriff gegen Muslime als Individuen interpretiert werden. Wie jede andere Religion, so stellt auch der Islam kein monolithisches Gebilde dar, und nicht alle Muslime halten an jedem einzelnen Glaubenssatz fest oder stimmen mit den hier wiedergegebenen Glaubenssätzen in Gänze überein. Man kann nicht genug betonen, dass viele Muslime wunderbare und friedliebende Menschen sind. Wir sollten uns aufgrund der Gruppenzugehörigkeit von Menschen nicht dazu verleiten lassen, Pauschalurteile über sie zu fällen, sondern alle Menschen, wann immer möglich, als Individuen zu betrachten. Ich möchte Sie dazu ermutigen, gerade ob der hier aufgeführten verstörenden Informationen, Gott in einem Gebet darum zu bitten, Sie vor Angst, Vorurteilen und negativen Gefühlen zu schützen, für die das menschliche Herz so empfänglich ist, und stattdessen Ihr Herz von seinem Herzen für Muslime berühren zu lassen. Vielleicht werden Sie wie ich eine Liebe für diejenigen entwickeln, für die Gott nichts anderes als Erlösung, Transformation und sein schönes Gewand der Heilung wünscht. Und falls Sie ein Moslem sind, bete ich dafür, dass durch die alten, hier analysierten Prophezeiungen die Wahrheit zutage tritt und Gott Ihnen den rechten Weg weist.


Der Islamische Antichrist - Joel Richardson 1. KAPITEL

Warum dieses Buch?

Aufwachen gegenüber dem Wiederaufleben des Islam

'Stoßt in das Horn auf Zion, erhebt Kriegsgeschrei auf meinem heiligen Berge! Zittern sollen alle Bewohner des Landes; denn es kommt der Tag des Herrn, ja, nahe ist er, der Tag der Finsternis und des Dunkel, der Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot sich über die Berge breitet, kommt ein Volk groß und stark, wie es vor ihm keines gegeben hat und nach ihm keines geben wird.' (Joel 2:1-2

In unserer heutigen Zeit gibt es - so glaube ich - eine Reihe von Themen, mit denen Gott versucht, dem Westen etwas zu verdeutlichen, insbesondere der Kirche. Leider gibt es selbst unter denjenigen, die die himmlischen Posaunen zu vernehmen scheinen, nur eine Hand voll, die ihre Bedeutung heraus hören. Die Zeichen sind fast tagtäglich plakativ in den Medien präsent, und dennoch scheinen wenige zu verstehen, in welche Richtung sie zeigen. Möge dieses Buch dazu beitragen, die Augen gegenüber den Zeiten, die in rasender Geschwindigkeit auf uns zusteuern, zu öffnen. Darüber hinaus bete ich dafür, dass dieses Werk das Verständnis derjenigen Menschen erweitern möge, deren Geist bereits wachsam beobachtet und erkennt.

Noch mehr Endzeit-'Gedöns'?

Bevor wir beginnen, ist es notwendig herauszufinden, welche Haltung Sie gegenüber dem Studium der Eschatolgie, d.h. dem Glauben an die Endzeit, sowie denjenigen Themen haben, die in der Endzeit eine Rolle spielen. Falls Sie eher zynisch darüber denken, möchte ich Sie um etwas bitten: Lesen Sie zunächst den Anhang. Dort erkläre ich, warum ich Eschatologie für einen notwendigen Aspekt des normativen christlichen Lebens halte. Falls Sie nicht sicher sind, ob Sie die Einbeziehung der biblischen Eschatologie für notwendig halten oder nicht, lesen Sie ebenfalls den Anhang zuerst und kommen Sie danach wieder hierher. Wenn das Interesse an Eschatologie bei Ihnen bereits vorhanden ist, lesen Sie einfach von hier aus weiter.

Gegenwärtige Unwissenheit

Dieses Buch dient in erster Linie der Auseinandersetzung mit der islamischen Eschatologie (Endzeitglaube) und den spezifischen islamischen Doktrinen und Praktiken, die - erstaunlicherweise - mit den biblischen Beschreibungen und Prophezeiungen übereinstimmen. Das hat zur Folge, dass ich herausgefordert bin, die Mehrheit meiner Leser über viele Themen zu unterrichten, über die die meisten Menschen wenig wissen. Sicher haben viele vage Vorstellungen bezüglich dessen, was die Bibel über die 'Letzten Tage' aussagt, welche schwierige Zeiten auf Erden, Plagen, ökologische Desaster sowie die einstige Wiederkehr Jesu umfassen. Jedoch sind sich selbst die meisten Christen, welche die Bibel regelmäßig lesen, nicht sicher, auf was genau sich ihr Glaube hinsichtlich der Letzten Tage bezieht. Und wenn Unwissenheit in Bezug auf biblische Eschatologie vorhanden ist, wie viel größer ist diese dann bezüglich dessen, was der Islam über die letzten Tage sagt?

Einige Christen sind sich der Erwartung hinsichtlich der Wiederkehr Jesu im Islam bewusst. Dies ruft Begeisterung hervor, sieht man doch darin eine Gelegenheit des Brückenbaus im Dialog zwischen Christen und Muslimen.

Sicherlich kann die Wiederkehr Jesu ein guter Anfang für einen interreligiösen Dialog sein. Leider jedoch kennen sich Christen in der Regel, über diesen einen Punkt hinaus, wenig mit der islamischen Perspektive der Endzeit oder Jesu Wiederkehr aus, und noch weniger mit der wahren Natur des islamischen Jesus.

Es gibt sicher einige unter Muslimen lebende und lehrende Christen, die über diese Thematik etwas Bescheid wissen, allerdings ist dies auf breiter Ebene in den Kirchen bisher nicht vermittelt worden. Es ist an der Zeit, diese brisanten Informationen in die nicht muslimische Welt hinein zu tragen. Dieses Buch stellt die erste umfassende Studie islamischer Eschatologie im Verhältnis zur biblischen Eschatologie dar. Aber darüber hinaus ist es auch ein Weckruf. Es ist ein Ruf für viele, den Grad zu erkennen, an dem die Zukunft der christlichen Kirche und der gesamten Welt mit der Zukunft des Islam mit einander verbunden sind.

Durch diese Betrachtung, die einen einführenden Überblick über die biblische und islamische Eschatologie ermöglicht, entsteht ein viel klareres Bild dieser Zukunft. Die Überlappung des Glaubens in beiden Systemen und die Bekräftigung christlicher Eschatologie durch die islamische sind erstaunlich und geradezu unheimlich. Ich glaube, diese Auseinandersetzung wird den Lesern helfen, bedeutende Einblicke in die Natur der letzten Tage zu bekommen und dass sie beginnen, ein Verständnis und einen Blick für die Richtung zu entwickeln, in die sich die Welt mit zunehmender Geschwindigkeit bewegt. Dies wiederum führt uns zum offensichtlichsten Grund, warum wir unsere Aufmerksamkeit auf den Islam richten sollten, nämlich sein dramatisches und rapides Wachstum sowie sein gegenwärtiges Wiederaufleben.

Wiederaufleben des Islam

Der wichtigste Grund sich mit dem Islam zu befassen und ihn zu verstehen, insbesondere die islamische Lehre von der Endzeit (Eschatologie), ist ganz einfach der, dass der Islam die Zukunft ist. Ja, Sie haben ganz richtig gelesen: Islam ist die Zukunft. Wenn gegenwärtige Trends sich nicht dramatisch ändern, wird der Islam das Christentum in Kürze um den Titel der meistverbreiteten Religion auf Erden gebracht haben.

Den meisten Statistiken zufolge wird dies in weniger als zwanzig Jahren der Fall sein. Eine Mehrzahl derjenigen, die dieses Buch lesen, wird dies wahrscheinlich noch erleben. Der Islam ist die am schnellsten wachsende Religion der Welt mit einer Wachstumsrate, die viermal so hoch ist wie die des Christentums 1. Zurzeit machen diejenigen, die den Islam praktizieren, etwa ein Fünftel der gesamten Weltbevölkerung aus.

Ein englischer Bibelgelehrter älteren Semesters sagte kürzlich, nachdem er die Statistiken gesehen hatte, dass, 'falls gegenwärtige Trends weiter anhielten, die Hälfte der Geburten weltweit bis zum Jahre 2055 auf muslimische Familien zurückgehen werden.' Etwas Dramatisches und Revolutionäres spielt sich also hier vor unseren Augen ab. Die meisten Christen des Westens sind sich dieser Tatsache nicht bewusst.

Sinn und Zweck dieses Kapitels ist, Sie über das rapide Wachstum des Islam zu informieren. Das Bild, das ich nun zeichnen werde, mag einige Menschen überraschen. Für einige wird es verwirrend sein, wieder andere werden es gar verneinen, aber es ist die Wahrheit, und sie muss gesagt werden. Allein Wachstum und Ausbreitung des Islam sind kraftvolle Weckrufe an alle Christen.

Islam ist die schnellst wachsende Religion - nicht nur in der [islamischen] Welt, sondern auch in Europa, in den USA und Kanada 3. Die Wachstumsrate des Islam beträgt allein in den USA etwa 4% pro Jahr, allerdings besteht Grund zu der Annahme, dass die jährliche Wachstumsrate in den letzten Jahren auf 8% gestiegen ist. Jedes Jahr konvertieren Zehntausende Amerikaner zum Islam. Vor dem Jahr 2001 sprachen die meisten Berichte von 25.000 amerikanischen Konvertiten pro Jahr 4. Das mag zunächst moderat klingen, jedoch hat sich diese Anzahl nach den Worten so manch eines muslimisch-amerikanischen Klerikers seit dem 11. September bereits vervierfacht5. Ganz richtig: Seit dem 11. September ist die Anzahl der zum Islam Konvertierten in die Höhe geschossen.

Bereits einen Monat nach dem World-Trade-Center-Attentat begannen die Berichte von Moscheen aus ganz Amerika herein zu fließen. Ala Bayumi, Direktor für arabische Angelegenheiten, sagte auf dem Treffen der CAIR (Council for American Islamic Relations)* gegenüber dem Londoner Blatt Al-Hayat am 11. November 2001 Folgendes:

'Nichtmuslimische Amerikaner fangen an, den Islam kennen zu lernen. Dafür gibt es einige Zeichen... in den Bibliotheken sind die Bücher über den Islam vergriffen, englische Übersetzungen des Korans führen die amerikanische Bestsellerliste an. Die Amerikaner zeigen seit dem 11. September zunehmende Bereitschaft, zum Islam zu konvertieren. Tausende Nichtmuslime sind der Einladung, eine Moschee zu besuchen, gefolgt, was Wellen gleichkommt, die eine nach der anderen vom Meer herkommend auf die Küste schlagen.' 6

Nach der Stellungnahme bezüglich der dramatischen Schritte, die dem Islam als Ergebnis des Attentats vom 11. September gelungen waren, fuhr Bayumi fort: 'Bekehren im Namen Allahs ist nicht unterminiert worden und ist auch nicht - wie wir in ersten Tagen nach dem 11. September dachten - um 50 Jahre zurückgeworfen worden. Ganz im Gegenteil, die vergangenen elf Tage sind wie elf Jahre in der Geschichte des Bekehren im Namen Allahs.' 7

Am 7. Januar 2002, vier Monate nach dem 11. September, schrieb die britische Zeitung Times of London: Seit dem 11. September gibt es überzeugende, anekdotische Anhaltspunkte eines Anstiegs von Konvertierungen zum Islam nicht nur in Großbritannien, sondern in ganz Europa und Amerika. Ein islamisches Zentrum in den Niederlanden spricht von einer zehnfachen Zunahme, während das New Muslims Project in Leicester (England), geleitet von einer früheren irisch-römisch-katholischen Hausfrau, von einem 'ständigen Zustrom' Neukonvertierter berichtet.8

Kürzlich fragte ich einen muslimischen Bekannten, wie viele Amerikaner er erlebt habe, die im vergangen Jahr zum Islam konvertiert seien. Er erklärte, dass er persönlich einhundert Konvertierungszeremonien allein in dem besagten Jahr beigewohnt habe. Duzende von mir auf ähnliche Art befragte amerikanische Muslime antworten auf die Frage, ob sie einen dramatischen Anstieg an Konvertierungen seit dem 11. September festgestellt hätten, stets mit Ja. Aktuelle und offizielle Daten sind schwierig zu beziehen und demnach schwierig zu analysieren, was verschiedene Gründe hat.

Erstens gibt es seit dem 11. September wenige umfassende Studien. Die meisten Studien wurden vor dem 11. September durchgeführt. Zweitens sind seit dem Attentat viele amerikanische Muslime eher zurückhaltend mit der Bereitstellung von Informationen an Personen, die zu ihren Moscheen kommen, um Umfragen durchzuführen. In muslimischen Gemeinden herrscht der weit verbreitete Verdacht, dass Informationen gesammelt werden, um sie anschließend an das United States Department of Homeland Security (DHS) oder das FBI weiterzuleiten. Auch möchten viele Konvertiten weitgehend anonym bleiben. Obwohl meine Erfahrungen persönlicher und anekdotischer Natur sind, kann ich sagen, dass ich mit vielen amerikanischen Konvertiten gesprochen habe, die diese Entscheidung seit dem 11. September getroffen haben. Es gibt aber noch einen weiteren, traurigen Aspekt in Bezug auf diese Zahlen: Über 80% dieser zum Islam konvertierten Amerikaner wurden in christlichen Kirchen groß 9. Sollte die höhere Anzahl der Konversionen korrekt sein, so bedeutet dies, dass pro Jahr mehr als 6.000 in christlichen Haushalten groß gewordene Amerikaner zum Islam konvertieren. Einer meiner Bekannten, obwohl Sohn eines Pastors und aus einer tiefreligiösen und traditionellen christlichen Familie stammend, konvertierte am College zum Islam.

Ich habe unzählige Aussagen von Bischöfen, Priestern, Missionaren und Studenten der Geisteswissenschaften (von christlichen Laien ganz abgesehen) gelesen, die zum Islam konvertiert sind, darunter solche, die sich selbst als 'vom Geist erfüllte' Christen bezeichneten.

Falls Sie Christ sind, mögen Sie bezweifeln, dass das der Fall sein kann. Wenn es tatsächlich so ist, warum weiß man nicht mehr um diese Statistiken? Vielleicht fragen Sie sich auch, warum Ihnen persönlich keine zum Islam konvertierte Person bekannt ist? Auf diese Fragen gibt es einfache Antworten. Einer der Hauptgründe für das weitgehend unbemerkte Vonstattengehen dieses Trends ist, dass sich die meisten amerikanischen Muslime in den größeren Metropolen ansammeln. Das Gebiet der Metropole Chicago (Greater Chicago metropolitan area) beheimatet rund 350.000 Muslime, in Greater New York City sind es etwa rund doppelt so viele10. Ein weiterer Grund, weshalb diese Statistik nicht weiter in weiß-amerikanischen Kirchengemeinden diskutiert wird, ist die Tatsache, dass etwa 85% der Konvertiten Afroamerikaner sind.

Das weiß-christliche Amerika ist von diesem Phänomen bisher weit weniger betroffen als das schwarz-christliche. Islam fegt geradezu durch die urbanen Zentren des Landes, was den beklagenswerten Zustand und die Uneinigkeit der amerikanischen Kirche zu beklagen lässt, und was durchaus bedeuten kann, dass im Jahre 2020 die meisten Stadtzentren größtenteils muslimisch sein werden 11. Während die Anzahl der Konvertierungen steigt, ändert sich auch das Gesicht der Konvertiten. Kurz nach dem 11. September strahlte National Public Radio [der national-öffentliche Radiosender in den USA;. Übersetzerin] eine Sendung über den Islam und diejenigen, die nach 9/11 konvertierten, aus:

Eines der wichtigsten Themen (in einer NPR Sendung) war ein Interview mit einer Reihe junger Frauen an amerikanischen Universitäten, die jüngst über die Islamic Society of Boston' (Islamische Gesellschaft Boston) zum Islam konvertiert sind. Sie haben hohe Abschlüsse, die sie an der Universität Boston erworben haben, wie beispielsweise Harvard, und sprachen von der Macht (Kraft) und Größe des Islam, vom erhöhten Status der Frauen im Islam und warum sie zum Islam konvertiert sind. Mehrmals wurde das Programm in allen Staaten Amerikas gesendet...12

In einem Artikel der New York Times vom 22. Oktober 2001 erfahren wir etwas über die Geschichte eines gewissen Jim Hacking:

Vor neun Jahren befand sich Jim Hacking in einem jesuitischen Priesterseminar. Heute ist er ein Anwalt für Seerecht in St. Louis, der während des letzten Monats viel Zeit in interreligiösen Zusammenkünften verbracht hat, um das Wesen des Islam erklären zu können. Er legte die Shahadah (islamische Zeremonie zum Glaubensbekenntnis) am 6. Juni 1998 ab. 'Das, woran ich mich schon immer geklammert habe, ist, dass es nur einen Gott gibt, er hat keinen anderen Gott neben sich und braucht auch keinen Sohn, der für ihn die Arbeit tut.'13

Hier eine typische Geschichte einer konvertierten Christin:

Als Kind ging Jennifer Harrell zur Kirche und Sonntagsschule. In der Oberstufe war sie im Drillteam und ging mit einem Footballspieler aus. Nachdem sie das College beendet hatte, wurde sie Jugendbetreuerin einer Methodisten-Gemeinde. Im Alter von 23 wurde sie alleinerziehende Mutter und mit 26 eine Muslima. 'Ich wuchs in Plano auf und tat alles, was ich dachte tun zu müssen,' sagt die heute Neunundzwanzigjährige aus Dallas. 'Ich nahm am Gottesdienst teil, ging auf Partys. Ich machte mir keine Gedanken über Himmel und Hölle. Ich nahm alles als selbstverständlich hin.' Eines Tages nahm sie einen Job als Verkäuferin an und lernte dort muslimische Mitarbeiter kennen. Einem von ihnen machte es Spaß, religiöse Diskussionen zu führen, was Frau Harrell dazu bewegte, sich ihres christlichen Glaubens neu zu besinnen. Sie studierte die Bibel, aber auch den Islam, um ihren Glauben besser verteidigen zu können. Stattdessen war sie jedoch beeindruckt, dass Muslime fünf mal am Tag beteten, dass sie fasteten und Almosen zur Lebensart gehörten. 'Ich war nicht die Art von Christin, die jeden Morgen betete', sagte sie. Sie erzählte, dass der muslimische Glaube an Jesus für sie mehr Sinn machte, da dieser hier als Prophet und nicht als Gottes Sohn verehrt wird. Als Christin habe ich nie verstanden, warum Jesus für meine Sünden sterben musste,' sagte Frau Harrell. 'Ich meine, es sind doch meine Sünden.' Bevor sie Muslima wurde, hatte sie einen Pfarrer aufgesucht. Sie hatte ihn gefragt, warum Christen Schweinefleisch essen, Frauen in der Kirche nicht ihr Haupt bedeckten und warum Christen mit einander ausgehen. 'Ich wollte, dass er die Bibel verteidigt. Ich hatte ihm alles gesagt, was ich an der christlichen Interpretation für falsch hielt.' Seine Antworten befriedigten sie nicht."14

Geschichten wie die von Jim Hacking und Jennifer Harrell gibt es zuhauf. Ich habe wahrscheinlich schon Hunderte solcher Geschichten gelesen.

Neue monotheistische Option

Wenn in der Vergangenheit Abendländer das Bedürfnis verspürten, an einen persönlichen Gott zu glauben und sich entschieden, diesen Glauben zu einem Leitaspekt ihres Lebens zu machen, so fanden sie den Ausdruck dieses Glaubens in der Regel in einer christlichen Kirche. Mit der Ausbreitung des Islam im Westen erkennen viele, dass das Christentum nicht die einzige monotheistische Option darstellt, und leider wählen viele den Islam anstelle des Christentums.

David Pawson, ein prominenter englischer Bibelgelehrter und Autor, erinnert sich an ein Erlebnis seines Freundes: Einer meiner Freunde, ebenfalls ein Christ, ist Berater an einer öffentlichen Schule. Er freute sich, als er von einem Jungen, dem er zuvor geholfen hatte, einen Sinn im Leben zu finden, erfuhr, dass es einen persönlichen Gott gäbe, an den er glauben könne. Wochen später war er überrascht aber auch bestürzt, von dem englischen Jungen zu hören, dass er Muslim geworden war. Er war einer von vielen Tausend, die solch eine Entscheidung getroffen hatten.15

Mit der Ausbreitung des Islam im Westen wiederholen sich derartige Geschichten häufig.

Warnung an England

In seinem Buch Islam's Challenge to Christians (Der Islam als Herausforderung für das Christentum*) klingen die Worte Pawsons sehr wohl wie eine ehrlich gemeinte, prophetische Warnung. Nicht nur für England, sondern für die gesamte Kirche des Westens. Pawson ist ein respektables und gestandenes Führungsmitglied der Kirche Englands und erinnert sich an ein Erlebnis, das er hatte, während er dem bekannten Islamexperten Patrick Sookhedo zuhörte, der gerade einen Vortrags hielt. Wenn ein weniger distinguiertes Führungsmitglied folgende Aussage gemacht hätte, wäre man sicher geneigt gewesen, sie nicht weiter zu beachten, aber stattdessen sollten wir über das, was David Pawson berichtet, sehr ernüchtert sein: 'Mitten in seiner (Sookhedos) Rede - unerwartet und hatte nichts mit dessen Inhalt zu tun - überkam mich plötzlich etwas, das ich als düstere Vorahnung beschreiben würde, dass der Islam dieses Land (England) übernehmen wird. Ich erinnere mich, wie ich fassungslos und sogar zitternd dasaß. Wir lauschten nicht nur einem interessanten Vortrag über eine Religion und eine Kultur und über etwas, das andere glauben und praktizieren. Wir hörten einen Vortrag über unsere eigene Zukunft!'16

Im weiteren Verlaufe des Buches führt Pawson den Leser durch die seiner Ansicht nach korrekten christlichen Maßnahmen als Antwort auf seine Voraussagen.

Hand nach rechts Sein empfohlener Aktionsplan besteht hauptsächlich aus drei Komponenten: Realität, Beziehung und Aufrichtigkeit. Ich führe dies nicht weiter aus, da Pawson dies auf überzeugende Art und Weise bereits selbst getan hat. Natürlich sind Pawsons Warnungen in der englischen Kirche nicht unumstritten. Die wirklich wichtige Frage ist jedoch: Wird die Kirche Englands Pawsons Empfehlungen annehmen und umsetzen? Wir werden es sehen.

Ausgleichen der Fakten

Es geht nicht darum, ein überaus düsteres Bild zu zeichnen. Es muss auch gesagt werden, dass Muslime weltweit zum Christentum konvertieren. Zwar bestreiten Muslime immer wieder, dass ein Moslem je vom Islam abfällt, aber dies ist mühelos widerlegbar. Ein Scheich behauptete vor nicht allzu langer Zeit, dass allein in Afrika über sechs Millionen Muslime jährlich zum Christentum konvertieren. Das sind etwa 667 pro Stunde oder sechzehntausend pro Tag.

In der Zeit zwischen Januar 2003 und Mitte 2004 sah die Mission des deutschen Evangelisten Reinhardt Bonnke über zehn Millionen Afrikaner, die sich für den Glauben an Jesus Christus entschieden. Zu einem großen Prozentsatz handelte es sich dabei um Muslime. Tatsächlich entscheiden sich Muslime auf der ganzen Welt, Anhänger Jesus zu werden 17.

Vielfach gehen diesen Entscheidungen geistige Träume oder Visionen voraus 18. Ich glaube aus tiefstem Herzen, dass der Mittlere Osten eine Wiederbelebung des Christentums durch Muslime, die sich zu Jesus Christus bekennen wollen, geben wird, wie es bereits eine Wiederbelebung in Lateinamerika, Asien und Afrika gibt. Dies gibt jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass der Islam nicht diejenige Religion ist, die sich am schnellsten ausbreitet, was hauptsächlich an der höheren Geburtenrate der Muslime liegt. Sie bekommen einfach mehr Kinder als Christen. Die schnelle der Ausbreitung des Islam liegt also weniger in der Anzahl der Konvertiten als in der höheren Geburtenrate begründet. Es ist jedenfalls unumstritten, dass der Islam eine enorme Ausbreitung zu verzeichnen hat, und die Kirche in der westlichen Welt hat die Bedeutung des Islam lange völlig übersehen.

Nun ist es wichtig zu betonen, dass dasjenige, was die zweitgrößte Religion auf Erden glaubt, uns sehr viel angeht, besonders deshalb, da sie in nicht allzu ferner Zukunft zur größten Religion geworden sein wird.

Man kann sehr wohl davon ausgehen, dass, wenn der Islam das Christentum als größte Weltreligion abzulösen beginnt, die Zahl der Muslime exponentiell wachsen wird. Konversionen am Straßenstand und unter Mitläufern sowie die Verwirrung unter gläubigen Christen werden an der Tagesordnung sein.

Wir dürfen die Macht, die ein weltweiter Trend auslöst, nicht unterschätzen. 'Die große Apostasie', d.h. ein weltweiter Abfall vom christlichen Glauben, ist der Bibel zufolge in der Tat eines der Hauptmerkmale der Letzten Tage.

Während der Islam lange Zeit eine eher bescheidene Rolle innehatte und seine Anhänger mit der Frage beschäftigt waren, warum Allah es nur zulassen konnte, dass sie gegenüber dem Christentum ein eher kümmerliches Dasein fristen mussten, so kommt für Christen ebenfalls der Tag, an dem sie sich fragen müssen, wie Gott es zulassen konnte, dass der Islam nun so groß und einflussreich ist.

In 15 Jahren könnte es soweit sein, vielleicht früher. Ich hoffe ernsthaft, dass es nicht soweit kommt, aber bisher spricht sehr wenig dagegen. Im Augenblick hat der Trend in Amerika erst begonnen und es ist an der Zeit, sich zu informieren und um auf das gefasst zu sein, was sich als die allergrößte Herausforderung in der Geschichte der Kirche entpuppen wird. Wie ich bereits deutlich gesagt habe: Der Islam ist die Zukunft (obwohl nur eine temporäre), und die Kirche muss sich dieser Realität stellen.

Bruder Andrew, der während der Zeit des kalten Krieges für das Schmuggeln von Bibeln durch den eisernen Vorhang bekannt wurde, fand bereits im Jahre 1994 eine treffende Formulierung für das Phänomen: 'Was der Kommunismus für das zwanzigste Jahrhundert war, wird der Islam für die nächsten einhundert Jahre sein.' 19

Schlussfolgerungen

Vielleicht stimmen Sie mir nunmehr zu, dass es wichtig ist, sich über den Islam zu informieren. Warum jedoch sollten Sie sich insbesondere mit islamischer Eschatologie befassen und versuchen, sie zu verstehen? Das ist eine berechtigte Frage. Erinnern wir uns an die Worte der Bibel und daran, dass Satans primärer Plan für die letzten Tage von jeher der Aufstieg zweier Personen als seine Hauptinstrumente zur Durchsetzung des Plans gewesen ist: der des Antichristen und des falschen Propheten, um die Bewohner der Erde hinter das Licht zu führen.

Wie glauben Sie, sieht Satans Plan hinsichtlich der Einbeziehung der 1,5 Milliarden Muslime aus? Hat es Satan in seiner Vorsehung und Strategie verfehlt, die weltweite Ausbreitung des Islam zu berücksichtigen? Oder hat er sie doch in seine Rechnung eingeplant? Wird der Islam als dritte monotheistische Religion die Verfolgung ebenso durchmachen wie das Juden und Christentum, indem sie sich gemeinsam dem Antichristen widersetzen? Oder wird sich der Islam - die Religion, die sich damit brüstet, jedwede Form des Götzendienstes abzulehnen - widerstandslos einem falschen und teuflischen religiösen Führer unterwerfen? Über die Jahre habe ich den Herrn um Antwort auf diese Fragen gebeten. Mit der Zeit und mit stets tiefergehendem Wissen über den Islam wurden die Antworten immer deutlicher, und ich möchte den Versuch unternehmen, dieses Wissen mit Ihnen zu teilen. Ich bin mir bewusst darüber, dass die folgende Aussage ein 'starkes Stück' ist, aber ich glaube, die in diesem Buch gegebenen Informationen bekräftigen die Tatsache, dass der Islam das primäre 'Transportmittel' Satans ist, um die Prophezeiungen der Bibel in Bezug auf das politisch, religiöse und militärische System des Antichristen zu erfüllen und mittels dessen die gesamte Welt just vor der Wiederkunft Christi gestürzt werden soll.

* Anmerkung der Übersetzerin: CAIR= Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen, etwa vergleichbar mit dem Zentralrat der Muslime in Deutschland.


2. KAPITEL

Die heiligen islamischen Texte

Zu Beginn unseres Studiums müssen wir uns mit einer kurzen Einführung über die heiligen Texte des Islam befassen. Sinn und Zweck ist es, den Leser mit den heiligen Texten und ihrem Platz innerhalb der Autoritätsstruktur des Islam bekannt zu machen. Eine Vielzahl der Zitate (in diesem Buch) entstammen diesen verschiedenen heiligen Texten.

Der Koran (Qur'an al karim)

Das erste und bekannteste heilige Buch des Islam ist der Koran, welches auch das fundamentalste Buch ist und in Gänze von Mohammed geoffenbart wurde. 'Qur'an' heißt auf Arabisch sprichwörtlich 'Rezitation' oder 'Lesen'. Der Koran besteht aus 114 Kapiteln, die Suren genannt werden. Immer, wenn man einen Teil des Korans zitiert, wird die Sure genannt, danach folgen Kapitel, Vers und Übersetzung.

Der Koran kann in mancherlei Hinsicht als die Bibel des Islam bezeichnet werden, insofern als er das primäre heilige Buch des Islams darstellt. Der Koran ist allerdings nicht die einzige Quelle heiliger oder inspirierter Tradition im Islam. Während der Koran den einzigen Text darstellt, der direkt die Worte Allahs wiedergibt, ist die Sunna für alle Muslime von ebenso großer Wichtigkeit.

Die Sunna

'Sunna' bedeutet auf Arabisch 'gut bewanderter Pfad'. Sie bezieht sich auf alles, was Mohammed sagte, tat, duldete oder verabscheute. Die Sunna ist also ein Bericht über Mohammeds Aussagen, Bräuche und Lehren und somit das Leitbild, welches Mohammed allen Muslimen hinterlassen hat. Muslime betrachten Mohammed als das perfekte Vorbild für alle Menschen. Es handelt sich hierbei um eine Doktrin, die im Koran in aller Deutlichkeit geschrieben steht:

    "Wenn Ihr Allah liebt, dann folgt mir (Muhammad)" - Sure 3:31 (Shakir)

    "Wahrlich, ihr habt in dem Gesandten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt - Sure 33:21 (Muhammad Ibn Rassoul)

Was auch immer Mohammed tat oder sagte, bildet die Basis für alles in Bezug auf Glauben und Leben der Muslime. Es ist für Nichtmuslime wichtig zu verstehen, dass die Sunna für Moslems ebenso wichtig ist wie der Koran. Die Sunna interpretiert den Koran. Ohne die Sunna kann der Koran nicht richtig verstanden werden. Tatsächlich verhält es sich so, dass viele Aspekte und Praktiken des islamischen Glaubens nicht im Koran, sondern in der Sunna zu finden sind. Insofern formen Koran und Sunna gemeinsam die Basis für den Glauben und das alltägliche Leben aller Muslime, egal wo auf der Welt.1

In diesem Sinne gilt für Muslime, dass der Koran und die Sunna zusammen Inspiration und Autorität darstellen.

Quellen der Sunna

Der Sunna unterliegen hauptsächlich zwei verschiedene Arten islamischer Literatur. Als erste und wichtigste der zwei Arten von Traditionen ist der Hadith zu nennen. Die Hadith Literatur enthält insbesondere Zitate Mohammeds . Als zweite ist die Sirah oder Sirat-Literatur von Bedeutung. Mohammeds.

'Sirat' heißt sprichwörtlich 'Biografie'. Insofern ist die Sirat-Rasul eine Biografie des 'Apostels' oder 'Propheten' Mohammed. Es gibt eine Reihe antiker und moderner Biografien über das Leben Mohammeds. Die beliebteste englische Übersetzung einer antiken Sirat ist die Sirat Rasul (das Leben des Mohammed) von Ibn Ishaq, übersetzt vom geschätzten Orientalisten A. Guillaume.

Neben diesen beiden Arten von Literatur gibt es Aufzeichnungen über die Geschichte des Islam und Kommentare über den Koran von frühen Gelehrten, die man Tafsir nennt. An den Stellen dieses Buches, an denen ich von diesen Arten der Literatur in ihrer Gesamtheit spreche, verwende ich den Terminus 'islamische Traditionen'.

Hadith-Literatur

Zum Zwecke dieser Auseinandersetzung ist die Hadith-Literatur wahrscheinlich die notwendigste zum Verständnis islamischer Tradition, da so vieles aus dem islamischen Glauben und seiner Praxis, insbesondere in Bezug auf die Endzeit, der Hadith Literatur entspringt. Wie bereits erwähnt, ist die Hadith-Literatur Quelle der Zitate und Taten Mohammeds.

Muslimischen Gelehrten zu Folge begannen Mohammeds Anhänger zu seinen Lebzeiten und nach seinem Tode mündlich ihre Erinnerungen über alles, was Mohammed sagte und tat, mitzuteilen.

Isnad und Matn

Jeder Hadith besteht aus zwei Teilen - dem Isnad und dem Matn. Zu Beginn eines jeden Hadith steht der Isnad - oder die Kette der Übermittlung. Der Isnad ist grundsätzlich die 'Er sagte, dass sie sagte' Kette der Personen, die eine Erinnerung an etwas, was Mohammed gesagt oder getan hat, weitergeben. Auf Deutsch mag sich ein Isnad ungefähr so anhören: 'Martin sagte, dass er zufällig Verena sagen hörte, dass Peter dies oder jenes gesagt hat.' Vor allem für diejenigen, die sich mit islamischer Literatur nicht auskennen, wird die Sache noch komplizierter, da alle Namen aus dem Arabischen stammen. Viele dieser Namen sind daher lang und möglicherweise zusammengezogen. Hier ein konkretes Beispiel eines Isnad aus einem Hadith von Maliks Muwatta:

Yahya berichtete von Malik von Amr ibn Yahya al Mazini von Abu'l-Hubab Said ibn Yasar, dass Abdullah ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte, .. ..2

Manchmal taucht jedoch lediglich ein einziger Name im Isnad auf, was ein Zeichen dafür ist, dass diese Person ein direkter Begleiter Mohammeds oder ein Mitglied der Familie war. Ein Beispiel dafür:

'Ayesha, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete, dass Mohammed, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte,

Der weitere Teil des Hadith enthält den eigentlichen Text, der über das berichtet, was Mohammed sagte oder tat. Dieser wird Matn genannt.

Aus Gründen der Vereinfachung verwende ich in diesem Buch nur das Matn. Die Isnade sind in den Quellennachweisen angegeben.


3. KAPITEL

Islamische Eschatologie

Die Mehrheit der Bücher, die islamische Eschatologie thematisieren, sind in zwei Kategorien aufgeteilt, nämlich in die der kleinen (untergeordneten) Zeichen und die der Hauptzeichen (größere Zeichen).

Die kleinen Zeichen werden manchmal verglichen mit dem, was Jesus als 'Geburtswehen' bezeichnet hat, was bedeutet, dass die kleinen den Hauptzeichen vorangehen. Zu einem gewissen Grad ist das auch so.

Der Unterschied zwischen den beiden liegt allerdings darin, dass viele kleine Zeichen zusammen mit den Hauptzeichen einher gehen. Daher sollten die kleinen Zeichen nicht unbedingt als die ersten, sondern als die geringeren Zeichen angesehen werden. Einige der kleinen Zeichen sind sehr interessant, aber zum Zwecke unserer Betrachtung werden wir uns nicht weiter mit ihnen befassen und uns anstelle dessen direkt den Hauptzeichen zuwenden.

Die großen Zeichen

Von großer Notwendigkeit bei diesem Studium ist das Verständnis dessen, was der Islam in Bezug auf die Hauptzeichen oder größeren Zeichen lehrt. Die Hauptzeichen sprechen von wesentlich bedeutsameren Ereignissen als die kleinen Zeichen, wie etwa das Kommen des muslimischen Antichristen (Ad-Dajjal), die Wiederkehr des muslimischen Jesus (Isa Al-Maseeh) und, was noch wichtiger ist, das Kommen des muslimischen Heilands, bzw. Retters Al-Madhi.

Die Hauptzeichen beziehen sich von daher nicht etwa auf Ausbreitung von Unmoral oder religiöser Unwissenheit. Und während die kleinen Zeichen oft ziemlich vage und nicht unumstritten ob ihrer Richtigkeit sind, gibt es keine Debatte über die Hauptzeichen. Sie gelten als unantastbar für den Moslem. Um die Wichtigkeit der Hauptzeichen aus islamischer Sicht zu verstehen, muss man zunächst die Wichtigkeit des Endzeitglaubens unter Muslimen verstehen.

Die Priorität des islamischen Glaubens an die letzten Tage

Der Koran spricht über fünf Dinge, an die ein Moslem glauben muss um (überhaupt) Moslem zu sein. Diese Dinge sind schon für sich genommen zu einem Glauben innerhalb des Islams geworden. Im Koran steht geschrieben: "Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr, wenn man an Allah glaubt, den jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten. (Sure 2:177)

Beachten Sie die Reihenfolge der fünf Eckpunkte dieses Glaubens:

  1.  Glaube an Allah

  2.  Glaube an den Jüngsten Tag

  3.  Glaube an die Engel

  4.  Glaube an die Schrift

  5.  Glaube an die Propheten

Dies stellt einen klaren Unterschied zum Christentum dar. Leider ist heute, im Gegensatz zum Neuen Testament und zur frühen Kirche, der Endzeitglaube nur noch optional oder wird von den meisten ignoriert, obwohl die letzten Tage im NT einen prominenten Platz einnehmen.

'Nicht so im Islam: Diejenigen, die nicht an den Jüngsten Tag und die vorangehenden Ereignisse glauben, sind keine wahren Muslime.

Daher ist es so wichtig, uns die Dinge aus der islamischen Perspektive hinsichtlich der Hauptzeichen und der letzten Tage genau anzuschauen, um die zentralen religiösen Erwartungen der 1,5 Milliarden Muslime zu verstehen.


4. KAPITEL

Der Mahdi: Ersehnter islamischer Messias

Eines der von Muslimen am häufigsten antizipierten, zentralen Hauptzeichen ist das Kommen eines Mannes namens 'Mahdi'. Auf Arabisch bedeutet al-Mahdi 'der Geleitete'.1

Von schiitischen Muslimen wird er manchmal auch als Sahib Al-Zaman oder Al-Mahdi al-Muntadhar bezeichnet, was als 'der Herr des Zeitalters' und als 'der erwartete Retter' übersetzt werden kann.

Der Mahdi ist das erste der Hauptzeichen. Dies wird von Ibn Kathir, einem bedeutenden, muslimischen Gelehrten des 14. Jahrhunderts, bestätigt: '"Nach dem Auftreten und Zunehmen der Kleineren Zeichen der Stunde wird die Menschheit ein Stadium großen Leidens erreicht haben. Dann wird der erwartete Mahdi erscheinen; Er ist das erste der größeren, deutlichen Zeichen der Stunde. 2

Das Kommen des Mahdi ist das zentrale und krönende Element aller islamischen Endzeiterzählungen. Es ist für die islamische Eschatologie von derart zentraler Bedeutung, dass einige muslimische Gelehrte nicht von 'kleinen Zeichen' als solches sprechen, sondern von 'Zeichen, die den Mahdi begleiten'.3

Obwohl es Glaubensabweichungen zwischen der sunnitischen und schiitischen Richtung des Islams gibt und die Figur des Mahdi in bestimmten sunnitischen Lagern sogar abgelehnt wird, ist der Glaube an ihn keinesfalls nur ein religiöser Teilaspekt innerhalb des Islam. Er ist von universaler Bedeutung für die meisten Muslime.

Shaykh Muhammad Hisham Kabbani, Vorsitzender des Islamic Supreme Council of America, formuliert es so: 'Das Kommen des Mahdi ist eine festgelegte Doktrin sowohl für Sunniten als auch Shi'iten, ja für die gesamte Menschheit.' 4

Ayatollah Baqir al Sadr und Ayatollah Murtada Mutahhari, beide Shi'a Gelehrte (schiitischer Islam), beschrieben den Mahdi in ihrem Buch 'Der ersehnte Retter' folgendermaßen:

Eine Gestalt, legendärer als die des Mahdi, des Ersehnten Messias, hat die Geschichte der Menschheit nicht gesehen. Die Fäden des Weltgeschehens haben im menschlichen Leben so manch feines Webmuster angenommen, aber das Muster des Mahdi steht hoch über allen anderen. Er ist [immer schon] die Vision der Visionäre in der Geschichte gewesen. Er ist [schon immer] der Traum aller Träumer dieser Welt gewesen. Für die endgültige Rettung der Menschheit ist er der Polarstern der Hoffnung, auf den der Blick gerichtet ist. Auf der Suche nach der Wahrheit über den Mahdi ist gesellschaftliche Stellung, Glaube oder Nationalität belanglos. Die Wahrheitssuche ist universell, ebenso wie der Mahdi selbst universell ist. Prachtvoll steht er hoch über den engen Mauern, die die Menschheit trennt und aufteilt. Er gehört zu einem jeden [Menschen]. Hinsichtlich all dessen und [noch] viel mehr: Wer ist der Mahdi? Sicherlich, das ist die große Frage, die denkende Menschen überall auf der ganzen Welt gern stellen würden. 5 (Klammern; Übersetzerin)

Richtig, wer genau ist dieser 'Ersehnte' und was wird er tun, dass er Muslime in einen solchen Zustand der Erwartung versetzt? In diesem Kapitel wird der Versuch unternommen, dieser Frage auf den Grund zu gehen und zwar mittels Zitaten aus islamischen Traditionen sowie Interpretationen muslimischer Gelehrter, die sie studieren.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, sich die Zeit zu nehmen, um wirklich jedes der Zitate sorgfältig zu lesen. Durch sie kommen nämlich der zentrale Glaube und die Leidenschaft vieler der 1,5 Milliarden Muslime zum Ausdruck, mit denen wir derzeitig die Erde teilen. Besonders diejenigen von uns, die nach näherem Verständnis des primären spirituellen Unterbaus, der die Welt heutzutage beeinflusst, streben, sollten sehr gut aufpassen.

Der islamische Messias

Um es mit einfachsten Worten auszudrücken: Der Mahdi ist der Messias oder Retter im Islam. Obgleich die Begriffe Messias oder messianisch ganz klar jüdisch-christliche Wurzeln haben, stimmt Abdulaziz Abdulhussein Sachedina, Professor an der Universität Virginia, zu, dass diese Begriffe im islamischen Kontext richtig angewandt sind, wenn man auf den Mahdi Bezug nimmt. In seinem wissenschaftlichen Werk mit dem Titel Islamischer Messianismus führt er wie folgt aus:

'Der Begriff 'Messianismus' im islamischen Kontext wird häufig benutzt, um das wichtige Konzept einer eschatologischen Gestalt, den Mahdi, zu übersetzen. Er wird als vorherbestimmter Führer 'emporsteigen', um eine großartige soziale Umgestaltung einzuleiten und alle Dinge (des Lebens) unter himmlischer Führung wiederherzustellen und (gerade) zu richten. Der islamische Messias verkörpert für seine Gefolgschaft daher das Bestreben der Wiederherstellung der Reinheit des Glaubens, welcher die wahre und unkorrumpierte Führung für alle Menschen bringt und eine gerechte soziale Ordnung sowie eine Welt frei von Unterdrückung schafft, in der die islamische Offenbarung die Norm aller Nationen sein wird'.6 (Das in Klammern Stehende hat die Übersetzerin hinzugefügt.)

Hand nach rechts Es ist daher für die Mehrheit der Muslime durchaus richtig, im 'Aufstieg' des Mahdi so etwas wie die Wiederkehr Jesus Christus für die Christen zu sehen.

Sheik Kabbani identifiziert den Mahdi ebenfalls als die primäre messianische Gestalt im Islam: 'Juden warten auf den Messias, Christen auf Jesus und die Muslime warten sowohl auf den Mahdi als auch Jesus. Alle Religionen beschreiben ihn als einen Mann, der kommt um die Welt zu retten.'1

Ein Mann aus der Familie Mohammeds

Der erste und am häufigsten zitierte islamische Glaube in diesem Zusammenhang ist die Tradition, die besagt, dass der Mahdi aus der Familie Mohammeds stammen und seinen Namen tragen wird.: "Die Welt wird nicht zum Ende kommen bis ein Mann aus meiner Familie, dessen Name mein Name sein wird, über die Araber regiert." 8

"Der Prophet sagte: Der Mahdi wird meiner Familie entstammen, den Nachkommen Fatimahs [Mohammeds Tochter]". 9

Ein universaler Führer für alle Muslime

Durch die gesamte islamische Welt zieht heutzutage ein Ruf nach der Wiederherstellung des islamischen Kalifats. Der Kalif (khalifa) kann als so etwas wie der Papst im Islam angesehen werden. Muslime sehen im Kalif den Vize-Regenten im Namen Allahs auf Erden.

Es ist wichtig zu verstehen, dass, wenn die Muslime nach der Wiederherstellung des Kalifats rufen, es letzten Endes der Mahdi ist, nach dem sie rufen, denn der Mahdi ist der ersehnte, endgültige Kalif des Islam. Überall werden Muslime dazu angehalten, dem Mahdi zu folgen:

Wenn ihr ihn seht, geht hin und erweist ihm eure Verbundenheit, auch wenn ihr über Eis kriechen müsst, denn er ist der Vize-Regent (Khalifa) Allahs, der Mahdi.10

Er wird den Weg ebnen dafür, dass die Familie [oder der Gemeinschaft] Mohammeds die Regierung übernehmen wird. Jeder Gläubige wird aufgefordert sein, ihm zu folgen (Hervorgehobenes vom Autor). 11

Weltenführer

Von der Figur des Mahdi wird geglaubt, dass er ein zukünftiger muslimischer Weltenführer sein wird, der nicht nur über die islamische Welt herrschen wird, sondern auch über die nichtmuslimische Welt. Der Mahdi wird eine Weltrevolution anführen, die eine neue islamische Weltordnung einführt:

  • Der Mahdi wird auf der Welt Recht und Gerechtigkeit herstellen und dem Böse und der Korruption ein Ende bereiten. Er wird gegen die Feinde der Muslime kämpfen, die siegreich sein werden. 12

  • Er wird am vereinbarten Tage kommen und gegen die Kräfte des Bösen kämpfen, eine Weltrevolution anführen sowie eine neue Weltordnung errichten, basierend auf Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Tugend ... letztendlich werden die Gerechten die Verwaltung der Welt in ihre Hände nehmen, und der Islam wird siegreich über alle Religionen. 13

  • Er ist der Vorläufer des Sieges, der Wahrheit und des Falls aller Tyrannen. Seine Botschaft ist das Ende der Ungerechtigkeit und Unterdrückung sowie der Anfang des endgültigen Aufstiegs der Sonne des Islam, die niemals untergehen wird und die Glückseligkeit und Erhebung der Menschheit sicher stellen wird ... Der Mahdi ist Allahs klarstes Zeichen, das jedem alsbald ersichtlich sein wird. 14

  • Die Mittel und Methoden des Mahdi, diesen Auftrag zu erfüllen, beziehen zahlreiche militärische Kampagnen oder heilige Kriege (Djihad) mit ein. Während einige Muslime glauben, dass sich die meisten Nicht-Muslime unter der Herrschaft des Mahdi friedlich zum Islam bekehren lassen werden, ist in den meisten Traditionen ein Bild vorhanden, nach dem Nicht-Muslime in Konsequenz der Eroberungen des Mahdi zum Islam konvertieren. Abduallrahman Kelani, Autor des Werkes The last Apocalypse (Die letzte Apokalypse), beschreibt die vielen Schlachten des mahdi: (Al)-Mahdi wird einen Eid der Treue als Kalif für alle Muslime erhalten. Er wird Muslime in vielen Schlachten des Djihad anführen. Sein Regime wird ein Kalifat sein, das der Führung des Propheten folgt. Viele Schlachten werden sich während der Herrschaft des Mahdi zwischen Muslimen und Ungläubigen ergeben ... 15

Sogar der moderate und sehr beliebte muslimische Autor Harun Yahya nimmt Bezug auf die Invasionen des Mahdi in zahlreichen nichtmuslimischen Ländern: 'Der Mahdi wird in alle Orte zwischen West und Ost einmarschieren.' 16

Armee der schwarzen Flaggen

Vom Aufstieg des Mahdi zur Machtposition sagt man, dass ihr eine Armee des Ostens vorangeht, die schwarze Flaggen oder Banner des Krieges trägt. Sheikh Kabbani behauptet: Im Hadith gibt es den Hinweis, dass schwarze Flaggen aus dem Gebiet Khorasan kommend das baldige Erscheinen des Mahdi bedeuten. Khorasan befindet sich im heutigen Iran, und manche Gelehrte haben (schon) gesagt, dieser Hadith bedeute das bevorstehende Kommen des Mahdi, wenn die schwarzen Flaggen aus Zentralasien, d.h. aus Richtung Khorasan, in Erscheinung treten. 17

Eine andere Tradition besagt, dass: Der Gesandte Allahs sprach: Die schwarzen Banner werden aus Osten kommen und ihre Herzen werden so hart wie (aus) Eisen sein. Wer auch immer sie (kommen] hört, sollte sich ihnen anschließen und ihnen Treue erweisen, auch wenn es heißt, durch den Schnee zu kriechen. 18 (Klammern; Übersetzerin)

Der Islam kennt zwei Arten von Flaggen. Eine ist weiß und eine andere schwarz. Auf beiden stehen auf Arabisch die Worte geschrieben 'Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet.' Die weiße Flagge heißt Al-Liwaa, dient als Zeichen des Führers der muslimischen Armee und ist die Flagge des islamischen Staates.

Die schwarze Flagge heißt Ar-Raya und wird von der muslimischen Armee verwendet. Sie heißt auch die Flagge des Dschihad und wird in die Schlacht geführt.

Die eine Flagge ist staatlich, die andere militärisch.19

Als Mohammed nach acht Jahren Exil in seine Heimatstadt Mekka zurückkehrte, tat er dies als Eroberer. Mit ihm marschierten zehntausend muslimische Soldaten, die schwarze Flaggen mit sich führten. Auf einer Flagge stand das Wort: Bestrafung. 20

Einmal sprach ich zu einer Gruppe junger muslimischer Männer, denen ich ein paar Fragen stellte. Ich fragte sie, ob die überlegenen Armeen der Amerikaner und Israelis im Vergleich zu den Armeen muslimischer Länder ein Problem für Muslime darstellten. Einer dieser Männer wurde angesichts meiner Frage sehr zornig und antwortete in bissigem Ton: 'Ihr Amerikaner und Zionisten bereitet euch besser vor, denn die schwarzen Flaggen kommen!' Zu dieser Zeit hatte ich keine Ahnung, über was er da sprach. Später erfuhr ich die Bedeutung.

Die Eroberung Israels

In der islamischen Tradition wird der Mahdi so dargestellt, dass er sich der Armee der muslimischen Kämpfer und Träger der schwarzen Flaggen anschließt. Der Mahdi wird diese Armee nach Israel leiten und das Land für den Islam zurückerobern. Die Muslime werden die Juden abschlachten bis sehr wenige von ihnen übrig sind und Jerusalem als Ort der Weltherrschaft des Mahdi dienen wird:

Rasulullah (Mohammed) sagte: 'Armeen der Träger schwarzer Flaggen, werden aus Khurasan kommen. Keine Macht wird sie aufhalten, und letztendlich werden sie Eela erreichen (Baitul Maqdas in Jerusalem) wo sie ihre Flaggen hiessen werden.' 21

Es ist wichtig, dem obigen Hinweis auf 'Baitul Maqdas' Beachtung zu schenken. Auf Arabisch heißt es 'Heiliges Haus'. Dies weist auf die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem hin. Auf besonders bösartige Art und Weise kommentieren die ägyptischen Autoren Muhammad ibn Izzat und Muhammad ' Arif die obige Tradition:

Der Mahdi wird siegreich sein und diese Schweine und Hunde sowie die Götzen dieses Zeitalters ausrotten, sodass da einst wieder ein Kalifat auf der Grundlage des Propheten sein wird, so wie im Hadith geschrieben steht...Jerusalem wird der Ort des recht geleiteten Kalifats und das Zentrum islamischer Herrschaft, angeführt von Imam Al-Mahdi...das die Führerschaft der Juden abschafft... und ein Ende der Herrschaft der Teufel setzt, die das Böse in den Menschen hinein spucken und Korruption auf Erden hervor bringen, dadurch die Menschen zu Sklaven falscher Götzen machen und die Welt anderen Gesetzen als der Shari'a des Herrn der Welten unterordnen. (Hervorgehobenes vom Autor). 22

Eine berühmte Tradition, die in der islamischen Welt oft zitiert wird, spricht von den militärischen Kampagnen des Mahdi gegen Israel. Diese Tradition ist sowohl Übelkeit erregend als auch sehr ernüchternd:

Der Prophet sprach ... die letzte Stunde würde nicht kommen bis die Muslime gegen die Juden kämpften und die Muslime sie töteten, bis die Juden sich hinter einem Stein oder einen Baum versteckten, und der Stein oder Baum sagen würde: Muslim, oder Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn. 23

Der von allen geliebte Versorger, der Wunder vollbringt

Es wird vom Mahdi gesagt, dass er über Wind, Regen und Ernte Macht hat. Unter der Herrschaft des Mahdi wird die Welt im Reichtum leben. Islamische Tradition hat es, dass Mohammed einst sagte:

Während der letzten Tage meiner Ummah [weltweite islamische Gemeinschaft wird der Mahdi erscheinen. Allah wird ihm Macht über den Wind, den Regen und die Ernte geben, und die Erde wird ihre Blüten hervorbringen. Er wird großzügig Reichtum hergeben, Herden werden zahlreich und die Ummah groß und geehrt sein... 24

In jenen Jahren wird meine Gemeinschaft eine Zeit des Glückes genießen, wie sie es noch nie erlebt hat. Der Himmel wird ihnen Regen in Strömen spenden, die Erde wird keine ihrer Pflanzen zurückhalten und Reichtum wird für alle da sein. Ein Mann wird da stehen und sagen: 'Gib mir, Mahdi!' Und er wird sagen: 'Nimm.' 25

Als Ergebnis der zahlreichen Vorteile, die vom Mahdi ausgehen werden, ist gesagt, dass ihm die Menschen der Erde tiefe Liebe entgegen bringen:

Allah wird seine Liebe in die Herzen aller Menschen säen. 26

Al Mahdi erscheint: ein jeder spricht über Ihn, trinkt Seine Liebe und redet über nichts anderes als Ihn. 27

Timing der Mahdi-Herrschaft

Obwohl es mehr als eine Tradition hinsichtlich Natur und Zeitpunkt des Aufstiegs des Mahdi zur Macht gibt, stellt ein Hadith insbesondere dieses Ereignis zum Zeitpunkt des letztendlichen Friedensvertrages zwischen den Arabern und den Römern ('Römer' bezieht sich auf die Christen oder, allgemeiner ausgedrückt, auf den Westen). Obwohl dieser Friedensvertrag mit den 'Römern' geschlossen wird, soll dies voraussichtlich durch einen Juden als Mittler arrangiert werden, der aus der priesterlichen Linie Aarons stammt. Der Friedensvertrag wird für eine siebenjährige Periode geschlossen.

Rasullah (Mohammed) sprach: 'Es werden vier Friedensverträge zwischen euch und den Römern (Christen) geben. Der vierte Vertrag wird durch einen Nachkommen des Hadrat Haroon (verehrter Aaron - Moses Bruder) vermittelt werden und wird sieben Jahre andauern (Hervorgehobenes; Autor). 28

Es sieht aus, als ob dieser siebenjährige Friedensvertrag auch in die Herrschaftsphase des Mahdi fallen wird. Obwohl einige wenige Traditionen von einer acht bzw. neunjährigen Herrschaftsphase ausgehen, sagen die meisten eine Regentschaft von sieben Jahren voraus:

Der Prophet sagte . Er wird das Eigentum aufteilen und die Menschen nach der Sunna ihres Propheten regieren und den Islam auf Erden einführen. Sieben Jahre wird er verbleiben, dann stirbt er. Die Muslime werden für ihn beten (Hervorgehobenes vom Autor). 29

Der Prophet sagte: Der Mahdi ... wird die Welt mit Gerechtigkeit erfüllen, so wie sie mit Unterdrückung und Tyrannei erfüllt war, und er wird herrschen sieben Jahre (Hervorgehobenes vom Autor). 30

Al-Mahdi- Reiter auf weissem Pferd

Der Mahdi, so wird behauptet, komme auf einem weißen Pferd geritten. Ob dies symbolisch oder sprichwörtlich gemeint ist, lässt sich schwer sagen. Interessanterweise entstammt diese Tradition einer muslimischen Interpretation der christlicher Schriften. Trotz der Tatsache, dass Muslime die Bibel als von Juden und Christen modifiziert und korrumpiert ansehen, behaupten sie dennoch, einige Teile der 'ursprünglich' inspirierten Schriften hätten sich in der 'korrumpierten' Bibel erhalten. Eine Tradition innerhalb islamischer Wissenschaft sucht diejenigen Teile der Bibel zu extrahieren, von denen Muslime glauben, sie seien von dem korrupten Einfluss der Juden und Christen verschont geblieben. Sie bezeichnen diese jüdisch-christlichen Traditionen als isra'iliyyat.

Ein Übermittler dieser biblischen Traditionen ist der islamische Wissenschaftler Ka'b al-Ahbar, der unter Muslimen sowohl als vertrauenswürdiger Übermittler des Hadith als auch der isra'iliyyat gilt. 31

Ka'b al-Ahbars Ansicht, die Beschreibungen des Reiters auf weißem Pferd im Buch der Offenbarung spiegelten in der Tat den Mahdi, wird von den wohl bekannten ägyptischen Autoren Muhammad Ibn 'Izzat und Muhammad 'Arif unterstützt. In ihrem Buch Al Mahdi and the End of Time (Al-Mahdi und das Ende der Zeit, Übersetzung meine) wird Ka'b al Ahbar so zitiert:

Ich finde, in den Büchern der Propheten ist vom Mahdi die Rede .... Zum Beispiel sagt das Buch der Offenbarung: 'Und ich schaute und erblickte ein weißes Pferd. Er, der auf ihm saß ... ging hin und eroberte.' 32

'Izzat und 'Arif weiter: Es ist klar, dass dieser Mann der Mahdi ist, der das weiße Pferd reitet und nach dem Koran richtet (mit Recht) in Begleitung von Männern mit Malen auf der Stirn durch aufliegende Position (durch fünfmaliges Niederbeugen beim Beten). 33

Einige behaupten, dies sei der Grund, warum sich Saddam Hussein auf Wandgemälden, die über ganz Bagdad verstreut waren, portraitieren ließ, die ihn als muslimischen Ritter auf weißem Pferd reitend und mit gezogenem Schwert im tapferen Kampf gegen die Ungläubigen abbildeten. 34

Al-Mahdi - Wundersamer Archäologe

In einer letzten und sehr interessanten Serie von Traditionen über den Mahdi finden wir, dass er zuvor unentdeckte Bibelrollen zutage fördern soll - sogar inklusive der Bundeslade: Ka'b al-Ahbar sagt: 'Er wird 'Mahdi' genannt deshalb, weil er zu etwas Verstecktem (yahdi) führen und die Torah und das Evangelium aus einer Stadt namens Antioch hervorbringen wird.' 35

As-Suyuti erwähnt in al-Hawi, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: 'Er heißt der Mahdi, weil er die Leute zu einem Berg in Syrien führt, aus dem er die Bände der Torah herausgraben und (das, was) die Juden (sagen), widerlegen wird. Durch die Hände des Mahdi wird die Bundeslade vom See von Tiberias hervorgeholt und nach Jerusalem gebracht.' 36

Ad-Dani sagte, dass man ihn Mahdi nennt, weil er zu einem Berg in Syrien geführt wird, von wo er die Bände der Torah hervorbringen und mit denen er gegen die Juden argumentieren wird. Und durch seine Hand wird eine Gruppe von ihnen Muslime werden.37

Augenscheinlich ist der Sinn und Zweck der Entdeckung von 'verloren gegangenen' Teilen des Alten und Neuen Testaments sowie der Bundeslade eine Hilfe für den Mahdi, Konvertiten seitens der Juden und Christen zu gewinnen, bevor die übrig Gebliebenen, die sich dem Islam verweigern, 'ausgerottet' werden.

Wir werden uns mit diesem Aspekt der islamischen Tradition in späteren Kapiteln detaillierter auseinandersetzen.

Zusammenfassung

: Nachdem wir uns mit verschiedenen islamischen Traditionen und Meinungen muslimischer Gelehrte befasst haben, wollen wir das, was wir über den Mahdi erfahren haben, zusammenfassen. Rufen wir uns dabei stets in Erinnerung, dass es sich um den Mann handelt, den Muslime weltweit herbeisehnen. Der Mahdi:

  1. ist die primäre messianische Gestalt im Islam,

  2. wird ein Nachkomme Mohammeds sein und seinen Namen tragen,

  3. wird ein sehr devoter Moslem sein,

  4. wird ein unvergleichliches geistiges, politisches und militärisches Weltoberhaupt sein,

  5. wird nach einer Phase großer Qualen und des Leidens auf der Weltbühne erscheinen,

  6. wird Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit auf der ganzen Welt herstellen sowie der Tyrannei und Unterdrückung ein Ende bereiten,

  7. wird sowohl Kalif als auch Imam (Vizeregent und Führer) für Muslime weltweit sein,

  8. wird eine Weltrevolution anführen und eine neue Weltordnung schaffen,

  9. wird gegen alle, die sich ihm widersetzen, militärisch vorgehen,

  10. wird in viele Länder einmarschieren,

  11. wird einen siebenjährigen Friedensvertrag mit einem Juden priesterlicher Herkunft abschließen,

  12. Er wird Israel für den Islam erobern und die 'treuen Muslime' in einer Endschlacht gegen die Juden anführen.

  13. wird die weltweiten islamischen Hauptquartiere von Jerusalem aus befehlen,

  14. wird sieben Jahre regieren (möglicherweise auch acht oder neun Jahre),

  15. wird dafür sorgen, dass der Islam weltweit die einzige ausgeübte Religion sein wird,

  16. wird auf einem weißen Pferd reitend in Erscheinung treten (möglicherweise auch nur symbolisch),

  17. wird einige bis dahin nicht entdeckte biblische Manuskripte entdecken, die er zum Zwecke der Argumentation gegen die Juden verwendet und Juden dazu bewegen, zum Islam zu konvertieren,

  18. wird die Bundeslade vom See Genezareth wieder entdecken und sie nach Jerusalem bringen,

  19. wird übernatürliche Kräfte über die Winde, den Regen und die Ernte besitzen, die ihm von Allah gegeben sind,

  20. wird über großen Reichtum verfügen und enormes Vermögen verteilen,

  21. wird von allen Menschen auf der Welt geliebt.


5. KAPITEL

Der Biblische Antichrist und der Mahdi - Ein Vergleich

Die Gestalt, gemeinhin bekannt unter dem Namen 'Antichrist', kennen selbst diejenigen, welche die Bibel noch nicht gelesen haben.

Vereinfacht ausgedrückt wird der Antichrist - den Worten der Bibel zufolge - Satans wichtigster menschlicher Vertreter auf Erden während der letzten Tage sein.

Interessanterweise kommt in der Bibel diese spezifische Bezeichnung nur ein einziges Mal vor (1 Johannes, 2:18).

Es finden sich in der Heiligen Schrift jedoch zahlreiche Hinweise auf den Antichristen unter anderen Namen wie 'das Tier' (Offenbarung 13:4), 'Gräuel der Verwüstung' (Matthäus 24:15), 'Verwüster' (Daniel 9:27), 'der Sohn des Verderbens', 'der Mensch der Gesetzlosigkeit', 'der Widersacher' (2. Thessalonicher, 2), 'kleines Horn' (Daniel 7:8), 'Assur' (Micha 5:5, Isaiah 10:5, 14:25), 'der Zwingherr', 'König von Babel' (Isaiah 14).

Sogar der mysteriöse 'Gog' ist ein Name für den Antichristen (Ezekiel 38:2, Offenbarung 20:8).

Es gibt auch eine Vielzahl weiterer Namen in der Schrift, die sich ebenfalls auf den Antichristen beziehen.

Wer aber - von seinen ungewöhnlichen Namen abgesehen - ist nun der Antichrist? In diesem Kapitel werden wir uns ein paar grundlegende Beschreibungen und Handlungen anschauen, welche die Person des Antichristen nach den Worten der Bibel genau definieren. Unsere Untersuchung wird sich auch mit einigen sehr spezifischen Ähnlichkeiten zwischen Antichrist und Mahdi auseinandersetzen.

Ein mächtiges politisches und militärisches Weltoberhaupt

Die Bibel lehrt uns, dass während der letzten Tage der Antichrist in Form eines Menschen heraufzieht, der ein sehr mächtiges, in der Geschichte bisher nie da gewesenes Weltimperium errichten wird. In der Bibel erfahren wir durch den Propheten Daniel zum ersten Mal deutlich über diese mächtige Führungsrolle des Antichristen. Im Buch Daniel, siebtes Kapitel, beschreibt der Prophet Daniel seine Vision von vier bizarren und grausigen 'Tieren'. Nachdem er die ersten drei Tiere beschreibt, sagt er über das vierte Folgendes:

Danach sah ich in den nächtlichen Visionen ein viertes Tier; es war furchtbar, schrecklich und ungeheuer stark; es hatte mächtige Zähne aus Eisen, damit fraß und zermalmte es alles, und was dann noch übrig blieb, zertrat es mit den Füßen. Es war von allen Tieren vor ihm ganz verschieden und hatte zehn Hörner. Als ich die Hörner betrachtete, da wuchs zwischen ihnen ein anderes, kleineres Horn empor, und vor ihm brachen drei von den früheren Hörnern heraus. An diesem Horn waren Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das vermessene Reden führte. (Daniel 7:7-8)

Anschließend bittet Daniel in seiner Vision einen Engel, ihm das durch die geistige Schau übermittelte Bild der vier Tiere zu erläutern. Der Engel erklärt ihm, dass die vier Tiere vier große Königreiche bzw. Imperien repräsentieren:

Ich, Daniel, war darüber innerlich entsetzt, und die Visionen in meinem Kopf erschreckten mich. Ich trat an einen der umstehenden heran und bat ihn über alles um zuverlässige Auskunft. Er gab mir Antwort und erklärte mir die Deutung der Vorgänge : Jene großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten vier Könige, die sich auf der Erde erheben werden. (Daniel 7:15-16)

Soweit ist das recht überschaubar. Abermals jedoch bittet Daniel um Auskunft über das vierte Tier, und insbesondere über das kleine Horn, das drei Hörner entwurzelt. Der Engel antwortet wiederum direkt und unumwunden:

Er antwortete: Das vierte Tier bedeutet: Es wird ein viertes Reich auf Erden erstehen, das von allen Reichen ganz verschieden ist. Es wird die ganze Welt verschlingen, sie zertreten und zermalmen.

Die zehn Hörner bedeuten: In jenem Reich werden zehn Könige herrschen. Nach ihnen kommt ein anderer. Er unterscheidet sich von den früheren und bringt drei Könige zu Fall. (Daniel 7:23-24).

Im Grunde erklärt der Engel, dass das vierte Königreich große Zerstörung auf Erden anrichtet: Ursprünglich unterliegt dieses Reich zehn Herrschern. Hernach wird ein weiterer, ein Elfter, heraufziehen und drei der bis dahin regierenden Herrscher verdrängen. Der elfte Herrscher ist der Antichrist, der zunächst das 'kleine Horn' genannt wird.

Wir sehen anhand Daniels Vorsehung, dass es sich bei dem Antichristen um einen zukünftigen Herrscher handelt, der zunächst über drei Reiche bzw. Nationen Kontrolle erlangen wird, im weiteren Verlaufe über zehn, um schließlich sein 'Tierimperium' aus zehn Reichen zu formen - ein Imperium von unvergleichlicher Macht und Grausamkeit, das die 'gesamte Erde unter seinen Füßen zertreten und zermalmen' wird.

Im letzten Teil des Buch Daniel, siebtes Kapitel, beschreibt der Engel das Wirken dieses Herrschers sowie sein Ende:

Gegen den Höchsten führt er vermessene Reden; er bedrückt Seine Heiligen und sinnt darauf, Festzeiten und Gesetze zu ändern. Die Heiligen werden für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben. Dann aber wird man zu Gericht sitzen; man nimmt ihm die Herschaft, um sie endgültig zu zerstören und zu vernichten. (Daniel 7:25-27)

Dreieinhalb Jahre ('eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit') - darüber sind sich die meisten Bibelgelehrten einig - misst der Zeitraum, während dessen dieser Herrscher die Heiligen unterdrückt. Letztendlich jedoch wird ihm seine Domäne entrissen und ersetzt durch das Königreich des Allmächtigen.

Dreihundert Jahre später, im Buch der Offenbarung, beschreibt der Apostel Johannes abermals den Antichristen und sein 'Tierimperium' auf sehr ähnliche Weise:

    Ich sah ein Tier aus dem Meer aufsteigen: Es hatte zehn Hörner und sieben Köpfe und auf seinen Hörnern zehn Diademe und auf seinen Köpfen Lästernamen. Das Tier, das ich sah, glich einem Panther; seine Füße waren wie Bärenfüße und sein Rachen wie der Rachen eines Löwen. Und der Drache hatte ihm seine Macht verliehen, seinen Thron und große Macht . Und die ganze Erde staunte hinter dem Tier her. Die Menschen beteten den Drachen an, weil er dem Tier seine Macht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich und wer vermag mit ihm zu kämpfen?

    Und es wurde ihm ein Maul gegeben, um prahlerische und lästerliche Reden zu führen, und es wurde ermächtigt, dies zweiundvierzig Monate lang so zu treiben. Es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, seinen Namen, sein Zelt und gegen alle, die im Himmel wohnen. Auch wurde ihm Macht gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, Macht über alle Stämme, Völker, Sprachen und Nationen. Alle Bewohner der Erde werden es anbeten, alle, deren Namen seit Erschaffung der Welt im Lebensbuch des geschlachteten Lammes nicht eingetragen sind. (Offenbarung 13:1-8)

Obwohl die symbolische Sprache hier ziemlich verdichtet ist, können wir anhand eines Verständnisses biblischer Symbolbegriffe sagen, dass das Bild eigentlich klar ist. Das 'Tier' bezieht sich wieder auf den Antichristen, d.h. ein König eines Imperiums, bestehend aus zehn Reichen. Die Hörner repräsentieren Autorität und Macht. Zehn Hörner sprechen sowohl von einem extrem hohen Grad an Autorität als auch von der Anzahl der Nationen und ihrer Herrscher, die sich zusammen tun, um das Reich des Tieres zu formen. Der 'Drache', der dem Tier seine Autorität verleiht, ist Satan. Satan wird in der Bibel häufig als Drache oder Schlange beschrieben. Der globale Einfluss dieses Tierimperiums wird durch den Satz: 'Auch wurde ihm Macht gegeben ... Macht über alle Stämme, Völker, Sprachen und Nationen.' Wir sehen die spezifische Frage der Bewohner der Erde, indem sie fragen: 'Wer ist dem Tier gleich und wer vermag mit ihm zu kämpfen?' Es erscheint ihnen, als ob das Tier absolut über jede Herausforderung erhaben ist. Und wiederum sehen wir den gleichen spezifischen Zeitraum, der dem Tier gegeben wurde, um das Volk Gottes zu verfolgen, nämlich zweiundvierzig Monate, also dreieinhalb Jahre, wie er bereits in der von Daniel (7:25) zitierten Passage auftaucht. Daher sehen wir durch die Prophezeiungen der Bibel, dass der Antichrist als ein politischer und militärischer Herrscher mit so viel Macht ausgestattet sein wird, wie niemals jemand zuvor in der Weltgeschichte.

Der Mahdi als Weltenführer

Wie wir bereits anhand der islamischen Traditionen und Interpretationen muslimischer Gelehrter gesehen haben, wird der Mahdi - genau wie der Antichrist - als politischer und militärischer Führer mit unvergleichlicher Macht prophezeit. Vom Mahdi sagt man, dass er 'gegen die Kräfte des Bösen kämpfen, eine Weltrevolution anführen und eine neue Weltordnung basierend auf Gerechtigkeit und Tugend errichten wird'.1 Zu diesem Zeitpunkt wird der Mahdi, nach islamischer Tradition, über die Erde als der endgültige Kalif des Islam präsidieren. Und natürlich werden - wie wir bereits im vergangen Kapitel erfahren haben - 'die Muslime die Verwaltung der Welt in ihre Hände nehmen, und der Islam wird über alle Religionen siegreich sein.'

Ohne Frage sieht der Islam den Mahdi als einen Herrscher, dessen Reich sich über die gesamte Welt erstreckt. Wir sehen daher ganz klar, dass der Antichrist und der Mahdi beide als politische und militärische Führer beschrieben werden, wie es sie in der Geschichte zuvor niemals gegeben hat. Obgleich viele mächtige Herrscher dem Laufe der Geschichte entsprungen sind, gehen die Beschreibungen im Zusammenhang mit dem Antichristen und dem Mahdi über das uns Bekannte hinaus. Aber der Antichrist und der Mahdi werden nicht nur als politisch-militärische, sondern auch als höchste religiöse Führer beschrieben.

Der Antichrist als spiritueller Weltenführer

Die Bibel legt klar dar, dass der Antichrist ein geistiger Führer sein wird, dessen Autorität weltweit anerkannt sein wird. Nachdem die Rolle des Antichristen als universaler, religiöser Weltherrscher untersucht worden ist, haben viele Lehrer der biblischen Prophezeiungen von einer 'Ein-Welt-Religion' oder einer 'falschen Kirche' gesprochen, die beide vom Antichristen ins Leben gerufen und der Welt aufgezwungen werden. Zu diesem Konzept einer zukünftigen, dominanten und dämonisch inspirierten Weltreligion ist man durch die in der Schrift häufig auftauchenden Hinweise auf Anbetung gekommen, die mit dem Antichristen assoziiert werden. Im Buch der Offenbarung lesen wir, dass der Antichrist den Bewohnern der Erde seine Anbetung abverlangt. Diese Anbetung ist sowohl auf Satan, den 'Drachen' als auch auf den Antichristen, genannt 'das Tier', gerichtet:

Die Menschen beteten den Drachen an, weil er dem Tier seine Macht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich und wer vermag mit ihm zu kämpfen? Alle Bewohner der Erde werden es anbeten, alle, deren Namen seit Erschaffung der Welt im Lebensbuch des geschlachteten Lammes nicht eingetragen sind. (Offenbarung 13:4-8)

Über die Tatsache hinausgehend, dass der Antichrist eine weltweite Verehrungsbewegung errichten wird, gibt es noch einen Grund, ihn als religiösen Herrscher anzusehen, da die Bibel von einem Mann spricht, den sie als 'falschen Propheten' oder als 'Lügenpropheten' bezeichnet, der dem Antichristen als Assistent dienen wird. Allein die Bezeichnung 'falscher Prophet' lässt auf die religiöse Natur dieses Mannes schließen.

Die zentrale Rolle, die der falsche Prophet innehaben wird, ist das Ausüben verführender 'Zeichen und Wunder'. Sie sollen dazu beitragen, dass sich die Menschen dazu überreden lassen, den Antichristen zu verehren bzw. anzubeten:

Aber das Tier wurde ergriffen und mit ihm der Lügenprophet, der die Wunderzeichen vor ihm* gewirkt hatte (Offenbarung 19:20)

* (Anmerkung der Übersetzerin: In der englischen Fassung heißt es wörtlich: 'der die Wunderzeichen in seinem Namen gewirkt hatte')

Der Mahdie als spiritueller Weltenherrscher

So ist es verständlich, dass der Mahdi im Islam der Führer einer weltweiten Verehrungsbewegung sein wird, die danach trachtet, jeden, der eine andere Religion praktiziert als den Islam, dazu bewegt, seinem Glauben abzuschwören und Allah, den Gott des Islam, anzubeten. Wie aus dem letzten Kapitel hervorgeht, wird der Mahdi 'die Menschen nach der Sunna des Propheten regieren, den Islam auf Erden durchsetzen'2, woraufhin 'der Islam siegreich über alle Religionen sein wird'.3

Daraus wird ersichtlich, dass der Mahdi eine Weltrevolution anführen wird, um eine 'neue Weltordnung', basierend auf der Religion des Islam, aufzustellen. Islam wird die einzig erlaubte Religion sein. Beide Gestalten - Antichrist und Mahdi - sind Herrscher einer globalen Religionsbewegung, die die Verehrung von Gott der Bibel und seinem Sohn Jesus Christus abzieht. Wie wir in späteren Kapiteln sehen werden, liegt in der Anbetung Allahs eine direkte Ablehnung des Gottes der Bibel und des Sohnes. Dies ist tatsächlich der Grund, warum so viele Muslime mit Inbrunst zu behaupten in der Lage sind, der Mahdi werde kommen, um 'diese Hunde und Schweine auszurotten' - d.h. die Christen und Juden, die sich dem Islam widersetzen. Wobei wir bei der nächsten offensichtlichen Ähnlichkeit zwischen dem Mahdi und dem Antichristen angelangt sind.

Die Kampagne des Antichristen gegen Juden und Christen

Die Bibel verdeutlicht das durch den Antichristen ausgeführte Ziel Satans, zunächst den Juden und Christen nach dem Leben zu trachten. Im zwölften und dreizehnten Kapitel des Buches der Offenbarung lesen wir eine weitere prophetische Passage der Schrift, die reich an symbolischer Sprache ist. Zunächst erschließt sich der Text nicht leicht. Die Aufschlüsselung der Symbole ermöglicht die Verdeutlichung:

Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: Eine Frau, mit der Sonne bekleidet, unter ihren Füßen der Mond und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen (Offenbarung 12:1)

Die 'Frau' steht symbolisch für die Familie Israels, das jüdische Volk. Die Krone mit zwölf Sternen repräsentiert die zwölf Söhne Israels, aus denen die zwölf Stämme hervorgegangen sind und das Volk Israels ausmachen (Genesis 35:9-12).

Sie war schwanger und schrie in Wehen und Geburtsqualen. Noch ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein großer, feuerroter Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen ... Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um gleich nach der Geburt ihr Kind zu verschlingen. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. (Offenbarung 12:1-5)

Die Frau - Israel - wird schwanger und gebärt einen Sohn, ' der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird.'

Dies verweist eindeutig auf Jesus, den jüdischen Messias (siehe Psalm 2:9). Der hier erwähnte Drache wird in Vers neun als 'die alte Schlange, die Teufel heißt und Satan und die ganze Welt verführt' identifiziert. Wir sehen, dass der Teufel Jesus töten will, stattdessen wird Jesus 'zu Gott und seinem Thron entrückt'. Dies steht für Christi Auferstehung und Auffahrt zum Himmel. Weiter lesen wir:

Und der große Drache wurde gestürzt, die alte Schlange, die Teufel heißt und Satan und die ganze Welt verführt; er wurde auf die Erde gestürzt und seine Engel wurden mit ihm gestürzt... Als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte. Da wurden der Frau die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste fliegen konnte an ihren Ort, wo sie eine Zeit und [zwei] Zeiten und eine halbe Zeit fern von der Schlange ernährt wird... Da geriet der Drache in Zorn über die Frau und ging weg, um Krieg zu führen mit den übrigen Nachkommen, die die Gebote Gottes bewahren und am Zeugnis Jesu festhalten. (Offenbarung 12:9, 13, 14, 17)

Satan ist über die Frau (Israel) erzürnt 'und ging weg, um Krieg zu führen mit den übrigen Nachkommen.' Israels übrige Nachkommen sind diejenigen Christen, die 'die Gebote Gottes bewahren und am Zeugnis Jesu festhalten.' Dies ist die einzige Passage, die spezifisch darauf hinweist, dass Satan Juden und Christen zum seinem Ziel erklärt. Wir wissen außerdem, dass die Stelle von der Endzeit spricht, da in ihr zweimal der dreieinhalbjährige Zeitraum (Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit) vorkommt.

Und es wurde ihm ein Maul gegeben, um prahlerische und lästerliche Reden zu führen, und es wurde ermächtigt, dies zweiundvierzig Monate lang so zu treiben. Es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, seinen Namen, sein Zelt und gegen alle, die im Himmel wohnen. Auch wurde ihm Macht gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, Macht über alle Stämme, Völker, Sprachen und Nationen. (Offenbarung 13:5-7)

Der Prophet Daniel sah ebenfalls das Kriegstreiben des Antichristen gegen 'die Heiligen'. Die Stelle spricht über die wahren Nachfolger Jesu, die den wahren Gott kennen und Ihm dienen. Gegen den Höchsten führt er vermessene Reden; er bedrückt Seine Heiligen und sinnt darauf, Festzeiten und Gesetze zu ändern. Die Heiligen werden für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben. (Daniel 7:25)

Auch hier tauchen die dreieinhalb Jahre auf, während derer der Antichrist diejenigen verfolgt, die sich ihm widersetzen. Dass insbesondere Juden und Christen den Zorn des Antichristen auf sich ziehen, können wir dem Buch der Offenbarung und dem Buch Daniel entnehmen.

Die Kampagne des Mahdi gegen Juden und Christen

Es ist schon sehr interessant, wie die islamische Tradition die besondere Berufung des Mahdi herausstellt, die darin besteht, Juden und Christen von der Konversion zum Islam zu überzeugen. Andere Glaubensrichtungen scheinen dagegen weniger relevant zu sein. Es sieht so aus, als sei die Konversion von Juden und Christen zum Islam der zentrale 'evangelistische' Stoß des Mahdi. Das folgende Zitat von Ayatollah Ibrahim Amini unterstreicht diese Sichtweise:

Der Mahdi wird die Religion des Islam den Juden und Christen darbieten; wenn sie diese annehmen, werden sie bewahrt, andernfalls werden sie getötet.4

Natürlich können wir uns auch an den berüchtigten Hadith erinnern, in dem es heißt:

"...Die letzte Stunde wird nicht kommen bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und die Muslime sie töten, bis die Juden sich hinter einem Stein oder einen Baum verstecken, und der Stein oder Baum sagt: Muslim, oder Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn; aber der Gharqad Baum [Buchsbaum] wird nichts sagen, da er der Baum der Juden ist."5

Einige muslimische Autoren haben darauf aufmerksam gemacht, dass Juden in Israel den Gharqadbaum [Buchsbaum] mittlerweile in Hülle und Fülle pflanzen. Muslime erwarten, dass der finale Holocaust auf dem heutigen israelischen Territorium passieren wird. Dies wiederum korrespondiert mit dem Antichristen.

Militärischer Angriff auf Israel - Der Tempelberg als Hauptsitz

Die Bibel lehrt, dass der Antichrist zusammen mit seiner multinationalen Koalition Israel zum Zwecke der Eroberung angreifen wird, insbesondere Jerusalem.

"Ich versammle alle Völker zum Kampf gegen Jerusalem. Die Stadt wird eingenommen, die Häuser werden geplündert, die Frauen geschändet. Die Hälfte der Stadt muss in die Verbannung ziehen; der Rest (der sich der Herrschaft des Antichristen unterwirft) aber wird nicht aus der Stadt vertrieben" (Sacharja 14:2)

"Doch du [Gog - Ezechiels Name für den Antichristen] wirst heraufziehen wie ein Unwetter und kommen wie eine Wolke, die das Land bedeckt, du, deine Truppen und viele Völkerschaften mit dir. So spricht Gott, der Herr: An jenem Tag wird es geschehen, dass Gedanken in deinem Herzen aufsteigen und du einen bösen Anschlag vorbereitest. Du wirst sagen: 'Ich will hinaufziehen gegen das unbefestigte Land, will friedliche Menschen überfallen, die alle in Sicherheit leben - an Orten, wo es keine Mauern, Riegel und Türen gibt -, um zu plündern und Beute zu machen, um meine Hand anzulegen an Trümmerstätten, die wieder bewohnt sind, und an ein Volk, das sich aus den Völkern wieder zusammengefunden hat, das Vieh und Besitz zu erwerben strebt und auf dem Nabel der Erde wohnt.' (Ezechiel 38:9-12)

Der Antichrist wird nach diesem Angriff seinen 'Thron' im 'Tempel Gottes' aufstellen. Der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles hinwegsetzt, was Gott heißt oder Gottesverehrung und schließlich sich selbst in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott (2 Thessalonicher 3 - 4)

Der Ort des jüdischen Tempels war Berg Moriah in Jerusalem. Heute existiert dieser Tempel nicht mehr; er wurde im Jahre 70 n.Chr. vom römischen Kaiser Titus zerstört, wie es Jesus prophezeit hatte:

Als Jesus den Tempel verließ und weiterging, kamen seine Jünger zu ihm, um ihn auf die Tempelbauten hinzuweisen. Er antwortete ihnen: Seht ihr dies alles? Amen, ich sage euch: Kein Stein hier wird auf dem anderen bleiben: alles wird zerstört' (Matthäus 24:1,2).

Heutzutage stehen am Mount Moriah (auch Tempelberg und auf Arabisch Haram Ash-Sharif genannt) zwei Moscheen. Es ist die drittheiligste Stätte im Islam. Es gibt endlose Spekulationen darüber, wo genau an diesem Berg sich einst der jüdische Tempel befunden hat oder ob es in Zukunft einen Wiederaufbau eines jüdischen Tempels geben wird oder nicht. Der oben genannte Vers des Apostels Paulus deutet einen Wiederaufbau des jüdischen Tempels in Jerusalem durchaus an. Er spricht davon, dass der Antichrist sich in den Tempel Gottes setzt, womit möglicherweise nicht unbedingt ein sprichwörtliches Hinsetzen, sondern das Einrichten eines Regierungssitzes gemeint ist. Vor zweitausend Jahren warnte Jesus vor diesem Ereignis:

"Wenn ihr also den Gräuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel spricht, an heiliger Stätte stehen seht - wer es liest, bedenke es wohl! -, dann fliehe in die Berge, wer in Judea ist. Wer sich gerade auf dem Dach befindet, steige nicht hinab, seine Sachen aus dem Haus zu holen und wer auf dem Feld ist, kehre nicht zurück, seinen Mantel zu holen. Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen! Betet, dass eure Flucht nicht in den Winter oder auf einen Sabbat fällt. Denn dann wird eine große Bedrängnis kommen, wie von Anfang der Welt bis jetzt noch keine gewesen ist und auch nicht mehr sein wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, dann würde kein Mensch gerettet" (Matthäus 24:15 - 22)

Hier weist Jesus auf die Besetzung des Tempels durch den Antichristen mit dem Begriff 'Gräuel der Verwüstung' hin. 'Verwüstung' deutet auf das Chaos und die schwere Verfolgung der Juden und Christen hin, die sogleich folgt, nachdem sich die wahre Natur des Antichristen offenbart. Nach der militärischen Kampagne gegen Jerusalem wird der Antichrist den Tempelberg als Sitz in Beschlag nehmen. Zu diesem Zeitpunkt wird die bösartige Absicht gegen Israel so klar, weshalb Jesus die Bewohner von Jerusalem warnt und den Rat gibt, sofort die Flucht in die Berge zu ergreifen.

Militärischer Angriff des Mahdie auf Israel - Die Errichtung des islamischen Kalifats mit Jerusalem als Ausgangspunkt

So wird auch vom Mahdi gesagt, dass er Jerusalem angreifen und die Stadt für den Islam zurück erobern wird, um die islamische Weltherrschaft von Jerusalem ausgehend zu installieren:

[Armeen der Träger schwarzer Flaggen werden aus Khurasan kommen. Keine Macht wird sie aufhalten, und letztendlich werden sie Eela erreichen [Felsendom in Jerusalem], wo sie ihre Flaggen hissen werden.6

Jerusalem wird der Ort des recht geleiteten Kalifats und das Zentrum der islamischen Herrschaft sein, angeführt von Imam al-Mahdi.7

Der Mahdi wird seine Kampagne gegen Jerusalem nicht auf friedliche Weise beenden. Nach der islamischen Version enden die letzten Tage mit dem Verstecken der verbleibenden Juden vor dem Schwert der Muslime hinter Felsen und Bäumen. Weder die militärische Handlung gegen Jerusalem noch die Errichtung des Kalifats wird in eine wohlwollenden Regierung des Mahdis über die Juden enden, denn den Schluss des oben aufgeführten Zitats kennen wir bereits: "... das die Herrschaft der Juden abschafft ... und ein Ende der Herrschaft der Teufel setzt, die das Böse in den Menschen hineinspucken und Korruption auf Erden hervor bringen."8

Obwohl die o.g. Überschneidungen der wesentlichen Merkmale beider Endzeitgestalten schon erstaunlich sind, gibt es eine weitere frappierende Parallele, die einfach unglaublich ist.

Siebenjähriges Abkommen zwischen dem Antichristen und Israel

Nach seinem Aufstieg zur Macht und als Vorspiel zur Invasion Israels heißt es vom Antichristen, er initiiere ein sieben Jahre währendes Abkommen mit dem Staate Israel: " Er schließt mit vielen einen festen Bund, eine Woche lang, und in der Mitte der Woche macht er den Schlacht- und Speiseopfern ein Ende. Und auf dem Flügel von Gräuel kommt ein Verwüster, bis fest beschlossene Verwüstung über den Verwüster ausgegossen wird." (Daniel 9:27)

Aus diesem Zusammenhang geht hervor, dass der Antichrist mit Israel einen Bund für sieben Jahre schließen wird, der Israel ein Gefühl der Sicherheit vermitteln soll. Man muss dazu allerdings sagen, dass das hebräische Wort, welches in diesem Vers Verwendung gefunden hat und in der Übersetzung als 'Woche' interpretiert wurde, shabuwa lautet und als 'Woche', aber auch als Tage oder Jahre übersetzt werden kann [der vorliegende englische Bibeltext lautet z.B. einfach 'for one seven']. Im Hebräischen ist eine Periode von sieben Jahren vergleichbar mit unserer Dekade. Aufgrund des Dezimalsystems im Westen wird bei uns von Jahrzehnten gesprochen, während die Woche in sieben Tage eingeteilt ist. Die Hebräer maßen sowohl Tage als auch Jahre in Siebenschritten. Das Wort, das in Daniel 9:27 mit 'Woche' - bezogen auf 'sieben' [Tage] -übersetzt ist, bezieht sich eigentlich auf einen Zeitraum von sieben Jahren. Das ist also der Zeitraum, den der Antichrist für sein Friedensabkommen mit Israel festlegt. In der Mitte des Zeitraumes jedoch bricht der Antichrist dieses Abkommen, bereitet dem Dargebrachten und den Opfern der Juden ein Ende [dt. Bibelübersetzung 'Schlacht- und Speiseopfer'] und wird sich nicht nur als Weltherrscher, sondern auch als Gott ausrufen. Der Prophet Isaiah erwähnt diesen 'Bund' ebenfalls und tadelt Israel hierfür, spricht von einem 'Bund mit dem Tod' (Isaiah 28:15-15).

Siebenjähriges Abkommen des Mahdi

Auch hier ist wieder eine Ähnlichkeit zu beobachten, insofern als der Mahdi ein viertes und endgültiges Abkommen zwischen den 'Römern' und Muslimen trifft. (Es sei nochmals darauf verwiesen, dass 'Römer' sich auf die Christen oder das Abendland im Allgemeinen bezieht - die Henker von Nicholas Berg richteten ihre Rede vor der Hinrichtung an Präsident Bush, indem sie ihn mit den Worten 'Sie, Oh Hund der Römer' ansprachen.)

Interessanterweise soll dieses vierte Abkommen mit einem Nachfahren des Bruder Moses, dem Priester Aaron, geschlossen werden. Solch ein Nachfahre wäre dann ein Cohen. Das bedeutet, er wäre auch Priester. Das Ausüben der priesterlichen Pflichten im Tempel ist Juden der Cohanim vorbehalten. Dies ist ein wichtiger Faktor angesichts der Spekulationen, die von vielen christlichen Lehrern biblischer Prophezeiungen und auch von Theologen formuliert worden sind, da nämlich das Abkommen zwischen dem Antichristen und Israel einen Wiederaufbau des jüdischen Tempels beinhalten könnte. Der erstaunlichste Aspekt des Abkommens zwischen Mahdi und dem Juden aus priesterlicher Linie ist allerdings der Zeitrahmen, der exakt sieben Jahre beträgt! Ali ibn Zubair zitiert in diesem Zusammenhang einen Hadith, der vom Auftreten und Herrschen des Mahdi berichtet:

Der Prophet sagte: Es wird vier Friedensverträge zwischen euch und den Römern geben. Der Mittler des Vierten [Vertrages] wird ein Nachkomme Hadrat Aaron sein [ehrenhafter Aaron - der Bruder Moses] und der Vertrag wird für sieben Jahre währen. Die Leute fragten: 'O, Prophet Muhammad, wer wird der Imam [Führer] der Menschen zu dieser Zeit sein?' Der Prophet antwortete: 'Er wird mein Nachkomme und genau vierzig Jahre alt sein. Sein Gesicht wird wie ein Stern leuchten. (Hervorgehobenes; Autor).9

Änderung der Zeiten und Gesetze

Dem Buche Daniels zufolge ist ein weiteres Ziel des Antichristen 'Festzeiten und Gesetze zu ändern': "Gegen den Höchsten führt er vermessene Reden; er bedrückt Seine Heiligen und sinnt darauf, Festzeiten* und Gesetze zu ändern. Die Heiligen werden für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben." (Daniel 7:25)

Dies ist ein sehr deutlicher Hinweis auf die Person des Antichristen, da wir an diesen Handlungen auch einen Hinweis auf seine Herkunft erhalten. Von ihm wird gesagt, dass er den Wunsch hat, zwei Dinge zu verändern: Zeiten und Gesetze.

* Anmerk. Übersetzerin: Der Begriff 'Festzeiten' kann im Deutschen zweierlei bedeuten: Die 'Zeit der Feste' (Feiertage) und der festen Zeit (Zeitmaß). Um sicher zu sein, welche Bedeutung hier gemeint ist, ist es hilfreich, die englische Fassung anzuschauen, worin es heißt: 'change the set times...', was sich deutlich auf das Zeitmaß bezieht. Allerdings ist in diesem Zusammenhang wesentlich, dass gleichzeitig die 'Festzeiten' in Mitleidenschaft geraten (Weihnachten, Ostern etc. - also die christlichen Feiertage), welche Säulen im Jahreslauf darstellen und unseren Kalender und das Zeitgefühl bestimmen. Man beachte hierzu auch den ständigen Ruf nach Einführung islamischer Feiertage (Ramadan) sowie das Weglassen der christlichen Feiertage im EU Jugendkalender 2011, angeblich weil man sie vergessen hat. Siehe dazu:

http://www.rp-online.de/panorama/ausland/EU-Kommission-vergisst-Weihnachten_aid_951990.html http://www.bild.de/BILD/politik/2011/01/12/eu-irrsinn-schueler-kalender-weihnachten/nicht-verzeichnet.html

Nun haben wir bereits erfahren, dass der Mahdi weltweit die Gesetze durch Einführung der Shari'a, dem Gesetz Allahs, verändern wird, allerdings haben wir in islamischer Tradition keine Hinweise auf sein Ansinnen auf Änderung der Zeiten. Aber wer, außer einem Muslim, hätte ein Anliegen daran, die Zeiten und Gesetze zu ändern? Neben dem im Westen angewandten gregorianischen Kalender gibt es u.a. auch einen jüdischen, hinduistischen und muslimischen Kalender. Juden und Hindus wären wohl kaum daran interessiert, dem Rest der Welt ihre religiösen Gesetze und Kalender aufzudrängen. Der Islam allerdings hat seine eigene religiöse Gesetzgebung und einen eigenen Kalender, und beide würde er gerne der Welt aufzwingen. Der islamische Kalender basiert auf der Karriere Mohammeds. Er beginnt mit dem Auszug (Hijra) Mohammeds aus Mekka (nach Medina). Der islamische Kalender muss von allen Muslimen befolgt werden. Dr. Waleed Mahanna formuliert die Stellung des islamischen Hijra Kalenders für Muslime so:

Es wird als heilige Sache angesehen, einen (Hijra) Kalender mit zwölf reinen Mondmonaten ohne Einschiebungen, wie es aus dem Heiligen Koran ersichtlich ist.10

Der Islam sieht es als allerhöchste heilige Pflicht an, sich an dem einzigartigen religiösen Kalender [mit seinen islam. Festlichkeiten; Übersetzerin] zu orientieren. Darüber hinaus folgt er auch dem Rhythmus einer eigene Woche, die sich von unserer westlichen Woche unterscheidet. In der westlichen Welt sind von Montag bis Freitag die Arbeitstage festgelegt, gefolgt von Samstag und Sonntag, die sowohl nach jüdisch als auch christlicher Tradition als Gebetstage reserviert sind. Der Freitag gilt den Muslimen als heiliger Gebetstag. An diesem Tag versammeln sie sich in der Moschee, um zu beten und eine Predigt zu hören.

Es ist daher ganz plausibel, dass die biblische Beschreibung in Bezug auf das Ansinnen des Antichristen, die Zeiten und Gesetze zu ändern, auf einen Moslem hinweist. Beim Betrachten des Gesamtbildes nämlich passt lediglich der Islam in das System, das all diese Dinge erfüllt: ein eigener Kalender und ein eigener Wochenrhythmus, welche die religiöse Geschichte miteinbeziehen sowie eine religiöse Gesetzgebung. Alle sollen laut islamischer Lehre der gesamten Welt auferlegt werden.

Der Reiter auf weißem Pferd

Die letzte markante Ähnlichkeit zwischen dem Antichristen und dem Mahdi ist die, dass beide Gestalten mit einer biblischen Passage in Verbindung gebracht werden, die einen Reiter auf weißem Pferd beschreiben - was zwar durchaus möglich, jedoch wahrscheinlich eher symbolisch gemeint ist. Erstaunlich ist, dass die Herkunft der biblischen Tradition des Antichristen auf weißem Pferd und die islamische Tradition des Mahdi auf weißem Pferd der gleichen Passage in der Bibel entstammen.

Die Basis hierfür ist das sechste Kapitel des Buches der Offenbarung. Hier beschreibt der Apostel Johannes seine geistige Schau von der Entfaltung der Ereignisse, die den Anfang der Letzten Tage einläuten. Es ist das Bild von Jesus, der eine Rolle hält, an deren Außenseite sich sieben wächserne Siegel befinden. Das Brechen jedes der einzelnen Siegel bedeutet ein bestimmtes Ereignis während der Letzten Tage: "Und ich sah: Als das Lamm [Jesus] das erste der sieben Siegel öffnete, hörte ich eines der vier Lebewesen wie mit Donnerstimme rufen: Komm! Da sah ich: Ein weißes Pferd, und er, der auf ihm saß, hatte einen Bogen, und es wurde ihm ein Kranz gereicht und als Sieger zog er aus um zu siegen (Offenbarung 6:1-2).

Die Siegel, die auf den Reiter folgen, sind:

  1. Friede wird der Welt genommen

  2. Hungersnöte

  3. Plagen und Tod

  4. Verfolgung und Märtyrertum des Volk Gottes

  5. Ein großes Erdbeben

  6. Der Zorn Gottes

Wir sehen also, dass, beginnend vom Erscheinen des Reiters an, die Welt in freiem Fall ins Chaos stürzt. Die Interpretation, die viele Bibelgelehrte auf diese Passage beziehen ist folgende: Das weiße Pferd ist eine Imitation des weißen Pferdes, das Jesus bei seiner Wiederkunft reiten wird (Offenbarung 19:11), eine nachgeahmte Jesusfigur sozusagen, ein falscher Jesus - eben ein Antichrist. Der Bogen ohne Pfeile, den der Reiter trägt, repräsentiert ein falsches Friedensversprechen bei seinem Aufstieg zur Macht. Dies stimmt mit dem falschen Friedensvertrag überein, den der Antichrist zu Beginn des sieben Jahre währenden Herrschaftszeitraums mit Israel aushandelt. Seine Krone bezieht sich offenbar auf Autorität und Führungskraft, seine Motivation und Intention aber ist die Eroberung. Im Angesicht der Identität und Aktivität des Reiters verwundert es nicht, dass die darauf folgenden Ereignisse kein Zeitalter des Friedens, sondern das eines apokalyptischen Chaos' einläuten. Anscheinend stellt dies für islamische Gelehrte kein Problem dar, die sich in der Regel - was ihren Umgang mit der Bibel betrifft - willkürlich nach dem Prinzip der freien Wahl bedienen. Wie bereits im vorangegangen Kapitel erwähnt, wird der frühe Hadith-Überlieferer Ka'b al Ahbar folgendermaßen zitiert:

Ich finde, in den Büchern der Propheten ist vom Mahdi die Rede.... Zum Beispiel sagt das Buch der Offenbarung: 'Und ich schaute und erblickte ein weißes Pferd. Er, der auf ihm saß ... ging hin und eroberte.'11

Abschließend sehen wir, dass einige der spezifischsten Merkmale der biblischen Gestalt des Antichristen hinsichtlich Person, Mission und Aktionen zu einem erstaunlichen Grad mit den Beschreibungen des Mahdi nach islamischer Tradition übereinstimmen. Des Weiteren sehen wir auch, dass muslimische Gelehrte in Wirklichkeit Verse aus der Bibel auf ihren ersehnten Retter anwenden, die vom Antichristen handeln. Wenn dies keine Ironie ist - prophetisch ist es allemal.


6. KAPITEL

Der Muslim Jesus

Nach dem Auftreten des Mahdi ist das zweite unter den großen Zeichen die Wiederkehr Jesus Christus.

Christen, die verständlicherweise ihre Liebe zu Jesus zum Ausdruck bringen, sind entzückt über die Aussicht der Muslime bezüglich Seiner Rückkehr. Leider steht der islamische Glaube dem Wesen Jesu und seinen Taten, die er vollbringen wird, wenn er wieder kommt, im drastischen Unterschied zu dem, was Christen glauben.

Das erste, was Christen in Bezug auf den islamischen Glauben verstehen müssen, ist, dass Muslime die Sohnschaft Jesu Christi ablehnen. Nach der islamischen Lehre ist Jesus nicht der in Fleisch gekommene Gott. Zweitens ist Jesus nach islamischem Glauben nie am Kreuz für die Sünden der Menschheit gestorben. Der Koran verneint insbesondere die Kreuzigung Jesu oder dass Er überhaupt je gestorben ist.

Muslime glauben, dass Allah Jesus auf wundersame Weise vom Tod befreite und ihn lebend in den Himmel auffahren ließ, ähnlich der biblischen Erzählung von Elias. Seither ist Jesus bei Allah verblieben und wartet dort auf die Gelegenheit Seiner Wiederkehr zur Erde, um Seine Mission und Sein Leben zu vollenden. Als solcher ist Jesus auch kein 'Heiland'.

Für Muslime ist Jesus lediglich einer von vielen Propheten, die Allah den Menschen gesandt hat.

Den besonderen Titel 'Messias', der sich in der islamischen Tradition erhalten hat, ist essentiell frei jeglicher wirklich biblisch definierten, messianischen Merkmale.

Wie wir bald sehen werden, geht es bei der Wiederkehr Jesu, den heiligen Texten des Islams zufolge, nicht um die Wiederherstellung Israels für das jüdische Volk. Es geht auch nicht um die Erlösung seiner getreuen Nachfolger von der andauernden Peinigung und Verfolgung durch den Antichristen. Um das islamische Konzept der Wiederkehr Jesu zu verstehen, ist vor allem eines wichtig zu begreifen: wenn Er wiederkommt, dann als radikaler Moslem!

Dieses Kapitel bietet einen Überblick der islamischen Traditionen hinsichtlich der Wiederkehr Jesu. Viele der unten stehenden Zitate aus dem Hadith bezeichnen Jesus als Isa. Manchmal verwenden Muslime den Namen Jesus um unseretwillen. Jedoch lautet der Name im Koran Isa (oder Eesa) al-Maseeh (der Messias). Weitere übliche namen sind Hadrat Isa (Ehrenhafter Jesus), Isa bin Maryam (Jesus, Sohn der Maria) oder Nabi Isa (der Prophet Jesus). Einiger dieser Namen können im Verlaufe dieses Kapitels auftreten.

Die Wiederkehr des muslimischen Jesus

Nach heiliger islamischer Tradition wird die Wiederkehr Jesus direkt vor Damaskus geschehen: "Zu dieser Zeit würde Allah den Sohn der Maria senden und am (Ort des) weißen Minarett(s) an der Ostseite Damaskus in zwei leicht mit Saffron gefärbten Gewändern gekleidet hinabsteigen und würde mit seinen Hände die Flügel von zwei Engeln berühren. Wenn er seinen Kopf senkte, fielen Schweißtropfen von ihm, und wenn er ihn hob, würden Tropfen wie Perlen gestreut.1

Der Untergebene des Mahdi

Jesus steigt zu diesem Zeitpunkt hinab (auf die Erde), um die Armee des Mahdi anzutreffen, die dann im Begriff sein wird, sich auf die Schlacht vorzubereiten, gerade rechtzeitig zum Gebet (vor der Schlacht; Übersetzerin): "Die Muslime werden sich noch in der Vorbereitung zur Schlacht befinden. Sicher kommt die Zeit für das Gebet, und dann würde Jesus, Sohn der Maria, hinabsteigen."2

Auf der Grundlage des relevanten Hadith scheinen sich islamische Gelehrte darüber einig zu sein, dass der Mahdi Jesus darum bitten wird, die Gebete zu leiten. Jesus wird diese Aufforderung ablehnen und die Gebetsleitung dem Mahdi überlassen: "Der Prophet Allahs sprach: Ein Teil meiner Leute wird nicht ablassen, für die Wahrheit zu kämpfen bis zum Tag der Auferstehung. Er sagte: Jesus, Sohn der Maria würde dann herabsteigen und ihr (der Muslime) Kommandant (der Mahdi) würde ihn dazu einladen, herbei zu kommen und sie im Gebet zu anzuleiten, aber er würde sagen: Nein, einige unter euch sind Kommandanten über andere.3

Man beachte insbesondere, dass Jesus mit dieser Aussage seinen niedrigeren Status dem Mahdi gegenüber bekennt und hinter ihm beten wird: "Jesus Christus wird das Angebot und die Einladung, die Muslime im Gebet zu leiten, nicht annehmen und sein Gebet hinter dem Mahdi verrichten."4

Jesus wird kommen und hinter dem Mahdi beten und ihm folgen.5

[Jesus] wird dem Mahdi folgen, dem Meister der Zeit, und deshalb wird er sein Gebet hinter ihm darbieten.6

Jesus, der gläubige Moslem

Um seine Identität als getreuer Moslem zu bewahren, wird Jesus nach seiner Wiederkehr die rituelle Pilgerfahrt nach Mekka (Hadj) nicht auslassen: "Der Prophet sagte: Wahrlich, Isa ibn Maryam wird herabsteigen als gerechter Richter und Herrscher. Er wird sich aufmachen zur Hadj, an mein Grab treten und mich grüßen, und selbstverständlich werde ich ihm antworten!"7

Jesus wird das islamische Gesetz bekräftigen

Obwohl der Mahdi als Kalif [Vize-Regent (Allahs)] und als Imam [religiöser Führer] der Muslime Jesus nach islamischer Lehre übergestellt ist, fällt an Jesus nichtsdestotrotz die Rolle des Obersten der muslimischen Gemeinde [Umma]. Der islamischen Tradition zufolge wird seine Aufgabe hauptsächlich darin bestehen, die Institution zu beaufsichtigen und für die Vollstreckung der Shari'a zu sorgen: Ibn Qayyim sagte inManar al-munif, dass... der Mahdi Jesus auffordern wird, die Muslime im Gebet zu leiten. Jesus wird auf Erden verweilen, nicht als Prophet, aber als einer der Ummah des Propheten Muhammad. Muslime werden ihm als Anführer folgen. Nach Shalabi wird der Mahdi die Muslime im Gebet leiten und Jesus wird sie nach dem heiligen Gesetz (Sharia) regieren. 8

Jesus, Sohn der Maria, wird herabsteigen und sie führen und nach dem Heiligen Koran and der Sunna urteilen.9

Jesus, der größte muslimische Missionar

Die islamische Tradition lehrt, Jesus erkläre sich selbst als Muslim und würde daher viele Christen zum Islam führen. Über diejenigen, die nicht zum Islam konvertieren, sagt der Koran, dass Jesus am Jüngsten Tag als Zeuge gegen sie aussagen wird: "Und es gibt keinen unter den Leuten der Schrift [Christen und Juden], der nicht vor seinem Tod daran glauben wird; und am Tage der Auferstehung wird er ein Zeuge gegen sie sein. (Sure 4:159).

Mufti Muhammad Shafi und Mufti Mohammad Rafi Usmani kommentieren den oben genannten Vers in ihrem Buch Signs of the Qiyama (Das Jüngste Gericht/der Jüngste Tag) und The Arrival of the Maseeh (Messias) und erklären, der Satz 'der nicht vor seinem Tod daran glauben wird' bedeutet, dass Christen und Juden ... bestätigen, dass er lebt und nicht gestorben ist, und dass er nicht Gott oder Gottes Sohn ist, sondern (nur) Sein (Allahs) Diener und Gesandter, und Isa (Jesus) wird gegen diejenigen Zeugnis ablegen, die ihn als Sohn Gottes bezeichnet hatten, und zwar die Christen und die, die ihm geglaubt hatten, die Juden.10

Sheik Kabbani, Vorsitzender des Islamic Supreme Council of America, artikuliert die islamische Perspektive in Bezug auf die evangelistische Rolle Jesus, wenn er wiederkehrt: "Wie alle Propheten kam Jesus mit der himmlischen Botschaft von der Unterwerfung an Gott, den Allmächtigen, den Islam. Dieser Vers zeigt, dass bei der Wiederkehr Jesus, er persönlich die Missverständnisse und Missinterpretationen ihn betreffend richtig stellen wird. Er wird die wahre Botschaft, die er in der Zeit als Prophet den Menschen gebracht hatte, bestätigen, und dass er niemals behauptet hatte, der Sohn Gottes zu sein. Darüber hinaus wird er mit seinem zweiten Kommen das nochmals bekräftigen, was er während seines ersten Kommens prophezeit hatte: Zeugnis ablegen beim Siegel des Gesandten, des Propheten Muhammad. Viele Nichtmuslime werden Jesus als Diener Allahs, des Allmächtigen, akzeptieren und als einen Muslim und Mitglied der Gemeinde Mohammeds.11

In diesem Sinne formulieren Al-Sadr und Mutahhari ebenfalls diese Erwartung: Jesus wird vom Himmel hinabsteigen und den Auftrag des Mahdi begleiten. Die Christen und Juden werden ihn sehen und seinen wahren Status erkennen. Die Christen werden sich von ihrem Glauben an ihn als Gottheit abwenden [sicy. 12

Jesus wird das Christentum abschaffen

Es ist von allergrößter Wichtigkeit zu verstehen, dass Jesus - nach islamischer Tradition - nicht kommt, um die meisten Christen zum Islam zu konvertieren, sondern um das Christentum insgesamt abzuschaffen.

Nach einer häufig zitierten Tradition wird Jesus Folgendes tun:

  1. Das Crucifix zerstören (durch Zerbrechen)

  2. Alle Schweine töten

  3. Djyzia abschaffen (Kopfsteuer der Nicht-Muslime an Muslime)

  4. Den Dajjal (muslimische Version des Antichristen) und dessen Nachfolger töten

Der Prophet sprach: Es gibt keinen Propheten zwischen mir und ihm, das ist Jesus. Er wird herabsteigen (auf die Erde) ... Er wird das Kreuz zerbrechen, Schweine töten und die Djiziah abschaffen. Allah wird alle Religionen verdorren lassen, außer dem Islam.13

Das Zerbrechen des Kreuzes, das Schweinetöten sowie das Abschaffen der Djizia (Kopfsteuer) basieren auf dem Glauben, dass Jesus alle anderen Religionen auf Erden eliminieren wird außer dem Islam. Shafi und Usmani erklären, dass das 'Zerbrechen des Kreuzes' das 'Verbot der Verehrung des Kreuzes' bedeute. Durch diese Handlung wird Jesus seine Missbilligung in Bezug auf den aus islamischer Sicht irrigen Glauben zum Ausdruck bringen, er sei am Kreuz gestorben.

Das Töten von Schweinen soll die 'Legitimität des Schweinefleischverzehrs unter Christen als Lüge entlarven'14.

Der Grund für die Abschaffung der Djizia, also der Kopfsteuer, die von Nichtmuslimen an Muslime gezahlt werden muss, damit sie als 'Schutzbefohlene' in einem islamischen Land leben können, unterliegt dem Gedanken, dass bei Jesu Wiederkehr die Djizia nicht länger akzeptiert wird. Die einzige Wahl, die Christen dann bleibt, ist entweder den Islam anzunehmen oder zu sterben.

In Doomsday Portents and Prophecies sagt Sideeque M.A. Veliankode: Jesus, Sohn der Maria, wird sehr bald unter den Muslimen als Richter der Gerechtigkeit herab kommen ... Jesus wird daher nach den Gesetzen des Islams richten ... alle Menschen werden aufgefordert, den Islam bereitwillig anzunehmen. Eine Alternative wird es nicht geben. (Hervorgehobenes vom Autor) 15

In seinem Buch Jesus Will Return unterstreicht sogar Harun Yahaya diesen Glauben: 'Jesus wird während dieser Zeit alle Systeme des Unglaubens beseitigen'16

Muslimische Juristen bestätigen ebenfalls diese Interpretation: Man beachte zum Beispiel die Herrschaft des Ahmad Naqib al-Misri (d. 1386) in The Reliance of the Traveller, das klassische Shafi Handbuch für muslimische Rechtsprechung: "Die Zeit und der Ort [für die Kopfsteuer] ist vor der Rückkehr Jesus. Nach seiner endgültigen Rückkehr wird nichts außer dem Islam von ihnen akzeptiert, denn die Einnahme der Kopfsteuer ist nur gültig, bis Jesus (möge auf ihm und unserem Propheten Friede sein) zurückkehrt (Hervorgehobenes vom Autor). 17

Jesus - Schlächter der Juden

Neben der 'Leistung', das Christentum weltweit abzuschaffen, wird sich Jesus noch einer weiteren Hauptaufgabe widmen, und die besteht in der Tötung des Dajjal, der muslimischen Version des Antichristen. Jesus wird nicht nur den Dajjal töten, sondern auch seine Gefolgschaft, die hauptsächlich aus Juden bestehen soll. Muhammad Ali Ibn Zubair führt dies in seinem Artikel 'Who is the evil Dajjal?' wie folgt aus: "Die Yahudis (Juden) von Isfahaan werden seine Hauptgefolgsleute sein. Neben den vielen Yahudis wird er auch eine große Menge Frauen unter seiner Gefolgschaft haben.18

Veliankode erklärt, dass einer der Hauptgründe für die Wiederkehr Jesus darin liegt, die Juden zu bestrafen wegen der strittigen Angelegenheit, ihn getötet zu haben. Jedoch wird Jesus sie töten, einschließlich ihres Anführers, des Antichristen.' 19

In The Signs of Qiyama (Der Jüngste Tag) beginnt Muhammad Ali Ibn Zubair mit einer Aufzählung der Ereignisse:

Die Schar seiner Gefolgschaft, die Yahudis, wird siebzigtausend sein ... Dann wird Hadrat Isa [Verehrter Jesus] den Dajjal am Tor von Hudd, in der Nähe eines israelischen Flughafens im Tal von 'Ifiq', niederstrecken. Daraus folgt der letzte Krieg mit den Yahudis und die Muslime werden siegreich sein. 20

Wir werden diesen 'letzten Krieg' zwischen den Juden und Muslimen in einem späteren Kapitel genauer unter die Lupe nehmen.

In der Zwischenzeit ist es wichtig, dass, bei der Ausführung des letzten Krieges oder - akkurater ausgedrückt - beim letzten Schlachten, Jesus nach islamischer Tradition der Hauptanstifter sein wird.

Jesus - ein guter muslimischer Familienvater

Nachdem er die Welt zum Islam konvertiert und sowohl die Ungläubigen als auch den Dajjal* mit seiner Gefolgschaft getötet hat, soll Jesus heiraten, Kinder haben und schließlich sterben:

Der Prophet sprach: Es gibt keinen Propheten zwischen mir und ihm, das ist Jesus ... Er wird den Antichristen zerstören und vierzig Jahre auf Erden weilen. Dann wird er sterben. Die Muslime werden ihn preisen. 21

Nach seinem Herabsteigen auf die Erde wird Jesus heiraten. Er wird Kinder haben und auf der Erde verbleiben und neunzehn Jahre nach seiner Hochzeit auf der Erde verweilen. Seine Zeit wird dann gekommen sein, Muslime werden das Gebet für sein Begräbnis sprechen und ihn neben dem Propheten Muhammad begraben. 22

* Anmerkung der Übersetzerin: der Dajjal, eine weitere Gestalt der islamischen Eschatologie, wird in der Fortsetzung näher beschrieben.

Zusammenfassung

Besinnen wir uns noch einmal auf die verschiedenen charakteristischen Merkmale und Aktionen des Muslim-Jesus bei seiner Wiederkehr auf Erden. Jesus:

  1. soll während der letzten Tage in der Nähe einer Moschee in Damaskus zur Erde zurückkehren,

  2. w ird zum Zeitpunkt der Gebetsvorbereitungen des Mahdi und seiner Armee erscheinen,

  3. wird vom Mahdi das Angebot erhalten, das Gebet zu leiten, wird es aber in Ehrfurcht und Anerkennung ob der Führerschaft des Mahdi ablehnen,

  4. wird als Untergebener hinter dem Mahdi das Gebet verrichten,

  5. wird ein wahrer Muslim sein,

  6. wird eine Pilgerreise nach Mekka unternehmen,

  7. wird Mohammeds Grab besuchen und dort salutieren, woraufhin Mohammed diese Salute vom Grab aus erwidert,

  8. wird das Christentum zerstören,

  9. wird die Kopfsteuer/Zwangsabgabe der 'Schutzbefohlenen' (Djyzia) widerrufen. Dann haben Juden und Christen nur noch die Wahl zwischen Konversion zum Islam oder dem Tod,

  10. wird die Shari'a auf weltweiter Ebene errichten,

  11. wird den Antichristen und seine Gefolgschaft töten, die mehrheitlich aus Juden und Frauen bestehen,

  12. wird rund 40 Jahre auf Erden verweilen, heiraten, Kinder haben und schließlich sterben.

Der Muslim Jesus hat also von seiner Natur und seinen Handlungen her gesehen nicht das Geringste mit dem biblischen Jesus gemein. Statt als König und Messias zu kommen und von Jerusalem aus (das neue Jerusalem; Übersetzerin) zu regieren, kommt er, um die Menschheit zum Islam zu konvertieren und diejenigen zu töten, die sich weigern. Anstatt treue Christen und Juden zu retten und zu erlösen, kommt er, um unter ihnen ein Massaker anzurichten. In einem späteren Kapitel schauen wir uns an, was die Bibel über die Wiederkehr Jesu sagt.


7. KAPITEL

Der falsche Prophet und der Muslim Jesus - Ein Vergleich

Beachtenswerterweise erschöpfen sich die Schnittstellen zwischen den biblischen und islamischen Endzeitgeschichten nicht in dem Mahdi und dem Antichristen. Wenn dies so wäre, könnte man die bisherigen Überschneidungen leicht als puren Zufall abtun. Die Parallelen erstrecken sich auf eine weitere Person, die die Bibel als den Falschen Propheten und der Islam als Isa al-Maseeh bezeichnet - Jesus den Messias.

Die Bibel erzählt mittels deutlicher Sprache die Geschichte Satans und seines Plans die verschiedenen Zeitalter betreffend. Die Bibel lehrt, dass Satan nicht nur einen, sondern zwei Männer als Vertreter bzw. Agenten auf Erden aufsteigen lässt, um die Menschen von der Verehrung des wahren Gottes abzulenken. Den ersten Mann, den Satan einsetzen wird, kennen wir bereits. Es ist der Antichrist. Seine Rolle haben wir im fünften Kapitel untersucht. Der zweite ist der Falsche Prophet. In diesem Kapitel werden wir seine Rolle untersuchen.

Das unheilige Gespann des Antichristen und des falschen Propheten

Das Wesen der Beziehung zwischen dem Falschen Propheten und dem Antichristen ist sozusagen durch eine kriminelle Verbindung gekennzeichnet. Erst im letzten Buch der Bibel - der Offenbarung des Johannes - erfahren wir etwas über diesen Falschen Propheten, denn Johannes war der erste Autor der Heiligen Schrift, der durch eine Vision vom Assistenten des Antichristen erfuhr. Im dreizehnten Kapitel der Offenbarung stellt uns Johannes den Mann vor, der zunächst als 'ein anderes Tier' genannt wird, aber im späteren Verlaufe den Namen Falscher Prophet erhält.

"Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen aus der Erde. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache. Es übte die ganze Macht des ersten Tieres vor dessen Augen aus. Es brachte die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier anzubeten ... Es tat große Zeichen, sogar Feuer ließ es vor den Augen der Menschen vom Himmel herabfallen. Es verführte die Bewohner der Erde durch die Zeichen, die es vor dem Tier tun durfte ..." (Offenbarung 13:11-14).

Wir können anhand der oben aufgeführten Passage ein paar wesentliche Dinge über den Falschen Propheten herausfiltern.

Zunächst wird er 'ein Tier' genannt, d.h. er ist - wie der Antichrist - ein von Satan besessenes Wesen. Er ist ein weiterer Handlanger des Drachen, der dessen Willen auf Eden ausübt. Aber anstelle von zehn Hörnern, hat er nur zwei. Die Hörner repräsentieren Autorität. Macht und Autorität des Falschen Propheten sind damit bewiesen, aber längst nicht mit denen des Antichristen vergleichbar, der über zehn Hörner verfügt.

Wir können auch ableiten, dass er Wunder bewirken kann. Unter den vielen Wundern sei eines besonders angesprochen: nämlich seine Fähigkeit, Feuer vom Himmel zu holen. Der Hauptgrund für dieses Vollbringen von Wundern liegt in der Verführungskraft, die auf die Menschen einwirken soll, so dass sie den Antichristen anbeten und sich von ihm führen lassen. Die beiden werden als Team dargestellt, das einer [geschäftlichen] Partnerschaft ähnelt und ein gemeinsames Ziel verfolgt: Betrug, Verführung und Ablenkung des Glaubens an Yahweh, den Gott der Bibel.

Das unheilige Gespann des Mahdie und des Muslim Jesus

Auch in den islamischen Erzählungen über die Endzeit finden wir keine Einzelperson, die die Welt rettet, sondern ein Team, bestehend aus dem Mahdi und dem Muslim Jesus. Wie im Falle des Antichristen und des Falschen Propheten nimmt eine der beiden Gestalten eine unterstützende Rolle ein, während die andere führt.

Obwohl der Mahdi ganz klar als der 'Vizeregent (Kalif) Allahs'1 beschrieben wird, tritt Jesus für 'den Auftrag des Mahdi' 2 ein und 'folgt ihm.'3 Die Allianz zwischen dem Mahdi und Jesus ist das eines Führers und eines Untergeordneten. Und wir werden weiterhin sehen, dass diese Allianz eine Unheilige ist, besonders dann, wenn Sie kein Moslem sind und auch nicht im Begriff sind, einer zu werden. Falls das so ist, sind Sie dem Tode geweiht, schlicht und ergreifend.

Der Muslim Jesus ist eine verdrehte Version des biblischen Jesus, der einst sagte: "Denn ich bin vom Himmel herab gekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen desjenigen, der mich gesandt hat. Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, verliere, sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat und dass ich ihn aufwecke am Jüngsten Tag. (Johannes 6:38-40).

Anstatt aber für den Auftrag des Vaters einzutreten, tritt der Muslim Jesus für den Auftrag des Mahdi ein. Statt seine Anhänger, die der Vater unter seine Aufsicht gestellt hat, zu erlösen, ist der Muslim Jesus ein Schlächter derjenigen, die den biblischen Worten Jesus treu geblieben sind. Der Muslim Jesus ist nicht der milde und doch starke Schafhirte des Evangeliums, sondern der Wolf selbst, der sich einen Schafspelz umgehängt hat.

Der falsche Apostel als oberster Vollstrecker des Antichristen

Jener [der Gesetzlose] kommt in Satanskraft und großer Macht, mit Lügenzeichen und Scheinwundern, mit allerlei Verführungskünsten zur Ungerechtigkeit für alle, die verloren gehen, zur Strafe dafür, dass sie die Liebe zur Wahrheit, die sie retten sollte, nicht angenommen haben. Deswegen schickt ihnen Gott die Macht der Verführung, so dass sie der Lüge glauben; sie alle sollen dem Gericht verfallen, die nicht der Wahrheit geglaubt, sondern die Ungerechtigkeiten gebilligt haben (2 Tessalonicher 2:9-12).

Dann sah ich ein anderes Tier aufsteigen aus der Erde ... Es tat große Zeichen, sogar Feuer ließ es vor den Augen der Menschen vom Himmel herabfallen" (Offenbarung 13:11, 12)

Die Bibel berichtet an dieser Stelle, dass der Falsche Prophet mit allerhand 'Lügenzeichen und Scheinwundern' daherkommt. Er wird großartige, wundersame Zeichen vollbringen: 'Es [das zweite Tier] tat große Zeichen, sogar Feuer ließ es vor den Augen der Menschen vom Himmel herabfallen. Es verführte die Bewohner der Erde durch die Zeichen ...' Als aber die wunderwirkende Macht nicht ausreicht, auch die letzten Unbeugsamen auf Erden zu konvertieren, wirkt sein Antrieb dahin, ein System zu errichten, das den Bewohnern der Erde nur zwei Optionen lässt: entweder den Antichristen zu verehren oder zu sterben.

Der Falsche Prophet soll eine Art Bild erstellen, möglicherweise ein Götzenbildnis oder eine Statue, die mit der Fähigkeit zu 'sprechen' ausgestattet ist. Wie genau dieses Ding aussehen wird, bleibt abzuwarten:

Es wurde ihm [dem Falschen Propheten] Macht gegeben, dem Standbild des Tieres Lebensgeist zu verleihen, damit das Bild des Tieres sogar sprechen konnte und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Standbild des Tieres nicht anbeteten (Offenbarung 13:15).

Etwas äußerst Merkwürdiges hat es mit diesem Bild auf sich, das sprechen und bewirken kann, dass diejenigen getötet werden, die es nicht anbeten. Fast klingt es so, als werde dieses Bild an sich die Fähigkeit haben, das Gesetz des Falschen Propheten zu vollstrecken, wenn denn von ihm die Befähigung ausgeht, Menschen zu töten.

Dies scheint mit dem berüchtigten 'Mal des Tieres' verknüpft zu sein, das Teil des Systems ist. Alle Bewohner der Erde, groß und klein, reich und arm, Freie und Sklaven*, werden gezwungen sein, ein Mal auf der rechten Hand und auf der Stirn zu erhalten, so dass niemand kaufen oder verkaufen kann, der das Mal nicht besitzt, welches dem Namen des Tieres oder der Zahl seines Namen entspricht (Offenbarung 13:17).

Biblisch gesehen, ist der Falsche Prophet der Vollstrecker des globalen, [totalitären] Verehrungskults des Antichristen. Stellen Sie sich für einen Augenblick einen Wunder wirkenden Evangelisten vor, komplett vom Teufel besessen, der ein 'Nein' als Antwort selbst bei Androhung des Todes nicht akzeptiert. Genau so einer wird der Falsche Prophet sein.

* Bedeutsam ist auch die Tatsache, dass es in der arabischen Welt bis zum heutigen Tage Sklaven gibt und Menschen weiterhin versklavt werden, vornehmlich Schwarzafrikaner. Es handelt sich also keinesfalls um ein 'altertümliches' Phänomen (Anmerkung; Übersetzerin).

Der Muslim Jesus als oberster Vollstrecker des Mahdi

Der Falsche Muslim Jesus in der islamischen Tradition wird ebenso als größter Evangelist beschrieben, den die Menschheit jemals zu Gesicht bekommt. Er passt exakt auf die Beschreibung des Falschen Propheten! Wir sehen, dass der Falsche Muslim Jesus, wie eben auch der Falsche Prophet, kommt, um die Welt des Christentums zur Konversion einer neuen Religion zu bewegen. Im Falle des Muslim Jesus handelt es sich dabei um den Islam:

Wenn Jesus wiederkehrt, wird er persönlich die Irrlehre und die Missinterpretationen hinsichtlich seiner eigenen Person zurechtrücken. Er wird die wahre Botschaft, die er zu seiner Zeit als Prophet verkündet hatte, bekräftigen und dass er nie behauptet habe, der Sohn Gottes zu sein. Darüber hinaus wird zur Zeit seines zweiten Kommens dasjenige wieder bekräftigen, was er zur Zeit seines ersten Erscheinens prophezeit hatte: Zeugnis ablegen für das Siegel der Gesandten, des Propheten Muhammad.

Zur Zeit seines zweiten Erscheinens werden viele Nicht-Muslime Jesus als Diener des Allmächtigen Allahs annehmen, als einen Moslem und ein Mitglied der Gemeinschaft Muhammad.4

Dieser Beschreibung zufolge basiert Jesus' 'Konvertierungsmacht' schlicht auf der Überredungskunst seiner Worte, Gegenwärtigkeit und Handlungen und nicht Wundern. Allerdings lehnt der Muslim Jesus 'Nein' als Antwort ab, ebenso wie der Falsche Prophet. An der Seite des Mahdi errichtet er die Shari'a auf globaler Ebene, wobei er gleichzeitig die Djizia (Kopfsteuer) abschafft, die Nicht-Muslime in der Geschichte der Islamisierung als 'Schutzgeld' zahlen konnten, so wie es Mafia Bosse bei Geschäften abverlangen, die in ihrem Gebiet getätigt werden. Nachdem die Djizia abgeschafft ist, 'werden alle Menschen den Islam bereitwillig annehmen, denn eine Alternative wird es nicht geben.'5 Aber was ist mit denen, die nicht bereit sind, zu konvertieren? Dann werden sie die Führer der 'Religion des Friedens, wie wir gesehen haben, hinrichten.

Der falsche Prophet als Henker

Die Bibel vermittelt uns Informationen über die Motive hinter dem Plan des Falschen Propheten, als er das Standbild zu Ehren des Tieres gestalten lässt: "Es [der Falsche Prophet] überredete die Bewohner der Erde, für das Tier, das die Schwertwunde empfangen hatte und doch wieder zum Leben kam, ein Standbild anzufertigen. Es wurde ihm Macht gegeben, dem Standbild des Tieres Lebensgeist zu verleihen, damit das Bild des Tieres sogar sprechen konnte und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Standbild des Tieres nicht anbeteten (Offenbarung 13:14,15).

An späterer Stelle findet sich noch eine Passage, die besagt, wie diese Menschen sterben werden: "Ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen mit dem Beil hingerichtet worden waren und die weder das Tier noch sein Standbild angebetet, noch das Kennzeichen auf ihrer Stirn und ihrer Hand angenommen hatten. (Offenbarung 20:4).

Die Bibel sagt, dass jene, die sich weigern, dem vom Falschen Propheten und dem Antichristen errichteten System folge zu leisten, sterben werden. Der spezifische Tod, den die Bibel in diesem Zusammenhang nennt, ist das Köpfen. Wir werden dieses Thema in einem späteren Kapitel detaillierter betrachten. Der Falsche Prophet wird der grausamste Henker sein, den die Welt je gesehen hat.

Der Muslim Jesus als Henker

Und wie sieht es mit dem Muslim Jesus aus? Wie anders ist er? Wir haben schon erfahren, dass den islamischen Traditionen zufolge der Muslim Jesus die Djizia abschaffen wird und somit insbesondere für Christen und Juden zwei Optionen übrig lässt: sich dem Islam zu unterwerfen oder hingerichtet zu werden.

Jesus, Sohn der Maria, wird sehr bald unter den Muslimen als Richter der Gerechtigkeit herabkommen... Jesus wird daher nach den Gesetzen des Islams richten... Alle Menschen werden aufgefordert, den Islam bereitwillig anzunehmen. Eine Alternative wird es nicht geben.6

Wir haben auch gesehen, wie in islamischen Traditionen Jesus als ein Anführer einer Armee gezeichnet wird, die Zehntausende von Juden aufgrund der Behauptung, sie folgten dem 'Dajjal', abschlachten wird.

Die Zeit und der Ort [für die Kopfsteuer] ist vor der Rückkehr Jesus. Nach seiner endgültigen Rückkehr wird nichts außer dem Islam von ihnen akzeptiert, denn die Einnahme der Kopfsteuer ist nur gültig, bis Jesus zurückkehrt (Hervorgehobenes; Autor).7

Die Yahudis (Juden) ... werden seine Hauptgefolgschaft sein.8

Hadrat Isa [Verehrter Jesus] wird den Dajjal am Tor von Hudd, in der Nähe eines israelischen Flughafens im Tal von 'Ifiq', niederstrecken. Daraus folgt der letzte Krieg mit den Yahudis und die Muslime werden siegreich sein.9

In der Letzten Stunde werden Muslime gegen Juden kämpfen. Da die Juden ein Bestandteil der Armee des Dajjal sind und Muslime die Soldaten des Propheten Jesus, werden sie gegeneinander kämpfen, und die Muslime werden siegreich sein bis selbst ein Stein oder ein Baum sagen wird: Komm her, Muslim, hinter mir versteckt sich ein Jude, töte ihn.10

Sowohl der Falsche Prophet als auch der Muslim Jesus sind als Gestalten beschrieben, die ein gesetzliches System einführen werden, das zu Massenhinrichtungen unter denjenigen führt, die sich dieser neuen Weltreligion widersetzen.

Unter dem Schafspelz verbirgt sich ein

Wir alle kennen den Spruch 'Wolf im Schafspelz'. Die meisten Menschen wissen nicht, dass er von Jesus stammt. Interessanterweise wies Jesus zur damaligen Zeit, als er dies aussprach, auf falsche Propheten hin.

Der genaue Wortlaut heißt nämlich: 'Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind.' (Matthäus 7:15).

Ebenso beschreibt der Evangelist Johannes den falschen Propheten, dem alle anderen falschen Propheten lediglich vorangehen, so: 'Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber redete wie ein Drache' (Offenbarung 13:11).

Dies bedeutet, dass der Falsche Prophet als mild, gütig und 'lammhaft' erscheint, aber innerlich von Satan besessen ist. Er wird mit Betrug, Mord, Rage und Hass erfüllt sein. Seine Aufgabe wird darin bestehen, so viele Menschen wie möglich mittels Betrug dazu zu bewegen, den Drachen zu verehren.

Die Erscheinung des Falschen Propheten als 'ein Lamm' könnte auch daraufhin deuten, dass der Falsche Prophet von sich behauptet, das Lamm Jesus Christus zu sein (Johannes 1:36; Offenbarung 5:6, 13). Dies ergibt durchaus Sinn, wenn wir uns ein wenig genauer die Warnung Jesus an seine Jünger, wie sie im 24. Kapitel des Matthäus Evangelium geschrieben steht, anschauen. Wiederholt warnt Jesus seine Jünger vor den vielen falschen Propheten, die während der letzten Tage auftauchen werden. Allerdings sagt Er bei der ersten Warnung, als sie Ihn fragen, wie die letzten Tage vor Seiner Wiederkehr aussehen: 'Seht zu, dass euch niemand irreführt. Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Messias!, und sie werden viele in die Irre führen' (Matthäus24:4-5).

Obwohl ich nicht glaube, dass jeder auftretende falsche Prophet von sich behaupten wird, Christus zu sein, lässt sich aus der Passage erkennen, dass einige es tun werden. Und wenn der Falsche Prophet der Offenbarung der Archetypus für alle anderen falschen Propheten ist, ist es nur plausibel davon auszugehen, dass der Falsche Prophet sehr wohl von sich behaupten könnte, der Christus zu sein. Dies ist natürlich ein perfekter und brillanter (wenngleich böser) Plan. Wen könnte man sich als besseren Propagandaminister und Zuspieler vorstellen, als einen, von dem viele auf der Welt glauben, er sei der Christus?

Zusammenfassung

Muslime lieben es geradezu, Jesus als ein missionarisches Mittel unter Christen einzusetzen. Zahlreiche muslimische Bücher lobpreisen die Größe Jesu und drücken eine tiefe Liebe zu Ihm aus. Auf einer muslimischen Internetseite wird gar behauptet 'Jesus führte mich zum Islam'. Muslime benutzen Jesus als Verführungsmittel, um Christen zu verführen und sie von der Wahrheit des Islam zu überzeugen. Der beworbene Jesus des Islam unterscheidet sich jedoch erheblich von dem kommenden Muslim Jesus, der sein wahres Gesicht und seine wirkliche Identität als radikalster aller fundamentalistischen Moslems offenbaren wird. Der Jesus, der kommen wird, lässt Osama Bin Laden wie ein unschuldiger Junge erscheinen. Er wird als einer beschrieben, der das islamische Gesetz auf weltweiter Ebene einführen und das Töten eines jeden Menschen legitimieren wird, der sich weigert, den Islam anzunehmen. Er wird beschrieben als jemand, der kommt und die Armee führt, die Zehntausende Juden abschlachtet, weil man von ihnen behauptet, sie folgten dem 'Dajjal'. Wenn jemals eine Person auf Erden existieren wird, die man zurecht als 'Biest' beschreiben könnte, dann passt diese Beschreibung auf den Muslim Jesus.

Muslime ersehnen das Kommen eines Mannes, der von sich behaupten wird, Jesus Christus zu sein. Er würde so harmlos wie ein Lamm erscheinen. Sollte es tatsächlich je solch einen Mann geben, wird er - nach islamischer Tradition - von sich behaupten, die vergangenen 2000 Jahre lebendig im Himmel [an der Seite Allahs] wartend verbracht zu haben und zum Zwecke der Vollendung seiner Mission zur Erde zurückgekehrt zu sein. Solch ein Mann wäre in jedem Fall ein Lügner - ein wahrer Schüler seines Meisters, dem Vater der Lüge. Er würde kommen, um die brennendste aller Sehnsüchte Satans zu erfüllen: die gesamte Menschheit dazu zu verführen, ihn zu verehren oder sie abzuschlachten und auszulöschen, wenn sie sich weigern. Durch die Bibel erfahren wir, dass Satan zu diesem Zweck den Falschen Propheten einsetzen und ermächtigen wird. Die biblische Gestalt des Falschen Propheten und die islamischen Beschreibungen des Muslim Jesus sind quint essentiell identisch.


8. KAPITEL

Al-Maseeh Ad-Dajjal: Der Antichrist im Islam

Bei der dritten Hauptfigur der islamischen Eschatologie geht es um einen Mann, dessen voller Name Al-Maseeh (der Messias) Ad-Dajjal (der Lügner/Betrüger) lautet, also 'der Lügenmessias'. Er ist eine bizarre Figur, die mit noch fantastischeren Darstellungen und Geschichten beschrieben wird, als die des Mahdi und des Muslim Jesus. Zahlreiche Hadithe beinhalten Beschreibungen des Dajjal. Wir werden uns lediglich die wichtigsten und häufigsten von ihnen näher anschauen, um einen Überblick von dieser mysteriösen und merkwürdigen Gestalt zu erhalten.

Der große Betrüger

Der Dajjal wird als ein Betrüger beschrieben, der über wundersame Kräfte verfügt und vorübergehend die Macht über die Welt innehaben wird:

Der Prophet hat uns davor gewarnt, dass es in den Letzten Tagen jemanden geben wird, der die gesamte Menschheit betrügt. Der Dajjal wird Macht über diese Welt haben. Daher müssen sich Muslime davor hüten, zuviel weltliche Leidenschaft in ihren Herzen zu hegen, so dass sie sich nicht von ihrem Glauben abwenden und ihm folgen. Er wird in der Lage sein, Kranke zu heilen, indem er seine Hand über sie streicht, wie es Jesus tat, aber mit diesem Betrug wird der Dajjal die Menschen auf den Pfad zur Hölle führen. Daher ist der Dajjal der falsche Messias oder Antichrist (Maseeh ad-Dajjal). Er wird vorgeben, der Messias zu sein und die Menschen in die Irre leiten, indem er diese wundersame Macht zur Schau stellt.1

Auf einem Auge blind

Der am häufigsten zitierte Verweis auf den Dajjal ist der, in dem es heißt, er sei auf einem Auge blind. Aus den Hadithen geht allerdings nicht einheitlich hervor, um welches Auge es sich handelt:

In der Gegenwart der Menschen hat Allahs Gesandter vom Dajjal gesprochen und gesagt: Allah ist nicht einäugig und seht, der Dajjal ist auf dem rechten Auge blind. Dieses Auge sei wie eine schwimmende Traube.2 (Hervorgehobenes; Autor)

Allahs Gesandter sprach: Dajjal ist auf dem linken Auge blind durch dickes Haar, und es wäre ein Garten und Feuer in ihm, und sein Feuer wäre ein Garten und sein Garten Feuer.3

Ungläubiger

Manches Mal heißt es, das Wort 'Ungläubiger' (kaafir) stünde zwischen den Augen des Dajjal geschrieben, möglicherweise auf seiner Stirn, jedoch würde dieses Wort ausschließlich für gläubige Muslime lesbar sein:

Allahs Gesandter sagte: Dajjal ist auf einem Auge blind und es steht das Wort 'kaafir' zwischen seinen Augen. Daraufhin nannte er die Buchstaben k. f. r., aus denen jeder Muslim die Bedeutung lesen könne.4

Es ist sehr wichtig, dass dieses Wort 'kaafir' nur für den Gläubigen lesbar sein wird, ob nun alphabetisiert oder nicht. Ungläubige, egal ob aus 'Oxford' oder 'Harvard', werden es nicht lesen können.5

Falscher Wunderwirker

Skeik Kabbani beschreibt einige der wunderwirkenden Kräfte des Dajjal:

"Der Dajjal wird die Macht des Teufels innehaben. Er wird die Muslime terrorisieren, um sie dazu zu bewegen, ihm zu folgen und zum Unglauben überzutreten. Er wird die Wahrheit verdecken und Falschheit verbreiten. Der Prophet sagte, dass der Dajjal die Macht besitzen wird, das Bild verstorbener Angehöriger auf seiner Hand erscheinen zu lassen, etwa wie bei einem Fernsehbildschirm. Der Verstorbene wird sagen: 'Oh mein Sohn! Dieser Mann hat Recht. Ich bin im Paradies, weil ich immer gut gewesen bin und an ihn geglaubt habe.' In Wirklichkeit aber befindet sich der betreffende Angehörige in der Hölle. Wenn ein Angehöriger sagt, 'Glaube diesem Mann, ich bin in der Hölle, weil ich nicht an ihn geglaubt habe,' so muss man antworten: 'Nein, das ist eine Lüge, er ist im Paradies.'6

Der Prophet sagte: Der Dajjal wird zu einem Beduinen sagen: 'Was sagst du, wenn ich deinen Vater und deine Mutter wieder lebendig mache? Wirst du bezeugen, dass ich dein Herr bin?' Der Beduine wird sagen: 'Ja.' Also werden zwei Teufel die Erscheinung des Vaters und der Mutter annehmen und sagen: 'Oh mein Sohn, folge ihm, denn er ist dein Herr .. .'7

Der Dajjal wird von sich behaupten, er sei Jesus Christus und von Gott

Die obigen Traditionen zeigen, dass die trügerischen Zeichen des Dajjal die Menschen zu dem Glauben verführen sollen, in ihm ihren eigentlichen 'Herrn' zu sehen. Muslimische Gelehrte haben daraus den Schluss gezogen, der Dajjal würde von sich behaupten, er sei von Gott.

Dem wohl bekannten Gelehrten Abu Ameenah Bilal Philips zufolge 'wird der Dajjal von sich sagen, er sei Gott'.8

Obwohl es keine spezifischen Traditionen gibt, die dies direkt besagen, leiten die meisten Muslime daraus ab, dass der Dajjal nach islamischer Tradition der falsche jüdische Messias ist und würde für sich den Namen Jesus Christus beanspruchen.

Der Dajjal und sein wundersamer Maulesel

Der muslimische Gelehrte Ali ibn Zubair Ali sagt vom Dajjal Folgendes: 'Er wird mit großer Geschwindigkeit umherreisen; man wird ihn an einem riesigen Maulesel erkennen ... Er wird die gesamte Welt umreisen.'9 So befremdlich dies klingt, es erinnert sachte an Jesus, den Messias, als er während der letzten Woche seiner Mission ebenfalls auf einem Esel reitend nach Jerusalem kam.

Städte der Zuflucht vor Dajjal

Es heißt, es gäbe drei Städte, die der Dajjal nicht betreten dürfe: Mekka, Medina und Damaskus. Muslimen wird angeraten, diese Städte als Zufluchtsorte vor dem Dajjal aufzusuchen:

Der Prophet sagte: 'Ad-Dajjal wird nach Medina kommen und finden, dass die Engel sie bewachen. So werden weder Dajjal noch die Seuchen in ihre Nähe kommen, Inshallah.'10

Das Kommen des Antichristen (Dajjal) muss in den Letzten Tagen erfolgen. Dieses gräuliche Ereignis zieht heran, und während dieser Zeit sind nur drei Städte sicher: Makka, Madina und Sham (Damaskus). Wenn jemand zu dieser Zeit sicher sein will, wird er diese Städte aufsuchen müssen.11

Mit Ausnahme dieser drei Orte, wird der Dajjal in jede einzelne Stadt und in jedes einzelne Dorf auf der Welt eindringen, um jeden Menschen zu testen und ihn möglicherweise in die Irre zu führen.12

Sure des Schutzes

Muslime glauben, dass, wenn sie einen bestimmten Abschnitt des Korans auswendig können, sie vor dem Dajjal geschützt sind, wie etwa durch ein verbales Amulett, das vor dem Bösen schützt:

Wenn der Dajjal auf jemanden zukommt, der die ersten zehn Verse der Surat al Kahf (die Kuh) auswendig aufsagen kann, wird er ihm nichts anhaben können. Und wer die letzten Verse dieser Sure auswendig kennt, wird am Tag des Jüngsten Gerichts von Licht erfüllt sein.13

Der Dajjal - umgeben von Juden und Frauen

Auf der Basis islamischer Traditionen glauben Muslime, dass der Dajjal ein Jude sein wird. Der Titel eines Buches des muslimischen Autors Matloob Ahmed Qasmi 'Emergence of the Dajjal, the Jewish King'* könnte dies nicht deutlicher machen. Imam Sheikh Ibrahim Mahdi von der Palestinian Authority formulierte die islamische Perspektive in Bezug auf die Erwartung des jüdischen Volkes ganz treffend in einer seiner Predigten:

Die Juden ersehnen den falschen jüdischen Messias, während wir mit Allahs Hilfe den Mahdi und Jesus, Friede sei auf ihm, ersehnen. Die reinen Hände Jesus werden den falschen jüdischen Messias töten. Wo? In der Stadt des Herrn, in Palästina. Palästina wird, wie in der Vergangenheit, ein Grab für die Eindringlinge sein.14

Der christlich-arabische Gelehrte Samuel Shahid sagt in seiner wissenschaftlichen Studie über islamische Eschatologie, dass der Dajjal 'die Verkörperung jüdischer Hoffnung und Sehnsucht' sei.15

Wie im letzten Kapitel bereits erwähnt, wird die Gefolgschaft des Dajjal in erster Linie aus Juden und Frauen bestehen. Es heißt nämlich, Frauen seien ignorant und leicht zu verführen. Veliankode behauptet: 'In der Zwischenzeit werden auch Frauen, aufgrund ihres Nichtgewahrsams und ihrer Unwissenheit gegenüber dem Islam, der abweichenden Linie des Antichristen verfallen.'16

Geschlagen durch die Hand des Muslim Jesus

Wie aus dem letzten Kapitel 8 hervorgeht, wird der Muslim Jesus den Dajjal und seine Nachfolger töten:

Der gesandte Allahs sagte: ... Die Zeit des Gebets wird kommen, und dann wird Jesus, Sohn der Maryam, herabsteigen und sie beim Gebet leiten. Wenn der Feind Allahs (Dajjal) ihn sähe ... würde Allah sie durch Seine (Jesus') Hand töten und ihnen ihr Blut auf Seiner Lanze zeigen.17


9. KAPITEL

Der Biblische Jesus und der Dajjal - Ein Vergleich

Die dritte bemerkenswerte Parallele zwischen biblischer und islamischer Eschatologie ergibt sich aus der Figur des Dajjal, des islamischen Antichristen. Trotz aller wilden und fantastischen Darstellungen des Dajjal, sind dennoch Beschreibungen einer Person vorhanden, die von sich behaupten wird, Jesus Christus, der jüdische Messias und von Gott zu sein. Er wird Israel gegen den Mahdi und den Muslim Jesus verteidigen und wird viele Menschen dazu veranlassen, dem muslimischen Glauben abzuschwören.

Obwohl ich persönlich nicht daran glaube, dass jemals eine Gestalt auf die Welt kommt, die - wie der islamische Glauben suggeriert - ein auf einem Auge blinder Betrüger ist und die Welt auf einem riesigen Maulesel umreiten wird, glaube ich, dass tatsächlich Jesus Christus kommt, und zwar der echte Jesus. Und dieser wird in vielerlei Hinsicht den wichtigsten Merkmalen des islamischen Dajjal entsprechen.

Die Wiederkunft von Jesus Christus

Der wahre Jesus wird tatsächlich als der göttliche Verteidiger Israels, seines Volkes und seiner geistigen Nachkommenschaft, der Christen, kommen. Sollten die islamischen Prophezeiungen tatsächlich mit der Entfaltung biblischer Prophezeiungen verknüpft sein, können wir davon ausgehen, dass es ein Teil der Strategie des Bösen ist, der Glaubwürdigkeit der Wiederkunft Christi den Boden zu nehmen, nämlich indem vorgegaukelt wird, die wahre religiöse Weltherrschaft sei zu jenem Zeitpunkt bereits vorhanden und zwar verkörpert durch den Falschen Propheten. Sollte dies der Fall sein, werden Muslime weltweit den wahren Jesus mit dem Dajjal in Verbindung bringen, dem islamischen Antichristen. Die Überzeugung der Muslime wird insbesondere darin begründet liegen, dass die überlebenden Juden dieser Welt Jesus als ihren Messias anerkennen werden. Mindestens sechshundert Jahre vor der Entstehung des Islam beschrieben Propheten und Jünger das Ereignis der Wiederkehr Jesu nach Israel und der Verteidigung gegen seine Feinde sowie Seine Anerkennung unter den Juden: "An jenem Tag gehe ich daran, alle Völker zu vernichten, die gegen Jerusalem anrücken. Aber über das Haus David und die Bewohner Jerusalems werde ich den Geist des Erbarmens und des Gebets ausgießen, und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. Ihn werden sie betrauern, wie man trauert um den einzigen Sohn, und bitter um ihn klagen, wie man um den Erstgeborenen klagt" (Sacharja 12:9, 10)

Siehe, es kommt ein Tag für den Herrn, . Doch dann wird der Herr ausziehen und gegen diese Völker kämpfen, wie er schon immer gekämpft hat am Tag der Schlacht. Seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der im Osten gegenüber von Jerusalem liegt (Sacharja 14:1, 3, 4; Hervorgehobenes; Autor).

... Und dann wird ganz Israel das Heil erlangen, wie geschrieben steht: Kommen wird aus Zion der Retter und die Gottlosigkeit aus Jakob wegschaffen (Römer 11:26).

Schädigt weder Land noch Meer noch Bäume, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf ihre Stirn gedrückt haben. Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: einhundertvierundvierzigtausend Versiegelte aus allen Stämmen Israels ... Und ich sah: Das Lamm (Jesus, der Messias) stand auf dem Berg Zion und mit ihm einhundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen ... Und sie sangen ein neues Lied ... (Offenbarung 7:3-4; 14:1-3).

Bei Seiner Rückkehr wird Jesus also diejenigen Nationen zerstören, die Jerusalem angreifen, und Er wird 'auf dem Ölberg stehen'. Mit anderen Worten: Jesus wird physisch in Israel präsent sein. Zu jener Zeit, so heißt es, werden jene Juden in Israel Ihn sehen und erkennen, und dass Er es ist, 'den sie durchbohrt haben', und 'sie werden ihn betrauern'. Es wird die Anerkennung Jesu als wahrer Messias und Retter ihre Herzen erfüllen und 'dann wird ganz Israel das Heil erlangen'.

Die islamischen Traditionen

Muslime gehen davon aus, dass die Juden den Dajjal als ihren Messias anerkennen werden. Deshalb wird nach Logik der Muslime der biblische Jesus die drei wichtigsten islamischen Erwartungen in Bezug auf den Dajjal erfüllen. Diese Traditionen zeigen deutlich das Werkzeug des Bösen, welches darin besteht, nicht nur die Empfangsbereitschaft der Menschen muslimischen Glaubens für sich in Beschlag zu nehmen, wenn Er kommt, sondern sie darüber hinaus auch dazu zu inspirieren, Ihn anzugreifen. Schauen wir für einen Augenblick die Aussage des wohl bekannten muslimischen Apologeten Osamah Abdallah an, die einem Interview entnommen wurde. Es ging um die Frage: 'Was glauben Muslime über das Ende der Zeit und die Rolle Jesu darin?' Seine Antwort ist ebenso erstaunlich wie relevant hinsichtlich unseres Diskurses:

Christen glauben, dass Jesus auf die Erde kommen und für den Staat Israel kämpfen wird... Die Ironie des Ganzen liegt für mich darin, dass diese Juden, für die Jesus angeblich kämpfen soll, weder an Jesus als GOTT selbst, noch an Jesus als Gesandter GOTTES glauben ... Jesus hat die Juden nie gemocht. Nun - ohne jetzt voreingenommen zu sein - die Geschichte, die wir Muslime haben, macht viel mehr Sinn und ist frei von Widersprüchen! Wir glauben, dass Jesus am Ende der Zeit kommen wird, um die Armee Satans zu bekämpfen, die hauptsächlich aus 'schlechten' Juden oder 'Zionisten', wie wir sie heute nennen, bestehen wird, als auch aus irregeleiteten, polytheistischen Christen, beziehungsweise Christen, die an die Trinität glauben, sowie heidnischen Polytheisten wie Hindus, Buddhisten usw. . Einige Juden und viele Christen werden unter den Guten und Gesegneten sein, die auf der Seite Jesu kämpfen werden. Die Armee Satans wird von einer Person angeführt werden, die von sich behaupten wird, Jesus Christus zu sein. Die Muslime werden ihn 'Dajjal' oder 'Betrüger' nennen. Die Armee des wahren Jesus wird die Armee des Dajjal bekämpfen und ihn besiegen. Das Imperium Israels wird zu Fall gebracht und Islam wird vorherrschen.1 (Hervorgehobenes; Autor)

Dies ist ganz und gar bemerkenswert. Aus der islamischen Endzeitprophezeiung wird ersichtlich, dass Muslime zwei Jesusgestalten erwarten: den wahren und den falschen Jesus. Den Worten des Herrn Abdallah zufolge, wird der wahre Jesus - aus islamischer Perspektive - anhand seiner Ablehnung und seiner Angriffe gegenüber Juden zu erkennen sein.

Der falscher Jesus wird - wiederum aus der Perspektive des Islams - anhand der Verteidigung der Juden erkennbar sein. Herr Abdallah und Muslime weltweit erwarten sowohl vom Muslim Jesus als auch von seinem Vorgesetzten, dem Mahdi, den Angriff auf Israel und die Schlacht gegen Ihn, Der nach dem Verständnis der Christen der wahre Jesus ist. Die Schlacht von Armageddon, wie sie in der Bibel prophezeit ist, rückt somit näher in den Fokus.


10. KAPITEL

Das Wiederbelebte islamische Imperium des Antichristen

(gekürzte Fassung)

Die Heilige Schrift ist reich an Beweisen dafür, dass das Imperium des Antichristen aus Nationen zusammengesetzt sein wird, die heute islamisch sind. Wollte man hierfür alle Aussagen der biblischen Propheten heranziehen, würde dies den Rahmen des vorliegenden Buches sprengen. Wir beschränken uns daher auf bestimmte Teile der Heiligen Schrift, wie das Buch Ezechiel und das Buch der Offenbarung.

Trotz der Vielzahl an vorherrschenden Argumenten, die besagen, der Antichrist und sein Imperium gingen aus einem wiederbelebten Römischen Reich (d.h. Europa oder Amerika) hervor, sind die in der Bibel tatsächlich erwähnten Nationen in der heutigen Zeit muslimisch und nicht westlich. Eine andere Auffassung müsste voraussetzen, dass jene Nationen in naher Zukunft eine bedeutsame gesellschaftliche Umwandlung erfahren und ihre islamischen Wurzeln hinter sich lassen. Damit trifft man allerdings schon auf ein Problem. Es gibt es keine wirklich konkreten Anhaltspunkte dafür, dass diese Länder im Begriff sind, sich vom Islam zu verabschieden, obwohl es in diesen Ländern bereits viele Muslime gibt, die bereit sind, dem Islam den Rücken zu kehren. Es ist eher so, dass die meisten dieser Länder erneut von einer Welle des islamischen Fundamentalismus durchzogen werden. Die Behauptung einiger Bibelgelehrter, der Islam würde bis zum Zeitpunkt der Letzten Tage an Bedeutung verlieren und ausdünnen, hält angesichts der aktuellen Statistiken und Beobachtungen in keiner Weise Stand. Es ist eher davon auszugehen, dass das Imperium des Antichristen islamisch sein wird. In diesem Kapitel schauen wir uns an, welche Nationen der Moderne aus biblischer Sicht in Bezug auf die Letzten Tage eine Rolle spielen.

Die Nennung der Nationen im Buch Ezechiel

Der Prophet Ezechiel nennt im Zuge seiner Prophezeiung hinsichtlich der Angriffe des Antichristen auf Israel eine Reihe von Nationen. Zu Beginn des 38. Kapitels seines Buches wendet sich Ezechiel direkt an den Antichristen, den der Herr 'Gog' nennt. Der Name 'Gog' ist ein besonderer Titel für einen Herrscher aus Magog. Ähnlich wie es sich beim ägyptischen 'Pharao' um einen ägyptischen Herrscher handelt, verhält es sich mit dem 'Gog'. Er ist der Herrscher aus dem Land Magog:

    "Das Wort des Herrn erging an mich: Menschensohn, richte dein Gesicht gegen Gog im Land Magog, den Großfürsten von Meschech und Tubal, weissage gegen ihn und sage: Ich komme über dich Gog, Großfürst von Meschech und Tubal. Ich locke dich an und schlage Haken in deine Kinnbacken; ich führe dich und dein ganzes Herr heraus, Pferde und Reiter, alle in voller Ausrüstung, ein großes Heer mit langen und kurzen Schilden, alle mit Schwertern bewaffnet. Paras, Kusch und Put sind dabei, alle mit Schild und Helm bewehrt. Gomer und alle seine Truppen, Bet-Togarma aus dem äußersten Norden und alle seine Truppen, zahlreiche Völker sind mit dir. Rüste dich und halte dich bereit, du und dein ganzes Heer, das sich um dich versammelt hat; du wirst mir zu Diensten sein." (Ezechiel 38:1-7).

Ich möchte Sie dazu ermutigen, einmal das gesamte 38. Kapitel langsam und sorgfältig durchzulesen. Es ist erstaunlich, mit welcher Bestimmtheit Ezechiel das moderne Israel beschreibt. Er prophezeit dem Antichristen im weiteren Verlauf:

    "So spricht Gott der Herr: An jenem Tag wird es geschehen, dass Gedanken in deinem Herzen aufsteigen und du einen bösen Anschlag vorbereitest. Du wirst sagen: ich will hinaufziehen gegen das unbefestigte Land, will friedliche Menschen überfallen, die alle in Sicherheit leben - an Orten wo es keine Mauern, Riegel und Türen gibt - um zu plündern und Beute zu machen, um meine Hand anzulegen an Trümmerstätten, die wieder bewohnt sind, und an ein Volk, das sich aus den Völkern wieder zusammengefunden hat, das Vieh und Besitz zu erwerben strebt und auf dem Nabel der Erde wohnt (Ezechiel 38:10, 12).

Ezechiel nennt in der erstzitierten Passage deutlich die Namen der Länder, die an der Invasion Israels beteiligt sein werden. Diese sind: Magog, Meschech, Tubal, Paras, Kusch, Put, Gomer und Bet-Togarma sowie 'zahlreiche Völker ...'

Wir werden diese Nationen identifizieren. Von den acht genannten Nationen finden wir bereits sieben im Buch Genesis, und zwar als Nachkommen Noahs und seiner drei Söhne.

Bibelgelehrte und Historiker sind in der Lage, die Namen der Söhne Noahs mit bestimmte Volksgruppen, Regionen und schließlich mit modernen Nationen in Verbindung zu bringen. Es gibt Kontroversen bezüglich einzelner Fälle, dennoch herrscht ein allgemeiner Konsens.

MESCHECH und TUBAL: Was Meschech und Tubal betrifft, so gibt es Vertreter auf dem Gebiet der Eschatologie, die diese Gebiete mit Russland in Verbindung bringen. Dies wird mit der angeblichen Ähnlichkeit der Namen Meschech - Moskau und Tubal - Tobolsk begründet. Solange man aber die linguistischen Wurzeln dieser Namen nicht überzeugend auf eine hebräische Herkunft zurückführen kann, steht diese These auf tönernen Füßen.

Mark Hitchcock, ein bekannter Bibelgelehrter, stellt richtig heraus, dass Ezechiel 27:13 Maschech und Tubal als Handelspartner von Tyros beschreibt, das im heutigen Libanon liegt: 'Es ist höchst zweifelhaft, dass das antike Tyros mit Völkern Handel betrieben haben soll, die aus solch weit entfernten Gebieten des Nordens stammten - wie etwa Moskau oder Tobolsk.' Es ist darüber hinaus auch eine Frage, ob diese Gebiete zu Ezechiels Zeit entsprechend bevölkert waren. Hitchcock schlussfolgert daraus:

Ein genaueres Studium dieser Namen zeigt, dass Meschech und Tubal sich auf die alten Völker der Muschki und Tibarenen beziehen, die während der Zeit Ezechiels hauptsächlich Gebiete rund um das Schwarze Meer und das Kaspische Meer sowie Gebiete südlich davon bewohnten. Diese Gebiete gehören heute zur Türkei, möglicherweise in Teilen zu Südrussland sowie zum nördlichen Iran.'1

Meschech befand sich in der Nähe eines Gebietes, das als Phrygien bekannt war, d.h. in Zentral-und West-Kleinasien, während Tubal in Ost-Kleinasien lag. Es handelt sich demnach um Gebiete, die zur heutigen Türkei gehören. Heute sind sie vornehmlich islamisch. Obwohl die Türkei im Laufe des vergangen Jahrhunderts stark säkularisiert worden ist, sehen wir einen starken und wachsenden Trend zu einer islamischen Selbstfindung.2

GOG und MAGOG: Bezüglich der Identifizierung Magogs gibt es unter Bibelgelehrten und Historikern unterschiedliche Meinungen. Was die Magogiten betrifft, spiegelt der Matthew Henry Complete Commentary on the Whole Bible diese verschiedenen Meinungen wider:

Einige sind der Meinung, sie [Gog and Magog] mit Skythien, Tatarien und (Süd) Russland in Verbindung zu bringen. Für andere kommt eher die Nähe zu Israel in Frage - Syrien und Kleinasien [Türkei].3

Anhänger der skythischen Verbindung begründen ihre Argumente mit den Verweisen des Flavius Josephus, eines jüdischen Historikers des Altertums, der darüber Folgendes schreibt: 'Magog war der Begründer der nach ihm benannten Magogiten, die von den Griechen als Skythen bezeichnet wurden.' Hitchcock sagt über die Skythen:

Die Skythen waren ein großes nomadisches Volk, die im Altertum ein Gebiet besiedelten, das sich von Zentralasien bis in den Süden des alten Russlands erstreckte. Die Nachkommen von Magog waren die ursprünglichen Bewohner des zentralasiatischen Plateaus. Das [biblische] Land von Magog beheimatet heute die ehemaligen Sowjet Republiken, wie Kasachstan, Kirgisien, Uzbekistan, Turkmenistan, Tajikistan und möglicherweise auch nördliche Teile des heutigen Afghanistan.4

Der ehemalige Muslim Walid Shoebat stimmt dem zu. Er sagt:

... die Schaff-HerzogEncyclopedia of Religious Knowledge zitiert assyrische Schriften, die Magog der Landmasse zwischen dem Armenien des Altertums und Media zuordnen - kurz: den Republiken südlich von Russland und nördlich von Israel, bestehend aus Aserbaidschan, Afghanistan, Turkmenistan, Tschetschenien, Türkei, Iran und Dagestan. Bedeutend ist der Umstand, dass all diese Nationen heute muslimisch sind.5

In Bezug auf diese Gebiete und ihrer Zuordnung herrscht also ein allgemeiner Konsens. Es handelt sich im Großen und Ganzen um Kleinasien, möglicherweise um Teile Zentralasiens und einige der südlichen Regionen der ehemaligen Sowjet Union. Heute herrscht in all diesen Gebieten der Islam.

Der wahre Schlüssel zu Identifizierung Magogs liegt in der Bedeutung von Meschech und Tubal, indem wir uns folgende Worte Ezechiels noch einmal anschauen: 'Gog im Land Magog, Großfürst von Meschech und Tubal.'

Magog wird also als herrschend über Meschech und Tubal beschrieben. Wir haben bereits gesehen, dass Meschech und Tubal in der heutigen Türkei liegen. Daher würde es keinen Sinn machen, Magog einer weit entfernten Region oder Nation zuzuordnen. Ganz egal, ob Magog nun ein Teil der heutigen Türkei oder ein Konglomerat der früheren sowjetischen 'Istans' ist, es handelt sich in jedem Falle um eine islamische Entität. Das gleiche gilt für Syrien, sollte man Magog damit in Verbindung bringen. Dieser Punkt ist entscheidend. Wir wissen, dass 'Gog' - der Antichrist - aus dem Land Magog kommen wird, also einer islamischen Region. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich bei dem Antichristen um einen Nichtmuslim handeln wird. Obwohl ich grundsätzlich alles für möglich halte, besonders was die Zukunft betrifft, kann ich mir jedoch nur schwer vorstellen, dass ein Nichtmoslem irgendeines dieser Gebiete regieren wird. Jedenfalls nicht jemand, der nicht zumindest nach Außen hin vorgibt, ein Muslim zu sein.

PARAS ist der heutige Iran, der bis 1935 Persien hieß. Der Iran stellt eine mehrheitlich islamische Gesellschaft dar. Obwohl es im Iran heute wunderbare Zeichen eines Wandels bei einer Vielzahl junger Menschen gibt, die ihre Unzufriedenheit mit dem islamischen Regime zum Ausdruck bringen, scheint es unwahrscheinlich, dass die Mehrheit dieses Landes die islamischen Wurzeln in absehbarer Zukunft hinter sich lassen wird.6

KUSCH ist leicht zu bestimmen. Es gibt Bibelübersetzungen, die Kusch mit Äthiopien in Verbindung bringen, doch das ist falsch. Während Ezechiels Tage lag Kusch viel weiter im Nordwesten als das heutige Äthiopien. In der Heiligen Schrift findet sich häufig die Verbindung zwischen Kusch und Ägypten, an dessen Grenze Kusch lag:

    "Das Land Ägypten wird zur Wüste und Einöde. Dann werden sie erkennen, dass ich der Herr bin. Weil du gesagt hast: Mir gehören die Arme des Nil, ich habe sie geschaffen! - darum komme ich über dich und über deine Nile und mache das Land Ägypten zu einer Wüste von Migdol bis Syene und bis an die Grenzen von Kusch (Ezechiel 29:9-10; Hervorgehobenes; Autor)

Eine weiteres Bestimmungsmerkmal des Kusch sind seine Flüsse (Jesaiah 18:1). Da Kusch an der Grenze zu Ägypten lag, sind die in der Bibel erwähnten Flüsse sehr wahrscheinlich die fünf Flüsse, die im Nil münden. Schauen wir uns eine Landkarte an, sehen wir, wie der Nil, aus dem Sudan kommend, direkt an der südlichen Grenze zu Ägyptens herein fließt.

Im Sudan fließen fünf Flüsse zusammen und speisen im Norden des Landes den Nil. Demnach kann Kusch nur der heutige Sudan sein, der seit 1989 offiziell als die Islamische Republik Sudan bekannt ist. Die Regierung des Sudan ist vollkommen islamistisch, und die Unterdrückung ist für die christliche Minderheit in diesem Land eine absolute Senkgrube. Wie Hitchcock es ganz richtig formuliert: 'Man würde in Verlegenheit geraten, wenn man einen radikaleren Feind Israels und des Westens finden wollte als den Sudan .'

PUT (auch Phut) ist die Region westlich von Ägypten, das heutige Lybien. Die Septuaginta übersetzt das Wort Put als Libue. Die meisten neuzeitlichen Forscher scheinen mit dieser Interpretation übereinzustimmen. Shoebat schließt allerdings Algerien, Marokko und Tunesien mit ein. Wie dem auch sei, es handelt sich hierbei ebenfalls um eine fast vollständig islamische Region.

GOMER: Gelehrte sind sich fast überwiegend darüber einig, dass Gomer 'auf die keltischen Kimmerer der Krim (antikes Taurien) verweist.'7

Pastor Fred Zasper zeigt in Bezug auf die geografische Bestimmung Gomers folgerichtig auf: Gomer ist der Welt des Altertums bekannt als Kimmerien im Norden Zentral-Kleinasiens (Kappadokien) und die Bewohner waren als das Volk der Kimmerer bekannt. Dies scheint die einfachste und offensichtlichste Interpretation.8

Daraus ergibt sich: Gomer - Kimmerien - Kimmerer - Kappadokien. Letzteres liegt im Zentrum der Türkei. Damit haben wir also eine weitere islamische Region.

TOGARMA - Zur Bestimmung von Togarma gibt Zasper eine gute Zusammenfassung:

Togarmah war ein Nachkomme Noahs durch Jafet, dann Gomer (Genesis 10:1-3). Er ist assyrischen Aufzeichnungen nach bekannt als Tilgarimu. Tilgarimu war ein Stadtstaat in Ostanatolien oder -nach den Worten Ryries - 'der südöstliche Teil der Türkei nahe der syrischen Grenze.' Diese Identifizierung ist generell von allen anerkannt.9

Auch hier haben wir eine Region, die zur heutigen Türkei gehört.

Eine Einschätzung der acht Nationen

Aus dieser Analyse ergibt sich, dass fünf der acht Nationen, die im Buch Ezechiel genannt sind, auf die heutige Türkei entfallen, möglicherweise auch auf einige südrussische Regionen in der Nähe des Kaukasus, welche Turkvölker Zentralasiens miteinbeziehen. Offensichtlich liegt eine besondere Bedeutung darin, dass der Herr Ezechiels Aufmerksamkeit auf das Gebiet der heutigen Türkei gelenkt hat.

Darüber hinaus formen die drei weiteren Nationen - Lybien, Sudan und der Iran - einen perfekten Kreis um Israel. Die Türkei erstreckt über den gesamten nördlichen Horizont Israels. Der Iran liegt im Osten, Sudan im Süden und Lybien im Westen. Israel ist sozusagen von islamischen Nationen umzingelt.

Obwohl unter Bibelgelehrten einige der Überzeugung sind, dass eine zukünftige Invasion Israels durch russische Führung wahrscheinlich ist, sehen wir deutlich, dass die Bibel eine solche Annahme nicht stützt. Ganz im Gegenteil: Die Argumente, die für ein Involvieren Russlands sprechen, basieren auf unzulänglicher Expertise und setzen geradezu eine Missachtung linguistischer Normen voraus. Stattdessen können wir deutlich ableiten, dass eine Invasion höchstwahrscheinlich von der Türkei angeführt werden wird, unter Einbeziehung von mindestens drei, wenn nicht mehreren anderen islamischen Nationen.

Wenngleich es verführerisch ist, unsere Feinde in die Heilige Schrift hineinzuinterpretieren, sollten wir uns dennoch an den tatsächlichen Aussagen der Bibel orientieren. Auch wenn es derzeit keine Anhaltspunkte dafür geben mag, die Türkei als anführende Nation eines aufsteigenden und imminenten Imperiums zu betrachten, ist es dennoch das, was Ezechiel prophezeit. Dies wird auch durch weitere Teile der Heiligen Schrift gestützt.

Welche sind das siebte und achte Imperium?

Bevor wir fortfahren, möchte ich meinem Freund Walid Shoabat danken, der entscheidend zu meinem Verständnis dieses hier vorgetragenen Themas beigetragen hat. Er ist ein ehemaliger palästinensischer Terrorist und Autor des Buches Why ILeft Jihad (Warum ich dem Djihadden Rücken kehrte*; Übersetzerin). Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, das auch unter www.shoebat.com bestellt werden kann.

Über die oben aufgeführte Nennung der Nationen im Buch Ezechiel, Kapitel 38, hinaus, bestätigt das Buch der Offenbarung die Annahme, dass die Region der heutigen Türkei das zukünftige Imperium des Antichristen ausmachen wird. Untersuchen wir dies Passage:

Und er entrückte mich im Geist in die Wüste. Dort sah ich eine Frau auf einem scharlachrotem Tier sitzen; es war mit lästerlichen Namen bedeckt und hatte sieben Köpfe und zehn Hörner (Offenbarung 17:3).

Hier sehen wir das letzte 'Tierimperium', also das des Antichristen. Das Tier hat sieben Köpfe und zehn Hörner. Wir wissen bereits vom Buch Daniel, dass die zehn Hörner die zehn Nationen bzw. Könige repräsentieren, die das Imperium des Antichristen ausmachen werden. Jedoch stehen die sieben Köpfe für sieben Imperien, die im Laufe der Geschichte existiert haben. Alle sind dem letzten Imperium vorausgegangen. Wie gewohnt, gibt die Bibel Aufschluss über die Symbolik:

Der Engel sprach zu mir: Warum bist du erstaunt? Ich will dir Aufschluss geben über das Geheimnis der Frau und des Tieres mit den sieben Köpfen und zehn Hörnern ... Das Tier, das du gesehen hast, war einmal und ist nicht mehr ...Hier sind Verstand und Weisheit erforderlich. Die sieben Köpfe sind die sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Es sind auch sieben Könige. Fünf sind gefallen, einer ist da, der andere ist noch nicht gekommen; wenn er kommt, darf er nur kurze Zeit bleiben. Das Tier aber, das war und nicht mehr ist, ist selbst der achte und doch einer von den sieben und wird ins Verderben gehen (Offenbarung 17:7,11).

In der Bibel steht das Symbol des Bergs für ein Königreich oder Imperium. Von besonderer Bedeutung ist jedoch, dass, bevor Jesus wiederkehrt, es insgesamt acht 'Tierimperien' gegeben haben wird. Das achte wird vom Antichristen beherrscht. Wie kann uns diese Passage helfen, das endgültige - also achte - Imperium des Antichristen zu identifizieren?

Wir sehen, dass zu der Zeit, als Johannes die Offenbarung schrieb, bereits fünf Imperien gefallen waren: ' ... fünf sind gefallen'. Diese Imperien bzw. Reiche waren:

  1. ägyptisches Reich

  2. assyrisches Reich

  3. babylonisches Reich

  4. persisches Reich

  5. griechisches Reich

  6. römisches Reich

  7. osmanisches Reich

Nachdem der Engel davon spricht, dass 'fünf gefallen' sind, offenbart er Johannes, dass ein Imperium 'ist'. Zu der Zeit, als Johannes lebte 'war' Rom. Es beherrschte den Mittleren Osten, Nordafrika und einen Großteil Europas. Demnach war das sechste Imperium das Römische Reich. Als nächstes kam dann das siebte Reich bzw. Imperium.

Demnach ist es notwendig, das siebte Imperium zu bestimmen, da aus der o.g. Passage hervorgeht, dass das achte Imperium eine Wiederauferstehung des siebten sein wird: 'Das Tier aber, das war und nicht mehr ist, ist selbst der achte.' Mit anderen Worten: 'Das siebte Tierimperium, das einst existierte und nun nicht mehr ist, wird als achtes Imperium in Form einer wiederbelebten Version zurückkommen.'

Wenn wir also ein endgültiges achtes Imperium erwarten, was war dann das siebte? Welches Imperium folgte dem Römischen Reich? Aufgrund der harschen antisemitischen Natur des Dritten Reiches, halten es einige Bibelgelehrte für plausibel, Nazi-Deutschland als das siebte Imperium in Betracht zu ziehen, und dass es ein Revival erfahren würde.10

Weitaus häufiger ist die Annahme, die von einer Wiederbelebung des Römischen Reiches ausgeht.

Mit dieser Theorie gibt es allerdings ein paar grundlegende Schwierigkeiten. Erstens war das Römische Reich das sechste Imperium. Wenn Rom das achte sein soll, dann soll es also auch das siebte gewesen sein? Die Theorie mit dem Römischen Reich entbehrt demnach jeglicher Grundlage. Denn dann wäre das Römische Reich das sechste, siebte und achte Imperium. Zweitens beherrschten alle sechs Imperien den Mittleren Osten. Diese Tatsache ist von großer Wichtigkeit! Wir müssen uns stets im Klaren darüber sein, dass die Bibel absolut Jerusalem-zentriert ist. Sie ist weder Amerika- noch West-zentriert. Aus biblischer Sicht ist Jerusalem das Zentrum der Welt. Dieser Punkt kann nicht genug betont werden. Jede Theorie, die von einem wiederbelebten Römischen Reich mit europäischer Machtbasis (z.B. EU) ausgeht, stellt ein Konzept dar, das aus biblischer Sicht keinen Sinn macht. Drittens wurde jedes der sechs Imperien von dem nächsten entweder zerstört oder verschlungen. Wenn wir uns die einzelnen Imperien anschauen, sehen wir, dass jedes von ihnen zwei der folgenden Merkmale aufwies: a) sie herrschten über Jerusalem und wurden b) vom nachfolgenden Imperium besiegt oder absorbiert.

Die alten Ägypter beherrschten außer ihrem eigenen Land auch Israel. Das Assyrische Reich besiegte das der alten Ägypter und herrschte auf ähnliche Weise über einen Großteil des Mittleren Ostens, einschließlich Israel. Dieses Muster zieht sich durch alle darauf folgenden Imperien bzw. Reiche: Das Medo-Persische Reich folgte auf das Babylonische Reich, das wiederum vom Griechischen Reich abgelöst wurde. Es folgte das Römische Reich.

Was aber folgte dem Römischen Reich? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns anschauen, was passierte. Im Jahre 395 n.Chr. war das das Römische Reich in zwei Teile gegliedert, nämlich in den westlichen und den östlichen Teil. Das Reich im Osten ist als das Byzantinische Reich bekannt. Rom fiel im Jahre 410 n.Chr. durch die Invasion germanischer Stämme, der Westgoten oder 'Barbaren'. Nachdem der westliche bzw. europäische Teil des Römischen Reiches, einschließlich seiner Hauptstadt, gefallen war, existierte das Römische Reich jedoch weiter, indem es seinen Hauptsitz von Rom nach Konstantinopel verlagerte. Der byzantinische Teil existierte für weitere tausend Jahre, bis zur türkischen Eroberung im Jahre 1453 n.Chr.11 Das Osmanische Reich folgt also auf das Römische. Es beherrschte beinahe 500 Jahre lang den gesamten Mittleren Osten, einschließlich Jerusalem,12 bis zu seinem Ende im Jahre 1909. Das Osmanische Reich erfüllt die in dem o.g. Muster auftauchenden Kriterien, um als siebtes Imperium in Betracht zu kommen. Dies korrespondiert auch mit der von Ezechiel genannten Reihe der Nationen, mit dem Schwerpunkt Türkei.

Die kommende Wiederherstellung des Kalifats

Das Osmanische Reich war der Sitz des islamischen Kalifats, das erst im Jahre 1923 offiziell abgeschafft wurde. Heute ersehnt die Welt des Islam die Wiederherstellung desselben. Die Bibel weist daraufhin, dass bald ein türkisches Imperium wiederaufleben wird: "Die Bewohner der Erde, deren Namen seit Erschaffung der Welt nicht im Buch des Lebens verzeichnet sind, werden staunen, wenn sie das Tier sehen, das einmal war und nicht mehr ist und wieder da sein wird." (Offenbarung 17:8).

Zu jener Zeit können wir mit der Restauration des Kalifats rechnen. Dann mag ein Mann zu hoher Position gelangen, den die muslimische Welt Mahdi nennt, in dem Menschen mit Verstand jedoch den Mann erkennen, den die Bibel als Antichristen beschreibt.

* Anmerkung der Übersetzerin: Ich habe den Buchtitel von Walid Shoebat frei übersetzt, die Suche nach einer deutschen Übersetzung des Buches blieb bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes erfolglos. Für Hinweise bin ich sehr dankbar.


11. KAPITEL

Die finstere Natur der Offenbarungen des Mohammed

Wir fahren im Zuge unserer kritischen Untersuchung des Islam mit der Person Mohammeds und seinen Offenbarungen fort, denn hier nahm alles seinen Anfang. Wenn wir den Geist des Islam erfassen wollen, müssen wir den Keim betrachten. Mohammed ist der Begründer des Islam. Muslime glauben, dass er das einzige menschliche Instrument war, der die Worte des Koran direkt von Allah empfangen hatte. Dieses Kapitel blickt auf die Natur der spirituellen Begegnungen Mohammeds zurück, die ihm zu seiner Karriere als 'Prophet' verhalfen und schließlich für die Geburt dieser Religion verantwortlich sind, die heute die Welt wie keine andere beschäftigt.

Die Geburt des Koran

Muslime glauben, dass zu der Zeit, als Mohammed die Offenbarungen empfing, ihm diese direkt und wortwörtlich von Allah herab gesandt wurden. Als Konsequenz ergibt sich nach muslimischer Denkart, dass der Koran von Allah autorisiert wurde, denn er ist die Sammlung dieser Offenbarungen. Daher soll der Koran so gelesen werden, als ob Allah selbst in der ersten Person spricht.

Mohammed wird als menschlicher Apostel (Sendbote) oder Gesandte Allahs betrachtet (rasul-allah).

Ein muslimischer Theologe sagt dazu: 'Mohammed war ganz und gar passiv, ja bewusstlos. Das Buch war keineswegs von ihm: Es waren weder seine Gedanken noch seine Sprache. Es war auch nicht sein Stil. Alles war von Gott, und der Prophet war nur eine (Schreib)Feder, welche die Worte aufnahm.'1

Dieses unterscheidet sich von der christlichen Sicht der Bibel sowie von der Art der Inspiration, welche die Bibel ausmacht. Christen wissen, dass, obgleich die Autoren der Schrift sehr wohl von Gott inspiriert waren, Seine Gedanken und Worte gerade dadurch Ausdruck finden, indem jeder einzelne Autor seinen Stil und seine Persönlichkeit in die Heilige Schrift hinein fließen ließ. Für Gott waren diese menschlichen Vertreter wie ein Gefäß [für Seine Eingebungen; Übersetzerin], aber Er hat sie nicht überrannt bzw. überwältigt. Wie wir sehen werden, war dies bei den Offenbarungen Mohammeds anders.

Karen Armstrong, eine beliebte Autorin, die auf sympathische Weise über islamische Themen und Mohammed schreibt, berichtet im Folgenden über die erste spirituelle Begegnung Mohammeds mit einem geistigen Wesen, von dem Muslime glauben, es habe sich bei diesem um Gabriel (Jibril) gehandelt, dem Engel in der Berghöhle von Hira:

Mohammed wurde in seiner Berghöhle aus seinem Schlaf gerissen und fühlte sich von einer niederschmetternden himmlischen Präsenz überwältigt. Später erklärter er die unsägliche Erfahrung damit, ein Engel habe ihn in erschreckender Weise umklammert, so als ob ihm der Atem gewaltsam von seinem Körper genommen worden sei. Der Engel gab ihm den brüsken Befehl: 'Iqra!' 'Rezitiere!' Mohammed wehrte sich: Er könne nicht rezitieren. Er sei kein Kahin, einer der ekstatischen Propheten Arabiens. Aber der Engel drückte ihn einfach wieder, bis er das Ende seines Durchhaltevermögens erreicht zu haben wähnte und fand so die himmlisch inspirierten Worte einer neuen Schrift von seinem Munde quellend.2

Wohl eher aus Versehen erwähnt Armstrong allerdings nicht, dass es erst beim dritten Male zu einem Übergriff seitens des 'Engels' kam, so dass dieser Mohammed würgte und von ihm verlangte, dass er rezitieren sollte, bis er dies schließlich tat.3 Diese Begegnungen stehen im völligen Gegensatz zu den milden Annäherungen himmlischer Wesen (Engel) und sogar des Herrn selbst in der Bibel. Sie leiten die Kontaktaufnahme fast ausnahmslos mit den Worten 'Fürchte dich nicht' ein (siehe: Genesis 15:1, 26:24, 46:3, Daniel 8:15-19, 10:12, 19, Matthäus 28:5, 10, Lukas 1:13, 1:26-31, 2:10, Offenbarung 1:17).

Es sollte uns daher nicht verwundern, dass Mohammed nach den erschreckenden und gewaltsamen Begegnungen in der Höhle glaubte, von Dämonen besessen zu sein, und er sich aus lauter Verzweiflung mit dem Gedanken trug, sich umzubringen. In der Guillaum'schen Übersetzung der Sirat-Rasul, der berühmten frühen Biografie des Mohammed von Ibn Ishaq lesen wir:

    Also las ich (Mohammed) es, und er (Gabriel) entfernte sich von mir. Und ich erwachte aus meinem Schlaf und es war, als seien diese Worte in mein Herz geschrieben worden... Nun hasste mich keine von Gottes Kreaturen mehr als einen (ekstatischen) Dichter oder einen Besessenen: Ich konnte sie nicht einmal anschauen. Ich dachte: 'Wehe mir, Dichter oder Besessener, niemals soll Quraysh (ein Stamm zu Mohammeds Zeit) dies von mir sagen! Ich werde auf den Gipfel des Berges steigen und mich hinabstürzen, so dass ich mich töte und Frieden finde.' So ging ich hin [um es zu tun; Anmerkung Autor2 , als ich auf halber Strecke vom Himmel eine Stimme hörte, die rief: 'Oh, Mohammed! Ihr seid der Gesandte Gottes und ich bin Gabriel.' 3

Der Hinweis auf 'Dichter oder besessen' entspringt der Vorstellung, dass die Araber zu Mohammeds Zeiten glaubten, dass Dichter ihre Poesie unter dem Einfluss dämonischer Inspiration kreierten. At-Tabari, einer der am meisten respektierten Historiker der frühislamischen Zeit, sagt: 'Die vor-islamischen Araber glaubten an den Dämon der Dichtung und dass ein großer Dichter auf direkte Weise von dunklen Mächten inspiriert wurde... ' 4

Nach dieser schauerlichen Erfahrung kehrte Mohammed, den Schrecken der Begegnung noch in den Gliedern spürend, zu seiner Frau Khadija zurück: " Dann kehrte der Gesandte mit der Inspiration zurück, seine Nackenmuskeln unter Schrecken zuckend. Er trat vor Khadija (seiner ersten Ehefrau) und sagte: 'Decke mich ein! Decke mich ein!' Sie bedeckten ihn, bis seine Furcht vorbei war. Dann sprach er: 'Oh, Khadija, was ist los mit mir?' Dann erzählte er ihr was geschehen war und sagte: 'Ich fürchte, etwas könnte mit mir geschehen.' 5

Es war allerdings nicht nur Mohammed, der eine dämonische Quelle hinter den Offenbarungen vermutete, sondern es gab auch viele Zeitgenossen, die glaubten, dass Mohammeds Offenbarungen dämonischer Natur waren und er von einem Dämon besessen war.

Und sie haben sich von ihm abgewandt und gesagt: '(Er hat es) einstudiert, (er ist) besessen.' Sure 44:14 (Ibn Rassoul)

Und sagten: 'Sollen wir unsere Götter wegen eines besessenen Dichters aufgeben?' Sure 37 :36 (Ibn Rassoul)

Offensichtlich wurde es notwendig, dass Allah zur Verteidigung Mohammeds kommen musste, um im Koran auf seine Kritiker zu reagieren: "... Und euer Gefährte ist nicht ein Besessener. Wahrlich, er sah ihn (Gabriel) am klaren Horizont. Und er ist weder geizig hinsichtlich des Verborgenen, noch ist dies das Wort Satans, des Verfluchten. Sure 81:22-25

"Und es ist nicht das Werk eines Dichters; wenig ist das, was ihr glaubt; noch ist es die Rede eines Wahrsagers; wenig ist das, was ihr bedenkt. (Es ist) eine Offenbarung vom Herrn der Welten. Sure 69:41, 42

Viele Gelehrte sind davon überzeugt, dass Mohammed entweder unter epileptischen Anfällen gelitten oder besessen gewesen sein muss - oder sogar beides. 6

Wenn man die Natur der geoffenbarten Erfahrungen genau betrachtet und die Kommentare der Zeitgenossen Mohammeds liest, ist es nicht verwunderlich.

John Gilcrest, ein christlicher Autor aus Südafrika und eine bekannte Autorität auf dem Gebiet des Islam, fasst seine Analyse der verschiedenen körperlichen Phänomene, die Mohammed während dieser Offenbarungen begleiteten, wie folgt zusammen:

Man muss davon ausgehen, dass Menschen unter einer Art von Anfällen leiden können, die epileptischen Anfällen sehr ähnlich sind. Während Jesu Lebzeiten wurde ein Junge zu ihm gebracht, der 'ein Epileptiker' war (Matthäus 17:15) und unter extremen Formen von Epilepsie litt (er kollabierte plötzlich, bog sich und konnte nicht sprechen). Es gibt jedoch keinen Zweifel, dass dies kein natürliches Vorkommnis war, sondern durch dämonische Beeinflussung stattfand, zumal dieses Ereignis in drei Berichten (Matthäus 17, Markus 9 und Lukas 9) auftaucht, wonach Jesus die unreinen Geister austrieb und den Jungen heilte. Ohne ein Urteil über Mohammed fällen zu wollen, so muss man nichtsdestotrotz sagen, dass jeder unter okkultem Einflüssen Stehende zu gewissen Zeiten unter Epilepsie-ähnlichen Anfällen leiden kann und dass diese keinen Gedächtnisverlust, sondern im Gegenteil, ein Phänomen hervorrufen können, das in die Tiefe eingeflösste Eindrücke auf den Geist desjenigen, der sie empfängt, hinterlässt. Auf der ganzen Welt haben Missionare von ebensolchen Fällen erzählt. Bis heute sind derartige Phänomene unter orientalischen Ekstaten und Mystikern nicht ungewöhnlich. Berichte darüber sind weit verbreitet. 7

Während Petrus die Erfahrungen der Autoren der Heiligen Schrift beschreibt und von ihnen als Männer die 'aus Gott sprachen' und 'vom Heiligen Geist bewegt' spricht (2 Petrus 1:21), waren Mohammeds Erfahrungen viel direkter, ekstatisch und finster. Es ist wichtig zu betonen, dass es aus den Reihen der biblischen Propheten keinen einzigen gab, der die [göttliche] Quelle seiner Inspirationen in Frage stellte. Mohammeds Erfahrungen gleichen eher denen eines Spiritisten oder eines Mediums, der Geister channelt [kanalisiert; Anmerk. Übersetzerin] und nicht den Erfahrungen biblischer Propheten.

Weitere merkwürdige Phänomene

Mohammeds beängstigende spirituelle Erfahrungen enden nicht mit den o.g. Beispielen. Bei einer anderen Gelegenheit war Mohammed 'verhext', wobei er selbst glaubte, sexuelle Kontakte zu seinen Frauen zu unterhalten, jedoch in diesen Augenblicken nichts dergleichen der Fall war. Guillaume bemerkt, dass ein muslimischer Gelehrter sagte, dass dieser Fluch ein ganzes Jahr andauerte. Innerhalb der islamischen Traditionen ist diese Episode im Leben des Mohammed gut dokumentiert:

Aisha (eine der Ehefrauen Mohammeds) berichtete: Der Bote Allahs stand unter dem Einfluss von Zauberkräften, so dass er glaubte, sexuelle Beziehungen zu seinen Frauen zu unterhalten, obwohl er es eigentlich nicht tat. 8

Dieser wirklich bizarre Abschnitt im Leben des Mohammed sollte jeden aufhorchen lassen, der bereit ist, ihn als authentischen Propheten Gottes zu betrachten - abgesehen von der Behauptung der Muslime, er sei der größte aller Propheten. Das Fallen in einen Zustand derartiger Täuschungen lässt sich nur durch Besessenheit oder ernsthafte Erkrankung - oder beides - erklären. Für jemanden, der über eine aufrichtige Wahrnehmung sowie urteilskräftige Erkenntnisfähigkeit in geistigen Angelegenheiten verfügt, ist eine solche Schlussfolgerung nicht weit hergeholt in Anbetracht der okkulten Vorkommnisse, die Mohammeds anfängliche Erfahrungen bezüglich der Offenbarungen ausmachen. Natürlich ist der Unterschied ganz erheblich, wenn wir das Leben und Wirken Jesus Christus anschauen. Er befreite viele Menschen von spirituellen Bedrängnissen dieser Art und gab sich nicht dämonischen Einflüssen, egal welcher Art, hin.

Schlussfolgerungen

Schlussendlich sehen wir, dass Mohammeds Offenbarungen - die Keime des Islam - durch finstere und gewaltsame Begegnungen mit einer Art geistigen Wesen in der Höhle von Hira begleitet wurden. Mohammeds Leben war durch Abschnitte gekennzeichnet, die entweder mit schwerwiegender Geistestäuschung oder schwerwiegender geistiger Bedrängnis zu tun hatten. Dies ist für die Formulierung des großen Themas, auf das wir noch zu sprechen kommen werden, wichtig festzuhalten.

Für das Erkennen der islamischen Geistesquelle ist es nicht nur notwendig, die finstere Natur seines Keims wahrzunehmen, sondern sich insbesondere seine gereifte Frucht der Zukunft vor Augen zu führen: Dämonische und antibiblische Offenbarungen, die in der Höhle von Hira begonnen haben und in der Vernichtung eines jeden Juden, Christen oder eines anderen nicht-Muslim auf der Welt enden werden.


12. KAPITEL

Der antichristliche Geist des Islam

Nachdem wir den Antichristen bereits besprochen haben, gehen wir einen Schritt weiter, denn die Bibel spricht auch von einem antichristlichen Geist. Abgesehen von dem einen direkten biblischen Hinweis auf den Antichristen, wird dieser Terminus von Johannes vier weitere Male auf generelle Weise verwandt, jeweils im Zusammenhang mit einem bestimmten Geist. Dieser Geist ist durch seine leugnende Haltung gegenüber ganz spezifischen Aspekten bezüglich der Natur Jesus Christus und seiner Beziehung zu Gott, dem Vater gekennzeichnet. Im Folgenden sind Verse aufgeführt, die diesen 'antichristlichen' Geist beschreiben:

  • "Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt: Jesus Christus ist im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er bereits in der Welt" (1 Joh. 4:2,3).

  • "Wer ist der Lügner, wenn nicht derjenige, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist: Derjenige, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater." (1. Joh. 2:22,23)

  • "Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleische gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist (2. Joh.1:7)

Diesen Versen ist zu entnehmen, dass der Antichrist ein als Lügner und Betrüger zu identifizierender Geist ist, der insbesondere Folgendes leugnet:

  • Jesus ist der Christus/ Messias (der Retter und Erlöser Israels und der Welt)

  • Vater und Sohn (die Dreifaltigkeit/ Jesus ist der Sohn Gottes)

  • Jesus ist im Fleisch gekommen (die Inkarnation/ der Mensch gewordene Gott)

Der antichristliche Geist des Islam

Mehr als jede andere Religion, Philosophie oder Glaubenssystem entspricht der Islam den Kriterien des antichristlichen Geistes. Eine der höchsten Prioritäten im Islam ist das Leugnen der oben genannten Aspekte in Bezug auf Jesus und seine Beziehung zum Vater. Wir können getrost sagen, dass der Islam eine direkte polemische Antwort auf die essentielle christliche Lehre darstellt, wie in den oben aufgeführten Punkten deutlich zu erkennen ist.

Auf diese Aspekte hin kritisch angesprochen, reagieren Muslime jedoch recht schnell mit dem Argument, der Islam lehre doch schließlich, dass Jesus der Messias ist. All dies ist aber nur Betrügerei. Obwohl es wahr ist, dass der Islam die Bezeichnung 'Messias' für Jesus erhalten bzw. übernommen hat, antworten Muslime auf die Frage nach dem, was nach islamischer Lehre die Definition des Titels 'Messias' eigentlich bedeutet, immer auf oberflächliche Weise, und ihre Antworten enthalten keinerlei wahre messianische Substanz. Jesus ist im Islam nicht mehr als ein Prophet innerhalb einer sehr langen Linie von anderen Propheten. Jedoch beinhaltet aus biblischer Sicht die Rolle des Messias unter anderem, dass er ein priesterlicher Retter, ein Erlöser und der König der Juden ist.

Wie wir in vorangegangenen Kapiteln gesehen haben, führt der Muslim Jesus - anstatt seine Gefolgschaft zu erlösen - sie als Feinde Israels gegen dieses Land und sein Volk und trachtet danach, alle Juden und Christen entweder zu konvertieren (zum Islam; Übersetzerin) oder zu töten. Genauso gut könnte man auch Adolf Hitler zum Erlöser Israels ausrufen.

Johannes jedoch informiert uns darüber, dass in der letzten Stunde ein Mann heraufziehen wird, der den antichristlichen Geist voll und ganz personifizieren und vieles von dem, was die christliche Glaubenslehre über Jesus und seine Mission sagt, leugnen wird. Dieser Mann wird der Antichrist sein.

Tawhid und Shirk

Um den antichristlichen Geist im Islam zu erkennen, müssen in erster Linie zwei Doktrinen in Betracht gezogen werden.

Tawhid bezieht sich auf den Glauben an die absolute Eingottheit. Im Islam haben wir die strengste Form eines einheitlichen Monotheismus'. Im Islam ist Gott absolut alleinig. Aber um Tawhid zu verstehen, muss man wissen, dass es sich dabei um mehr als eine Lehre handelt. Im Islam ist der Glaube an Tawhid absolut höchstes Gebot. Daraus ergibt sich, dass wenn Tawhid das höchste Glaubensgebote ist, dann ist Shirk die größte Sünde. Shirk bezeichnet grundsätzlich Götzentum. Aus dem Rundbrief 'Invitation to Islam' (Einladung zum Islam;Übersetzerin) einer muslimischen Gruppe aus Toronto können wir ein aussagekräftiges Statement herauslesen, der uns sagt, wie Muslime Shirk sehen:

Mord, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Völkermord. Diese sind nur Beispiele der furchtbaren Verbrechen, die heute auf der Welt vorkommen. Gewöhnlich denken viele, dass es die schlimmsten Vergehen sind, die jemand begehen kann. Aber es gibt etwas, das noch schwerer wiegt, als all diese Verbrechen zusammen, nämlich Shirk

Daher haben viele Muslime das Gefühl, dass der Glaube an die Trinität oder das Zuerkennen der göttlichen Natur Jesus Christus eine der schlimmsten Sünden darstellt. Es ist sogar so, dass der Glaube an die essentiellen christlichen Lehren nicht nur eine Sünde, sondern das abscheulichste aller Verbrechen ist! Im Denken eines Muslims bezieht sich Shirk nicht nur auf den Glauben der Polytheisten oder Heiden, sondern auch auf die grundlegenden historischen Lehren des christlichen Glaubens. Wir werden weiter unten die drei wichtigsten Lehren untersuchen und wie der Islam diese leugnet.

Der Islam leugnet die Sohnschaft Jesu Christi

Zu den fundamentalsten Glaubensäußerungen im Islam zählt das direkte Leugnen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. Dieses Leugnen zieht sich durch den Koran hindurch:

    Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: 'Allah ist der Messias, der Sohn der Maria.' Sure 5:17 (Ibn Rassoul)

    Sie sagen: 'Allah hat Sich einen Sohn genommen.' Gepriesen sei Er! Er ist der Sich SelbstGenügende. Sein ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ihr habt keinen Beweis hierfür. Wollt ihr von Allah etwas behaupten, was ihr nicht wisst? Sure 10:68 (Ibn Rassoul)

    Und sie sagen: 'Der Allerbarmer hat Sich einen Sohn genommen.' Beinahe werden die Himmel zerreißen und die Erde auseinander bersten und beinahe werden die Berge in Trümmern zusammenstürzen, weil sie dem Allerbarmer einen Sohn zugeschrieben haben. Und es geziemt dem Allerbarmer nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Sure 19:88-92 (Ibn Rassoul)

    Sure 9:30 (Ibn Rassoul, Hervorgehobenes; Autor)

Der Koran verflucht also diejenigen, die glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist und Menschen, die solches behaupten, sprechen 'Unziemliches' aus und werden mit Ungläubigen und Heiden verglichen.

Es ist daher ohne jeden Zweifel erkennbar, dass der Islam dies betreffend ein antichristliches System ist. Erinnern Sie sich noch an Jim Hasting aus dem ersten Kapitel? Er ist der Mann, der sich im Priesterseminar befand und zum Islam konvertierte: 'Das, woran ich mich schon immer geklammert habe, ist, dass es nur einen Gott gibt, er hat keinen anderen Gott neben sich und braucht auch keinen Sohn, der für ihn die Arbeit tut.'

Der Islam unternimmt zwar den Versuch, eine akzeptable Form des Monotheismus zu schaffen, lässt jedoch nicht nur die wichtigsten Aspekte einer erlösenden Beziehung zu Gott außen vor, sondern konfrontiert diese noch und nennt sie die schlimmste Form der Gotteslästerung. 'Und es geziemt dem Allerbarmer nicht, Sich einen Sohn zu nehmen.'

Diese Worte umkreisen das Innere der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem, also genau den Ort wo über viele Jahrhunderte das Volk Gottes in seinem Tempel in Erwartung an das Kommen des Messias betete. Dies ist auch der Ort, von dem aus eines Tages Jesus, der Sohn Gottes und der jüdische Messias, über die Welt herrschen wird. Der Islam hat ein Bollwerk völliger Auflehnung gegen diese zukünftige Wirklichkeit erschaffen.

Der Islam leugnet die Trinität

Auf gleiche Weise wird im Islam von denjenigen, die an die Trinität glauben, behauptet, sie betrieben Gotteslästerung:

    "Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: 'Allah ist der Dritte von Dreien.'; und es ist kein Gott da außer einem Einzigen Gott. Und wenn sie nicht von dem, was sie sagen, Abstand nehmen, wahrlich, so wird diejenigen unter ihnen, die ungläubig bleiben, eine schmerzliche Strafe ereilen. Sure 5:73 (Ibn Rassoul)

Demnach ist der Glaube an die Trinität auch als Gotteslästerung definiert. Was aber soll die 'schwere Bestrafung' für diejenigen sein, die diesem Glauben anheim gefallen sind? Wie wir in vorangegangenen Kapiteln gesehen haben, erwarten Muslime ironischerweise von ihrer Version des Jesus, dass er wiederkehren und diese 'polytheistischen, an drei Götter glaubenden Christen' töten wird. 'Sprich: 'Wer vermochte wohl etwas gegen Allah, wenn er den Messias, den Sohn der Maria, seine Mutter und jene, die allesamt auf der Erde sind, vernichten will?' Sure 5:17 (Ibn Rassoul; hinzugefügt von der Übersetzerin). Allerdings hört der Koran beim Leugnen des Sohnes und der Dreifaltigkeit keinesfalls auf.

Der Islam leugnet das Kreuz

Mit Tränen in den Augen warnte Paulus die Thessalonicher davor, dass 'viele als Feinde des Kreuzes Jesu leben' (Thessalonicher, 3:18). Es darf uns daher nicht überraschen, dass der Islam auch das zentralste Ereignis der Erlösung in der Geschichte leugnet: Die Kreuzigung Jesu. Der Koran spricht über die Juden zu Jesu Lebzeiten in folgender Weise:

    ... und wegen ihrer Rede: 'Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet,' während sie ihn doch weder erschlagen noch gekreuzigt hatten, sondern dies wurde ihnen nur vorgetäuscht; und jene, die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darüber; sie haben keine Kenntnis davon, sondern folgen nur einer Vermutung; und sie haben ihn nicht mit Gewissheit getötet. Vielmehr hat Allah ihn zu Sich emporgehoben, und Allah ist Allmächtig, Allweise. Sure 4:157-158 (Ibn Rassoul).

Islamische Gelehrte warten mit widersprüchlichen Theorien hinsichtlich dessen auf, was mit Jesus aus ihrer Sicht passiert sein musste. (Ironischerweise sind sie diejenigen, die lediglich Vermutungen folgen).

Aber trotz der Unfähigkeit der Muslime, hierüber zu einem Konsens zu gelangen, sind sie sich über eines einig: Er wurde nicht gekreuzigt! Diese oben zitierte Passage des Koran stellt zumindest dies klar heraus.

Wie beeinflusst der antichristliche Geist Muslime?

Der Islam leugnet auf ganz spezifische und vorsätzliche Weise die drei Glaubensinhalte, die - den Worten Johannes zufolge - ebenfalls vom antichristlichen Geist geleugnet werden. Der Koran leugnet diese Aspekte nicht nur, sondern verabscheut offenkundig diejenigen, die daran glauben, bezichtigt sie der Gotteslästerung und verflucht sie sogar.

Wie aber beeinflussen diese koranischen Attitüden Muslime? Die folgende Aussage mag hart klingen, aber in all den Jahren meines sozialen Engagements, des inter-religiösen Dialogs und lockeren Gesprächen mit Menschen, die keine Christen sind, habe ich durch meine persönlichen Erfahrung festgestellt, das es nur zwei Gruppen gibt, die ihre tiefsitzende Verachtung und ihren Hohn gegenüber dem Evangelium am meisten und häufigsten zum Ausdruck bringen, nämlich Satanisten und Muslime.

Ich möchte damit keinesfalls behaupten, dass ich alle Muslime mit Satanisten in einen Topf werfe. Ich bin vielen wunderbaren und anständigen Muslimen begegnet, die der christlichen Glaubenslehre niemals mit offener Respektlosigkeit gegenüber getreten sind, auch wenn diese höfliche Art vielleicht nicht ihre wahren Gedanken reflektiert. Aber ich bin ganz ehrlich, wenn ich sage, dass - was meine Erfahrung in Bezug auf Angriffe gegen die Heilige Botschaft betrifft - nur Satanisten und Muslime eine solche Intensität an Gehässigkeit hervorbringen.

Obwohl es viele Religionen oder Glaubenssysteme gibt, die nicht mit der christlichen Lehre übereinstimmen, so passt die Rolle einer Religion, die existiert, um die Kernlehren des Christentums zu leugnen, nur auf den Islam. Wenn man den Worten des Korans nachgeht, so sind es insbesondere die Trinität, die Fleischwerdung und der Kreuztod bzw. die Aufopferung Jesu Christi für die Sünden der Welt eben die Aspekte der christlichen Glaubenslehre, die von Muslimen immer wieder am meisten angegriffen und verhöhnt werden.

Ich habe mir schon eine Vielzahl von Anschuldigungen anhören müssen, u.a. dass ich wegen meines Glaubens an den historischen christlichen Gott nichts anderes sei als ein heidnischer Götzendiener. Oftmals wurde mir gesagt, dass die Lehre von der Aufopferung Jesu so archaisch und heidnisch sei wie ein Menschenopfer an eine Art 'Vulkangottheit'. Ich bin beschuldigt worden, an einen Gott zu glauben, der ein 'sadistischer Kindschänder' ist. Ich habe gesehen, wie Jesu Kreuztod mit einem Selbstmordattentat und der Gott der Christenheit mit einem 'blutrünstigen Vampir' verglichen wurden.

Wenn Sie Christ sind und eine Liebe zu Gott empfinden, werden Sie diese Aussagen sicher traurig stimmen. Nicht anders ergeht es mir, und ich entschuldige mich dafür, diese Dinge hier zu wiederholen. Ich gebe diese Angriffe keineswegs wieder, um negative Gefühle gegenüber Muslimen zu provozieren. Ich bitte Sie darum, derartigen Gefühlen auf keinen Fall nachzugeben! Ich möchte Sie auf den offenkundig antichristlichen Geist im Islam aufmerksam machen und Ihnen zeigen, wie er sich durch die Aussagen vieler Muslime manifestiert. Es sollte uns daher nicht überraschen, dass in einer der vielen biblischen Darstellungen, in denen der Antichrist beschrieben wird, sich dieser sehr gern in lästerlichen Reden über Gott und die Bibel ergießt:

    "Der König handelt nach seiner Willkür; er überhebt sich und stellt sich gegen jeden Gott, und gegen den Gott der Götter redet er vermessen" (Daniel 11:36).

    Selbst gegen den Höchsten führt er vermessene Reden; er bedrückt die Heiligen des Höchsten und sinnt darauf, Festzeiten und Gesetze zu ändern. (Daniel 7:25).

Der Koran selbst bringt gerade solche Gotteslästerungen zum Ausdruck. Seit vielen Jahren führe ich einen kontinuierlichen Dialog mit einer Vielzahl von Muslimen aus der ganzen Welt, und ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass der antichristliche Geist in den o.g. koranischen Versen Blüten treibt, die von ausgesprochener Missbilligung bis hin zu offenkundiger Verabscheuung reichen, und zwar nicht nur gegen den christlichen Glauben an sich, sondern auch gegen Christen als Menschen.

Eingedenk der Tatsache, dass dies nicht immer der Fall ist, muss es uns wirklich überraschen, wenn Muslime sich dann an denjenigen auslassen, die der Koran als Götzendiener und ungläubige Gotteslästerer beschimpft? Und wenn wir realistisch sind, was wird für die Zukunft des Islam am wahrscheinlichsten eintreten: Die Identifikation der Muslime mit dem koranischen Zorn gegenüber Andersgläubigen oder eine freundliche, wohlmeinende Haltung trotz der Flüche, die das heilige Buch des Islam enthält?

Egal ob nun der Islam das antichristliche System ist oder nicht, klar ist jedenfalls, dass die zweitgrößte und schnellst wachsende Religion der Welt seit der Stunde ihrer Entstehung die Quintessenz des antichristlichen Systems darstellt, das die Bibel beschreibt und vor dem sie uns warnt.


13. KAPITEL

Der alte Judenhass im Islam

Während dem Islam der Tag vor Augen schwebt, an dem Christen und Juden en masse zum Islam konvertieren werden, macht er in seiner Endzeitprophetie zwischen Christen und Juden hinsichtlich ihres Schicksals einen Unterschied. Aus der islamischen Version der Letzten Tage ist zu entnehmen, dass alle Christen entweder den Islam annehmen oder getötet werden. Die Betrachtung dieses Szenarios lässt allerdings nicht gerade den Schluss zu, dass der Islam in irgendeiner Form eine wirkliche Affinität zu Christen oder zum Christentum hat.

Wenn wir jedoch die islamische Lehre und ihre Tradition in Bezug auf das Schicksal der Juden analysieren, steigt ein eher beklemmendes Gefühl der Kälte auf, da das einzige, was der Islam für die Juden bereit hält, eine totale Endschlacht ist. Wir können anhand der islamischen Tradition einen finsteren und anhaltenden Hass gegenüber Juden erkennen, der mit der Ideologie des Nazitums nahezu identisch ist. Der Koran und die islamischen Traditionen unterstützen und nähren diese Ideologie des Hasses.

Zum Thema Juden sagt der Koran beispielsweise:

    Und Wir haben unter ihnen Hass und Zwietracht bis zum Tage der Auferstehung gesät. Sooft sie ein Feuer für den Krieg anzündeten, löschte Allah es aus, und sie trachteten nur nach Unheil auf Erden; und Allah liebt nicht die Unheilstifter. Sure 5:64 (Ibn Rassoul).

Dieser Vers macht deutlich, dass es 'Zwietracht und Hass' gegenüber den Juden bis zum Ende der heutigen Zeit geben wird. Diejenigen, die behaupten, der Zorn des Korans gegenüber den Juden sei lediglich auf spezifische historische Ereignisse in Mohammeds Karriere zurückzuführen, sind hiermit eines besseren belehrt. Der Koran portraitiert Juden nicht nur als Kriegstreiber, verantwortlich für jegliche Missetaten auf Erden, sondern sagt damit, dass Allah von den Juden derart angeekelt war, dass er sie verfluchte und viele von ihnen in 'Affen und Schweine' verwandelte, ihnen somit den niedrigsten, untermenschlichen Rang gab:

    Und als sie trotzig bei dem verharrten, was ihnen verboten worden war, da sprachen Wir zu ihnen: 'Werdet denn verächtliche Affen!' Sure 7:166 (Ibn Rassoul).

    Sprich: 'Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? Es sind jene, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen, Schweine und Götzendiener gemacht hat. Diese befinden sich in einer noch schlimmeren Lage und sind noch weiter vom rechten Weg abgeirrt.' Sure 5:60 (Ibn Rassoul).

    Und gewiss habt ihr diejenigen unter euch gekannt, die das Sabbath-Gebot brachen. Da sprachen Wir zu ihnen: 'Werdet ausgestoßene Affen!' Sure 2:65 (Ibn Rassoul).

Unter den mehr antisemitisch orientierten, lautstarken Muslimen erfreuen sich diese Verse mittlerweile besonderer Beliebtheit. Walid Shoebat, ein Ex-Muslim, wuchs auf palästinensischem Gebiet auf. Er erinnert sich, dass er als Kind an einen Schulausflug in den Jerusalemer Zoo teilnahm: 'Der islamische Lehrer sagte uns damals: 'Da schaut, der Gorilla dort war ursprünglich ein Jude.' Wenn ich mir das heute so durch den Kopf gehen lasse, denke ich 'Das ist genau das, was das Nazitum in seiner schlimmsten Form lehrt. Und das wird überall im Mittleren Osten vermittelt.'1.

Während die Nazis Juden als untermenschliches Gift bezeichneten, um ihre menschenverachtende Behandlung an ihnen zu rechtfertigen, folgt die muslimische Welt dem Aufruf des Koran, die jüdische Rasse zu entmenschlichen.

Nun wird an dieser Stelle ein unternehmenslustiger Muslim-Apologet schnell zur Stelle eilen und behaupten, dass es trotz der vielen Koranverse, die Negatives über Juden zum Ausdruck bringen, doch auch positive Verse zum Thema Juden gibt. Wohl wahr, doch leider sehr irreführend.

Mark M. Gabriel, ein Ex-Muslim, Ex-Imam sowie früherer Professor für islamische Geschichte an der Al-Azhar Universität in Kairo, spricht in seinem lesenswerten Buch Islam and the Jews über dieses Missverständnis hinsichtlich der islamischen Haltung gegenüber Juden. Gabriel erklärt, dass - nach islamischer Theologie - die als wohlmeinend erscheinenden Verse des Koran in Wirklichkeit keine Gültigkeit mehr haben (manshook) und durch Verse ersetzt wurden, welche Mohammed zu einem späteren Zeitpunkt in seiner 'prophetischen' Karriere geoffenbart worden waren [Prinzip der Abrogation; Übersetzerin]. Dies basiert auf dem Konzept der progressiven Offenbarungen im Islam, wobei mit Koranversen, die sich widersprechenden, so verfahren wird, dass die auf spätere Offenbarungen zurückzuführenden Verse ältere Verse als nichtig bzw. ungültig erklären. Dies ist eine festgelegte und wohl bekannte Doktrin im Islam, die man Nasik 2 nennt. Viele Korane enthalten im Anhang eine Liste, die Muslimen darüber Aufschluss geben, welche Verse gültig sind und welche nicht. Durch die hitzigen und aggressiven Verse gegenüber Juden aus späterer Zeit werden die früheren, milderen Verse automatisch ungültig. Bei der Entwicklung des Antisemitismus im Islam ist nicht nur der Koran von Bedeutung, sondern auch die berüchtigten Hadithe mit den Verkündungen der Endschlacht gegen die Juden. Wir haben diese Tradition bereits mehr als einmal zitiert, aber hier zur Erinnerung noch einmal:

In der Letzten Stunde werden Muslime gegen Juden kämpfen. Da die Juden ein Bestandteil der Armee des Dajjal sind und Muslime die Soldaten des Propheten Jesus, werden sie gegeneinander kämpfen, und die Muslime werden siegreich sein bis selbst ein Stein oder ein Baum sagen wird: Komm her, Muslim, hinter mir versteckt sich ein Jude, töte ihn.

Dieser apokalyptische Glaube an eine zukünftige Schlacht gegen Israel und den Mord an allen Juden ist ein tiefsitzender Glaube, der unter vielen Muslimen weit verbreitet ist. Und wir müssen uns vor Augen halten, dass sowohl die antisemitische Tradition als auch die entsprechenden Verse des Koran weit über tausend Jahre alt sind und nicht einfach anhand des heutigen Konflikts mit Israel erklärt werden können.

Obwohl viele Zeitgenossen den Zionismus mit seinem angeblich 'naziähnlichen' Missbrauch der Palästinenser als unterdrückte Opfer verantwortlich machen, kann dies einer ehrlichen und informationsgerechten Sicht nicht Stand halten.

Die feindselige Haltung des Islam gegenüber Juden existiert seit er ins Leben gerufen wurde. Sie ist also nicht neu. Heute ist der Islam und die muslimische Welt de facto die am stärksten treibende antisemitische Kraft auf der Welt. Es sind insbesondere die Palästinenser, die die Schablone einer antisemitischen Apokalypse geschickt als Grundlage für ihre Aktionen gegen Israel und die Juden zu instrumentalisieren wissen. Diese Schablone ist zwar eine der Hauptfaktoren, die dem aktuellen und andauernden Konflikt den Treibstoff liefert, wird aber von säkularen Beobachtern, die der Situation auf der Basis moralischer Gleichstellung auf den Grund zu gehen versuchen, allzu häufig übersehen. All die folgenden Zitate sind übersetzte Teile aus Predigten, die in den letzten Jahren von Sheik Ibrahim Mahdi geleitet wurden, dem offiziell bestellten Imam der Palästinensischen Autorität. Achten Sie insbesondere auf die frappierende Ähnlichkeit mit den bisher diskutierten Versen und Traditionen, die zur Rechtfertigung und Unterstützung des Judenhasses herangezogen werden:

    "Wir [sind] die palästinensische Nation, unser von Allah gegebenes Schicksal ist es, Vorreiter im Krieg gegen die Juden bis zum Tag der Auferstehung von den Toten zu sein, wie der Prophet Mohammed sagt: 'Die Auferstehung von den Toten wird nicht kommen bis ihr die Juden bekämpft und sie tötet ...' Wir, die Palästinenser sind die Vorreiter in diesem Unternehmen und dieser Kampagne, ob wir es wollen oder nicht ... (Hervorgehobenes; Autor)

    Oh, unsere arabischen Brüder ... Oh, unsere muslimischen Brüder ... Lasst die Palästinenser im Kampf gegen die Juden nicht allein ... auch wenn es uns geboten wurde, die Vorreiter zu sein ... Jerusalem, Palästina und Al Aksa [Tempelberg], das Land, das Allah gesegnet hat und seine umgebenden Gebiete werden im Zentrum des Ringens zwischen Wahrheit und Falschheit, zwischen Juden und Nicht-Juden auf diesem heiligen Boden verbleiben, unabhängig davon, wie viele Verträge unterzeichnet, egal wie viele Abkommen und Bündnisse ratifiziert worden sind.

    Denn die Wahrheit ist der Koran, so wie sie durch die Worte des Propheten Mohammed bestätigt wurden, dass die entscheidende Schlacht in Jerusalem und ihrer umgebenden Gebiete sein wird: 'Die Auferstehung von den Toten wird nicht kommen, bis ihr in den Kampf zieht gegen die Juden.'

    Die Schlacht mit den Juden wird sicher kommen ... der entscheidende Sieg der Muslime kommt ohne jeden Zweifel, und der Prophet sprach in mehr als einem Hadith davon, dass der Tag der Auferstehung nicht ohne den Sieg der Gläubigen [die Muslime] über die Nachkommen der Affen und Schweine [die Juden] und ihrer Ausrottung kommen wird.'

    Oh Allah, nehme unsere Märtyrer im höchsten Himmel auf ... Oh Allah, zeige den Juden, was ein schwarzer Tag ist ... Oh Allah, hisse die Flagge des Djihad über dem ganzen Land ... 5

Während die Welt begierig auf eine friedliche Koexistenz des jüdischen und palästinensischen Volkes wartet, rühren mit diesen Worten Imame - immerhin religiöse Autoritäten des palästinensischen Volkes - mit voller Unterstützung und Zustimmung seitens der politischen Führung unaufhörlich die Kriegstrommeln für den 'letzten Krieg' und damit für die Endschlacht gegen die Juden.

Satans alter Hass gegenüber den Juden

Wenn wir den Geist im Islam mit dem Geist vergleichen, der sich hinter der Herrschaft des Antichristen und des Falschen Propheten verbirgt, finden wir in beiden den selben alten Hass gegen das jüdische Volk. Dieser Hass ist auf Satan selbst zurückzuführen. Seitdem Gott seine Vorliebe gegenüber dem jüdischen Volk zum Ausdruck gebracht hat, wütet Satan gegen es. Satans Wege zur Umsetzung dieses Hasses haben sich durch einige große Imperien gezogen. Dies sind die Imperien des 'Tieres', die wir in Kapitel zehn untersucht haben. Satans Versuche, das jüdische Volk zu zerstören, sehen wir in der Bibel durch:

  1. den Pharao, Herrscher Ägyptens, der das Abschlachten eines jeden männlichen Kindes der Hebräer befahl (Exodus 1:5-22);

  2. Salmanasser, des Herrschers von Assur, als er das nördliche Königreich Israels eroberte und zehn der zwölf Stämme gefangen nahm und sie ins Exil trieb (2 Könige 17:5,6),

  3. Nebukadnezzar, des babylonischen Herrschers, der bei seinem Angriff auf Jerusalem, der Hauptstadt des südlichen Königreiches von Judea, die übrigen Juden ins Exil trieb (2 Könige 24:10-16);

  4. Haman, der als Vizeherrscher über das Medo-Persische Reich den Mord an jedem Juden im Reich anstrebte (Ester 3:9);

  5. Antiochus Epiphanes, des griechischen Herrschers über Syrien, als er Jerusalem belagerte, was der jüdische Historiker Josephus als eine der blutigsten Belagerungen in der Geschichte Israels beschreibt (Daniel 8:23-25; 1 Makkabäer 1-6);6

  6. Titus, des römischen Kaisers, der Jerusalem angriff und einnahm, was zur Ermordung von über 1,1 Millionen Juden führte. Über 97,000 von ihnen wurden versklavt (Wars of the Jews, VI, ix,3)

  7. verschiedene islamische und christliche Reiche, was nicht vergessen werden darf. Sogar das Christentum (wenn auch in pervertierter Form) ist ganz und gar nicht unschuldig an der blutigen Geschichte des jüdischen Volkes;

  8. Adolf Hitler, der Führer Deutschlands, der während des zweiten Weltkrieges über 6 Millionen Juden hinrichten ließ;

  9. den Antichristen und den Falschen Propheten und ihr zukünftiges Reich, deren Angriff auf Jerusalem zwei Drittel der Einwohner Israels töten wird, deutlich von den Sacharja und Ezekiel prophezeit (Sacharja 13:8, 9; Ezekiel 38).

Jeder, der nachdenkt, müsste an dieser Stelle innehalten und sich fragen: Was, wenn nicht ein antimenschlicher, dämonischer Hass, kann Grund für eine solch blutige und schmerzvolle Geschichte eines Volkes sein? Wer könnte solch finstere und anhaltende Angriffe gegen ein einziges Volk instigieren, das nur einen winzigen Teil der gesamten Weltbevölkerung ausmacht, egal wo seine Zugehörigen leben? Wer sonst als der Leibhaftige? Allein die Geschichte des jüdischen Volkes ist Beweis für offene Denker, dass das Böse existiert und dass es diejenigen hasst, von denen Gott sagte, sie seien sein 'Augapfel' (Sacharja 2:8).

Schlussfolgerungen

Die Geschichte der Menschheit ist von Kräften durchzogen, die bereit sind, Satans Hass gegen das jüdische Volk zu manifestieren. Noch beängstigender ist die Tatsache, dass sich in den heiligen Texten aller drei monotheistischen Religionen abermals ein Angriff gegen die Juden abzeichnet, diesmal ein noch schlimmerer als die, die vorangegangen sind.

In der Bibel sind es insbesondere der Antichrist und der Falsche Prophet sowie ihre Gefolgschaft, die bereit sind, als Handlanger Satans in die Letzte Schlacht zu ziehen.

Im Islam sind es der Mahdi und der Muslim Jesus und - den Texten des Islam zufolge - 'gläubige Muslime', die für solche Grausamkeiten bereit sind.

Diesbezüglich erfüllt der Islam in der Tat die Hauptmerkmale des antichristlichen Geistes und eines antisemitischen Geistes, dessen Hunger unstillbar ist.


14. KAPITEL

Endzeit-Martyrium

Während das letzte Kapitel den konzentrierten Hass und den mörderischen Geist des Islam in Bezug auf das jüdische Volk zum Thema hatte, behandelt dieses Kapitel im allgemeinen Sinn die weltweite Verfolgung und das Martyrium, das jeder in den letzten Tagen der Trübsalzeit erfahren wird, der ein Jünger Jesu ist oder der sich weigert, ein Moslem zu werden.

Enthauptungen in den 'letzten Tagen'

In dem Buch der Offenbarung Kapitel 20 sieht der Apostel Johannes eine besondere Gruppe von Menschen. Johannes gibt uns hier eine sehr kurze Zusammenfassung von dem, was er sieht. Im Besonderen beschreibt er die zukünftigen Endzeit-Märtyrer:

    Offenbarung Kapitel 20, Vers 4: "Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus.

Bei diesem Vers verweilte ich oft. Die Bibel sagt, dass in den letzten Tagen die Enthauptung im Besonderen die vorrangige Methode sein wird, durch welche Menschen den Märtyrertod erleiden. Sie werden in erster Linie 'um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen' getötet. Es ist befremdlich, wenn man sich das bildlich vorstellt. Deutet die Bibel an, dass weltweit auf jedem Marktplatz die Nachbildung einer Guillotine stehen wird? Was sagt die Bibel genau, was passieren wird, dass weltweit die Enthauptung als Standardmittel eingesetzt wird, um Christen zu exekutieren? Als ich versucht habe, mir die Endzeit vorzustellen, habe ich mich oft über diesen Vers gewundert. Es gibt noch weitere Stellen, in der Bibel, die ähnlich lauten. Auch sie sprechen von einer zukünftigen Verfolgung und einem globalen Trend, Christen wegen ihres Glaubens an Jesus Christus zu exekutieren.

Matthäus Kapitel 24, Vers 9: 'Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um Meines Namens willen.'

Hier warnt Jesus Seine Jünger, dass sie, weil sie sich zu Ihm bekennen, gehasst und letztendlich getötet werden. Aber dann gibt es da noch eine prophetische Erweiterung dieser Vorhersage. Jesus sagt, 'dass ihr von allen Nationen wegen mir gehasst werdet'. Jesus prophezeite ein globales Element dieser zukünftigen Verfolgung gegen Christen.

Die folgende Bibelstelle gibt uns einen weiteren Einblick: Johannes Kapitel 16, Verse 1-4: 'Dies habe ICH zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmt. 2Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen., 3Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch Mich kennen. 4ICH aber habe euch dies gesagt, damit ihr daran denkt, wenn die Stunde kommt, dass ICH es euch gesagt habe. Dies aber habe ICH euch nicht von Anfang an gesagt, weil ICH bei euch war.'

In dieser Passage des Johannes-Evangeliums spricht Jesus zu Anfang mit Seinen Jüngern noch nicht direkt über den strengen Endzeit-Kontext. Zuerst warnt Er sie, dass sie in den bevorstehenden Tagen sehen würden, dass Jünger Jesu aus den Synagogen ausgeschlossen werden.

Diese Prophezeiung erfüllte sich voll und ganz nach der Bar Kochba-Rebellion in den Jahren 132-135 n. Chr. Währenddessen fand die endgültige Spaltung zwischen christlicher Gemeinde und Synagoge statt. Bar Kochba war ein falscher jüdischer Messias. Er wurde von höchster Stelle der rabbinischen Autorität jener Zeit unterstützt, dem berühmten Rabbi Ahiva. Aufgrund dessen wurde er vom jüdischen Volk als Messias anerkannt. Als Bar Kochba die Juden in eine Rebellion gegen Rom führte, wurde jeder Jude, der nicht daran teilnahm, als Verräter an der jüdischen Nation angesehen. Die Juden jedoch, die Jünger Jesu waren und die zuvor noch regelmäßig an den Gottesdiensten in den Synagogen teilgenommen hatten, konnten nicht eine Rebellion unterstützen, die von jemandem geführt wurde, von dem sie wussten, dass es ein falscher Messias war. Als Folge wurden die jüdischen Jünger Jesu scharenweise aus den Synagogen ausgeschlossen. Die Prophezeiung von Jesus Christus hatte sich damit im 2. Jahrhundert erfüllt.

Aber im zweiten Teil von Joh 16:2 spricht Jesus von der Endzeit. ER fährt fort: 'Es werden Tage kommen, da werden eure Verfolger noch mehr tun, als euch von den Synagogen auszuschließen. Sie werden euch buchstäblich töten.' Aber der verblüffendste und interessanteste Aspekt dieses Verses ist, wie gesagt, der zweite Teil von Vers 2 Seiner Aussage. Er sagt nämlich: 'Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.' Und in diesem Teil von Vers 2 liegt der Schlüssel.

Wie könnte in der heutigen Zeit jemand denken, dass Gott das Töten anderer Menschen fordert, nur weil sie an etwas anderes glauben? Das ist ein völlig befremdliches Konzept für das Verständnis der westlichen Welt. Aber es ist in der Geschichte wohl bekannt. Sowohl der Islam als auch das Christentum - Katholiken und Protestanten - haben sich dessen schuldig gemacht, indem sie diejenigen ermordeten, die sie für Abtrünnige von der wahren Religion hielten. Der Dschihad (heiliger Krieg), die Kreuzzüge und die Inquisition - das alles passt in die Kategorie 'Mord für Gott und in seinem Namen'. Eines ist sicher, ein absolut notwendiger Bestandteil einer jeden solchen Bluttat geschieht in der Überzeugung, dass Gott dahinter steht und sogar den Befehl zu solchen Exekutionen gibt.

Es ist unvorstellbar, dass ein Glaubenssystem oder eine Philosophie der Erde so etwas herbeiführen könnte, es sei denn, es handelt sich dabei um eine etablierte Weltreligion. Während totalitäre Regierungen sicher die Fähigkeit haben, so etwas herbeizuführen, sagt dieser Vers speziell, dass es sich bei denen, die diese Exekutionen durchführen, um Menschen handelt, die glauben, damit Gott zu dienen. Nein, dabei wird es sich um ein religiöses System handeln, das sich selbst als irdischer Verwalter einer globalen göttlichen Regierung sieht. Es muss sich selbst als Gottes einzige Organisation oder Gemeinschaft auf Erden betrachten. Nur solch ein Szenario kann die Aktion erklären, die wir in den obigen Versen gelesen haben.

Zusammenfassung

Wenn wir die drei oben genannten Bibelstellen vergleichen, bekommen wir ein ganz genaues Bild darüber, wie in der Endzeit Verfolgung und das damit verbundene Martyrium aussehen wird:

  1. Die Verfolgung wird global sein.

  2. Notwendigerweise wird es sich hier um ein Glaubenssystem handeln, das sich selbst dazu berufen fühlt, eine göttliche Regierungsrolle auf Erden zu spielen.

  3. Es wird die besondere Methode der Enthauptung zur Exekution einführen.

Somit haben wir eine globale Religion, die sich selbst für eine von Gott berufene Autorität hält und die sich erlaubt, alle zu köpfen, die diese Religion nicht annehmen wollen. Und wenn wir die verschiedenen Religionssysteme betrachten, die heute auf der Erde existieren, dann gibt es nur den Islam, der diese Kriterien erfüllt.

Enthauptungen in den Nachrichten

Als ich begann, dieses Buch zu schreiben - es war Ende 2004 - kamen aus dem Irak, aus Saudi Arabien und einigen anderen Ländern Nachrichten - die man heute jede Woche hört -, dass Christen von radikalen Islamisten enthauptet worden sind. Daraufhin ist eine Debatte darüber entstanden, ob diese Praxis in der Tat 'islamisch' ist oder nicht, oder ob es sich um eine barbarische Methode einiger Radikaler handelt, die den eigentlichen Prinzipien des Islam dadurch Gewalt antun. Unter den öffentlichen Aussagen, die von den westlichen Medien absichtlich herausgepickt wurden, sind solche, die besagen, dass es sich dabei um Vorfälle handelt, die nichts mit dem 'wahren Islam' zu tun haben. In den meisten Fällen nehmen die westlichen Medien diese Nicht-Eingeständnisse auf und drucken sie, ohne sie zu hinterfragen.

Aber wenn wir nicht nur die islamische Tradition und Geschichte überprüfen, sondern auch die 'Worte von der Straße' unter die Lupe nehmen, mit denen die Muslime von heute ihre Gefühle und Meinungen zum Ausdruck bringen, wie sie in Internet-Kommentaren und in Chat-Gruppen veröffentlicht werden, entdecken wir eine ganz andere Realität. In islamischen Foren im Internet debattiert man die Rechtmäßigkeit oder Nicht-Legitimität solcher Aktionen, seitdem sie in den Schlagzeilen stehen.

Ein Artikel von 'CBS-News' mit der Überschrift Saudi Arabia 's Beheading Culture (Die Enthauptungskultur von Saudi Arabien) vom 27. Juni 2004 hatte auch einige dieser Internet-'Gespräche' aufgegriffen:

'In den vergangenen Wochen ist die Enthauptung zu einem beliebten Thema in den islamischen Foren geworden, welche hauptsächlich von Radikalen genutzt werden. Viele Teilnehmer beschreiben sie als den , einfachsten' Weg, um einen Amerikaner oder einen Saudi von der Königsfamilie zu töten. 'l

Den einzigen Fehler, den 'CBS-News' dabei beging, war, vorauszusetzen, dass es sich bei den meisten Teilnehmern, die solche Foren nutzen, um 'Radikale' handeln würde. Ich habe selbst an einigen solcher islamischen 'Gemeinschaften' teilgenommen und mich vielen Muslimen solcher Gruppen angenommen. Viele der Forenmitglieder leben derzeit in Amerika und in Kanada und sind vom Christentum zum Islam konvertiert.

Während der Autor des 'CBS-News'-Artikels voraussetzt, dass es sich aufgrund der barbarischen Natur solcher Diskussionen, allesamt um 'Radikale' handelt, habe ich herausgefunden, dass viele von ihnen einfach nur Menschen sind, die ihren muslimischen Glauben so ernst nehmen, wie ich, als Christ, meinen. Während einige der Diskussionsteilnehmer in diesen Gruppen über die jüngsten Enthauptungen empört und beschämt waren, scheint sich die Mehrheit jedoch vielmehr auf die Fragen im Hinblick auf die islamische Lehre zu konzentrieren, wie z. B. ob die Enthauptungen korrekt durchgeführt wurden oder ob die Opfer jetzt immer noch als Feinde zu betrachten seien oder als Unschuldige usw.

Sam Hamod, der frühere Direktor des 'Islamischen Zentrums' in Washington D.C. nutzte die Gelegenheit, sich zu diesem Thema zu äußern, indem er in der 'Washington Times' einen Artikel veröffentlichte, in welchem er die Enthauptungen keineswegs verurteilte, sondern stattdessen beanstandete, dass die Männer, die mit den Enthauptungen im Irak und anderswo beauftragt waren, sie falsch ausgeführt hätten:

'Man kann das nicht so machen, wie die Idioten im Fernsehen. Die richtige Methode ist, diesen Personen die Kehle durchzuschneiden und nicht, ihnen den ganzen Kopf abzuhacken.'

Mohammeds Beispiel für eine islamische Enthauptung

Die Enthauptung im Islam ist kein neues Phänomen. Aufgrund des totalen Widerwillens vieler im Westen im Hinblick auf die jüngste Praxis radikaler Muslime im Irak und anderswo haben viele moderate Muslime und muslimische Apologeten wiederholt die Behauptung aufgestellt, dass das Köpfen keine offizielle islamische Sanktionsmaßnahme sei. Sie sagen, dies würde gegen die Basislehren des Islam verstoßen. Diese Behauptungen werden aufgestellt, um dem westlichen Betrachter ein besseres Bild vom Islam zu zeichnen. Leider werden diese Aussagen entweder aus Ignoranz der islamischen Geschichte gemacht oder mit der aktiven Absicht zu täuschen. Doch in Wahrheit ist die Enthauptung das Erbgut des Islam schlechthin. Die Enthauptung wird nicht nur als spezielle Strafmaßnahme von Feinden im Koran gefordert, sondern sie war - wie wir noch sehen werden - eine bevorzugte Tötungspraxis von Mohammed und seinen Anhängern.

Als Mohammed seine Laufbahn der Gewalt und Aggression begann, war seine muslimische Kriegertruppe noch recht klein. Karawanen, die zwischen Mekka und Damaskus hin- und herreisten, wurden zu Mohammeds leichten Zielobjekten. Da das Leben der Bewohner von Mekka von diesen Karawanen abhing, waren sie nach einigen Überfällen von Seiten Mohammeds und seiner Plünderbande mehr als beunruhigt. Schließlich kamen Männer aus dem Stamm Quraisch von Mekka, um Mohammed und seine Männer anzugreifen. Dieser Kampf, der als die 'Schlacht von Badr' bekannt wurde, brachte Mohammed und seiner ganz jungen Armee einen überraschenden Sieg über die Männer von Quraisch ein. Unter denen, die erschlagen wurden, war Aba Hakam.

'Aba Hakam war schwer verwundet, aber noch am Leben, als Abdullah, der Diener Mohammeds zu ihm heraufgeeilt kam, seinen Fuß auf Aba Hakams Hals setzte, dessen Bart festhielt und damit begann, den tödlich verletzten Mann, dem sein eigenes Volk den Namen ,Vater der Weisheit' gegeben hatte, zu beleidigen. Abdullah schnitt Aba Hakams Kopf ab und brachte ihn seinem Herrn. ,Das Haupt des Feindes von Allah!' rief Mohammed voller Freude. ,Allah, es gibt keinen anderen Gott außer ihn!' ,Ja, es gibt keinen anderen', versicherte Abdullah, als er dem Propheten den abgetrennten Kopf vor die Füße warf. ,Der ist mir lieber', rief Mohammed, der kaum seine Freude verbergen konnte, ,als das erlesenste Kamel von ganz Arabien.'' 3

Von da an nahm leider der Blutdurst von Mohammed und seinen Anhängern zu. Im Jahr 627 n. Chr. überwachte Mohammed das, was man nur als eine Massenabschlachterei bezeichnen kann. Mohammed und seine Armee belagerten ein jüdisches Dorf von Qurayzah. Nach 25 Tagen hofften die umlagerten Dorfbewohner, Mohammed würde sich ihnen als gnädig erweisen. Stattdessen ließ Mohammed seine Soldaten mehrere Schützengräben ausheben und zwang zwischen 600 und 900 Männer dort hinein. Sie wurden allesamt von den Soldaten geköpft. Die Schützengräben wurden zu Massengräbern. In Ibn Ishaqs Buch 'Sirat Rasul', der ältesten und besterhaltensten Biografie Mohammeds lesen wir folgenden grausamen Bericht:

    'Dann wurden sie (die Dorfbewohner von Qurayza) umlagert, und der Gesandte (Mohammed) hielt sie in Mekka gefangen. Dann ging der Gesandte zum Marktplatz von Medina (der heute noch existiert) und ließ dort Schützengräben ausheben. Anschließend ließ er sie holen. Und als sie ihm in Scharen zugeführt wurden, schlug er ihnen die Köpfe ab ... Es waren insgesamt 600 oder 700, obwohl manche ihre Zahl mit 800 bzw. 900 angaben ... Dies ging solange weiter, bis der Gesandte allesamt getötet hatte.' 4

Nach dieser Massenabschlachterei erwachte offensichtlich etwas in Mohammed. Diese 600 bis 900 Männer aus Quarayza, die er geköpft hatte, waren ihm offensichtlich nicht genug. Schon bald nach diesem Vorfall ließ er 400 weitere Juden köpfen. Mohammed war mit zwei Gruppen verbündet: Den Khazrej und den Aus. Die Khazraj wurden mit der Enthauptung der 400 Juden beauftragt, und die Aus standen dabei und sahen zu. Als Mohammed an den Gesichtern der Khazrej sah, dass sie Spaß daran hatten, all diese Männer zu köpfen und die Aus nur tatenlos zusahen, gab er ihnen den Befehl, die letzten zwölf Enthauptungen durchzuführen.

'Abu 'Ubayda erzählte mir etwas über die Autorität von Abu 'Amir, dem Meder, als der Gesandte (Mohammed) sich die besseren Söhne des jüdischen Stammes Qurayza herausnahm, von denen er etwa 400 gefangen genommen hatte, die sich mit den Aus gegen die Khazraj verbündet hatten und gab den Befehl, dass sie enthauptet werden sollten. Die Khazraj schnitten ihnen daraufhin mit sichtlicher Genugtuung die Köpfe ab. Der Gesandte sah an den Gesichtern der Khazraj, wie sehr ihnen das Freude machte; aber es gab keinerlei Anzeichen davon auf der Seite der Aus. Und als er sah, dass nur noch 12 übrig waren, übergab er diese den Aus. Jedem zweiten von ihnen überließ er einen Juden und sagte: ,Auf diese Weise müsst ihr sie töten, und so müsst ihr ihnen die Köpfe abschneiden.'' 5

Später fand unter Mohammed eine weitere Massenenthauptung statt, als er mit seinem Heer von 10 000 Mann zurück in die Stadt Mekka kam. Dort rief er die Krieger seines Heers aus Medina zusammen und sagte zu ihnen: 'Seht ihr die Soldaten von Quraisch (von Medina)? Geht hin und schlachtet sie ab!'

Mark A. Gabriel erklärt die Bedeutung des arabischen Wortes, das Mohammed für 'abschlachten' gebrauchte:

'Das arabische Wort für ,abschlachten' ist mit dem Bild eines Bauern gleichzusetzen, der mit einer Sense seinen Weizen erntet. Mit anderen Worten sagte Mohammed zu ihnen: ,Trennt ihnen die Köpfe von den Leibern, so wie ihr Früchte von dem Ast eines Baumes schlagen würdet.'' 6

Dort war es, wo alles mit Mohammed begann. Aber da endet es mit Sicherheit nicht. Wir müssen bedenken, dass alles, was auch immer Mohammed gesagt oder getan hat, als maßgebend und inspiriert angesehen wird, genauso wie der gesamte Koran selbst. Es sind die Taten Mohammeds, die das Lebensmodell vordiktieren, welches Allah als seinen Willen für alle Muslime bestimmt hat:

'So ihr Allah liebet, so folget mir (Mohammed).' Sure 3 (Das Haus), Vers 31 (Shakir)

'Wahrlich, in dem Gesandten Allahs (Mohammed) hattet ihr ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.' Sure 33 (Die Verbündeten), Vers 21

Durch diese Abschlachtung der Männer dieser jüdischen Dörfer hat Mohammed ein Muster von dem vorgegeben, was Allah bestimmt und sogar allen gläubigen Muslimen geboten hat.

Enthauptung durch Mohammeds Anhänger

Nach Mohammeds Tod wurde Abu Bakr, dessen bester Freund und Nachfolger, der erste 'recht geleitete' Kalif des Islam. Abu Bakrs General war Khalid bin al-Walid al-Makhzumi, der ebenfalls unter der Führung Mohammeds kämpfte. Unter dem Propheten kämpfte er so effektiv, dass er sich den Titel Das Schwert Allahs verdiente.

Unter dem Befehl Abu Bakrs weitete Khalid die Einladung, den Islam anzunehmen, auf die Menschen in ganz Arabien aus. Diese 'Einladung' war jedoch in Wahrheit nichts anderes als eine offene Androhung von Krieg und Tod für all diejenigen, die sich weigerten zu konvertieren und sich der Herrschaft des Islam zu unterwerfen. Die tatsächliche Einladung liest sich wie folgt:

    'Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen von Khalid bin al-Walid an die Gouverneure von Persien: Nehmt den Islam an, damit ihr in Sicherheit lebt. Wenn nicht, dann schließt einen Vertrag mit mir und zahlt die Jezia-(Kopf-)Steuer. Andererseits habe ich euch ein Volk mitgebracht, das den Tod genauso liebt wie ihr das Weintrinken.'

Nach dieser 'Einladung' weigerten sich viele, zum Islam zu konvertieren. Unter denen, die diese 'Einladung' ausschlugen, war eine Gruppe Perser und Christen aus Ullays am Euphrat. Khalid griff diese im Jahr 633 n. Chr. an. Es kam zu einer erbitterten Schlacht, und währenddessen gelobte er Allah, dass er, wenn er sie besiegen könnte, er den Kanal, welcher das Dorf umgab, buchstäblich mit ihrem Blut fließen lassen würde. Er gab den Befehl, dass alle Besiegten lebend gefangen genommen werden sollten. Es waren so viele Gefangene, dass es insgesamt anderthalb Tage dauerte, um alle Männer zu köpfen. Das Blut der Opfer gerann jedoch, und Khalids Truppen sahen sich genötigt, Wasser in den Kanal zu lassen, damit es sich von dem Blut der Erschlagenen rot färbte und das Wasser rot floss, damit Khalid seinen Schwur einhalten konnte.

Abu Jafar Muhammad ibn Jarir At-Tabari der islamische Historiker und Theologe beschrieb dieses Ereignis wie folgt:

    'Khalid sagte: ,O Allah, wenn du uns ihre Schultern überlässt, verpflichte ich mich dazu, keinen von ihnen am Leben zu lassen, den wir überwältigen können, so dass der Kanal von ihrem Blut fließt.' Dann errang Allah den Sieg für die Muslime und überließ ihnen deren Schultern. Nun befahl Khalid seinem Verkünder, er solle seinen Männern proklamieren: ,Nehmt sie gefangen! Nehmt sie gefangen! Tötet sie nicht, es sei denn sie leisten weiterhin Widerstand.'Die Folge war, dass die Kavallerie massenhaft Gefangene brachte. Khalid bestimmte dann die Männer, die ihnen im Kanal die Köpfe abschneiden sollten. Das Ganze dauerte einen Tag und eine Nacht. Am nächsten Tag nahmen sie die Verfolgung der anderen wieder auf, und am darauf folgenden Tag kamen sie nach Nahrayn und von da aus ging es in alle Richtungen dorthin, wo die Ullays lebten. Und Khalid ließ sie allesamt köpfen. '

    'Einige von seinen Männern sagten zu Khalid: 'Selbst wenn du die gesamte Erdbevölkerung töten würdest, würdest du ihr Blut nicht zum Fließen bringen ... Lass deshalb Wasser in den Kanal, damit du deinen Schwur halten kannst.' Khalid hatte nämlich zuvor das Wasser aus dem Kanal abgelassen. Jetzt ließ er es wieder hineinfließen, so dass es sich mit dem vergossenen Blut vermischen konnte. Bis zum heutigen Tag heißt dieser Kanal , Blutkanal'.' 9

Amir Taheri, ein im Iran geborener Journalist, enthüllte am 14. Mai 2004 in einem Artikel in der 'New York Post' mit der Überschrift 'Abgeschlagene Köpfe' einige Vorfälle aus der islamischen Geschichte im Hinblick auf die Enthauptungspraxis:

    'Im Jahr 680 n. Chr. wurde der Lieblingsenkel des Propheten, Hussein bin Ali, in Karbala, im Zentrum des Irak, von den Soldaten des Kalifen Yazid enthauptet. Der abgeschlagene Kopf wurde auf ein silbernes Tablett gelegt und nach Damaskus gebracht, der Residenz von Yazid. Danach brachte man ihn nach Kairo, damit der Gouverneur von Ägypten ihn inspizieren konnte. Die Soldaten des Kalifen schnitten auch den 71 Gefährten von Hussein die Köpfe ab. Zu den Opfern gehörte auch der einjährige Ali-Asghar. ' 10

So wurde die Enthauptung eingeführt. Aber dieses Prinzip von Mohammed kam letztendlich auf seine eigene Familie zurück. Immer mehr Vorfälle von Enthauptungen füllten die islamischen Geschichtsbücher.

Andrew Boston, der Autor von Legacy of Jihad (Das Erbe des heiligen Krieges) schrieb über das späte 15. Jahrhundert:

    'Babur, der Gründer des Mughal-Imperiums, der von modernen Historikern als Vorbild muslimischer Toleranz hingestellt wird, schrieb in seiner Autobiografie Folgendes: ,Baburnama über die ungläubigen Gefangenen des Dschihad-Feldzuges: Alle, die nach der Umzingelung noch am Leben waren, wurden auf Befehl enthauptet. Danach entstand ein Turm aus Totenköpfen im Lager. 11

    Taheri schreibt über eine spätere Ära: 'Im Jahr 1842 überfielen afghanische Muslime die britische Garnison in Kabul und enthaupteten 2 000 Männer, Frauen und Kinder. Die Köpfe wurden dann auf Stangen aufgespießt und als Dekoration in der ganzen Stadt 12 aufgestellt. '

    Diese Praxis setzte sich auch in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts fort. In dieser Zeit wurden ca. 3 000 sowjetische Soldaten in Afghanistan von muslimischen Soldaten enthauptet.

    Auch während der iranischen Revolution war die Praxis der Enthauptung üblich.

    'Im Jahr 1992 schickten die Mullahs einen Spezialisten' in einen Vorort von Paris. Dieser schnitt Shapour Bakhtiar, dem letzten Premierminister des Schahs den Kopf ab. Als die Nachricht verbreitet wurde, dankte Hashemi Rafsanjani, der damalige Präsident der islamischen Republik Iran, in aller Öffentlichkeit Allah dafür, dass er ,die Köpfung dieser Schlange' erlaubt hatte.' 13

    Taheri nimmt auch Bezug auf einen algerischen 'Spezialisten', der 'Momo der Zwerg' genannt wird. Er wurde von der islamischen Gruppe GIA speziell zu dem Zweck der Enthauptung rekrutiert.

    'Im Jahr 1996 schnitt Momo in Ben-Talha, einem Vorort der Hauptstadt Algier in einer Nacht 85 Köpfe ab, einschließlich der von mehr als ein Dutzend Kindern. Als Anerkennung für seine exemplarische ,Tat der Frömmigkeit' ermöglichte die GIA ihm eine Pilgerreise nach Mekka. Letztens haben wir festgestellt, dass er in Algerien noch immer auf freiem Fuß ist.' 14

    Taheri beschreibt die Situation in Pakistan wie folgt: 'Rivalisierende Sunniten und Schiiten haben die Angewohnheit, sich gegenseitig abgetrennte Köpfe von gegnerischen Aktivisten zu schicken. Seit dem Jahr 1990 sind schätzungsweise 400 Köpfe verschickt worden.' 15

    Und heute sehen wir die Gewalt der Enthauptung auf der indonesischen Insel Borneo, wo Muslime diese Methode wählen, um die Christen zu verjagen. Fast die Hälfte der Christen, die dort lebten, ist inzwischen von der Insel geflohen.

    Und über all diesen sehr belastenden Beispielen gibt es auch von der Regierung verhängte Sanktionen in Form von Enthauptungen, die jede Woche in Saudi Arabien nach dem Freitagsgebet außerhalb der Moscheen ausgeführt werden.

    'Die saudische Regierung ließ letztes Jahr 52 Männer und eine Frau unter anderem wegen Mord, Homosexualität, bewaffnetem Raubüberfall und Drogenhandel enthaupten. Ein verurteilter Strafgefangener wird, an Händen gebunden, in den Gerichtshof geführt und gezwungen, sich vor dem Vollstrecker hinzuknien, der dann mitten unter dem lauten Gebrüll der Zuschauer, die ,Allahu Akbar!' (arabisch für ,Gott ist größer') schreien, ein riesiges Schwert zückt und zuschlägt.' 16

    'Allahu Akbar' wurde auch geschrien, als man Nicholas Berg, den jüdisch-amerikanischen Bauunternehmer, Kim-Sun-Il, den koreanischen Übersetzer und evangelikalen Christen, dessen Traum es war, ein Missionar der Muslime zu werden, umgebracht wurden.

Nachdem wir jetzt gesehen haben, was die Geschichte des Islam uns lehrt, sollten wir uns noch anschauen, was zum Thema Enthauptung in den islamischen Schriften steht und was Islamgelehrte dazu zu sagen haben.

Der Wert eines nicht-muslimischen Lebens

Wo immer ein muslimischer 'Extremist' eine grausame Tat im Namen des Islam verübt, sind die meisten Muslime, die ich kenne, sehr schnell dabei zu sagen: 'Das ist nicht der Islam! Der Islam darf nicht nach dem Verhalten einiger weniger beurteilt werden, sondern man muss ihn studieren, um zu sehen, was er tatsächlich lehrt.' Na schön. Dann muss die Frage lauten: Was lehrt der Islam wirklich über das Töten von Nicht-Muslimen?

Als Erstes sollte aufgezeigt werden, dass den Muslimen gemäß dem islamischen Recht aus praktischen Gründen erlaubt ist, Nicht-Muslime zu töten. Die Basis dazu ist das Gesetz Qisas. Qisas ist im Wesentlichen das Gesetz des Austausches. Es ist die islamische Version von 'Auge um Auge, Zahn um Zahn'. Qisas sagt zum Beispiel, dass wenn ein Moslem einen anderen Moslem ermordet, er als Mörder hingerichtet wird. Das Erstaunliche daran ist, dass ein Moslem aber nicht für einen Mord an einem Nicht-Moslem hingerichtet wird. Diese Lehre findet sich in einem Hadith von Sahib Bukhari:

    'AsAsh-Sha'bi berichtete: ,Abu Juhaifa sagte: ,Ich habe Ali gefragt: ,Was steht auf diesem Blatt Papier geschrieben? ' Ali antwortete, es handele sich um den Diyya (das Blutgeld, das ein Mörder den Verwandten des Opfers als Entschädigung bezahlt), das Lösegeld für die Freilassung von Gefangenen aus den Händen der Feinde und um das Gesetz, dass kein Moslem gemäß Qisas (Gleichbehandlung im Strafrecht) für den Mord (an einen Ungläubigen) hingerichtet werden darf.' 17 (Hervorhebung von mir)

In einigen Fällen werden natürlich schon Strafen verhängt wie z. B. Gefängnis oder Ähnliches. Aber leider zeigt die Realität, dass in einer solchen Kultur, in der das Leben von Nicht-Muslimen nicht so viel wert ist wie das eines Moslems, dass bei einem Mord an einem Nicht-Moslem das Gesetz auf einem Auge blind ist.

Wenn Sie auf die Webseite von 'Stimme der Märtyrer' gehen, auf www.persecution.org oder von 'Barnabas-Fund' auf www.barnabasfund.org dann können sie Hunderte von Geschichten über Christen lesen, die misshandelt oder sogar umgebracht wurden, ohne dass gegen den muslimischen Mörder gerichtliche Schritte unternommen wurden. Diese Seiten werden täglich auf den neuesten Stand gebracht.

Die folgende Aussage ist ein perfektes Beispiel für die Mentalität, der ich oft begegne, wenn ich mit den vielen Muslimen im Mittleren Osten spreche. Es handelt sich um ein Zitat aus einer interreligiösen Diskussionsgruppe im Internet. Schauen Sie sich an, wie man sich da im Hinblick auf das Töten von Nicht-Muslimen (Kuffars = Lebensunwürdige) verhält:

'Von Anfang an haben die Kuffars muslimische Länder angegriffen und muslimische Völker ermordet und wir haben nichts dagegen unternommen. Genauso greift das Volk von Israel die Muslime in Palästina an. Sie tun das des Landes wegen und weil sie die Araber/Muslime hassen ... Wir verteidigen unsere Brüder vor Allah. Wir versuchen es, indem wir den Islam verbreiten. Das einzig wahre Wort von Allah. Die Kuffars lehnen es ab; von daher ist es uns erlaubt, sie zu töten. Es ist nicht haram (verboten/ungesetzlich) einen Kuffar umzubringen. Natürlich wollen wir Inshallah (wenn es Allah will) friedlich mit ihnen zusammenleben und Inshalllah sie unsere schöne Religion lehren.' 18

Sehen Sie, wie im obigen Kommentar die gespaltene Mentalität zum Ausdruck kommt? Die 'schöne Religion', die das Töten all derer erlaubt, die ihr nicht anhangen??

Der Koran über das Töten von Ungläubigen

Vielleicht ist der Vers aus dem Koran, der am häufigsten von Westlern innerhalb und außerhalb des Islam zitiert wird 'Der Vers des Schwertes' derjenige, welcher die Gewalt im Wesen der islamischen Religion am besten demonstriert.

    'Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die Armensteuer zahlen, so lasst sie ihres Weges ziehen. Siehe, Allah ist verzeihend und barmherzig.' Sure 9 (Die Reue), Vers 5 (Shakir) (Hervorhebung von mir)

Sooft dieser Vers auch zitiert wird, immer wieder gibt es dann einen Moslem, der sagt, dass dies heute keine Gültigkeit mehr hätte. Obwohl ich das liebend gern glauben würde, muss hier die Frage gestellt werden: Wie interpretieren die Lehren und Gelehrten des Islam diesen Vers? Sagen sie, dass er heute noch gültig ist? Die überwiegende Mehrheit der modernen und klassischen muslimischen Gelehrten sagen: 'Ja'. Rufen wir uns das Konzept in Erinnerung, dass das Verhalten aller Muslime von dem Koran und der Sunna (den Aussagen, den Taten und dem Verhalten Mohammeds) vordiktiert wird.

Von Ibn Kathir, dem anerkannten Gelehrten des 8. Jahrhunderts lernen wir die richtige islamische Interpretation dieses Verses kennen:

    'Die vier Monate, die in diesem Vers erwähnt werden, beziehen sich auf die viermonatige Gnadenfrist, die im Vers 2 erwähnt wird: ,Ziehet deshalb frei im Lande vier Monate lang umher.'Allah sagt als Nächstes: ,Sind die heiligen Monate verflossen, bedeutet das, dass wenn die Vier- Monatsfrist abgelaufen ist, währenddessen Allah dir verbietet, gegen die Götzendiener zu kämpfen, den Muslimen geboten ist, ,die Götzendiener zu erschlagen, wo ihr sie findet.' ,Wo ihr sie findet' bedeutet an jedem Ort der Erde ... Allah sagt in diesem Vers, dass manche exekutiert und manche gefangen genommen werden sollen. ,Packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf' bedeutet, dass ihr nicht warten sollt, bis ihr sie findet; sondern ihr sollt sie suchen und sie in ihren Wohngebieten packen; ihr sollt ihre Straßen und Wege unter eure Kontrolle bringen, so dass es für sie immer enger wird. Auf diese Weise haben sie die Wahl: Entweder sie konvertieren zum Islam oder sie sterben ... Abu Bakr (Mohammeds engster Freund und Nachfolger nach Mohammeds Tod) erwähnte diesen und andere ehrenwerte Verse als Beweis dafür, dass die Muslime gegen diejenigen kämpfen sollen, die sich weigern, die obligatorische Almosensteuer zu bezahlen. Dieser Vers erlaubt es, all jene zu bekämpfen, bis sie den Islam annehmen mit all seinen Regeln und Pflichten!' 19

Da ist wirklich kein Raum mehr für einen Dialog. Ibn Kathir macht das deutlich wie kein anderer. Wir sehen hier, dass es den Muslimen erlaubt, ja sogar befohlen wird, gegen die Ungläubigen (Mushrikun) zu kämpfen und sie überall zu suchen, um sie zu zwingen, zum Islam zu konvertieren oder ihnen den Tod zu bringen. Noch einmal möchte ich betonen, dass Kathir kein 'extremistischer' Moslem ist, sondern vielmehr einer der universell anerkanntesten klassischen Islamgelehrten.

Ein weiterer sachdienlicher Vers aus dem Koran, der zu diesem Thema passt, ist der berüchtigte 'Enthauptungs'-Vers:

    'Und wenn ihr (im Krieg) auf Ungläubige trefft, dann dürft ihr ihnen den Kopf abschlagen.' Sure 47 (Mohammed), Vers 4 (Khalifa)

    'Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande.' Sure 47 (Mohammed), Vers 4 (Rodwell)

Ibn Kathir erklärt den Zweck dieses Verses wie folgt:

''(Leitet) die Gläubigen, in dem, wie sie sich beim Kampf gegen die Ungläubigen verhalten sollen', sagt Allah. ,Wenn ihr (in der Schlacht) auf Ungläubige trefft, dann schneidet ihnen den Hals durch', bedeutet, dass wenn ihr gegen sie kämpft, dann erschlagt sie mit euren Schwertern. ,Solange, bis ihr sie völlig besiegt habt' bedeutet, bis ihr sie getötet und völlig vernichtet 20 habt. Das bezieht sich auf Kriegsgefangene, die ihr verhaftet habt.'

Wenn wir auf diese Verse blicken, sehen wir, dass den Muslimen sogar befohlen wird, die Nicht-Muslime, die sie bekämpfen, zu enthaupten (oder anders ausgedrückt, 'ihnen die Hälse durchzuschneiden').

Scheich Omar Bakri Muhammad, Richter am Scharia- (islamisches Rechtssystem) Gerichtshof in Großbritannien, sowie der Generalsekretär von 'Islamic World League' (Islamische Welt-Union) und der Sprecher der 'International Islamic Front' (Internationale islamische Front) haben eine leicht abweichende Meinung:

'Wie lautet das Urteil? Die Bestrafung für all jene, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und darauf aus sind, im Land Schaden anzurichten, soll sein, dass sie getötet, gekreuzigt oder ihre Hände und Füße wechselseitig abgeschlagen oder sie ins Gefängnis geworfen werden sollen; dadurch sind sie in der Welt in Ungnade gefallen und im Jenseits sollen sie ebenfalls eine schmerzliche Bestrafung erfahren.'

Nach der Prüfung einiger islamischer Texte, der Ansichten islamischer Gelehrter, Sprecher und Durchschnittsmuslimen kommen wir zu der Auffassung, dass der Islam nicht nur das Töten von Nicht-Muslimen anordnet, sondern auch eine Kultur unterstützt, in der die Ermordung von Nicht-Muslimen zu einer anerkannten Praxis geworden ist.

Tod all jener, die die Autorität des Kalifen anfechten

Bevor wir mit diesem Thema abschließen, möchte ich noch auf eine besondere Tradition hinweisen, die mit Sicherheit zum Tragen kommen wird, wenn die Person Mahdi tatsächlich in Erscheinung tritt.

Die Führungsrolle eines Kalifen im Islam ist mit einem sehr machtvollen Konzept verbunden. Der Kalif wird als Nachfolger Mohammeds und als Führer aller Muslime betrachtet. Er ist im gewissen Sinne der Papst der muslimischen Welt. Der letzte Kalif, den sowohl die Sunniten als auch die Schiiten als rechtmäßig gewählt akzeptiert haben, war Ali, Mohammeds Cousin und Schwiegersohn. Ali starb im Jahr 661 n. Chr. Zwar hatten danach viele weitere Personen das Amt des Kalifen inne, aber keiner von ihnen verfügte über die universale Macht, wie sie die ersten vier Kalifen besaßen.

Die Muslime erwarten die Wiederherstellung des Kalifats, um die Einheit und Führung des Islam weltweit zu etablieren. Wie wir bereits gesehen haben, wird von dem Mahdi erwartet, dass er diese Rolle übernimmt. In der Hadith in 'Sahih Muslim' lesen wir, dass die Bestrafung all derer, die die Autorität des Kalifen anfechten, wie folgt aussieht:

    'Wer auch immer sich wünscht, vor dem Feuer (der Hölle) gerettet zu werden und den Garten (das Paradies) zu betreten, der sollte im Glauben an Allah und an den Jüngsten Tag sterben ... Wer dem Kalifen Treue schwört, soll es mit der Hand tun und mit der Aufrichtigkeit in seinem Herzen (d. h. der soll sich ihm äußerlich und innerlich unterwerfen). Er sollte ihm nach bestem Wissen und Gewissen gehorchen. Wenn es jemanden gibt, der seine (des Kalifen) Autorität anfechtet, den sollen sie (die Muslime) köpfen.' 22 (Hervorhebung von mir)

Die Regierung von Saudi Arabien sieht das genauso. Auf der offiziellen Webseite von 'Saudi Arabian Islamic Affairs Department' (IAD = Ministerium für saudi-arabische Angelegenheiten) finden wir eine ähnliche Erklärung:

    'Der edle Prophet sagte: ,Es ist die Pflicht eines Moslems, (der Autorität des Kalifen) zuzuhören und ihm zu gehorchen, ob es ihm nun gefällt oder nicht ... Jemand, der bereits einem Führer (Imam) mit der Hand und in seinem Herzen einen Treue-Eid geschworen hat, sollte ihm soviel wie möglich gehorchen. Wenn sich jemand gegen die Autorität dieses Führers (Imam) stellt und sie anficht, dann soll der Besagte enthauptet werden.' 23 (Hervorhebung von mir)

Laut islamischem Gesetz muss jeder geköpft werden, der einfach nur mit der Autorität eines eingesetzten Kalifen nicht einverstanden ist.

Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Jetzt wollen wir die Punkte, die wir ermittelt haben, noch einmal Revue passieren lassen. Erstens haben wir gesehen, dass die Endzeit, wie sie in der Bibel beschrieben wird, dadurch gekennzeichnet ist, dass Christen wegen ihres Glaubens verfolgt und ermordet werden.

Die besondere Todesart, von der die Bibel sagt, wodurch die Christen ihr Martyrium erleiden, wird die Enthauptung sein. Wie wir ganz klar demonstriert haben, ist es unleugbar, dass die Enthauptung eine Tradition ist, die sich durch die gesamte islamische Geschichte zieht. Der Islam selbst hat durchweg die Tatsache dokumentiert, dass Mohammed und seine unmittelbaren Nachfolger die Enthauptung als besondere Methode praktiziert haben, um 'Die Feinde des Islam' zu töten. Bis zum heutigen Tag ist diese Praxis, in bestimmten islamischen Gegenden noch üblich. Der Koran selbst ruft zur Enthauptung auf, bzw. er spricht von 'den Hals durchschneiden' bei den 'Götzendienern und jedem Kriegsgefangenen'.

Wir haben die jüngsten Nachrichten aus dem Irak und von anderswo gebracht über Enthauptungen von solchen 'Kriegsgefangenen'. Das Todesurteil wird auch über diejenigen verhängt, die die Autorität des Kalifen nicht akzeptieren und sich ihm nicht unterwerfen wollen. Von daher kann man in der Tat davon ausgehen, dass in der islamischen Version über die letzten Tage, wenn ein Kalif kommt - in diesem Fall der Mahdi - und er die Ansicht vertritt, dass die Christen, Juden, Israelis und alle, die sie unterstützen, 'Feinde des Islam' sind, es für alle Muslime zum universellen Gesetz und zur obligatorischen Pflicht werden wird, 'Krieg zu führen' und 'die Hälse durchzuschneiden' von allen Christen, Juden oder Westlern usw. und von all jenen, die die Autorität des Kalifen anfechten.

Und wieder einmal entsprechen die islamischen Praktiken und Lehren des Islam ganz genau den Kräften, die im biblischen Endzeit-Szenario an die Macht kommen und die die Welt beherrschen werden.

Nachdem wir in den islamischen Texten und in deren Interpretationen die mörderische Natur des Islam gesehen haben, ist es wichtig zu verstehen, wie sich diese Mentalität in den Köpfen der Durchschnittsmuslime im Nahen Osten auswirkt.

Schauen wir uns dazu einen Kommentar aus einem islamisch/interreligiösen Internet-Forum an. Solche Beiträge sind in diesen Foren die Regel. Wir beenden dieses Kapitel mit den Gedanken, die einer dieser Muslime dort über den Mord an Daniel Pearl hat, einem amerikanischen Journalisten, der erschlagen wurde.

    'Zuerst einmal war Pearl ein Jude, ein Munafiq (ein Scheinheiliger), ein Spitzel und ein Kuffar (ein Lebensunwürdiger). Lasst euch von solchen Leuten nicht in die Irre führen. Ihr Hass auf den Islam kann man von ihren Lippen ablesen, und was sie in ihren Herzen verbergen, ist noch viel schlimmer. Ich kann nichts Falsches darin sehen, solche Leute umzubringen ... Im Islam ... dürfen wir sie noch nicht einmal foltern, sondern sollen ihnen einfach nur die Kehle durchschneiden. Und es ist bewiesen, dass wenn man den Hals an einer bestimmten Stelle durchtrennt, spüren sie überhaupt keinen Schmerz ... Und denkt daran, wenn wir Muslime einen muslimischen Heuchler gefangen nehmen, machen wir dasselbe mit ihm; wir schlachten ihn ab.

    Wie denkt ihr über einen dreckigen Juden, einen dummen Heuchler, einen doppelzüngigen Spitzel oder einen Ungläubigen? Wir machen dasselbe mit ihm. Walhumduliah (Allah sei Dank). Und erinnert euch daran, wie Mohammed in einer Schlacht eine große Anzahl Juden enthauptet hat; dies tat die beste Schöpfung der Welt, weil diese Juden dem Propheten Mohammed zuerst einen Stich versetzt hatten.

    Und wenn ihr denkt, das sei falsch, dann hoffe ich Insha Allaahi (dass es Allahs Wille ist), dass ihr noch am Leben seid, wenn der Mahdi kommt; denn dann werdet ihr viele Köpfe von Juden/Scheinheiligen auf dem Boden liegen sehen.'


15. KAPITEL

Islam und das Ziel der Weltherrschaft

Satan und sein Ziel der Weltherrschaft

Es war schon immer Satans Ziel, die Bewohner der Erde zu veranlassen, ihn, anstatt Gott, anzubeten. Deswegen hat Satan schon lange einen ganz bestimmten Plan, seine eigene Bewegung der Anbetung zu etablieren, die buchstäblich auf die ganze Erde ausgeweitet wird. Jene, die an die Bibel glauben, wissen, dass dies die Wahrheit ist.

Die Bibel sagt, dass durch den Antichristen und seinen falschen Propheten, Satan seinem Ziel kurz vor der Wiederkunft Jesu sehr nahe kommen wird.

    Offenbarung Kapitel 13, Verse 2 und 4-8 "Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.... 4Und sie beteten den Drachen (Satan=Allah) an, der dem Tier (Antichrist, Islam) Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?

    5Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken. 6

    Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, um seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen. -Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation. 8Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an.

Die Beschreibung dieser zukünftigen Bewegung der Anbetung ist, dass sie buchstäblich 'jeden Stamm, jedes Volk, jede Sprache und jede Nation' berühren wird. Die Bibel lehrt, dass zu diesem Zeitpunkt, ein jeder, der nicht ein Anbeter des einzig wahren Gottes und Seines Sohnes Jesus Christus ist, eventuell getäuscht wird, Satan zu verehren, den unsichtbaren Geist, der in Wahrheit hinter dieser trügerischen Anbetungsbewegung der letzten Tage steckt. Wie wir bereits gesehen haben, ist die Person, die Satan benutzt, um seine eigene Anbetung in die Wege zu leiten, der Antichrist und dessen 'Tier-Königreich', das ein mächtiges Reich mit einem ebenso starken Militärapparat sein wird.

Der Prophet Daniel beschreibt das Reich und sein Militär als eine Kraft, die 'furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark' sein und 'die ganze Erde fressen' wird.

    Daniel Kapitel 7, Verse 7 und 23: 7Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, ein viertes Tier, furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen; es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner. Er sprach: »Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird; das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden, und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen.

So gibt uns die Bibel ein klares Bild von Satans letztem Schwanengesang, bevor Jesus ihn für alle Ewigkeit in den Feuersee werfen lässt. Die Bibel hat uns deutlich vor dem Kommen des Reiches Satans gewarnt, dessen Ziel nichts Geringeres sein wird als die totale Weltherrschaft. Die Forderungen dieses Reiches wird viel mehr als die bloße Treue zu dessen Regierungs-Rolle sein, sondern die totale Unterwerfung unter seinen Führer und dessen Anbetung, des Antichristen und schließlich des Teufels selbst. Ich wiederhole: Wer sich diesem brutalen religiösen System nicht unterwirft, wird zu seinem Zielobjekt.

Islam und das Ziel der Weltherrschaft

Um den Islam richtig zu verstehen, muss man die Art und Weise verstehen, wie der Islam sich selbst sieht. Der Islam betrachtet sich als die einzig wahre Religion - in der Tat die einzige Religion, die es würdig ist, praktiziert zu werden. Demzufolge ist eines seiner Ziele die totale Weltherrschaft. Deshalb strebt der Islam buchstäblich an, alles auszurotten, was er als falsche und unangebrachte Anbetung bei allen anderen Religionen ansieht. Bis zu dem Tag, an dem jeder sagt: 'Kein anderer hat das Recht, angebetet zu werden außer Allah', wird der Islam seinen Kampf gegen die Ungläubigen und ungläubigen Nationen fortzusetzen.

Wir haben bereits gründlich die Vision des Islam von der globalen Herrschaft in seiner Eschatologie geprüft. Aber das Konzept ist nicht einfach nur die Vorstellung im Hinblick auf die Zukunft, dass die Muslime untätig auf den Mahdi und den Islamischen Jesus warten, so dass sie dann in Erfüllung geht, sondern die Texte und Gelehrten des Islam sagen, dass die globale Vorherrschaft von allen Muslimen und zu allen Zeiten angestrebt werden muss. Dieses Streben nach Förderung des Islam und seiner letztendlichen Weltherrschaft nennt man Dschihad. In der Tat wird der Dschihad (dieses Streben) überall von allen Muslimen gefordert. Er ist ein absoluter, unverzichtbarer Bestandteil des Islam.

Nun werden muslimische Apologeten und Propagandisten hier schnell argumentieren, dass der Dschihad kein Kampf um die Weltherrschaft sei. Einige werden solche irreführenden Bemerkungen machen, wie: 'Der Dschihad dient lediglich dazu, um Unglück zu überwinden.' Oder sie weisen darauf hin, dass der 'größere Dschihad' ein Kampf gegen sich selbst sei. Während dieser innere Kampf zwar ein legitimer Aspekt des Dschihad ist, sollten wir uns nicht täuschen lassen: Der Dschihad, der obligatorisch für alle Muslime gilt, dient zwar dazu, gegen die innere Schwächen anzukämpfen, verringert aber in keiner Weise die Zentralität der Forderung des Islam, dass alle Muslime einen Dschihad (Heiligen Krieg) gegen die ungläubige Welt zu führen haben, bis der Islam überlegen ist. Dieser Heilige Krieg kann sich auch auf intellektueller und/oder politischer Ebene abspielen. Aber wie auch immer sich ein Muslim in diesen Kampf einbringt, wird es dabei um die letztendliche Weltherrschaft und die universale Überlegenheit des Islam gehen.

5 Arten des Dschihad

Das Wort 'Dschihad' (arabisch , jihad') stammt aus dem arabischen Wortstamm J-H-D und heißt 'streben.'

Es gibt fünf Arten des Dschihad:

  1. Jihad al-Nafs (Streben gegen das innere Selbst)

  2. Jihad al-Shaitan (Streben gegen Satan)

  3. Jihad al-Kuffar (Streben gegen die Ungläubigen)

  4. Jihad al-munafiqeen (Streben gegen die Heuchler)

  5. Jihad al-faasiqeen (Streben gegen korrupte Muslime)

Wie bereits erwähnt, sind alle fünf Formen des Dschihad obligatorisch für alle Muslime. Wenn Sie auf die Diskussion des Dschihad in den Medien Acht geben, dann finden Sie endlose Artikel und Behauptungen von Muslimen, die den Dschihad als etwas Anderes darstellen, als was er in Wahrheit ist. Aber wie bereits erwähnt, sind diejenigen, die den zentralen Aspekt des nach außen in Erscheinung tretenden Dschihad im Islam leugnen, entweder unwissend oder lügen absichtlich. In der Tat ist das Lügen in der Welt der Ungläubigen, um die Wahrheit über das eigentliche Wesen des Islam zu verbergen oder falsch auszulegen, ein wesentlicher Bestandteil des Islam, um den Heiligen Krieg gegen die Nicht-Muslime zu führen. Wir werden im nächsten Kapitel einen Blick auf die Lehre der Lüge im Islam werfen.

Trotz allem, was die Propagandisten über einen schönen, friedlichen Islam sagen, hat Muhammad sehr deutlich gemacht, dass er seine Aufgabe darin sah, solange gegen die Ungläubigen zu kämpfen, bis sie sich alle dem Islam unterwerfen und Allah anbeten. Seit der Zeit Mohammeds ist das Ziel des Islam die globale Vorherrschaft.

    'Allahs Gesandter (Muhammad) sagte: 'Ich habe befohlen, die Menschen zu bekämpfen, bis sie sagen: ,Keiner hat das Recht, angebetet zu werden, denn Allah.''1

    'Kämpfet wider jene von denen, welchen die Schrift gegeben ward, die nicht glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und nicht verwehren, was Allah und sein Gesandter verwehrt haben und nicht bekennen, das Bekenntnis der Wahrheit, bis sie den Tribut aus der Hand gedemütigt entrichten.' Sure 9 (Die Reue), Vers 29 (Sher Ali)

    ' O die ihr glaubt, kämpft gegen diejenigen, die in eurer Nähe sind von den Ungläubigen! Sie sollen in euch Härte vorfinden. Und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist'. Sure 9 (Die Reue), Vers 123 (Pickthall)

Zweifellos sehen wir, dass Muhammad die Ausbreitung seiner Religion mittels Gewalt forderte.

Nun könnte man argumentieren, dass auch das Christentum die Verbreitung seiner Botschaft über die ganze Erde zum Ziel hat. Das ist zwar richtig, aber das Ziel des Christentums ist nicht, gegen diejenigen zu kämpfen, die keine Christen sind, sondern vielmehr die Botschaft des Evangeliums oder 'die gute Nachricht' jedem nahezubringen, damit er die Möglichkeit hat, entweder aus freiem Willen heraus, Gottes Angebot der Vergebung und der Annahme anzunehmen oder abzulehnen. Jemand sagte einmal: 'Die Evangelisation' (Predigt der christlichen Botschaft zu Nicht-Christen) ist dasselbe, wie wenn ein Bettler einem anderen Bettler sagt, wo es etwas zu Essen gibt.'

Der Ruf Jesu zu neuen Gläubigen, die Ihm nachfolgen und Gott dienen wird durch die schöne Aussage gemacht:

    Matthäus Kapitel 11, Verse 28-30: 'Kommt her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ICH euch erquicken.— Nehmt auf euch Mein Joch und lernt von Mir, denn ICH BIN sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! — Denn Mein Joch ist sanft und Meine Last ist leicht.'

Mohammed forderte seine Anhänger zu etwas freilich weit mehr Belastenderem auf. Mit ein wenig offener Schmeichelei, sagte er:

    ' Vorgeschrieben ist euch zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht. ' Sure 2 (Die Kuh), Vers 216 (Pickthall)

Es wäre nicht so kompliziert, wenn man dazu jetzt ganze Seiten mit den Versen aus dem Koran und den Hadithen aufführen könnte, welche die Denkweise des Dschihad und den Kampf gegen die Ungläubigen zu dem ausdrücklichen Zweck der Förderung des Islam widerspiegeln. Doch leider wird es sehr schwer verständlich, da wir all diese Verse aus dem Zusammenhang herausnehmen müssen. Wie ich schon sagte, werden viele westliche Muslime weiterhin behaupten, dass die Verse im Koran, in denen vom Dschihad die Rede ist, sich nur auf die Überwindung von Unglück oder einen Verteidigungskrieg berufen, etc. Doch ein Islam-Kommentator sagt:

' Glauben Sie nicht den gemässigten Muslime in den westlichen Medien, die Ihnen sagen, dass der Dschihad 'die Not zu überwinden' bedeutet.'

Der populäre muslimische Autor und Lehrer Muhammad Saeed al-Qahtani, erklärt: 'Der Dschihad ist ein Akt der Anbetung, es ist eine der höchsten Formen der Hingabe an Allah ... Sie sagen, dass der Dschihad nur für die Verteidigung sei. Diese Lüge muss aufgedeckt werden. '

Statt uns auf falsche islamische Argumente einzulassen, werden wir einfach die Stellungsnahmen mehrerer prominenter muslimischer Gelehrten in der Geschichte des Islam sowie die Ansichten der Führer und Vertreter des Islam in den westlichen Ländern prüfen, um zu sehen, was der Islam heute wirklich lehrt.

Die Gelehrten über Jihad

Ibn Kathir legt die herausragende Rolle des offensiven Dschihad in den frühen Tagen des Islam dar, wenn er die Sure 9:123 erläutert: ' O die ihr glaubt, kämpft gegen diejenigen, die in eurer Nähe sind von den Ungläubigen! Sie sollen in euch Härte vorfinden. Und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist'. Sure 9 (Die Reue), Vers 123 (Pickthall)

    'Allah befiehlt den Gläubigen, die Ungläubigen zu bekämpfen, erst die nächsten in der Umgebung des islamischen Staates, dann bis hin zu den am weitesten entfernt lebenden. Deshalb begann der Gesandte Allahs den Kampf gegen die Götzendiener auf der arabischen Halbinsel. Als er mit ihnen fertig war... begann er den Kampf gegen die Leute der Schrift (Juden und Christen).

    Nach Mohammeds Tod wurde sein Vollstrecker, Freund und Kalif, Abu Bakr, der Führer... Im Namen des Propheten, begann ... Abu Bakr damit, die islamischen Armeen auf den Kampf gegen die römischen Kreuzanbeter und die persischen Feueranbeter vorzubereiten. Mit dem Segen seiner Mission öffnete Allah die Länder für Abu Bakr und brachte Cäsar und Kisra und diejenigen, die jenen als Diener gehorchten, zu Fall. Abu Bakr investierte deren Reichtümer in Allahs Sache, sowie es der Gesandte Allahs vorausgesagt hatte, dass es passieren würde. Diese Mission (der Weltherrschaft) setzte sich nach Abu Bakr fort, durch die Hände dessen, den Abu Bakr zu seinem Nachfolger bestimmt hatte ... Umar Ibn Al-Khattab. Durch Umar demütigte Allah die Ungläubigen, unterdrückte die Tyrannen und Heuchler und öffnete (dem Islam) die östlichen und westlichen Teile der Welt. Die Reichtümer der verschiedenen Länder wurden aus nahen und fernen Provinzen zu Umar gebracht, und dieser teilte sie nach der legitimen und akzeptierten Methode. Dann starb Umar... und die Waffenbrüder... unter den Muslimen stimmten überein nach Umar, Uthman bin Affan zu wählen ... Während der Regierungszeit Uthman, breitete sich der Islam am weitesten aus, und Allahs unvergleichlicher Beweis wurde in verschiedenen Teilen der Welt über die Köpfe der Bediensteten etabliert. Der Islam erschien in den östlichen und westlichen Teilen der Welt, und Allahs Wort und seine Religion traten augenscheinlich in den Vordergrund. Die reine Religion erreichte seine äußersten Ziele gegen Allahs Feinde, und wenn Muslime eine Gemeinde überwunden hatten, zogen sie in die nächste und dann in die nächste, um die dort herrschenden tyrannischen Übeltäter zu vernichten. Sie taten dies, um Allahs Befehl: ,O die ihr glaubt! Kämpftet gegen diejenigen der Ungläubigen, die euch nahe sind'zu gehorchen' 4

Es ist klar, dass Muhammad und später seine Nachfolger die Kalifen Abu Bakr, Umar und Uthman alle umliegenden Nationen zum Zweck der Verbreitung des Islam angegriffen haben. Dabei handelte es sich nicht, wie von den historischen Revisionisten fälschlicherweise behauptet wurde, um defensive Kriege. Es waren Angriffskriege, deren Ziel es war, die Menschen zu zwingen, sich dem Islam zu unterwerfen oder vernichtet zu werden.

Ibn Khaldun, der berühmte im 14. Jahrhundert lebende islamische Historiker und Philosoph, schrieb in seinem klassischen und bekanntesten Werk The Muqaddima über den Dschihad Folgendes:

    ' In der muslimischen Gemeinschaft ist der Heilige Krieg eine religiöse Pflicht, wegen des Universalismus der (muslimischen) Mission und (der Verpflichtung) alle zum Islam zu bekehren, entweder durch Überzeugung oder durch Gewalt. Von daher sind die Autoritäten des Kalifat (geistlich) und die königliche Autorität (in Form von Regierung und Militär) im Islam vereint, damit die regierende Person sich mit ihrer verfügbaren Kraft beiden Ämtern zur gleichen Zeit widmen kann.' 5

In seinem Buch Jurisprudence in Muhammad 's Biography (Rechtsprechung in Mohammeds Biographie) schreibt der renommierte ägyptische Gelehrte von der Al-Azhar Universität, Dr. Muhammad Said Ramadan al-Buti, dass der 'edelste Heilige Krieg' im Islam ein offensiver und kein Verteidigungskrieg ist:

    'Der Heilige Krieg (der islamische Dschihad), wie er in der islamischen Rechtsprechung bekannt ist, ist im Grunde ein Angriffskrieg. Er stellt die Pflicht der Muslime jeden Alters dar, wenn die erforderliche Zeit seines militärischen Dienstes angebrochen ist. Dies ist die Phase, in der die Bedeutung des Heiligen Krieges seine endgültige Form angenommen hat. So sagt der Gesandte Allahs: , Mir wurde befohlen, die Menschen zu bekämpfen, bis sie an Allah und seine Botschaften glauben. ' Das Konzept des Heiligen Krieges (Dschihad) im Islam zieht weder einen defensiven noch einen offensiven Krieg in Betracht. Sein Ziel ist die Erhöhung des Wortes Allahs und die Errichtung einer islamischen Gesellschaft und die Einführung von Allahs Reich auf der Erde, unabhängig von den Mitteln, die dabei angewandt werden. Die Mittel erlauben eine offensive Kriegsführung. In diesem Fall stellt das den Höhepunkt des edelsten Heiligen Krieges dar. ' 6

In der Enzyklopädie des Islam heißt es: 'Der Krieg ist obligatorisch, auch wenn die Ungläubigen ihn nicht angefangen haben'.

Das Konzept des Dschihad im Islam meint hier wörtlich, dass Ungläubige zu dem Zweck der Bekehrung zum Islam anzugreifen sind, sei es 'durch Überredung oder durch Gewalt' 'auch wenn sie nicht mit dem Krieg angefangen haben.'

Globale Herrschaft

Maulana Abul Ala Sayid Mawdudi, geboren 1905, war ein islamischer Gelehrter vom indischen Subkontinent. Seine Predigten (khutbat) und Schriften sind weltbekannt. Er wird in der gesamten islamischen Welt als einer der größten Gelehrten des Islam angesehen. Nun folgt, was er über den Islam und die globale Vorherrschaft zu sagen hatte:

'Der Islam ist keine gewöhnliche Religion wie die anderen Weltreligionen, und muslimische Nationen sind nicht wie gewöhnliche Nationen. Muslimische Nationen sind etwas ganz Besonderes, weil sie einen Befehl von Allah haben, die ganze Welt zu regieren und über jede Nation der Welt zu herrschen. ' 8

Mawdudi erklärt das Ziel und den Zweck des Islam:

    ' Der Islam ist ein revolutionärer Glaube, der eine jede von Menschen gemachte Regierung zerstören wird. Der Islam sieht sich nicht als eine Nation, die in einem besseren Zustand ist als eine andere. Der Islam kümmert sich nicht um das Land oder wem das Land gehört. Das Ziel des Islam ist, die gesamte Welt zu beherrschen und die ganze Menschheit dem Glauben des Islam zu unterwerfen. Jede Nation oder Macht, die für dieses Ziel anvisiert wird, wird vom Islam bekämpft und zerstört. Um dieses Ziel zu erreichen, kann der Islam jede verfügbare Macht auf jede Weise gebrauchen, um eine weltweite Revolution herbeizuführen. Das ist das, was man unter Dschihad versteht. ' 9

Wir haben gesehen, was einige der angesehensten Gelehrten des Islam über den Dschihad gesagt haben und über das Ziel der Weltherrschaft des Islam. Ihr Standpunkt ist zweifellos klar. Aber was haben die modernen westlichen muslimischen Führer zu diesem Thema zu sagen?

Moderne westliche Muslime über das islamische Ziel der Weltherrschaft

Aduallah al-Arabien zitiert in seinem Buch The Islamization of America (Die Islamisierung Amerikas) aus einem sehr beängstigenden Brief von einem katholischen Erzbischof an den Papst. In diesem offenen Brief an den Papst sprach der Erzbischof von Izmir (Smyrna)/Türkei, Giuseppe Germano Barnardini von einem jüngsten Treffen von Christen und Muslimen zum Zweck des interreligiösen Dialogs. Ein Auszug aus seinem Brief erwähnt, dass während des Treffens ein autoritärer Moslem aufstand und sehr ruhig und sicher sprach: 'Dank eurer demokratischen Gesetze werden wir euch überfallen. Dank unserer religiösen Gesetze werden wir euch beherrschen.'

Auf der Webseite fast jeder Moschee in den Vereinigten Staaten werden Sie immer ein Link zu dem 'Council der American-Islamic Relations' (CAIR = Rat der amerikanisch-islamischen Beziehungen) finden. CAIR, wie er sich nennt, ist eine islamische Gruppe mit Sitz in Washington, die sich als moderate islamische Bürgerrechtsgruppe präsentieren will.

Ihr Sprecher, Ibrahim Hooper, sagt: 'Wir sind ähnlich wie eine muslimische NAACP 'National Association for the Advancement of Colored People' (NAACP = Nationale Vereinigung für die Förderung Farbiger). Seit seiner Gründung im Jahr 1994 hat CAIR beträchtliche Spenden, Einladungen ins Weiße Haus, Anerkennung in den Medien und eine ernsthafte Anhörung von Unternehmen erhalten.' 11

Doch Omar Ahmed, der Vorsitzender des Vorstands von CAIR sagt: ' Der Islam ist nicht in Amerika, dass er mit allen anderen Religionen gleichgesetzt wird, sondern um dort zu herrschen. Der Koran sollte die höchste Autorität in Amerika darstellen und der Islam die einzige anerkannte 12 Religion der Erde. '

Das ist der gleiche Omar Ahmed, der den katholischen Erzbischof Franklin Graham angriff, weil er den Islam 'eine böse Religion' genannt hatte. Herr Ahmed wandte sich in einer offenen Erklärung an Graham: 'Lernen Sie zuerst mehr über den Islam und die Muslime, bevor Sie Ihre fehlerhaften und spaltenden Aussagen über eine der drei großen abrahamitischen Religionen - Judentum, Christentum und Islam - wiederholen. Solche Aussagen säen nur Hass und Misstrauen unter den Amerikanern. Als ein religiöser Führer sollten Sie stattdessen daran arbeiten, unsere nationale Basis neu aufzubauen, statt zu versuchen, sie 13 niederzureißen.'

Vielleicht stand der Erzbischof Franklin Graham mehr mit den wahren totalitären Lehren des Islam in Berührung als Herr Ahmed angenommen hat. Vielleicht hatte Graham die Aussage des Herrn Ahmed über das Ziel der Herrschaft des Islam in Amerika und im Ausland gelesen, als er seine Aussage machte. In jedem Fall ist an diesen beiden Aussagen leicht die Doppelzüngigkeit ersichtlich, die von Herrn Ahmed und vielen Seinesgleichen an den Tag gelegt wird. Wenn Herr Ahmed privat zu Muslimen spricht, dann sagt er, dass der Islam die einzig gültige Religion, mit dem Ziel Amerika zu übernehmen sei; aber wenn er zu den Medien spricht, dann redet er von 'den drei großen abrahamitischen Religionen', und beschuldigt Erzbischof Graham eine Spaltung herbeizuführen.

Daniel Pipes, ein Gelehrter des militanten Islam und Direktor des 'Middle East Forums' weist auf den Fall eines prominenten amerikanischen Moslems hin, welcher offen über seine Hoffnung spricht, dass der Islam Amerika übernimmt. Pipes stellt ihn uns vor. Dabei handelt es sich um Isamil Al-Faruqi: 'Ismail Al-Faruqi ist ein palästinensischer Einwanderer, der das ,International Institute of Islmaic Thought' (Internationale Institut für islamisches Denken) gegründet hat und seit vielen Jahren an der, Temple University' in Philadelphia lehrt. Nichts könnte großartiger sein', schrieb Al-Faruqi in den frühen 1980er Jahren, ,als dass dieser junge, starke und reiche Kontinent [Nordamerika] sich von seinem Bösen aus der Vergangenheit lösen und unter dem Banner von Allahu Akbar [Allah ist größter] vorwärts marschieren würde.' 14

In England und in ganz Europa hat der Islam weit mehr an Stärke zugenommen als in Amerika. Von daher sehen wir, dass dort die aggressiven Äußerungen viel offener gemacht werden. Bereits 1989 waren die Europäer schockiert, Tausende von Muslimen offen in den Straßen von Großbritannien, Frankreich Deutschland, Belgien und in den Niederlanden mit Transparenten mit der provokanten Aufschrift 'Der Islam - heute unsere Religion und morgen eure Religion' zu sehen.' 15

In The Muslim Manifesto (Das muslimische Manifest) vom 15. Juni 1990, herausgegeben von dem inzwischen verstorbenen Dr. Kalim Siddiqui, der seinerzeit der Leiter des muslimischen Instituts war (jetzt das muslimische Parlament von Großbritannien), ist auf Seite 16, in Absatz 7 Folgendes zu lesen: ' Den Dschihad (Heiligen Krieg) zu führen, ist eine Grundbedingung des Islam, und Muslime, die von Geburt an die britische Staatszugehörigkeit haben oder einbürgert sind, sind deswegen nicht von dieser Pflicht, sich am Dschihad zu beteiligen, entbunden.' 16

Dr. Siddiqui schließt Großbritannien nicht von den Orten aus, wo 'bewaffneter Kampf' notwendig ist. Der Heilige Krieg ist obligatorisch überall. Und da die Zeit fortgeschritten ist, haben die Aufrufe zum Heiligen Krieg in Europa zugenommen. Sie haben jetzt den Punkt erreicht, an dem der Dschihad von radikalen muslimischen Führern offen in den Straßen verkündet wird. In der 'New York Times' vom 26. April 2004 lesen wir:

    ' Der Aufruf zum Dschihad in den Straßen von Europa wird immer lauter... In dieser ehemaligen Industriestadt nördlich von London ruft eine kleine Gruppe von jungen Briten ... sie würden gerne Premierminister Tony Blair tot oder abgesetzt und eine islamische Fahne außen an Downing Street Nr. 10 hängen sehen.

    Sie schwören Osama bin Laden die Treue und versprechen, sein Ziel, den Sturz der westlichen Demokratien zur Schaffung eines islamischen Superstaats unter dem Scharia-Gesetz, wie Afghanistan unter den Taliban, zu verfolgen.

    Sie nennen die 11. September-Terroristen, die 'Magnificent 19' und betrachten die Bombenattentate von Madrid als ein schlaues Mittel, um einen Keil in Europa zu treiben. Ihr Anführer, Scheich Omar Bakri Mohammad, sprach von seiner Treue zu Osama bin Laden. , Wenn Europa nicht das Angebot eines Waffenstillstandes von Herrn Bin Laden annimmt - vorausgesetzt, dass alle ausländischen Truppen innerhalb von drei Monaten aus dem Irak abgezogen sind - dann werden die Muslime sich nicht mehr von einem Angriff auf die westlichen Länder, die ihre Gastgeber gespielt haben, abhalten lassen', sagte der Scheich.

    ,Alle Muslime des Westens sind dazu verpflichtet, bei einem neuen Krieg zum Schwert zu greifen', sagte er. ,Die Europäer sollen sich in Acht nehmen ', fügte er hinzu und sagte: ,Es ist töricht, Leute, die den Tod suchen, bekämpfen zu wollen - denn der ist es, den sie suchen'... Und er warnte die westlichen Führer: ,Ihr könnt zwar Bin Laden töten, aber das Phänomen kann man nicht töten - ihr könnt es nicht zerstören. Eines Tages werden unsere muslimischen Brüder aus dem Ausland kommen und euch 17 erobern, und dann werden wir hier unter dem Islam in Würde leben'' 17

Dr. Siddiqui und Scheich Omar Bakri Mohammad stehen bei weitem nicht allein da, was ihre Forderungen nach einem radikalen islamischen Heiligen Krieg in Europa anbelangt, um ihr Ziel zu erreichen:

' Abu Hamza, der Geistliche, der beschuldigt wurde, Richard Reid unterwiesen zu haben, bevor er versuchte, ein Passagierflugzeug von Paris nach Miami in die Luft zu sprengen, indem er Sprengstoff in seinen Schuhen versteckt hatte, forderte 200 Muslime außerhalb seiner ehemaligen Finsbury Park-Moschee 18 auf, den Tod und die 'Kultur des Martyriums' anzunehmen.'

Von daher ist es nicht verwunderlich, dass es im Krieg gegen Afghanistan unter den von amerikanischen Truppen gefangen genommenen Leuten mindestens drei britische Staatsbürger gab. Oder im April 2003 waren es zwei britische Staatsbürger, die für ein Selbstmordattentat verantwortlich waren, bei dem drei andere nichtmuslimische Briten in einem Cafe in Tel Aviv ums Leben kamen. Und als der 'Wall Street Journal'-Reporter Daniel Pearl in Pakistan enthauptet wurde, war es Scheich Omar Saeed, ein gebildeter Einheimischer aus Großbritannien, der einmal als 'ein perfekter Engländer' bezeichnet wurde, der zu einem radikalen Muslim transformiert und eventuell mittels Gehirnwäsche zum Drahtzieher der Entführung und zur Enthauptung von Pearl, die mit Video aufgezeichnet wurde, gemacht wurde.

Sollte uns das tatsächlich noch überraschen? Ist es verwunderlich, dass der Islam diese Wirkung auf Menschen hat? Wenn prominente muslimische Führer in Europa offen Osama bin Laden preisen und zum Heiligen Krieg und zum Martyrium aufrufen, warum sollten wir dann noch überrascht sein, wenn beeindruckte junge Muslime diesen Anruf auf der ganzen Welt in die Tat umsetzen? Während beim letzten großen Angriff fünfzehn der neunzehn Flugzeugentführer Saudi-Araber waren, wäre die Welt schockiert, wenn eine solche Handlung von britischen Muslimen durchgeführt würde? Wie hätte wohl der Westen reagiert, wenn die 'Black Boxes', die aus den Trümmern des World Trade Centers geborgen wurden, Aufnahmen von jungen Männern zum Inhalt gehabt hätten, die mit deutlichem britischen oder amerikanischen Akzent 'Allahu Akhbar!' geschrieen hätten?

Schlussfolgerung

Muslime im Westen beziehen sich regelmässig auf den Islam als die 'Religion des Friedens', doch ist diese Religion des Friedens derzeit verantwortlich für über 90 Prozent aller Kämpfe in der Welt. Bedenken Sie diese Tatsache! Die überwiegende Mehrheit des Welt-Terrorismus, der Gewalt und der Kriege ist durch den Islam religiös motiviert.

' Es gibt etwa 400 bekannte terroristische Gruppen auf der Welt. Über 90 Prozent davon sind islamistische Gruppen (radikal-islamische Terrorgruppen). In über 90 Prozent der derzeitigen Kämpfe auf der Welt sind islamistische Terror-Bewegungen involviert.' 19

Das endlose Ziel der gemäßigten muslimischen Apologeten besteht in der Behauptung, dass sich die radikalen Terrorgruppen nicht in einer islamischen Weise benehmen. Während ich keinen Zweifel hege, dass viele moderate Muslime tiefe Verachtung für das mörderische Verhalten der vielen gewalttätigen Gruppen empfinden, führen die Terroristen tatsächlich, in ihren Augen, einen sehr berechtigten Aspekt des Islam aus, der von islamische Schriften, Gelehrten und Vertretern des Islam genau definiert wird. Sie verhalten sich tatsächlich islamisch. Sie verhalten sich nämlich genauso wie Muhammad und dessen Nachfolger. Während es oft heißt, dass die Terroristen, dem Islam 'Gewalt antun' und dass diese dem zuwider handeln würden, was der Islam wirklich lehrt, sind es in Wahrheit die so genannten moderaten Muslime, die versuchen, die wahren Lehren des Islam zu verändern.

Wenn wir auf die Wachstumsraten des Islam schauen, verbunden mit dem Konzept des Dschihad im Islam und auf die wachsende Popularität ihrer zumeist radikalen Auslegung - die sogar im Westen verbreitet wird - , dann ist das Konzept eines zukünftigen islamisch-faschistischen Weltdiktator durchaus wahrscheinlich. Allein angesichts der Trends und Statistiken ist es wirklich keine Übertreibung, die Wahrscheinlichkeit dieser Realität für dieses Jahrhundert in Betracht zu ziehen.

Die Bibel lehrt, dass in der Zukunft ein Mann emporkommen wird, dessen alleiniges Ziel die vollständige Weltherrschaft sein wird, indem er ein politisch-militärisch-religiöses Reich errichtet. Der Islam hat in den meisten seiner Basislehren genau dieses Ziel zum Inhalt. Und heute, da wir hören, wie der Aufruf zum Heiligen Krieg immer lauter von radikalen muslimischen Führer in aller Welt ausposaunt wird, sehen wir, dass sich der Islam langsam, aber sicher, wie nie zuvor, der Erreichung seines festgesetzten Zieles nähert.


16. KAPITEL

Das Verständnis von Unehrlichkeit und Täuschung im Islam

Der folgende Beitrag ist aus zweierlei Gründen sehr wichtig,

    1. weil die letzten Tage von Täuschung gekennzeichnet sind.

    2. wegen der gravierenden Bedeutung der Täuschung über den Islam, die eine Ausbreitung dieser Religion im Westen zur Folge hatte.

Wenn jemand anfängt, neugierig zu werden und sich wünscht, etwas mehr über den Islam zu lernen, dann ist es unerlässlich zuerst zu verstehen, inwieweit das Lügen im Islam nicht nur erlaubt ist, sondern in der Tat sogar begünstigt und zu gewissen Zeiten sogar befohlen wird.

Wenn ein Christ andere über das Christentum belehren will, versteht es sich von selbst, dass Ehrlichkeit dabei ein wesentlicher Aspekt ist. Die meisten Westler tun sich schwer mit der Enthüllung der Tatsache, dass im Islam dagegen vorsätzliche Übertreibungen, Verschleierungen der Wahrheit und gelegentlich bewusste Lügen einen Kernteil der islamischen Religion bilden.

Es gibt in der Tat spezielle Lehren und Traditionen, die eine Kultur der Unaufrichtigkeit im Islam begünstigen.

Natürlich gibt es auch einige Verse und Traditionen im Islam, die nicht zum Lügen ermutigen.

    'Und kleidet nicht die Wahrheit in die Lüge, und verbergt nicht die Wahrheit wider euer Wissen (indem ihr die Schrift verfälscht und verkehrt).' Sure 2 (Die Kuh), Vers 42 (Yusuf Ali)

Aber leider stellt das - wie wir noch sehen werden - für viele Muslime eher die Ausnahme dar; das Lügen ist bei ihnen zur Regel geworden.

Täuschung und der Dschihad

Um zu verstehen, wie eine Religion das Lügen in Betracht ziehen und rechtfertigen kann, müssen wir zuerst kurz das Konzept des Dschihad und die Ziele des Islam Revue passieren lassen. Wir haben es bereits im letzten Kapitel angesprochen, möchten aber noch einmal aufzeigen, dass der Dschihad im Islam im Wesentlichen einen Kampf darstellt, bei dem es darum geht, alles Allah und dem Islam unterzuordnen.

Das Kampfgebiet, auf dem der Dschihad ausgefochten wird, kann als Spektrum betrachtet werden. Die eine Seite des Spektrums ist der persönliche Kampf. Diesen Kampf hat jeder Moslem auszufechten, der seine eigenen Schwächen oder die Dämonen in seinem Inneren überwinden will.

Zum Gesamtspektrum gehört aber auch die Notwendigkeit, einen Heiligen Krieg zu führen, um Nicht-Muslime dem Islam zu unterwerfen.

Jemanden von Gott zu überzeugen, nennt man im Christentum Evangelisierung und im Islam Dawah.

Aber in der Tiefe des Spektrums gibt es den Befehl im Islam, die örtlichen und eventuell sogar die nationalen Regierungen zu übernehmen. Und das ist leider der Punkt, an dem sich oft das wahre Gesicht, die gewalttätige Fratze des Islam zeigt und wo der Dschihad für gewöhnlich anfängt, blutig zu werden. Diese Realität sieht man heute überall auf der ganzen Welt. Während viele Menschen im Westen glauben, dass beim Dschihad einfach nur gegen nicht-islamische Regierungen, Nationen usw. gekämpft wird, schließt dieses Konzept im Islam in Wahrheit alle Aspekte des Lebens ein. So ist in den Köpfen der Muslime sogar der Heilige Krieg, um Nicht-Muslime zum Islam zu konvertieren, Teil des Dschihad.

Evangelisierung im Islam ist mehr als nur 'die gute Nachricht' weitersagen, es ist Krieg. In diesem Sinne ist es sehr wichtig, Mohammeds berühmten Ausspruch richtig zu verstehen: 'Krieg ist Täuschung. ' 1

Im Umgang mit Nicht-Muslimen ermutigt der Islam die Muslime zu einer aggressiven Dschihad-/Kriegs-Mentalität, die sich buchstäblich durch Täuschung definiert.

Wenn ein Nicht-Moslem mit vielen Muslimen zu tun hat, verliert er an einem gewissen Punkt leicht den gesunden Sinn der Objektivität, wenn diese Mentalität so richtig zum Tragen kommt. Wenn man jemandem vertraut, - so wie viele Westler heute Muslimen vertrauen -, der vorsätzlich täuscht, dann wird er sein wie ein Schaf, das zur Schlachtbank geführt wird.

Diese Mentalität der Evangelisation im Islam in Form von Dschihad findet ihre Unterstützung unter der Kategorie zweier besonderer Lehren, Kithman und Taqiya genannt.

Kithman: Die Wahrheit verbergen

Kithman ist das Gebot des bewussten Verheimlichens von Glaubensüberzeugungen. Es ist eine besondere Form der Lüge, die vorrangig von der Minderheit der schiitischen Muslime praktiziert wird. Diese Lehre wird von Imam Jafar Sadiq, dem 6. Imam des schiitischen Islam wie folgt formuliert: 'Jemand, der etwas von unserer Religion enthüllt, ist wie einer, der uns 2 absichtlich tötet.'.. 'Ihr gehört einer Religion an, bei der Allah euch für alles ehrt, was ihr über sie verheimlicht und bei der ihr bei Allah wegen allem, was ihr darüber enthüllt, in Ungnade fallt.'

Deshalb ist es schiitischen Muslimen geboten, bewusst zu verheimlichen, was sie in Wahrheit glauben, damit Außenstehende über die wahre Natur ihrer Religion in die Irre geführt werden.

Man muss dabei unweigerlich an Jesu Worte denken, als Er Seinen Jüngern sagte, dass sie über ihren Glauben nichts verheimlichen sollen.

Matthäus Kapitel 5, Verse 14-16: 'Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.'

Aber - wie oben bereits angeführt - wird dem schiitischen Moslem das genaue Gegenteil davon anbefohlen. Das ist die Kithman-Lehre. Für die meisten Westler ist dieses Konzept unvorstellbar und absolut widersinnig. Wenn man etwas Gutes hat, soll man es mit anderen teilen. Wenn irgendjemand etwas zu verbergen hat, dann würde ich es wahrscheinlich ohnehin nicht wollen.

Taqiya

Es besteht im Wesentlichen kein Unterschied zwischen der Kithman- und der Taqiya-Lehre.

Taqiya wird von einem schiitisch-muslimischen Kommentator wie folgt definiert:

    'Das Wort ,al-taqiyya' bedeutet wörtlich ,das Verheimlichen oder Verschleiern von Glaubensüberzeugungen, Vorstellungen, Gefühlen, Ansichten und/oder Strategien zur Zeit einer drohenden Gefahr oder um jetzt oder später sich selbst vor einer körperlichen Verletzung oder einem geistigen Schaden zu bewahren.' Eine einheitliche Übersetzung dieses Worte wäre ,Heuchelei'.' 4

Derselbe Kommentator schreibt jedoch in einem Artikel mit der Überschrift A Shite Encyclopedia (Eine schiitische Enzyklopädie) weiter dazu: 'Der wahre Geist von ,al-taqiyya' wird besser in dem einzelnen Wort Diplomatie' verkörpert.'

In der Tat ist Diplomatie eine sehr 'diplomatische' Definition für diesen Begriff.

Von den Kithman- und Taqiya-Lehren wird oft gesagt, sie seien rein schiitisch. Sunnitische Muslime sagen, dass keine der beiden Lehren Teil ihrer Tradition sei. Leider handelt es sich hier lediglich selbst um eine weitere Täuschung.

Als Nächstes werden wir die sunnitischen Traditionen durchgehen, um zu beweisen, dass die Taqiya universal im Islam angewandt wird.

Taqiya: Das Fundament der Täuschung

Der Koran lehrt, dass es Muslimen erlaubt ist, dass sie buchstäblich ihren Glauben verleugnen dürfen, um sich zu schützen. Muslimen, die ihren Glauben verleugnen, wird vergeben, solange ihr echter Glaube nicht wirklich erschüttert wird (d. h. ihre Verleugnung war eine Lüge im reinsten Sinne) und nur dann, wenn ihre Verleugnung dem Zweck galt, Schaden zu vermeiden (vor allem, wenn sie unter Nicht-Muslimen leben).

    'Wer Allah verleugnet, nachdem er an ihn geglaubt, es sei denn, er sei dazu gezwungen und sein Herz sei fest im Glauben -, jedoch, wer seine Brust dem Unglauben öffnet - auf sie soll kommen Zorn von Allah und ihnen soll sein schwere Strafe.' Sure 16 (Die Bienen), Vers 106

Der sunnitische Gelehrte, Ibn Kathir, erklärt die Bedeutung dieses Verses in seinem klassischen Kommentar zum Koran: 'Das bezieht sich auf eine Gruppe von Menschen, die in Mekka unterdrückt wurde und deren Stellung bei ihrem eigenen Volk schwach war. Sie mussten mit ihnen auskommen und wurden von diesen Leuten versucht ... Allah sagt ihnen im Hinblick darauf, dass er ihnen vergeben und Gnade walten lassen wird, wenn sie wieder auferstanden sind, wenn sie gegenüber Nicht-Muslimen ihren Glauben verleugnet haben und auf diese Weise auf die Versuchung reagiert haben.' 5

Solange ein Moslem in einem Land lebt, wo der Islam eine Minderheit darstellt, heißt es, dass 'in einem Zustand der Schwäche' 'Täuschung erlaubt ist'. Als sie von Nicht-Muslimen herausgefordert wurden, Allah zu lästern, 'mussten sie mit ihnen auskommen'.

Die eigentliche Geschichte zu diesem Vers, der Mohammed 'offenbart' wurde, lautet wie folgt:

    'Die Ungläubigen hatten 'Ammar Ibn Yasir verhaftet und folterten ihn, bis er üble Worte über den Propheten (Mohammed) von sich gab und ihre Götter und Halbgötter pries; und als sie ihn daraufhin freiließen, ging er direkt zu dem Propheten. Der Prophet fragte ihn: ,Hast du irgendetwas auf dem Herzen? 'Ammar Ibn Yasir antwortete: ,Ich habe schlechte Nachrichten. Sie hätten mich nicht freigelassen, wenn ich dich nicht verleugnet und ihre Götter nicht gepriesen hätte.' ,Und was fühlst du in deinem Herzen?', hakte der Prophet nach. 'Amman antwortete: ,Da stehe ich immer noch voll und ganz zu meinem Glauben.' Daraufhin riet ihm der Prophet: ,Wenn sie zu dir zurückkommen, dann handle immer wieder so, wie du es gerade getan hast.' In diesem Moment offenbarte Allah den Vers: , . es sei denn, er sei dazu gezwungen und sein Herz sei fest im Glauben ... ' (Sure 6:106)' 6

Also ermutigt Mohammed die Muslime zum Lügen und ihren Glauben zu verleugnen und zu lästern, wenn es um ihren Schutz geht, solange sie 'fest im Glauben' stehen.

Ibn Abbas, der anerkannteste und verlässlichste Erzähler der Tradition aus der Sicht der Sunniten bestätigt diese Lehre: 'Taqiyya ist nur ein Lippenbekenntnis, während das Herz fest im Glauben steht.' 7

Das ist natürlich ein krasser Kontrast zu den Millionen Christen in der Geschichte, die ihrem Glauben nicht abgeschworen und stattdessen lieber den Tod und das Martyrium in Kauf genommen haben.

Der Koran verbietet den Muslimen auch, sich mit einem Nicht-Moslem anzufreunden - es sei denn, der Moslem könnte dadurch vor Schaden bewahrt werden:

    'Nicht sollen sich die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen, unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet von Gott in nichts Hilfe - außer ihr fürchtet euch vor ihnen. ...' Sure 3 (Das Haus 'Imrän), Vers 28

Ibn Kathir kommentiert diesen Vers wie folgt:

    'Allah verbietet seinen gläubigen Dienern, die Ungläubigen zu unterstützen oder sie als Kameraden zu wählen, woraus sich eventuell Freundschaften entwickeln könnten. Allah warnte vor einem solchen Verhalten, als er sagte: ,O ihr, die da glaubt! Nehmt nicht meine und eure Feinde zu Freunden, erweist ihnen keine Zuneigung. Und wer auch immer das tut, der ist in der Tat vom rechten Weg abgekommen.' Und: ,O ihr Gläubigen! Nehmt nicht die Juden und Christen zu Freunden. Sie sind untereinander befreundet. Und wer auch immer sich mit ihnen anfreundet, der ist sicher einer von ihnen.' Und Allah fügt hinzu: ,Es sei denn, ihr habt von ihnen Gefahr zu befürchten.'Das bedeutet, mit Ausnahme jener (Muslime), die in manchen Gegenden und zu gewissen Zeiten in Gegenwart von Nicht-Gläubigen um ihre Sicherheit bangen müssen. In diesem Fall ist es solchen Gläubigen erlaubt, rein äußerlich Freundschaft zu eigen, aber niemals innerlich. Zum Beispiel berichtete Al-Bukhari, dass Abu Ad-Darda' sagte: Wir lächeln manchen Menschen ins Gesicht, obwohl unsere Herzen sie verfluchen.'' 8 (Hervorhebung von mir)

Ibn Kathir verwirft die Ansicht, dass die Taqiya lediglich für Schiiten gelte, indem er sagt: 'Die Taqiya ist bis zum Tag der Auferstehung erlaubt.'

Wir sehen, dass die Taqiya in Wahrheit für alle Muslime Gültigkeit hat. Diese Lehre erlaubt ihnen buchstäblich jeden Aspekt ihres Glaubens zu verleugnen, um sich dadurch vor Schaden zu bewahren.

Täuschung gerechtfertigt, um dadurch zu Wohlstand zu kommen

Trotz der Kommentare von Ibn Kathir behaupten viele Muslime (wobei es sich dabei möglicherweise ebenfalls um eine trügerische Taktik handelt), dass die Taqiya nur dazu diene, um Leben zu schützen. Weit gefehlt. Mohammed erlaubte sogar das Lügen, wenn es darum geht, zu Wohlstand zu kommen.

    'Nachdem die Muslime die Stadt Khaybar erobert hatten, ging Hajaj Ibn 'Aalat zu dem Propheten und fragte ihn: ,O Prophet Allahs, ich habe in Mekka ein großes Vermögen und Verwandte zurückgelassen, und die hätte ich gerne wieder zurück; verzeihst du mir, wenn ich ihnen gegenüber fälschlicherweise behaupte, dass ich vor deiner Verfolgung geflohen sei?' Der Prophet verzieh ihm und sagte: ,Sag, was auch immer du sagen musst.'' 10

Überall scheint im Leben und in der Religion Mohammeds der Grundsatz 'Das Recht heiligt die Mittel' durchzuschimmern.

Und es gibt noch viele andere Beispiele dafür, wo Mohammed seinen Anhängern erlaubt hat, die Lüge als Mittel einzusetzen, um das Endziel, überall den Islam zu verbreiten, zu erreichen.

Täuschung gerechtfertigt, um die Feinde des Islam zu ermorden

'Allahs Gesandter sagte: ,Wer ist bereit, Ka'b bin Al-Ashraf zu töten, der Allah und seinen Gesandten verletzt hat? 'Daraufhin erhob sich Muhammad bin Maslama und sagte: ,O Allhas Gesandter! Willst du, dass ich ihn töte?' Der Prophet antwortete: ,Ja!' Muhammad bin Maslama sagte daraufhin: ,Dann erlaube mir, etwas Falsches zu sagen (um Ka'b zu täuschen).' Der Prophet sagte: ,Es sei dir erlaubt!'' 11

Abdullah Al-Araby, eine im Mittleren Osten geborene Autorität im Islam, liefert in seinem Artikel Lying in Islam (Das Lügen im Islam) Details zu einer anderen Geschichte im Hinblick auf Mohammeds Erlaubnis zum Lügen, als es darum ging, seine Feinde zu töten. In diesem Fall lautete der Name des Opfers Shaaban Ibn Khalid al-Hazly:

    'Es ging das Gerücht um, dass Shaaban eine Armee aufgestellt hatte, um mit Mohammed Krieg zu führen. Mohammed übte Vergeltung, indem er Abdullah Ibn Anis damit beauftragte, Shaaban zu töten. Der Möchtegern-Mörder bat den Propheten um die Erlaubnis, lügen zu dürfen. Mohammed war damit einverstanden und befahl dem Mörder zu lügen, indem er sagen sollte, dass er ein Mitglied des Khazaa-Clans sei. Als Shaaban Abdullah kommen sah, fragte er ihn: ,Von welchem Stamm bist du?' Abdullah antwortete: ,Vom Stamm Khaaza.' Er fügte hinzu: ,Ich habe gehört, dass du eine Armee zusammengestellt hast, um gegen Mohammed zu kämpfen, und ich bin gekommen, um mich ihr anzuschließen.' Abdullah ging mit Shaaban und erzählte ihm unterwegs, wie Mohammed mit seiner häretischen Lehre zu ihnen gekommen wäre, und er beklagte sich darüber, wie Mohammed die arabischen Patriarchen schlecht gemacht und die arabischen Hoffnungen zerstört hätte. Sie setzten ihr Gespräch fort, bis sie bei Shaabans Zelt ankamen. Shaabans Gefährten entfernten sich, und Shaaban lud Abdullah in sein Zelt ein, damit er sich dort ausruhen konnte. Abdullah setzt sich hinein, bis es ruhig wurde und er das Gefühl hatte, dass jeder schlief. Da schnitt Abdullah Shabaan den Kopf ab und brachte diesen zu Mohammed als Trophäe. Als Mohammed Abdullah kommen sah, jubelte er laut: ,Dein Antlitz hat triumphiert! (Aflaha al-wajho) ' Abdullah gab das Kompliment zurück, indem er sagte: ,Es ist dein Antlitz, 12 Gesandter Allah, das triumphiert hat. (Aflaha wajhoka, ye rasoul Allah)''

Wiederum sehen wir, dass das Lügen im Islam aus vielerlei Gründen erlaubt ist. Solange bis das Endziel, die Sache Mohammeds und des Islam nicht erreicht ist, ist das Lügen erlaubt und das anfängliche Verbot zu lügen ist bis dahin unwirksam.

Im obigen Fall war das Lügen erlaubt, um das Ziel, den Meuchelmord an jemanden, den Mohammed tot sehen wollte, zu erreichen. Weil der Islam Mohammed als höchstes Vorbild im Hinblick auf das Verhalten aller Muslime betrachtet, legen Mohammeds Nachfolger leider dasselbe Verhalten an den Tag.

Täuschung, um Ziele und Reichtum zu erlangen

Imam Al-Ghazahli, einer der berühmtesten muslimischen Theologen und Philosophen aller Zeiten im Islam, geht bei der Erlaubnis zum Lügen sogar noch einen Schritt weiter. Für Ghazali gilt das Lügen solange als erlaubt, bis so gut wie jedes Ziel positiv und nutzbringend erreicht worden ist:

    'Das Reden ist ein Mittel, um Ziele zu erreichen. Wenn ein lobenswertes Ziel dadurch erlangt werden kann, dass man die Wahrheit spricht und lügt, ist es widerrechtlich, es durch Lügen zu erreichen, wenn es dazu keinerlei Veranlassung gibt. Wenn es möglich ist, solch ein Ziel durch Lügen zu erreichen, indem man nicht die Wahrheit sagt, dann ist das Lügen erlaubt, wenn die Erlangung des Zieles erlaubt ist.' 13 (Hervorhebung von mir)

    'Wisset, dass das Lügen selbst keine Sünde ist, aber sie kann euch Schaden bringen; das könnte hässlich werden. Jedoch könnt ihr lügen, wenn euch das vor Übel bewahrt oder euch Wohlstand bringt.' 14 (Hervorhebung von mir)

Es ist wirklich unmöglich zu leugnen, dass die Täuschung ein reiches Saatbeet im Islam gefunden hat, um dort Wurzeln zu schlagen und sich heimisch zu fühlen. Wir sehen, dass der Islam als religiöses System das Lügen erlaubt und sogar dazu ermutigt; und Täuschung stellt einen besonderen Aspekt im islamischen Glaubensleben dar.

Die ungewöhnliche Verschmelzung von Religion und Betrug ist von grundlegender Bedeutung im Hinblick auf die Ausbreitung des Islam im Westen und auf unsere Betrachtung der letzten Tage.

Auswirkungen des Islam im Westen

Abdullah Al-Araby kommentiert die Auswirkungen von heute: Das Prinzip der Zustimmung für das Lügen im Islam hat gravierende Auswirkungen im Hinblick auf die Ausbreitung dieser Religion im Westen. Muslimische Aktivisten wenden trügerische Taktiken bei ihren Versuchen, das Image des Islam aufzupolieren und ihn für mögliche Konvertiten attraktiver zu machen, an.' 15

Ich wurde selbst bis zur totalen Erschöpfung Zeuge dieser Dynamik. Und gleichermaßen frustrierend ist die Tatsache, dass so viele Christen entweder aus Mangel an Kenntnis der Fakten oder ganz einfach, weil sie nicht für kämpferisch oder streitsüchtig gehalten werden wollen, der Täuschung ungeprüft ihren freien Lauf lassen.

Als die Amerikaner Zeuge wurden, wie zahlreiche so genannte 'moderate' Muslime Reden hielten, um das gütige Wesen der 'Religion des Friedens' zu verteidigen, wie z. B. nach dem 11. September 2001, haben viele dieser Redner die wahre Natur des Islam falsch dargestellt. Viele haben dokumentiert, dass bei privaten Treffen von Muslimen untereinander ein viel aggressiverer Ton angeschlagen wird.

Im letzten Kapitel hatten wir das Beispiel von Omar Ahmed, dem Vorsitzenden des Vorstandes von 'The Council of American Islamic Relations' (CAIR = Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen) angeführt. Diese Muslime, die sich nach außen hin 'moderat' geben, rechtfertigen ihre Falschdarstellungen des Islam damit, dass sie der Meinung sind, den Islam schützen und die amerikanischen Muslime vor 'Schaden' bewahren zu müssen. Es ist 'Schadensbegrenzung' in reinster Form.

Christen, Amerikaner und sogar viele der politischen Führer wollen entweder verzweifelt an das 'beste aller Völker' glauben, um sich in einer Zeit der großen Unsicherheit besser zu fühlen, oder der Westen schweigt unweigerlich, weil ihm ständig die Moral-Relativität und politische Korrektheit eingehämmert wird, so dass sie den Muslimen viel von ihrer Täuschung glauben.

Sie schlucken förmlich alles, angefangen vom Angelhaken, über die Angelschnur bis hin zur Angel selbst. Die Wenigen, die mutig genug waren, die Wahrheit über die eigentliche Natur des Islam auszusprechen, wurden entweder als intolerant oder als gehässig oder beides angesehen. Und dieses Muster setzt sich fort, wann immer ein großes Übel durch den Islam verursacht wird. Achten Sie einmal darauf; man sieht es immer und immer wieder!

Auswirkungen auf die letzten Tage

Natürlich haben die Auswirkungen der islamischen Lehren auch etwas mit unserem Thema 'Endzeit' zu tun. Die Bibel liefert uns ein Bild über 'die letzten Tage', in dem die Täuschung eine entscheidende Rolle spielt. So gut wie in jedem Abschnitt, wo im Neuen Testament von der Endzeit die Rede ist, warnen die Autoren die Gläubigen eindringlich, achtsam zu sein, damit sie nicht verführt werden.

Hier einige Beispiele:

    Unmittelbar bevor Jesus Christus zur Kreuzigung verhaftet wurde, führte Er mit Seinen Jüngern ein Gespräch über die letzten Tage. Seine allererste Warnung war, dass sie achtgeben sollten, damit sie nicht getäuscht werden. Matthäus Kapitel 24, Verse 3-4: Als Er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu Ihm und sprachen: 'Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? 4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: 'Habt Acht, dass euch niemand verführt!'

    Jesus fuhr fort mit Seiner Warnung vor Täuschung, indem Er sagte: Matthäus Kapitel 24, Verse 10-11 und 24-25

    'Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.' Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ICH habe es euch vorhergesagt.'

In gleicher Weise ermahnt der Apostel Paulus in seinem Brief an die Thessalonicher die Gemeinde zur Vorsicht, damit sie nicht getäuscht werden.

    2. Thessalonicher Kapitel 2, Verse 1-3: Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres HERRN Jesus Christus und unserer Vereinigung mit Ihm: 2Lasst euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch ein Wort, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da. 3Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens.'

Paulus bezieht sich hier auf die Zukunft und prophezeit 'eine machtvolle Täuschung':

    2. Thessalonicher Kapitel 2, Verse 9-12: -Ihn (der Gesetzlose; der Antichrist), dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verloren gehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.'

Zusammenfassung

Ich verstehe, jemanden als Lügner zu bezeichnen, als starke Beleidigung. Deshalb hielt ich es für wichtig, die Tatsache aufzuzeigen, dass Mohammed, der Koran und die Hadithen sowie die meisten anerkannten Gelehrten durchweg das Lügen als Mittel erlauben, um alle Ziele des Islam zu erreichen. Ich habe das deswegen sehr ausführlich dokumentiert.

Es handelt sich hier also um keine unbegründete Anschuldigung, die vom 'Volk der Lüge' kommt (ein Name, den der Koran ironischerweise den Nicht-Muslimen gibt), sondern das Lügen ist in der Tat eine etablierte Lehre und Praxis im Islam.

Während ich durchaus Verständnis dafür habe, dass dies als harte Sprache aufgefasst wird, handelt es sich dennoch schlicht und ergreifend um die Wahrheit, dass der Islam, als religiöses System, der Sohn seines echten Vaters ist. Der Dämon, der Mohammed in der Höhle von Hira buchstäblich überfallen hat, ist dasselbe Wesen, das zu den ungöttlichen Lehren der Täuschung inspiriert hat, die so offensichtlich die Religion des Islam in Mitleidenschaft gezogen hat, so wie wir sie heute kennen.

Obwohl ich mir sicher bin, dass sich die meisten Muslime durch meine Beiträge beleidigt fühlen könnten, ist meine Antwort darauf, dass ich sie bitte, dass sie statt sich darüber zu ärgern, dass ich diese Informationen berichte, sie ihren Ärger lieber gegenüber den Traditionen Mohammeds und gegenüber den Gelehrten des Islam zum Ausdruck bringen sollen, die ein solches Verhalten nicht nur verzeihen, sondern sogar noch dazu ermutigen. Solch ein Verhalten sollte auf gar keinen Fall bei jenen gefunden werden, die sich selbst als 'göttlich' bezeichnen.

Die Bibel ruft dazu auf, danach zu streben, dem wahren himmlischen Vater ähnlich zu werden, dem Urheber allen Lichts und der Wahrheit.

Während die meisten Menschen darin übereinstimmen, dass sich Religion und Täuschung nicht vermischen dürfen, ist es klar, dass sich im Islam Täuschung und Religion gegenseitig unterstützen. In gleicher Weise können wir sicher sein, dass in den letzten Tagen Täuschung und Religion so miteinander verflochten sind, dass es selbst für 'die Auserwählten' schwierig sein wird, klar zu erkennen, was wahr ist. Und wieder einmal haben wir herausgefunden, dass der Islam auf seine Weise die Voraussetzung für die Täuschungen des Systems des Antichristen der letzten Tage erfüllt.


17. KAPITEL

Der große Abfall, Terror und Islams Bekehrungsraten

Der große Abfall

Vielleicht der traurigste und verheerendste Aspekt der letzten Tage ist das, was die Bibel den Abfall vom Glauben nennt. Die Bibel lehrt, dass in den letzten Tagen viele von denen, die den Namen Jesu bekennen, die sich selbst Christen nennen, sich vom Glauben abwenden und sogar Christus verleugnen werden. Sich auf diese schrecklichste und chaotische Zeit beziehend, sagte Jesus:

    Matthäus Kapitel 24, Vers 10: 'Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen.'

Der Apostel Paulus warnte die Gläubigen bei mehr als einer Gelegenheit, sich nicht täuschen zu lassen und zu glauben, dass Jesus bereits zurückgekehrt wäre. Denn der Abfall vom Glauben und das Erscheinen des Antichristen muss zuerst kommen, bis der 'Tag des HERRN' - die Rückkehr von Jesus kommen wird.

    2.Thessalonicher Kapitel 2, Vers 3: Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens.'

    1.Timotheus Kapitel 4, Vers 1: Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden.

In diesem Kapitel werden wir untersuchen, wie das dramatische Wachstum des Islam mit dem kommenden Abfall vom Glauben verbunden werden kann, sowie die Beziehung zwischen Terror und dem Erfolg des Antichristen.

Der Aufstieg des Islam - Aufstieg zur globalen Bedeutung

Eine der Kernlehren des Islam ist der Glaube an die absolute und vollkommene Souveränität Allahs, und viele Muslime hatten psychologisch eine schwere Zeit durchzustehen mit der Vorstellung, dass der Islam so lange die zweite Geige gegenüber dem Christentum spielen musste. Wenn Allah allmächtig ist und der Islam seine einzige Religion, warum spielt dann der Islam eine so untergeordnete Rolle gegenüber dem Christentum in der ganzen Welt? Warum lässt Allah dies zu? Dies sind einige der Dinge, mit denen viele Muslime ringen. Meine Spekulation jedoch ist, dass in den nächsten Jahrzehnten, wenn der Islam seinem Ziel nahegekommen ist, das Christentum als die weltweit größte Religion zu überholen, der psychologische Auftrieb im Islam gewaltig sein wird.

Auf der anderen Seite wird der psychologische Schlag für das Christentum in dieser Zeit ein tiefer sein. Plötzlich werden sich viele Christen fragen: 'Wenn Gott allmächtig ist, wie kann er da dem Islam erlauben, buchstäblich die ganze Welt zu übernehmen?' Muslime werden triumphierend ausrufen, dass nicht mehr länger gesagt werden kann, dass Jesus Christus der einflussreichste Mann in Geschichte der Menschheit ist, sondern Muhammad! Es wird eine Atmosphäre der Begeisterung unter den Muslimen herrschen, die es seit den ersten Phasen der islamischen Eroberungen nicht mehr gegeben hat.

Ich beabsichtige hier nicht, negativ zu sein; aber ich erwarte, dass wir, kurz bevor der Islam tatsächlich das Christentum überholt hat, einen 'entscheidenden Zeitpunkt' sehen werden. Dann wird es zu einem plötzlichen starkem Wachstum des Islam und zu vielen Bekehrungen zum Islam kommen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Kraft des Zeugnisses ein machtvolles Werkzeug für Muslime sein. Da immer mehr Westler zum Islam konvertieren, werden die Ansprüche und Herausforderungen des Islam für viele westliche Christen viel schwieriger zu ignorieren sein.

Bestehende Vorurteile, die viele westliche Christen davon abgehalten haben, den Islam als einen relevanten Faktor in der Welt ins Auge zu fassen, werden plötzlich weggewischt, wenn aufrichtige und intelligente Menschen, die sie kennen, plötzlich Muslime werden. Niemand wird mehr in der Lage sein, sich hinter seinen Vorurteilen zu verstecken und den Islam als eine primitivere Religion mit weniger kultivierten oder weniger gebildeten Menschen zu ignorieren. Von daher werden viele Westler gezwungen sein, die Religion des Islam neu zu überdenken.

Wenn heute in Amerika, wo die Mehrheit der Menschen früher ohne Religion war, nun dazu kommt, den Monotheismus zu akzeptieren und eine Entscheidung, Gott zu folgen, treffen, machen sich viele von ihnen keine großen Gedanken darüber, welche Religion zu wählen, sondern vielmehr welcher Glaubensgemeinschaft sie angehören wollen.

Da der Islam im Westen zunimmt, so werden solche Menschen gezwungen sein, diese Entscheidung ins Auge zu fassen. Sie können dann nur noch zwischen zwei Alternativen wählen: Das Christentum oder den Islam.

Wir sollten in dieser Zeit einen Rausch unter der islamischen Gemeinschaft erwarten, die ihrer Aufgabe nachkommen will, das Ziel der islamischen Weltherrschaft unbedingt zu erreichen. Der psychologische Auftrieb, den die muslimische Welt dann erfährt, wird gewaltig sein. Dieses Hochgefühl wird nur noch erhöht werden, wenn in dieser Zeit irgendetwas mit Amerika geschieht, was die Vereinigten Staaten erheblich als Weltmacht schwächt. Zugegeben, das ist zwar nur reine Spekulation, aber angesichts des offensichtlichen Fehlens einer echten Bedeutung von Amerika in der biblischen Prophetie, argumentieren viele Lehrer der Prophetie, dass Amerika irgendwann vor den letzten Tagen in irgendeiner Form einen deutlichen Rückgang seiner Stellung der Überlegenheit und Macht in der Welt erfahren wird. Während ich gewiss nicht hoffen will, dass sich ein so düsteres Szenario ergibt, ist der kontinuierliche Aufstieg und Fall der verschiedenen Weltmächte ein Musterbeispiel, das so alt und so vorhersehbar ist, wie der Aufgang der Sonne.

Und schon wieder sind wir am Spekulieren; aber wenn sich diese beiden Faktoren in relativ kurzer Zeit zeigen, - der Rückgang von Amerika und der Aufstieg des Islam - dann ist das sicherlich die Rechtfertigung, auf die die Muslime gewartet haben, so dass die islamische Bewegung auf der ganzen Welt in einer Weise belebt wird, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben. Die Endziel-Linie wird plötzlich für alle Muslime auf der ganzen Welt in Sichtweite kommen.

Beobachter der apokalyptischen Bewegungen haben immer wieder darauf hingewiesen, dass eine der gefährlichsten Kombinationen in jedem Einzelnen das Gefühl ist, dass Gott auf jeden Fall auf seiner Seite steht verbunden mit dem Glauben, einen göttlichen Auftrag mit Gewalt ausführen zu müssen. Wenn solche Gräueltaten dann unter der Herrschaft des Mahdi auftreten, werden sie viel leichter zu entschuldigen und zu relativieren sein. In den Augen der Muslime werden in dieser Zeit die letzten Spuren des ungläubigen spirituellen Krebses von der Erde, in Vorbereitung auf ein Zeitalter des Friedens, weggespült werden.

Betrachten Sie die folgende Aussage aus Ayatollah Ibrahim Aminis Buch Al-Imam Al-Mahdi: The Just Leader of Humanity (Der Imam al-Mahdi - Der gerechte Führer der Menschheit). Im Hinblick auf diejenigen, die sich weigern, zum Islam überzutreten und sich nicht der Mahdi-Führung auf der Erde beugen, lesen wir:

    'Diese Gruppe wird sich unbestreitbar dem Recht widersetzen und wird niemals ihren hartnäckigen Widerstand gegen irgendeine Macht unternehmen, um ihre eigenen Interessen zu schützen. Außerdem werden sie alles in ihrer Macht Stehende tun, diejenigen zu demoralisieren und zu bekämpfen, die den Imam (Mahdi) unterstützen. Um den negativen Einfluss dieser Gruppe zu zerstören, gibt es keine andere Lösung als Krieg und Blutvergießen. ' 1

Das Ende, der endgültige Sieg, den man in greifbarer Nähe spürt, wird zweifellos die Mittel heiligen. Alles, auch offener Mord, wird entschuldbar sein, solange bis der Islam das Ziel der Rechtfertigung letztendlich erreicht hat. Die Psychologie kann hier nicht unterschätzt werden.

Ein globaler Fall des Stockholm-Syndroms

Aber jenseits der emotionalen Stärkung, die wir unter den Muslimen zu sehen erwarten, sehen wir auch ein gleiches Maß an Terror gegenüber denen, die nicht zum Islam konvertieren wollen, kommen. Dies bringt uns zu einem anderen sehr wichtigen psychologischen Faktor, der wahrscheinlich während der letzten Tage ins Spiel kommen wird: Terror.

Klarer ausgedrückt, ist es das, was Psychologen als 'Stockholm-Syndrom' bezeichnen. Lassen Sie es mich erklären. Vielleicht der merkwürdigste Aspekt des antichristlichen Reiches wird sein, dass es beides ist, eine religiöse Bewegung der Anbetung sowie eine dämonisch inspirierte Militärmaschine, welche unweigerlich dazu dient, die ganze Welt zu vernichten, zu verschlingen und zu zertrampeln. Diese beiden Elemente zusammen scheinen zunächst wie eine völlig unvereinbare Kombination.

Wir im Westen sehen in unserer Glaubensfreiheit, den Gottesdienst als einen freiwilligen Akt der Ehrfurcht und Liebe gegenüber dem an, den wir einer solchen Anbetung als würdig erachten. Wir sehen jedoch in dem Buch der Offenbarung einen Hauch von der Mentalität, die in den Anbetern Satans und des Tieres vorhanden sein wird.

    Offenbarung Kapitel 13, Vers 4: Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier (dem Antichristen) Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sprachen: 'Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?'

Wir sehen in den Verehrern eine 'Wenn du ihn nicht besiegen kannst, dann verbinde dich mit ihm'-Mentalität, die durch Angst und Schrecken motiviert ist. Das ist ein deutliches Beispiel des Stockholm-Syndroms. Das Stockholm-Syndrom ist im Wesentlichen ein Verweis auf die psychologische Dynamik, die immer wieder beobachtet worden ist, wobei derjenige, der in Gefangenschaft gehalten, missbraucht oder terrorisiert wird, sich schließlich mit seinen Entführern oder Peinigern identifiziert und sie unterstützt.

Es gab einen klassischen Fall dazu in den Vereinigten Staaten, als die Zeitungserbin Patricia Hearst von der 'Symbionese Liberation Army' entführt wurde, um schließlich der Gruppe beizutreten und sogar einen bewaffneten Raubüberfall auf eine Bank für sie zu verüben. Im Fall der zukünftigen Anbeter des Tieres, handelt es sich dabei um die Zertrampelten und Beherrschten , die schließlich nachgeben und ihren Dominator anbeten. In äußerster Ehrfurcht, werden sie fragen: 'Wer ist wie er?'

Es ist also nicht überraschend, dass viele Psychologen die Beobachtung gemacht haben, dass das Verhalten der Opfer von Terrorismus oder Entführungen gleichzusetzen ist mit dem Verhalten jener Gefangenen, die den Begriff Stockholm-Syndrom geprägt haben. Die Vergleiche sind sehr faszinierend, wie sie auf unser Thema 'Endzeit' passen.

In einem Artikel mit dem Titel The Stockholm Syndrome: Not Just For Hostages (Das Stockholm-Syndrom - Nicht nur für Geiseln) lesen wir:

    'Das Stockholm-Syndrom ist eine emotionale Zuneigung, eine Bindung der Interdependenz zwischen dem Gefangenen und dem Entführer, die sich entwickelt, ,wenn jemand dein Leben bedroht und es sich dann anders überlegt und dich nicht umbringt Die Befreiung, die durch die Auflösung der Todesbedrohung entsteht, erzeugt intensive Gefühle der Dankbarkeit und Angst. Diese Kombination der Emotionen veranlasst den Gefangenen dazu, keine negativen Gefühle gegenüber dem Entführer oder Terroristen zu hegen. ,Der Wille des Opfers zu überleben ist stärker als sein Drang, die Person, die sein Dilemma verursacht hat, zu hassen.'... Das bringt das Opfer dahin, seinen Entführer als einen , guten Jungen', ja sogar als seinen Retter zu sehen.''

Sollten wir da überrascht sein, dass das Stockholm-Syndrom an dem vom Terrorismus geplagten Volk Israel wirkt?

George E. Rubin beschreibt im Commentary Magazine, Mai 2000, wie stark die Symptome des Stockholm-Syndroms bei vielen in Israel auftreten:

    'Nach 50 Jahren eines nicht enden wollenden Konfliktes, scheinen die meisten israelischen Juden zu dem Schluss gekommen zu sein, dass die Last der Erhaltung ihrer Nation nur allzu schwer zu ertragen ist. Die säkulare linke Elite - welche die Bildung, die Kultur, die Medien und die Regierung kontrolliert - geben den Juden die Schuld dafür, dass die Araber das Verlangen haben, Israel zu zerstören, denn die Mehrheit scheint von dem ,Stockholm Syndrom' befallen zu sein, wobei sich die Opfer des arabischen Hasses mit ihren Unterdrückern identifizieren.'

Rubin ist nicht allein mit dieser Beobachtung. Aharon Megged, eine israelische Schriftstellerin, spiegelt Rubins Kommentare wider: ' Wir sind Zeugen einer Erscheinung geworden, welche wahrscheinlich keine Parallele in der Geschichte hat. Eine emotionale und moralische Identifikation von der Mehrheit der israelischen Intellektuellen, bei der die Leute offen unsere Vernichtung bejahen.'

Da sogar schon Psychologen und Intellektuelle das Stockholm-Syndrom bei den Opfern des islamischen Terrorismus in Israel und anderswo beobachtet haben, wird das Reich des Tieres, geführt vom Antichristen, ebenfalls einen globalen Fall dieses Syndroms inspirieren. Die Menschen werden vor lauter Angst und Schrecken so überwältigt sein, dass es schließlich so weit kommen wird, dass sie das Tier buchstäblich anbeten. Der Peiniger wird so zum Erlöser.

Hat es bereits begonnen?

Diese Dynamik kann einer der Hauptgründe für die Explosion der Übertritte zum Islam von Seiten der Westler seit dem 11. September 2001 sein. Während uns der gesunde Menschenverstand sagt, dass viele sich wegen der Ereignisse vom 11. September 2001 eigentlich vom Islam hätten abwenden müssen, beobachten wir stattdessen in vielen Teilen gerade den gegenteiligen Effekt.

Wir können dieses Phänomen an dem 'Zeugnis' einer jungen amerikanischen Frau sehen, wie sie zum Islam übertrat.

In einer Geschichte aus der 'New York Times' über die 'Tausende', die nach dem 11. September 2001 zum Islam übergetreten sind, lesen wir:

    'Shannon Staloch ist sich nicht sicher warum, aber als sie von den Flugzeugentführungen hörte, griff sie sofort zu einem Buch in ihrem Rucksack und rezitierte das islamische Bekenntnis; 12 Tage später machte sie ihre Konvertierung zum Islam offiziell. ' 5

Der Aspekt dieser Geschichte und vieler anderen, wie diese, der mich erstaunt, ist, dass es dabei völlig an jeglichen intellektuellen oder spirituellen Gründen mangelt, auf den diese vielen zum Islam Übergetretenen ihre Finger legen sollten, wenn sie ihre Entscheidung zur Konvertierung noch einmal überdenken. 'Sie ist sich nicht sicher warum', diese Frau fühlte einfach die überwältigende Notwendigkeit zum Islam überzutreten, nachdem sie von der schrecklichen Ermordung von Tausenden von Menschen im Namen der Religion, zu der sie dann übertrat, gehört hatte. In Frau Stalochs Fall hatte der islamische 'Terror' die gewünschte Wirkung. Sicherlich hätte sich Osama Bin Laden darüber gefreut, eine solche Nachricht zu hören.

In den letzten Tagen wird sich der Terror noch um das Tausendfache steigern. Und die Bibel macht deutlich, dass der Terror die gewünschte Wirkung auf die Bewohner der Erde haben wird. 'Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag gegen ihn Krieg zu führen? Wozu sich ihm widersetzen? Er ist einfach zu mächtig ', werden sie sagen.

Und in der Bibel heißt es:

    Offenbarung Kapitel 13, Vers 8: Und alle, die auf der Erde wohnen (jeder Stamm, jedes Volk, jede Sprache und Nation), sie alle werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an.

Die angehende Strömung, die wir heute erleben - der Übertritt der terrorisierten Menschen zu der Religion der Terroristen, wird sich in den kommenden Tagen voll und ganz zeigen, wenn das Tier und sein Reich die gesamte Welt im Namen seiner Religion terrorisiert. Wir sehen somit, dass die Methoden des Terrors und der Angst, die der Antichrist anwendet, die gleichen Methoden sind, die der Islam gebraucht. Die Parallelen und die Psychologie kann hier nicht verleugnet werden.


18. KAPITEL

Ein zusammenfassender Vergleich zwischen der islamischen und der biblischen Endzeitlehre

Wir wollen diesen Abschnitt mit einer Übersicht über die vielen überraschenden Ähnlichkeiten, die zwischen der biblischen Lehre über die letzten Tage und der islamische Endzeitlehre bestehen, abschließen.

Bibel Islam
1. Bibel: Der Antichrist ist ein unvergleichlicher politischer, militärischer und religiöser Führer, der in den letzten Tagen in Erscheinung tritt.

Islam: Der Mahdi ist ein unvergleichlicher politischer, militärischer und religiöser Führer, der in den letzten Tagen in Erscheinung tritt.

2. Bibel: Der falsche Prophet ist die zweite prominente Gestalt, die in den letzten Tagen in Erscheinung tritt und den Antichristen unterstützt.

Islam: Der muslimische Jesus ist die zweite prominente Gestalt, die in den letzten Tagen in Erscheinung tritt und den Mahdi unterstützt.

3. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet werden gemeinsam eine mächtige Armee haben, die in dem Bemühen, sich jede Nation zu unterwerfen und die Welt zu beherrschen, auf der Erde großen Schaden anrichtet.

Islam: Der Mahdi und der muslimische Jesus werden über eine mächtige Armee verfügen, die versuchen wird, jede Nation der Erde zu kontrollieren und die Welt zu beherrschen.

4. Bibel: Der falsche Prophet wird im Wesentlichen als ein Drache beschrieben, der wie ein Lamm auftritt.

Der muslimische Jesus eignet sich den Namen dessen an, den die Welt als 'das Lamm Gottes - Jesus Christus' kennt. Doch der muslimische Jesus wird alle ermorden, die sich nicht dem Islam unterwerfen.

5. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet etablieren eine Neue Weltordnung.

Islam: Der Mahdi und der muslimische Jesus etablieren eine Neue Weltordnung.
6. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet erlassen neue Gesetze für die gesamte Erde.

Islam: Der Mahdi und der muslimische Jesus erlassen islamische Gesetze für die gesamte Erde. (Scharia)

7. Bibel: Von dem Antichristen heißt es, dass er 'die Zeiten ändert'.

Islam: Es ist so gut wie sicher, dass wenn der Mahdi den Islam überall auf der Erde einführt, er den Samstag und den Sonntag nicht weiterhin als das Wochenende oder als Ruhetage beibehält, sondern er wird vielmehr den Freitag zum heiligen Tag des Islam erklären.

Er wird bestimmt auch den Gregorianischen Kalender (AD = Anno Domini) abschaffen und ihn durch den islamischen Kalender (AH = Anno Higirae.) ersetzen, wie er in dem islamischen Land verwendet wird.

8. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet werden beide mächtige religiöse Führer sein, die versuchen werden, eine universale Weltreligion einzuführen.

Islam: Der Mahdi und der muslimische Jesus werden den Islam als einzige Religion auf der Erde einführen.

9. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet werden jeden hinrichten lassen, der sich nicht dieser Weltreligion unterwirft.

In gleicher Weise werden der Mahdi und der muslimische Jesus jeden hinrichten lassen, der sich nicht dem Islam unterwirft.

10. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet werden die Enthauptung als besondere Hinrichtungsmethode für die Nonkonformisten wählen.

Islam: Der Mahdi und der muslimische Jesus werden die islamische Praxis der Enthauptung für Exekutionen anwenden.

11. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet werden eine besondere Agenda haben, um so viele Juden wie möglich zu töten.

Islam: Der Mahdi und der muslimische Jesus werden so viele Juden wie möglich töten, bis nur noch einige wenige übrig sind, die sich hinter Felsen und Bäumen verstecken.

13. Bibel: Der Antichrist wird den jüdischen Tempel als Sitz seiner Autorität wählen. Islam: Der Mahdi wird das islamische Kalifat von Jerusalem aus leiten.

12. Bibel: Der Antichrist und der falsche Prophet werden Jerusalem angreifen, die Stadt erobern und sie einnehmen.

Islam: Der Mahdi und der muslimische Jesus werden Jerusalem angreifen und diese Stadt für den Islam zurückerobern.

14. Bibel: Von dem falschen Propheten heißt es, dass er viele Wunder wirkt, um so viele Menschen wie möglich zu täuschen, damit sie den Antichristen unterstützen.

Von dem Mahdi heißt es, dass er das Wetter und die Ernten kontrolliert. Sein Gesicht soll leuchten. Wir können auch davon ausgehen, dass der muslimische Jesus als von Allah ermächtigt angesehen wird, dass er ebenfalls Wunder wirkt, genauso wie der biblische Jesus Christus es tat, als Er zum ersten Mal auf der Erde war.

15. Bibel: Vom Antichristen heißt es im Buch der Offenbarung, dass er auf einem weißen Pferd reitet.

Islam: Vom Mahdi heißt es, dass er auf einem weißen Pferd reitet (ironischerweise im selben Vers).

16. Bibel: Vom Antichristen heißt es, dass er mit Israel einen Friedensvertrag über 7 Jahre abschließt.

Islam: Vom Mahdi heißt es, dass er mit einem Juden (einem Leviten) einen Friedensvertrag über exakt 7 Jahre abschließt.

17. Bibel: Jesus, der jüdische Messias, wird auf die Erde zurückkehren, um die Juden in Israel gegen einen militärischen Angriff, der von einer riesigen Koalition verschiedener Staaten, geleitet vom Antichristen und dem falschen Propheten, verübt wird.

Islam: Der Dajjal, der islamische Antichrist, wird eine große Zahl Juden als Anhänger für sich gewinnen, behaupten, Jesus Christus zu sein und gegen den Mahdi und den muslimischen Jesus kämpfen.

18. Bibel: Der antichristliche Geist wird die einzigartigen und zentralen Lehren des Christentums verleugnen, ganz besonders die Dreieinigkeit Gottes, dass Jesus der ins Fleisch gekommene biblische Jahwe ist und dass Jesus stellvertretend für die an Ihn Glaubenden am Kreuz gestorben ist.

Islam: Der Islam leugnet in seinen Lehren und in seinem spirituellen Wesen, die Dreieinigkeit Gottes, dass Jesus der ins Fleisch gekommene biblische Jahwe ist und dass Jesus stellvertretend für die an Ihn Glaubenden am Kreuz gestorben ist.

19. Bibel: Die erste Warnung von Jesus Christus und dem Apostel Paulus an die Christen für die Endzeit war die vor den vielen Täuschungen und Versuchungen in den letzten Tagen.

Islam: Der Islam ist vielleicht die einzige Religion der Welt, die Täuschung als eines seiner Mittel einsetzt, um sich ihre eigene Vormachtsstellung zu verschaffen. In der Tat hat er eine spezielle Lehre (taqiyya) die zur Täuschung aufruft und sie sogar fördert, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen.

20. Bibel: Die besonderen Nationen, die in der Bibel als Teil des letztendlichen Reiches des Antichristen genannt werden, sind heute allesamt islamisch.

Islam: Allen Muslimen wird befohlen, dem Mahdi, als letzten Kalifen und Imam (Führer) des Islam die Treue zu schwören.

21. Bibel: Aus der Bibel und der Geschichte wissen wir, dass das letzte Imperium des Antichristen eine Wiederbelebung des Reiches sein wird, das auf das Römische Reich folgte.

Islam: Das Reich, das auf das Römische/Byzantinische Reich folgte, war das islamische Ottomanische Reich.

22. Bibel: Wenn der Antichrist an die Macht kommt, wird bereits ein System existieren, welches bereit ist, ihn als Retter zu empfangen und ihm die Treue zu schwören.

Islam: Der Islam ist schon jetzt die zweitgrößte Religion der Welt und wird in wenigen Jahrzehnten durch die hohen Wachstumsraten zur größten Weltreligion werden. Die Muslime in aller Welt erwarten den Mahdi.

Im nächsten Kapitel werden wir die hier dargelegten Informationen analysieren sowie einige mögliche Reaktionen darauf.


19. KAPITEL

Mögliche Probleme mit der These dieses Buches

Ich glaube, dass es nur verantwortungsvoll ist, wenn ich mir erlaube, einige der Gegenargumente und Einwände gegen die in diesem Buch vorgestellte These anzuführen. In diesem Kapitel möchte ich auf die möglichen Schwierigkeiten aufmerksam machen, die bei manchen auftreten könnten und über die ich persönlich intensiv nachgedacht habe; und ich teile Sie ihnen mit, weil ich das Gefühl habe, dass man sie leicht entkräften kann. In der Tat können manche kritische Stimmen dabei helfen, sogar mehr Licht in die Details zu bringen, wie die Dinge sich im Hinblick auf die biblische Vorgabe entwickeln könnten.

Schlussfolgerungen ziehen

Die gesamte christliche Geschichte hindurch haben viele Christen den Antichristen und sein System, gleichgültig wen sie dafür hielten, als ihren Erzfeind oder Tages-Schreckgespenst gesehen.

Viele Protestanten haben - und manche tun es noch - den Papst zum höchst wahrscheinlichen Kandidaten für den Antichristen erkoren.

Andere Spekulanten haben Michail Gorbatschow, Saddam Hussein oder Prinz Charles ausgemacht.

Vor einiger Zeit war für viele der Kommunismus mit seinen atheistischen Lehren das vermeintliche antichristliche System.

Bevor die EU gebildet wurde, haben viele spekuliert, dass wenn die Zahl der Mitgliedsländer in der EU auf zehn angewachsen sei, dann würde mit Sicherheit der Antichrist als Herrscher des 'wiederbelebten Römischen Reiches' in Erscheinung treten.

In der beliebten Left behind-Serie ist es Nicolai Carpathia, ein rumänischer Politiker, der die Rolle des Antichristen spielt. Man könnte ein ganzes Buch über all die falschen und merkwürdigen Spekulationen von Christen schreiben, die im Laufe der Jahre angestellt wurden. Und tatsächlich ist ein solches Buch geschrieben worden.

Paul Boyer, Geschichtsprofessor an der Universität von Wisconsin prüft in seinem informativen, aber dennoch sehr stumpfsinnigen Buch mit dem Titel 'When Time Shall Be No More'1 (Wenn es keine Zeit mehr gibt) den Prä-Millenium-Glauben in der Kirchengeschichte. Boyer ist es gelungen, die wiederholte Leichtgläubigkeit und Übereiltheit der Christen zu demonstrieren, die nur allzu oft zu schnell im Hinblick auf die Identifikation des Antichristen oder seines Systems Schlussfolgerungen gezogen haben. Was unsere Zeit anbelangt, wage ich zu behaupten, dass die Beschäftigung mancher Endzeit-Lehrer mit der Identität des Antichristen und seines Systems für sie zu einer Art Sport geworden ist. Ja, es ist sogar eine ganze Industrie daraus geworden.

So mag vielleicht jemand die kritische Frage an mich stellen: 'Manchen Sie nicht genau dasselbe? Sind Sie nicht gerade dabei, das heutige Schreckgespenst (den Islam) zum antichristlichen System zu erklären?' Das glaube ich nicht. Und ich will Ihnen auch sagen warum.

Ich habe nicht nach einem Weg gesucht, um den Islam als ein antichristliches System zu identifizieren, sondern ich wollte mich vielmehr mit Muslimen anfreunden und den Islam kennen lernen. Und noch immer liebe ich Muslime. Aber als ich da auf Entdeckungsreise ging und mit dem Islam besser vertraut wurde, zwang mich das Informationsmaterial, das ich dabei entdeckte, schon massiv dazu, dieses Buch zu schreiben. Die Schlussfolgerungen, die ich hier in meinem Buch vorstelle, basieren nicht auf irgendwelchen negativen Gefühlen oder auf einer voreingenommenen Agenda, sondern vielmehr auf den Informationen, die für sich selbst sprechen.

Aber Tatsache ist nun einmal, dass das antichristliche System eines Tages in Erscheinung treten wird. Und wenn das geschieht, werden wir dann einfach in die andere Richtung schauen, aus Angst, dass wir der nächste leichtgläubige Christ sind, der den Antichristen falsch identifiziert? Wenn es wirklich passiert, wird die Kirche schweigend zusehen, nur weil sie fürchtet, dass andernfalls ihre Urteilskraft getrübt werden könnte?

An diesem Punkt lautet meine Reaktion auf all diejenigen, welche die Vorstellung, dass der Islam die vorrangige treibende Kraft hinter dem antichristlichen System sein könnte, bezweifeln, sie herauszufordern, mir anhand der Bibel nachzuweisen, warum das nicht der Fall sein sollte. Welcher Aspekt des antichristlichen Geistes und dessen System, wie in der Bibel beschrieben, stimmt nicht mit dem Geist und den Lehren des Islam überein? Wo liegen die Schwächen in meiner Argumentation, die ich hier darlege? Und wenn es nicht der Islam ist, welches andere System erfüllt dann die lange Liste der biblischen Vorgaben?

Letztendlich besteht der Zweck dieses Buches nicht so sehr darin, alles punktgenau zu beweisen, sondern nur der Gemeinde die Informationen zu präsentieren. Ich denke, dass ich hiermit meiner Verantwortung gegenüber Gott nachgekommen bin, um die Gemeinde im Hinblick auf die unleugbar alarmierenden Informationen zu warnen. Dieses Buch ist letztendlich dazu gedacht, dass der Leser sich der Bibel und dem Gebet zuwendet, um zu erkunden und zu beobachten, ob diese Dinge genauso eintreffen. Und wenn sie eintreffen, dann werden noch viele weitere ihre eigenen Meinungen dazu haben und etwas zu dem hinzufügen, was hier geschrieben steht. Und mit Sicherheit wird es selbstverständlich Entwicklungen auf der Welt geben, die diese Theorie hier weiterhin untermauern.

Doch statt die Beiträge dieses Buches als eine Form von Endzeit-Trivialitäten oder lediglich als interessante Informationen zu betrachten, um unsere intellektuelle Neugier zu befriedigen, habe ich die dringende Bitte an jeden Leser, diese Informationen als dringende Ermahnung zu betrachten, im Gebet und achtsam zu bleiben. Die Tage, in denen wir gerade leben, tragen die Intensität in sich, die ein gewissenhaftes Verhalten im Gebetsleben und in der Wachsamkeit fordert. Wir alle müssen auf die natürlichen und die spirituellen Entwicklungen dieser Welt Acht geben. Und wenn es jemals eine Zeit gegeben hat, die ein so hohes Maß an Besonnenheit abverlangt hat, dann sind es diese unsere Tage.

Jetzt werden wir uns einigen möglichen 'Lücken' in meiner Argumentation zuwenden.

Der Antichrist beansprucht Anbetung für sich

Vielleicht das stärkste Gegenargument, das gegen die Vorstellung, dass der Islam die Rolle des antichristlichen Systems übernimmt, sprechen könnte, ist die Tatsache, dass trotz all der besonderen Parallelen und Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Systemen, der Antichrist in Wahrheit persönliche Anbetung verlangt und dass der Islam mit Sicherheit nicht die Anbetung irgendeines Menschen erlaube. Das ist ja gerade das große Problem, welches der Islam mit dem Christentum hat. Obwohl das reine Spekulation ist, glaube ich, dass eine wohl durchdachte Überprüfung dieses zukünftigen Szenarios jeden Zweifel zunichte machen kann, der uns in Versuchung führen könnte, die Vorstellung zu verneinen, dass der Islam das antichristliche System sein könnte.

Der erste Punkt, den wir berücksichtigen sollten, ist der, dass obwohl der Antichrist in der ersten Hälfte seiner 7-jährigen Herrschaft sehr viel vollbringen wird, er tatsächlich erst nach Ablauf von 3 1/4 Jahren fordern wird, angebetet zu werden. Das wird erst dann der Fall sein, nachdem er einige bedeutsame militärische Siege und ein so hohes Maß an Volkstreue für sich verbuchen kann, was ihm ermöglicht, in Israel einzumarschieren und seine autoritäre Stellung im Tempel von Jerusalem zu sichern.

Es wird genau die Zeit sein, von der der Apostel Paulus erklärt, dass der Antichrist, 2.Thessalonicher Kapitel 2, Vers 4, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.

Das ist auch die Zeit, von der Paulus sagte: 2.Thessalonicher Kapitel 2, Vers 3 "Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens."

Während viele Christen mit gesundem Urteilsvermögen zu diesem Zeitpunkt bereits den Antichristen erkannt haben, wird er erst in der Mitte der 'Woche' oder der 7 Jahre vollständig 'geoffenbart', wie die Bibel lehrt.

Wir müssen verstehen, dass der Antichrist nicht eher Anbetung für sich fordern wird, bis er wirklich universal anerkannt und von der islamischen Welt als der Mahdi akzeptiert ist.

Die Imame, Mullahs, Scheichs und Ayatollahs, alle Führer des Islam werden ihrem Mahdi zuerst die Treue geschworen haben. Ihn dann anschließend zu verleugnen, wäre letztendlich eine Schande für den Islam. Es wird eine Zeit kommen, in der der Islam seinen Höhepunkt im Hinblick auf die Rechtfertigung und Erfüllung seiner Eschatologie erleben wird. Mitten in dieser unglaublichen Begeisterung wäre eine plötzliche Erklärung und ein Eingeständnis, dass die gesamte islamische Welt von einem absolut bösen Scharlatan getäuscht worden ist, undenkbar. Wenn die Täuschung erst einmal vollzogen ist, dann wird es ein Ding der Unmöglichkeit sein, sie ungeschehen zu machen. Dann ist der Angelhaken bereits geschluckt worden.

Auch andere Faktoren werden hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Während dieser ganzen Zeitperiode wird der falsche Prophet, von dem die islamische Welt glaubt, dass es ihr Prophet Jesus sei, als der Wunder wirkende 'Kampagne-Manager' des Antichristen fungieren.

Der Apostel Paulus schreibt dazu: 2.Thessalonicher Kapitel 2, Verse 9-12: "Ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verloren gehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.

Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.

Somit befinden sich die Anhänger des Mahdi/Antichristen bereits mitten im Zustand einer massiven spirituellen Täuschung. Diese Täuschung basiert auf einer Kombination verschiedener Faktoren, wozu sowohl eine sehr machtvolle psychische Dynamik als auch die spirituellen Dimensionen gehören, die Paulus in der obigen Bibelpassage beschreibt. 'Darum ... dass sie ... der Wahrheit nicht geglaubt haben, ... durch die sie hätten gerettet werden können ... und sie nicht angenommen haben, wird ihnen Gott ... eine wirksame Kraft der Verführung senden ... unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit ... eine wirksame Kraft der Verführung, so dass sie der Lüge glauben.' Das ist eine harte Sprache. Und es ist Gott selbst, der ihnen buchstäblich diese Täuschung schickt. Da sie Gott bereits abgelehnt haben, sorgt Er selbst nun dafür, dass sie an ihrer eigenen armseligen Entscheidung kleben bleiben.

Das gleicht dem Bild des Pharao, dessen Herz Gott verhärtet hat, damit Er Seine Pläne, die Er mit Seinem Volk Israel hatte, in die Tat umsetzen konnte. In der Tat waren die Ägypter unter dem Pharao in diesem Sinne eine Vorschattierung auf die zukünftigen Anhänger des Antichristen.

Die Bibel gibt uns auch einen Hinweis auf eine ganz besondere Täuschung, welche der Welt Ehrfurcht vor dem Antichristen einflößen wird. Es heißt, dass man ihm eine tödliche Wunde am Kopf beibringen wird und dass er dennoch wieder ins Leben zurückkehrt. Das scheint eine Art Parallele zu Jesu Tod und Auferstehung zu sein.

Der Apostel Johannes beschreibt uns im Buch der Offenbarung diese tödliche Kopfverletzung: Offenbarung Kapitel 13, Vers 3: "Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.

Natürlich wird dieses großartige Ereignis von dem falschen Propheten/dem muslimischen Jesus 'in Szene gesetzt' und ausgeschlachtet werden: Offenbarung Kapitel 13, Vers 12: Und es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde.

Wie diese 'Todeswunde' am Kopf zustande kommt, wird abzuwarten sein; aber sie wird auf zwei Arten beschrieben: Einmal heißt es 'wie zu Tode verwundet' (Offbg. 13:3) und dann 'Todeswunde'. Der Antichrist wird dann spezifisch beschrieben als 'das Tier, dessen Todeswunde geheilt wurde'. Offenbarung Kapitel 13, Vers 14: "Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen.

Und es heißt, das 'Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist'. Auf was auch immer hier im Besonderen Bezug genommen wird, zweifellos hat es in irgendeiner Form mit den falschen Zeichen zu tun, die der Antichrist/Mahdi und der falsche Prophet/der muslimische Jesus anwenden werden, um die Menschen zu täuschen und glauben zu lassen, es handele sich dabei um ein echtes Wunder. Das eigentliche 'Zeichen', das den Beweis dafür lieferte, dass Jesus Christus Seine irdische Mission erfolgreich abgeschlossen hatte, war Seine Auferstehung. Der Antichrist, als der Affe Gottes, wird in der Tat seine eigene Nachahmung der Auferstehung fabrizieren als Antwort auf das zentrale Erlösungsereignis aller Zeiten, die Auferstehung des biblischen Jesus Christus.

Und natürlich ist da noch ein weiterer wichtiger Faktor zu beachten, der sich auch in dieser Zeit abspielen wird, nämlich der, dass alle, die den Antichristen/Mahdi nicht unterstützen oder nicht anbeten wollen, auf seine Veranlassung hin gemäß dem neuen globalen islamischen Gesetz, welches dann gilt, getötet werden: Offenbarung Kapitel 13, Vers 15: "Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.

Jesus sagt über diese besondere Zeit Folgendes: Matthäus Kapitel 24, Verse 16-22: "'Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen, und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht. Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.'

Es ist klar, dass da eine Menge Menschen getötet werden. Denn viele werden sich weigern, den Antichristen/Mahdi anzubeten. Ich vermute, dass es wahrscheinlich zu der Zeit sein wird, in der auch viele Muslime erkennen, welch böse Person der Antichrist in Wirklichkeit ist, und sie werden sich dann dem wahren Jesus Christus zwecks Erlösung zuwenden. Wer weiß?

Wir müssen versuchen, uns dieses ganze Szenario bildlich vorzustellen: Der Antichrist/Mahdi ist in Erscheinung getreten. Die gesamte islamische Welt erkennt ihn als ihren Mahdi an. Die Muslime sind ihr ganzes Leben lang psychologisch, lehrmäßig und spirituell darauf vorbereitet worden, ihn zu empfangen; viele aus der islamischen Welt werden sich seiner Sache annehmen und sich ihm anschließen. Er kann einige militärische Siege für sich verbuchen, und dadurch gewinnt er an Macht, so dass er zu einem unvergleichlichen Weltführer wird, der eine ebenso starke Militärmacht unter seiner Kontrolle hat.

Alle Menschen erstarren in Ehrfurcht und sagen: 'Wer ist wie er? Wer vermag gegen ihn Krieg zu führen?'

Ebenfalls an der Spitze ist ein Mann, den die islamische Welt erwartet hat, der muslimische Jesus. Auf der Weltbühne erklärt er den Mahdi offiziell zu Allahs Mann der Stunde. Neben seinem brillanten, machtvollen rhetorischen Fähigkeiten vermag es der falsche Jesus auch 'alle Arten von Machttaten, Zeichen und Wundern' nachzuahmen, um so viele Menschen wie möglich zu verblenden und in die Irre zu führen.

Unter all diesen großen Zeichen wird eines sein, dass die Menschen der Erde gänzlich in Erstaunen versetzt. Der Antichrist inszeniert eine Art falsche Auferstehung von den Toten. Er erfährt eine Wiederbelebung nach einer 'Todeswunde am Kopf', erzeugt durch ein Schwert.

Und als ob das alles noch nicht schon genug wäre, erfüllt der Antichrist ein Ereignis, wonach sich die muslimische Welt mehr als alles andere sehnt und danach förmlich giert: Den vollständigen Sieg über Israel und die Errichtung eines islamischen Kalifats mit Jerusalem als Hauptsitz. Der Islam ist nun gerechtfertigt! Er ist jetzt nur noch eine Handbreite vom Endsieg über die ganze Erde entfernt. Und nun, inmitten all dieser Ereignisse, rückt der Mahdi mit seinem eigentlichen, bisher versteckten Anliegen heraus. So wie die Christen in Jesus die Verkörperung Gottes sehen, so erklärt sich jetzt der Mahdi zum inkarnierten Allah, und als solcher fordert er, angebetet zu werden. Eine spannendere Geschichte ist nie zuvor geschrieben worden.

Satan verbirgt oft seine wahre Identität hinter etwas Wunderbarem, um seine Opfer zu verzaubern und hinters Licht zu führen. In manchen Fällen kann es sein, dass Satans wahre Natur geoffenbart wird. Wenn dies geschieht, ist es eine vollkommene Gnade Gottes. Dann verschafft Gott den Getäuschten die Gelegenheit, das wahre Gesicht des Bösen hinter der Maske zu sehen. Für einige wird die Maske der Täuschung ihr Leben lang nicht entfernt. Für diejenigen ist es bereits zu spät. Aber für jene, welche die Möglichkeit haben, die Wahrheit hinter dem zu sehen, was sie die ganze Zeit über beeinflusst hat, ist es, wie ich schon sagte, das Gnadengeschenk ihres Lebens. Wenn der Antichrist fordert, angebetet zu werden, wird seine wahre Identität für viele offensichtlich. Die Maske fällt, und vielen werden die Augen aufgetan. Aber dennoch werden viele fest entschlossen sein, an die Legitimität des Mahdi zu glauben, und so wird sie der Islam überwältigen. Sie werden dadurch noch mehr in die islamische Natur der großen Täuschung hineingezogen, statt zu erkennen, dass sie die ganze Zeit über einer Irrlehre aufgesessen sind.

Seltsamerweise werden sie plötzlich vor die Wahl gestellt, entweder den Antichristen/Mahdi anzubeten, der von sich behaupten wird, die Inkarnation Allahs zu sein oder sich zu Jesus Christus zu bekennen, der der verkörperte Yahweh - der Gott der Bibel - ist. Alle Ausreden des Islam, die er bisher gebraucht hat, um die wahre göttliche Natur des biblischen Jesus Christus zu verleugnen, insbesondere die, dass Allah nicht einfach Mensch wird, um sich uns zu nähern, werden plötzlich nicht mehr gelten. Indem Gott erlaubt, dass der Mahdi 'geoffenbart wird', erweist Er den Islamgläubigen eine große Gnade. Wenn der Antichrist geoffenbart wird, dann ist der Islam letztendlich voll und ganz entschleiert. Das wird die letzte Demonstration von Gottes wunderbarer Fähigkeit sein, selbst die schrecklichste Zeit der Menschheitsgeschichte in eine Gelegenheit für viele umzuwandeln, damit sie Reue zeigen können. ER wird ihnen die letzte große Chance gewähren, sich in dieser Welt dem wahren Jesus Christus zuzuwenden.

Aber in dieser Zeit wird das für sie natürlich eines bedeuten: Martyrium. Joel Kapitel 4, Vers 14: "Scharen um Scharen [treffen ein] im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung.

Während der HERR mit aller Deutlichkeit sagt, dass diejenigen, die getäuscht wurden, irregeleitet bleiben werden, glaube ich dennoch, dass viele Muslime in dieser Zeit die Wahrheit erkennen und Erlösung erfahren, aber möglicherweise auch das Martyrium erleben werden. Denn in der Tat ist Gottes Gnade groß.

Das Problem der unerfüllten Zeichen

Ein weiterer Einwand könnte das Problem der unerfüllten Zeichen sein. Manche mögen argumentieren, dass solange die Muslime nicht die Erfüllung aller kleinen und großen Zeichen der islamischen Apokalypse-Tradition sehen, wozu auch der einäugige Dajjal gehört und einige andere wichtige Zeichen, sie keinen falschen Mahdi anerkennen würden. Dieses Argument macht zwar Sinn, kann aber leicht widerlegt werden.

Der erste Faktor, der hier eine Rolle spielt, ist die Flexibilität innerhalb der Hadithen-Traditionen. Wenn wir z. B. den Hadith über den Dajjal näher untersuchen, sehen wir zwar, dass dieser auf einem Auge blind sein soll, aber in den Hadithen ist man sich nicht darüber einig, auf welchem. Ein Hadith sagt, dass er auf dem linken Auge blind ist, während eine andere sagt, er sei auf dem rechten Auge blind.

Aufgrund der offensichtlichen Ungereimtheiten und der Inkonsequenz bei den Hadithen-Traditionen können sie ganz einfach ignoriert werden. Das ist mir viele Male bewusst geworden, wenn ich mit Muslimen über den Islam diskutiert habe. Ein Moslem zitiert aus einem Hadith, um anhand eines Textes daraus einen Punkt seines Arguments zu bestätigen, um dann die 'Glaubwürdigkeit' desselben Hadith in einer anderen Diskussion wieder abzustreiten. Viele Muslime nehmen sich die Freiheit heraus, jeden Hadith für unzuverlässig zu erklären, wenn es ihnen gerade gelegen kommt und jeden Hadith für voll zuverlässig, wenn es ihnen bei einer anderen Gelegenheit in den Kram passt. Es gibt keine universale Übereinstimmung, welcher Hadith nun absolut maßgebend ist und welcher nicht.

Für alle jene, die in diesem System des Islam gefangen sind, verschaffen ihnen die Hadithen die perfekte 'Schießscharte' für nahezu jedes Argument gegen die Autorität des Islam. Die Flexibilität der Hadithen sorgt für die perfekte unklare Atmosphäre, die einer falschen Religion Erfolg verschafft. Ein trügerischer Traum wird wahr, der es seinen Anhängern erlaubt, in dem Nebel einer um sich selbst kreisenden Argumentation zu bewegen, ohne dass ihnen die Täuschung bewusst wird.

Während ich einräume, dass einige Muslime nach der Erfüllung unterschiedlicher Zeichen Ausschau halten; aber solange der Mahdi auf der Weltbühne ist und er all die Punkte erfüllt, die wir im Hinblick auf den Islam angeführt haben, glaube ich nicht, dass irgendwelche Muslime den Mahdi aus dem einfachen Grund ablehnen werden, weil eines oder mehrere der besonderen 'Zeichen' der letzten Tage nicht in Erscheinung getreten sind. Kurzum, wenn dem Antichristen Jerusalem in die Hände fällt, werden nur ganz wenige Muslime gegen ihn protestieren.

Der beste Weg für die meisten Christen, um das zu verstehen, ist, wenn sie sich vorstellen, wie die meisten Christen reagieren würden, wenn ein Jesus vom Himmel auf die Erde käme und seine Herrschaft auf Erde mit Regierungssitz in Jerusalem errichten würde.

Stellen Sie sich vor,

- wie beinahe die ganze Welt sich zum Christentum bekehrt, wenn dieser Jesus von seinem Thron in Jerusalem aus die Bibel lehrt.

- wie sich die Wiederherstellung aller Dinge Schritt für Schritt vollzieht - es wird beeindruckende übernatürliche Heilungen geben usw. Die Juden anerkennen ihren Messias und alles läuft perfekt.

Doch inmitten von alledem taucht nirgendwo der Antichrist, die 'Trübsalzeit' oder sonst etwas in der Art auf. Würden die meisten Christen diesen Jesus dann deswegen ablehnen? Oder würden sie einfach mit den Achseln zucken und sagen: 'Oh, nun ja, dann lag meine Eschatologie wohl ein wenig daneben.' Ich glaube schon, dass die meisten Christen so reagieren würden.

Und das ist eine ausgezeichnete Analogie, denn der Mahdi ist in vielerlei Hinsicht für die Muslime das, was der biblische Jesus für die Christen ist. Während ich mir sicher bin, dass die meisten Christen nichts gegen diesen falschen Jesus einzuwenden hätten, sondern ihn voll und ganz akzeptieren würden, so werden die Muslime weltweit den Antichristen/Mahdi annehmen, auch wenn sich einige der bestätigenden Zeichen nicht erfüllen.

Schlussfolgerung

Obwohl ich mir bewusst bin, dass es mit Sicherheit noch weitere Einwände gegen die These dieses Buches gibt, denke ich, dass wir die beiden wichtigsten Argumente dagegen ausreichend widerlegt haben.

Im nächsten Kapitel werde ich meine persönliche Analyse und meine eigenen Gedanken zu den Informationen darlegen, die wir bis jetzt präsentiert haben.


20. KAPITEL

Weitere Gedanken

Nachdem wir einige der möglichen Kritikpunkte zu der These, die in diesem Buch präsentiert wird, angesprochen und eine entsprechende Lösung dazu angeboten haben, wollen wir nun mit einigen abschließenden Gedanken fortfahren.

Purer Zufall?

Zunächst hat es mich förmlich umgehauen, als ich damit anfing, mich mit der islamischer Eschatologie und den vielen Ähnlichkeiten zwischen dem biblischen Antichristen und dem islamischen Mahdi vertraut zu machen. Aber als ich bemerkte, dass diese Ähnlichkeiten weit über den Mahdi und den Antichristen hinausgingen, wurde mir klar, dass dieses Thema eine umfassende Studie verdiente. Ich musste 'sehen, wie tief dieser Kaninchenbau reicht.' Als die Ähnlichkeiten zwischen den beiden eschatologischen Systemen Thema für Thema eine Linie bildeten, kam ich zu dem Schluss, dass diese zahlreichen Gemeinsamkeiten nicht purer Zufall waren.

Es gibt hier eindeutige Beweise für ein bestimmtes Ziel und einen ausgeklügelten Plan.

In Kapitel 18, habe ich 22 auffällige Parallelen zwischen den biblischen und islamischen Vorlagen für die letzten Tage aufgeführt, und bin mir sicher, dass diese Liste durchaus länger sein könnte. Einige dieser Parallelen sind an sich sehr beeindruckend. Denken Sie zum Beispiel über diese Tatsache nach: Bibelglehrte und Studierende der biblischen Prophetie sind zu dem Schluss gekommen, dass der Antichrist für genau 7 Jahre einen 'Friedensvertrag' mit Israel abschließen wird. Dieser Vertrag wird von vielen als ein Zugeständnis angesehen, welches Israel erlaubt, den jüdischen Tempel wieder aufzubauen. Das gleiche Szenario spiegelt sich in der islamischen Tradition wider, bei dem der Mahdi einen 'Friedensvertrag' mit den Christen, durch einen Juden aus dem priesterlichen Stamm Levi vermittelt, abschließen wird. Ein Levit wäre der richtige Vermittler für das jüdische Volk beim beim Wiederaufbau des Tempels. Erstaunlicherweise beträgt der islamische Zeitrahmen hier ebenfalls genau 7 Jahre. Dies ist eben eine zu genaue und spezifische Ähnlichkeit, um sie als bloßen Zufall abzutun. Und das ist vielleicht sogar nur das unbedeutendste Element all der vielen existierenden Parallelen.

Beim Durchdenken der Tragweite der Tatsache, dass der schlimmste Mensch in der Bibel, der Antichrist, buchstäblich in den kommenden Retter des Islam verwandelt wird, während in der islamischen Eschatologie der beste 'Mensch' in der Bibel, nämlich Jesus Christus, in den ärgsten 'Feind' transformiert wird, muss man bereit sein, die nahe liegende Frage zu stellen: Ist Satan ganz speziell in die Inspiration der islamischen Endzeitlehren involviert? Hat Satan in der islamischen Tradition eine Vorsorge für die Durchsetzung seines endgültigen Plans getroffen? Nun hat es natürlich in der Geschichte wirklich Männer und zahlreichen Entwicklungen gegeben, die zur Bildung dieser Traditionen beigetragen haben, so wie wir sie heute kennen. Aber ich spreche hier von den unsichtbaren geistigen Faktoren und Wesen, die hinter der Entstehung dieser Traditionen stehen.

Die Spezifität, Detailtreue und der Umfang der Parallelen erfordern es zu erkennen, dass es da einen Plan gibt, während die verdrehte und zynische Art dieser 'Anti-Parallelen' deutlich auf die bösartige Natur der 'Person' hinweisen, die ihn umsetzt.

Ich habe Verständnis dafür, wenn man sagt, dass das zunächst wie eine absolut paranoide Erklärung klingen mag, die ich hier abgegeben habe. Aber man bedenke die Tatsachen: Als Gott dem Apostel Johannes die Offenbarung Johannes offenbarte, entlarvte er damit gleichzeitig den grandiosen Plan Satans, die Welt zu täuschen. Satans Pläne wurden vorzeitig aufgedeckt. Hat sich Satan dadurch in einer Position befunden, in der er, hinterhältig wie eh und je, beschlossen hat, dass es notwendig ist, eine starke Tradition, eine 'Anti-Parallele' seines großen Plans zu erstellen? Wenn ja, dann könnte Satan dreist durchführen, was Gott bereits vorhergesagt hat und auf diese Weise dennoch einen großen Teil der Welt verführen. Wenn dies der Fall ist und der Antichrist auf der Bildfläche erscheint, so wie es in der Bibel prophezeit wird, hat Satan bereits dafür gesorgt, dass mindestens 1,3 Milliarden Muslime, statt den Antichristen zu erkennen, wie er ist, durch 1 400 Jahre alte Traditionen und Prophezeiungen, welche das Ereignis eines solchen wunderbaren 'Retters' voraussagen, in ihrem Glauben unterstützt werden. Durch die Vorkehrungen, die er getroffen hat, damit sich eine solche antichristliche Tradition zu einer lebendigen Weltreligion entwickelt, hat Satan bereits ein Fünftel der Welt auf das Kommen des Antichristen vorbereitet, die ihn mit offenen Armen empfangen wird. Es hat den Anschein, als ob die gesamte muslimische Welt, die rapide anwächst, buchstäblich in einer Weise vorbereitet wurde, was nur mit den gezielten Plänen des größten Feindes Gottes erklärt werden kann. Wenn dies der Fall ist, dann kann nicht nur gesagt werden, dass 'Satan sich gesund und munter auf dem Planeten Erde bewegt', sondern genauer: Satan bewegt sich gesund und munter inmitten der am schnellsten wachsenden Religion der Welt.

Die gute Seite des Islam

Nun, bevor wir fortfahren, muss darauf hingewiesen werden, dass, während sich dieses Buch in mancherlei Hinsicht auf die vielen sehr negativen Aspekte des Islam konzentriert hat, hier auch hervorgehoben werden soll, dass der Islam als Religion auch sehr viele gute, fromme, bewundernswerte und edle Aspekte hat. Man könnte auf die starke Betonung der Bescheidenheit oder des Gebets im Islam hinweisen oder auch auf seine atemberaubend schöne Architektur und Kunst. In der Tat gibt es viele Dinge im Islam und in seiner Kultur, die ich persönlich unglaublich attraktiv und anziehend finde. Die gute Seite des Islam gänzlich zu verleugnen, wäre wie wenn alle gleichzeitigen den Kopf in den Sand stecken würden. Aber wie Oswald Chambers in seinem klassischen religiösen Buch My utmost for his Highest (Mein Äußerstes für sein Höchstes) schreibt: 'Das Gute ist immer der Feind des Besten.' 1

Dieses wesentliche Konzept müssen wir begreifen. Der Grund dafür ist, dass Satan dies schon lange herausgefunden hat und es tatsächlich als eines seiner effektivsten Werkzeuge einsetzt, um viele in die Irre zu führen. Der Islam hat viele innere und äußere religiöse Ausdrucksformen, die sehr gut sind; und viele davon ähneln sehr denen, die ich im Christentum erlebt habe. Aber natürlich wird die Religion des Islam ohne das unverfälschte Evangelium von Jesus nie jemanden zu einer echten Beziehung zu Gott führen. Gleichgültig wie viele bewundernswerte Eigenschaften und Traditionen der Islam aufweist, denn es mangelt ihm an dem, auf das es wirklich am meisten ankommt: An der Erlösung.

Jesus ist nicht, wie der Islam behauptet, lediglich ein weiterer Prophet, sondern Er ist 'Der Weg und die Wahrheit und das Leben' (Johannes 14:6).

So sehen wir in diesem Sinne wieder das klar antichristliche Wesen des Islam. Wie das? Weil das Wort 'Antichrist' eine zweifache Bedeutung hat. Nicht nur, dass 'Antichrist' 'gegen Christus' bedeutet, sondern auch 'anstelle von Christus' - ein Ersatz.

Im Islam sehe ich eine meisterhaft ausgearbeitete Ersatzform des Christentums. Der Islam ist eine Religion, die mit der wirklichen Sache zwar sehr viel Ähnlichkeit aufweist, aber ohne tatsächlich den wichtigsten Aspekt von allen zu haben: Eine echte, lebendige Beziehung zu dem einen wahren Gott des Universums durch Jesus Christus. Dies ist die wesentliche Art und Weise, die Gott gewählt hat, um mit uns Menschen Umgang zu haben. Der Islam versucht, dies zu umgehen.

Es würde schwer fallen, ein besseres Beispiel für eine christuslose Version des Christentums zu schaffen als den Islam. Und in diesem Sinne ist der Islam das 'Gute', der ultimative Feind 'des Besten'. Somit besteht die Gefahr im Islam nicht nur in seiner offensichtlichen Schattenseite, sondern auch in seiner hellen Facette. Denn es sind jene Aspekte des Islam, die einer echten Beziehung zu Gott gleichen, welche offenbar für viele akzeptabel sind, die ihre Entscheidung aufgrund einer weniger vollständigen Untersuchung beider Religionen gemacht haben.

Satan ist hinterhältig und klug. Ohne einen Schein von Frömmigkeit wäre der Islam nicht für so viele Menschen annehmbar; aber Satan hat schon immer sein Gift unter Süßigkeiten gemischt. Satan war vollkommen glücklich darüber, viele fromme Elemente in die Religion des Islam einbauen zu können im Austausch für das Fehlen des wesentlichen und grundlegenden Elementes einer echten Beziehung zu Gott, welches der wahre Jesus Christus ist - der einzige Erlöser der Welt.

Wenn nicht der Islam, was dann?

Nachdem wir all die Informationen überprüft haben, bleibt noch eine letzte wichtige Frage, die gestellt werden muss: Wenn der Islam nicht das antichristliche System ist, was ist es dann?

In Amerika sind wir unverbesserlich amerikanisch zentriert. Als amerikanische Christen lesen wir immer unsere eigenen Erfahrungen in Amerika in die Bibel hinein. In Amerika und anderswo stellen heute in der Regel der größte 'Feind' des Christentums die 'fortschrittlichen' Säkularen dar - der linke Flügel und die Anhänger der verschiedenen Formen der New-Age-Religion. David Limbaugh, ein sozialer und politischer Kommentator, zeigt in seinem zeitgemässen Buch, Persecution: How Liberals Are Waging War Against Christianity (Verfolgung: Wie die Liberalen Krieg gegen die Christenheit führen) im Detail den immer weiter wachsenden Trend zu Vorurteilen, zur Diskriminierung und zum Hass gegen Christen in Amerika auf. Limbaugh identifiziert ganz genau einen echten und zunehmenden Hass gegen Christen in den Vereinigten Staaten. Demzufolge können sich viele amerikanische Christen schon jetzt einen Tag vorstellen, an welchem die progressiven Säkularen sich mit ihrem Hass gegen die Christen, der in der Ermordung von Christen gipfelt, tatsächlich im Recht fühlen.

Während ich diesen großen Hass gegen Christen selbst miterlebt habe und auch Limbaughs Analyse voll und ganz bestätigen kann, fällt es mir persönlich dennoch sehr schwer, daran zu glauben, dass der Liberalismus oder säkulare Humanismus allein ausreichen, um die Art des weltweiten scheinbar organisierten mörderischen Verhaltens, von dem die Bibel in den letzten Tagen spricht, zu erklären.

Vielleicht ist die Vision der amerikanischen Christen viel zu kurzsichtig, wenn sie versuchen, sich vorzustellen oder darüber zu spekulieren, wer ihre wirklichen Verfolger in der Endzeit sein werden. Wenn Jesus sagt, dass der Tag kommen wird, 'an welchem diejenigen, die dich ermorden, denken werden, dass sie damit Gott einen Dienst erweisen ', dann ist dazu nicht nur der Glaube an Gott notwendig, sondern auch irgendeine Form von religiösem System, bei welchem eine Mentalität vorhanden ist, die das Töten im Namen Gottes tatsächlich rechtfertigt. Ich persönlich kann nicht sehen, wie der Liberalismus, Humanismus oder gar Okkultismus ausreichen soll, um die genaue Vorgabe, die Jesus uns in dieser Warnung gibt, zu erfüllen. Vielleicht könnte dies der Fall sein, wenn sich in den nächsten Jahrzehnten Humanismus, Okkultismus, und verschiedene Formen der New-Age-Religion zu einer populären Weltbewegung vereinen, die in irgendeiner Form eine deutliche Belebung erfährt, so dass sich daraus ein System entwickelt, das für eine solche weltweite Verfolgung verantwortlich wäre. Aber im Moment existiert ein solches System nicht. Ich sehe einfach nicht genug handfeste Beweis, um die Vorstellung zu akzeptieren, dass jeder dieser 'Ismen', die wir gerade erwähnt haben, legitime Kandidaten für diese Prophezeiung von Jesus sein könnten, wenn es darum geht, dass es Menschen geben wird, die Christen töten und denken, dass sie Gott damit einen Dienst erweisen.

Der Islam passt jedoch genau zu dieser Prophezeiung von Jesus Christus. Und wie wir in den vorangegangenen Kapiteln gesehen haben, erfüllt der Islam ebenfalls exakt die Prophezeiung des Johannes über ein weltweites System, welches die Enthauptung als primäre Methode oder Vorgehensweise verwendet, um seine Herrschaft durchzusetzen.

Aber wie konnten wir das übersehen? Immerhin ist der Islam die zweitgrößte und am schnellsten wachsende Religion. Sind wir wirklich so blind? Der Fairness halber möchte ich erwähnen, dass der Islam bis zum 11. September 2001 sich kaum im Blickwinkel der meisten amerikanischen Christen befand. Und in vielerlei Hinsicht befand sich der Islam, als religiöse Weltmacht, für einen Großteil des letzten Jahrhunderts im Tiefschlaf. Jedoch sorgte er später, gegen Ende des 20. Jahrhunderts, für das Aufkommen des radikalen Islam im Iran und in Ägypten, der das Ganze zum Kochen brachte. Dies führte zum Aufbau eines weltweiten Netzwerkes von Dschihad-Bewegungen, welches es bisher auf der Welt und in der Geschichte des Islam niemals zuvor gegeben hatte. Viele sagen jetzt: 'Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert des Islam sein.' Es gibt auch eine Menge Leute, die vermuten, dass Amerika an dem Dritten Weltkrieg beteiligt sein wird. In gleicher Weise versichern Muslime überall auf der Erde, dass sie am Beginn des dritten großen Dschihad stehen.3

Also jetzt hat der Islam, möglicherweise zu einer Stunde, in der es schon ziemlich spät ist, endlich unsere Aufmerksamkeit erregt. Und so wie wir sein Wesen im Licht der biblischen Eschatologie bewerten können, sehen wir, dass der Islam nicht nur mit der Beschreibung der biblischen Prophezeiungen bis ins letzte Detail übereinstimmt, sondern dass er auch über 1 400 Jahre lang Zeit hatte, die Erde in jedem Winkel zu infiltrieren. Ich glaube, dass die Bühne jetzt bereit steht.


21. KAPITEL

Wie sollten die Christen darauf reagieren? - Mit Gebet

Das Mittel gegen Hoffnungslosigkeit

Ich bin mir sicher, dass viele nach dem Lesen dieses Buches ein leichtes Gefühl der Hoffnungslosigkeit befallen wird. 'Nun', werden Sie fragen, 'wenn dieses satanische/islamische Reich die Welt übernehmen und viele Millionen Menschen töten wird, was könne wir da tun? Es scheint alles vorherbestimmt zu sein, so hoffnungslos.' Dieses Kapitel widmet sich Gottes Hauptempfehlung und Gegenmittel gegen alle scheinbar hoffungslosen Situationen: Das Gebet.

Das Beten ist absolut die stärkste verfügbare Macht des Menschen. Doch leider wird das Gebet stark vernachlässigt, sogar in der Kirche.

Deshalb muss hier die Frage gestellt werden: Wenn die Bibel sagt, dass all diese Dinge geschehen werden, warum übergeben wir uns nicht einfach 'Gottes Willen', lassen den Islam unsere Nationen übernehmen und versuchen, damit fertig zu werden? Wozu das Unvermeidliche hinauszögern?

Das sind berechtigte Fragen. Aber sie gehen von völlig falschen Voraussetzungen aus. Lassen Sie es mich erklären.

Ist unser Schicksal bereits vorherbestimmt?

Einige Bibellehrer spekulieren, dass buchstäblich jede Nation der Erde von dem antichristlichen System übernommen wird. Wir haben uns bereits einige Bibelverse angesehen, die so etwas vermuten lassen. Doch meine Ansicht zu diesem Thema ist etwas anders als die derjenigen, die dazu eine absolute Position einnehmen. Lassen Sie es mich verdeutlichen.

Sehen wir uns zuerst die Bibelverse an, die man heranzieht, um zu schlussfolgern, dass jede Nation dem Antichristen in die Hände fällt und sich ihm anschließt, wenn er Jerusalem angreift.

    Sacharja Kapitel 12, Verse 2-3: 'Siehe, ICH mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum, und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung Jerusalems. 3Und es soll geschehen an jenem Tag, dass ICH Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich gewisslich daran wund reißen; und alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln.'

    Sacharja Kapitel 14, Vers 2: 'Da werde ICH alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden; und die Hälfte der Stadt muss in die Gefangenschaft ziehen; der Überrest des Volkes aber soll nicht aus der Stadt ausgerottet werden.'

    Joel Kapitel 4, Vers 2: 'Da werde ICH alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen; und ICH werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen Meines Volkes und Meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heidenvölker zerstreut und Mein Land verteilt haben.'

    Offenbarung Kapitel 13, Vers 7: Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation.

Schauen wir uns zuerst die ersten drei Bibelpassagen an. Da hier das Wort 'alle' und besonders die Phrase 'alle Nationen der Erde' im Hinblick auf den Angriff gegen Jerusalem bei der Schlacht von Harmagedon gebraucht werden, gehen die meisten Bibelausleger davon aus, dass jede Nation zu dem Reich des Antichristen gehören und ihn bei seiner Schlacht unterstützen wird. Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn viele zu diesem Schluss kommen.

Es gibt jedoch mindestens zwei Probleme mit dieser Auslegung. Erstens gibt es genug andere Verse in der Bibel, in welchen in gleicher Weise dieselbe Art von Sprache gebraucht wird, aber dennoch klar und deutlich nicht jede Nation der Welt damit gemeint ist. Jene Verse, genauso wie die oben angeführten, verwenden eine hebräische grammatikalische Konstruktion, die im Wesentlichen eine Übertreibung bzw. eine Betonung darstellt, um etwas Bestimmtes zu vermitteln. Grammatikexperten nennen diese Konstruktion 'Hyperbel'. Man kann das z. B. mit einem Ausdruck wie Jeder liebt Eis!' oder 'Du machst nie die Küche sauber' vergleichen oder mit dem alten Spruch: 'Kreter sind alle Lügner, gefährliche Burschen und faule Vielfraße'.

Oft ist es so, dass auf der Suche nach einer kurzen, genauen ausgefeilten Formulierung die ganze Aussage unverblümt abgestumpft wirkt. Stellen Sie sich z. B. ein Verkehrsschild für eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor, das folgende verschiedene Ausnahmen zum Inhalt hat: 'Geschwindigkeitsbegrenzung 55, mit Ausnahme von Ambulanzwagen, Feuerwehrautos, Polizeiautos, die gerade eine Verfolgung aufnehmen, etc.' Das würde nicht funktionieren. Diese Ausnahmen können nicht mit einer exklusiven Sprache geregelt werden.

Die 'Hyperbel'-Sprache wird in der Bibel sehr häufig angewandt.

Zum Beispiel sagt der Prophet Daniel zu Nebukadnezar Folgendes: Daniel Kapitel 5, Verse 18-19: 'O König! Gott, der Allerhöchste, hat deinem Vater Nebukadnezar das Königtum, die Majestät, die Ehre und die Herrlichkeit verliehen; und wegen der Majestät, die Er ihm gab, zitterten und bebten vor ihm alle Völker, Stämme und Sprachen; denn er tötete, wen er wollte, und ließ leben, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte, und erniedrigte, wen er wollte.'

Nun stelle ich Ihnen die Frage: Hatte jede einzelne Nation der Erde den Vater von Nebukadnezar gefürchtet? Oder haben nicht nur diejenigen Nationen Angst vor ihm gehabt, die von ihm gehört hatten? Sprach Daniel da wirklich von jeder einzelnen Nation der Erde? Oder meinte er nur jene, die nahe genug an Babylon gelegen waren, um von ihm in Mitleidenschaft gezogen zu werden? Hatten die Ureinwohner von Papua Neuguinea etwas von Nebukadnezar zu befürchten? Ich persönlich glaube, dass Daniels Phrase 'alle Völker, Stämme und Sprachen' mehr ein betonender Ausdruck ist, um seine Sichtweise darzustellen.

Oder schauen wir uns folgendes Beispiel an:

1. Könige Kapitel 5, Vers 14: Und sie kamen aus allen Völkern, um Salomos Weisheit zu hören, von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten.

War Salomos Weisheit so beeindruckend, dass jeder König der Erde davon gehört hatte? Oder ist dieser Vers ein weiterer Ausdruck, um mitzuteilen, welch großartigen Ruf Salomo hatte?

Und wie steht es damit?

1.Samuel Kapitel 15, Vers 8: "Und er nahm Agag, den König von Amalek, lebendig gefangen; dagegen vollstreckte er den Bann an dem ganzen Volk mit der Schärfe des Schwertes".

Sollten wir es nicht merkwürdig finden, dass ein Volk, das - wir hier dokumentiert - gänzlich vernichtet wurde, plötzlich ein paar Kapitel später in 1. Samuel wieder auftaucht und erneut Ärger macht? Und es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele wie diese hier in der gesamten Bibel. Erkennen Sie jetzt, worauf es mir ankommt?

Gut, dann schauen wir uns jetzt noch einmal die Verse von Sacharja an, und wir sehen, dass es hier eine ganz spezielle Erwähnung gerade der Nationen gibt, die in erster Linie an diesem Angriff beteiligt sind.

Sacharja Kapitel 12, Vers 2: Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum, und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung Jerusalems.

Natürlich sind 'alle Völker ringsum' heute die muslimischen Länder, die Israel von allen Seiten umschließen. Und tatsächlich bestätigt Joel das ebenfalls. Indem er den letzten Angriff auf Jerusalem prophezeite, sagte er: Joel Kapitel 4, Verse 2, 4 und 9-12: 'Da werde ICH alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat (ein Tal in der Nähe von Jerusalem) hinabführen; und ICH werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen Meines Volkes und Meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heidenvölker zerstreut und Mein Land verteilt haben; Und was habt ihr mit Mir zu tun, Tyrus und Zidon und sämtliche Bezirke der Philister? Wollt ihr Mir etwa vergelten, was ICH getan habe? Wenn ihr Mir vergelten wollt, so bringe ICH schnell und unverzüglich euer Tun auf euren Kopf!

9 Ruft dies aus unter den Heidenvölkern, rüstet euch zum heiligen Krieg! Weckt die Helden auf! Alle Krieger sollen einrücken und hinaufziehen! Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern um und eure Rebmesser zu Spießen! Der Schwache spreche: 'Ich bin stark!' Eilt und kommt herbei, all ihr Heidenvölker ringsum, und versammelt euch! Dorthin führe, o HERR, deine Helden hinab! Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen! Dort will ICH zu Gericht sitzen über alle Heidenvölker ringsum.'

'The New American Standard Bibel' verwendet für die hervorgehobenen Stellen die Wörter 'all you surrounding nations' (all ihr Nationen ringsumher). Und wer sind die 'Nationen ringsumher'? Schließt das Neuseeland ein? Kanada? Das könnte schon sein. Aber im Kontext bezieht sich die Bibel hier im Besonderen auf die islamischen Nationen, die Jerusalem/Israel von allen Seiten umgeben.

Der zweite Grund, der die Ansicht, dass jede einzelne Nation in die Hände des Antichristen fällt, unmöglich macht, ist schlicht und ergreifend der, weil die Heilige Schrift ausdrücklich sagt, dass dies nicht so sein wird. In Wahrheit wird es sogar einige Nationen geben, die sich dem Antichristen widersetzen, nachdem er Jerusalem angegriffen hat.

Beachten Sich folgende Verse im Buch Daniel: Daniel Kapitel 11, Verse 40-45: Zur Zeit des Endes aber wird der König des Südens mit ihm zusammenstoßen. Da wird dann der König des Nordens mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen auf ihn losstürmen und in die Länder eindringen und sie überschwemmen und überfluten. Er wird auch in das herrliche Land kommen, und viele werden unterliegen. Diese aber werden seiner Hand entfliehen: Edom, Moab und die Vornehmsten der Ammoniter. Er wird auch seine Hand nach vielen Ländern ausstrecken, und das Land Ägypten wird nicht entfliehen; sondern er wird sich der Gold- und Silberschätze und aller Kostbarkeiten Ägyptens bemächtigen; auch werden Lubier und Kuschiten zu seinem Gefolge gehören.

Aber Gerüchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken; daher wird er in großer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen. Und er wird sein Prachtzelt zwischen dem Meer und dem herrlichen Berg des Heiligtums aufschlagen; da wird er sein Ende finden, und niemand wird ihm helfen.

Hier wird gesagt, dass zumindest Edom, Moab und die Führer von Ammon aus der Hand des Antichristen befreit werden. Das ist das heutige Jordanien. Zumindest wird sich Jordanien nicht dem Antichristen unterwerfen und auch nicht unter seine Kontrolle geraten. Diese Verse führen dann weiter aus, welche Nationen ihm in die Hände fallen. Es ist hier von 'vielen Ländern' die Rede.

Widerspricht sich da die Bibel selbst? Das glaube ich nicht. Ich denke schon, dass jeder Stamm, jedes Volk, jede Sprache und jede Nation voll und ganz unter dem Einfluss des Antichristen stehen wird. Ich denke, dass der Antichrist zumindest in jeder einzelnen Nation seinen Einfluss und seine Autorität geltend machen wird, in der er viele Anhänger hat. Viele Nationen werden absolut von ihm beherrscht werden, aber nicht jede Nation wird ihm voll und ganz in die Hände fallen. Das ist wohl die einzige Möglichkeit, wie wir alle Verse zu dieser Frage in Einklang bringen können.

Gut, nun können wir sagen, dass ich aufgezeigt habe, dass letztendlich nicht jede Nation der Erde Jerusalem unter der Führung des Antichristen angreifen wird; aber dennoch genug, um Sacharja und Joel dazu zu veranlassen, zu Recht solche betonenden Ausdrücke zu verwenden.

Warum widme ich in einem Kapitel über Gebet diesem Thema so viel Zeit? Ganz einfach, weil ich glaube, dass während die Bibel zwar in der Tat ein allgemeines prophetisches Rahmenwerk für das darstellt, was sich in den letzten Tagen ereignen wird, es dennoch viele besondere Details gibt, die bestimmt werden müssen.

Gott hat nicht jede Einzelheit offenbart und das aus gutem Grund. ER macht das selten. Denn wenn Er es täte, könnten wir uns veranlasst sehen, einfach abzuwarten, bis der Antichrist kommt und seine Kontrolle über uns ausübt. Wir wären dann nur noch damit beschäftigt, Löcher in die Erde zu graben, um in irgendwelchen Verstecken Lebensmittel zu bunkern. Aber stattdessen wünscht sich Gott von uns, dass wir tatsächlich mit Ihm im Gebet ringen, nicht nur für die eigenen Seele und die der Familie, sondern auch für die Nationen, in denen wir leben und die wir unsere Heimat nennen.

Gott hat zum Beispielt David Pawson nicht vorgewarnt, dass der Islam möglicherweise England übernehmen könnte, um ihm genügend Zeit zur Flucht zu lassen, sondern Er ermahnte vielmehr die Kirche von England sich zu vereinen und für jede einzelne Seele im Land durch ein entsprechendes Gebet zu kämpfen!

Der Islam zeichnet sich durch ein Verhalten beinahe fatalistischer Hingabe an Allahs Willen aus. Die Muslime sagen stets 'Inch' Allah' (Wenn Allah es will, wird es geschehen). Aber wir dienen einem Gott, der uns bittet, uns Ihm anzuschließen, wenn Er Einfluss auf Nationen nimmt. Wir dienen einem Gott, der von uns erwartet, dass wir mittels Predigt (Einladung) und Gebet Sein wunderbares Reich auf die ganze Erde ausweiten.

Hand nach rechts Es geht darum, dass wenn Sie nach dem Lesen dieses Szenarios, das in diesem Buch dargelegt wurde, ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit befällt, Sie sich nicht zu fürchten brauchen; denn es gibt immer etwas, was Sie tun können: Sie können beten, beten und nochmals beten. Und Sie können sich jenen anschließen, die dasselbe tun. Man soll niemals unterschätzen, welche Auswirkung entsprechende Gebete auf die Realität und den Ausgang jeder Sache haben.

Denken wir daran, dass die Geschichte noch nicht vorbei ist, wenn sie begonnen hat. Ich glaube, dass es buchstäblich im Besonderen der Mangel bzw. der Überfluss an entsprechenden Gebeten sein wird, der das letzte Kapitel der Geschichte von vielen Nationen bestimmen wird. Der HERR hat uns die Fähigkeit verliehen, buchstäblich das Maß Seiner Gnade bzw. das Ausmaß Seines Gerichtes mit zu beeinflussen, das unsere Heimat, unsere Städte und sogar unsere Nation trifft. Jede Nation wird ihr eigenes Maß von Gottes Gericht erfahren. In der Tat wird jede Person, die während der letzten 3 1/2 Jahre dieser schrecklichen Trübsalzeit auf der Erde lebt, einen schweren Läuterungsprozess durchmachen. Alles, was erschüttert werden kann, wird erschüttert werden. Deshalb ist es jetzt schon wichtig, Gott um Gnade für die kommende Zeit anzuflehen.

Es gibt aber noch einen weiteren sehr wichtigen Aspekt im Hinblick auf das Gebet, der erwähnt werden muss. Ich glaube ebenfalls, dass das Gebet vorbeugend auf das Gericht Gottes wirken und dadurch mehr Zeit für positive Veränderungen gewonnen werden kann. Wir müssen bedenken, dass der Grund, warum der HERR Seine Wiederkunft solange zurückhält, der ist, damit mehr Menschen nach Ihm suchen, Ihn erkennen und durch Ihn errettet werden sollen.

2. Petrusbrief Kapitel 3, Vers 9: Der HERR zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern Er ist langmütig gegen uns, weil Er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

Es gibt in vielen Nationen dramatische Veränderungen, die dann abrupt abgebrochen würden, wenn das Ende schon jetzt käme; und es wird sehr wohl noch zukünftige Erweckungen geben, die sich nicht ereignen könnten, wenn das Ende unmittelbar bevorstünde.

Während ich persönlich glaube, dass wirklich der Tag kommen wird, an dem sich all die schrecklichen Prophezeiungen der Bibel erfüllen, denke ich doch, dass wir Gott anflehen können, uns mehr Zeit und unseren Nationen eine Erweckung zu geben, bevor diese düsteren Tage kommen. Gebet kann Seinem Zorn vorbeugen, damit Seine Gnade mehr Zeit hat, im Herzen einer Nation zu wirken.

Gott sprach zu Moses und sagte ihm, dass Er beabsichtige, die Kinder von Israel zu richten und zu vernichten. Viele von uns hätten sich damit abgefunden. Gott sagt etwas - und es ist eine beschlossene Sache. Aber Moses wollte das nicht akzeptieren. Und er setzte sich bei Gott für sein Volk ein: 2.Mose Kapitel 32, Verse 9-14: "Und der HERR sprach zu Mose: 'ICH habe dieses Volk beobachtet, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. So lass Mich nun, damit Mein Zorn gegen sie entbrennt und ICH sie verzehre; dich aber will ICH zu einem großen Volk machen!' Mose aber besänftigte das Angesicht des HERRN, seines Gottes, und sprach: 'Ach HERR, warum will dein Zorn gegen dein Volk entbrennen, das du mit so großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten geführt hast? Warum sollen die Ägypter sagen: ,Zum Unheil hat Er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und von der Erde zu vertilgen?' Wende dich ab von der Glut deines Zorns und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk [bringen willst]! Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: ,ICH will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, das ICH versprochen habe, eurem Samen zu geben, sollen sie ewiglich besitzen!'' Da reute den HERRN das Unheil, das Er Seinem Volk anzutun gedroht hatte.

Versetzen wir uns zurück in diese Szene: Zuerst sagt Gott zu Moses: 'ICH habe dieses Volk beobachtet, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. So lass Mich nun, damit Mein Zorn gegen sie entbrennt und ICH sie verzehre; dich aber will ICH zu einem großen Volk machen!' Gut, lassen wir das auf uns wirken. Jetzt bauen wir ein paar Theologen in die Szene ein, die darüber diskutieren, ob Gott nun die Israeliten vernichtet oder nicht. 'Natürlich wird Er das tun', sind sie sich am Ende einig. 'Gott hat es so gesagt, also wird Er es auch tun.' Viele würden heute dasselbe sagen. Vielleicht denken sie, dass das Gericht für ihre Nation unvermeidlich ist.

Gut, und was kann man dagegen tun? Sehr laut dagegen protestieren? Oder um Gnade flehen, wie Moses es tat? Vielleicht wird Gott ja tatsächlich Sein Gericht über unsere Nation kommen lassen oder eventuell darauf verzichten.

    Zephania, Kapitel 2, Vers 3: Sucht den HERRN, alle ihr Demütigen im Land, die ihr Sein Recht übt! Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut; vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tag des Zorns des HERRN!

    Joel Kapitel 2, Verse 12-14: "Doch auch jetzt noch, spricht der HERR: 'Kehrt um zu Mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott; denn Er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut Ihn. Wer weiß, ob Er sich wieder abkehrt und es Ihn nicht reut, und ob Er nicht einen Segen zurücklassen wird, Speisopfer und Trankopfer für den HERRN, euren Gott?

Ich persönlich glaube, dass wir gerade in einer kritischen Zeit leben, in der die Zukunft vieler Nationen in der Schwebe hängt. Aber das ist nicht die Zeit, um sich zu fürchten. Es ist auch nicht die Zeit zu meckern. Jetzt ist die Zeit zum Beten!

Ich möchte dieses Kapitel beenden, indem ich einen Absatz aus einem Artikel von dem bekannten Bibellehrer und Buchautor Francis Frangipane zitiere. Ich fühlte mich sehr von Francis Artikel inspiriert, bei dem es genau um das Thema geht, das wir gerade behandeln, und ich glaube, dass es Ihnen damit genauso ergehen wird. Die Überschrift lautet: 'This Day We Fight' (Heute kämpfen wir).

'Der Konflikt, der unserer Generation bevorsteht, ist nicht weniger bedrohlich als der Nationalsozialismus und der sowjetische Imperialismus. Der radikale Islam ist eine dämonische Macht, welche die Weltherrschaft anstrebt. Wir können den Krieg gegen den Terrorismus oder gegen diese Art von Ethik nicht verlieren. Wir dürfen keine Angst oder keinen Unglauben zulassen, weil wir dazu geboren sind zu kämpfen und die Kämpfe unserer Zeit zu gewinnen. Und immer wieder taucht das Argument auf: ,Ich habe gelernt, dass das Leben immer mehr Schlechtes hervorbringt, bis Christus wiederkehrt.'

Ja, dieser Tag wird kommen, aber wir müssen nicht so tun, als wäre er schon da. In jedem Zeitalter hat Gott gewollt, dass wir Überwinder sein sollen. Die Tatsache, dass es heute Nationen gibt, die gerade die Erfahrung einer großen Ernte und eines Durchbruchs machen, zeigt uns, dass unsere Nationen noch Zeit haben.

Einer unserer Leser schickte uns folgenden Auszug aus einem Abschnitt über Aragon, dem König von Gonder aus 'The Return of the King' (Die Rückkehr des Königs). Der Buchautor, J. R. R. Tolkien, ein Engländer, versichert, dass sein Werk absolut nichts mit dem großen Krieg zu tun hat. Doch vieles aus seinem Manuskript wurde während des Höhepunktes des Zweiten Weltkrieges geschrieben. Dieses Buch ist eine Metapher für alle Kämpfe, denen sich jede Generation stellen muss, um das Böse zu besiegen ...

,Zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen, versuchte König Aragon seine Männer davon abzuhalten zu denken, sie würden gegen die ausschwärmenden Horden ihrer höllischen Feinde eine Niederlage einstecken müssen. Er ritt seiner versammelten bescheidenen Armee voran und rief: ,Ich sehe in euren Augen dieselbe Furcht, die mir das Herz brechen würde. Es mag der Tag kommen, an dem die Menschen der Mut verlässt, an dem wir unsere Freunde aufgeben und alle Bindungen lösen müssen. Aber heute ist nicht dieser Tag. Heute kämpfen wir! ... Bei allem, was euch auf Erden lieb ist, bitte ich euch, steht mir bei, Männer des Westens!

Dazu kann ich nur aus tiefstem Herzen 'Amen' sagen!


22. KAPITEL

Mit Zuwendung reagieren

Während die Macht und die Notwendigkeit des Gebets unbestritten sind, gibt es noch eine weitere Form, wie wir reagieren können, die absolut unerlässlich ist. Wir müssen uns mit der vollständigen christlichen Botschaft der guten Nachricht an die Muslime wenden. Es ist eine Botschaft der Freiheit für all jene, die von dem falschen Evangelium der Furcht gefangen genommen wurden. Es ist eine Botschaft der Liebe und der Annahme für diejenigen, die noch nie richtig kennen gelernt haben, wie es sich anfühlt, von Gott angenommen und vollkommen geliebt zu werden. Es ist die Botschaft, die sagt, dass Gott jeden auf diese Weise liebt, der an Ihn glaubt. Und hier ist der Beweis, der für immer Gültigkeit hat ... Die Evangeliumsbotschaft ist eine Garantie. Wir dürfen ihre Macht nicht unterschätzen.

Es ist tatsächlich so ...

    Römerbrief Kapitel 1, Vers 16 "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen.

    Zuwendung: Römerbrief Kapitel 10, Vers 14 "Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?

Der Zweck dieses Kapitels besteht nicht darin, die Methoden zu besprechen, wie man auf Muslime zugeht, sondern es geht hier vielmehr um die geistliche Gesinnung, mit der Gott will, dass wir uns an die Muslime wenden, damit nicht nur sie, sondern auch wir transformiert werden. Dennoch werde ich ein paar Kommentare dazu abgeben, wie man sich an die Muslime wenden kann.

Es gibt für Christen natürlich zwei Möglichkeiten, um auf Muslime zuzugehen: Im eigenen Land oder im Ausland. Während viele Christen möglicherweise davon ausgehen, dass es schon reichlich Missionare gäbe, die in fernen muslimischen Ländern wirken, sollten sie folgende Statistik beachten:

'Nur 2 % der protestantischen Missionarsarbeit ist den Muslimen gewidmet, die praktisch die Hälfte aller Nicht-Christen auf der Welt ausmachen.'1

Das ist schon erstaunlich, nicht wahr? Und viele werden darüber betrübt sein. Aber während die Mehrheit derer, die dieses Buch lesen, sich niemals selbst mitsamt ihrer Familie auf den Weg machen dürfte, um in fernen Ländern Missionare für Muslime zu werden, heißt das noch lange nicht, dass man sich nicht auch anders an die Muslime wenden kann.

Heute leben zum Beispiel einige Millionen Muslime in den USA, und somit ist Amerika ein Teil der islamischen Welt geworden. Dasselbe gilt für viele westliche Länder. Die meisten Muslime sind von Ländern nach Amerika ausgewandert, in denen Sie und ich ins Gefängnis kämen oder sogar getötet würden, wenn wir dort das Evangelium predigten. Aber jetzt sind sie in Amerika - im Land der Freien -, und die meisten Christen ignorieren ihre Präsenz. Hat es jemals eine Zeit gegeben, in der Jesu Worte wahrhaftiger geklungen haben als diese?

Lukas Kapitel 10, Vers 3: 'Geht hin! Siehe, ICH sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.'

Wenn sie ein Jünger Jesu sind, dann möchte ich Sie dazu ermutigen, intensiv über Jesu Worte nachzudenken, die Er an alle richtete:

Matthäus Kapitel 28, Verse 19-20: 'So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ICH euch befohlen habe. Und siehe, ICH BIN bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.'

Bis zu welchem Grad befolgen Sie dieses Gebot?

Vielleicht denken Sie, dass es unmöglich sei, so auf die Muslime zuzugehen. Eventuell fürchten Sie sich nach dem Lesen dieses Buches mehr denn je davor. Lassen Sie uns diese Gefühle ansprechen.

Ein Moslem ist ein Mensch wie ich

Nach dem Lesen dieses Buches werden Sie möglicherweise überrascht sein festzustellen, dass ich tatsächliche Muslime liebe. Und wenn Sie jemand sind, der die Liebe Gottes in Jesus Christus für sich angenommen hat, dann sollten Sie das auch tun. Einer meiner größten Befürchtungen, als ich dieses Buch schrieb, war, dass es eine negative Reaktion bei Menschen gegenüber Muslimen auslösen könnte. Nach dem Lesen von so vielen negativen Informationen ist es nur eine natürliche Reaktion, wenn man aus Furcht vor Muslimen zurückschreckt. Aber angesichts dieser Furcht will der HERR nicht, dass wir uns zurückziehen, sondern mutig Seine Liebe scheinen lassen für all jene in der Finsternis, auch wenn wir dabei Angst verspüren.

Deshalb möchte ich ganz laut ausrufen: Epheser Kapitel 6, Vers 12: Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].

Mit anderen Worten: Die Muslime sind nicht der Feind! Dieses Buch handelt nicht von Muslimen, sondern vom Islam. Es geht hier um die geistigen Mächte und die irreführenden Lehren, die Menschen gefangen nehmen. Trotz der Tatsache, dass ich hier dargelegt habe, dass die Muslime im Wesentlichen einer 'antichristlichen Religion' nachfolgen, möchte ich betonen, dass wir, als Jünger Christi, nicht in jedem Moslem einen Feind sehen sollen, sondern vielmehr immer jemanden, der nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurde - genauso wie wir.

Nüchtern betrachtet ist das vielleicht eines der Dinge, die viele Westler überraschen, wenn sie beginnen, die wahren Muslime kennen zu lernen. Statt engstirnige, zornige Menschen zu erleben, sind viele verblüfft zu entdecken, dass die meisten Muslime Menschen wie alle anderen sind. Ich habe viele sehr warmherzige, äußerst freundliche und hochintelligente Muslime kennen gelernt. Und der Grund, warum sie so erscheinen, als wären sie wie wir, ist, dass sie tatsächlich so sind wie wir. Die Mehrheit der Muslime, denen Sie begegnen, sind mit Sicherheit Menschen, die sich ernsthaft wünschen, ein gutes Leben vor Gott zu führen und das zu tun, was Ihm gefällt. Und so sollten wir die meisten Muslime betrachten: Als aufrichtige Gottsucher.

In jedem Tropfen den Ozean erkennen

Jalal al Din al Rumi war einer der größten Mystiker des Islam. Er praktizierte eine mystische Form des Islam, den Sufismus. Rumi sprach oft von Gott als 'der Geliebte' oder 'der Freund'. Sufis, wie Rumi, legen mehr Betonung auf Jesus im Hinblick auf ihr Lebensmodell als alle anderen Muslime. Wenn man die vielen Schriften von Rumi liest, kommt man nicht umhin zu denken, dass er sehr nahe daran ist, ein Christ zu sein. Zumindest ein Zitat von ihm hat mir das Gefühl vermittelt. Rumi sagte: 'Eines Tages begann ich damit, in den Menschen das Durchschimmern eines Freundes zu suchen, so konnte ich in einem einzigen Tropfen den Ozean erkennen.' Rumi versuchte, in der gesamten Schöpfung Gott zu sehen und im Besonderen in jeder Seiner Schöpfungen.

Vielleicht werden Sie sagen, dass man in der Religion des Antichristen keine Güte und kein Licht finden kann. Doch, ob Sie es nun glauben oder nicht, man kann es. Und die Begründung dafür lautet: Der Islam ist von Menschen gemacht. Und Muslime sind Menschen, die nach Gottes Ebenbild erschaffen wurden. Viele von ihnen sind aufrichtige Gottsucher. An sich gibt es sogar im Islam sogar Dinge, von denen selbst Christen etwas lernen können. Auch wenn der Islam als antichristliches System sein tödliches Ende findet, um wie viel mehr gilt das erst für dessen Anhänger, von denen jeder ein Geschöpf Gottes ist!

Während wir in unseren Herzen von Natur aus ängstlich vor den Muslimen zurückschrecken mögen, will Gott stattdessen, dass wir selbstsicher, aber bescheiden auf sie zugehen und sie nicht als 'Andersgeartete' betrachten, sondern als Gottes Geschöpfe. Gott hat sich zu allen Zeiten gewünscht, dass Sein Volk ein Verhalten zeigt, das gleichzeitig von Selbstsicherheit, Ausdruckskraft und Bescheidenheit geprägt ist; aber das gilt ganz besonders für die Endzeit. ER will, dass wir Überwinder sind.

Überwinder

Ein Überwinder ist eine Person, die es nicht zulässt, dass sie Angst überfällt, sondern Furcht durch Liebe ersetzt. Ein Überwinder lässt sich nicht von Hass überwältigen, sondern wandelt ihn in Aussöhnung um.

Es gab einen Mann, der dies im Hinblick auf Muslime tat. Dies geschah in einer der dunkelsten Perioden der christlichen Geschichte. Die Beziehung zwischen dem Islam und der Christenheit war zu jener Zeit vielleicht mit der heutigen Atmosphäre vergleichbar. Es war während des dritten Kreuzzuges, als Franz von Assissi sich dazu entschloss auszuziehen, um den Muslimen das Evangelium zu predigen. Die Geisteshaltung, in der Franz das tat, ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Christen von heute auf Muslime zugehen können.

Die Geschichte von Franz

Im Jahr 1219 reiste Franz von Assissi mit 12 seiner Glaubensbrüder zusammen mit der Kreuzzug-Armee an die Kriegsfront zwischen den Kreuzrittern und den muslimischen Sarazenen des Sultans Al-Kaamil in Ägypten. Franz und seine Freunde schlugen im Lager der Kreuzritter ihre Zelte auf, da das Heer sich auf die Belagerung der Hafenstadt Damietta vorbereitete. Franz predigte den Kreuzrittern das Evangelium, und viele von denen, die von der Botschaft von Franz beeindruckt waren, legten daraufhin ihre Waffen nieder und schlossen sich dem Franziskanerorden an. Franz diskriminierte niemanden, wenn er das Evangelium predigte. Er verkündete den 'christlichen' Kreuzrittern die frohe Botschaft auf dieselbe Weise wie den muslimischen Sarazenen. Franz wurde von Jesus direkt zum Lager des Sultans geführt, dem Führer der muslimischen Armee. Die Christen sahen in Sultan Al-Kaamil ein grausames Tier. Aber Franz traf in ihm einen Mann an, der freundlich, ehrlich, sehr offen und ein aufrichtiger Gottsucher war.

Franz und sein enger Freund Illuminato gingen direkt in das 'feindliche' Lager. Franz wurde sofort von den muslimischen Soldaten gefangen genommen und anfangs beleidigt. Franz bat, zum Sultan gebracht zu werden, damit er ihm das Evangelium predigen könne. Diese Bitte wurde ihm erfüllt. Franz begrüßte den Sultan mit den Worten: 'Gott schenke dir Frieden.' Ironischerweise war der Gruß, den Franz sich ausgedacht hatte, wunderbar auf die Standardbegrüßungsformel der Muslime 'As-Salamu Alaikum (Friede sei mit dir) abgestimmt.

Christine Mallouhi nimmt ihre Leser in ihrem wunderbaren Buch 'Waging Peace on Islam' (Frieden für den Islam) mit auf eine Reise quer durch die verschiedenen Geschichten und Legenden, die mit dieser Begegnung zwischen Franz und Kaamil im Zusammenhang stehen. Während es dazu unterschiedliche Beiträge gibt, sind da einige Dinge, von denen wir sicher wissen, dass sie sich bei dieser Zusammenkunft genau so zugetragen haben. Wir wissen, dass Franz von dem Sultan freundlich empfangen wurde. Die meisten Traditionen bestätigen, dass Kaamil so verblüfft von Franz war, dass er ihn einlud, für einen längeren Zeitraum bei den Muslimen zu bleiben. Die Aufzeichnungen zeigen auch, dass Franz diese Einladung angenommen hat. Wir wissen sogar, dass der Sultan Franz und seinen Männern die schriftlichte Genehmigung erteilt hat, den Muslimen im Land ungehindert das Evangelium predigen zu dürfen.

Aber was genau geschah bei der Begegnung zwischen diesen beiden Männern? Gespräche mit Bruder Illuminato haben ergeben, dass der Sultan zu Franz gesagt haben soll: 'Ich denke, dass dein Glaube gut und wahrhaftig ist.' Und während sie sich näher kamen, bat er Franz, dafür zu beten, dass er den richtigen Weg finden möge. Ob der Sultan nun konvertierte oder nicht, ist nicht eindeutig erwiesen; aber sogar in den muslimischen Aufzeichnungen ist die Rede davon, dass Kaamil in der Tat nach der Begegnung mit Franz ein völlig neuer Mensch war.

Aber jetzt kommen wir zu dem interessanten Teil, der für uns heute ebenso eine Lektion darstellt. Franz war auch völlig verändert. Er wurde von den Muslimen so sehr beeinflusst, dass er nach seiner Rückkehr nach Europa einige Elemente der muslimischen Praktiken in sein religiöses Leben übernahm. Zum Beispiel erklärte er, angelehnt an den muslimischen Ruf zum Gebet fünf Mal am Tag, den Oberen des Franziskanerordens: 'Verkündet und predigt allen Menschen ... sprecht zu ihnen über den Ruhm, der Ihm gebührt, so dass zu jeder Stunde, wenn die Glocken läuten, jeder Mensch auf der ganzen Welt den allmächtigen Gott lobt und Ihm die Ehre gibt.' Es heißt auch, dass Franz damit anfing, seinen Kopf bis zur Erde zu neigen, so wie es die Muslime tun, wenn sie beten. Er schrieb dazu: 'Wenn Sein Name erklingt, sollt ihr euch zu Boden werfen und Ihn in Ehrfurcht und Verehrung anbeten. Hört auf das Wort des Sohnes Gottes und befolgt es. Das ist der eigentliche Grund, warum Er euch in die Welt ausgesandt hat, damit ihr in Wort und Tat Zeugnis Seiner Botschaft ablegt und jeden davon überzeugt, dass es außer Ihm keinen allmächtigen Gott gibt.' Der letzte Teil ähnelt natürlich sehr dem muslimischen Glaubensbekenntnis: 'Es gibt keinen Gott außer Allah.'

Der letzten Einschätzung können wir entnehmen, dass sowohl der Sultan als auch Franz nach dieser Begegnung völlig verändert waren. Der Grund dafür lag darin, dass es Franz nicht nur darum ging, 'den anderen' zu konvertieren, sondern auch um sich selbst zu transformieren. Franz sah nicht den größten Feind im anderen, sondern in seinem eigenen 'Selbst'.

Der Grund, warum ich diese Geschichte von Franz erwähne, ist, weil wir heute in einer Zeit leben, in der die Spannungen, die Missverständnisse und die Ängste zwischen Christen und Muslimen immens sind. Wie stark werden sich solche Gefühle erst in den letzten Tagen zuspitzen? Franz ist ein gutes Beispiel dafür, wie man auf Muslime zugeht. Er begegnete den Muslimen voller Selbstvertrauen, ohne Furcht, aber dennoch in Bescheidenheit, voll und ganz auf seine Lehre konzentriert und in einer absolut friedlichen Gesinnung. Er hatte keine Vorurteile gegen den antichristlichen/ungläubigen Feind, sondern er sah in den Muslimen einfach nur Menschen, die Jesus brauchten. Franz verteidigte das Evangelium nicht, sondern er starb dafür. Wir werden dieses Thema im nächsten Kapitel behandeln.

Persönliche Vorteile

Während es natürlich in erster Linie darum geht, den Muslimen die Botschaft von der Erlösung und des ewigen Lebens anzubieten, gibt es auch ein paar sehr große Vorteile, die es mit sich bringt, wenn wir auf Muslime zugehen. Abgesehen davon, wie reif Sie als Gläubiger sind, für jeden, der sich auf ein religiöses Gespräch mit Muslimen einlässt, stellt dies eine gehörige Herausforderung dar. Dazu muss man wissen, dass die meisten Muslime eine Menge Zeit damit zubringen, sich selbst zu trainieren, um mit Christen argumentieren zu können. Möglicherweise wird ihr Glaube dabei im Kern herausgefordert.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass man durch diese Herausforderungen im Glauben gestärkt wird. Meine persönlichen Begegnungen mit Muslimen haben zu einem immensen Wachstum im Hinblick auf meinen eigenen Glauben geführt. Ich hatte nie zuvor so intensiv über die Wunder der Dreieinigkeit, des Kreuzes und über das der Menschwerdung Gottes nachgedacht, wie in den Zeiten, in denen ich mich mit Muslimen auseinander gesetzt habe, die vehement gegen diese drei Lehren sind. Es ist allgemein überraschend, dass viele, die auf Muslime zugehen, eine starke Erkenntnis über genau die Themen erlangen, die der Islam leugnet.

Ein wunderbares Beispiel dafür ist Samuel Zwemer. Er war der Vorreiter für die Mission bei Muslimen und lebte zur Zeit der letzten Jahrhundertwende. Eines von Zwemers Büchern 'The Glory of the Cross' (Der Ruhm des Kreuzes) ist ein Klassiker, der von jedem Christen unbedingt gelesen werden sollte. Der Titel sagt schon alles. Dieses Buch entstand als Folge seiner Begegnungen mit Muslimen, und er erlebte selbst eine tiefere Erkenntnis über den Ruhm des Kreuzes.

Und die werden Sie auch erfahren. Wenn wir auf Muslime zugehen, geht es nicht allein darum, ihnen den wahren Jesus vorzustellen, damit sie 'konvertieren', sondern in gleicher Weise auch darum, dass wir uns selbst genauso in einem andauernden und kontinuierlichen Zustand der 'Bekehrung' und Transformation befinden.


23. KAPITEL

Vorbereitung auf das Martyrium

Ein Teil der verfolgten christlichen Welt werden

Während die meisten von uns im Westen nicht in einer Atmosphäre leben, in der das Martyrium derzeit eine ernstliche Bedrohung oder eine Realität darstellt, denke ich, dass es für uns alle wichtig ist, dass wir mit unseren Geschwistern verbunden bleiben, die das erleben müssen. Gegenwärtig gibt es zahlreiche Länder auf der ganzen Welt, in denen Christenverfolgung und Martyrium üblich sind. Ich glaube, dass es praktische Schritte gibt, die wir unternehmen können, um unsere Herzen mit denen derer zu verbinden, die an vorderster Front stehen. Selbstverständlich muss sich die christliche Gemeinde auf Erden darum bemühen, stärkere Bande der Einheit, gegenseitige Unterstützung und Verbundenheit aufzubauen. Und natürlich wird es uns im Westen, die wir derzeit noch 'sicher an den Küsten wohnen' nicht schaden, wenn wir das regelmäßig tun.

Jesus erklärte uns den Grundsatz, dass sich dort, wo unser Schatz ist, auch unser Herz befindet. Mit unserem 'Schatz' ist hier weitaus mehr gemeint als unser Geld. Über unsere Finanzen hinaus zählen unsere Zeit und unsere Energien gleichermaßen dazu. Wenn wir eine Herzensverbindung zu all jenen in den Ländern aufnehmen wollen, die Verfolgung leiden, dann gibt es etwas sehr Einfaches, was wir tun können. Wenn wir damit beginnen, können wir sehr schnell herausfinden, wer und wo sie sind, so dass wir regelmäßig für sie beten können. Wenn Sie ein religiöser Leiter oder Pastor sind, dann will ich Sie dazu ermutigen, während jedes Gottesdienstes einen kurzen Moment darauf zu verwenden, um für unsere verfolgten Geschwister auf der ganzen Welt zu beten. Dadurch wird die Verbindung zwischen Ihrer Gemeinde und der verfolgten hergestellt. Damit tun alle, die im Westen in Sicherheit leben, ein gutes Werk.

Zweitens kann man damit anfangen, Beziehungen zu realen Personen aufzubauen, die unter der Bedrohung der Verfolgung leben. Briefe oder Emails schreiben oder sogar Besuche machen sind sehr einfache Wege, um Verbindungen gegenseitiger Unterstützung zu schaffen. Wenn Sie eine junge Familie mit Kindern haben, dann 'adoptieren' Sie doch einfach eine Familie aus einem Land, wo Verfolgung herrscht. Ihre Familien könnten Briefe austauschen, die Kinder könnten Bilder malen, und man könnte sich gegenseitig kleine Geschenke machen, usw. Als Familie können Sie regelmäßig gemeinsam für Freunde in Pakistan, China, im Irak oder wo auch immer sie leben mögen, beten. Und natürlich können Sie auch Geld schicken. Sie brauchen nicht das Gefühl zu haben, als müssten Sie große Summen schicken. Sie wählen einfach einen Betrag, legen ihn jeden Monat beiseite und schicken ihn, wenn Sie das Gefühl haben, spenden zu wollen. Selbst wenn Sie buchstäblich einen geringen Beitrag, wie 5 Dollar monatlich, leisten, säen Sie damit eine Saat und bauen eine Brücke.

Wie können Sie beginnen, sich mit der verfolgten Gemeinde vertraut zu machen? Zuerst einmal gibt es da verschiedene Organisationen, die der verfolgten Gemeinde auf der ganzen Welt direkt helfen. Jede dieser Organisationen hat ihren ganz besonderen Schwerpunkt. Ich kann hier vier sehr gute Hilfswerke empfehlen:

Jede dieser Organisationen gibt einen Newsletter heraus, so dass Sie immer auf dem Laufenden gehalten werden; man findet dort ebenso Gebetsanliegen wie praktische Wege, wie man ihre Arbeit unterstützen kann. Sie können eine dieser Organisationen kontaktieren und Ihre Hilfe anbieten, die dann, wie oben beschrieben, erfolgen kann

Die Vorbereitung auf das Martyrium ist nicht optional

Das Martyrium ist jedoch nicht etwas nur für diejenigen in weit entfernt gelegenen Ländern, dass sie sich darüber Gedanken machen sollten. Jeder, der sich 'Christ' nennt, sollte sich innerlich auf ein mögliches Martyrium vorbereiten. Das ist keine optionale Vorbereitung nur für diejenigen, die in den Dritte-Welt-Ländern leben oder zu einer bestimmten Zeit der Weltgeschichte.

Sich auf Martyrium vorzubereiten, ist schon immer Teil von dem gewesen, was zum wahren Christentum dazugehört. Das Christentum ist die einzige Glaubensrichtung, die ihr größtes Vorbild hat, einen Mann, der gemartert und öffentlich zu Tode kam - Jesus Christus. Als Christen sind wir Seine Nachfolger. Doch das Konzept des Martyriums ist den meisten von uns in der westlichen christlichen Kultur fremd. Aber heute sind sich diejenigen, die sich in vielen Teilen der Welt, wie China, Pakistan oder im Mittleren Osten dafür entschieden haben, Jesus Christus nachzufolgen, gleichermaßen darüber im Klaren, dass sie damit auch 'Ja' zu einem möglichen Martyrium sagen. Das war auch bei den Christen in den ersten 300 Jahren der Kirchengeschichte der Fall. Verfolgungen und Martyrium waren üblich, besonders für diejenigen, die Leitungsfunktion hatten.

Martyrium und Wunder

Doch in der Zeit der frühen Kirche und als die Kommunisten China übernahmen, als das Martyrium etwas Alltägliches war, gedieh die Gemeinde. Sie wuchs nicht nur in einer solchen Atmosphäre, sondern erfuhr da auch ihr größtes Ausmaß an Stärkung. Wunder Prophetie, Begegnungen mit Engeln und Visionen: Das waren die alltäglichen Erfahrungen, über die wir in solch einer Atmosphäre schwerer Verfolgung lesen.

Von daher überrascht es nicht, dass die Bibel in gleicher Weise, wenn sie von der Verfolgung in den letzten Tagen spricht, die dann ein globales Ausmaß erreicht haben wird, die vielen Christen erwähnt, die dieselbe Stärkung erfahren werden:

    Apostelgeschichte Kapitel 2, Verse 17-20

    'Und es wird geschehen in den letzten Tagen', spricht Gott, 'da werde ICH ausgießen von Meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben; —ja, auch über Meine Knechte und über Meine Mägde werde ICH in jenen Tagen von Meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen.

    -Und ICH will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des HERRN kommt.'

Die Bibel macht deutlich, dass die letzten Tage eine Periode sein wird, die nicht nur durch schwere Verfolgung und Martyrium gekennzeichnet ist, sondern auch durch das größte Ausmaß an vereinter Salbung durch den Heiligen Geist in Form von Wundern und Demonstrationen von Gottes Macht. Gott wird machtvolle Zeichen und Wunder zeigen, nicht nur am Himmel, sondern auch 'unten auf Erden'. In den letzten Tagen wird die Gemeinde gleichzeitig am hellsten leuchten und ihre düsterste Niederlage erleiden.

Überwindung, indem man siegreich ist

In dem Buch Daniel und im Buch der Offenbarung wird dieses Parodoxon am deutlichsten erklärt. Als der HERR Daniel die Bilder der letzten Tage enthüllte, war der Prophet davon völlig verwirrt und zutiefst erschüttert. In der Tat sagte Daniel, dass er, nachdem er all diese Dinge gesehen hatte, hinterher tagelang krank war.

Was hatte Daniel gesehen? Als der HERR Daniel mit den Visionen der letzten Tage heimsuchte, sah der Prophet, wie die Gemeinde das Geheimnis und das Paradoxon des Kreuzes erlebt. Daniel sah auch die Mittel, mit denen die Christen in den letzten Tagen buchstäblich Satan und seine Horden überwinden und letztendlich dafür ihre Belohnung erhalten: Das Reich Gottes.

Daniel Kapitel 7, Verse 21-28

Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand, bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab und die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nahmen.Er sprach: »Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird; das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden, und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen. Und die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden; und ein anderer wird nach ihnen aufkommen, der wird verschieden sein von seinen Vorgängern und wird drei Könige 25 erniedrigen. Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für 26 eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. — Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Herrschaft wegnehmen, um sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten. 27

Aber das Königreich, die Herrschaft und die Macht über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben werden; Sein Reich ist ein ewiges 28 Reich, und alle Mächte werden Ihm dienen und gehorchen!« —Dies ist der Schluss der Rede. Mich, Daniel, erschreckten meine Gedanken sehr, und mein Gesicht verfärbte sich; aber die Sache behielt ich in meinem Herzen.

Diese Bibelpassage spiegelt sich im Buch der Offenbarung wie folgt wider:

Offenbarung Kapitel 13, Verse 5-10: Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken. 6Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, um Seinen Namen zu lästern und Sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen. 7Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation. 8Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an. 9Wenn jemand ein Ohr hat, der höre! 10Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht er in die Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwert tötet, so soll er durchs Schwert getötet werden. Hier ist das standhafte Ausharren und der Glaube der Heiligen!

Die Heiligen am Ende dieses Zeitalters werden 'überwunden'. Und sie werden durch das Schwert getötet. Sie werden durch die Armeen des Antichristen gefangen genommen, und die Mehrzahl wird den Märtyrertod sterben. Das Buch der Offenbarung sagt, dass diejenigen, die durch die Trübsal gehen müssen, so viele sein werden, 'dass niemand sie zählen kann'.

    Offenbarung Kapitel 7, Verse 9-16: "Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: 'Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!' Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: 'Amen! Lob und Herrlichkeit und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke gebührt unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.' Und einer von den Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: 'Wer sind diese, die mit weißen Kleidern bekleidet sind, und woher sind sie gekommen?' Und ich sprach zu ihm: 'Herr, du weißt es!' Und er sprach zu mir: 'Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen Ihm Tag und Nacht in Seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird Sein Zelt aufschlagen über ihnen. Und sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten; auch wird sie die Sonne nicht treffen noch irgendeine Hitze.'

In diesen Versen sehen wir das Paradigma, das die Gemeinde der letzten Tage definiert. Es ist das Paradoxon des Kreuzes: Wie ihr HERR und Meister sind diejenigen, die besiegt und überwunden werden, die tatsächlichen Überwinder. Während jene in der Armee des Antichristen denken werden, dass sie dadurch, dass sie ihren Kritikern physisch und militärisch eine Niederlage beigebracht haben, den Sieg davon tragen werden, stellen sie sich in Wahrheit nur selbst ihre eigene Falle. So wie einst am Kreuz ist es, gemäß der Weisheit Gottes, stattdessen so, dass genau diejenigen, die anscheinend gedemütigt, erschlagen und besiegt wurden, in Wahrheit die Einen sind, die buchstäblich Satan unter ihren Füßen zertreten.

Römerbrief Kapitel 16, Vers 20: "Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres HERRN Jesus Christus sei mit euch! Amen."

Aber wie können sie ihn überwinden? Offenbarung Kapitel 12, Vers 11: "Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!

Die Überwinder werden ihren Blick auf Jesus gerichtet halten, der der Anfänger und der Vollender unseres Glaubens ist, aber auch unser Vorbild.:

Hebräer Kapitel 12, Vers 2: "Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.

Jesus gibt den Takt vor. In diesem Sinne füllt das Martyrium all jener, die sich dazu entschlossen haben, Jesus Christus nachzufolgen, die Seiten der Geschichtsbücher der Christenheit. Die Kirchenhistoriker gehen davon aus, dass jeder Apostel, bis auf einen, den Märtyrertod gestorben ist, weil sie die christliche Botschaft verkündet haben.

Der Tod von Stephanus und Andreas

Wenn Sie die Apostelgeschichte gelesen haben, dann kennen Sie bestimmt auch das Schicksal von Stephanus, einen der frühen Gemeindeleiter. Wie die Gläubigen in den letzten Tagen, war Stephanus ein Mann 'Voller Gnade und Kraft, (der) Wunder und große Zeichen unter dem Volk' tat (Apg 6:8). Stephanus starb auch den Märtyrertod, weil er mutig die Evangeliumsbotschaft gepredigt hatte. Und wie sein Meister betete Stephanus, als er starb, für jene, die ihn töteten.

Apostelgeschichte Kapitel 7, Verse 59-60: "Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: 'HERR Jesus, nimm meinen Geist auf!' Und er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: 'HERR, rechne ihnen diese Sünde nicht an!' Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er.

Stephanus war ein ganz gewöhnlicher Mensch. Aber er war ein Überwinder.

Apostel Andreas starb auch den Märtyrertod. Sein Tod ist in der Kirchengeschichte dokumentiert. Immer wenn ich die Geschichte vom Tod des Andreas lese, muss ich weinen: "'Der Bruder von Petrus wurde von Aegeas, einem römischen Gouverneur, in der Stadt Sebastopolis gekreuzigt. Andreas hatte so viele zum Glauben an Jesus Christus gebracht, dass der Gouverneur in die Provinz kam, um die neuen Christen zu zwingen, den Göttern zu opfern und ihrem eigenen Glauben zu entsagen. Andreas sagte Aegeas offen ins Gesicht, dass er sich von seinen Götzen lossagen sollte und dass die Götter und Halbgötter der Römer in Wahrheit Teufel und Feinde der Menschheit waren. In seiner Wut verbot der Prokonsul Andreas zu lehren und zu predigen, und er warnte ihn, falls er es dennoch täte, er ihn kreuzigen lassen würde. Andreas erwiderte: ,Ich würde nicht die Ehre und den Ruhm des Kreuzes predigen, wenn ich den Tod am Kreuz fürchten würde.' Er wurde daraufhin sofort verurteilt. Als Andreas zum Exekutionsplatz geführt wurde und er von weitem das Kreuz sah, rief er aus: ,O Kreuz, du bist mir das Willkommenste, nach dem ich solange gesucht habe. Ich komme in einer bereitwilligen und freudvollen Gesinnung zu dir, weil ich über den gelehrt habe, der an dir gehangen ist. Deshalb habe ich dich immer geliebt und war begierig darauf, dich zu umarmen.'' 1

Wann immer ich das lese, bete ich dafür, dass falls meine Stunde kommt, ich in gleicher Weise eine so bereitwillige Gesinnung haben möge. Es ist klar, dass Andreas diesen Moment erwartet und sich sogar auf ihn gefreut hatte. Andreas hatte die Möglichkeit des Märtyrertodes niemals außer Acht gelassen, bis seine Stunde gekommen war; er hatte in der Tat lange und intensiv darüber nachgedacht.

Es gibt unzählige dokumentierte Fälle in der Kirchengeschichte, in denen von jenen die Rede ist, die in der Gnade Gottes einen ruhmreichen Tod gestorben sind. Ich ermutige Sie dazu, gelegentlich solche Beiträge zu lesen und dem HERRN zu sagen, wie Sie sich im Hinblick auf ein Martyrium fühlen. Viele solcher Beiträge finden Sie in Büchern wie The Foxes Book of Martyrs oder in einer moderneren Version in Jesus Freaks, herausgegeben von 'The Voice of the Martyrs' (Die Stimme der Märtyrer).

Ist Martyrium ruhmreich? Die Schande am Kreuz bereitwillig auf sich nehmen

Obwohl es ermutigend ist, Geschichten über diejenigen zu hören, die scheinbar mit solch einer mutigen Gesinnung und im Geist der Gnade anscheinend ohne Angst und in manchen Fällen sogar ohne Schmerzen gestorben sind, glaube ich persönlich nicht, dass jedes Martyrium so abläuft. Während wir gerne Geschichten über die tapferen Märtyrer in der Kirchengeschichte lesen, glaube ich persönlich nicht, dass jedes Martyrium notwendigerweise ruhmreich ist. In den seltensten Fällen läuft es so ab, wie in den Büchern beschrieben.

Meine Gedanken wandern da unweigerlich zu dem Märtyrertod in jüngster Zeit von Kim Sun-il, einem koreanischen Christen, der im Irak enthauptet wurde, nachdem ihn muslimische Extremisten gefangen genommen hatten. In den Medien wurde kaum erwähnt, dass Kim Sun-il nur deswegen ermordet worden war, weil er ein Christ war und den Irakern von seinem Glauben erzählt hatte.

Kum Sun-il war ein evangelikaler Christ, der immer davon geträumt hatte, die Muslime zu missionieren. Zu diesem Zweck hatte er Arabisch gelernt und im Irak als Übersetzer gearbeitet. Aber allen, mit denen er in Berührung kam, hatte er die Evangeliumsbotschaft verkündet.

Nach Kims Tod gab die Gruppe, die sich dafür verantwortlich erklärte und sich 'Tawid wa al-Jihad' nennt, auf ihrer Webseite folgende Stellungnahme ab:

'Wir haben einen Ungläubigen getötet, der versucht hat, im Irak das Christentum zu propagieren ... Dieser Ungläubige hatte Theologie studiert und sich gerade darauf vorbereitet, als Missionar in der islamischen Welt tätig zu werden.'

Während die meisten Menschen wahrscheinlich gedacht haben, dass Kim lediglich aus politischen Gründen geköpft worden war, haben jene, die ihn umgebracht haben, ganz klar gesagt, dass es deshalb geschah, weil er den Irakern von Jesus Christus erzählt hatte.

Während Kim offenbar dem Ruf Gottes gefolgt war und sich einige Jahre auf seine Lebensberufung vorbereitet hatte, brach er letztendlich zusammen, als er sich plötzlich in den Händen von Extremisten befand, die die Absicht hatten, ihn umzubringen. Er weinte und bettelte um sein Leben. Aufzeichnungen davon wurden auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Drei Tage später wurde er geköpft und das Video von seiner Enthauptung wurde an die Nachrichtensender auf der ganzen Welt verschickt. Alle, die diese Aufzeichnung sahen, sagten, dass Kim weder geweint noch um sein Leben gebettelt und sich auch nicht gewehrt hätte, als seine Kidnapper ihre Botschaft an die Welt vorlasen und ihn dann anschließend köpften. Stattdessen starb Kim mit einmütiger Entschlossenheit und ohne jeglichen Protest - tapfer.

Warum rufe ich dieses schreckliche Ereignis wieder ins Gedächtnis? Weil es Realität ist. Während sich Kim Sun-il durch die Gnade Gottes bei seinem Tod mit seinem Schicksal abgefunden zu haben schien und sich ihm mit einmütiger Entschlossenheit ergab, ist die Tatsache erwiesen, dass er noch einige Tage vor seinem Tod geweint und um sein Leben gefleht hatte. Und die ungeschminkte Wahrheit ist, dass die meisten von uns wahrscheinlich dasselbe getan hätten.

Wenn wir unsere Herzen auf ein Martyrium vorbereiten, denke ich, dass es wichtig ist, dass wir unsere falschen Vorstellungen, dass der Märtyrertod ein tapferes, ruhmreiches und ehrenhaftes Ereignis wäre, so wie wir es auf den Seiten der christlichen Geschichtsbüchern lesen, begraben. Wir sollten uns der sehr bedeutsamen Tatsache bewusst sein, dass das Martyrium nicht dazu dient, den Märtyrer gut aussehen zu lassen. Beim Martyrium geht es nicht um den Ruhm des Christen, sondern um die Ehre Gottes.

Ich möchte an dieser Stelle ganz offen sprechen. Der Punkt, den ich versuche klar herauszustellen, ist der, dass ich vermute, dass wir Christen bis zu einem gewissen Grad - besonders die Männer - eine ziemlich machohafte oder idealistische Vorstellung vom Martyrium haben. Ich habe die Befürchtung, dass junge Männer in der Gemeinde dazu tendieren zu denken, dass das Martyrium ein grundsätzliches Mittel sei, um 'heldenhaft auszusehen'. Wir stellen uns vor, wie alle vor Ehrfurcht erstarren, wenn sie sich daran erinnern, wie wir als Märtyrer gestorben sind. Wir denken, dass das Martyrium das Mittel sei, um der Held einer christlichen Legende zu werden.

Aber das Martyrium ist eine Identifikation des Todes unseres HERRN - dem Tod von Jesus Christus am Kreuz; denn ist das Martyrium nicht auch ein beschämendes Ereignis? Ist das Martyrium lediglich auf einen schnellen Tod beschränkt? Oder ist mit dem Martyrium nicht auch ein immenses Leiden, Folter und absolute Demütigung verbunden? Erinnern wir uns daran, was sich Jesus Christus alles unterzogen hat. ER hat nicht nur Schmerzen ertragen, sondern auch viel Schmach und Schande bei Seiner Gerichtsverhandlung und Seiner Kreuzigung erduldet. Und nicht nur das. ER war in Seiner Seele so aufgewühlt und hatte innerlich so zu kämpfen, dass Er buchstäblich Blut geschwitzt hat.

Ich muss da unweigerlich an die vielen Geschichten aus dem Irak denken, nachdem der Krieg dort zu Ende war. Ich habe Geschichten von Menschen gehört, die sich zu Verbrechen bekennen sollten, die sie nie begangen hatten oder die zusehen mussten, wie ihre Familienmitglieder vergewaltigt, gefoltert und umgebracht wurden. Wie wäre es, wenn Sie vor die Wahl gestellt würden, sich entweder von Jesus Christus loszusagen oder mitanzusehen, wie ihre Kinder missbraucht und langsam zu Tode gequält werden? Für was würden Sie sich entscheiden? Ich habe Verständnis dafür, dass schon allein der Gedanke daran für Sie der absolute Alptraum ist.

Bitte verzeihen Sie mir, dass ich das hier anführe; aber dieser Punkt muss schon angesprochen werden. Das Martyrium ist nichts Machohaftes. Der Märtyrertod hat nichts Ruhmreiches an sich. Martyrium bedeutet nicht nur, viele Schmerzen aushalten zu müssen. Beim Martyrium geht es nicht darum, einen gnädigen Tod zu sterben. Beim Märtyrertod erlebt man die größte Schmach, Schande, Bestürzung und innere Aufruhr, die weit über das hinausgeht, was man jemals in seinem Leben erfahren hat. Bei mir persönlich braucht es nicht sehr lange, bis mich selbst die mildesten Umstände dazu bringen, mit Gott zu hadern oder mich zur Sünde zu verleiten.

Wie kann sich jemand also innerlich auf das Martyrium vorbereiten? Wir fangen schon heute damit an. Ein Martyrium ist keine einmalige Angelegenheit; es ist die Identifikation mit Jesus Christus am Kreuz. Und unser Kreuz aufzunehmen, sollte eine tägliche Praxis sein.

Lukas Kapitel 9, Vers 23: ER sprach aber zu allen: 'Wenn jemand Mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge Mir nach.'

Ist es nicht genau das, dem wir uns verschrieben haben? Ein Leben lang täglich unser Selbst sterben zu lassen, um für die Ehre Gottes und nicht um unseres eigenen Ruhmes willen zu leben? Wir können nicht meinen, heute unsere eigenen Wege gehen und morgen für Gott sterben zu können. Martyrium ist etwas, das wir jetzt anfangen müssen zu leben.

Offenbarung Kapitel 3, Verse 21-22: "Wer überwindet, dem will ICH geben, mit Mir auf Meinem Thron zu sitzen, so wie auch ICH überwunden habe und Mich mit Meinem Vater auf Seinen Thron gesetzt habe., Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!'


ANHANG A

Biblische Eschatolgie

In diesem Teil wird folgende Frage behandelt: 'Warum sollte man sich mit Eschatologie befassen?' Aber bevor wir uns der Beantwortung dieser Frage zuwenden, führe ich ein paar Gründe auf, die viele erfahrungsgemäß dazu bewegen, sich nicht damit zu befassen.

Grund Nr. 1: Leute, die sich mit Eschatologie befassen, sind 'schräg'

Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht, ich jedenfalls denke, dass der Grund, warum sich viele mit dem Studium der Eschatologie schwertun, liegt darin, dass sich unter den 'gängigen' Interessenten an diesem Thema merkwürdige Zeitgenossen befinden. Im Laufe der Zeit habe ich an vielen christlichen Zusammenkünften teilgenommen, die meist im privaten Rahmen stattfinden, und jedes Mal kommt es, wie es kommen muss: Es ist immer einer in der Gruppe, der wie besessen von der Endzeit reden muss. Haben Sie so etwas auch schon erlebt? Das kann ein echter Partykiller sein. Ganz ehrlich gesagt, war auch dies einer der Gründe, warum mir das Schreiben dieses Buches so schwerfiel. Ich wollte einfach nicht als 'einer dieser Typen' angesehen werden. Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen und Sie lehnen daher ein Studium der Eschatologie tendenziell ab. Das ist nur verständlich. Ich kann Ihnen aber versichern, dass dieser Typus bereits vor dem Studium der Eschatologie 'komisch' war und nicht erst die Auseinandersetzung mit dieser Materie zu seinem 'schrägen' Auftreten geführt hat. Eschatologie ist nicht für die Ausbildung eines sonderbaren Charakters des oder für den Mangel an sozialen Fähigkeiten verantwortlich. Wenn Sie jetzt nicht der Typ sind, der sich gegenüber anderen Menschen befremdlich verhält, werden Sie es auch nicht sein, nachdem Sie sich mit Eschatologie beschäftigt haben. Außerdem sollte das, was andere über Sie oder Ihre Ansichten denken, nicht die Grundlage Ihrer Entscheidungsfindung sein (Sprüche 29:25).

Paulus sagte einmal sinngemäß, wessen eigene Handlungen und eigenes Verhalten durch die Bedenken anderer bestimmt sind, wäre kein wahrer Diener des Herrn (Galaterbrief 1:10).

Grund Nr. 2: Eschatologie ist unmöglich zu verstehen

Viele Menschen haben das Gefühl, dass Eschatologie verwirrend und daher unmöglich zu verstehen ist. Warum sich also damit befassen? Diese Auffassung ist allerdings absolut irrig und basiert auf einer glatten Lüge. Es ist sicher richtig, dass die Welt der Eschatologie verwirrend sein kann, hauptsächlich aber aufgrund von Verdrängungen und Ablehnungen vieler Leute gegenüber dem, was die Bibel in aller Deutlichkeit über diese (Endzeit)Ereignisse sagt und legen sich ein Interpretationssystem zurecht, um diesen klaren Aussagen auszuweichen. Es gibt sehr unterschiedliche Perspektiven in den Erzählungen der Endzeit. Einige betonen eher die symbolische Bedeutung der Endzeit betreffenden Teile der Heiligen Schrift (und sogar des gesamten Werkes), bei anderen wiederum wird der Versuch unternommen, die Bibel wörtlich zu nehmen.

Das heißt im Grunde, wenn ein Teil der Bibel vorliegt, der historische Narrative darstellt, nehmen wir ihn als solche an. Wenn es sich um Dichtung handelt, nehmen wir sie als solche, und wenn es um ein Gleichnis geht, lesen wir es als Gleichnis und nicht als historische Narrative. Gottes Wort hat die Bibel nicht mit Informationen gefüllt, auf dass sie nicht zu verstehen sind. Es gibt natürlich Dinge, die schwer zu verstehen sind, aber das sollte kein Grund sein, es nicht gar nicht erst zu versuchen.

Grund Nr. 3: Eschatologie ist irrelevant; es gibt viel Wichtigeres zu tun

Es gibt Menschen, die die Dringlichkeit relevanter Tagesthemen anführen und nichts davon halten, sich mit Eschatologie auseinander zu setzen. Dies sei 'Zukunftsspinnerei' und eine Verschwendung von Gedanken über etwas, das sich ereignen könne oder nicht, vielmehr ginge es um die Nöte und Bedürfnisse der Menschen im Hier und Jetzt. Andere mögen einwenden, das Evangelium sei schließlich eine frohe Botschaft und man sollte sich nicht mit negativen Dingen wie dem falschen Propheten, Antichristen und dergleichen beschäftigen. Ich kann wiederum sagen, dass ich derartige Gefühle zwar verstehen kann, doch: Geht es nicht um die Wiederkunft Jesus Christus? Natürlich dreht sich das Studium der Eschatologie nicht primär um die Betrachtung des Antichristen und des falschen Propheten um ihrer selbst willen, sondern es geht um die Vorzeichen der 'Wiederkehr des Königs', was wiederum der Auseinandersetzung mit der Endzeit etwas Gesundes und Positives verleiht.

Vergessen wir nicht, dass, obschon Jesus und Seine Jünger ganz sicher auch die Wichtigkeit gesunder Beziehungen, Gemeinschaft sowie die dankbare Haltung gegenüber der Schöpfung gepredigt haben, Eschatologie für sie dennoch ein herausragender Teil ihrer Predigten und Lehren war - und das schon vor mehr als zweitausend Jahren! Ich erinnere mich an einen Prediger, der den etwas befremdlichen, aber wahren Kommentar von sich gab, dass wir uns heute näher an der Endzeit befänden als irgendeine Generation vor uns. Und wenn Jesus vor zweitausend Jahren Eschatologie in Seine Lehre mit einbezog, warum meinen wir, es nicht tun zu müssen? Wenn er vor so langer Zeit von solch fernen Zukunftsereignissen sprach, weshalb tun wir es heute ab?

Es gibt eine Reihe guter Gründe, die für das Studium der Eschatologie sprechen.

Grund Nr. 1: Gott hat es zum Teil der Heiligen Schrift gemacht

Die Bibel gibt uns detaillierte Informationen über die Zukunft dieser Welt. Diese Ereignisse werden unvergleichbare soziale, ökonomische, religiöse und spirituelle Implikationen für die gesamte Erde haben.

Ein gutes Beispiel ist die von Gott gewollte Wiederansiedlung des jüdischen Volkes im Staate Israel. Er hatte es bereits vor Tausenden von Jahren angekündigt. Die Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Heimatgebiet stellt eindeutig eine klare Entfaltung biblischer Prophezeiung dar. Die Wiedergeburt Israels ist ein notwendiger Schritt des göttlichen Plans, um Sein gutes Versprechen und den Bund mit dem jüdischen Volk zu erfüllen. Gegenwärtig breitet sich weltweit erneut eine massive Welle des Antisemitismus aus. Heute spricht man zwar nicht von Antisemitismus, dafür aber von 'Anti-Zionismus', was nichts weiter als ein euphemistischer, maskierender Begriff ist. Als Ergebnis des Mangels an Verständnis gegenüber Gottes klarem Vorhaben für die Nation Israel und das jüdische Volk wie es in der Schrift geschrieben steht, haben viele Christen unwissentlich (in einigen Fällen sogar wissentlich) im Grunde sowohl antisemitische Politik als auch theologische Auslegungen unterstützt. Dies ist ein schwerwiegender Irrtum. Durch die Geschichte hinweg hat die Kirche immer wieder solche Fehler gemacht. Tatsächlich war es genau aufgrund eines mangelnden Verständnisses von der Natur des zukünftigen Königreich Gottes und Israels Rolle darin. Die christliche Kirche hat aufgrund dessen eines der schlimmsten Fehler in ihrer Geschichte gemacht. Die Errichtung des Kirchenstaates unter Konstantin und die Kreuzzüge waren beide das direkte Ergebnis mangelhafter Theologie hinsichtlich des Königreich Gottes und der darin enthaltenen Rolle des jüdischen Volkes aufgrund falsch verstandener Eschatologie. Wie anders könnte die Welt heute aussehen, wären diese Fehler nicht begangen worden?

Der Staat Israel ist sicher weder perfekt noch über jedwede Kritik erhaben, was aber für alle anderen Nationen dieser Welt ebenfalls gilt. Jedoch ohne die Grundlage des klaren prophetischen Wortes der Bibel zu verstehen, was Israel betrifft, können viele Christen die Natur bzw. Quelle derzeitiger Ereignisse um den Staat Israel und das jüdische Volk herum nicht differenzieren. Im Grunde reicht in diesem Zusammenhang ein Blick auf die stetig anwachsende Desinformation und schiere Propaganda, die darauf abzielt, Israel zu dämonisieren.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie mangelndes Verständnis der Timeline biblisch-prophetischer Ereignisse der letzten Tage wohlmeinende, intelligente Christen dazu verleitet, das zu übersehen, was sich direkt vor ihren Augen abspielt. Anstatt eine wichtige Kraft in der Welt zu sein und in Harmonie mit dem Geiste Gottes, sind solche Menschen in der Lage, noch die Pläne derjenigen zu unterstützen, deren Inspiration satanisch ist. Ich bin mir der Kontroverse dieses Themas bewusst, stehe aber trotzdem voll und ganz hinter meiner Meinung.

Grund Nr. 2: Die Sache ist zu ernst, als dass wir sie ignorieren können

Jeder, der das Buch der Offenbarung gelesen hat, weiß, dass die darin beschriebenen Ereignisse ernst sind. Buchstäblich die Hälfte der Menschheit wird dahin gerafft (Offenbarung 9:18), und es ist von Plagen, Kriegen und Erdbeben die Rede (Offenbarung 6). Sehr wenig entspricht nicht dem schlimmsten Albtraum, den man sich vorstellen könnte.

Jedoch brauchen wir so weit wie zum Buch der Offenbarung gar nicht zu gehen. Wenn wir Matthäus 24 und 25 lesen, so erfahren wir, wie Jesus eine der horrendesten Aussagen der Heiligen Schrift macht. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, sich die Tragik und das Ausmaß dessen, wovon Jesus hier spricht, vorzustellen:

    "Dann werden sie euch der Bedrängnis überliefern und euch töten und ihr werdet von allen Völkern um meines Namens willen gehasst werden. Dann werden viele zu Fall kommen und einander verraten und hassen. Viele falsche Propheten werden auftreten und viele irreführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten. Wer aber bis zum Ende durchhält, der wird gerettet (Matthäus 24:9-13).

Wenn Sie das nicht traurig macht und Ihnen keine Angst bereitet, was dann? Ich fühle mich der Liebe Gottes sicher. Ich bin davon überzeugt, dass Jesus für mich gestorben ist. Für mich gibt es keinen Zweifel, dass es nichts auf der Welt gibt, das mich von der Liebe Gottes trennen kann. Gleichzeitig bin ich mir meiner menschlichen Fehler, sprich meiner Sünden, bewusst, insofern, als ich mir über die Neigung zur Selbstversunkenheit im Klaren bin, die einem trunkenen Zustand gleichkommt. Im oben genannten Zitat heißt es nicht etwa 'viele werden vom Kirchgang abfallen,' aber 'Viele werden zu Fall kommen' (Fall vom Glauben) und es 'wird die Liebe bei vielen erkalten'. Dies ist absolut erschreckend. Es geht schließlich um Menschen, die wir kennen.

Es sind unsere liebevollen Beziehungspartner. Es geht um unsere Brüder und Schwestern. Diese Sache ist ernst, und wir können es uns nicht leisten, sie zu ignorieren.

Grund Nr. 3: Es ist sehr gut möglich, dass wir diese Zeiten erleben

Dieser Punkt kann nicht genug betont werden. Die Ereignisse, die die Bibel herausstellt, sind real. Viele der Leser sind möglicherweise jung genug, um die Wiederkehr Jesus Christus noch zu erleben. Nun, Sie mögen vielleicht einwenden, dass jede Generation von sich behauptet hat, in der letzten zu leben. Obwohl viele der Meinung sind, dass es das universale Gefühl der Erwartung von der Wiederkehr Jesu in der Kirche schon immer gegeben hat, lehne ich dies vollständig ab. Natürlich hat es eine Reihe von Gruppen gegeben, meist Randerscheinungen, die Jesu Wiederkehr in ihrer Generation erwartet haben, aber das sind nicht die meisten. Tatsächlich ist es eher ein gerechtfertigtes Argument, dass die heutige Generation die erste seit der apostolischen Generation ist, die bereits auf so universale Art Beobachtungen zum Bevorstehen der letzten Stunde gemacht hat. Jedes Mal, wenn jemand betont, alle Generationen hätten von sich behauptet, die Wiederkehr hätte kurz bevor gestanden, bin ich immer gespannt zu hören, was alles damit entschuldigt werden soll. Es ist nämlich jedes Mal so, dass ein Lebensstil entschuldigt wird und weiter aufrecht erhalten werden soll, der in der Nicht-Erwartung Seiner Wiederkehr geführt wird.

Einer der Hauptgründe für die Integration des Endzeitstudiums als Teil unserer geistigen Nahrung ist die Vorbereitung. Diese Vorbereitung ist nicht vordergründig physisch gemeint, wie das Anschaffen von Vorräten und das Ausarbeiten eines sicheren Fluchtwegs aus Ihrer Stadt (obwohl das sicher auch dazu gehört). Es geht in erster Linie um geistige Vorbereitung. Diese Vorbereitung und das 'Bereitsein' tritt aus zweierlei Gründen auf und beide sind wichtig. Erstens sind die geistigen Wirkungen des Studiums der Eschatologie auf unsere Herzen wichtig. Diese Wirkungen nehmen Einfluss auf unser Handeln und auf die Art und Weise wie wir leben. Eine dieser Auswirkungen ist der Wunsch nach Heiligkeit unserer Person (Hebräer 12:14).

Wenn wir die Beschreibung der christlichen Gemeinde als Braut Christi lesen, haben wir den Wunsch, unser Wesen zu reinigen und diese Reinheit zu erhalten, auf dass wir vorbereitet sind auf unseren zukünftigen 'Ehemann': "Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen nach der Reinigung im Wasserbad durch das Wort. So will er sich die Kirche voll Herrlichkeit zuführen, ohne Flecken, Runzeln oder dergleichen, sondern heilig und makellos." (Epheser 5:27)

Wir werden ganz sicher auch ein tiefes Bedürfnis nach dem Gebet haben sowie nach Gemeinschaft und Zusammenhalt mit anderen Anhängern des Herrn (Hebräer 10:25). All diese Wirkungen fließen zusammen und machen uns 'bereit' für den Tag, an dem Jesus schließlich wiederkehrt.

Des Weiteren bereitet uns das Studium der Eschatologie vor: durch Vorahnung sowie durch eine damit verbundene Kenntnisnahme. Im Voraus gewarnt sein heißt auch, im Voraus gewappnet. Wenn wir tatsächlich die Generation sind, die kurz vor der Wiederkehr Christi lebt, sind dies ganz wichtige Faktoren, wenn wir einerseits in unseren Herzen vorbereitet und andererseits mit Vorwissen gerüstet sind, um vor den Ereignissen zu fliehen oder ihnen aus dem Weg gehen zu können. (Matthäus 24:15, 16; Offenbarung 14:9).

Wahre Bereitschaft kommt durch die Kommunion mit Ihm sowohl mithilfe des Gebets als auch durch Kenntnisnahme der Ereignisse um uns herum. Demnach sind Verständnis und geistige Vorbereitung vonnöten. Jesus erwartet von uns, dass wir nicht unwissend sind und hat uns deshalb so viele Informationen mitgeteilt: 'Seht, ich habe es euch vorhergesagt' (Matthäus 24:25).

Worte wie 'Nüchternheit', 'Wachsamkeit', 'Aufmerksamkeit' usw. beschreiben diese Bereitschaft. Die Bibel ist Reich an Warnungen und Aufforderungen zur Wachsamkeit. In Matthäus 24 und 25 sagt Jesus beispielsweise: 'Seid wachsam'...'Seht, dass euch keiner irreführt' (24:4, 42; 25:13) oder in 2 Johannes 1:7,8: "Geliebte, schenkt nicht jedem Geist Glauben, sondern prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind: denn viele falsche Propheten sind in die Welt gegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt: Jesus Christus ist im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er bereits in der Welt."

Wir sind dazu angehalten, aufmerksam zu sein: "Aber ich schaue aus nach dem Herrn,/ ich warte auf den Gott meiner Rettung./ mein Gott wird mich hören." (Micha 7:7)

Und wir sind dazu angehalten, achtsam und wachsam zu sein: "Habt Acht auf euch, dass Rausch und Trunkenheit und irdische Sorgen euch nicht belasten, damit jener Tag euch nicht unversehens überrascht wie ein Fallstrick. Denn kommen wird er über alle, die auf der Erde wohnen. Wacht also alle Zeit und betet, damit ihr imstande seid, allem zu entrinnen, was geschehen wird, und vor dem Menschensohn zu bestehen. (Lukas 13:34-36)

Tatsächlich vergleicht die Heilige Schrift das Leben in Unwissenheit (Ignoranz) hinsichtlich der Letzten Tage mit dem Zustand des Tiefschlafs oder der Trunkenheit: " Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachsam und nüchtern sein (1 Thessalonicher 5:6)

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann (1 Petrus 5:8)

Trunkenheit ist insbesondere der Zustand derer, die Kompromisse mit der in der Offenbarung bezeichneten Hure von Babylon eingegangen sind: "Komm, ich will dir das Strafgericht über die große Hure zeigen, die an vielen Wassern sitzt. Denn mit ihr haben die Könige der Erde Unzucht getrieben und die Bewohner der Erde sind vom Wein ihrer Unzucht betrunken geworden" (Offenbarung 17:1-3).

Diese Begriffe wie 'Seid vorsichtig', 'Seid aufmerksam', 'Seid wachsam' 'Seid auf der Hut' deuten auf eine ganz zielgerichtete Aktivität hin. Lasst uns also diese Warnungen und Informationen zu Herzen nehmen, die Er uns in weiser Voraussicht durch Sein wunderbares Wort mit auf den Weg gegeben hat, denn:

Grund Nr. 4: Auch Jesus, unser Vorbild, betrieb das Studium der Eschatologie

Es mag sich vielleicht zu offensichtlich anhören, aber bedenken Sie diese simple Tatsache:

Jesus betrieb das Studium der Eschatologie. Natürlich waren die eschatologischen Teile der Schrift nicht die einzigen, denen Jesus sich zuwandte, aber er lernte sie.

Wenn Sie Christ sind, haben Sie sich dazu entschieden, Jesus zu folgen (Matthäus 28:19, 20). Im Evangelium treffen wir häufig auf Stellen, an denen Jesus eschatologische Teile der Schriften zitiert und es versteht, ihre prophetische Bedeutung korrekt zu interpretieren. Zu Beginn seiner Mission sehen wir, wie Jesus in der Synagoge aufsteht, um aus dem Buch des Propheten Jesaja zu lesen:

    "Er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war. Nach seiner Gewohnheit ging er in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Er öffnete das Buch und fand die Stelle, wo geschrieben stand:

    Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu bringen, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden das Augenlicht, den Zerschlagenen in Freiheit zu entlassen, auszurufen ein Gnadenjahr des Herrn. Nachdem er das Buch zusammengerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, zu ihnen zu sprechen: Heute ist dieses Schriftwort vor euren Ohren erfüllt worden (Lukas 4:16-21).

In einer der letzen Botschaften Jesus an Seine Jünger beantwortete er ihre Frage 'wann wird dies (die Zerstörung des Tempels) geschehen? Und was wird das Zeichen deiner Ankunft und des Weltendes sein?' (Matthäus 24:3).

Jesus verweist direkt auf das Buch des Propheten Daniel, eines der eindringlichsten eschatologischen Bücher der Bibel: "Wenn ihr also den Gräuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel spricht, an heiliger Stätte stehen seht - wer es liest, bedenke es wohl! - dann fliehe in die Berge, wer in Judäa ist." (Matthäus 24:15,16)

Im selben Kapitel zitiert Jesus wieder Jesaja und verweist daneben auch auf den Propheten Jonah. Jesus meisterte also die eschatologischen Teile der Schrift. Wir als Seine Anhänger sollten uns also ebenfalls ernsthaft solides Wissen über die biblische Endzeitlehre aneignen, es sei denn, wir können davon ausgehen, dass wir weiter entwickelt sind als Jesus.

Studium der Eschatologie: eine biblische Vorgehensweise

Wie auch seine Zeitgenossen es taten, so befasste sich Jesus von frühen Kindesbeinen an mit der Heiligen Schrift. Aber ich glaube zudem, dass er regelmäßig in aller Bescheidenheit vor Gottvater trat, um die Schrift und ihre Botschaft zu empfangen (Markus 1:35; Lukas 5:16; Matthäus 14:23). Ich glaube, man kann sicher behaupten, dass Jesus Seine Berufung für die Welt und letztendlich für Seinen Kreuztod nicht nur allein aufgrund der Tatsache verstand, dass Er das fleischgewordene Wort Gottes war, sondern das ernsthafte Studium der Schriften zusammen mit Disziplin und im Gebet Zeit mit dem Vater zu verbringen war offensichtlich ein wesentlicher Teil Seines Lebens auf Erden. Und während die Bibel nicht genau besagt, wie oft Jesus gefastet hat, bin ich sicher, dass er dies regelmäßig tat (Johannes 4:32, Matthäus 17:21, Hebräer 5:7). Wenn wir wahre Anhänger Jesu und zu verstehen bestrebt sind, was die Schrift über die Zukunft unserer Welt, unseres Landes, unserer Stadt, unser Leben und unserer Familien zu sagen hat, müssen wir uns beflissentlich die Schrift zu Herzen nehmen, unterstützt durch das Gebet und regelmäßiges Fasten. Ganz einfach. Es gibt keine Abkürzung.

Gott verspricht uns, dass er uns antwortet, wenn wir ihn inwendig und mit aufrichtigem Herzen ersuchen: "Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch aufgetan. Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, findet, und wer anklopft, dem wird aufgetan." (Lukas 11:9).

"Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Wenn ihr mich aus ganzem Herzen gesucht habt..." (Jeremia 29:13)

Ich bin davon überzeugt, dass es hinsichtlich der Letzten Tage notwendig ist, dem Muster zu folgen, das im Leben des Propheten Daniel erkennbar ist: "Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes des Xerxes, aus dem Stamm der Meder, der König über das Reich der Chaldäer geworden war, in seinem ersten Regierungsjahr, suchte ich, Daniel, in den Schriften Klarheit über die Zahl der Jahre, die nach dem Worte des Herrn an den Propheten Jeremia über den Trümmern Jerusalems dahingehen sollten, (nämlich) siebzig Jahre. Ich wandte den Blick zu Gott, dem Herrn, und suchte recht zu beten und zu flehen unter Fasten in Sack und Asche, bekannte und sagte ... (Daniel 9:1-4)

Beachten Sie das Muster. Daniel liest aus dem Buche des früheren Propheten Jeremia und erkennt, dass er in diesem Moment in die Zeit versetzt ist, von der (aus prophetischer Perspektive) die Rede ist. Seine Reaktion ist ein Vorbild für uns: 'Ich wandte den Blick zu Gott, dem Herrn, und suchte recht zu beten und zu flehen unter Fasten in Sack und Asche, bekannte und sagte ...' Daniel hatte noch nicht zu beten aufgehört, als ihm der Engel Gabriel erschien: "Während ich noch redete und betete, meine Schuld und die Schuld meines Volkes Israel bekannte und meine Fürbitte für den heiligen Berg meines Gottes, dem Herrn, meinem Gott, unterbreitete ... näherte sich mir im Flug Gabriel, der Mann, den ich früher in der Vision gesehen hatte. Es war zurzeit des Abendopfers. Er redete mich an und sagte: Daniel, nun bin ich erschienen, dir Klarheit zu geben. Gleich zu Anfang deines Betens erging ein Wort Gottes. Ich komme nun, um es dir zu verkünden; denn du bist ein Liebling (Gottes). Gib also Acht auf das Wort und suche die Erscheinung zu verstehen ...' (Daniel 9:20-23)

Wunderbar! Wenn Sie nicht weiter wissen, fassen Sie mit dieser Geschichte und dem darin enthaltenen Muster Mut. Wenn wir unseren Teil durch Studium, Beten und Fasten tun und um Einsicht, Verständnis und Offenbarung bitten, gilt das Versprechen Gottes. Er wird Ihnen mit übernatürlicher Hilfe zur Seite stehen. Und es ist eben diese übernatürliche Erleuchtung, die wir in den Tagen, die auf uns zukommen, brauchen.

Aber verlieren Sie nicht den Mut - wenngleich die Zukunft düster aussehen mag, wir sind nicht allein. Jesus hat uns versprochen, bei uns zu sein (Matthäus 28:19, 20). Er wird uns nicht wie Waisen zurücklassen, sondern Er wird uns helfen: "...Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der in Ewigkeit bei euch bleibt, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen. Ich komme zu euch." (Johannes 14:18)


ANHANG B

Ein offener Brief an Mahmoud Ahmadinedschad

6. September 2006

Herr Mohmoud Ahmadinedschad, Präsident der islamischen Republik Iran

Bitte erlauben Sie mir, mich vorzustellen. Mein Name ist Joel Richardson. In Wahrheit ist das nicht mein richtiger Name, sondern ein Pseudonym, das ich benutze, wenn ich mich auf einen interreligiösen Dialog mit Muslimen einlasse - ein Werk der Liebe, womit ich mich in den letzten Jahren beschäftigt habe. Der Grund, warum ich ein Pseudonym verwende, ist, weil ich von einem Moslem massive islamische Morddrohungen bekommen habe, nachdem ich mit ihm über eine Konvertierung zum Christentum gesprochen hatte. Die Email, die ich anschließend bekommen habe, war eine massive Drohung, dass mir der Kopf abgeschnitten und meine Familie getötet werden soll. Seit dieser Zeit habe ich dennoch den Dialog mit Muslimen in einer Gesinnung der Liebe und des Friedens fortgesetzt, obwohl ich mich dafür entschieden habe, ein Pseudonym zu gebrauchen. Deshalb bitte ich Sie um Verzeihung, dass ich mich Ihnen gegenüber nicht voll offenbare. Ich würde das wirklich gern tun.

Trotzdem hoffe ich inständig, dass wenn dieser Brief Ihnen auf wundersame Weise in die Hände fallen sollte, dass Sie dem Beachtung schenken mögen, was dieser kleine amerikanische Christ ohne Bedeutung Ihnen gegenüber zum Ausdruck bringen möchte.

Es hat mich schon sehr in Erstaunen versetzt, als ich die Nachricht gelesen habe, dass Sie nächste Woche mein Land besuchen wollen, um eine Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu halten. In der Tat haben Sie seit Ihrer kürzlichen Wahl zum Präsidenten der islamischen Republik Iran die Welt bei mehr als einer Gelegenheit überrascht. Viele Menschen auf der ganzen Welt haben Ihren offenen Brief an George W. Bush, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, gelesen, in welchem Sie ihn dazu eingeladen haben, zum Islam zu konvertieren. Viele haben auch gesehen, wie Sie in '60 Minutes' von Mike Wallace interviewt wurden. Ich persönlich verfolge Ihre neue Karriere als Präsident vom Iran sehr genau. Ich habe beobachtet, wie Sie einige ziemlich gewagte und manchmal sehr bedrohliche Aussagen gemacht haben. Ebenso habe ich sehr genau Ihre vielen öffentlichen Erklärungen zu dem baldigen Erscheinen Ihrer Messiasgestalt, Imam al-Mahdi, verfolgt. Und natürlich haben die meisten Menschen genau beobachtet, wie Ihr Land sich weiterhin sehr damit beeilt, eine Atommacht zu werden.

Als Christ und Amerikaner schreibe ich Ihnen, nicht nur um meine Besorgnis zum Ausdruck zu bringen, sondern auch um Ihnen ein paar Fragen zu stellen - sofern Sie mir das Privileg hierfür zugestatten.

Natürlich bin ich sehr wegen der zukünftigen Beziehung zwischen unseren beiden Ländern, den USA und dem Iran, besorgt. Am meisten mache ich mir natürlich um die Zukunft meiner Kinder Sorgen - um deren Sicherheit und Wohlbefinden. Doch ich bin auch sehr besorgt um die Millionen Menschenleben, die ebenso in dieser scheinbar sehr spannungsgeladenen Zeit in Gefahr sein könnten - um die Iraner, Israelis, Amerikaner und Europäer - die Muslime, Christen und Juden.

Herr Präsident, in Ihrem Brief an Präsident Bush haben Sie Folgendes geschrieben:

'Ich bezweifle nicht, dass das Lügen in jeder Kultur tadelnswert ist, und Sie wollen auch nicht angelogen werden.'

Während viele auf der Welt natürlich noch nie etwas von den Lehren Kithman oder al-Taqiyya gehört haben, kennen Sie sich, als schiitischer Moslem, damit bestens aus, nicht wahr? Mit Sicherheit kennen Sie auch die Worte des Imam Jafa Sadiq, dem 6. Imam des schiitischen Islam, der mit Ihnen im Hinblick auf das Tadelnswerte am Lügen uneins war. Tatsächlich hat er sogar gesagt, dass Allah Schande über jeden bringen wird, der die Wahrheit über gewisse Elemente des Islam sagt:

'Jemand, der etwas von unserer Religion enthüllt, ist wie einer, der uns absichtlich tötet.'

'Ihr gehört einer Religion an, bei der Allah euch für alles ehrt, was ihr über sie verheimlicht und bei der ihr bei Allah wegen allem, was ihr darüber enthüllt, in Ungnade fallt.'

In A Shi'a Encyclopedia habe ich auch die genaue Definition für al-Taqiyya gefunden, die da lautet:

'Das Wort ,al-taqiyya' bedeutet wörtlich ,das Verheimlichen oder Verschleiern von Glaubensüberzeugungen, Vorstellungen, Gefühlen, Ansichten und/oder Strategien zur Zeit einer drohenden Gefahr oder um jetzt oder später sich selbst vor einer körperlichen Verletzung oder einem geistigen Schaden zu bewahren.' Eine einheitliche Übersetzung dieses Wortes wäre ,Heuchelei'.'

Herr Präsident, nun lautet meine erste Frage an Sie: Liege ich falsch, wenn ich glaube, dass die Worte Ihres Imam und die Worte Ihrer Gelehrten so zu verstehen sind, dass schiitischen Muslimen geboten ist, zu verheimlichen, was sie in Wahrheit glauben, um so andere vorsätzlich im Hinblick auf die wahre Natur ihrer Religion, ihrer Glaubensüberzeugungen, Vorstellungen, Gefühle, Ansichten und/oder Strategien in die Irre zu führen? Als Christ werde ich da unweigerlich an die Worte von Jesus Christus erinnert, der zu Seinen Jüngern gesagt hat, dass sie aus ihrem Glauben kein Geheimnis machen sollen. ER sagte:

Matthäus Kapitel 5, Verse 14-16: 'Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.'

Herr Präsident, für die überwiegende Mehrheit der Menschen auf der Welt sind Religion und Täuschung völlig inkompatible Konzepte. Die menschliche Intuition empfindet das als etwas völlig Entgegengesetztes zur göttlichen Natur. Gott lügt nicht, noch verlangt Er von Seinen Nachfolgern zu lügen oder die Wahrheit zu verheimlichen. Kurz gesagt, Herr Präsident, wie kann irgendeine Religion, die von sich behauptet, von Gott zu stammen - welcher pures Licht und Wahrheit ist - jemals tatsächlich Täuschung der Ungläubigen und Außenstehenden gebieten und fördern?

Und was sogar noch wichtiger ist, Herr Präsident: Sie sind ein schiitischer Moslem; wie sollte jemand angesichts der Lehren von Kithman und al-Taqiyya nicht den Wahrheitsgehalt von allem, was Sie all jenen von uns sagen, die keinen schiitischen Glauben haben, hinterfragen? Wie sollen die Menschen und Weltführer nicht denken, dass Sie einfach nur al-Taqiyya anwenden, um zu versuchen, uns zu täuschen?

Herr Präsident, wie können Sie von intelligenten Menschen erwarten, dass Sie Ihnen Glauben schenken, wenn Sie behaupten, dass Sie die Atomkraftwerke nur dazu nutzen wollen, um Energie zu gewinnen, obwohl Ihr Land über unendlich viel Öl verfügt? Angesichts der Tatsache, dass eventuell Millionen Menschenleben bei einem möglichen Atomkrieg in Gefahr wären, wären die Weltführer da nicht völlig verrückt, wenn sie alles für wahr hielten, was Sie über Ihr Atomprogramm sagen? Und wären sie nicht um ein Vielfaches verrückter, Ihnen zu glauben, angesichts der Tatsache, dass Sie regelmäßig befremdliche Kommentare abgeben, wie zum Beispiel neulich bei der 'Welt ohne Zionismus'-Konferenz?

Dort sagten Sie nämlich Folgendes:

'Sie sagen: ,Wie können wir eine Welt ohne Amerika und Zionismus haben?' Aber Sie wissen sehr genau, dass dieser Slogan und dieses Ziel erreicht werden und zweifellos realisiert werden kann.'

Herr Präsident, mit Sicherheit muss Ihnen bewusst sein, wie solche Kommentare vom Rest der Welt gesehen werden.

Herr Präsident, ich möchte Ihnen gegenüber gern so offen und ehrlich sein, wie ich kann. Welche Gedanken kommen Ihnen bei Männern wie Adolf Hitler oder Saddam Hussein in den Sinn? Die Geschichte hat die beiden Männer als Schachfiguren des Teufels und als Versager verurteilt; aber ein bei weitem schlimmeres Urteil erwartet diese beiden Männer, wenn sie vor dem Angesicht ihres Schöpfers stehen. Mit

Sicherheit wollen Sie sich nicht am Tag des Jüngsten Gerichts in der Gesellschaft solcher Männer befinden, oder?

Herr Präsident, ich habe Ihre heutige Einladung gelesen, in der Sie die Menschen im Westen dazu aufrufen, zum Islam zu konvertieren. Sie haben darin auch gesagt, dass jeder, der eine solche Einladung ablehnt, eine schlimme Zukunft haben würde. Herr Präsident, ich möchte Sie jetzt auch dazu einladen, ein Christ zu werden - ein Anhänger von Jesus Christus. Ich möchte Ihnen gerne auch erklären, warum ich Ihre Einladung zum Islam ablehnen muss und wieso Sie meine Einladung annehmen sollten.

Herr Präsident, wenn Sie es mir gestatten, würde ich Ihnen gerne eine Geschichte erzählen. Sie sind offensichtlich ein sehr einflussreicher muslimischer Führer. Um dieser Geschichte willen wollen wir sagen, dass wir zwei weitere große und legendäre muslimische Führer haben. Kalif Omar und ach Salah'ad-Din (Saladin). Diese beiden Männer zählen zu den legendärsten und am meisten bewunderten Führer der muslimischen Geschichte. Jetzt stellen Sie sich vor was wäre, wenn ich behaupten würde, dass diese beiden großen Führer mit Puppen von kleinen Mädchen gespielt hätten. Anfänglich wäre jeder anständige Moslem über so eine Behauptung wütend. 'Niemals', würden die Proteste lauten, 'Saladin oder Omar hätten niemals mit Puppen von kleinen Mädchen gespielt! Diese großen Männer doch nicht! Es wäre nicht angemessen gewesen, wenn sie mit Puppen gespielt hätten!'

Anfänglich mag das sehr vernünftig klingen. Aber was wäre, wenn die Geschichte enthüllte, dass sowohl Omar als auch Saladin eine Tochter hatten? Was wäre, wenn wir erfahren würden, dass die Liebe dieser Väter so groß war, dass sie sich dazu herabließen und regelmäßig mit ihren hübschen kleinen Töchtern gespielt hätten? Wären dieser Führer bessere Führer und Männer gewesen, wenn sie das getan hätten oder wären sie dadurch weniger respektable Männer und schwächere Führer gewesen? Ich bin mir sicher, Herr Präsident, dass Sie mir zustimmen werden, dass diese demütigende Handlung sie zu besseren Männern und großartigeren Führern gemacht hätte.

Und was wäre nun, wenn wir erfahren würden, dass Saladin mit seiner Tochter gespielt hätte, während sich Omar entschieden geweigert hätte, das zu tun? Was wäre, wenn Omar der obigen Aussage zugestimmt hätte, dass er sich niemals zu so etwas herablassen würde? Welcher Führer wäre dann der größere gewesen? Welcher wäre anziehender? Omar oder Saladin? Ich persönlich hätte Saladin für den besseren Vater, für den besseren Mann und somit auch für den besseren Führer gehalten. Ich bin sicher, Sie werden mir zustimmen. Als solches wäre Saladin der bessere und bewundernswertere Führer gewesen, während Omar ein weniger qualifizierter Führer gewesen wäre. Bedenken Sie, Herr Präsident, wahre Größe braucht keine Beachtung. Sie muss nicht an die große Glocke gehängt werden, um authentisch zu sein. Wahre Größe ist offensichtlich und selbsterhaltend.

Ihre Religion behauptet, dass Gott niemals Mensch werden würde, egal aus welchem Grund auch immer:

'Nicht steht es Allah an, einen Sohn zu zeugen! Es wäre nicht angemessen für den Allmächtigen, dass er so etwas täte. ' (Sure 19:35)

Aber in diesem Versuch, Allah größer zu machen, wurde er einfach nur distanzierter. Ist dadurch Allah nicht so wie Oman in der obigen Geschichte? Der christliche Glaube sieht Gott mehr wie Saladin, als liebender Vater, wie in der obigen Geschichte. Weil Gott im reinsten Sinne gut ist, wünscht Er sich, sich mitzuteilen. ER will sich uns offenbaren. ER will nicht, dass wir nur abstraktes Wissen über Ihn haben - ER will, dass wir wissen, wie Er wirklich ist. Jesus Christus offenbarte uns den Gott, der den Menschen hilft.

Johannes Kapitel 14, Verse 6-7

6Jesus spricht zu ihm (dem Jünger Thomas): 'ICH BIN der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch Mich! Wenn ihr Mich erkannt hättet, so hättet ihr auch Meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr Ihn und habt Ihn gesehen.'

Herr Präsident, in Ihrer Religion wird Jesus Christus auch als 'das Wort Gottes' bezeichnet. Lassen Sie mich Ihnen eine weitere Frage stellen: Kann man die Worte einer Person von der Person selbst trennen? Oder sind ihre Worte unweigerlich ein Teil von ihr? Das ist eine Analogie, von der Gott wollte, dass wir sie im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen dem Sohn Gottes und Gott dem Vater verstehen. Der Sohn bringt die eigentliche Essenz des Vaters hervor, während das Wort der innere Ausdruck einer Person ist. 'Der Mensch spricht das aus, was vom Herzen kommt'. So wird wiederum sowohl die Göttlichkeit des Sohnes bestätigt als auch die Tatsache, dass alle Dinge von Ihm erschaffen wurden.

Im Johannes-Evangelium steht dazu Folgendes:

Johannes Kapitel 1, Verse 1-4

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2Dieses war im Anfang bei Gott. 3Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. 4In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.

Wenn wir an diesem Punkt das islamische Konzept von Gott mit dem christlichen vergleichen, dann erscheint das christliche Konzept viel intellektueller und emotionaler. Die Fleischwerdung Gottes (d. h. dass Gott durch die Person Jesus Christus mitten unter den Menschen wohnt) - so erstaunlich wie sie ist -, ist auch die

am meisten Ehrfurcht einflößende und unglaublichste Vorstellung, die man sich nur denken kann. In der Tat ist es genau die Verleugnung der Fleischwerdung Gottes durch Jesus Christus im Islam, die diese Religion so unattraktiv macht. In der christlichen Theologie sagt Gott zu dem Einzelnen: 'Ich liebe dich so sehr; und auf diese Weise konnte ICH das auf ewig beweisen.' Gott wurde Mensch und litt an unserer Stelle, damit wir erlöst werden können.

Herr Präsident, die ganze Geschichte hindurch hat die christliche Kirche Folgendes bestätigt:

Wir glauben an Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer von Himmel und Erde

und an Jesus Christus, Seinen einzigen Sohn, unseren HERRN, der durch den Heiligen Geist empfangen wurde.

ER hat unter Pontius Pilatus gelitten,

wurde gekreuzigt, starb und wurde begraben.

ER stieg in den Hades hinab.

Am dritten Tag ist Er von den Toten auferstanden.

ER fuhr zum Himmel auf und sitzt jetzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; und eines Tages wird Er wieder auf die Erde kommen, um die Lebenden und Toten zu richten.

Herr Präsident, gemäß diesem alten christlichen Glaubensbekenntnis werden Sie vor dem Richter der Erde stehen, und Sein Name lautet Jesus Christus. An diesem Tag wird es keine Entschuldigung für die Verleugnung geben, dass Er wahrhaftig auf die Erde gekommen ist, gekreuzigt und begraben wurde und von den Toten auferstanden ist.

Selbstverständlich bin ich mir im Klaren darüber, dass Sie das nicht akzeptieren. Aber haben Sie, Herr Präsident, jemals der Tatsache Beachtung geschenkt, dass jeder einzelne der Jünger von Jesus Christus sich dem Predigen vom Tod, vom Begräbnis und von der Wiederauferstehung von Jesus gewidmet und dafür den Märtyrertod -möglicherweise mit Ausnahme von Johannes - gestorben ist? Herr Präsident, welche logische Erklärung haben Sie dafür, dass diese Jünger ihr Leben für eine komplette Lüge hingegeben haben sollten? Wenn diese Jünger nicht voll und ganz von der Tatsache überzeugt gewesen wären, dass Jesus Christus gekreuzigt wurde und wiederauferstanden ist, wozu hätten sie dann für den Rest ihres Lebens solche eine Lüge predigen sollen?

Die Muslime leugnen die historische Tatsache von Jesu Kreuzigung und Wiederauferstehung; aber sie sind nicht dazu in der Lage, einige dieser grundsätzlichen Fragen zu beantworten, um zu erklären, warum die Jünger von Jesus

Christus - die davon Augenzeugen waren -, dem Predigen dieser Fakten ihr ganzes Leben gewidmet haben und dafür gestorben sind, wenn diese nicht der Wahrheit entsprochen hätten? Unter den muslimischen Gelehrten gibt es viele Theorien, was damals geschehen sein könnte. Aber keine entspricht den Tatsachen. Im Hinblick auf die Kreuzigung, das Begräbnis und die Wiederauferstehung von Jesus Christus, wofür es reichlich historische Beweise gibt, sind die muslimischen Gelehrten lediglich Mutmaßungen gefolgt. (Sure 4: 157-158).

Unter den verschiedenen Theorien, die sie anbieten, lehren einige muslimische Gelehrte, dass Gott die Jünger betrogen und getäuscht hätte. Herr Präsident, hat Allah die Jünger von Jesus Christus getäuscht? Macht das Sinn für Sie? Wenn Jesus Christus Seinen Jüngern eine Lüge gepredigt hätte, würden Sie dann zustimmen, dass Er der größte Versager von allen Propheten gewesen wäre? Ja, wenn die wahre Botschaft von Jesus Christus von keinem einzigen Seiner Jünger nach Seiner Himmelfahrt gepredigt worden wäre oder wenn Jesus Christus Seine Jünger getäuscht hätte, dann wäre Er in der Tat der größte Versager von allen Propheten gewesen. Doch selbst der Islam sagt, dass Jesus Christus nach Mohammed der zweitgrößte Prophet aller Zeiten war.

Herr Präsident, die islamische Weltanschauung ergibt, wenn man sie mit den schlichten Fakten der Geschichte vergleicht, keinen Sinn. Jesus Christus ist - trotz der historischen Tatsachen im Hinblick auf Sein Leben und das Leben Seiner Apostel - dem Islam ein Dorn im Auge und für ihn nicht jemand, der die Wahrheit gesprochen hat, wie wir es erwarten müssten, wenn der Islam tatsächlich die Fortsetzung der Lehre wäre, die Jesus Christus gepredigt hat. Der Islam ist nicht die Fortsetzung dieser wahren Lehre, welche von den echten Propheten Gottes gelehrt wurde, sondern insgesamt etwas völlig Neues. Herr Präsident, ich rufe Sie dazu auf, sich von religiösen Erneuerungen ab und der Wahrheit zuzuwenden.

Herr Präsident, ich habe viel über ihre wiederholten Aussagen im Hinblick auf die islamische Eschatologie gehört und dass Sie gesagt haben, dass der Imam al-Mahdi bald in Erscheinung tritt, der Eine, den Sie die 'letzte Quelle und den Verheißenen' nennen, 'der die Menschen reinigt und vollkommen macht und der Eine, der diese Welt mit Gerechtigkeit und Frieden erfüllt.' Ich habe auch sehr intensiv die islamischen Traditionen über al-Mahdi studiert. Sie haben zu Ihrem Volk gesagt:

'Heute sollten wir unsere Wirtschaft, Kultur und Politik nach der Lehre über die Wiederkunft des Imam Mahdi ausrichten.'

In Ihrem Brief an Präsident Bush habe ich gelesen, dass Sie die Vorstellung, dass Jesus auf die Erde zurückkehrt, akzeptieren. All jene von uns, die mit der islamischen Eschatologie vertraut sind, wissen, dass die Muslime glauben, dass Jesus, wenn er wiederkommt, dem Mahdi untergeordnet ist. Wir haben in den islamischen Traditionen gelesen, dass der Imam Mahdi mit der Unterstützung von Jesus die muslimische Ummah vereinen, die jüdische Nation angreifen und besiegen und

letztendlich die ganze Welt dazu bringen wird, sich dem Islam zu unterwerfen. Wir haben die Stellungnahmen Ihrer Gelehrten gelesen, die besagen, dass die Herrschaft Ihres Imam Mahdi nur durch großes Blutvergießen zustande kommt. In dem Werk von Ayatollah Ibrahim Amini Al Imam Al-Mahdi: The Just Leader of Humanity über den Mahidismus lesen wir zum Beispiel über diejenigen, die sich weigern, zum Islam zu konvertieren und sich der Herrschaft des Mahdi über die Erde zu unterwerfen, Folgendes:

' Diese Gruppe wird sich unbestreitbar dem Recht widersetzen und wird niemals ihren hartnäckigen Widerstand gegen irgendeine Macht unternehmen, um ihre eigenen Interessen zu schützen. Außerdem werden sie alles in ihrer Macht Stehende tun, diejenigen zu demoralisieren und zu bekämpfen, die den Imam (Mahdi) unterstützen. Um den negativen Einfluss dieser Gruppe zu zerstören, gibt es keine andere Lösung als Krieg und Blutvergießen. '

Und weiter lesen wir dort:

'Der Mahdi wird die Religion des Islam den Juden und Christen darbieten; wenn sie diese annehmen, werden sie bewahrt, andernfalls werden sie getötet.'

Herr Präsident, denkende Menschen auf der ganzen Welt werden sich dann gewisslich fragen:

'Wenn der Islam so eine wahre und wundervolle Religion ist, wieso hat er es dann nötig, zum Dschihad, Zwang und Blutvergießen zu greifen, wenn es um seine Verbreitung geht?

Wenn Gott wirklich wollte, dass der Islam auf der ganzen Welt verbreitet wird, würde Er das nicht ganz einfach durch friedliche Mittel veranlassen?

Oder ist Er selbst dazu nicht in der Lage?

Sehen wir darin nicht den deutlichen Unterschied zwischen Gott und Satan?

Bietet Gott der Menschheit Seine Wahrheit nicht so an, dass jeder mit seinem freien Willen seine eigene Wahl treffen kann?

Hängt Gottes letztes Gericht für jede Person nicht davon ab, wie sie auf Seine Einladung reagiert hat?

Zeigt die Geschichte nicht, dass es immer die unterdrückendsten und tyrannischsten Regierungen waren, die Menschen ihre Ideologien aufgezwungen haben?'

Können Sie nicht sehen, dass Ihre religiöse Weltanschauung im Hinblick auf einen möglichen Triumph des Islam nicht die Art und Weise widerspiegelt, wie Gott der

Menschheit Seine Gnade anbietet? Erkennen Sie nicht, wie Ihre Weltanschauung und Ihre Erwartungen im Hinblick auf die zukünftige Welt unter der Führung des al-Mahdi exakt dasselbe Muster der verschiedenen fehlgeleiteten Regierungen der Vergangenheit widerspiegeln, die von Menschen angeführt wurden, die einst den menschlichen Geist zerstört und unterdrückt haben?

Jesus Christus richtete Seinen Appell an die ganze Menschheit, als Er sagte:

Matthäus Kapitel 11, Vers 28

'Kommt her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ICH euch erquicken!'

Und nochmals, wenn der Islam eine wahre und natürliche ansprechende Religion für die Menschheit wäre, warum finden wir dann einen so radikal anderen Ruf Ihres Propheten, um den Islam anzunehmen, der da lautet:

'Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.' (Sure 2: 216)

Herr Präsident, wozu sollte sich jemand nach dem Tag sehnen, an dem die ganze Menschheit offiziell einer Religion unterjocht wird, die ganz offen zum Kampf aufruft, obwohl es zur Natur des Menschen gehört, dass er Kampf und Krieg hasst? Sollte die wahre Religion nicht etwas sein, was die gemeinsame Seele der Menschheit bezeugen und bestätigen kann, statt etwas, was Ihr Koran selbst als 'Abscheu' bezeichnet?

Sie scheinen ein sehr tapferer Mann zu sein; werden Sie Ihr Herz erforschen und den HERRN fragen, ob die oben genannten Verse Ihres Propheten eine Inspiration von Gott war oder stattdessen insgesamt gesehen von einer anderen Quelle stammt? Werden Sie ihren ganzen Mut zusammennehmen und sich dazu entschließen, sich der Wahrheit zuzuwenden, die sich nur in der Freiheit finden lässt, die Christus anbietet und nicht wie sie im islamischen Dschihad und in der eindringlichen Ausbreitung der totalitären religiösen Ideologien geboten ist?

Und das Wichtigste, Herr Präsident, werden Sie die Richtung, in der Sie derzeit das iranische Volk führen, neu überdenken? Werden Sie sich dazu entschließen, das iranische Volk vom islamischen Dschihad wegzuführen und stattdessen hin zu dem Einen, dessen Last leicht ist - hin zu dem Einen, der all jene zu sich ruft, die mühselig und beladen sind und der ihnen echte Ruhe für ihre Seelen verspricht? Oder werden Sie sich dafür entscheiden, weiterhin einem dunklen Weg zu folgen und damit fortfahren, das iranische Volk in eine Richtung zu führen, die es nicht nur 'verabscheut', sondern auch sein Leben und seine Seele zerstört?

Und als demütiger und bescheidener Christ und Bürger des ewigen Reiches Gottes appelliere ich an Sie, einen anderen Weg einzuschlagen; denn jetzt führen Sie das iranische Volk nach unten in die tiefste Finsternis. Wählen Sie den richtigen Weg (Joh 14:6), was auch immer für Konsequenzen das hat. Ich appelliere an Sie, die Straße des Dschihad und des Islam hinter sich zu lassen und ein Jünger Jesu zu werden sowie ein echter Friedensstifter. Dafür, so sagt Jesus, dürfen Sie sich ein Kind Gottes nennen (Matthäus Kapitel 5).

Mit Liebe in Christo

Joel Richardson


Quellenverzeichnis

    Einleitung:

    1 Zwemer, Islam and the Cross, 56

    1. Kapitel

    1 Pawson, Challenge of Islam,, 11

    2 Ibid.

    3 McDowell and Zaka, Muslims and Christians,, 6

    4 Ibid

    5 Wilgoren, 'Islam Attracts Converts.'

    Al-Hayam (London), November 12, 2001, as quoted in the Middle East Media & Research Institute, Muslim American Leaders: A Wave of Conversion to Islam in the U.S. Following September 11, November 16, 2001.

    7 Al-Ahram Al-Arabi (Egypt), October 20, 2001, as quoted in the Middle East Media & Research Institute, Muslim American Leaders: A Wave of Conversion to Islam in the U.S. Following September 11, November 16, 2001.

    8 Whittell, 'Allah CameKnockingatMyHeart.'

    9 McDowell and Zaka, 6

    10 Ibid., 6.

    11 Ibid., 7.

    12 Middle East Media & Research Institute, Muslim American Leaders: A Wave of Conversion to Islam in the U.S. Following September 11, November 16, 2001.

    13 Wilgoren, 'Islam Attracts Converts.'

    14 Hogan, 'Drawn to Islam.'

    15 Pawson, Challenge of Islam, 36

    16 Ibid., 6,7.

    17 Al-Jazeera, Christianization in Africa, December 12, 2001,

    http://www.aljazeera.net/programs/shareea/articles/2000/12/12-12-6.htm For the English translation see: http://www.islamreview.com/articles/fastdemiseprint.htm

    18 'Who is Isa Al-Masih - The man in White?' http://isaalmasih.net/

    19 Brother Andrew, Light Force, 140.

    2. Kapitel

    1 Es gibt einen sehr kleinen islamischen Kult, der seinen religiösen Glauben und seine Praxis ausschließlich aus dem Koran bezieht. Diese Gruppe nennt sich 'Die Unterworfenen'

    2 Malik's Mwatta Book 9, Number 9.7.27.

    4. Kapitel

    1 Kabbani, Approach of Armageddon?, 228

    2 Kathir, Signs Before the Day of Judgement, 18

    3 Izzat and 'Arif, Al Mahdi and the End of Time, 18

    4 Kabbani, Approach of Armageddon?, 228

    5 Al-Sadr and Mutahhari, The Awaited Savior, 1.

    6 Sachedina, Islamic Messinanism, 2.

    7 Kabbani, Approach of Armageddon?, 229

    8 Tirmidhi Sahih, Sunan Abu Dawud, (Sahih), vol. 5, p. 207; also narrated by Ali b. Abi Talib, Abu Sa'id, Umm Salma, Abu Hurayra.

    9 Sunan Abu Dawud, Book 36, Number 4271, narrated by Umm Salamah, Ummul Mu'minin.

    10 Ibn Maja, itab al-Fitan #4084 as quoted in Kabbani, Approach of Armageddon?, 231.

    11 Sunan Abu Dawud, narrated by Umm Salamah, Ummul Mu'minin.

    12 Veliankode, Doomsday Portents andProphecies, 277.

    13 Al Sadr and Mutahhari, The Awaited Savior, prologue, 4,5.

    14 Izzat and Arif, Al Mahdi and the End of Time, 4.

    15 Kelani, The Last Apocalypse, 34-35.

    16 Ibn Hajar al Haythami, Al-Qawl al-Mukhtasar fi'Alamat al_Mahdi al-Muntazar, 50, as quoted in Yahya, The End Times and the Mahdi, 96.

    17 Kabbani, Approach of Armageddon?, 231

    18 Abu Nu'aym and Ss-Suyuti, related by Thawban, as quoted in Izzat and Arif, Al Mahdi and the End of Time, 44

    19 'Flags of the Islamic State', www.islamic-state.org/recources/flags-of-the-islamic-state.html.

    20 Ibn Kathir, The Beginning and the End, vol.2, pt 3, p.288 as quoted in Gabriel, Jesus and Muhammad, 60.

    21 Tirmidhi as quoted in Zubair, Signs of Qiyamah, 42 and Abdullah, Islam, Jesus , Mehdi, Qadiyanis and Doomsday, 54.

    22 Izzat and Arif, Al Mahdi and the End of Time, 40.

    23 Sahih Muslim Book 041, Number 6985.

    24 Sahih Hakim Mustadrak, related by Abu Sa'id al Khudri (4:557 and 558), as quoted in Kabbani, Approach of Armageddon?, 233.

    25 At-Tabarani, related by Abu Hurayra, as quoted in Izzat and 'Arif, Al Mahdi and the End of Time, 9.

    26 El-Kavlu'l Muhtasar Fi Alamet-il Mehdiyy-il Muntazar, as quoted by Yahya, http://www.endoftimes.net/08mahdiandtheendtimes.html.

    27 Al-Burhan fi Alamat al-Mahdi Akhir al-Zaman, as quoted by Yahya, http://www.endoftimes.net/08mahdiandtheendtimes.html.

    28 Tabarani, as related by Hadrat Abu Umamah, as quoted in Zubair, Signs of Qiyamah, 43 and Abdullah, Islam, Jesus, Mehdi, Qadiyanis and Doomsday, 55.

    29 Ibid.

    30 Sunan Abu Dawud, Book 36, Number 4273, narrated by Umm Salamah, Ummul Mu'minin.

    31 Sunan Abu Dawud, Book 36, Number 4272, narrated by Abu Sa'id al-Khudri.

    32 M S M Saifullah, Muhammad Ghoniem, Abu Hudhayfah & Khalid al Khazraji, On the Transmitters of Isra'iliyyat (Judeo-Christian Material) http://www.islamic-awareness.org/Hadith/Ulum/i srael.html.

    33 Izzat and Arif, Al Mahdi and the End of Time, 15.

    34 Ibid, 15.

    35 Michael Elliot, 'The Semiotics of Saddam.'

    36 Izzat and Arif, Al Mahdi and the End of Time, 40.

    37 Ibid, 16.

    5. Kapitel

    1 Al-Sadr and Mutahhari, The Awaited Savior, 4, 5.

    2 Sunan Abu Dawud, Book 36, Number 4273, narrated by Umm Salamah, Ummul Mu'minin.

    3 Al-Sadr and Mutahhari, The Awaited Savior, prologue, 4, 5.

    4 Amini, Al-Imam Al-Mahdi.

    5 Sahih Muslim, Book 041, Number 6985.

    6 Tirmidhi as quoted in Zubair, Signs of Qiyamah, 42 and Abdullah, Islam, Jesus, Mehdi, Qadiyanis and Doomsday, 54.

    7 Izzat and 'Arif, Al-Mahdi and the End of Time, 40.

    8 Ibid.

    9 Tabarani as quoted by Mufti A.H. Elias and Muhammad Ali ibn Zubair Ali, Imam Mahdi, online article from: http://www.islamic.tc/prophecies/imam.html.

    10 Dr. Waleed A. Muhanna, 'A Brief Introduction to the Islamic (Hijri) Calendar,' available online at http://fisher.osu.edu/~muhanna_1/hijri-intro.html.

    11 Izzat and 'Arif, Al Mahdi and the End of Time, 15, 19.

    6. Kapitel

    1 Sahih Muslim Book 041, Number 7015.

    2 Veliankode, Doomsday Portents andProphecies, 351.

    3 Sahih Muslim, Book 001, Number 0293, narrated by Jabir bin 'Abdullah.

    4 Veliankode, Doomsday Portents and Prophecies, 350.

    5 Sais I-Nursi, 'The Fifth Ray', in The Rays, 493, quoted in Yahya, Jesus Will Return, 66.

    6 Al-Sadr and Mutahhai, The AwaitedSavior, prologue, 3.

    7 Hakim Mustadrak (2:651) # 4162 as related by Abu Harayra, quoted in Kabbani, The Approach of Armageddon?, 236.

    8 Sahih Ashrat as-Sa'at, quoted in Kabbani, The Approach of Armageddon?, 236

    9 Veliankode, Doomsday Portents and Prophecies, 351.

    10 Shafi and Usmani, Signs of Qiyama and the Arrival of the Maseeh, 60.

    11 Kabbani, The Approach of Armageddon?, 237

    12 Al-Sadr and Mutahhari, The Awaited Savior, prologue, 3.

    13 Sunan Abu Dawud, Book 37, Number 4310, narrated by Abu Hurayrah. See also Sahih Bukhari Volume 3, Book 43, Number 656.

    14 Shafi and Usmani, Signs of Qiyama and the Arrival of the Maseeh, 59

    15 Veliankode, Doomsday Portents and Prophecies, 351.

    16 Yahya, Jesus Will Return, 52

    17 Al-Misri, Reliance of the Traveller, 603.

    18 Muhammad Ali Ibn Zubair, 'Who Is the Evil Dajjal (the 'anti-Christ')?' Online article from http://www.islam.tc/prophecies/masdaj.html.

    19 Veliankode, Doomsday Portents and Prophecies, 360; Sahih Bukhari Volume 3, Book 43, Number 656.

    20 Zubair, Signs of Qiyama.

    21 Sunan Abu Dawood, Book 37, Number 4310, narrated by Abu Hurayrah.

    22 Tirmidhi, quoted in 'Jesus (Isa) A.S. in Islam, and his Second Coming' by Mufti A.H. Elias at http://www.islam.tc/prophecies/jesus.html.

    7. Kapitel

    1 Ibn Maja, Kitab al-Fitan #4084, quoted in Kabbani, The Approach of Armageddon?, 231.

    2 Al-Sadr and Mutahhari, The Awaited Savior, prologue, 3.

    3 Sais I-Nursi 'The Fifth Ray', in The Rays, 493, quoted in Yahya, Jesus Will Return, 66.

    4 Kabbani, The Approach of Armageddon?, 237.

    5 Shafi and Usmani, Signs of Qiyama and the Arrival of the Maseeh, 59.

    6 Veliankode, Doomsday Portents and Prophecies, 358.

    7 Al-Misri, Reliance of the Traveller, 603.

    8 Zubair, 'Who Is the Evil Dajjal (the 'anti-Christ')?'

    9 Zubair, Signs of Qiyama.

    10 Veliankode, Doomsday Portents and Prophecies, 218.

    8. Kapitel

    1 Kabbani, The Approach of Armageddon?, 223

    2 Sahih Muslim Book 041, Number 7005, reported by Ibn Umar

    3 Sahih Muslim Book 041, Number 7010, reported by Hudhalfa

    4 Sahih Muslim Book 041, Number 7009, reported by Ana bin Malik

    5 R'ad, Freemasons and Dajjal, 173

    6 Kabbani, The Approach of Armageddon?, 223-4

    7 Sunan Ibn Majah #4067, related by Abu Umamam Ali-Bahili, quoted in Kabbani, The Approach of Armageddon?, 225

    8 Philips, Ad-Dajjal, the Antichrist

    9 Zubair, Signs of Qiyama, 17

    10 Sahih Bukhari, Volume 9, Book 88, Number 248, narrated by Anas bin Malik

    11 Kabbani, The Approach of Armageddon?, 226

    12 Philips, Ad-Dajjal, the Antichrist

    13 Suyuti, Durr al-Manthur, as quoted in Kabbani The Approach of Armageddon?, 227

    14 Excerpts from a Friday sermon delivered by Palestinian Authority imam Sheik Ibrahim Mahdi at the Sheikh 'Ijlin Mosque in Gaza City, broadcast live on April 12,2002 by Palestinian Authority television http://memri.org/bin/articles.cgi?Page=archives&Area=sd&ID=SP37002

    15 Shahid, The Last Trumpet, 254

    16 Veliankode, Doomsday Portents and Prophecies, 312

    17 Sahih Muslim, Book 041, Number 6924, reported by Abu Huraira

    9. Kapitel

    1 http://www.answering-christianity.com/que5.htm

    10. Kapitel

    1 Hitchcock, The Coming Islamic Invasion of Israel, 44, 45

    2 Roger Hardy 'Islamic affairs analyst: Islam in Turkey: Odd One Out', BBC, September, 26.2003

    Matthew Henry Complete Commentary on the Whole Bible, Ezekiel 38 http://bible.crosswalk.com/Commentaries

    4 Hitchcock, The Coming Islamic Invasion of Israel, 31

    5 Shoebat, Why I left Jihad, www.shhoebat.com Islam and the final Beast, http://www.answering-islam.org/Walid/gog.htm

    6 Mostaghim, 'Ruling schiites' Influence Eroded by Other Faiths'

    7 http://www.blueletterbible.org

    8 Fred G. Zaspel, 'The Nations of Ezekiel 38-39 Who Will Participate in the Battle?' http://www.biblicalstudies.com/bstudy/eschatology/ezekiel.htm

    9 ibid

    10 See for instance, Robert Van Kampen, The Sign (Crossway, Wheaton, Illinois, 1992)

    11 http://www.worldhistory.com/ancientrome.htm

    11. Kapitel

    1 W.H.T. Gairdner, The Reproach of Islam, (Foreign Mission Committee of the Church of Scotland, 1911), 158.

    2 Armstrong, Muhammad, 46.

    3 Guillaume, Life of Muhammad, 106.

    4 At-Tabari, The History of at-Tabari, Vol. 9, page 167, note 1151.

    5 Sahih Bukhari Volume 6, Book 60, Numbers 478.

    6 Gilcrest, Jesus to the Muslims. Eine online-Version mit dem Titel Muhammad and the Religion of Islam ist auch erhältlich unter: http://answering-islam.org.uk/Gilcrest/Vol1/3b.html

    Zum Zwecke einer guten Diskussion über die dämonische Aktivität im Leben Mohammeds siehe den Artikel Muhammad and the Demons von Silas unter: http://www.answering-islam.org/Silas/demons.htm.

    7 Ibid. (Gilcrest).

    8 Sahih Bukhari Volume 7, Book 71, Number 660

    13. Kapitel

    1 Walid Shoebat radio interview with Joseph Farah, available online at www.shoebat.com

    2 Gabriel, Islam and the Jews, 46-49

    3 Sahih Muslim Book 041, Number 6985

    4 Palestinian Media Watch, Studies on Palestinian Culture and Society by Itamar Marcus, available online at www.pmw.org.il

    5 Middle East Media research, Friday Sermon on Palestinian Authority TV, April 17, 2002 Palestinian Authority Imam Sheik Ibrahim Mahdi at the Sheik 'Ijlin Mosque in Gaza City, www.memri.org/bin/articles.cgi?Page=archives&Area=sd&ID=SP37002

    6 Josephus, Wars of the Jews, Book VI, Chapter V, Section 3.

    14. Kapitel

    1. CBS News, Saudia Arabia's Beheading Culture, June 27, 2004

    2. Beheadings Allowed by Islam, but Only in Extreme Situation By Julia Duin The Washington

    Times, June 24, 2004

    3. Ali Sina, The Examples of Muhammad http://www.faithfreedom.org/Articles/sinaawa40621.htm

    4. A. Guillaume The Life of Muhammad: (Oxford University Press, Oxford England), p.464

    5. ibid. p. 752

    6. Mark A. Gabriel, Jesus and Muhammad, (Lake Mary Charisma house, 2004) p. 60

    7._At-Tabari, Vol XI, The Challenge to the Empires, In series: The History of at-Tabari,

    (Ta'rikh al-rasul wa'l-muluk), Translated by K.Y. Blankkinship, SUNY series in near East-ern Studies, Bibliotheca Persica, State University of New York Press, Albany New York, 1993, p.44-45; as quoted in http://www.muhammadanism.com/Islam/islam_beheading.pdf

    8. http://www.muhammadanism.com/Islam/islam beheading.pdf

    9. ibid.

    10. Chopping Heads by Amir Taheri New York Post May 14, 2004

    11. The Baburnama -Memoirs of Babur, Prince and Emperor, translated and edited by Wheeler M. Thacktson, Oxford University Press,1996, p. 188; as quoted by Andrew Bostom, Front-PageMagazine.com, May 13, 2004, The Sacred Muslim Practice of Beheading

    12. Taheri

    13. ibid.

    14. ibid.

    15. ibid.

    16. CBS News, Saudia Arabia's Beheading Culture, June 27, 2004

    17. Sahih Bukhari Volume 1, Book 3, Number 111

    18. http://forums.gawaher.com/index.php?showtopic=4154&

    19. Tasfsir Ibn Kathir Surah 9:5 available at: http://www.tafsir.com/Default.asp

    20. Ibid. -Surah 47:4

    21. Joseph Farah, World Net Daily IslamicTerror.com? Muslim Websites in West DefendBin Laden, Call for '5th Column' November 13, 2001

    22 Sahih Muslim Book 20, Number 4546

    23 Saudi Arabian Islamic Affairs Department website: Rights Dictated by Nature - The Rights of the Rulers and the Ruled Ones. http://www.iad.org/The Royal Embassy of Saudi Arabia

    15. Kapitel

    1. Sahih Bukhari Volume 9, Book 84, Number 59, Narrated Abu Huraira

    2. Joseph Farah, IslamicTerror.com? Muslim Websites in West Defend Bin

    Laden, Call for '5th Column' World Net Daily, November 13, 2001

    3. http://iisca.org/knowledge/jihad/jihad_for_allah.htm

    4. Tafsir Ibn Kathir Surah 9:123 Tafsir.com

    5. Ibn Khaldun, The Muqaddimah, trans. by Franz Rosenthal (New York: Pantheon Books Inc., 1958) Vol. 1:473

    6. Jurisprudence in Muhammad's Biography, Dr. Muhammad Sa'id Ramadan al-Buti (page 134, 7th edition). http://www.secularislam.org/jihad/exegesis.htm

    7. E. Tyan, 'jihad', Encyclopedia of Islam, 2nd ed. (Leiden: Brill, 1965)

    8. Mark A. Gabriel, Islam and Terrorism (Lake Mary Florida, Charisma House 2001) p.81

    9. ibid.

    10. Abdullah Al-Araby, The Islamization of America, (The Pen vs. the Sword, Los Angeles, California, 2003), p. 8

    11. Daniel Pipes, CAIR: 'Moderate' Friends of Terror, New York Post April 22, 2002

    12. Report in the San Ramon Valley Herald of a speech to California Muslims in July 1998; quoted in Pipes, CAIR: Moderate Friends of Terror, New York Post, April

    22, 2002

    13. Ahmed Reza, CAIR Responds to Reverend Franklin Graham, Shia News.com

    August 5, 2002

    14. Daniel Pipes The Danger Within: Militant Islam in America, Commentary Magazine November 2001

    15. Phillip Jenkins, The Next Christendom, the Coming of Global Christianity, (Oxford University Press, New York, 2002) pg. 180

    ^ http://answering-islam.org/Terrorism/agenda.html

    17. Patrick E. and Don Van Natta Jr., Militants in Europe Openly Call for Jihad and the Rule of Islam, New York Times, April26,2004

    18. ibid.

    19. Peaceful Religion Is Not Spelled I-s-l-a-m, by Mychal Massie, World Net

    DailyMay 25, 2004

    16. Kapitel

    1. Sunan Abu Dawood Book 14, Number 2631: Narrated Ka'b ibn Malik

    2. Hadith Imam Jafar Sadiq Footnote. #1 Usool al Kafi, p.88

    3. ibid. Ft. #2, Ibid, p.522

    4. A Shite Encyclopedia October 1995

    Revised January 2001 http: //www.al-islam.org/encyclopedia/chapter6b/1. html

    5. Ibn Kathir's Tafsir -Surah 16:106 www.tafsir.com

    6. Confirmed by At-Tabari and narrated by Abd al-Razak, Ibn Sa'd, Ibn Jarir, Ibn Abi Hatim, Ibn Mardawayh, al-Bayhaqi in his book 'al- Dala-il,' http://www.al-

    islam.org/encycl opedia/chapter6b/1.html

    7. Sunan al-Bayhaqi and Mustadrak al-Hakim http://www.al-islam.org/encycl opedia/chapter6b/1.html

    8. Ibn Kathir's Tafsir -Surah 3:28 www.tafsir.com

    10. Al-Sirah al-Halabiyyah, v3, p61, http: //www.al-islam.org/encycl opedia/chapter6b/ 1.html

    11. Bukhari Volume 5, Book 59, Number 369 Narrated by Jabir bin 'Abdullah

    12. Islam Review, Lying in Islam, Abdullah Al Araby http://www.islamreview.com/articles/lying.shtml

    13. Ahmad ibn Naqib al-Misri, The Reliance of the Traveller, translated by Nuh Ha Mim Keller, (Amana publications, 1997), section r8.2, p 745

    14. Ulum id Din pp. 3,137 As quoted in Islam and Terrorism, Mark Gabriel (Lake Mary, Charisma House 2002), p. 95

    15. Islam Review, Lying in Islam, Abdullah Al Araby http://www.islamreview.com/articles/lying.shtml

    17. Kapitel

    1. Ayatollah Ibrahim Amini, Al-Imam Al-Mahdi: The Just Leader of Humani-ty, Translated by Dr. Abdulaziz Sachedina

    2. Dee L.R. Graham, Edna Rawlings, and Nelly Rimini, The Stockholm Syn-drome: Not Just For Hostages, Available at http://www.yahoodi.com/peace/stockholm.html#howwel

    3. George E. Rubin, Letters, Commentary Magazine, May 2000

    4. Aharon Megged, Israeli novelist The Center for Ethnic Jewish Studies http://www.yahoodi.com/peace/stockholm.html#howwel

    5. Jodi Wilgoren, The New York Times, October 22, 2001 Islam Attracts Converts by the Thousands, Drawn Before and After Attacks

    19. Kapitel

    1. Paul Boyer, When Time Shall Be No More: Prophecy Belief in Modern American Culture (Studies in Cultural History), (Cambridge, Belknap Press, 1994)

    20. Kapitel

    1. Oswald Chambers, Mein Äußerstes für sein Höchstes

    2. Akhbar Ahmed, Islam Under Siege The Globalist, 20. Juli 2003 http://www.theglobalist.com/DBWeb/printStoryId.aspx?StoryId=3319

    3. Ein wesentlicher Beitrag zu diesem Thema ist ein Artikel aus Inside Report unter: http://www.insiderreport.net/clash_1-2.html

    21. Kapitel

    1. Francis Frangipane, 'This Day We Fight!' http://www.elijahlist.com/words/display_word.html?ID=2294

    22. Kapitel

    1. Bruce A. Mcdowell & Anees Zaka, Muslims and Christians at the Table, (P&R Publishing, Phillipsburg, New Jersey) p.26

    2. Christine A. Mallouhi, WagingPeace On Islam, (Dowers Grove, Intervarsity, 2000), pp. 263-287. Anmerkung vom Autor: Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!

    23. Kapitel

    1. Rick Joyner, Shadows of Things to come, (Thomas Nelson, Nashville Tennessee, 2001), p.

    116

    2. Dhimmi Watch, Muslim, Christian Leaders Condemn Religious Killing' of Kim Sun-il, http://www.jihadwatch.org/dhimmiwatch/archives/002526.php


Literaturverzeichnis

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Bearbeitungsstand: 01.10.2018